Das Ampel-Projekt

Ampel-Projekte werden von Jugendlichen durchgeführt. In Workshops beurteilen sie Verhaltensweisen von ÜbungsleiterInnen und BetreuerInnen als förderlich (grün), kritisch (gelb) oder falsch (rot). Die Ergebnisse fließen in ein Konzept des Vereins zum Kinderschutz ein.

Bei uns fand am 18. Juni 2016 dieser Workshop mit einer Gruppe von Jugendlichen im Alter von 14 bis 18 Jahren unter Anleitung von Rene und Lifi (Sportjugend Schleswig-Holstein) statt.  Die Ergebnisse wurden dem Vorstand und den Übungsleitern präsentiert und erläutert.

Folgende Auflistung war das Ergebnis (ohne Anspruch auf Vollständigkeit und ohne Sortierung nach Wichtigkeit):

GRÜN - meistens völlig okay und pädagogisch richtig, auch wenn diese Verhaltensweisen Kindern und Jugendlichen nicht immer gefallen:

- Unterstützung durch konstruktive Kritik und Verbesserungsvorschläge

- Freundliches Miteinander und Fairness

- Vertrauen

- Gutes Gruppenklima

- pädagogische Maßnahmen (Ordnung, Ruhe)

- Regeln vorgeben (Nachtruhe, Ernährung, Pausen)

GELB - pädagogisch kritisches Verhalten, welches für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen nicht förderlich ist:

- In die Umkleide kommen

- Übernachten in einem Raum

- Private Treffen, wenn es nichts mit dem Team zu tun hat

- Aus dem Training werfen

- Keine Empathie

- Destruktive Kritik

- Unpassende Kommentare/Körperkontakt

- Auslachen und beleidigen (Yes Baby)

- Klaps auf den Po

- Bevorzugen von Einzelnen ohne ersichtlichen Grund

ROT - falsches Verhalten, welches strafbar sein kann:

- Beziehung

- Zu viel Körperkontakt

- Aufdringliche Fragen

- Penetrantes Verhalten

- Ohne Grund, Ankündigung oder Aufforderung in die Umkleide kommen

- Vergewaltigung

- Grundlose, persönliche Beleidigungen

- Ausnutzen der Autorität. z.B. Erpressung, ungewollter Umgang außerhalb des Trainings

- Diebstahl

- Alkohol oder Zigaretten austeilen

- Gewalt, z.B. drohen oder zwingen

Zweite Veranstaltung zum Kinderschutz

Am 18.06. fand in der Steinberghalle die zweite Veranstaltung zum Thema Kinderschutz statt. Nachdem beim ersten Termin Trainer und Vorstandsmitglieder mit den Referenten der Sportjugend zum Thema arbeiteten, waren nun unsere Jugendlichen dran! Vertreter aus den Jugendteams von U14 bis U18 trafen sich am Samstag Vormittag für drei Stunden und tauschten sich, angeleitet durch Rene Strebe und Lifi Morgen, über Erwartungen an ihre Trainer aus. Ihre Ergebnisse präsentierten sie im Anschluss in Form einer selbstgebauten Ampel. Sie unterschieden erwünschtes Verhalten, das ein angenehmes Trainingsklima fördert (grünes Licht), grenzwertiges Verhalten, welches das gute Trainingsklima gefährdet (gelbes Licht), sowie unerlaubtes, strafbares Verhalten oder sogar Missbrauch (rotes Licht). Nach der Präsentation gab es eine offene Fragerunde, sodass die drei Gruppen das Thema zum ersten Mal gemeinsam besprechen konnten.

Außerdem stellte sich Catha Meyer den Jugendlichen als Ansprechpartnerin in Sachen Kinderschutz vor. Sie und Sina Koopmann besuchten einige Wochen zuvor ein Seminar, in dem sie für dieses Amt ausgebildet wurden. Der SC Rist hat nach dieser Veranstaltung nun die Kompaktqualifizierung abgeschlossen. Das Engagement im Kinderschutz soll damit allerdings noch lange nicht beendet sein. Weitere Informationen zum Thema finden Sie auf unserer Website.

Der SC Rist Wedel wird aktiv im Kinderschutz

Das Thema "Kinderschutz" wird in der Öffentlichkeit mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Uns, als Verein mit großer Kinder- und Jugendabteilung, betrifft dieses Thema natürlich besonders. Unsere FSJlerin Mieke Meyer hat sich daher dieses Themas im Rahmen ihres Jahresprojektes angenommen und den Anstoß gegeben, noch aktiver im Schutz unserer jungen Mitglieder zu werden.

So fand am vergangenen Dienstag eine erste Veranstaltung zum Thema "Sexualisierte Gewalt" bei uns in der Geschäftsstelle statt.

Rene Strebe und Walther Furthmann, zwei Referenten der Sportjugend Schleswig-Holstein (SJSH), führten während eines dreistündigen Workshops mit TrainerInnen und dem Vorstand in das Thema ein und stellten erste Schritte zur Entwicklung eines Konzepts zum Schutz vor sexualisierter Gewalt in unserem Verein vor.

Diese Veranstaltung war nur der erste von vielen Schritten, die wir in Zukunft gehen wollen.

Anfang Juni entsenden wir Catha Meyer und Sina Koopmann zu einem Seminar der SJSH, in dem die beiden zu Ansprechpartnerinnen zum Thema Kinderschutz ausgebildet werden.

Am 18.06. findet dann eine weiter Veranstaltung bei uns in Wedel statt. Hier werden die Referenten der SJSH erst mit einigen Jugendlichen und abschließend mit allen drei Gruppen (Trainer, Vorstand, Jugendliche) arbeiten.

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