Spielberichte
1. Herren: Tim Parohl verlässt den SC Rist - Janis Stielow ist wieder da
Zwei weitere Personalentscheidung in Hinblick auf die kommende Saison in der 2. Bundesliga Pro B sind gefallen.
Tim Parohl verlässt den SC Rist, wieder an Bord ist hingegen Janis Stielow.
"Tim hat uns Anfang der Woche mitgeteilt, dass ihm der Aufwand, neben dem Studium in Wedel Pro B zu spielen zu hoch ist", so Trainer Sebastian Gleim. Der 21-Jährige spielte seit 2010 für den SC Rist und kam in dieser Zeit auf 66 Partien in der Pro B. Als unermüdlicher Arbeiter und bissiger Verteidiger leistete er dem SC Rist wertvolle Dienste. Wir bedanken uns herzlich für Tims Einsatz und wünschen ihm für die sportliche, private und berufliche Zukunft alles Gute!
Janis Stielow kehrt unterdessen zum SC Rist zurück. Der 18-Jährige hat kürzlich seine Zusage für die Saison 2013/14 gegeben. Stielow war in der abgelaufenen Spielzeit für die BG Halstenbek/Pinneberg in der 1. Regionalliga (21 Einsätze: 11,8 Punkte, 4,4 Rebounds im Schnitt) sowie für die Piraten in der NBBL (17 Spiele: 14,2 Punkte, 8,2 Rebounds im Schnitt) aktiv. Bereits vor seinem Wechsel zu "HaPi" spielte der Forward unter Coach Sebastian Gleim in der zweiten Wedeler Herrenmannschaft, wurde deutscher Vizepokalsieger mit der U18 des SC Rist und kam zu Kurzeinsätzen in der Pro B. Nach dem Ende seiner Schulzeit wird sich Stielow, der auch noch für eine Saison in der NBBL einsatzberechtigt ist, ein Jahr lang voll auf Basketball konzentrieren.
1. Herren: Einer geht, einer bleibt
Der Kapitän verlässt die Kommandobrücke. Nach zwei Jahren beim SC Rist Wedel wird Augie Johnston seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängern. Der 26-jährige US-Amerikaner möchte seinen nächsten Karriereschritt tätigen und sucht eine Herausforderung in einer höheren Liga als der 2. Bundesliga Pro B. Davey Hopkins hingegen kommt nach der Sommerpause zurück nach Wedel, er unterschrieb einen neuen Vertrag mit dem SC Rist. Der Flügelspieler überzeugte in seinem ersten Jahr in Deutschland als variabler und athletischer Akteur und integrierte sich ohne Probleme ins Alltagsleben des Wedeler Clubs.
Mit durchschnittlich 19,3 Punkten war Johnston in der Saison 2012/2013 Wedeler Topscorer und darüber hinaus einer, wenn nicht sogar DER beste Distanzschütze in der Pro B. 83 "Dreier" brachte der Guard aus der kalifornischen Kleinstadt Atascadero im Korb unter und wird in dieser Hinsicht in der Pro B nur vom Leverkusener Adonte Parker übertroffen, der bislang 97 traf, dafür aber satte 278 Versuche brauchte (ergo 34,9%), während Johnston 45 Prozent seiner 183 Würfe von jenseits der Dreiermarkierung einnetzte.
Zweimal erhielt Johnston die Auszeichnung als Pro B Spieler der Woche und riss sein Team auf dem Feld und im Training dank seines Fleißes, seiner tadellosen Einstellung sowie seines Willens zur stetigen Verbesserung mit.
Als Jugendtrainer brachte der Kalifornier seine Qualitäten zum Wohle des Nachwuchses ein und bewies als Coach ebenso wie von der Dreierlinie ein geschicktes Händchen. "Ich habe auf diesem Level noch keinen Spieler gesehen, der so viel Herzblut investiert, ob nun im Spiel oder als Trainer von Kinder- und Jugendteams", sagte Headcoach Sebastian Gleim. Der SC Rist wünscht Augie und seiner Verlobten Jocelyn alles Gute für die private und sportliche Zukunft.
Welches sind mit einigen Tagen Abstand die Gründe für das Ausscheiden im Playoff-Viertelfinale gegen Weißenhorn?
Augie Johnston: In der Offensive haben wir den Ball zu wenig bewegt. Wir wollten manche Dinge erzwingen und haben keinen Wurfrhythmus gefunden. Im ersten Spiel stimmte das Umschalten von Angriff auf Verteidigung nicht. Das zweite Spiel haben wir in der Verlängerung gewonnen, wir hatten Vorteile unter dem Korb, die wir ausgenutzt haben. Und im dritten Spiel haben wir wie gesagt den Ball zu wenig bewegt. Natürlich gibt es weitere, aber das sind die Hauptgründe dafür, dass wir die Serie verloren haben. Die Weißenhorner haben gut verteidigt. Wir haben ein wenig spekuliert und den Spielern des Gegners, die normalerweise keine guten Schützen sind, etwas Freiraum gegeben. Doch plötzlich haben sie mit hoher Quote getroffen. Vor allem Maksym Shtein haben wir in den zwei Spielen, in denen er dabei war, nicht in den Griff bekommen.
Wie fällt Dein Saisonfazit aus?
Augie Johnston: Die Saison war definitiv erfolgreich. Zu Beginn mussten wir uns auf einen neuen Coach einstellen und hatten gerade einmal einen halben Kader zur Verfügung. Die ganze Liga dachte, dass wir niemals in die Playoffs kommen würden. Aber nicht nur das haben wir geschafft, sondern auch die Hauptrunde auf dem zweiten Platz abgeschlossen. Wir können stolz auf das Erreichte sein. Im Laufe der Saison haben wir unsere Ziele nach oben korrigiert. Wir alle wollten dieses dritte Spiel gegen Weißenhorn gewinnen, sollten aber nicht die Köpfe hängen lassen, weil es nicht geklappt hat.
Du verlässt den SC Rist nach zwei Jahren. Warum hast Du Dich dazu entschlossen und wie geht es für Dich weiter?
Augie Johnston: Meine Verlobte und ich haben die Zeit in Wedel sehr genossen. Ich habe entschieden, mich in Hinblick auf die nächste Saison nach einer neuen Aufgabe umzusehen, weil man sich als Basketball-Spieler auf dem höchstmöglichen Niveau beweisen und gegen die bestmöglichen Spieler antreten möchte. Ich werde hart dafür arbeiten, dieses Ziel zu erreichen, in der Pro A oder in einem anderen Land. Wedel ist ein großartiger Ort für jeden Spieler, und der SC Rist gehört für mich zu den herausragenden Clubs in Deutschland, wo Jugend, Basketball und die Stadt so gut zusammenarbeiten.
Wie sieht aus Deiner Sicht die Zukunft der 1. Herren aus? Haben der SC Rist und die Mannschaft das Potential, auch in den kommenden Jahren so erfolgreich abzuschneiden?
Augie Johnston: Ja. Das Team wird nächste Saison bestimmt erfolgreich sein. Einige Leistungsträger haben ihre Verträge bereits verlängert, gute Neuzugänge werden hinzukommen.
Was nimmst Du als Sportler und als Mensch aus den zwei Jahren in Wedel mit?
Augie Johnston: Ich finde, dass ich meine Führungsqualitäten weiterentwickelt habe. In der gerade beendeten Saison hat mich der Trainer dazu aufgefordert, noch mehr das Heft in die Hand zu nehmen und voranzugehen. Ich habe diesen Ratschlag, der im Nachhinein sehr hilfreich war, angenommen. Und ich habe hier viele Freundschaften geschlossen, die bestehen bleiben werden. Ich bin allen in Wedel sehr dankbar. Als Spieler bin ich inzwischen ein besserer Verteidiger, würde ich sagen. Ich habe unter zwei verschiedenen Trainern gespielt und von beiden gelernt.
Möchtest Du den Fans zum Abschied noch etwas mitteilen?
Augie Johnston: Danke, dass Ihr meine Verlobte Jocelyn und mich so gut aufgenommen habt! Die Fans und die Jugendarbeit mit seinen vielen Teams und Spielern sind ein ganz wichtiger Bestandteil des Clubs. Macht weiter so! Und ich möchte dem Management des SC Rist für alles danken. Ich wünsche Euch viel Erfolg in der nächsten Saison. RISTERS GO!
1. Herren: Keine Chance in Spiel drei
Die große Party fiel aus. Unmittelbar nach die Schlusssirene des dritten und entscheidenden Play-off-Viertelfinal-Duells der 2. Bundesliga Pro B zwischen den Basketballern des SC Rist und den Weißenhorn Youngstars in der Wedeler Steinberghalle machten sich helfende Hände daran, Ordnung zu schaffen. Tische und Stühle wurden gestapelt, Mischpult und Mikrofone ausgestöpselt, Plakate von den Wänden entfernt. Auch die Tribüne, auf der zuvor das Gros der 650 Zuschauer mit den Spielern im grün-gelben Trikot des Heimteams gehofft, gebangt und gelitten hatte, leerte sich schlagartig. Zuletzt erlosch auch die Beleuchtung der LED-Anzeige.
Bis zu diesem Zeitpunkt war dort in großen Ziffern gelb auf schwarz die Ursache der fehlenden Feierlaune abzulesen. Mit 53:68 (27:38) hatten die Wedeler den Vergleich mit dem Junior-Team des deutschen Basketball-Vizemeisters ratiopharm Ulm verloren und den Halbfinal-Einzug verpasst. Es wäre der größte Erfolg der jüngeren Vereinsgeschichte gewesen, nur vergleichbar mit dem Vordringen ins Halbfinale des DBB-Pokals 1988 sowie dem möglichen Bundesliga-Aufstieg 1987/88, auf den der Club dann aber aus wirtschaftlichen Gründen verzichtete.
Die Enttäuschung, den Coup verpasst zu haben, war sämtlichen Spielern des Heimteams anzumerken, allen voran den US-Amerikanern Harold August Johnston und Davey Hopkins. "Der Gegner hat einen Topjob in der Verteidigung gemacht", sagte Kapitän Johnston, der es auf für seine Verhältnise bescheidene neun Punkte brachte. Hopkins dagegen war zusammen mit Fabian Böke, der 13 Punkte und 16 Rebounds bilanzierte, effektivster Wedeler. Zu Beginn des dritten Viertels initiierte der 24 Jahre alte Kalifornier mit fünf Punkten in Folge fast allein eine Aufholjagd, auf die die Gäste aus Schwaben aber ebenso wie auf alle taktischen Manöver von Rist-Headcoach Sebastian Gleim die passende Antwort parat hatten.
Der 28 Jahre alte Wedeler Trainer, der das Team kurz vor Saisonbeginn übernommen und zwischenzeitlich an die Tabellenspitze der Pro B Nord geführt hatte, zeigte sich vor allem von der Unterstützung durch die Rist-Fans beeindruckt. "Kompliment an die Zuschauer, die uns in einem einseitigen Spiel unermüdlich angefeuert haben." Sein Team sei in der Schlussphase einer langen Saison an seine Grenzen gestoßen. "Die Akkus waren leer, es war einfach nicht mehr drin." Im fünften Play-off-Duell mit dem Kooperationspartner eines Bundesligisten in Folge hätten seine Spieler, die im Achtelfinale die Junior Skyliners Frankfurt ausgeschaltet hatten, nach dem 76:75 in Weißenhorn erneut ans Limit gehen müssen.
Dass Gästecoach Tim Lewis nur sieben Spieler mitgenommen hatte, darunter Kay Gausa, der im Sommer 2012 vom SC Rist nach Ulm gewechselt war, sorgte zu Spielbeginn am Steinberg für Optimismus. Ein übriges tat die frühe 8:2-Führung der zunächst selbstbewusst erscheinenden Wedeler. Doch der Blitzstart erwies sich als trügerisch. Die Weißenhorner verteidigten hart, gestatteten vor allem den Scharfschützen Johnston und Marvin Boadu keine freien Würfe und trafen hochprozentig aus der Ferndistanz.
Dem hatte die zunehmend gehemmt wirkende Heimmannschaft nichts Gleichwertiges entgegenzusetzen. Im Angriff wollte kaum etwas gelingen, selbst zweite und dritte Chancen nach Offensiv-Abprallern blieben ungenutzt. "Wir hätten uns cleverer anstellen müssen", sagte Fabian Böke. Wie seine Teamkameraden gratulierte der 2,08-Meter-Mann nach Spielende seinem ehemaligen Clubkameraden Kay Gausa, der nun als einziger Wedeler im Play-off-Halbfinale steht. "Wir hatten mit unserem kleinen Kader ohnehin nichts zu verlieren, und dann haben wir auch noch gut ins Spiel gefunden", sagte der 20 Jahre alte Flügelspieler. Wie schon nach Spiel eins der Serie, das Weißenhorn 74:66 gewann, war dem Neu-Ulmer nur ein kurzer Heimaturlaub vergönnt. Nach Übernachtung im Elternhaus ging es mit Teamkamerad Till-Joscha Jönke früh morgens per Bahn zum Bundesliga-Topspiel bei den Brose Baskets Bamberg.
Bei den Wedelern hingegen läuft schon jetzt die Planung für die kommenden Pro-B-Spielzeit an. Einige Personalien stehen fest. So wechselt U18-Nationalspieler Ismet Akpinar zum Bundesliga-Club ALBA Berlin, während Fabian Böke seinen Vertrag vorzeitig verlängert hat. 2013/14 ist erscheint weise eine weitere Steigerung möglich, nachdem der SC Rist in dieser Saison schon alle Erwartungen übertraf. Mut machte den Fans in der Halbzeitpause des dritten Play-off-Spiel Überraschungsgast Pascal Roller. Im Gespräch mit Moderator Arne Malsch plädierte der 36 Jahre alte ehemalige Nationalspieler für Hamburg als Bundesliga-Standort. "Es wird Zeit, dass sich in dieser Hinsicht etwas tut." Im bisherigen Konzept für ein Erstliga-Team in der Metropolregion ist für den SC Rist die Rolle des Juniorpartners und Talenteförderers vorgesehen.
Statistik: Viertel: 17:14, 10:24, 10:11, 16:19.
SC Rist (Punkte): Davey Hopkins (21), Fabian Böke (13), Harold August Johnston (9), Marvin Boadu (5), Paul Owusu (3), Ismet Akpinar (2), Tobias Lange , Jamo Ruppert, Kai Schlüter, Jonas Laatzen, Tim Parohl, Lennart Liebke.
1. Herren: Rister gewinnen nach Verlängerung - Entscheidungsspiel am Dienstag in Wedel
Den Zweitliga-Basketballern des SC Rist ist in den Play-offs der Pro B ein eindrucksvolles Comeback gelungen. Nach dem 66:74 zum Auftakt der Best-of-three-Viertelfinalserie gegen den Süd-Dritten Weißenhorn Youngstars setzte sich der Vizemeister der Nordstaffel in Spiel zwei in Schwaben nach Verlängerung mit 76:75 (63:63, 29:33) durch und holte sich das Heimrecht zurück. Die Entscheidung über den Einzug ins Halbfinale fällt im dritten Duell am kommenden Dienstag, 9. April (Spielbeginn: 20 Uhr), in der Wedeler Steinberghalle.
Ebenso glücklich wie seine erschöpften Spieler war nach 45 intensiven Minuten im schwäbischen Landkreis Neu-Ulm (Bayern) Rist-Headcoach Sebastian Gleim. "Ich habe nach der Auftaktniederlage vielen Leuten in Wedel versprochen, dass wir wiederkommen werden, und die Mannschaft hat es geschafft", sagte der 28-Jährige. Vor allem kämpferisch hätte sein Team in diesem Alles-oder-nichts-Spiel voll überzeugt. "Am Ende sind wir für unsere gute Moral belohnt worden."
Wie schon im ersten Spiel setzten die Weißenhorner um den Wedeler Kay Gausa, der im Sommer 2012 vom SC Rist zu Bundesligist ratiopharm Ulm wechselte und auch für dessen Farmteam Weißenhorn spielberechtigt ist, auf intensive Verteidigung. Die Spieler des englischen Coaches Tim Lewis beschatteten vor allem die Wedeler US-Boys Harold August Johnston und Davey Hopkins hautnah. Das hatte aus Sicht von Sebastian Gleim aber auch Vorteile. "Dadurch ergaben sich immer wieder Freiräume für andere Spieler, zudem haben beide wieder sehr stark verteidigt."
Von der Weißenhorner Defensive kaum zu stoppen waren dagegen Fabian Böke und Marvin Boadu. Letzterer stand 42 Minuten lang auf dem Parkett, erzielte 14 Punkte und leistete fünfmal die Vorarbeit zu Korberfolgen. Böke dagegen steuerte 23 Zähler zur Korbausbeute der Gäste bei, seine acht Rebounds wurden nur von "Maskenmann" Paul Owusu übertroffen, der sich trotz doppelten Nasenbeinbruchs zwölf Abpraller griff. Böke war es auch, der die letzte Chance der Weißenhorner spektakulär vereitelte: Fast mit der Schlusssirene blockte Böke einen Wurf von Youngstars-Topscorer Brian Butler. Kurz vor Ende der regulären Spielzeit hätte Ismet Akpinar die Partie zugunsten der Wedeler entscheiden können, doch der Versuch des U18-Nationalspielers aus der Ferndistanz verfehlte sein Ziel.
Dem finalen Viertelfinal-Duell am Dienstag sieht Sebastian Gleim nun optimistisch entgegen. "Viele hatten uns nach Spiel eins schon abgeschrieben, aber wir sind zurückgekommen." Die vertraute Umgebung der Steinberghalle und die Unterstützung durch die Rist-Fans sollen ein übriges tun. "Wenn wir alle zusammenstehen, können die Play-offs für uns weitergehen", sagt Gleim.
Größter Nachteil für die Gäste dürfte die strapaziöse Anfahrt an einem Wochentag sein. Der Wedeler Kay Gausa hätte sich und seinem Team die zweite weite Reise gen Norden nur allzu gern erspart, doch dafür reichten die vier Punkte, sechs Rebounds und zwei Assists des 20 Jahre alten Flügelspielers binnen 30-minütiger Einsatzzeit nicht.
Statistik: Viertel (aus Wedeler Sicht): 19:12, 10:21, 19:16, 15:14. Verlängerung: 13:12.
SC Rist (Punkte): Fabian Böke (23), Davey Hopkins (15), Marvin Boadu, Harold August Johnston (je 14), Paul Owusu (6), Ismet Akpinar (3), Tim Parohl (1), Marvin Adu, Tobias Lange, nicht eingesetzt: Kai Schlüter, Jonas Laatzen.
1. Herren: Niederlage zum Viertelfinalauftakt
Der Vorfreude auf das Play-off-Viertelfinale der 2. Bundesliga Pro B und das Wiedersehen mit ihrem ehemaligen Vereinskameraden Kay Gausa folgte die kalte Dusche für die Basketballer des SC Rist. Vor mehr als 600 Zuschauern in der Steinberghalle unterlag der Vizemeister der Nordstaffel dem Süd-Dritten Weißenhorn Youngstars im ersten Spiel der Best-of-three-Serie 66:74 (32:37) und braucht nun zwei Siege zum Weiterkommen.
Für Gausa, der im Sommer 2012 zu ratiopharm Ulm gewechselt war, geriet die Rückkehr an seine frühere Wirkungsstätte mit dem Junior-Team des deutschen Vizemeisters somit zum Triumph. Zu den ersten, die dem Wedeler zum Sieg gratulierten, gehörte sein älterer Bruder Erwin (SC Rist II).
Bei Gausas übrigen ehemaligen Mannschaftskameraden dagegen herrschte Tristesse. "Wenn man die Spielstatistik betrachtet, hätten wir gewinnen müssen, aber wir waren zu schlecht im Abschluss", sagte Power Forward Fabian Böke. Die Wedeler hatten das Rebound-Duell mit 45 zu 32 Abprallern deutlich gewonnen und auch besser aus der Nahdistanz getroffen, aber das reichte nicht gegen die hoch motivierten Gäste aus Schwaben.
"Das Spiel lief für uns von Anfang an schlecht, weil wir im Angriff nicht genug Entschlossenheit gezeigt haben", sagte ein ebenfalls enttäuschter Rist-Headcoach Sebastian Gleim, dessen Team schon nach vier Minuten 2:8 in Rückstand lag. Damit war die Taktik des englischen Gäste-Coaches Tim Lewis früh aufgegangen. "Er hat uns eingeschärft, dass wir nun dann eine Chance haben, wenn wir als Team auftreten und hart verteidigen", sagte Kay Gausa, der zur Ulmer Startfornmation gehörte, fast 31 Minuten auf dem Parkett stand und einmal aus der Ferndistanz traf.
Auch seine Teamkameraden zeigten, was sie sich im gemeinsamen Training bei den Ulmer Bundesliga-Cracks abgeschaut hatten. Der athletische Brian Butler erzielte acht seiner 19 Punkte per Dunking, ebenfalls zweistellig trafen Routinier Maksym Shtein (18) und der überragende Aufbauspieler Till-Joscha Jönke (24).
Beim SC Rist dagegen war Gleim mit der Leistung seiner Starting Five alles andere als zufrieden. Voll überzeugen konnten nur Böke und trotz eines doppelten Nasenbeinbruchs auch Paul Owusu, die auch die effektivsten Akteure im grün-gelben Trikot waren. Trotz aller Unzulänglichkeiten hätten die Wedeler die Partie fünf Minuten vor Schluss aber sogar noch drehen können. Nachdem Davey Hopkins auf 55:60 verkürzt hatte, scheiterte kurz darauf Böke mit einem Ferndistanzwurf, im Gegenzug erhöhte Shtein per Dreier auf 63:55.
Trotz der Auftaktniederlage rechnet sich Sebastian Gleim in Spiel zwei der Serie am Sonnabend, 6. April (15 Uhr) in Weißenhorn durchaus noch Chancen auf den Ausgleich und damit auf ein Entscheidungspiel in der Woche darauf in Wedel aus. "Wir waren in dieser Saison in Auswärtsspielen fast immer Außenseiter, und diese Rolle hat uns gut gestanden."
Statistik: Viertel: 16:18, 16:19, 14:20, 20:17.
SC Rist (Punkte): Fabian Böke, Harold August Johnston (je 15), Paul Owusu, Davey Hopkins (je 10), Ismet Akpinar (8), Marvin Boadu (6), Marvin Adu (2), Kai Schlüter, Jonas Laatzen, Tim Parohl, Tobias Lange, nicht eingesetzt: Jamo Ruppert.
1. Herren: Das Viertelfinale ist erreicht
Knapp war es, aber es hat gereicht. Die Pro-B-Basketballer des SC Rist haben auch das zweite Spiel der Best-of-three-Serie gegen dieFrankfurt Skyliners Juniors gewonnen und stehen im Play-off-Viertelfinale. Dem 90:71 in der heimischen Steinberghalle ließen die Wedeler ein schwer erkämpftes 75:74 (39:34) am Main folgen. In der Runde der letzten Acht empfängt das Team von Headcoach Sebastian Gleim nun am Ostersonntag um 16 Uhr die Weißenhorn Youngstars, das Team von Kay Gausa.
Dieses Highlight und die dazwischenliegende spielfreie Woche musste sich der Vizemeister der Pro B Nord aber hart erkämpfen. "Die Frankfurter haben uns alles abverlangt, gut verteidigt und alles daran gesetzt, ein drittes Spiel zu erzwingen", sagte der gebürtige Hesse Gleim. Sein Team bekam es in der Heimat des Coaches mit einem bedeutend stärker besetzten Gegner als zum Auftakt der Serie zu tun. "Ich war aber trotzdem optimistisch, weil wir 40 Minuten lang um jeden Ball gekämpft haben", sagte Gleim.
Zunächst schienen die Wedeler vor 150 Zuschauern sogar einem leichten Erfolg entgegenzustreben, als sie nach einem erfolgreichen Drei-Punkte-Wurf von Fabian Böke zu Beginn des zweiten Viertels bereits 35:20 führten. Doch die vom ehemaligen Rist-Trainer Eric Detlev betreuten Frankfurter steigerten sich in der Verteidigung, verzeichneten Ballgewinne und kamen zu etlichen einfachen Körben, so dass der Vorsprung der Gäste bis zur Pause auf fünf Punkte schmolz.
Und es wurde noch enger für die Wedeler. In der 26. Minute führten die Frankfurter erstmals, fast zeitgleich zog sich Paul Owusu einen Nasenbeinbruch zu. Zwar biss der Zwei-Meter-Mann wie schon oft zuvor in dieser Saison auf die Zähne und hielt nach einer Behandlungspause bis Spielende durch, aber den doppelten Schock galt es erst einmal zu verdauen. Dass dies gelang, freute Gleim besonders. "Ich bin stolz auf die Mannschaft."
In der endlos lang erscheinenden Schlussminute der vor allem am Ende hoch dramatischen Partie sorgten ein Frankfurter Treffer aus der Ferndistanz zum 74:75 und zwei vergebene Freiwürfe von Davey Hopkins noch einmal für Spannung, ehe der letzte Angriffsversuch der Hessen fehlschlug. Hopkins war nach Gleims Auffassung Dreh- und Angelpunkt des Wedeler Spiel, dem allerdings Landsmann Augie Johnston und Aufbauspieler Marvin Boadu kaum nachstanden. Gehörigen Anteil am Play-off-Erfolg hätten zudem Marvin Adu, der sich keinen Fehlwurf leistete, und Tobias Lange gehabt, die beide von der Bank gekommen waren.
Das Treffen mit Verwandten, Jugendfreunden und ehemaligen Weggefährten fiel für Sebastian Gleim nach Spielende kürzer aus als geplant. "Es ging etwas hektisch zu in der Halle, schließlich mussten wir Paul noch ins Krankenhaus bringen." Ob Owusu im Viertelfinale gegen Weißenhorn wieder mit von der Partie sein kann, steht noch nicht fest - zuzutrauen wäre es ihm allemal.
Statistik: Viertel: 16:25, 18:14, 20:20, 20:16.
SC Rist (Punkte): Davey Hopkins (19), Harold August Johnston (18), Tobias Lange (11), Fabian Böke (10), Marvin Adu (8), Marvin Boadu (6), Ismet Akpinar (3), Tim Parohl, Paul Owusu, nicht eingesetzt: Jonas Laatzen, Kai Schlüter.
Der geborene Coach
Jung, dynamisch, erfolgreich: Die Zweitliga-Basketballer vom SC Rist Wedel sind die Überraschung der 2. Bundesliga ProB Nord. Wesentlich dafür verantwortlich ist der neue Trainer. 16 Siege, nur sieben Niederlagen, als Tabellenzweiter die Playoff-Teilnahme vorzeitig gesichert - nicht mal der kühnste Optimist hätte so eine Erfolgsgeschichte erwartet, vor allem nicht angesichts der turbulenten Vorbereitung, in der kurz vor Saisonstart der langjährige Trainer gefeuert wurde und nur ein Rumpfkader blieb.
"Was er geleistet hat, ist erstaunlich. Wir sind alle baff", sagt Team-Manager Andreas Bethke über Sebastian Gleim. Mit 28 Jahren ist der Senkrechtstarter nicht nur einer der jüngsten hauptamtlichen Trainer der ersten und zweiten Liga, sondern auch die zentrale Figur des Hamburger Vorstadtvereins, der gemessen an seinen Mitgliederzahlen zu den sechs größten deutschen Basketballklubs zählt. Der Jungtrainer erinnert sich noch sehr gut daran als ihm der Rister Vorstand im Thailand-Urlaub das Angebot für den Head Coach-Posten unterbreitete. Seine erste Reaktion: "Wie mache ich die anderen Jobs genauso gut wie vorher?" Die anderen Jobs - das sind die drei Aufgaben, die er bis heute weiterhin hauptverantwortlich ausübt: Trainer der zweiten Herren mit der er zuletzt zweimal Vizemeister wurde, Projektleiter des Wedel-Schulprojekts (allein 2011 traten 50 neue Mitglieder dem Verein bei) und Koordinator für die Nachwuchsarbeit des Vereins, die erst kürzlich von der "Jungen Liga" mit 25.000 Euro ausgezeichnet wurde. Und obendrein ist das Multitasking-Talent noch regelmäßig für die U16-Auswahl des Deutschen Basketball-Bunds im Einsatz - als Assistenztrainer, Athletiktrainer und Physiotherapeut in Personalunion.
Zwei Wochen nach dem Job-Angebot sagt Gleim zu. Die Bedenkzeit hatte er zum einen dazu genutzt um Tag und Nacht an der Zusammenstellung eines Kaders "mit Potential und Perspektive" zu feilen. Mit Erfolg: Mehrere im Berufsleben stehende Leistungsträger aus den Vorjahren, die unter seinem Vorgänger Özhan Gürel noch ihren Rücktritt erklärt hatten, gaben unter der neuen kompromissbereiteren Führung ihre Zusage für die neue Saison. Zum anderen organisierte er intern Verstärkung für seine anderen Aufgaben. Denn keinesfalls will der hochfokussierte Basketball-Workaholic den Eindruck einer One-Man-Show vermitteln, dafür ist der gebürtige Hesse viel zu bescheiden.
Schon als Teenie an der Seitenlinie Mit sieben Jahren warf er erste Körbe, mit 14 spielte er in der hessischen Oberliga, mit 17 fasste er den Entschluss, Trainer zu werden - Gleims Basketball-Vita zeigt, dass er schon früh seinen Weg gefunden hat. "Bereits als Schüler habe ich Teams aufgebaut und gecoacht. Meine Mutter hielt mich für verrückt, aber das Coach-Sein hatte ich irgendwie in mir." 2005 ging der gelernte Physiotherapeut als Jugendtrainer nach Bremerhaven, 2009 wechselte er zum SC Rist.
Gleims wichtigste Stütze in seinem Team aus Profis, Berufstätigen, Studenten und Schülern ist Augie Johnston (26). Der Top-Scorer aus Kalifornien ist bereits im zweiten Jahr beim SC Rist und wegen seiner tadellosen Einstellung insbesondere für die jüngeren Spieler ein Vorbild - und darum auch längst als Trainer in die Nachwuchsarbeit eingebunden. Respektprobleme oder gar Generationenkonflikte mit den älteren Spielern gab es nie.
"Natürlich musste ich mir mein Standing erarbeiten", sagt Senkrechtstarter Gleim, der sich viel mit der psychologischen Seite seines Jobs auseinandersetzt. "Als Trainer muss man vor allem inhaltlich überzeugen. Nach einem Spiel am Samstagabend sitze ich am Sonntagmorgen vor dem PC und analysiere den nächsten Gegner. Das spüren die Spieler." Die Weiterentwicklung von Strukturen und die Förderung von Talenten, aber auch die Möglichkeit seine Spieler abseits des Courts zu helfen und vielleicht sogar Persönlichkeiten zu prägen - "das sind ganz wichtige Gründe, warum ich Trainer geworden bin", sagt Gleim.
In seiner ersten Saison als Zweitligatrainer stellte er team-interne Kommunikationsregeln auf ("Ein Spieler kann mir alles sagen, wenn er mir dabei nur in die Augen schaut. Das ist ehrlich."), alle drei Wochen gibt es protokollierte Einzelgespräche mit jedem Spieler über "Ziele und Visionen". Wedels größtes Nachwuchstalent, den 17-jährigen Spielmacher Ismet Akpinar, machte er zum Co-Kapitän. "Unser Coach liebt es einfach, wenn sich Jugendspieler verbessern," sagt Akpinar über den Vertrauensbeweis.

Gleim ist eher der leise Typ. Im Training spricht der gebürtige Hesse mit ruhiger Stimme. Im Spiel schnauzt er die Schiedsrichter nicht an, das hält er für unsinnig. Ismet Akpinar, der nach der Saison zu Bundesligist Alba Berlin wechseln wird, erinnert sich nur an ein richtiges Donnerwetter - und das war noch während der Vorbereitung als ein Training so gar nicht nach dem Geschmack des Basketball-Workaholics lief. Sagt Gleim: "Wir haben es selbst in unserer Hand, ob wir Platz 1 oder 7 belegen. Es hängt nur davon ab, wie ernst wir jedes Spiel und jedes Training nehmen. Davon bin ich fest überzeugt. Meine Einstellung ist: Alles ist möglich." Diese Mentalität hat er vor allem von seinem Mentor Harald Stein, einem ehemaligen Nationalspieler, mit auf den Weg bekommen. Beide kennen sich aus Hessener Zeiten Anfang der 90er Jahre als der Jungspund den alten Haudegen in Sporthallen auflauerte, um ihn mit Fragen zur Talentförderung zu löchern.
Inzwischen ist Stein Cheftrainer der U16-Auswahl vom Deutschen Basketball-Bund und Gleim gehört seit vier Jahren zu seinem Stab. Er schätzt die internationalen Erfahrungen, vor allem den privaten Meinungsaustausch mit älteren Coaches aus Spanien, Litauen oder Kroatien. "Sebastian hat schon sehr früh seine eigene Herangehensweise gefunden", glaubt Stein. "Er spart sich die emotionalen Ansprachen für die wichtigen Momente."
Das erste Playoff-Spiel gegen die zweite Mannschaft der Frankfurt Skyliners gewannen die Wedeler in der Steinberghalle mit 90:71. Aber der Aufstieg steht dennoch nicht ganz oben auf Gleims Agenda, dafür fehlen dem Klub derzeit eh die finanziellen Mittel und eine geeignete Halle. Ihm geht es in erster Linie um den Nachwuchs, "unser größter Schatz" - nichts wünscht er sich dringender als einen weiteren hauptamtlichen Jugendtrainer. Ganz der Vereinsphilosophie würde es daher entsprechen, wenn der Wedeler Nachwuchs als "Farmteam" das Fundament für eine mögliche Bundesligamannschaft in Hamburg bilden würde - wenn sie denn kommt. Derzeit versuchen eine Investoren um Ex-Nationalspieler Pascal Roller eine Wildcard von der BBL zu ergattern. Die "Hamburg Towers", so der Titel des Retorten-Teams, würden ihre Heimspiele in einer umfunktionierten Blumenhalle (ein Überbleibsel der Gartenschau 2013) im Stadtteil Wilhelmsburg austragen: Hamburg bekäme nach elf Jahren wieder eine Erstligamannschaft - und Gleim könnte dann vielleicht die eine oder andere selbst gezogene Pflanze als Bundesligaprofi vor seiner Haustür spielen sehen.
Text: Mike Liem
Eine gekürzte Version dieses Artikels erschien in der taz Nord am 18. März 2013
1. Herren: Erfolgreicher Playoff-Auftakt
Es könnte noch eine lange Saison in der 2. Basketball-Bundesliga Pro B werden für die Herren des SC Rist. Nach einer starken regulären Hauptrunde, die das Team von Headcoach Sebastian Gleim als Tabellenzweiter der Nordstaffel beendete, starteten die Wedeler nun furios ins Play-off-Achtelfinale, gewannen den ersten Vergleich mit dem Süd-Siebten Frankfurt Skyliners II vor 650 Zuschauern in der heimischen Steinberghalle 90:71 (40:35) und können nun schon am kommenden Sonnabend, 23. März (16 Uhr), in Hessen im zweiten Spiel die Best-of-three-Serie vorzeitig für sich entscheiden.
In der Anfangsphase der Partie war allerdings dem Heimteam die Last der Favoritenbürde deutlich anzumerken. "Zu Beginn waren wir zu nervös, etwas zu unentschlossen in der Verteidigung", sagte Gleim. Das nutzte vor allem Frankfurts US-Amerikaner Taylor Brown, den die Wedeler zunächst nicht in den Griff bekamen, dazu kamen Foulprobleme bei einigen Rist-Akteuren.
Peu à peu aber fanden die favorisierten Gastgeber zur gewohnten Souveränität zurück, vor allem in Person von Kapitän Harold August Johnston. Der überragende Kalifornier brachte es auf 35 Punkte, leistete sich dabei keinen einzigen Fehlwurf aus der Nah- und Mitteldistanz, traf fünfmal von jenseits der Dreierlinie, verwandelte sechs von acht Freiwürfen, leistete siebenmal die Vorarbeit zu Korberfolgen und beschattete zudem noch Frankfurts Spielmacher Falko Theilig. Dazu kamen die Übersicht von Rist-Aufbauspieler Marvin Boadu und die Dynamik von Davey Hopkins. Der sprunggewaltige zweite US-Boy im Wedeler Team ließ es zu Beginn der Partie gleich zweimal per Dunking krachen, räumte anschließend aber trotzdem ein, zunächst unter Nervosität gelitten zu haben. "Zu Beginn einer solchen Play-off-Serie bist du immer ein bisschen unsicher und ängstlich."
Mit viel Beifall wurden indes nicht nur Johnston und Hopkins bei ihrer Auswechselung eineinhalb Minuten vor Spielende, sondern auch alle übrigen Spieler in Grün und Gelb nach Ertönen der Schlusssirene von den Fans gefeiert. Einmal mehr hätten alle ihren Teil zum Erfolg beigetragen, sagte Gleim, Youngster Lennart Liebke in fast achtminütiger Einsatzzeit ebenso wie Kai Schlüter, der nach seiner Einwechselung zwei Dreier versenkte.
Trotz der Niederlage war Gästecoach Eric Detlev, 37, vor einigen Jahren auch für den SC Rist als Trainer tätig, an ehemaliger Wirkungsstätte mit der Leistung seines Teams nicht unzufrieden. "Wir hatten unser Saisonziel schon mit der Qualifikation für die Play-offs erreicht." Ein lediglich achtköpfiges Aufgebot, in dem etliche Jugend- und Nachwuchsbundesliga-Akteure fehlten, hätte dann aber nicht gereicht, um den Wedelern über 40 Minuten Paroli bieten zu können. Für den Frankfurter Power Forward Maximilian Heyne war die Partie vorzeitig beendet. Der 20-Jährige zog sich einen Cut im Gesicht zu, konnte im Wedeler Krankenhaus nicht erstversorgt werden und musste die Wunde daher in Rissen nähen lassen.
Sollten die Wedeler schon am kommenden Sonnabend oder spätestens am Dienstag darauf den Viertelfinaleinzug perfekt machen, hieße der Gegner SUM Baskets Braunschweig oder Weißenhorn Youngstars mit Kay Gausa. Ob es für den SC Rist gegen den Staffelrivalen aus Niedersachsen oder gegen das Farmteam von Bundesligist ratiopharm Ulm geht, interessiert Sebastian Gleim zurzeit noch nicht. "Wir konzentrieren uns erst einmal voll auf Frankfurt."
Statistik: Viertel: 17:18, 23:17, 23:13, 27:23.
SC Rist (Punkte): Harold August Johnston (35), Marvin Boadu (16), Davey Hopkins (12), Fabian Böke, Kai Schlüter (je 8), Paul Owusu (6), Tim Parohl, Tobias Lange (je 2), Marvin Adu (1), Lennart Liebke, Jonas Laatzen.
1. Herren: Niederlage in Hannover, in den Playoffs gegen Frankfurt
Die Zweitliga-Basketballer des SC Rist haben ihr letztes Hauptrundenspiel in der Pro B Nord verloren. Die Mannschaft von Headcoach Sebastian Gleim unterlag bei den UBC Hannover Tigers 60:88 (37:40). Das Resultat ändert aber nichts daran, dass die Wedeler die reguläre Saison als Tabellenzweiter (30 Punkte) beenden und am kommenden Wochenende mit einem Heimspiel in der Steinberghalle gegen den Siebten der Pro B Süd, die zweite Mannschaft der Frankfurt Skyliners, aus aussichtsreicher Position ins Playoff-Achtelfinale starten.
"Wir haben unser Hauptziel in Hannover erreicht, es hat sich kein Spieler verletzt", sagte Gleim, der die Jugendnationalspieler Ismet Akpinar und Jamo Ruppert für einen Einsatz im Nachwuchs-Bundesligateam der Piraten Hamburg schonte. Die übrigen Wedeler starteten vor über 600 Zuschauern gut in die Partie, fielen aber im dritten Viertel deutlich zurück und konnten später nicht mehr nennenswert verkürzen. "Die Tigers haben sich gut präsentiert, während bei uns der Fokus schon auf die Playoffs gerichtet war", sagte Gleim. Den Gang in die Abstiegsrunde müssen dagegen die Hannoveraner antreten, treffen dort auf den TSV Breitengüßbach.
Alles in allem ist Sebastian Gleim "stolz und zufrieden" mit dem bisherigen Saisonverlauf, in dem seine Mannschaft alle Erwartungen übertroffen habe.
"Wir haben gezeigt, dass wir konstant gute Leistungen erbringen können und uns auch durch Rückschläge wie Niederlagen und verletzungsbedingte Ausfälle nicht verunsichern lassen." In den Playoffs gelte es sich nun aber weiter zu steigern und sich auf eine neue Situation einzustellen. "Nach der langen Saison folgt nun eine kürzere Serie, in der viel von der Tagesform der Mannschaften abhängen wird", sagt Gleim. Von großem Wert sei es da, dass die Wedeler zum Auftakt und im entscheidenden dritten Spiel der Best-of-three-Serie Heimrecht genießen. "Diesen Vorteil wollen wir nutzen."
Statistik: Viertel (aus Wedeler Sicht): 23:22, 14:18, 9:27, 14:21.
SC Rist (Punkte): Fabian Böke, Harold August Johnston (je 14), Davey Hopkins (13), Paul Owusu (7), Marvin Boadu (6), Jonas Laatzen (3), Tobias Lange (2), Tim Parohl (1), Marvin Adu, Kai Schlüter.
1. Herren: Rister ringen Löwen nieder
Zweite Basketball-Bundesliga und Jugendtag des SC Rist - das passte auch bei der vierten Auflage des Events in der Wedeler Steinberghalle zusammen. Vor der Saison-Rekordkulisse von knapp 700 Besuchern präsentierten sich alle 25 Nachwuchsmannschaften des Clubs. Zudem hatten die Mädchen und Jungen mit ihrer leidenschaftlichen Unterstützung großen Anteil daran, dass die Pro-B-Herrenmannschaft des SC Rist ihr letztes Hauptrunden-Heimspiel der Nordstaffel gegen Verfolger Hertener Löwen 76:74 (36:48) gewannen und sich mit nun 30 Platz zwei in der Abschlusstabelle und das Heimrecht in den entscheidenden Playoff-Spielen sicherten.
So hart erkämpft wie der 15. Sieg war aber kaum ein Sieg zuvor in dieser Saison für die Wedeler, die mit Ausnahme der Anfangsminuten permanent Rückständen hinterherliefen, ehe Marvin Boadu zwei Sekunden vor der Schlusssirene per Korbleger zum Endstand traf. "Die Hertener waren sehr gut auf uns eingestellt," sagte Rist-Headcoach Sebastian Gleim. Leidtragende waren über weite Strecken der Partie vor allem die beiden US-Amerikaner des SC Rist. Augie Johnston und Davey Hopkins kamen deutlich seltener zum Abschluss als beim vorangegangenen 128:115 über Citybasket Recklinghausen.
Entmutigen ließ sich die Heimmannschaft dadurch aber ebenso wenig wie durch einen Hertener 8:0-Lauf zum 36:48 kurz vor der Halbzeitpause, nachdem die Wedeler selbst kurz zuvor neun Punkte aufgeholt hatten, oder die frühe Foulbelastung der starken Fabian Böke und Paul Owusu. Entscheidend dafür war nach Sebastian Gleims Auffassung die mentale Stärke seines Teams. "Wir haben bis zum Ende an den Sieg geglaubt."
Neue Nahrung erhielt die Zuversicht des Heimteams, als die Erfolgsquote der Westdeutschen aus dem Feld nach dem Seitenwechsel sukzessive sank. Die Wedeler ließen kaum noch freie Würfe zu, in der gesamten zweiten Halbzeit gelangen den zuvor so treffsicheren Gästen aus dem Ruhrgebiet nur noch ebenso viele Punkte wie im Auftaktviertel. Trotzdem lagen die Rist-Basketballer zu Beginn des Schlussabschnitts immer noch 14 Punkte zurück, ehe sie die Partie mit unbändigem Willen und viel Leidenschaft drehten. "Wir haben in der zweiten Halbzeit überragend verteidigt, am Ende war unser Herz größer als die Summe unserer Fehler", sagte Sebastian Gleim.
Beeindruckend wie der Kampfgeist der Wedeler, die am kommenden Sonnabend zum letztes Hauptrundenspiel bei den UBC Tigers Hannover gastieren, war auch der Betrag, der im Laufe des Jugendtages für Patienten der Kinderkrebsstation im Universitätsklinikum Eppendorf zusammenkam. Alle 1700 Tombola-Lose, die der frühere deutsche Nationalspieler Jens Kujawa und seine Mitstreiter von Basketball-Aid zum Stückpreis von einem Euro anboten, fanden Abnehmer. "Das ist ein Riesen-Spendenaufkommen und neuer Rekord", sagte der Basketball-Europameister von 1993.
Statistik: Viertel: 17:22, 19:26, 14:15, 26:11.
SC Rist (Punkte): Fabian Böke (24), Harold August Johnston (16), Marvin Boadu (12), Paul Owusu (8), Tobias Lange (5), Tim Parohl (4), Ismet Akpinar (3), Davey Hopkins, Marvin Adu (je 2), Jonas Laatzen.
1. Herren: Offensivspektakel am Steinberg
Als die Schlusssirene in der Wedeler Steinberghalle ertönte, dürfte sich mancher Zuschauer beim Blick auf die neue LED-Wand verwundert die Augen gerieben haben. 128 Punkte für die Zweitliga-Basketballer des SC Rist und 115 für die Gäste von Citybasket Recklinghausen waren dort nach dem packenden Duell zweier Spitzenteams der Pro B Nord ausgewiesen. Solche Resultate gibt es ohne vorangegangene Verlängerung sonst fast nur in der US-Profiliga NBA, aber dort wird pro Viertel auch zwölf statt zehn Minuten gespielt.
Angesichts der beiderseits hohen Trefferquote, insbesondere von jenseits der Drei-Punkte-Linie, gab es nach dem Offensivspektakel in Wedel auch kaum unzufriedene Reaktionen. Die Anhänger des Heimteams (Tabellenzweiter/28 Punkte) unter den 650 Zuschauern feierten ihre Mannschaft mit Applaus und Sprechchören, während Rist-Headcoach Sebastian Gleim von einem ganz besonderen Spiel sprach. "Wir haben zuletzt gegen die SUM Baskets Braunschweig sehr schlecht gespielt und uns heute dafür rehabilitiert." Ebenfalls optimistisch gab sich Gästetrainer Georg Kleine, dessen Team (Fünfter/20) alles gegeben hatte und noch einen Sieg für den Playoff-Start benötigt, den die Wedeler längst sicher haben.
So waren die einzigen Verlierer diejenigen, die sich die rekordverdächtige Partie hatten entgehen lassen. Dass beide Kontrahenten dreistellig punkten würden, zeichnete sich bereits zur Halbzeit (72:47 für den SC Rist) ab. Die Wedeler versenkten in diesen 20 Minuten elf von 15 Wurfversuchen aus der Ferndistanz, allein dreimal war Jonas Laatzen erfolgreich. Ein Wettschießen lieferten sich die US-Boys Harold August Johnston (40 Punkte) im grün-gelben Trikot des Heimteams und Recklinghausens Robert Franklin, der das Duell mit 41 Zählern knapp für sich entschied. Doch selbst das tat Sebastian Gleims Zufriedenheit keinen Abbruch. "Er hat nicht zum ersten Mal in dieser Saison 40 Punkte oder mehr erzielt." Verhindern sollte dies zwar Wedels Paul Owusu als Gegenspieler, geriet dabei aber schnell in Foulprobleme. "Dass Paul sich schon sehr früh sein zweites Foul abgeholt hat, hat uns sehr weh getan", sagte Gleim.
Ungewiss war beim SC Rist bis kurz vor Beginn der Partie zudem, wer den Spielmacherposition übernehmen sollte. U18-Nationalspieler Ismet Akpinar, der wie berichtet im Sommer zu Bundesligist ALBA Berlin wechselt, fehlte aufgrund seiner Teilnahme am Nike International Junior Tournament in Belgrad, und Marvin Boadu drohte aufgrund eines viralen Infekts auszufallen. Nach Einlieferung ins Krankenhaus sank das Fieber des gebürtigen Reinbekers aber bis kurz vor Spielbeginn auf Normaltemperatur. "Einen Tag früher wäre an einen Einsatz nicht zu denken gewesen", sagte Boadu, der gegen Recklinghausen mehr als 30 Minuten mitwirkte und es wie Johnston, dessen Landsmann Davey Hopkins und Fabian Böke auf eine zweistellige Punktezahl brachte. Für den absoluten Notfall hatte Gleim Routinier Florian Moysich reaktiviert, der seit Jahreswechsel auf eigenen Wunsch nicht mehr zum Pro-B-Kader zählt.
Vor allem angesichts der variablen Spielweise seines Teams gegen Recklinghausen sieht der Rist-Headcoach sein Team für die beiden letzten Pro-B-Punktspiele der Saison gerüstet. "Wir mussten zwar einige zu leichte Körbe hinnehmen, hatten aber immer die richtige Antwort parat." Am kommenden Sonnabend um 19 Uhr erwarten die Wedeler am Steinberg die Hertener Löwen (Dritter/24) zum Endspiel um Platz zwei der Abschlusstabelle. In der Hinrunde brachten die Westdeutschen dem SC Rist mit 100:63 die höchste Saisonniederlage bei.
Statistik: Viertel: 31:22, 41:25, 22:35, 34:33
SC Rist (Punkte): Harold August Johnston (40), Davey Hopkins (24), Fabian Böke (19), Marvin Boadu (16), Tim Parohl, Jonas Laatzen (je 9), Tobias Lange (4), Kai Schlüter (3), Marvin Adu, Paul Owusu (je 2), Florian Moysich.
1. Herren: Zurück in der Erfolgsspur
Die Reise ins Ruhrgebiet hat sich die 1. Herren gelohnt. Nach zuvor drei Niederlagen in Folge in der 2. Bundesliga Pro B gewannen die Wedeler das Spitzenspiel bei Tabellenführer Schwelmer Baskets nach Verlängerung 90:86 (74:74, 28:37). Damit verdarben die Gäste, die mit nun 26 Punkten Platz zwei von den Hertener Löwen (98:97 gegen Citybasket Recklinghausen) zurückeroberten, nicht nur dem Favoriten die vorgezogene Feier der Staffelmeisterschaft vor 600 Zuschauern. Vielmehr startet das Team von Headcoach Sebastian Gleim in knapp vier Wochen fast sicher als einer der vier besten Nord-Clubs in die Playoffs, das Heimrecht im ersten und entscheidenden dritten Spiel der Best-of-three-Serie gegen ein Süd-Team inklusive.
Sebastian Gleim, der im Vorfeld der Partie eine Reaktion auf die indiskutable Leistung beim 62:78 gegen die SUM Baskets Braunschweig angemahnt hatte, war entsprechend zufrieden. "Die Mannschaft hat eine tolle Reaktion und viel Herz gezeigt, vor allem in der knappen Endphase." Zunächst allerdings seien die Wedeler von der großen Kulisse in der Schwelmer Halle beeindruckt gewesen. Gleim: "Es war sehr laut, doch dann hat sich doch ein tolles Duell entwickelt." Vor allem in der Verlängerung hätte sein Team clever gespielt.
Zunächst hatten allerdings die Schwelmer das Geschehen auf dem Parkett diktiert. Vor allem der US-Amerikaner Julius Coles, treffsicherster Akteur der gesamten Pro B Nord, war schwer zu stoppen. Ohnehin hatte Gleim nicht den Eindruck, dass der favorisierte Gegner schon Kräfte für die Playoffs sparte. "Schwelm ist eine erfahrene Mannschaft von hoher Qualität, die mit viel Energie gespielt hat und unbedingt gewinnen wollte."
Doch das reichte nicht gegen ein Wedeler Team, das sich in dieser Partie noch höhere Ziele gesteckt hatte und alles dafür tat, den schwachen Eindruck vom Heimspiel gegen Braunschweig zu verwischen. So gewannen die Gäste diesmal das Rebound-Duell mit 39:28 klar, holten unter dem eigenen Korb mehr Abpraller (31) als die Heimmannschaft insgesamt (28). Zudem gelang es den Wedelern, mit einer starken Teamleistung und großer Willenskraft die individuellen Stärken von Julius Coles, (32 Punkte), Andreas Kronhardt und Sebastian Schröter (je 16) zu kompensieren. Rist-Aufbauspieler Marvin Boadu war schon im ersten Viertel beim Rebound umgeknickt, wirkte aber trotzdem über 30 Minuten lang mit, Paul Owusu spielte trotz Magen-Darm-Problemen, und Tobias Lange trumpfte unter dem Korb auf. "Er ist von der Bank gekommen und hat seine Sache gut gemacht", lobte Gleim den 2,08 Meter großen Center. Seine Qualitäten zeigte einmal das mehr das US-Duo Augie Johnston und Davey Hopkins mit zusammen 42 Punkten.
Phasenweise fühlte sich der Wedeler Coach an ein Schwelm-Gastspiel am Ende der regulären Saison 2010/11 erinnert, das er als Co-Trainer miterlebte. "Damals gab es sogar drei Verlängerungen, ehe unser Sieg feststand", sagte der 28-Jährige. Reichte das 126:122 den Wedelern seinerzeit aber nicht, den Gang in die Playdowns abzuwenden, dürfte der jüngste Erfolg der Garant für die fast perfekte Playoff-Ausgangsposition gewesen sein, zumal Konkurrent Oldenburger TB (Vierter/20 Punkte) in Wulfen verlor. Letzte Restzweifel beseitigen können die Rist-Herren am kommenden Sonnabend (19 Uhr, Steinberghalle) mit einem Heimsieg über Verfolger Citybasket Recklinghausen.
Statistik: Viertel (aus Wedeler Sicht): 18:11, 19:17, 16:22, 21:24, Verlängerung: 16:12.
SC Rist (Punkte): Harold August Johnston (21), Davey Hopkins (20), Fabian Böke (15), Marvin Boadu (13), Tobias Lange (9), Paul Owusu (7), Ismet Akpinar (3), Tim Parohl (2), Marvin Adu, nicht eingesetzt: Jonas Laatzen, Jamo Ruppert.
1. Herren: Enttäuschende Leistung gegen Braunschweig
Das Endergebnis war deutlich. Mit 62:78 unterlagen die Herren des SC Rist den SUM Baskets Braunschweig und mussten damit ihre dritte Niederlage in Folge hinnehmen.
Die Gäste aus Niedersachsen, noch längst nicht für die Playoffs nach Ende der regulären Saison qualifiziert, hatten der Heimmannschaft 40 Minuten lang die Grenzen aufgezeigt. In höchste Gefahr gerät dadurch auch das Vorhaben der Wedeler (24 Punkte), die zuvor drei Auswärtsspiele in Folge bestritten, sich frühzeitig einen Platz unter den ersten vier der Abschlusstabelle und damit den Heimvorteil in der Aufstiegsrunde zu sichern.
Ernüchtert wirkten angesichts der soeben verpassten großen Chance, ein weiteres Etappenziel vorzeitig zu erreichen, nicht nur die Zuschauer und die Spieler in den grün-gelben Trikots, sondern vor allem Rist-Headcoach Sebastian Gleim. "Dieser emotionslose Auftritt war einfach nur enttäuschend, schon die Körpersprache hat nicht gestimmt, wir haben eine Null-Leistung erbracht", sagte der 28 Jahre alte Trainer.
An Selbstkritik sparten auch seine Spieler nicht. Schon die Blicke der beiden US-Amerikaner Harold August Johnston und Davey Hopkins, die nach Spielende fluchtartig und wortlos die Halle verließen, sprachen Bände. Klartext redete dafür Fabian Böke. "Das war heute gar nichts", sagte der Power Forward, obwohl gerade er sich noch am energischsten gegen den Rückschlag im Kampf um die optimale Playoff-Ausgangslage gewehrt hatte. 16 Punkte, sechs Rebounds, vier geblockte gegnerische Würfe, eine Korbvorbereitung und den höchsten Effektivitätswert aller Wedeler Akteure wies seine persönliche Bilanz aus. Das reichte aber ebenso wenig, den Rhythmus der selbstbewussten und zu allem entschlossenen Gäste zu stören wie insgesamt 22 Punkte der beiden US-Boys.
Die Braunschweiger nämlich hatten in ihrem Spiel der letzten Playoff-Chance mehr zu bieten als die Wedeler, die nach Auffassung ihres frustrierten Trainers noch deutlich höher hätten verlieren können. Insbesondere den US-Amerikaner Steven Bennett bekamen die Rister nicht in den Griff. Der nur 1,70 Meter große Aufbauspieler, seit Mitte Dezember in Diensten der Niedersachsen und zuvor bei einem Club auf der Mittelmeer-Insel Zypern aktiv, lenkte das Spiel der Gäste und erzielte 28 Punkte, auf kaum weniger brachte es Teamkamerad Howard Sant-Roos (20). Als sich der Kubaner im dritten Viertel sein viertes persönliches Foul abholte und daraufhin vorsorglich ausgewechselt wurde, kam bei den Wedeler Anhängern kurz Hoffnung auf eine Wende im Spiel auf, die sich aber an einem Abend, an dem den Rist-Basketballern fast nichts gelang, schnell wieder zerschlug.
In den vier Begegnungen der regulären Punktrunde in der Pro B Nord warten nun schwere Aufgaben auf die Wedeler. Am kommenden Sonnabend gastiert das Team von Sebastian Gleim um 19.30 Uhr beim Spitzenreiter Schwelmer Baskets. Anschließend geht es zu Hause gegen die Verfolger Citybasket Recklinghusen (Sonnabend, 23. Februar) und Hertener Löwen (Sonnabend, 2. März, jeweils 19 Uhr), gefolgt vom abschließenden Gastspiel bei den UBC Hannover Tigers am 9. März um 19.30 Uhr. Den Erfolgsdruck, der dann auf ihnen lastet, hätten sich die Rist-Basketballer mit einem Heimsieg über die Braunschweiger ersparen können.
Statistik: Viertel: 9:19, 23:22, 16:23, 14:14.
SC Rist (Punkte); Fabian Böke (16), Marvin Boadu, Harold August Johnston (je 12), Davey Hopkins (10), Ismet Akpinar (5), Marvin Adu (4), Paul Owusu (3), Jamo Ruppert, Tim Parohl, Tobias Lange, Jonas Laatzen.
1. Herren: K.O. in der letzten Sekunde
Die 1. Herren haben ihre Serie von drei Auswärtsspielen in Folge in der 2. Bundesliga Pro B Nord mit einer negativen Bilanz abgeschlossen. In einer engen Partie unterlagen die Wedeler in letzter Sekunde beim BSV Wulfen 73:75 (35:37) und verloren nach dem vorangegangenen 69:75 in Wolfenbüttel erstmals in dieser Saison zwei Spiele in Folge. Gleichwohl bleibt das Team von Headcoach Sebastian Gleim (24 Punkte) Tabellenzweiter, weil die Hertener Löwen im Topspiel gegen Spitzenreiter Schwelmer Baskets mit 70:74 den kürzeren zogen.
Gerade deshalb aber sprach Gleim von einer verpassten Chance: "Wir hätten unseren Vorsprung auf die Verfolger ausbauen können." Darauf hatte im gewonnenen Startviertel einiges hingedeutet, und auch im weiteren Spielverlauf zeigten die Wedeler nach Auffassung ihres Trainers Qualität, obwohl Verletzungen und Krankheit unter der Woche die Reihen im Training gelichtet hatten. An Wille und Einsatzbereitschaft fehlte es den Gästen im Münsterland denn auch nicht. "Wir haben kämpferisch alles gegeben, aber auch zu viele Fehler produziert", sagte Gleim.
So verloren die Wedeler eine intensives Duell gegen ein Team, das verbissen um die Play-off-Teilnahme kämpft, obwohl sie sowohl aus dem Feld als auch von der Freiwurflinie prozentual besser trafen als die Heimmannschaft. Zudem gelang es den Gästen, die besten Wulfener Scorer unter ihrem üblichen Punkteschnitt zu halten. Zu den Schwächen der Rist-Herren gehörte dagegen der Offensiv-Rebound. "14 Abpraller für Wulfen waren eindeutig zu viel", sagte Gleim.
Letztlich waren nach Auffassung des Wedeler Coaches nur einige taktische Kleinigkeiten ausschlaggebend dafür, dass sein Team trotz einer guten Leistung keine Punkte geholt hatte. Hoffnung, schon am kommenden Sonnabend im Heimspiel gegen Braunschweig (19 Uhr) zurück in die Erfolgsspur zu finden, machten die starke Leistung von Marvin Boadu, der nach krankheitsbedingter Pause gleich wieder effektivster Spieler war, die Treffsicherheit von Kapitän Augie Johnston und Fabian Böke sowie das Comeback von Paul Owusu, den zuletzt Adduktorenbeschwerden zum Pausieren zwangen. "Wir freuen wir uns jetzt darauf, endlich wieder zu Hause spielen zu dürfen", sagt Sebastian Gleim.
Statistik: Viertel: 18:23, 19:12, 21:20, 17:18.
SC Rist (Punkte): Harold August Johnston (20), Marvin Boadu (17), Fabian Böke (14), Davey Hopkins (10), Paul Owusu (8), Ismet Akpinar (3), Marvin Adu (1), Kai Schlüter, Tobias Lange, Jonas Laatzen.
1. Herren: Niederlage in Wolfenbüttel
Die 1. Herren haben ihre vierte Saisonniederlage in der Pro B Nord kassiert. Die Mannschaft von Headcoach Sebastian Gleim verlor ihre Auswärtspartie bei den Herzögen Wolfenbüttel 69:75 (29:41).
In Niedersachsen machte in einer Partie, für die beide Teams nur jeweils neun Spieler hatten aufbieten können, der US-Amerikaner Travis Clark auf Seiten der Herzöge den Unterschied. Der Center spielte fast durch und war kaum zu stoppen. 27 Punkte standen am Ende der Partie für den effektivsten Wolfenbüttler zu Buche, der zudem zwölf Rebounds holte und damit effektivster Akteur auf dem Parkett der Lindenhalle war.
Ihren Pausenrückstand versuchten die Rister nach dem Seitenwechsel mit aller Macht aufzuholen. Ebenso wie Clark ein Double-double verbuchte Wedels Power Forward Fabian Böke (zehn Punkte/elf Rebounds), Augie Johnston, und U18-Nationalspieler Ismet Akpinar trafen zusammen achtmal aus der Ferndistanz. Am kommenden Sonnabend bestreiten die Wedeler um 20 Uhr bei den BSV Wulfen bereits ihr drittes Auswärtsspiel in Folge.
Statistik: Viertel (aus Wedeler Sicht): 15:16, 14:25, 19:18, 21:16.
SC Rist (Punkte): Augie Johnston (20), Davey Hopkins (18), Ismet Akpinar (17), Fabian Böke (10), Jamo Ruppert, Marvin Adu (je 2), Tim Parohl, Tobias Lange, Jonas Laatzen.
Herzöge (Punkte): Travis Clark (27), Dennis Nawrocki (13), Frank Theis (10), Florian Börster (9), Demetrius Ward, Henje Knopke (je 6), William Lamonte Thomas (4), Marius Pöschel, Mertcan Cantürk.
1. Herren: Rister erkämpfen Sieg in Dorsten
Wer gemutmaßt hatte, dass es die Basketballer des SC Rist nach perfekter Qualifikation für die Aufstiegs-Play-offs in der 2. Bundesliga Pro B ruhiger angehen lassen würden, wurde durch das 77:74 (25:36) bei der BG Dorsten eines Besseren gelehrt. Die Wedeler geben weiter Gas, siegten im Münsterland trotz eines Sieben-Punkte Rückstands zwei Minuten vor der Schlusssirene und behaupteten mit 24 Punkten Tabellenplatz zwei.
Ein Sonderlob von Headcoach Sebastian Gleim gab es nach dem starken Endspurt aber nicht. "Ich erwarte von der Mannschaft sogar, dass sie weiter vollen Einsatz zeigt, alles andere wäre inakzeptabel", sagte der 28-Jährige. Dass es sein Team extrem spannend machte, war für ihn sogar ein Anlass zur Kritik. "Wir müssen uns fragen, warum wir erst nach der Pause unsere Stärken gezeigt haben."
In der ersten Halbzeit war es den Gästen zu selten gelungen, ihre Offensivstärke zu zeigen. Zugleich bescheinigte Gleim den Gastgebern eine starke Leistung. "Dorsten hat immer wieder Wege zum Korb gefunden, aber am Ende hatten wir mehr Energie und vielleicht auch den größeren Willen." Garanten des zwölften Saisonsieges waren ein erneut stark aufspielender Fabian Böke, zwei Dreier in der Schlussphase von Kapitän Augie Johnston und eine Wedeler Freiwurfquote von 80,6 Prozent (29 von 36). Zum zweiten von drei Auswärtsspielen in Folge gastieren die Wedeler am kommenden Sonnabend bei den Herzögen Wolfenbüttel.
Statistik: Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 14:20, 11:16, 26:19, 26:19.
SC Rist (Punkte): Fabian Böke (26), Augie Johnston, Davey Hopkins (je 18), Ismet Akinar (7), Marvin Adu (6), Tobias Lange (2), Marvin Boadu, Tim Parohl, Jamo Ruppert, Kai Schlüter, Jonas Laatzen.
1. Herren: Playoff-Teilnahme nach Heimsieg perfekt
Der letzte Schritt Richtung Playoffs in der 2. Bundesliga Pro B fiel den Basketballern des SC Rist denn doch schwerer, als es die meisten der 500 Zuschauer in der Steinberghalle vermutet hatten. 40 Minuten lang mussten die Wedeler Schwerstarbeit verrichten, um den RSV Eintracht Teltow/Kleinmachnow/Stahnsdorf mit 70:60 (35:30) niederzuringen und sich mit dem elften Saisonsieg und 22 Punkten frühzeitig einen Platz unter den ersten acht in der Abschlusstabelle zu sichern.
"Das ist der größte Erfolg für den Verein seit dem Aufstieg in die Pro B in der Saison 2008/09", sagte Rist-Headcoach Sebastian Gleim nach Spielende. Dass es kein schönes Spiel werden würde, war dem 28 Jahre alten Trainer dabei von vornherein klar gewesen. "Wir wussten, dass Stahnsdorf alles geben und bis zuletzt kämpfen würde."
In der Tat fanden die schwach in die Saison gestarteten Gäste aus Brandenburg besser in die Partie, weil sie die Forderung ihres Coaches Kai Buchmann nach Verteidigung auf hohem Niveau zunächst konsequent umsetzten. Auf Dauer funktionierte das allerdings aus zwei Gründen nicht: Die Wedeler fanden allmählich ihren Rhythmus, während die Gäste zunehmend in Foulprobleme kamen, allen voran die Topscorer Yannick Evans und Michael Haucke. "Das hat unsere Taktik frühzeitig durchkreuzt", sagte 2,10-Meter-Center Haucke, der allerdings auch einräumte, sich mit seinem Team am Steinberg ohnehin keine großen Siegchancen ausgerechnet zu haben. "Schließlich haben wir hier noch nie gewonnen."
Um ein Haar aber wäre die Wedeler Serie gegen die Brandenburger diesmal gerissen. In der 39. Minute verkürzten die Gäste noch einmal auf 60:62, brachten anschließend aber nichts Zählbares mehr zustande, während die Akteure des Heimteams in der Schlussphase Nervenstärke an der Freiwurflinie bewiesen.
Zufrieden waren die Wedeler nach der Sirene denn auch nur mit dem vorzeitigen Erreichen des primären Saisonziels, nicht aber mit der Spielweise. Von einem "terrible game" sprach Rist-Kapitän Harold August Johnston. "Wir wollten lieber Dreier schießen als den Ball unter den Korb zu bringen." Ebenfalls unzufrieden war Landsmann Davey Hopkins. "Es gab eine Menge Dinge, die wir viel besser hätten machen können." Dabei hatten die beiden US-Boys ebenso zweistellig getroffen wie Ismet Akpinar und Fabian Böke, dessen Einsatz aus familiären Gründen lange ungewiss war. Dann aber wirkte der 2,08-Meter-Mann doch mit und war effektivster Wedeler, während Neuzugang Marvin Adu ein ansprechendes Heimdebüt gab.
Trotz der vorzeitigen Qualifikation für die Playoffs erwartet Sebastian Gleim auch in den ausstehenden Partien der regulären Saison noch einiges von seinen Spielern. "Wir sind noch nicht an der Grenze unserer Möglichkeiten angelangt, wollen uns individuell wie auch als Team weiter steigern." Vor allem das verlorene Rebound-Duell mit den Stahnsdorfern, die sich unter den Brettern sieben Abpraller mehr sicherten als die Wedeler, ärgerte den Coach. Nächster Gegner der Ríst-Herren ist kommenden Sonntag (16 Uhr) auswärts die BG Dorsten.
Statistik: Viertel: 15:16, 20:14,17:17, 18:13.
SC Rist (Punkte): Fabian Böke, Harold August Johnston (je 15), Davey Hopkins, Ismet Akpinar (je 11), Marvin Adu (7), Tim Parohl (5), Marvin Boadu (4), Jonas Laatzen (2), Tobias Lange, Jamo Ruppert.
Stahnsdorf (Punkte): Yannick Evans (22), Blair Scott Weadon (15), Trevon Malone (7), Michael Haucke (6), Cameron Neubauer, Robin Jorch, Tim Modersitzki (je 3), Colin Craven (1), Daniel Mixich, Niko Schumann, Maurice Greene.
Merry Ristmas: Ein rauschendes Fest
Wenn sich in der Vorweihnachtszeit lange Schlangen vor der Steinberghalle bilden, die Großfamilie des SC Rist in Basketball-Nostalgie schwelgt und der Sport einmal nicht ganz so ernst genommen wird, dann ist Weihnachten nicht mehr fern. 800 Zuschauer hatte das alljährliche "Merry-Ristmas"-Spektakel kurz vor dem Fest wieder einmal angelockt, und die bekamen diesmal sogar eine XL-Version geboten. Nicht nur 40, sondern viermal zwölf Minuten, wie es bei Spielen in der nordamerikanischen Profiliga NBA üblich ist, betrug die Spielzeit im traditionellen Duell des aktuellen Pro-B-Teams mit den ehemaligen Größen des Klubs, auch "Legenden und Legionäre" genannt. Am Ende hatten die Akteure der Zweitliga-Mannschaft trotz einer nur kurzen Erholungsphase nach dem 82:76 im Punktspiel bei den BSW Sixers tags zuvor den längeren Atem und gewannen 119:110 (69:46).
Über weite Strecken der Partie zeigten aber auch ihre Vorgänger, dass sie kaum etwas verlernt haben. Kämpferisch hatten sich die Ehemaligen schon vor dem Kräftemessen gegeben, waren in vollem Boxer-Outfit Bademänteln, Kopfschutz und Handschuhen aufgelaufen. Im grünen Trikot trafen dann wenig später vor allem Ex-Nationalspieler André Bade und Alexander Seggelke sicher aus der Distanz, letzterer ließ es auch beim Dunking krachen. Im zwischenzeitlichen Dreier-Contest allerdings musste sich "Ali" dann Jonas Laatzen aus dem Pro-B-Team geschlagen geben, der Scharfschütze versenkte mit dem letzten Wurfversuch den goldfarbenen Money-ball zum Endstand von 7:6.
Spannend und informativ wurde es immer dann, wenn Legenden-Akteur und Conferencier Arne Malsch zum Mikrofon griff. Zum einen brachte der TV-Sportjournalist zahlreiche attraktive Tombola-Preise, darunter ein Wochenende mit dem Renault-Elektro-Auto Twizy, an den Mann, zum anderen interviewte er Überraschungsgast Markus Münch. Der Diskuswerfer, Teilnehmer an zwei Ristmas-Veranstaltungen und an den Olympischen Sommerspielen dieses Jahres in London, zeigte sich auch als Zuschauer beeindruckt von der Stimmung in der Steinberghalle. "Hier ist der Lärmpegel fast genauso hoch wie bei den Leichtathletik-Wettkämpfen im Olympiastadion", sagte der Hasloher, der unlängst von der LG Wedel-Pinneberg zum USC Potsdam wechselte und in knapp vier Jahren in Rio de Janeiro wieder bei Olympia starten möchte.
Für Unterhaltung in den Spielpausen sorgten die Cheerleader der Satellites und Talente aus dem U10-Basketball-Team des SC Rist.
Statistik: Pro-B-Team SC Rist - Ehemalige, Viertel: 31:27, 38:22, 28:27, 22:34.
Für das Pro-B-Team spielten: Marvin Boadu,Tim Parohl, Augie Johnston, Lennart Liebke, Christopher Ratjen, Daniel Marzahl, Ismet Akpinar, Jonas Laatzen, Davey Hopkins, Fabian Böke, Alexander Ivanchich, Hendrik Reinholdt, Tobias Lange, Coaches: Sebastian Gleim, Torben Haase, Felix Bienwald.
Für die Allstars (Lüchau-Legends) spielten: Marvin Willoughby, Jan Stange, Dennis Reichert, André Bade, Alexander Seggelke, Ingo Knillmann, Martin Duggen, Mac-Davis Duah, Gunnar Brandt, Christian Pauk, Christian Offergeld, Bernd Röder, Robin Grey, Arne Malsch, Coach: Olaf Möller.
Fotogalerie mit bestem Dank an die Fotografen Claus Bergmann und Jörg Frenzel...
1. Herren: Erst deutlich, dann knapp
Weihnachten kann kommen für die Zweitliga-Basketballer des SC Rist. Wunschgemäß gewannen sie ihr letztes Pro-B-Pflichtspiel des Jahres 2012 bei der BG Sandersdorf-Bitterfeld-Wolfen 82:76 (46:29) und gehen nach dem zehnten Sieg bei nur drei Niederlagen als Tabellendritter (20 Punkte) ins neue Jahr. Zur Einstimmung aufs Fest kommt da das Merry-Ristmas-Spektakel vor vollen Rängen in der heimischen Steinberghalle gerade recht.
In Sachsen-Anhalt hatten die Wedeler zuvor allerdings 40 Minuten lang Schwerstarbeit leisten müssen. Darauf hatte zu Beginn der Partie trotz Trainerwechsels bei den gastgebenden BSW Sixers, auf deren Bank anstelle von Ex-Nationalspieler Stephen Arigbabu erstmals das Duo Tino Stumpf/Marcus Brambora Platz genommen hatte, wenig hingedeutet. Die Rist-Herren setzten sich gleich ab, führten zur Pause klar. "Wir haben den Gegner in der ersten Halbzeit für fast jeden Fehler umgehend bestraft", sagte Sebastian Gleim.
Um so schwerer hatte es sein Team nach dem Seitenwechsel. Die Heimmannschaft drehte auf und riss mit ihrer furiosen Aufholjagd die Fans in Sandersdorf mit. "Es waren mindestens 500 Zuschauer mit 100 Trommeln da", sagte Gleim, nach dessen Auffassung sich die Wedeler die Nervenschlacht aber hätten ersparen können. "Wir haben es nicht geschafft, in der ersten Phase des dritten Viertels die Entscheidung zu unseren Gunsten herbeizuführen."
Dafür hätten die Wedeler, für die Marvin Boadu, Harold August Johnstons und Davey Hopkins zusammen 58 Punkte erzielten, um ein Haar einen hohen Preis gezahlt. Im Schlussabschnitt, in dem die Sixers fünf Minuten vor Spielende zum 65:65 ausglichen, bekamen die Gäste aber noch einmal die Kurve. "Wir haben als Team die Ruhe bewahrt und in der engen Schlussphase den Gegner wieder kontrolliert", sagte Gleim, für den neben der starken Defensive die Treffsicherheit von der Freiwurflinie der Schlüssel zum zehnten Saisonsieg war. Die Wedeler versenkten 26 von 32 Versuchen (81,3 Prozent), während die Sixers nur fünf von ganzen acht Würfen im Korb unterbringen konnten.
Sein Debüt im Zweitliga-Team des SC Rist gab in Sachsen-Anhalt der kurzfristig nachverpflichtete Marvin Adu (25). Der 2,03 Meter große und 102 Kilogramm schwere Hamburger Jung trug bereits in der Jugend das Trikot des SC Rist, in den vergangenen Jahren studierte und spielte Adu in den USA: Zunächst zwei Jahre am Essex County College im Bundesstaat New Jersey, anschließend von 2010 bis 2012 für die Prairie View A&M University in Texas. Da sein Monatsvertrag beim Pro A-Team SC Rasta Vechta kürzlich endete, nutzten die Rister die Gunst der Stunde.
"Wir sind sehr froh, dass wir in dieser schwierigen Situation so einen Spieler verpflichten konnten", sagt Sebastian Gleim. Und Adu meint: "Ich bin sehr froh ist nach fünf Jahren USA wieder in Hamburg zu sein."
Gleim, der erst kurz vor Saisonbeginn Özhan Gürel als Headcoach des SC Rist abgelöst hatte, zieht aber auch insgesamt eine positive Zwischenbilanz. "2012 war ein ereignis- und erfolgreiches Jahr, jetzt freuen wir uns alle auf Weihnachten und auf 2013."
Statistik: Viertel (aus Wedeler Sicht): 27:14, 19:15, 8:21, 28:26.
SC Rist (Punkte): Marvin Boadu (23), Harold August Johnston (21), Davey Hopkins (14), Paul Owusu (9), Tobias Lange (7), Ismet Akpinar (4), Marvin Adu, Fabian Böke (je 2), Jonas Laatzen, nicht eingesetzt: Jamo Ruppert, Kai Schlüter, Tim Parohl.
1. Herren: Niederlage gegen Oldenburg

- Ismet Akpinar gegen Kevin Smit. Foto: Claus Quast
Der Rahmen war perfekt, nur der sportliche Ertrag stimmte am Ende des Tages nicht. Mehr als 600 Zuschauer hatte der Start des SC Rist in die Rückrunde der 2. Basketball-Bundesliga ProB Nord am Familientag mit vielen Aktionen in die Steinberghalle gelockt, doch die sahen dann statt des erhofften zehnten Saisonsieges ein 70:77 (29:18) des Teams von Headcoach Sebastian Gleim gegen den Oldenburger TB.
Schon die ersten beiden Minuten, in denen Körbe Fehlanzeige waren, boten einen Vorgeschmack auf eine Partie, in der sich Wedeler wie Oldenburger alles hart erkämpfen mussten ? Würfe, Korbleger, Rebounds. "Es war klar zu sehen, dass die beiden defensiv stärksten Teams der Liga gegeneinander gespielt haben", sagte Rist-Headcoach Sebastian Gleim, der die dritte Saisonniederlage bei aller Enttäuschung als nicht unverdient empfand. "Die Oldenburger haben ihre Vorteile genutzt und zu Recht gewonnen."
Gleichzeitig war es aber nicht zu übersehen, dass sich die Gastgeber unter der Woche nicht optimal hatten vorbereiten können. Paul Owusu musste aufgrund seiner Adduktorenbeschwerden mit dem Training aussetzen, Fabian Böke war beruflich stark eingespannt. Für den langzeitverletzten Peter Huber-Saffer ist die Saison sogar vorzeitig beendet.
All diese Nachteile konnten die Wedeler gegen die Baskets Akademie Weser-Ems eine Halbzeit lang mit Kampfgeist und Spielwitz kompensieren. Doch die Foulprobleme der Gastgeber erwiesen sich spätestens nach dem Seitenwechsel als zu schwere Hypothek. Immer mehr Spieler im grün-gelben Trikot bekamen nach ihrem dritten Regelverstoß eine Bedenkpause auf der Bank, ein essenzieller Bestandteil von Sebastian Gleims Basketball-Philosophie. Darunter litt zwangsläufig die Intensität der Defensivarbeit, vor allem gegen die beiden erfahrensten und stärksten Oldenburger Akteure. Der 2,09 Meter große Deutsch-Amerikaner Chris Heinrich war unter dem Korb kaum noch zu stoppen, und auch US-Boy Michael Taylor lief heiß. "Die beiden waren in der zweiten Halbzeit die entscheidenden Faktoren, haben zusammen 35 von 48 Oldenburger Punkten erzielt", sagte Gleim.
Trotz eines Neun-Punkte-Rückstands in der Schlussphase steckten die Wedeler aber nicht auf. US-Boy Davey Hopkins verkürzte 30 Sekunden vor der Schlusssirene aus der Ferndistanz unter den Augen von Vater Dave und Schwester Taylor zum 70:73, anschließend patzte ein Oldenburger zweimal an der Freiwurflinie. Die große Chance zum Ausgleich bot sich im Anschluss an eine von Sebastian Gleim beantragte Auszeit Wedels bestem Schützen Augie Johnston, doch der Dreier-Versuch des Kaliforniers prallte vom Ring zurück ins Feld, ehe vier erfolgreiche Freiwurfversuche der Niedersachsen die dritte Wedeler Saisonniederlage besiegelten.
Obwohl die Wedeler (18 Punkte) dadurch aufgrund des schlechteren direkten Vergleichs in der Tabelle hinter die Hertener Löwen auf Platz drei zurückfielen, scheint die Qualifikation für die Playoffs schon jetzt sicher. In Gefahr gerät allerdings noch einmal die Platzierung unter den ersten vier, der das Heimrecht im möglicherweise entscheidenden dritten Spiel einer Serie garantiert. "Noch haben wir sechs Punkte Vorsprung, aber es waren schon einmal mehr", sagt Gleim.
Umso wichtiger erscheint dem 28 Jahre alten Coach, im letzten Punktspiel 2012 am kommenden Sonnabend (Spielbeginn 18 Uhr) bei der BG Bitterfeld-Sandersdorf-Wolfen 06 in Sachsen-Anhalt zwei weitere Punkte einzufahren. Tags darauf folgt dann der Pflicht die Kür, wenn sich das Wedeler Pro-B-Team um 16 Uhr in der Steinberghalle einmal mehr zum Merry Ristmas mit den Rister Allstars, einer Auswahl ehemaliger Basketballgrößen des Klubs misst.
Ein Fest war aber auch der erste Familientag des SC Rist. In einer von Vereins-Jugendkoordinatorin Gundula Laabs und ihren Helfern beaufsichtigten Spielecke vergnügten sich drei bis acht Jahre Kinder auf einer Hüpfburg, in Bobby-Cars oder beim Malen, sofern sie nicht in der Gastronomie nach Waffeln und Zuckerwatte in den Vereinsfarben Grün und Gelb anstanden. Zudem verteilte Maskottchen Max der Daks Malbücher und Süßigkeiten. "Wir sind sehr zufrieden mit der Resonanz auf den Familientag und werden versuchen, auch nächste Saison wieder einen Sonntagspieltag einzubauen", sagte Rist-Marketingleiter Thorsten Fechner.
Statistik: Viertel: 13:13, 21:16, 20:26, 16:22.
SC Rist (Punkte): Harold August Johnston (19), Davey Hopkins (17), Ismet Akpinar (9), Marvin Boadu, Fabian Böke (je 8), Paul Owusu (7), Tobias Lange (2), Florian Moysich, Kai Schlüter, Lennard Liebke, Tim Parohl, Jonas Laatzen.
1. Herren: Kantersieg gegen Hannover

- Paul Owusu kennt keine Schmerzen. Foto: Claus Quast
Die Zweitliga-Basketballer des SC Rist trennen nur noch zwei Siege von der Teilnahme an den Aufstiegs-Playoffs der Pro B. Nach einer überzeugenden, in der zweiten Halbzeit teilweise sogar furiosen Vorstellung besiegten die Wedeler vor 600 Zuschauern in der Steinberghalle die UBC Hannover Tigers mit 104:77 (49:40) und beenden die Hinrunde mit 18 Punkten als Tabellenzweiter hinter Spitzenreiter Schwelmer Baskets.
"Wir sind sehr glücklich über unseren neunten Sieg in der Pro B", brachte es Rist-Headcoach Sebastian Gleim nach Spielende auf den Punkt. Über 40 Minuten sie seine Mannschaft die bessere gewesen, hätte vor allem intensiver verteidigt als die Gäste aus Niedersachsen und sei dafür belohnt werden.
Herausheben wollte Gleim zwar keinen seiner Akteure, lobte dafür lieber den Teamgeist, ohne den die Wedeler nicht auf dem zweiten Tabellenplatz stehen würden. "Viele Kleinigkeiten haben heute den Ausschlag zu unseren Gunsten gegeben." Gleichwohl überraschte ein Spieler des Heimteams mit einer Leistung, die er wohl unter der Woche selbst nicht für möglich gehalten hätte. Center Paul Owusu drohte mit Adduktorenproblemen auszufallen, meldete sich dann aber rechtzeitig fit und krönte seine starke Vorstellung mit 15 Punkten und zehn Rebounds. "Es ging mir von Tag zu Tag besser, und darum habe ich es einfach versucht", sagte Owusu, der allerdings nach Spielende einräumte, "völlig fertig" zu sein. "Paul hat auf die Zähne gebissen", lobte Gleim den Zwei-Meter-Mann. Eine bemerkenswerte Leistung bot beim Heimteam zudem Aufbau- und Flügelspieler Marvin Boadu (elf Punkte, zwölf Rebounds, neun Pässe zu Korberfolgen).
Zum Rückrundenstart erwarten die Wedeler am kommenden Sonntag den Oldenburger TB. Die Partie ist in das Programm eines Familientages in der Steinberghalle eingebettet und beginnt daher bereits um 17.30 Uhr.
Statistik: Viertel: 23:17, 26:23, 30:13, 25:24.
SC Rist (Punkte): Harold August Johnston (26), Davey Hopkins (19), Paul Owusu (15), Fabian Böke (13), Marvin Boadu (11), Ismet Akpinar (9), Tim Parohl (4), Jonas Laatzen (3), Jamo Ruppert, Kai Schlüter (je 2), Florian Moysich.
Hannover: Ashanti Cook (18), Tobias Welzel, Maurice Williams (je 10), Joel Mondo, Jannik Lodders (je 9), Daniel Boahene (8), Allen Ray Smith, Michael Fakuade (je 5), Finn Hübner (3).
1. Herren: In Herten deutlich verloren

- Topscorer in Herten: Augie Johnston. Foto: Bergmann
Die Zweitliga-Basketballer des SC Rist haben ihre erste Auswärtsniederlage der Saison 2012/13 kassiert. Im Verfolgerduell der Pro B Nord bei den Hertener Löwen unterlagen die Wedeler deutlich mit 63:100 (35:46), bleiben aber mit 16 Punkten Tabellenzweiter.
Ausschlaggebend für die dreistellige Pleite war nach Auffassung von Rist-Headcoach Sebastian Gleim die hohe Fehlerquote seines Teams. Mit aggressiver Verteidigung erzwang die Heimmannschaft viele Ballgewinne und nutzte sie zu Korberfolgen. "Mit 26 Turnovers ist in der Pro B kein Spiel zu gewinnen", sagte der Wedeler Trainer, der aber auch an der Offensivleistung seiner Mannschaft einiges zu bemängeln hatte. "Vorne hat vieles nicht gepasst."
Gleichwohl hielten die Gäste das Spiel lange offen. "Im dritten Viertel lagen wir nur acht Punkte zurück", sagte Gleim. Im Schlussabschnitt hätten sich die Hertener dann aber in einen Rausch gespielt, allen voran die US-Amerikaner Adrian Bowie und Brandon Larrieu, die zusammen 52 Punkte erzielten.
Daran, dass bei den Wedelern mit Fabian Böke, Peter Huber-Saffer und Florian Moysich drei erfahrene Kräfte fehlten, wollte Gleim die Niederlage nicht festmachen. "Die Hertener haben eines ihrer besten Spiele in dieser Saison geboten und verdient gewonnen." Für seine Mannschaft sei es nun umso wichtiger, dieses Spiel abzuhaken und sich gleich auf die nächste Aufgabe am kommenden Sonnabend (19.30 Uhr, Steinberghalle) gegen den UBC Hannover zu konzentrieren. Gleim: "Wir wollen die Hinrunde mit einem Sieg abschließen und diesem Spiel zu Hause unseren Stempel aufdrücken."
Statistik: Viertel (aus Wedeler Sicht): 18:24, 17:22, 16:24, 12:30.
SC Rist (Punkte): Augie Johnston (20), Davey Hopkins (13), Marvin Boadu (12), Paul Owusu (10), Jonas Laatzen (3), Ismet Akpinar, Jamo Ruppert (je 2), Lennart Liebke (1), Tim Parohl, Kai Schlüter, Tobias Lange.
1. Herren: Sieg in Recklinghausen erkämpft

- Paul Owusu (am Ball) dominierte mit Fabian Böke am Brett. Foto: Claus Quast
Die erste Saisonniederlage in der 2. Bundesliga Pro B hat die Basketballer des SC Rist nicht aus der Bahn geworfen. Dem 78:91 gegen Spitzenreiter Schwelm ließ die Mannschaft von Headcoach Sebastian Gleim ein eindrucksvolles 91:80 (30:41) beim heimstarken Aufsteiger Citybasket Recklinghausen folgen und behauptete dank eines selbstbewussten Auftritts mit nun 16 Punkten Platz zwei.
Besonders stolz war der Wedeler Trainer darauf, dass sein Team vor 500 Zuschauern in der zweiten Halbzeit einen Elf-Punkte-Rückstand zur Pause aus eigener Kraft komplett drehte. "Das hatte weniger etwas mit Coaching als mit Willensstärke zu tun." Als Team hätte seine Mannschaft die Dinge, die in der ersten Halbzeit nicht wie gewünscht funktioniert hatten, besser umgesetzt und sich dafür letztlich belohnt. "Wir haben sehr physisch verteidigt und im Angriff konsequent unser Spiel gespielt."
Damit kamen die Gastgeber, die alle vier vorangegangenen Pro-B-Heimspiele gewonnen hatten, mit fortschreitender Spieldauer immer weniger zurecht. Bei den Wedelern trumpfte vor allem Power Forward Fabian Böke auf, bilanzierte neben 23 Punkten neun Rebounds und blockte zudem vier gegnerische Würfe. Mit Augie Johnston, Davey Hopkins, Paul Owusu und Marvin Boadu trafen vier weitere Rist-Akteure zweistellig. Dabei drohte Boadu aufgrund muskulärer Probleme auszufallen, wurde aber im Gegensatz zu Peter Huber-Saffer (Wadenverletzung) und Jamo Ruppert (Rippenblockade) doch noch rechtzeitig fit. Paul Owusu glänzte zudem als Bewacher von Recklinghausens Publikumsliebling Robert Franklin, der mit zehn Punkten deutlich unter seinem Schnitt blieb.
Während Aufsteiger Citybasket, der den Wedelern laut Sebastian Gleim alles abverlangte, im fünften Pro-B-Heimspiel die erste Niederlage in eigener Halle kassierte, bleiben die Wedeler auswärts unbesiegt. Die Serie ausbauen kann die Mannschaft am kommenden Sonnabend, wenn es erneut nach Nordrhein-Westfalen geht. Um 19.30 Uhr gastieren die Rist-Herren beim Tabellendritten Hertener Löwen (zwölf Punkte). Ein weiterer Erfolg brächte die Gäste dem Saisonziel Play-off-Teilnahme einen weiteren Schritt näher. "Wir brauchen noch drei Siege, um zu 100 Prozent dabei zu sein", sagt Sebastian Gleim.
Statistik: Viertel (aus Wedeler Sicht): 21:18, 9:23, 25:13, 36:26.
SC Rist (Punkte): Fabian Böke (23), Augie Johnston (21), Davey Hopkins (17), Paul Owusu (16), Marvin Boadu (11), Ismet Akpinar (3), Florian Moysich, Tim Parohl, Tobias Lange, Jonas Laatzen.
1. Herren: Die erste Saisonniederlage
Jede Serie geht einmal zu Ende - um diese Erkenntnis kamen auch die Zweitliga-Basketballer des SC Rist nicht herum. Nach zuvor sieben Siegen kassierte das Team von Headcoach Sebastian Gleim vor über 600 Zuschauern in der Wedeler Steinberghalle gegen die Schwelmer Baskets mit 78:91 (34:40) die erste Saisonniederlage in der Pro B Nord und musste den punktgleichen Gästen aus Nordrhein-Westfalen (je 14) die Tabellenspitze überlassen.
Die Enttäuschung darüber hielt sich allerdings beim Wedeler Trainer in Grenzen. "Wir sind stolz darauf, dass wir überhaupt aus so einer Ausgangslage in die Partie gehen konnten und dann auch noch ein großes Spiel abgeliefert haben." Mit sieben Siegen zum Auftakt hätten weder die Spieler noch er selbst gerechnet, von den Fans des SC Rist, die ihr Team nach der Schlusssirene trotz der Niederlage ebenso lautstark feierten, wie sie es zuvor angefeuert hatten, ganz zu schweigen.
Über weite Strecken der Partie was das Gipfeltreffen am Steinberg ein Duell auf Augenhöhe, wenn auch schon früh mit leichten Vorteilen für die Gäste. Die Schwelmer trafen hochprozentig, versenkten über 40 Minuten statistisch jeden zweiten Wurfversuch aus dem Feld. Zudem profitierte der neue Spitzenreiter davon, dass beim SC Rist aus gesundheitlichen Gründen mit Peter Huber-Saffer und Paul Owusu zwei große Spieler unter dem Korb fehlten. Nutznießer war häufig Schwelms Power Forward Sebastian Schröter, der 20 Punkte erzielte.
Auch aus der Ferndistanz trafen die Westfalen besser als die Wedeler, nach Auffassung ihres Coaches Raphael Wilder aber trotzdem nicht oft genug. "Unsere Dreier-Trefferquote ist normalerweise höher." Trotzdem war der Gästetrainer zufrieden. "Wir waren gut vorbereitet, haben in der Verteidigung einiges ausprobiert und in schwierigen Situationen gute Lösungen gefunden."
Dem musste Sebastian Gleim zustimmen. "Einige Schwelmer haben heute eine sehr gute Leistung geboten." Letztlich hätten aber doch nur Nuancen den Unterschied gemacht. So waren die Viertel eins und zwei, in dem Rist-Youngster Jamo Ruppert groß aufspielte, ausgeglichen verlaufen, erst im dritten setzten sich die Schwelmer deutlich ab. Im Schlussabschnitt dagegen wäre die Partie beinahe noch einmal zugunsten des Heimteams gekippt. Vor allem die US-Boys Augie Johnston und Davey Hopkins brachten das Heimteam noch einmal auf fünf Punkte heran, doch die Gäste hatten auch diesmal die passende Antwort parat.
Lange über die erste Saisonniederlage ärgern sollen und dürfen sich die Wedeler laut Sebastian Gleim nicht. Vielmehr beginne jetzt schon die Vorbereitung auf die nächste Partie am kommenden Sonnabend. "Wenn wir ein Topteam sein wollen, müssen wir bei Citybasket Recklinghausen gewinnen."
Statistik: Viertel: 20:23, 15:17, 21:29, 22:22.
SC Rist: Augie Johnston (20), Marvin Boadu (16), Fabian Böke (14), Davey Hopkins (11), Jamo Ruppert (8), Tobias Lange (6), Tim Parohl (3), Ismet Akpinar, Kai Schlüter, Jonas Laatzen, nicht eingesetzt: Florian Moysich, Lennart Liebke.
Schwelm: Julius Coles (21), Sebastian Schröter (20), Andreas Kronhardt (16), Darren Hamilton (11), Aubrey Conerly (10), Lars Wendt (5), Dominik Malinowski, Michael Agyapong (je 4), nicht eigesetzt: Sven Mengering, Simon Asbach.
1. Herren: Mit Top-Defense und hoher Trefferquote zum 7. Sieg
Weder der Gegner noch Personalsorgen konnten die Basketballer des SC Rist auf ihrem Höhenflug in der 2. Bundesliga Pro B Nord stoppen. Im Auswärtsspiel bei den Baskets Braunschweig fuhr das Team von Headcoach Sebastian Gleim mit 84:62 (32:29) den siebten Sieg im siebten Spiel ein und geht am kommenden Sonnabend in der heimischen Steinberghalle als Tabellenführer ins Spitzenspiel gegen die Schwelmer Baskets.
Einmal mehr gelang es den Wedelern, den Ausfall mehrerer Leistungsträger zu kompensieren. Neben dem verletzten U18-Nationalspieler Ismet Akpinar fehlten in Niedersachsen auch die erkrankten Peter Huber-Saffer und Paul Owusu sowie Kai Schlüter, der bei den 2. Herren auflief. Gleichwohl starteten die Gäste furios und entschieden das erste Viertel klar für sich, ehe die Braunschweiger aufdrehten und dabei auch von der hohen Foulbelastung der Wedeler profitierten. Vor allem in der zweiten Halbzeit ging dann aber das Konzept der Gäste voll auf. "Wir haben das Risiko erhöht und sind dafür belohnt worden", sagte Gleim, dessen Team vor allem hochprozentig aus der Ferndistanz traf. Dass die Erfolgsquote der Wedeler aus mindestens 6,75 Meter Entfernung bei 69 Prozent lag, war auch ein Verdienst von Marvin Boadu. Trotz einer Erkältung stand der 23 Jahre alte gebürtige Reinbeker fast 30 Minuten auf dem Parkett, versenkte jeden seiner vier Dreierversuche und war mit 23 Punkten Topscorer. "Marvin hatte gute Wurfoptionen und hat auch sehr stark verteidigt", lobte Gleim.
In den übrigen Kategorien glänzte US-Boy Davey Hopkins, der als effektivster Spieler neben 17 Punkten neun Pässe zu Korberfolgen (Assists), acht Rebounds und drei Ballgewinne bilanzierte. Da zudem auch Hopkins' Landsmann Harold August Johnston und Fabian Böke zweistellig trafen und die gesamte Wedeler Mannschaft aufmerksam verteidigte, war aus Gleims Sicht auch der siebte Saisonsieg Teamwork, zu dem jeder Akteur seinen Teil beigetragen hatte. "Lennart Liebke hat ein gutes Debüt in der Pro B gegeben, Jamo Ruppert wieder 20 Minuten gespielt und Jonas Laatzen zwei Dreier getroffen", freute sich Gleim über ein junges Trio, das in Braunschweig seine Chance nutzte und eventuell gegen den Tabellenzweiten aus Schwelm die nächste bekommt.
Statistik: Viertel (aus Wedeler Sicht): 22:13, 10:16, 34:15, 18:18.
SC Rist (Punkte): Marvin Boadu (23), Davey Hopkins (17), Harold August Johnston (15), Fabian Böke (12), Jonas Laatzen (6), Jamo Ruppert (5), Florian Moysich (3), Tim Parohl (2), Lennart Liebke (1), Tobias Lange.
1. Herren: Mit souveräner Leistung an die Tabellenspitze
Was vor Saisonbeginn wohl selbst die kühnsten Optimisten in Wedel nicht für möglich gehalten hätten, ist jetzt Realität. Dank des 99:76 (56:38) über den BSV Wulfen vor 480 Zuschauern in der Steinberghalle übernahmen die Basketballer des SC Rist die Tabellenführung der 2. Bundesliga Pro B Nord. Möglich machten es der sechste Sieg für das noch ungeschlagene Team von Headcoach Sebastian Gleim und die erste Niederlage des bisherigen Spitzenreiter Baskets Schwelm, der zu Hause im Topspiel gegen die Hertener Löwen mit 88:93 patzte.
Von Anfang ließen die Wedeler, die nie in Rückstand lagen, die Gäste aus dem Münsterland nicht zur Entfaltung kommen. "Wir haben unseren Schlachtplan zu 110 Prozent umgesetzt", freute sich Sebastian Gleim. Dass Wulfens treffsichere Amerikaner Anthony Young und Antonio Houston nicht aus dem Spiel zu nehmen sein würden, hatte der 28 Jahre alte Coach von vorherein einkalkuliert. Gleichwohl blieben die wirksam beschatteten US-Boys mit zusammen 30 Zählern unter ihrem bisherigen Punkteschnitt und verloren zudem den Vergleich mit ihren Landsleuten im Wedeler Team deutlich.
Unter den Augen seiner Eltern, die für drei Wochen Deutschland besuchen, spielte vor allem Harold August Johnston groß auf. Von seinen 28 Punkten erzielte der Kalifornier 15 von jenseits der Dreierlinie. Kaum schlechter lief es für seinen aus demselben Bundesstaat stammenden Landsmann Davey Hopkins. Der sprunggewaltige 1,95-Meter-Mann zeigte seine bislang beste Leistung in Grün und Gelb, war häufig nur durch Fouls zu stoppen. Von seinen elf Freiwürfen verwandelte der frühere College-Spieler zehn.
"Wir hatten insgesamt mehr Energie als Wulfen und haben uns in kniffligen Phasen immer gegenseitig motiviert", sagte Sebastian Gleim, der vor allem den starken Tobias Lange und Tim Parohl einen großen Schritt nach vorn bescheinigte. Vor allem war es den Wedelern gelungen, die Ausfälle von Ismet Akpinar (Knieverletzung), der auf der Bank mitfieberte, Peter Huber-Saffer (beruflich verhindert) und Kai Schlüter (Grippe) zu kompensieren. Im Schlussviertel konnte es sich Gleim dann erlauben, vor allem die Akteure einzusetzen, die bis dahin wenig gespielt hatten. Erstmals die Tabellenführung verteidigen müssen die Wedeler am kommenden Sonnabend (17 Uhr) bei den Baskets Braunschweig. "Wir freuen uns auf das Spiel", sagt Sebastian Gleim.
Statistik: Viertel: 27:22, 29:16, 29:19, 14:19.
SC Rist (Punkte): Harold August Johnston (28), Davey Hopkins (25), Fabian Böke (14), Tobias Lange (13), Marvin Boadu (8), Paul Owusu (6), Tim Parohl (3), Florian Moysich (2), Jamo Ruppert, Jonmas Laatzen.
Wulfen: Antonio Houston (16), Philip Günther, Anthony Young (je 14), Hendrik Bellscheidt (13), Philipp Masur (7)Steffen Hummelt (6), Maik Berger (4), Thorben Vadder (2), Tim David.
1. Herren: Fünfter Sieg in Folge
Als die Schlusssirene in der Wedeler Steinberghalle ertönte, musste auch die neue Führungsriege des SC Rist erst einmal kräftig durchpusten. Vereinsboss Gernot Guzielski, zwei Tage zuvor von der Mitgliedervollversammlung als Nachfolger des zwölf Jahre amtierenden Vorsitzenden Siegmar Kuntze gewählt, und seine Mitstreiter sahen mit 580 weiteren Zuschauern ein packendes 74:66 (32:33) der Wedeler Zweitliga-Basketballer über die Herzöge Wolfenbüttel.
Das Team von Rist-Headcoach Sebastian Gleim bleibt damit nicht nur zu Hause, sondern insgesamt in dieser Saison unbesiegt, musste für den fünften Pro-B-Erfolg in Serie aber auch alles geben. "Es war uns von vornherein klar, dass es nicht leichter wird zu gewinnen", sagte der Trainer, der auf den Einsatz des erkrankten Jamo Ruppert verzichten musste. Hatten sich im ersten Viertel (10:10) beide Mannschaften im Angriff schwer getan, präsentierten sich die Wedeler im zweiten etwas treffsicherer als die Gäste aus Niedersachsen. US-Boy Davey Hopkins empfand die Offensivleistung seines Teams in dieser Phase aber trotzdem als "horrible" und wurde darin von seinem Coach bestätigt. "Ich war in der ersten Halbzeit nicht zufrieden mit der Umsetzung der Vorgaben im Angriff, wir haben als Team zu viele Fehler gemacht", sagte Gleim.
Individuell dagegen konnten die Wedeler in der Offensive durchaus überzeugen. Der erneut starke Marvin Boadu hatte bei drei von vier Wurfversuchen aus der Ferndistanz Erfolg, insgesamt trafen mit ihm, Hopkins, dessen Landsmann Augie Johnston, Peter Huber-Saffer und Ismet Akpinar fünf Rist-Akteure zweistellig. Letzterer hatte sich das Beste bis fast zuletzt aufgehoben. Der U18-Nationalspieler erzielte das Gros seiner 17 Punkte im an Spannung kaum zu überbietenden Schlussviertel, brachte seine Mannschaft in Führung und verwandelte kurz vor Schluss nervenstark vier Freiwürfe in Folge. "Isi ist geboren für solch enge Phasen, hat heute außerdem auch sehr gut verteidigt", sagte Sebastian Gleim. Letzteres hätte aber für das gesamte Wedeler Team gegolten, und so war für Gleim die starke Defensivleistung einmal mehr der Schlüssel zum Erfolg. "Wir haben es geschafft, den Herzögen bestimmte Optionen im Angriff zu nehmen, und dadurch wieder nur 66 Punkte zugelassen."
Leidtragende der aufopferungsvollen und effektiven Defensivarbeit der Wedeler waren vor allem Wolfenbüttels US-Amerikaner Jack Hanley und Travis Clark, die viel spielten, zusammen aber nur sechs Punkte erzielten. Wesentlich effektiver waren da ihre Teamkameraden Henje Knopke und Frank Theis, ohne aber mit ihren insgesamt 33 Punkten die vierte Niederlage in Folge für die Herzöge abwenden zu können.
Zum dritten Pro-B-Heimspiel in Folge erwarten die Rist-Basketballer am kommenden Sonnabend um 19 Uhr den BSV Wulfen in der Steinberghalle.
Statistik: Viertel: 10:10, 22:13, 16:26, 26:17.
SC Rist (Punkte): Ismet Akpinar (17), Marvin Boadu (15), Augie Johnston (12), Davey Hopkins (11), Peter Huber-Saffer (10), Fabian Böke (7), Paul Owusu (2), Florian Moysich, Tim Parohl, Tobias Lange, nicht eingesetzt: Kai Schlüter, Jonas Laatzen.
1. Herren: Nach viertem Sieg weiter ungeschlagen
Die Basketballer des SC Rist segeln weiter auf Erfolgskurs. Das 77:67 (41:37) über die BG Dorsten in der Steinberghalle war für das Team von Headcoach Sebastian Gleim der vierte Sieg in Folge und zugleich der beste Start in eine Saison der 2. Basketball Bundesliga ProB seit dem Aufstieg in der Saison 2008/09. "Wir können stolz sein auf unseren vierten Sieg als Team", sagte Gleim. "Die Spieler haben sich in jeder schwierigen Situation immer gegenseitig geholfen." Dadurch sei es oft gelungen, Fehler, die in umkämpften Partien unvermeidlich wären, zu korrigieren. Eine besonders knifflige Phase galt im Auftaktviertel zu überstehen. Das Heimteam führte zwar schnell 13:4 (sechste Minute), musste dann aber einen 13:0-Lauf der in dieser Phase hochprozentig treffenden Gäste hinnehmen. "Wir wollten vor allem Christopher Jones stoppen, aber das ist dann erst später Tim Parohl gelungen", sagte Sebastian Gleim.
Effektivster Wedeler Akteur war Peter Huber-Saffer. Der 2,08 Meter große Center glänzte als Topscorer seines Teams (17 Punkte), holte acht Rebounds und traf bei acht Versuchen aus dem Feld sowie einem von der Freiwurflinie immer. Zudem beging der gebürtige Münchener, der fast 35 Minuten auf dem Parkett stand, erst in den Schlusssekunden sein erstes Foul. Mehr Probleme in dieser Hinsicht hatte Fabian Böke mit drei frühen Regelverstößen, für den dann aber unter dem Korb Tobias Lange in die Bresche sprang. Ein starkes Heimdebüt in Grün und Gelb gab US-Boy Davey Hopkins. Der Kalifornier beeindruckte seinen Coach vor allem durch die mannschaftsdienstliche Spielweise. "Davey ist keiner von den Amerikanern, der eine Partie allein entscheiden wollen, sondern ein Teamspieler und ein richtig guter Junge."
Vor dem Spiel zeichnete der SC Rist Publikumsliebling Mac-Davis Duah für insgesamt zwölf Zweit- und Regionalliga-Spielzeiten in Grün und Gelb aus. Als Präsente gab es für den 36-Jährigen, der von den Fans mit Standing Ovations gefeiert wurde, ein Trikot mit "seiner" Nummer 13 und die Ehrenmitgliedschaft im Wedeler Klub.
Statistik: Viertel: 20:23, 21:14, 25:17, 11:13.
SC Rist: Peter Huber-Saffer (17), Marvin Boadu (14), Harold August Johnston (13), Davey Hopkins (11), Ismet Akpinar, Paul Owusu (je 7), Tobias Lange, Fabian Böke (je 4), Jamo Ruppert, Kai Schlüter, Tim Parohl, Jonas Laatzen.
BG Dorsten: Rickie Crews (19), Christopher Jones (18), Gerrit Budde (8), Gene Hagner (7), Philipp Spettmann (6), Nderim Pelaj (5), John Cadmus (4), Christian Marquardt, nicht eingesetzt: Florian Heit, Janik Knittel.
1. Herren: Dritter Sieg in Folge
Die Erfolgsserie des SC Rist in der 2. Basketball-Bundesliga Pro B Nord hielt auch in Brandenburg. Mit 61:53 (29:30) besiegten die Wedeler den RSV Teltow/Kleinmachnow/Stahnsdorf und feierten den ersten Auswärtssieg beim bisherigen Angstgegner. Zudem ist das Team von Headcoach Sebastian Gleim nunmehr gemeinsam mit den Schwelmer Baskets (beide sechs Punkte) als einziges in der Zwölfer-Nordstaffel noch unbesiegt.
"Es war ein sehr intensives Spiel, auch die Stahnsdorfer haben um jeden Ball gekämpft", sagte der Rist-Headcoach. Unter der Woche hatte beim RSV Eintracht Jaime Meißner als Trainer die Nachfolge des Ukrainers Wladimir Pastuschenko angetreten. "Das hat beim Gegner neue Kräfte freigesetzt", sagte Gleim. Phasenweise hätte sich seine Mannschaft aber selbst das Leben schwer gemacht hatte, ehe sie im Schlussviertel nur noch acht gegnerische Punkte zuließ.
Letztlich war es erneut Teamwork, das den Wedelern zum Erfolg verhalf. "Wir haben vor allem das Rebound-Duell als Mannschaft gewonnen", lobte Gleim. 45 Abpraller, von denen sich allein Fabian Böke 16 und Paul Owusu acht griffen, bilanzierten die Gäste unter den Körben, dazu kam eine 79-prozentige Erfolgsquote von der Freiwurflinie (elf Treffer bei 14 Versuchen). Letzte Zweifel am Sieg beseitigte ein 14:0-Lauf im Schlussviertel. Sein Debüt für den SC Rist gab US-Boy Davey Hopkins, der gleich drei Pässe zu Korberfolgen (Assists) gab und acht Punkte erzielte.
An den kommenden drei Wochenenden haben die Wedeler jeweils Heimrecht, könnten sich mit Siegen über die BG Dorsten (20. Oktober), die Herzöge Wolfenbüttel (27. Oktober) und die BSV Baskets Wulfen (3. November, jeweils 19 Uhr, Steinberghalle) oben fetssetzen. "Ob das gelingt, liegt allein an uns", sagt Sebastian Gleim.
Statistik: Viertel: 16:14, 13:16, 16:15, 8:16.
SC Rist (Punkte): Augie Johnston (21), Marvin Boadu (16), Davey Hopkins (8), Fabian Böke (6), Peter Huber-Saffer (5), Ismet Akpinar (4), Jamo Ruppert (1), Tobias Lange, Jonas Laatzen, Paul Owusu, Tim Parohl, nicht eingesetzt: Kai Schlüter.
Text: Frank Will (Hamburger Abendblatt/Pinneberger Zeitung)
1. Herren: Nichts für schwache Nerven
Das war nichts für schwache Nerven. Vor 450 Zuschauern, darunter 80 Anhänger der BG Bitterfeld-Sandersdorf-Wolfen, besiegten die Pro-B-Basketballer des SC Rist in der Wedeler Steinberghalle die BSW Sixers 86:84 (41:48). Fabian Böke traf Sekunden vor Schluss zum Endstand, versetzte damit Teamkameraden und Fans in einen kollektiven Freudentaumel.
Auf einen Heimsieg des Teams von Headcoach Sebastian Gleim hatte zumindest im zweiten Viertel wenig hingedeutet. Die Gäste aus dem Landkreis Anhalt-Bitterfeld wirkten präsenter, verbuchten dank aggressiver Verteidigung viele Ballgewinne und nutzten diese zu Fastbreak-Körben. Phasenweise führte das Team von Headcoach Stephen Arigbabu sogar mit 13 Punkten Vorsprung.
Auf der Bank des SC Rist behielt indes Sebastian Gleim die Ruhe und wurde dafür von seinem Team belohnt. Einen furiosen 13:0-Lauf gegen Ende des dritten Viertels und zu Beginn des Schlussabschnitts krönte US-Boy Harold August Johnston mit dem Ausgleich zum 66:66. Absetzen konnte sich anschließend keines der Team, doch die Wedeler hatten stets die passende Antwort auf Aktionen der Gäste parat, ehe Böke den Schlusspunkt setzte.
Garant des schwer erkämpften Heimsieges war für Gleim die mannschaftliche Geschlossenheit seines Teams. "Wir haben in jeder Phase des Spiels zusammengehalten." Höhen und Tiefen gebe es in jeder Partie, entscheidend sei, ob und wie eine Mannschaft darauf reagiere. Letztlich hätte der Sieg viele Väter gehabt, keineswegs nur die Topscorer Marvin Boadu (22), der 40 Minuten durchspielte, Johnston, Böke (je 19) und Ismet Akpinar (11). "Paul Owusu hat clever verteidigt und Jamo Ruppert wichtige Rebounds geholt."
Statistik: Viertel: 21:17, 20:31, 21:18, 24:18.
SC Rist: Marvin Boadu (22 Punkte), Harold August Johnston, Fabian Böke (je 19), Ismet Akpinar (11), Paul Owusu (9), Peter Huber-Saffer (6), Jamo Ruppert, Tim Parohl, Tobias Lange, Jonas Laatzen, nicht eingesetzt: Simon Dolkemeyer.
Text: Frank Will (Hamburger Abendblatt/Pinnebeger Zeitung)
1. Herren: Nichts für schwache Nerven
Das war nichts für schwache Nerven. Vor 450 Zuschauern, darunter 80 Anhänger der BG Bitterfeld-Sandersdorf-Wolfen, besiegten die Pro-B-Basketballer des SC Rist in der Wedeler Steinberghalle die BSW Sixers 86:84 (41:48). Fabian Böke traf Sekunden vor Schluss zum Endstand, versetzte damit Teamkameraden und Fans in einen kollektiven Freudentaumel.
Auf einen Heimsieg des Teams von Headcoach Sebastian Gleim hatte zumindest im zweiten Viertel wenig hingedeutet. Die Gäste aus dem Landkreis Anhalt-Bitterfeld wirkten präsenter, verbuchten dank aggressiver Verteidigung viele Ballgewinne und nutzten diese zu Fastbreak-Körben. Phasenweise führte das Team von Headcoach Stephen Arigbabu sogar mit 13 Punkten Vorsprung.
Auf der Bank des SC Rist behielt indes Sebastian Gleim die Ruhe und wurde dafür von seinem Team belohnt. Einen furiosen 13:0-Lauf gegen Ende des dritten Viertels und zu Beginn des Schlussabschnitts krönte US-Boy Harold August Johnston mit dem Ausgleich zum 66:66. Absetzen konnte sich anschließend keines der Team, doch die Wedeler hatten stets die passende Antwort auf Aktionen der Gäste parat, ehe Böke den Schlusspunkt setzte.
Garant des schwer erkämpften Heimsieges war für Gleim die mannschaftliche Geschlossenheit seines Teams. "Wir haben in jeder Phase des Spiels zusammengehalten." Höhen und Tiefen gebe es in jeder Partie, entscheidend sei, ob und wie eine Mannschaft darauf reagiere. Letztlich hätte der Sieg viele Väter gehabt, keineswegs nur die Topscorer Marvin Boadu (22), der 40 Minuten durchspielte, Johnston, Böke (je 19) und Ismet Akpinar (11). "Paul Owusu hat clever verteidigt und Jamo Ruppert wichtige Rebounds geholt."
Statistik: Viertel: 21:17, 20:31, 21:18, 24:18.
SC Rist: Marvin Boadu (22 Punkte), Harold August Johnston, Fabian Böke (je 19), Ismet Akpinar (11), Paul Owusu (9), Peter Huber-Saffer (6), Jamo Ruppert, Tim Parohl, Tobias Lange, Jonas Laatzen, nicht eingesetzt: Simon Dolkemeyer.
1. Herren: Auftaktsieg in Oldenburg / Am Sonnabend erstes Heimspiel
Ein Anfang ist gemacht für die Pro-B-Basketballer des SC Rist: Das Team von Headcoach Sebastian Gleim startete mit einem 73:65 (23:33) über Aufsteiger Baskets-Akademie Weser-Ems in Oldenburg in die neue Spielzeit der 2. Bundesliga. Nach ausgeglichener erster Hälfte machten die Wedeler nach dem Seitenwechsel den knappen Pausenrückstand schnell wett. "Wir waren in der zweiten Halbzeit die fokussiertere Mannschaft, haben uns wenig Fehler erlaubt und verdient gewonnen", befand Gleim, der erst vor wenigen Wochen die Nachfolge von Özhan Gürel angetreten hatte. Auch ohne US-Neuzugang Davey Hopkins, dessen Spielberechtigung noch nicht vorliegt, beherrschten die Gäste das Geschehen unter den Körben und verteidigten stark. "Die Oldenburger mussten sich ihre Punkte hart erarbeiten", sagte Gleim, dessen Team nun mit Rückenwind ins erste Heimspiel 2012/13 am Sonnabend (19 Uhr, Steinberghalle/Wedel) gegen die BSW Sixers aus Sachsen-Anhalt geht.
Viertel: 12:16, 21:16, 16:19, 16:22.
SC Rist (Punkte): Johnston (19), Boadu (18), Böke (11), Owusu (7), Laatzen (6), Akpinar, Moysich, Huber-Saffer (je 4), Lange, Parohl, nicht eingesetzt: Ruppert, Schlüter.
1. Herren: Schritte in die richtige Richtung - Vertrag für Hopkins
Die 1. Herren verloren das "Test-Rückspiel" gegen die Cuxhaven BasCats mit 70:81, zeigten im Duell mit dem Pro A-Club aber eine gute Leistung und machten einige Schritte in die richtige Richtung. Zur Halbzeit lagen die Wedeler mit 30:40 im Hintertreffen und ließen sich auch nach der Pause nicht abschütteln, selbst als die Niedersachsen ihren Vorsprung im Laufe des dritten Viertels weiter erhöhten. Mit einer guten Teamleistung bestimmten die Rister den Schlussabschnitt, Headcoach Sebastian Gleim brachte dabei alle Spieler zum Einsatz. Auch Davey Hopkins wirkte in Gelb-Grün mit und bestätigte den starken Eindruck, den er im Training hinterlassen hatte. Der Kalifornier wird einen Vertrag beim SC Rist erhalten. "Davey ist ein vielseitiger Spieler, der sich alles hart erarbeitet - er passt toll in unsere Strukturen. Ich freue mich, ihn in Wedel begrüßen zu dürfen", sagt Gleim. Für den Flügelspieler wird es die erste Station im Ausland. Während seiner College-Karriere trug der 23-Jährige zunächst das Trikot der California Baptist University (NAIA Division 1) und wechselte 2011 dann zur Biola University, die in der selben Hochschulliga spielt. Mit den "Eagles" erreichte er in der Saison 2011/12 das Viertelfinale der NAIA National Championship und wurde dank seiner starken Leistungen in den Playoffs ins NAIA All-Tournament Team gewählt. Als einer von fünf Biola-Akteuren scorte der aus der östlich von Los Angeles gelegenen Stadt Riverside im US-Bundesstaat Kalifornien stammende Allrounder in der vergangenen Saison zweistellig (11,5 Punkte/Spiel) und erzielte zudem im Schnitt 5,2 Rebounds sowie 3,5 Assists pro Partie. Während des Sommers reiste Hopkins mit dem Team der christlichen Basketball-Organisation "News Release" nach Deutschland, um Freundschaftsspiele zu bestreiten und Camps auszurichten.
Eine Trainingswoche steht nun noch vor den Ristern, ehe am 3. Oktober mit der Partie in Oldenburg die Saison eröffnet wird, bereits am 06. Oktober folgt dann kurz darauf das erste Heimspiel gegen die BSW Sixers.
1. Herren: Keine leichten Abschiede
Mac-Davis Duah, Peter Huber-Saffer und Florian Moysich werden in der kommenden Saison nicht für den SC Rist in der 2. Bundesliga Pro B auflaufen.
Der SC Rist bedankt sich bei dem Trio außerordentlich für das Engagement der vergangenen Jahre und die im gelb-grünen Trikot gezeigten Leistungen.
Mac-Davis Duah prägte das Bild der Wedeler Herrenmannschaft im vergangenen Jahrzehnt wie kein Anderer. Er war das Herz und das Gesicht der 1. Herren. Mit ihm verlässt ein ganz Großer den Verein. 1999 kam Mac zum SC Rist und spielte (bei zwei Unterbrechungen) insgesamt zwölf Saisons in Wedel. Als Publikumsliebling, Integrationsfigur und Leistungsträger hat der 36-Jährige beim SC Rist längst Heldenstatus und reiht sich in die illustre Liste der Legenden vom Steinberg ein. Sein Einsatz, seine Rolle als Anführer und Vorbild und seine offene, warmherzige Art haben Trainer, Verantwortliche, Mitspieler und Fans gleichermaßen begeistert. Mac hat Maßstäbe gesetzt und ist schlichtweg einfach ein echter Rister.
Der SC Rist sagt ausdrücklich: Danke für die tolle Zeit, Mac!
Peter Huber-Saffer und Florian Moysich kamen 2008 zum SC Rist. Die beiden früheren Erstligaspieler trugen maßgeblich zum Titelgewinn in der 1. Regionalliga und zum Aufstieg in die Pro B bei und waren auch in der 2. Bundesliga stets Leistungsträger. Und das trotz wachsender beruflicher Verpflichtungen. Dank ihrer Erfahrung und Klasse waren die beiden nicht für die jüngeren Teamkollegen, sondern auch für den Trainer und den Vorstand wertvolle Ansprechpartner. Moysich führte die Mannschaft in den vergangenen Jahren zudem als Kapitän an. Wir bedanken uns bei Peter und Florian für die tollen Leistungen zugunsten unseres Vereins und das stets tadellose Auftreten auf- und abseits des Feldes.
Der SC Rist wird das Trio gebührend ehren und verabschieden. Und dafür gibt es keinen besseren Rahmen und keine bessere Gelegenheit als beim Weihnachtsevent Merry Ristmas, wenn passenderweise Jahr für Jahr die 1. Herren auf die Rister Allstars mit "Legenden und Legionären" des SC Rist aufeinandertreffen und die Rist-Familie eine riesige Party feiert. Und klar ist, dass sich die Verantwortlichen des SC Rist und natürlich die Fans sehr freuen würden, wenn die Drei auch in Zukunft in der Steinberghalle vorbeischauen.
1. Herren: Spiel drei verloren, Viertelfinale verpasst
Die 1. Herren verloren am Dienstagabend das Entscheidungsspiel gegen die Giants Nördlingen mit 79:94 und haben damit den Einzug ins Viertelfinale der Playoffs in der 2. Bundesliga Pro B verpasst.
Vor 915 Zuschauer in der Nördlinger Hermann-Kessler-Halle absolvierten die Rister der Einschätzung ihres Trainers Özhan Gürel zufolge "eine großartige erste Halbzeit". "Unser Offense-Konzept hat gut geklappt, auch die Nördlinger waren wohl etwas überrascht, weil es teilweise sehr leise in der Halle wurde", so Gürel. Nach zwei Vierteln lagen die Giants knapp mit 42:40 in Führung, in der Folge schwanden auf Wedeler Seite zusehends die Kräfte und damit auch die Konzentration. Im dritten Abschnitt marschierten die Hausherren davon, spätestens zu Beginn des letzten Viertels war die Entscheidung herbeigeführt. "Aber die Mannschaft hat sich voll reingehängt", lobte der Coach. In den Schlussminuten reduzierten die Rister den zwischenzeitlich bis zu 26 Zähler betragenden Rückstand, hatten aber keine Siegchance mehr.
"Obwohl wir gegen Nördlingen hätten weiterkommen können, haben wir eine gute Saison gespielt. Leider hat uns eine schlechte Phase im Heimspiel das Viertelfinale gekostet", bilanzierte Gürel. "Wie sich die Jugendspieler entwickelt haben, gibt Hoffnung für die nächste Saison. Auch dadurch zeigt sich die gute Zusammenarbeit und das Konzept mit den 2. Herren und den Piraten", fuhr er fort. Gürel: "Ich möchte mich bei allen Zuschauern für die tolle Unterstützung bedanken. Und beim Vorstand und den Helfern. Alle machen das ehrenamtlich und trotzdem ist alles so gut organisiert. Und ich danke meinen Spielern für diese tolle Saison!"
Die Saison 2011/2012 in der 2. Bundesliga Pro B ist für den SC Rist damit Geschichte. Wie geht es weiter? Erst mal soll ein paar Tage ausgespannt werden, doch im Hintergrund haben die Planungen für die nächste Spielzeit längst begonnen.
Statistik:
Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 19:15, 21:27, 13:21, 26:31
SC Rist (Punkte): Gausa (26), Wischnewski (16), Johnston (12), Pettaway (11), Lühring (8), Ruppert (4), Akpinar (2), Stielow
Scouting...
1. Herren: Ärgerliche Niederlage gegen Nördlingen
Die 1. Herren haben den Matchball gegen die Giants Nördlingen vergeben und damit den Einzug ins Viertelfinale vorerst verpasst. Die Gäste gewannen in der Steinberghalle in einem erneuten Krimi mit 98:96 und glichen in der Serie damit zum 1:1 aus. Am Dienstag treffen beide Teams im Entscheidungsspiel aufeinander. Dieses wird in Nördlingen ausgetragen.
Besonders ärgerlich erscheint die Niederlage aus Wedeler Sicht angesichts der Tatsache, dass man die Partie im Griff zu haben schien und seine Führung im dritten Viertel auf 16 Punkte ausbaute. Doch mit einer enormen Leistungssteigerung kämpften sich die Giants zurück und erzielten in Person von Modie Johnson in den Schlusssekunden die letzten Punkte. Die Rister ließen im abschließenden Viertel zu viele vermeintlich einfache Korberfolge Nördlingens zu und verpassten es, ihre Stärken auszunutzen. Die augenscheinliche Überlegenheit in der Zone konnte nicht mehr derartig gewinnbringend eingesetzt werden wie erhofft. Darüber hinaus schnellte die Nördlinger Trefferquote in die Höhe - die Giants witterten erst Morgenluft, um dann immer selbstsicherer und euphorischer zu agieren. Dank einer Energieleistung und mit Hilfe der tollen Zuschaueruntersützung glichen die Rister wieder aus - mit Ismet Akpinar (zwei Dreipunktspiele innerhalb weniger Sekunden), Augie Johnston (per "Dreier") und Anthony Pettaway in den Hauptrollen. Bezeichnenderweise gelang es am Ende aber nicht, weder den zum Korb ziehenden Fabian Brütting noch Modie Johnson entscheidend zu stören. Der Amerikaner markierte den letzten Korb, ein finaler Wedeler Versuch schlug fehl. "Leider waren sich alle zu sicher, dass wir dieses Spiel schon gewonnen haben. Das war eine Kopie des Vechta-Spiels, das wir auch in letzter Sekunde verloren haben. In der Offense haben wir eine gute Leistung gezeigt, aber defensiv war es die schlechteste Saisonleistung. Wir sind im letzten Viertel nicht mehr zurückgelaufen, es fehlte die Intensität und die Fußarbeit", so Coach Özhan Gürel.
Die Entscheidung über den Einzug ins Viertelfinale ist also vertagt. Allerdings stehen die Zeichen für den SC Rist mit Blick auf die dritte Partie nicht unbedingt gut. Aufgrund des Spieltermins in der Woche werden aller Voraussicht nach Fabian Böke, Florian Moysich und Tim Parohl aus beruflichen Gründen fehlen. Zudem verletzte sich Patrick Wischnewski im Laufe des Spiels und droht ebenfalls auszufallen. Doch aufgeben werden sich die Rister keineswegs. Und die knappen und so intensiven bisheren Spiele gegen Nördlingen haben gezeigt, dass sich beide Teams auf Augenhöhe begegnen. "Das wird nicht einfach, aber wir haben dort schon gewonnen und wissen also, dass wir es können. Wenn die Spieler, die bisher nicht ganz so viel zum Einsatz gekommen sind, einen Gang hochschalten, ist es möglich, dass wir dann dort auch ein zweites Mal gewinnen", sagt Gürel.
Statistik:
Viertelergebnisse: 25:24, 27:22, 23:20, 21:32
SC Rist (Punkte): Pettaway (31), Wischnewski (14), Akpinar, Gausa, Johnston (je 11), Böke (8), Lühring, Moysich (je 4), Parohl (2), Laatzen, Ruppert, Stielow.
Giants Nördlingen (Punkte): Jamerson, Johnson (je 24), Eichler (15), Brütting (14), Rotim (13), Rastatter (5), Debelka (3), Gruber, Sefranek.
Schiedsrichter: Holger Lohmüller / Susanne Winking
Scouting folgt...
1. Herren: Auswärtssieg in Nördlingen!
Die 1. Herren haben die Playoffs mit einem Paukenschlag eröffnet und beim Favoriten Giants Nördlingen einen 85:83-Erfolg eingefahren. 28 Sekunden vor Schluss hatten die Rister bei Gleichstand Ballbesitz und spielten die Uhr herunter. Kurz vor dem Ablauf der Angriffszeit stieg Ismet Akpinar aus dem Dribbling hoch und verwandelte den Mitteldistanzwurf zum Sieg. Ihren letzten Versuch feuerten die Nördlinger von der Mittellinie ab, trafen aber nicht. Nicht zum ersten Mal in seiner jungen Karriere bewies der 16-jährige Akpinar damit seine Fähigkeit, in der "crunchtime" für die entscheidenen Aktionen zu sorgen. Als in Nördlingen noch 1:22 Minuten zu absolvieren waren, brachte Akpinar die Gelb-Grünen bereits auf 83:80 in Führung.
"Wir hatten ingesamt einen guten Tag in der Offense und haben unter den Körben dominiert", sagte Headcoach Özhan Gürel. Im zweiten Viertel drehten seine Jungs auf (31:17) und erarbeiteten sich einen Vorsprung, der zwischenzeitlich bis zu zwölf Punkte betrug. In der 39. Minute glich Nördlingen vor 845 Zuschauern zum 80:80 aus, der kurz zuvor eingewechselte Akpinar antwortete wie erwähnt prompt von jenseits der Dreierlinie. Anthony Pettaway hätte in der Folge an der Freiwurflinie für weitere Wedeler Zähler sorgen können, nutzte aber keinen seiner zwei Versuche. Doch es reichte für die Rister. "Die Zuschauer waren sehr laut, aber am Schluss waren sie plötzlich ganz leise. Dafür waren wir laut", sagte Gürel. "Wir haben überhaupt keine Lust, noch mal nach Nördlingen zu fahren und wollen mit einem Sieg am nächsten Samstag in die zweite Runde einziehen. Ich hoffe, dass alle Leute wiederkommen, die uns gegen Wolfenbüttel so toll unterstützt haben, und noch ein paar Freunde mitbringen. Wir haben in diesem Jahr bisher jedes Heimspiel gewonnen - das soll so bleiben", so Gürel.
Einen bitteren Beigeschmack hatte der Sieg allerdings. Mac-Davis Duah verletzte sich bereits in der Anfangsphase an der Achillessehne und musste von Manager Andreas Bethke ins Krankenhaus gebracht werden. Eine Diagnose konnte dort noch nicht gestellt werden.
Statistik:
Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 18:23, 31:17, 22:24, 14:19
SC Rist (Punkte): Böke (22), Pettaway (20), Johnston (15), Lühring (9), Gausa (8), Akpinar (5), Moysich, Parohl, Wischnewski (je 2), Duah, Stielow.
Scouting...
1. Herren: Playoffs - wir kommen!
Die 1. Herren haben es geschafft! Das Finale um die Playoffs gegen die Herzöge Wolfenbüttel entwickelte sich zu einem echten Krimi, am Ende hatten die Rister vor über 800 restlos begeisterten Zuschauern in der vollgepackten Steinberghalle die Nase vorn. "Wir sind sehr glücklich, dass wir es geschafft haben. Mein Puls ist immer noch bei 200", sagte Headcoach Özhan Gürel gut eine Viertelstunde nach dem Spiel, das im Rahmen des Jugendtages ausgetragen wurde. "Es war kein schönes Spiel, aber sehr spannend. Beide Mannschaften haben Fehler gemacht und hatten eine Menge Ballverluste, aber wenn so viel auf dem Spiel steht, passiert so etwas", meinte Gürel.
Beiden Teams war die Nervosität in den Anfangsminuten anzumerken. Unsaubere Pässe und überhastete Aktionen waren sichere Indizien dafür. Ebenso deutlich: Die enorm hohe Intensität, die hüben wie drüben an den Tag gelegt wurde - anderes war bei dieser beeindruckenden Kulisse und der Bedeutung der Partie auch gar nicht möglich. Die Wedeler Sicherheit von jenseits der Dreierlinie im ersten Abschnitt verflüchtigte sich später vorübergehend, während auf Wolfenbütteler Seite im Laufe der Begegnung Dennis Nawrocki (5/8 "Dreier") in dieser Hinsicht groß aufspielen sollte.
Nach zehn Minuten lag der SC Rist mit 21:19 in Führung. Mit einem Mini-Lauf (8:2) begannen die Rister den zweiten Durchgang, vermochten sich aber nicht abzusetzen. Es blieb durchgehend spannend und eng. Im Laufe des dritten Viertels gingen die Gäste kurzfristig in Führung, Gürels Team antwortete allerdings adäquat und ging mit einer hauchdünnen 55:53-Führung in die finalen zehn Minuten.
Ein erneut bärenstarker Anthony Pettaway traf wichtige Würfe, auch Kay Gausa und Mac-Davis Duah bewiesen in der umkämpften Schlussphase Nervenstärke und Verantwortungsbewusstsein für ihr Team. Die US-Amerikaner Michael Hart und Marquis Jones brachten die Herzöge zurück ins Geschäft. 28 Sekunden vor dem Ende verkürzte Jones an der Freiwurflinie auf 71:70. Sein Teamkollege Henje Knopke besaß wenige Sekunden darauf die Möglichkeit zur Führung, vergab unter dem ohrentäubenden Lärm der Wedeler Fans allerdings beide Chancen an der Linie. Auf der Gegenseite war Pettaway erfolgreich und traf in den letzten 14 Sekunden alle vier Freiwürfe. Sieben Sekunden vor Schluss hätte Jones per "Dreier" für Wolfenbüttel ausgleichen können - sein Versuch ging allerdings daneben. So war der Weg frei für zwei weitere Pettaway-Freiwürfe, die der Center verwandelte und damit weitere orkanartige Jubelstürme auslöste.
"Heute Abend wollen wir erst mal feiern. Mal sehen, was dann in den Playoff möglich ist. Da geht es wieder bei Null los. Ein großer Dank an die Fans für die Unterstützung. Ich glaube, in der Schlussphase wurde ein neuer Dezibelrekord für die Steinberghalle aufgestellt, so laut war es", sagte Özhan Gürel. Seine Mannschaft bekommt es nach dem Satz auf den siebten Rang im Schlussklassement in der Meisterrunde mit dem Zweiten der Pro B Süd zu tun, den Giants Nördlingen. Am ersten März-Wochenende müssen die Rister zunächst in Nördlingen ran, das Heimspiel findet eine Woche darauf (Sonnabend, 10. März, 19:00 Uhr) in der Steinberghalle statt. Ein mögliches drittes Spiel der Serie würde am 13. März in Nördlingen über die Bühne gehen.
Ein Bericht zum Jugendtag folgt separat...
Statistik:
Viertelergebnisse: 21:19, 15:12, 19:22, 20:17
SC Rist (Punkte): Pettaway (21), Wischnewski (18), Johnston (13), Böke (10), Gausa (9), Duah (4), Lühring, Moysich, Laatzen, Lühring, Parohl, Ruppert.
Herzöge Wolfenbüttel (Punkte): Jones (19), Nawrocki (17), Hart (11), Owens (10), Knopke (7), Schwarz (4), Schubert (2), Adams, Cantürk.
Schiedsrichter: Holger Lohmüller / Bastian Bänsch
Scouting...
1. Herren: Finale um die Playoffs
Die 1. Herren rüsten sich für das Endspiel um die Playoff-Teilnahme: Am Sonnabend (25. Februar, 19:30 Uhr) treffen die Rister im Rahmen des Jugendtages in der Steinberghalle auf die Herzöge Wolfenbüttel und müssen das Spiel gewinnen, um in die Meisterrunde einzuziehen. Bei einer Niederlage geht es in die Playdowns.
"Wer besser vorbereitet ist und wer auch ein bisschen mehr Glück hat, wird das Spiel gewinnen", sagt Trainer Özhan Gürel. Seine Mannschaft bereitet sich gewissenhaft auf die Aufgabe vor: "Die Jungs sind im Training sehr konzentriert. Die Intensität ist sehr hoch. Das zeigt, wie fokussiert die Spieler sind", so der Coach. Gürel selbst schaute sich am vergangenen Wochenende Wolfenbüttels Heimsieg gegen Bernau vor Ort an, um sich ergänzend zum Videostudium einen frischen Live-Eindruck zu verschaffen. Auf zwei Spieler wird er am Sonnabend verzichten müssen. Peter Huber-Saffer fehlt aus privaten Gründen, Ismet Akpinar weilt in Belgrad. Der 16-Jährige wurde eingeladen, um sich beim "Nike International Junior Tournament" der Euroleague mit den besten europäischen Spielern seines Alters zu messen.
Gürel und sein Team setzen am Sonnabend auch auf die starke Unterstützung der Wedeler Fans: "Wenn die Zuschauer die Mannschaft sehr laut unterstützen, kann das mindestens 30 Prozent Einfluss auf die Leistung haben. Wenn Du angefeuert und nach vorne gepeitscht wirst, ist es egal, welche Taktik zu hast und welches System Du spielst. Dann springst Du einfach höher und machst zwei Schritte mehr als sonst", sagt Gürel. Die besonders lautstarken Fans wollen sich unter den Körben versammeln. Wer sich dazu gesellen will, ist herzlich willkommen. Also, bringt alles mit, was Lärm macht und kommt in die Steinberghalle!
1. Herren: Arbeitssieg gegen Berlin
Die 1. Herren bezwangen am Mittwochabend ALBA Berlin II mit 88:84 nach Verlängerung und untermauerten damit ihr Ziel, die Playdowns zu vermeiden und den neunten Platz oder sogar die Playoffs zu erreichen. Noch ist alles möglich, die Voraussetzung ist ein Heimsieg am 25. Februar gegen die Herzöge Wolfenbüttel. Über den Rest werden dann die Ergebnisse der Konkurrenz entscheiden.
Gegen Berlin taten sich die Rister zwischenzeitlich schwer, nachdem ihnen ein passabler Start geglückt war. "Uns fehlte ein wenig die Konzentration", sagte Headcoach Özhan Gürel mit Blick auf das zweite und insbesondere dritte Viertel. Die zunächst sehr effektive Arbeit in der Defense war nicht mehr vorhanden, die Gäste kamen zu einfach zum Abschluss und nutzten ihre Chance. Sebastian Fülle präsentierte sich als guter Distanzschütze, mit Cem Dinc und Darren Stackhouse hatte ALBA zudem zwei starke Innenspieler an Bord. Auf Wedeler Seite war durchgängig eigentlich nur Anthony Pettaway ein Fels in der Brandung. Der US-Amerikaner stellte abermals seine enorme Vielseitigkeit in der Offense unter Beweis, scorte in unterschiedlichster Art und Weise und langte auch beim Offensiv Rebound hin.
Nachdem Berlin zu Beginn des letzten Abschnitts auf 63:54 enteilt war, nahm Gürel eine Auszeit und brachte seine Jungs auf Kurs, die sich nun am Riemen rissen und sich auch dank der tollen Unterstützung der Fans zurückkämpften. Ein 14:2-Lauf der Rister tat den Gästen mächtig weh. Berlin wirkte angeschlagen, rettete sich dank Fülle und eines Korblegers von Dinc eine Sekunde vor dem Ende des letzten Viertels aber gerade noch in die Verlängerung. Hier ging es zunächst hin und her. Auf Wedeler Seite waren Patrick Wischnewski per "Dreier" sowie Ismet Akpinar mit fünf Punkten die Protagonisten, Berlin hielt mit Mauricio Marin und Stackhouse dagegen. Fabian Böke mit einem Wurf aus der Mitteldistanz sowie einem Block gegen Stackhouse brachte die Wedeler 1:30min vor Schluss einen großen Schritt in Richtung Heimsieg, Pettaway legte nach. In den restlichen Sekunden verteidigten die Wedeler ihren Vorsprung. "Das Spiel war die ganze Zeit sehr intensiv. Gott sei Dank hat ALBA zum Schluss nicht mehr so effektiv gespielt wie zwischendurch. Wir hatten Fülle und Stackhouse zu lange nicht im Griff", sagte Gürel.
Statistik:
Viertelergebnisse: 21:17, 17:20, 14:22, 21:14, 15:11 (Verlängerung)
SC Rist (Punkte): Pettaway (30), Johnston (13), Akpinar, Wischnewski (je 11), Gausa (8), Böke (6), Huber-Saffer (4), Stielow (3), Lühring (2), Laatzen, Moysich, Parohl.
ALBA Berlin II (Punkte): Stackhouse (21), Fülle (19), Dinc (15), Marin (9), Ney, Schumann (je 7), Müller (6), Blessig, Herwig, Kleiner.
Schiedsrichter: André Jürgens / Dennis Sirowi
Scouting...
1. Herren: Bittere Klatsche in Wulfen
Das hatten sich die 1. Herren ganz anders vorgestellt. In Herten oder Wulfen wollten sie einen "big point" landen, um so die Chancen auf die Playoffs zu erhöhen, doch nach der klaren Niederlagen (57:82) vom Sonnabend ist klar: Nun wird es ganz schwer. "Jetzt muss schon fast ein Wunder passieren, damit wir noch in die Playoffs kommen. Für uns geht es um den neunten Platz, damit wir die Abstiegsrunde vermeiden. Und auch das wird sehr eng", sagte Headcoach Özhan Gürel nach der Niederlagen gegen die Münsterländer.
"Leider haben wir dem Gegner am Anfang das Gefühl gegeben, dass er das Spiel gewinnen kann. Die Wulfener waren motivierter, wir haben sie unterschätzt, obwohl wir in den letzten Tagen immer darüber gesprochen haben", so Gürel. Von Beginn an fanden die Rister in der Offense nicht die richtigen Mittel, sondern schossen Fahrkarte um Fahrkarte. "Wir haben so schlecht von außen getroffen, dass Wulfen die Räume unter dem Korb noch enger gemacht hat und es unseren big men damit sehr schwer gemacht hat. Dazu kam, dass wir sehr schwach gereboundet haben", bemängelte der Rist-Trainer. Die Gastgeber sicherten sich 46 Abpraller, die Rister lediglich 32. Gürel wies seine Mannschaft in aller Deutlichkeit auf die Schwächen hin - die Rister steigerten sich nach der Halbzeit zunächst in der Defense, doch im Angriff ging weiterhin kaum etwas. Nur zwei von 22 "Dreiern" fanden ins Ziel, insgesamt betrug die Feldwurfquote mickrige 26,2%. Ein weiterer statistischer Indikator: Wulfens US-Amerikaner Dijon Smith und Steve Briggs verbuchten gemeinsam einen beinahe ebenso so hohen Effektivitätswert (nämlich 35) wie die gesamte Wedeler Mannschaft zusammen: 38. "Wulfen wollte es mehr als wir, leider haben wir damit auch den direkten Vergleich verloren", so Gürel.
"Wir werden das Spiel jetzt gründlich aufarbeiten", kündigte er an. Zwei Partien bleiben seinem Team noch (am 15.2. gegen ALBA, am 25.2. gegen Wolfenbüttel, jeweils in der Steinberghalle), um die Playdowns abzuwenden, allerdings ist dazu mittlerweile auch fremde Hilfe nötig.
Statistik:
Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 15:20, 17:21, 18:17, 7:24
SC Rist (Punkte): Johnston (14), Pettaway (13), Böke, Huber-Saffer (je 8), Gausa (5), Wischnewski (4), Akpinar, Lühring (je 2), Duah (1), Laatzen, Moysich.
Scouting...
1. Herren: Niederlage gegen treffsichere Löwen
Die 1. Herren unterlagen am Mittwochabend den Hertener Löwen mit 84:95 und warten damit weiter auf den ersten Auswärtserfolg des Jahres 2012.
"Schade, wir haben uns gut präsentiert und hatten eine Chance, das Spiel zu gewinnen. Wir haben bis zur letzten Sekunde gekämpft, aber leider in der entscheidenen Phase am Ende nicht mehr gescort. Mit Augie Johnston und Anthony Pettaway hatten wir nur zwei Leute, die permanent gepunktet haben, leider hatte Patrick Wischnewski in der Offense einen schlechten Tag. Ein paar mehr Punkte von ihm und es hätte vielleicht ganz anders ausgesehen. Obwohl bei uns zwei big men fehlten, haben wir das Reboundduell gewonnen: dafür Kompliment an meine Mannschaft", bilanzierte Trainer Özhan Gürel.
Die Hertener Gastgeber erwischten den besseren Start und sollten nahezu während der gesamten Partie in Führung liegen. Doch was zeitweise nach einer klaren Angelegenheit aussah, wurde letztlich ziemlich spannend. Vor der Halbzeit hielt Augie Johnston die Rister mit 17 Punkten fast alleine im Spiel, während Patrick Wischnewski (nur ein Treffer bei 13 Versuchen im ersten und zweiten Viertel) diesmal nicht so zum Zuge kam wie in den vergangenen Begegnungen. Herten lag nach 20 Minuten mit 45:38 in Front, spielte allerdings gewissermaßen mit Handicap, da Topscorer Zamal Nixon bereits zu diesem Zeitpunkt vier Fouls (inklusive eines technischen) auf dem Konto hatte.
Nach der Pause stellte Johnston in der 25. Minute erstmals seit dem 0:0 Gleichstand (50:50) her. Aber die Rister mussten den Gegner zunächst wieder ziehen lassen. Dazu trugen auch zwei technische Fouls bei, die Johnston und Jonas Laatzen in der Mitte des dritten Viertels innerhalb von weniger als 20 Sekunden wegen Floppings erhielten. Immer wieder waren die Löwen aus der Distanz erfolgreich (insgesamt 14/31 von jenseits der Dreierlinie) und brachten bis zum Ende des dritten Abschnitts neun Zähler zwischen sich und den SC Rist. Stück für Stück kämpften sich Gürels Jungs im Schlussviertel heran und gingen 3:32 Minuten vor dem Ende dank eines Johnston-Korblegers mit 84:83 in Führung. Doch das war's dann auch. Anschließend gelang kein Treffer mehr, während Herten nicht zuletzt dank weiterer "Dreier" von Nixon und Joshua Taylor zum Sieg eilte.
Am Sonnabend sind die Rister wieder auswärts gefordert, und zwar nur rund 20 Kilometer von Herten entfernt, beim BSV Wulfen, der am Mittwochabend bei den Herzögen Wolfenbüttel verlor. Fabian Böke wird aufgrund seiner im Training erlittenen Knöchelverletzung wahrscheinlich fehlen, ein Einsatz von Florian Moysich (krank) ist noch ungewiss, während Peter Huber-Saffer voraussichtlich wieder spielen kann.
Statistik:
Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 19:21, 19:24, 26:28, 20:22
SC Rist (Punkte): Johnston (34), Pettaway (17), Gausa (9), Akpinar (8), Lühring (7), Wischnewski (6), Laatzen (3), Duah, Parohl, Stielow.
Scouting...
1. Herren: Ein überzeugender Heimsieg
Die 1. Herren bleiben in der Steinberghalle auf Erfolgskurs. Am Sonnabend bezwangen sie den RSV Eintracht Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf deutlich mit 78:56 und überzeugten dabei, wenn man von einer kurzen Phase im dritten Viertel absieht, mit starker Verteidigung und geschlossenem Mannschaftsspiel.
Besonderen Wert legte Headcoach Özhan Gürel auf die Tatsache, nur acht Offensiv Rebounds der Gäste zugelassen zu haben. "Stahnsdorf ist eine der besten Mannschaften der gesamten Pro B in dieser Kategorie, deswegen war das ein wichtiger Faktor. Und unsere 24 Assists zeigen, wie gut wir als Team gespielt haben." Kai Buchmann, Assistant Coach der Brandenburger, hingegen sagte: "Wedel war wieder sehr gut auf uns eingestellt. Das war von hinten bis vorne einfach kein gutes Spiel von uns."
Die Wedeler gingen zu Beginn der Partie mit 6:0 in Front, woraufhin der RSV die erste Auszeit nahm, und sollten die Führung während der gesamten Begegnung nicht einmal an den Gast abtreten. Unter dem Korb entwickelte sich die erwartete "Schlacht" der Riesen, die selbst ohne Peter Huber-Saffer (Zehenverletzung) letztlich in Sachen Rebounds (43:31) und Points in the Paint (32:26) zugunsten der Rister ausfiel. Die gefährlichen US-Amerikaner der Brandenburger kamen zunächst kaum zur Geltung, nur ansatzweise ließen sie ihre Qualitäten aufblitzen und waren ansonsten bei den Gastgebern in guten Händen.
Zur Halbzeit führte der SC Rist mit 40:25. Im Anschluss an die Pause machte man zunächst konzentriert weiter und traf in Person von Mac-Davis Duah und des erneut glänzend aufgelegten Patrick Wischnewski von jenseits der Dreierlinie. Doch in der Mitte des dritten Abschnitts gelang dem RSV ein 11:0-Lauf, der den Wedeler Vorsprung auf neun Zähler schrumpfen ließ. "Vor allem unsere Guards haben da aber die richtigen Antworten gehabt", freute sich Gürel. Augie Johnston glänzte wie in den vergangenen Wochen als Passgeber (sechs Assists) - während sein Kollege Wischnewski (5/6 Dreier) immer wieder eiskalt vollstreckte.
"Ein großes Dankeschön auch an die Zuschauer für die tolle Unterstützung", so Gürel, dessen Mannschaft nun den Schwung aus den guten Heimspielen 2012 mitnehmen möchte, um auch auswärts zu punkten. In den kommenden Tagen gibt es dazu die doppelte Gelegenheit: Am Mittwoch, den 1. Februar, bei den Hertener Löwen und am Sonnabend, den 4. Februar, beim BSV Wulfen.
Statistik:
Viertelergebnisse: 21:14, 19:11, 17:20, 21:11
SC Rist (Punkte): Wischnewski (19), Pettaway (16), Böke (10), Akpinar (9), Johnston (7), Duah, Laatzen, Stielow (je 3), Gausa, Lühring, Parohl (je 2).
RSV Eintracht Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf (Punkte): Watson (12), Bennett, Evans (je 11), Haucke, Williams (je 8), Schoeps (4), Mackeldanz (2), Modersitzki.
Schiedsrichter: Holger Lohmüller / Benjamin Dirks
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1. Herren: Jones ärgerte die Rister, doch die fanden das Gegenmittel
Ein souveränder Heimsieg gegen den Tabellenletzten SSV Lok Bernau lässt die 1. Herren weiter optimistisch in die Zukunft schauen, was den Kampf gegen die Abstiegsrunde betrifft. Mit 94:72 gewannen die Rister und lieferten dabei eine gute Teamleistung ab.
Der wohl entscheidende Faktor zum Sieg: Die Steigerung in der Defense nach der Halbzeit. Denn im zweiten Viertel schlichen sich in der Verteidigung einige Nachlässigkeiten ein, die insbesondere der furios auftrumpfende Jermale Jones auf Bernauer Seite ausnutzte. "Das war teilweise eine One-Man-Show", sagte Rist-Coach Özhan Gürel. Jones traf vor der Halbzeit sämtliche seiner sechs Versuche von jenseits der Dreierlinie und hatte nach 20 Minuten Spielzeit bereits 22 Punkte erzielt. Doch Gürel fand die Lösung: Mit Beginn des dritten Viertels verteidigte Tim Parohl den US-Amerikaner und nahm ihn aus der Partie. "Ein großes Kompliment an Tim für seine Leistung", sagte Gürel. Jones blieb im dritten Durchgang ohne Punkte und erzielte im letzten Viertel auch nur noch fünf - darunter ein "Dreier" aus schier unmöglicher Position: Kein Vergleich zu dessen Auftritt vor der Pause.
Zwar übernahmen im Anschluss an die Halbzeit zunächst Jones' Teamkollegen und brachten Bernau mit 47:46 in Führung, doch die Rister fanden nicht zuletzt dank der nun wieder deutlich wirkungsvolleren Defense schnell ihre Linie. Ein 14:0-Lauf bis zur finalen Viertelpause und ein Absetzen auf 71:54 schufen weitere Klarheit. Und die Rister blieben konzentriert und erhöhten weiter. 6:24 Minuten vor dem Ende brachte Fabian Lühring das Heimteam per Freiwurf mit 20 Zählern in Front (78:58): spätestens jetzt ließ die Gegenwehr der Brandenburger spürbar nach.
"Wir müssen zuhause weiter so stark spielen und weiter gewinnen", sagt Gürel mit Blick auf den zu vermeidenden Gang in die Playdowns. "Direkt nach dem Spiel haben die Jungs in der Kabine schon davon gesprochen, dass wir wegen der knappen Niederlage aus dem Hinspiel noch eine Rechnung mit Stahnsdorf offen haben. Ich hoffe, dass wir nächste Woche auch wieder so gut von den Zuschauern unterstützt werden und gemeinsam den nächsten Heimsieg holen können", so der Coach.
Statistik:
Viertelergebnisse: 23:16, 23:25, 25:13, 23:18
SC Rist (Punkte): Pettaway (24), Wischnewski (20), Johnston (14), Böke (12), Duah (7), Huber-Saffer (6), Moysich (4), Lühring (3), Gausa, Parohl (je 2), Laatzen.
SSV Lok Bernau (Punkte): Jones (27), Schekauski (14), Trzcionka (11), Woody (6), Dathe, Klein (je 4), Langer (3), Mier (2), Rathke (1), Heide.
Schiedsrichter: Stefanie Oelfke / Bastian Bänsch
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1. Herren: Start geglückt!
Die ersten Punkte im neuen Jahr sind eingefahren. Die 1. Herren bezwangen am Sonntagabend die Schwelmer Baskets mit 89:80 und halten damit die Hoffnung aufrecht, den Gang in die Abstiegsrunde zu vermeiden.
Insbesondere vor der Halbzeit fanden die Gäste kein Mittel gegen die auftrumpfenden Wedeler. Unter den Körben war Hoheitsgebiet der Rister, was sich nicht zuletzt in der deutlichen Reboundüberlegenheit ausdrückte. In der Anfangsphase bekamen die Hausherren wichtige Impulse von Mac-Davis Duah, der sicher von der Dreierlinie traf und in der Verteidigung wirkungsvoll die Kreise von Schwelms Topscorer Jason Holmes störte. Keine Antwort hatten die Gäste auf den Auftritt von Fabian Böke parat, der mitunter sträflich frei stand und aus der Mitteldistanz sicher vollstreckte. Dass der Power Forward am Ende auch noch 13 Rebounds auf dem Konto hatte, unterstrich seine starke Leistung. Das hatte auch für Patrick Wischnewski zu gelten, der bei seinem Debüt für den SC Rist überzeugte, und seinen ehemaligen Teamkollegen 14 Zähler einschenkte.
"Ja, wir waren unter dem Korb überlegen, aber am wichtigsten fand ich, wie gut wir als Team zusammengespielt haben", lobte Coach Özhan Gürel. Dass nach der Halbzeit mitunter der Schlendrian einkehrte und Schwelm verkürzte, ließ böse Erinnerungen an die Partie gegen Vechta Mitte Dezember aufkommen. Doch die Rister bewiesen, dass sie ihre Lektion aus der damaligen Erfahrung gelernt haben und brachten den Sieg unter Dach und Fach.
Statistik:
Viertelergebnisse: 19:14, 29:14, 23:30, 18:22
SC Rist (Punkte): Böke (20), Pettaway (18), Duah, Wischnewski (je 14), Johnston (8), Huber-Saffer (7), Gausa (5), Moysich (3), Akpinar, Laatzen, Lühring, Parohl.
Schwelmer Baskets (Punkte): Holmes (24), Kramer (13), Starr (12), Bunts (10), Dücker (9), Malinowski (7), Speier (4), Dohmen (1), Agyapong, Schermeng.
Schiedsrichter: Daniel Sommerweiß / André Jürgens
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1. Herren: Als es brenzlig wurde, übernahm Florian Moysich
"Es ist sehr erfreulich, dass wir das Jahr mit einem Sieg abschließen konnten", sagte Coach Özhan Gürel im Anschluss an den 87:83-Auswärtssieg seiner Mannschaft bei der BG Dorsten. Die Leistung gegen die Münsterländer sei die richtige Antwort auf die Kritik der vergangenen Wochen gewesen, so der Trainer. "In der Offense haben wir frei gespielt, was uns gegen Dorsten sehr geholfen hat. Obwohl wir viel zu viele Offensiv Rebounds zugelassen haben, fand ich, dass wir unter dem Korb insgesamt gut gearbeitet haben und dort unsere Stärken ausgenutzt haben. Blake Poole war unglaublich. Der hat für Dorsten 18 Rebounds, davon elf in der Offense geholt", sagte Gürel.
In der entscheidenden Phase des letzten Viertels nahm Florian Moysich das Heft in die Hand und hielt kräftig dagegen, als sich die Gastgeber noch einmal mit aller Macht gegen die drohende Heimniederlage stemmten. Drei "Dreier" innerhalb von weniger als zwei Minuten ließ Dorsten vom Stapel, nur jeweils unterbrochen von Moysichs Antworten in Form von acht Zählern. "Florian hat sehr viel Verantwortung übernommen und hervorragend getroffen. Das freut mich sehr", sagte Gürel. Dass seine Mannschaft bereits vor der Halbzeit drei Akteure mit drei persönlichen Fouls zu verzeichnen hatte, habe das Team sehr gut verkraftet, meinte er.
Am Freitag absolvieren die Rister im Rahmen des traditionellen Weihnachtsevents unter dem alljährlichen Motto "Merry Ristmas" noch die Partie gegen die Rister Allstars mit zahlreichen "Legenden und Legionären" des SC Rist und gehen anschließend in eine kurze Pause. Am 28. Dezember wird dann das Mannschaftstraining wieder aufgenommen.
Statistik:
Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 19:21, 16:15, 26:21, 26:26
SC Rist (Punkte): Moysich (19), Böke, Pettaway (je 16), Johnston (12), Gausa (8), Huber-Saffer (7), Parohl (5), Duah, Lühring (je 2), Akpinar, Laatzen, Stielow.
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1. Herren: Niederlage in letzter Sekunde
Erwachsene Männer wälzten sich auf dem Boden und bildeten ein menschliches Knäuel, auf der Tribüne tobten die Rasta-Anhänger. Die Gäste feierten, als hätten sie soeben die Meisterschaft gewonnen. Dirk Mädrichs Korbleger nur Sekundenbruchteile vor dem Ertönen der Schlusssirene sorgte auf der einen Seite für Siegesgebrüll - auf der anderen Seite war Stille. Den Ristern stand der Schreck nach dem bitteren Knock out ins Gesicht geschrieben. 87:89 hieß es aus Wedeler Sicht am Ende einer überaus spannenden Begegnung.
"Rist war 39 Minuten lang die bessere Mannschaft", sagte Pat Elzie nach der Partie und man merkte Vechtas Coach an, wie unangenehm es ihm war, seinem früheren Club eine derartige Niederlage beigefügt zu haben. Natürlich freue er sich über den Punktgewinn seines Teams, doch für seine vielen Wedeler Freunde tue es ihm leid, so der Trainer, der 2003/2004 den SC Rist mit einer phänomenalen Aufholjagd vor dem Abstieg aus der 1. Regionalliga gerettet hatte. Einer seiner Spieler damals stand ihm diesmal als Trainerkollege gegenüber und trauerte der verpassten Möglichkeit hinterher, dem Titelkandidaten ein Bein zu stellen: "Vechta hatte zum Schluss zwei Punkte mehr als wir, nur das zählt im Endeffekt", sagte Özhan Gürel. Das erste von zehn Endspielen um die Playoffs habe seine Mannschaft verloren, am kommenden Wochenende gegen Dorsten ist das Ziel ebenso klar: Ein Sieg muss her. "Ich muss die Jungs nicht motivieren. Keiner von ihnen will in die Abstiegsrunde, wir wollen noch die Playoffs erreichen. Wir haben heute sehr gut gekämpft, aber leider hatten wir in den letzten Minuten so viele Ballverluste wie zuvor im gesamten Spiel. Vechta hat in der Schlussphase immer besser verteidigt und ist so herangekommen", meinte der Coach. In den vorherigen Minuten lag sein Team zwischenzeitlich mit 17 Punkten in Führung und schien das Geschehen im Griff zu haben. Mac-Davis Duah und Peter Huber-Saffer absolvierten ihre bisher wohl besten Saisonleistungen und wenn es einmal eng wurde, ließ es Augie Johnston "Dreier" mit perfekter Quote regnen.
Vechtas Mädrich gab seinem Team in der 39. Minute per "Dreier" und Korbleger die höchste Gästeführung des Spiels (82:85). Duah glich nervenstark mit einem erfolgreichen Langdistanzwurf aus. Marvin Boadu übernahm die Verantwortung für Rasta und tankte sich zum Korb durch, um 24 Sekunden vor Schluss Vechta wieder in Front zu bringen. Nach einer Auszeit der Gäste gaben die Hausherren den Ball in Huber-Saffers Hände, der acht Sekunden vor Schluss sicher zum 87:87 vollendete. Ein Angriff sollte Vechta noch bleiben. Wieder zeigte Boadu Herz und zog zum Korb. Der Ball sprang allerdings vom Ring zurück. Mädrich krallte sich den Offensiv Rebound und netzte geistesgegenwärtig ein, ehe ein Wimpernschlag später der Buzzer die Partie beendete.
Statistik:
Viertelergebnisse: 27:12, 18:30, 29:17, 13:30
SC Rist (Punkte): Pettaway (20), Johnston (18), Huber-Saffer (17), Duah (15), Böke, Gausa (je 5), Lühring (4), Moysich (3), Akpinar, Laatzen, Parohl, Stielow.
SC Rasta Vechta (Punkte): Rudowitz (25), Boadu, Mädrich (je 16), Stückemann (14), Reid (13), Krause (3), Heitzhausen (2), Goehrke.
Schiedsrichter: Boris Schmidt / Dennis Sirowi
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1. Herren: Kein Punktgewinn im Rheinland
"Es wird immer enger", sagte Özhan Gürel im Anschluss an die Niederlage der 1. Herren bei den Bayer Giants Leverkusen (81:85) und meinte den Kampf um die Playoffs bzw. das Vermeiden einer erneuten Teilnahme an der Abstiegsrunde.
"Die Jungs haben sehr gut gekämpft, und es ist echt schade, dass wir dieses Spiel verloren haben", so der Trainer weiter. 50 Minuten lang standen die Rister den Giants gegenüber, am Ende der zweiten Verlängerung trafen die Gastgeber die besseren Entscheidungen, während Gürel haderte: "Unsere Krankheit, dumme und unnötige Fouls zu begehen, kam in der Schlussphase leider wieder zum Vorschein." Zweieinhalb Minuten vor dem Ende der Partie lag man mit vier Punkten in Führung, doch Bayer sollte noch acht Punkte - allesamt per Freiwurf - erzielen, während dem SC Rist keine Zähler mehr gelangen. Zehn Sekunden waren noch zu absolvieren (Leverkusen lag mit 84:81 vorn), als Augie Johnston versuchte, per "Dreier" auszugleichen. Der erste Versuch schlug fehl, doch Mac-Davis Duah schnappte sich den Offensiv Rebound. Die mögliche zweite Wurfchance kam allerdings nicht zustande, stattdessen unterlief ein Ballverlust, der die Hoffnung auf den Ausgleich endgültig zerstörte.
Dass die Rister vor der Halbzeit meist der Musik hinterher liefen, änderten sie im Anschluss an den Seitenwechsel: "Wir haben uns in der Defense sehr gesteigert", sagte Gürel, der sich zur Halbzeit noch über 43 kassierte Punkte geärgert hatte. "Das nächste Spiel gegen Vechta am Samstag ist wirklich schon eine Art do or die-Spiel für uns. Und wir brauchen dabei jede Unterstützung der Fans", so Gürel mit Blick auf die Tabellensituation und die Bemühungen, die Playoffs zu erreichen.
Statistik:
Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 18:23, 17:20, 19:16, 15:10, 12:16 (Verlängerung)
SC Rist (Punkte): Pettaway (27), Johnston (20), Gausa (11), Duah (10), Lühring (5), Moysich (4), Akpinar, Parohl (je 2), Laatzen, Ruppert, Stielow.
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1. Herren: Einfach zu viele Fehler
"Das war heute wie 2. Regionalliga gegen 2. Bundesliga. Ich bin froh, dass wir nicht mit 40 Punkten verloren haben", sagte ein frustrierter Özhan Gürel im Anschluss an die 75:92-Niederlage seiner Mannschaft bei den Herzögen Wolfenbüttel.
In der Offense besaßen die Rister große Probleme und ließen sich von den aggressiv verteidigenden Niedersachsen die Butter vom Brot nehmen. Hinzu kam, dass Augie Johnston einen schlechten Tag erwischte und Fabian Böke aufgrund akuter Rückenschmerzen nicht zum Einsatz kam. Im Abschlusstraining am Freitag noch hatte er mitgemischt, doch vor dem Spiel ging plötzlich nichts mehr. Im Laufe der Partie suchten die Rister ihr Heil (zu) oft im Distanzwurf und trafen allerdings kaum. Da Anthony Pettaway lange aufgrund von Foulproblemen auf der Bank saß, kämpfte sich Fabian Lühring durch und lieferte eine starke Leistung ab: "Er kann kaum noch stehen, ihm tut alles weh", sagte Gürel nach der Partie über seinen aufgrund von Knieproblemen angeschlagen an den Start gegangenen Center. Doch das größte Unbehagen bereiteten dem Trainer die Ballverluste, insgesamt 23 an der Zahl: "Das waren zum Teil unglaubliche Fehler. Ich kann mir nicht erklären, wie das sein kann. Echt bitter", sagte er.
Zwar steigerten sich die Rister im Schlussabschnitt auch aufgrund der nunmehr nicht mehr derartig effektiven Wolfenbütteler Defense, die Niederlage mit 17 Punkten Differenz war aber nicht abzuwenden - im direkten Vergleich haben die Niedersachsen damit deutlich die Nase vorn.
Statistik:
Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 23:28, 11:18, 14:27, 27:19
SC Rist (Punkte): Pettaway (25), Lühring (22), Johnston (7), Akpinar (6), Duah (5), Gausa, Parohl (je 4), Stielow (2), Nagora, Ruppert.
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1. Herren: Der zweite Streich blieb aus
Am Ende eines äußerst stimmungsvollen Abends in der Steinberghalle verabschiedeten sich beide Mannschaften mit Applaus von ihren Anhängern und ebenso schallte es von den Rängen zurück. Die Zuschauer hatten ein temporeiches Spiel gesehen und trotz einer weitgehend auf Augenhöhe verlaufenen Partie einen letztlich verdienten Sieger aus Hannover.
"Meine Spieler hatten keine Lust, das zweite Spiel innerhalb von wenigen Tagen gegen Wedel zu verlieren. Diese Motivation hat uns vor allem in der Anfangsphase geholfen", sagte UBC-Headcoach Michael Mai. Sein Kollege Özhan Gürel hingegen hätte sich gewünscht, seine beiden Starter Fabian Böke und Anthony Pettaway wären ohne Foulprobleme durch die Partie gekommen. "Leider konnten sie deshalb weniger spielen als sonst. Das hat uns weh getan. Aber erfreulich waren die Leistungen unserer jungen Spieler. Das zu sehen, macht viel Spaß", sagte Gürel.
Dass die Hannoveraner heiß auf die Revanche waren, zeigten bereits die ersten Minuten. Der UBC legte vor; schon zu diesem Zeitpunkt deutete sich an, dass es ein kanadischer Abend werden würde. Der kraftvolle Jacob Doerksen krachte durch die Wedeler Zone wie ein Eisbrecher durch die Hudson Bay und war vor der Halbzeit nicht aufzuhalten. Der ebenfalls aus British Columbia und gleichermaßen an der Trinity Western University ausgebildete Stephen Janzen hingegen war für die filigranen Momente zuständig und hatte im Vergleich zum Sonntag auch sein Wurfglück wiedergefunden.
Dank schneller Punkte von Fabian Böke und Augie Johnston glichen die Rister zu Beginn des zweiten Viertels aus. Auf beiden Seiten wurde mit harten Bandagen gekämpft. Pettaway lief heiß, musste anschließend aber wieder auf der Bank Platz nehmen: sein viertes Foul machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Im Anschluss an die Halbzeit lagen die Vorteile zunächst auf Hannoveraner Seite, doch die Rister kämpften sich abermals zurück und gingen später wieder in Führung. Bezeichnenderweise durch einen "Dreier" von Ismet Akpinar. Denn der 16-Jährige kurbelte die Wedeler Aufholjagd gewaltig an und brachte die Steinberghalle zum Kochen, als er in der letzten Sekunde des dritten Viertels zum 75:72 traf und unmittelbar nach dem Beginn des letzten Viertels gleich noch mal nachlegte. Doch anschließend gab es einen Bruch im Spiel. Hannover erzielte 15 Punkte in Folge: Die Entscheidung. Denn die cleveren Gäste ließen nun keine abermalige Aufholjagd der Hausherren mehr zu und brachten den Auswärtssieg unter Dach und Fach. Was blieb war neben der Enttäuschung, den zweiten Streich gegen den UBC verpasst zu haben, die Freude über die couragierten Auftritte der Youngster. Neben Akpinar empfahlen sich gegen den Tabellenführer auch Marc Nagora und Janis Stielow für weitere Einsatzzeit, während Kay Gausa und Tim Parohl ohnehin längst als Stützen etabliert sind.
Am kommenden Wochenende gastieren die Rister bei den Herzögen Wolfenbüttel, die am Sonnabend knapp gegen SSV Lok Bernau (81:79) gewannen.
Statistik:
Viertelergebnisse: 22:26, 24:25, 29:21, 14:30
SC Rist (Punkte): Akpinar, Johnston (je 18), Böke (17), Pettaway (10), Gausa (8), Lühring, Nagora, Stielow (je 6), Duah, Parohl.
UBC Hannover (Punkte): Doerksen (28), Janzen (27), R. Williams (15), M. Williams (12), Prasuhn (8), Welzel (7), Smith (5), Memenga.
Schiedsrichter: Tim Schneider / Holger Lohmüller
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1. Herren: Sieg beim Tabellenführer
Mit einem 91:85-Sieg über Tabellenführer UBC Hannover in der Tasche kehrten die 1. Herren am späten Sonntagabend nach Wedel zurück. Nach den zuletzt unbefriedigend verlaufenen Auswärtsspielen war dieser Punktgewinn so ganz nach dem Geschmack von Headcoach Özhan Gürel und seinem Team.
Die Rister legten los wie die Feuerwehr und lagen mit 8:0 in Front, als Hannovers Coach die erste Auszeit nahm. "Hannover war von unserer Zonenverteidigung überrascht und hat keine Antwort gefunden", sagte Gürel. Kurios: Bis auf einen "Dreier" von Augie Johnston erzielten Fabian Böke und Anthony Pettaway sämtliche Wedeler Zähler im ersten Viertel. Während des zweiten Abschnittes bauten die Rister ihre Führung auf bis zu 16 Punkte aus. Dass Hannover im Anschluss an die Halbzeit aufs Gaspedal drücken würde, war zu erwarten - und so kam es. Ein 10:0-Lauf der Niedersachsen brachte den SC Rist in Zugzwang. Die Gürel-Jungs hielten dagegen und blieben in Führung. Das gut aufgelegte Inside-Trio komplettierte Fabian Lühring, der von der Bank kommend wichtige Dienste ablieferte, fünf Rebounds sammelte und bei perfekter Trefferquote sieben Punkte erzielte.
In der Schlussphase sorgte insbesondere Johnston - nicht zuletzt als sicherer Freiwerfer - für die nötigen Punkte, um den Auswärtssieg beim Tabellenführer unter Dach und Fach zu bringen.
"Wir haben unsere Stärken unter dem Korb ausgespielt und unsere Center sehr gut gefüttert. Auch die Guards haben einen guten Job gemacht und viel gearbeitet", fand Gürel. "Am Ende sind wir cool geblieben und hatten bei einigen schwierigen Würfen auch Glück", bilanzierte der Coach.
Schon am kommenden Sonnabend (19. November, 19:00 Uhr) treffen die Rister erneut auf Hannover, dann gastiert der UBC am Steinberg. Gürel: "Wir müssen den Ball flach halten. Hannover ist immer noch Tabellenführer und eine sehr starke Mannschaft. Wir freuen uns sehr auf dieses Spiel."
Statistik:
Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 24:17, 27:20, 18:26, 22:22
SC Rist (Punkte): Böke (26), Pettaway (22), Johnston (17), Akpinar, Lühring (je 7), Duah, Gausa (je 4), Laatzen (3), Parohl (1), Wichers.
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1. Herren: Souverän und verdient - Rister bezwingen Wulfen
Zwei Niederlagen in Folge waren genug. Im Heimspiel gegen den BSV Wulfen siegten die 1. Herren wieder - verdientermaßen. Mit 82:69 gewannen die Rister, der Sieg über die Münsterländer wurde vor der Halbzeit in überzeugender Manier auf den Weg gebracht und geriet im Laufe der Partie nie in Gefahr. Die Gäste führten nur in der Anfangsminute, anschließend übernahmen die Hausherren das Kommando.
Die Wedeler Verteidigung arbeitete gewissenhaft, die Wulfener mussten hart für ihre Punkte kämpfen, während den Jungs von Coach Özhan Gürel hingegen die Dinge in der Offense diesmal vergleichsweise leicht von der Hand gingen. Des Trainers Forderung, das Scoring auf mehrere Schultern zu verteilen - und nicht wie zuletzt auf einige wenige - wurde umgesetzt. Zudem dominierten die Rister das Geschehen unter den Körben. Sie ließen lediglich 14 Wulfener Punkte aus der Nahdistanz zu und erzielten ihrerseits 38. Zehn Rebounds mehr auf dem Konto kamen hinzu. In prächtiger Verfassung präsentierte sich dabei Fabian Böke, dem ein starkes "Double-Double" gelang (19 Punkte, 15 Rebounds). Den Höhepunkt erreichten die Rister kurz vor der Halbzeitpause, als Ismet Akpinar seinen Gegenspieler erst schwindelig spielte und anschließend Peter Huber-Saffer bediente, der per Dunking abschloss. 25 Punkte betrug die Führung zu diesem Zeitpunkt.
Dass Wulfen nach der Halbzeit noch einmal forcierte, glich keiner Überraschung. Die Gäste schöpften wieder Hoffnung, als Steve Briggs das dritte Viertel mit fünf Zählern in Folge eröffnete. Doch so richtig wurde es nichts mit der Aufholjagd. Die Wedeler Führung blieb stets zweistellig und man behielt Souveränität und Ruhe immer bei, so dass am Ende ein verdienter Heimsieg stand.
Statistik:
Viertelergebnisse: 25:14, 21:12, 17:24, 19:19
SC Rist (Punkte): Böke (19), Pettaway (15), Gausa (14), Johnston (8), Moysich (7), Lühring (6), Akpinar, Huber-Saffer (je 4), Duah, Nagora (je 2), Parohl (1), Laatzen.
BSV Wulfen (Punkte): Briggs (15), Reuter (12), Smith (10), Bakoa (9), Hänig, Janoschek (je 7), Hummelt (5), Bellscheidt (4), Feldmann, Mazur.
Schiedsrichter: André Jürgens / Niels Hennig
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1. Herren: Niederlage in Berlin, am Sonnabend gegen Wulfen
Die 1. Herren verloren am Donnerstagabend bei der zweiten Mannschaft von ALBA Berlin mit 78:81 und verpassten damit ihren vierten Saisonsieg. Die nächste Chance dazu besteht bereits am Sonnabend (5. November, 19:00 Uhr) im Heimspiel gegen den BSV Wulfen.
In der Hauptstadt lagen die Rister nach zehn Minuten mit 15:25 im Hintertreffen, auch das zweite Viertel gewannen die Gastgeber (68% Trefferquote aus dem Feld, 60% von jenseits der Dreierlinie vor der Halbzeit). Mit einem 15:3-Lauf im Anschluss an die Pause kämpfte man sich zurück und glich zum 50:50 aus. Fortan kämpfte man auf Augenhöhe, es ging knapp zu.
In der Schlussphase hielten insbesondere Augie Johnston und Fabian Lühring mit gelungenen Aktionen in der Offense die Rister im Geschäft. Eine Minute und elf Sekunden vor Schluss erhöhte ALBAs Center Cem Dinc mit einem Dreipunktspiel auf 80:75 für sein Team. Kay Gausa antwortete für Rist auf die gleiche Art und Weise. 15 Sekunden waren noch zu absolvieren, die Rister hatten Ballbesitz und zwei Punkte weniger auf dem Konto als die Hausherren. Gürel nahm eine Auszeit. Die Berliner konzentrierten sich auf Johnston, doch die Rister passten den Ball zu Lühring, der unter dem Korb völlig frei stand. Dem Ermessen der Unparteiischen nach allerdings länger als erlaubt. "Drei Sekunden" zeigten die Referees an - die Chance zum Ausgleich war damit passé. Das anschließende Foul der Rister schickte Sebastian Fülle an die Linie, der zum 81:78 für ALBA vollendete. Den letzten Versuch zum Ausgleich unternahm Jonas Laatzen von der Mittellinie aus, sein Wurf mit Ablauf der Spielzeit fiel allerdings nicht durch die Reuse. "In der ersten Halbzeit haben wir zu viele Punkte über Fast Breaks kassiert und waren nicht schnell genug. In der zweiten haben wir dann viel Druck gemacht, aber leider am Ende ein, zwei einfache Fehler gemacht, die uns den möglichen Sieg gekostet haben. In zwei Spielen hintereinander in den letzten Sekunden zu verlieren, ist sehr frustrierend", bilanzierte Özhan Gürel.
Am Sonnabend gastiert Wulfen in der Steinberghalle, zudem haben sich rund 50 Fans der Münsterländer angesagt. Der BSV verlor am Dienstagabend gegen die Hertener Löwen mit 64:80, bester Punktesammler war dabei Guard Steve Briggs mit 24 Zählern.
Statistik:
Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 15:25, 20:22, 22:13, 21:21
SC Rist (Punkte): Johnston (26), Pettaway (17), Böke (11), Lühring (9), Akpinar (8), Gausa (7), Duah, Laatzen, Moysich, Nagora, Parohl.
Scouting...
1. Herren: Niederlage in den Schlusssekunden
Dass sie lange führten und zudem oft auch den stabileren Eindruck als die Hausherren hinterließen, war am Ende wertlos. Denn als in Kleinmachnow die Sirene zum letzten Mal ertönte, hatte der gastgebende RSV Eintracht Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf drei Zähler mehr auf der Habenseite als der SC Rist. Die Jungs von Headcoach Özhan Gürel unterlagen in Brandenburg mit 77:80 und fuhren ohne Punkte zurück gen Heimat. "Wir haben toll gespielt und waren das bessere Team. Wir hätten das Spiel gewinnen müssen. Ich bin stolz auf meine Mannschaft", sagte Gürel nach der Partie.
Das Schlussviertel hatte es in sich. Die Gastgeber brachten sich bei einer Restspielzeit von 6:18 Minuten durch einen "Dreier" Brenton Butlers in Führung - erstmals in der Partie überhaupt. Doch wie so oft zuvor wussten die Rister die Antwort, obwohl sie mittlerweile mit argen Foulproblemen zu kämpfen hatten. Mit einem Dreipunktspiel brachte Augie Johnston sein Team in der 39. Minute auf 74:70 in Front. In Person von Tim Modersitzki und Neuzugang Keoni Watson glichen die Brandenburger aus. Der SC Rist antwortete mit einem "Dreier" von Florian Moysich, Yannick Evans verkürzte auf 76:77 aus Sicht der Gastgeber. Sieben Sekunden vor Schluss bewies Watson, der erst am Donnerstag aus den USA eingetroffen war, Nervenstärke und brachte den RSV an der Freiwurfelinie auf 78:77 voran. Gürel beantragte eine Auszeit. Johnston bekam anschließend den Ball in die Hände, allerdings entschieden die Unparteiischen auf Schrittfehler des Amerikaners, als dieser zum Korb zog. Das schnelle Foul von Mac-Davis Duah wurde seitens der Schiedsrichter als unsportliches Vergehen eingestuft. Da Eintracht-Guard Thomas Schoeps seine beiden Versuche von der Linie nutzte und die Hausherren im Anschluss den Ballbesitz behielten, war die Wedeler Siegchance dahin.
Hinfällig war damit auch die gute Leistung, die die Rister gezeigt hatten. Dem verheißungsvollen Start folgte zwar eine RSV-Aufholjagd im zweiten Abschnitt, doch auch nach dem Seitenwechsel agierte man forsch und hatte mit Anthony Pettaway und Fabian Böke abermals ein sehr effektives Duo unter dem Korb, das den Brandenburgern teils erhebliche Probleme bereitete.
Statistik:
Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 24:17, 17:22, 22:18, 14:23
SC Rist (Punkte): Pettaway (26), Böke (16), Johnston (14), Akpinar (12), Duah, Gausa, Moysich (je 3), Laatzen, Lühring, Nagora, Parohl, Ruppert.
Scouting...
1. Herren: Die Negativserie einfach weggeschossen
Sie bestimmten über weite der Partie das Geschehen, lieferten eine starke Offensivleistung ab und gewannen verdient. Nach drei sieglosen Spielen in Folge gelang den 1. Herren ein 99:86-Erfolg über den SSV Lok Bernau - zugleich der erste Auswärtssieg der Saison.
"Bernau ist zunächst überhaupt nicht mit unserer Defense zurechtgekommen, und wir haben in der Offense gut zusammengespielt", kommentierte Headcoach Özhan Gürel den Beginn der Partie. Seine Jungs trafen mit hoher Quote und lagen nach dem ersten Viertel mit neun Punkten in Front. Die Wedeler Führung pendelte sich im bereits recht komfortablen zweistelligen Bereich ein. Nachdem Anthony Pettaway gegen Herten am Mittwoch in der Offense eine schwächeren Tag erwischt hatte, agierte der US-Amerikaner unter der Korb diesmal wieder mit gewohnter Durchschlagskraft. Gemeinsam mit Fabian Böke bildete er ein Duo, das die Bernauer auf dieser Position in den Schatten stellte - nur zwei der Gründe, warum es in der Offense wie am Schnürchen lief. Ein Lob verteilte Gürel aber auch an seine "Arbeitstiere" Mac-Davis Duah und Tim Parohl, die sich aufrieben und deren spätere Foulprobleme der Mannschaft weh taten.
"Ich habe meinen Spielern in der Halbzeit gesagt, dass wir organisiert und diszipliniert bleiben müssen, weil ich wusste, dass Bernau in der zweiten Halbzeit stärker werden würde", erläuterte Gürel. Und seine Schützlinge ließen den erwarteten Sturm der Brandenburger gar nicht erst zur Entfaltung kommen, sondern blieben ihrem Rezept treu. Zum Ende des dritten Abschnitts führten die Rister mit 82:60. Bernau verstärkte die Bemühungen weiter und kam in der Endphase noch einmal auf bis zu acht Zähler heran. "Wir hatten eine kleine Schwächephase in der Offense, in der es zu viele Alleingänge gab", sagte Gürel. "Das war ärgerlich, weil ich den Spielern, die bis dahin erst wenig oder gar nicht gespielt hatten, Einsatzzeit geben wollte. Ich habe überlegt, ob ich sie in dieser Phase kalt von der Bank bringen soll, habe mich dann aber dagegen entschieden", so der Coach.
Die letzten Punkte erzielte Augie Johnston von der Freiwurflinie und beendete die Partie mit insgesamt 27 Zählern. Auch sein Partner im Backcourt, Ismet Akpinar, lieferte abermals eine souveräne Leistung ab: "Es macht einen Trainer glücklich, wenn ein junger Spieler so auftritt", sagte Gürel über den 16-jährigen Spielmacher.
Statistik:
Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 31:20, 23:19, 28:21, 17:26
SC Rist (Punkte): Johnston (27), Pettaway (26), Böke (19), Akpinar (15), Parohl (8), Duah (3), Ruppert (1), Laatzen, Lühring, Nagora, Stielow.
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1. Herren: In der Endphase fehlte die Cleverness
Die 1. Herren mussten sich am Mittwochabend den Hertener Löwen mit 70:77 geschlagen geben. Abermals eine unnötige Niederlage - die Rister hatten ihre Möglichkeiten, verpassten aber, den Sack zuzumachen und überließen damit den Gästen die Punkte.
In einer zunächst wenig ansehnlichen Partie auf niedrigem Niveau erwischte Herten den besseren Start. Auf Wedeler Seite wollten die Würfe nicht fallen, man hatte zudem das Glück, dass die Löwen diesen Umstand nicht zu einer höheren Führung nutzten. Die Gäste stellten auch im zweiten Abschnitt die bessere Mannschaft. Vincent Kittmann spielte an alter Wirkungsstätte stark auf und führte sein Team zu einer verdienten Halbzeitführung (25:37 aus Sicht der Rister).
Doch die Hausherren hatten sich noch längst nicht aufgegeben und drehten nach der Pause gewaltig auf. Hertens Coach Boris Kaminski versuchte dem Treiben früh Einhalt zu gebieten und nahm eine Auszeit, doch der SC Rist regierte jetzt. Mit wahren Freiwurfserien, die nicht zuletzt zwei technische Fouls der Gäste auslösten, und mit Ismet Akpinar als Taktgeber im Aufbau drehten die Rister inklusive eines 15:2-Runs die Partie. Nun war aus der einst faden Begegnung ein heißes Duell geworden. Rauf und runter ging es, die Gastgeber schienen mittlerweile die besseren Karten zu besitzen, doch mit drei "Dreiern" in der Endphase des dritten Viertels blieb Herten im Geschäft. So wurde es eine spannende Angelegenheit, die die Löwen in der 39. Minute mit sechs Punkten in Folge entschieden. Ryan Daugherty riss in dieser Phase des Spiels das Heft an sich - die Rister kannten keine adäquate Antwort.
"Herten war in der Schlussphase cleverer. Unsere jungen Spieler haben toll gespielt und gekämpft, doch man braucht auch die Erfahrenen, wenn es so eng ist. Von den erfahrenen Spielern kommt im Moment zu wenig. Jetzt fahren wir nach Bernau - das ist wie ein Déjà-vu. Im letzten Jahr waren wir in einer ähnlichen Situation und haben dann in Bernau verloren - das wollen wir diesmal besser machen", so Coach Özhan Gürel.
Statistik:
Viertelergebnisse: 12:17, 13:20, 31:17, 14:23
SC Rist (Punkte): Johnston (20), Akpinar, Böke (je 13), Parohl (7), Lühring, Pettaway (je 6), Duah (3), Nagora (2), Laatzen, Meyer, Moysich.
Hertener Löwen (Punkte): Kittmann (20), Daugherty (16), Wright (11), Berger (9), Hartmann (8), Taylor (2), Marquardt (1), Schütz.
Schiedsrichter: Daniel Voß / Tim Schneider
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1. Herren: Familie Theis läuft heiß
Im dritten Heimspiel der laufenden Saison mussten sich die 1. Herren erstmals in der Steinberghalle geschlagen geben, die Mannschaft von Headcoach Özhan Gürel unterlag den Spot Up Medien Baskets Braunschweig mit 83:98.
Der Start in die Partie gestaltete sich in Form eines "Dreiers" von Augie Johnston verheißungsvoll, auch sein Landsmann Anthony Pettaway verpasste in den Anfangsminuten kaum eine Gelegenheit in der Offense und punktete zuverlässig. Ebenso deutlich von Beginn an: Die Rister würden es wie erwartet mit einer aggressiven Ganzfeldverteidigung der Niedersachsen zu tun bekommen - man hatte sich zwar darauf vorbereitet, dennoch musste Gürel nach der Partie konstatieren: "Unsere Probleme lagen heute in der Verteidigung. Zu Hause 98 Punkte zu bekommen, ist einfach zu viel." Sein Kollege, der Braunschweiger Assistant Coach Claude-Didier Njoya Nken sagte: "Unser Plan ist aufgegangen. Die Defense war der Schlüssel zum Sieg und die Grundlage für unsere gute Leistung in der Offense." Die Theis-Brüder Daniel und Frank waren die bevorzugten Anspielstationen im Braunschweiger Angriff, der vom flinken Dennis Schröder geleitet wurde. 50 Punkte wanderten auf das Konto der Brüder, zudem 18 Rebounds. In der zweiten Hälfte des zweiten Viertels machte sich die Braunschweiger Effektivität ganz besonders bemerkbar - die Gäste erhöhten ihre Führung auf 48:31. Fünf Punkte von Jonas Laatzen und drei Marc Nagoras sorgten auf Wedeler Seite bis zur Pause aber wieder für Anschluss, mit einem 39:50-Rückstand gingen die Rister in die Kabine.
Doch die geplante Aufholjagd bekam nach dem Seitenwechsel erst einmal einen Dämpfer: Frank Theis und Dennis Schröder sorgten für die ersten sechs Punkte. Der SC Rist antwortete mit zwei "Dreiern" von Laatzen und bemühte sich sichtlich um Anschluss, sah sich jedoch immer wieder gelungenen Aktionen der Niedersachsen gegenüber. Als Daniel Theis, der unter Beweis stellte, weshalb er als das derzeit größte Centertalent in Deutschland gilt, zu Beginn des letzten Abschnitts plötzlich auch noch aus der Ferndistanz einnetzte, die Rister sich jeden Punkt hart erkämpfen mussten, während die Gäste vergleichsweise leichtes Spiel hatten, rückte der dritte Heimsieg in weite Ferne. Und er sollte auch nicht mehr näherkommen. Die Braunschweiger holten den verdienten Erfolg und verdeutlichten, dass sie in Bestbesetzung mit allen BBL-Doppellizenlern ein ungemein talentiertes und starkes Team besitzen.
Bereits am kommenden Mittwoch bestreiten die Rister ihr nächstes Heimspiel. Um 19:30 Uhr sind die Hertener Löwen zu Gast am Steinberg.
Statistik:
Viertelergebnisse: 21:24, 18:26, 18:23, 26:25
SC Rist (Punkte): Johnston (19), Pettaway (17), Laatzen (11), Lühring (9), Akpinar, Moysich (je 6), Böke, Huber-Saffer (je 4), Nagora (3), Parohl, Stielow (je 2), Duah.
Spot Up Medien Baskets Braunschweig (Punkte): F. Theis (27), D. Theis (23), Schröder (18), Czepczynski, Gertz (je 10), Sant-Roos (6), Buchmiller, Wenzel (je 2), Heise, Redlich, Tessmann.
Schiedsrichter: Matthias Oehlmann / Dominik P. Bejaoui
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1. Herren: Wedeler Ärger ob einer unnötigen Niederlage
Erst in den Schlusssekunden der Partie der 1. Herren bei den Schwelmer Baskets fiel die Entscheidung - und sie fiel zu Ungunsten der Rister. Das Team von Headcoach Özhan Gürel unterlag mit 74:77 und grämte sich anschließend ob der verpassten Möglichkeit, die Punkte aus Schwelm zu entführen.
"Über so eine Niederlage ärgert man sich sehr", sagte Gürel, "aber wir müssen aus den Fehlern lernen, die wir gemacht haben, damit wir es beim nächsten Mal besser machen." Damit meinte der Trainer nicht unbedingt den verpassten Korbleger von Augie Johnston, der wenige Sekunden vor dem Ende die Führung bedeutet hätte: "Augie hat die richtige Entscheidung getroffen, leider ist der Ball wieder aus dem Korb herausgesprungen. Das ist dann auch eine Glückssache", so Gürel. Vielmehr hatte er das Verteidigungsverhalten seiner Jungs auf dem Zettel: "Wir müssen lernen, sauberer und mit weniger Fouls zu verteidigen. Vor allem gegen Jason Holmes ist uns das in der Schlussphase nicht gelungen", meinte Gürel. Jener Holmes erzielte in der letzten Minute der Begegnung die entscheidenden Punkte von der Freiwurflinie.
"In fast allen statistischen Kategorien waren wir besser, nur nicht bei den Turnovers und den Freiwürfen", so der Coach. Lediglich fünfmal traten die Rister während der gesamten Partie an die Linie, die Anzahl der Ballverluste betrug 22 - ebenfalls verbesserungswürdig. Gürel: "Da waren zu viele einfache und vermeidbare Fehler dabei. Dass wir so wenige Freiwürfe hatten, lag daran, dass wir irgendwann nicht mehr hart zum Korb gegangen sind." Unter den positiven Aspekten hingegen war insbesondere das erste und Teile des zweiten Viertels abzubuchen. Mit einer Box and One-Verteidigung bereiteten die Rister dem Gastgeber erhebliche Probleme und führten vor der Halbzeit mit bis zu 16 Zählern.
Anthony Pettaway und Fabian Böke leisteten ganze Arbeit und trafen in der Offense mit hoher Quote. "Schwelm hat dann seine Defense umgestellt und sich deutlich gesteigert", sagte Gürel. Im zweiten Abschnitt brachten sich die Hausherren nicht nur mittels eines 9:0-Laufes wieder auf Tuchfühlung und verkürzten bis zur Halbzeit auf 35:40. Am Ende des dritten Durchgangs traf der Schwelmer Holmes zum 51:51-Ausgleich, die restliche Zeit bearbeiteten sich beide Teams auf Augenhöhe. In den Schlussminuten ging es hin und her, besagte Wedeler Mängel und Schwelms Punkte von der Freiwurflinie ließen das Pendel letztlich in Richtung der Gastgeber ausschlagen.
Statistik:
Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 25:14, 15:21, 19:24, 15:18
SC Rist (Punkte): Pettaway (20), Böke (19), Johnston (13), Gausa (10), Laatzen (8), Moysich, Nagora (je 2), Akpinar, Parohl, Wichers.
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1. Herren: Rister beweisen erneut Heimstärke
Mit einem blitzsauberen Start-Ziel-Sieg haben die 1. Herren die Doppelschicht am langen Wochenende beendet und damit ihren zweiten Erfolg der laufenden Saison eingefahren. 79:65 hieß es am Ende einer Begegnung, die die Rister dominierten und verdientermaßen für sich entschieden.
In der Anfangsphase glänzten die Hausherren vor 500 Zuschauern in der Steinberghalle mit einer hohen Trefferquote, insbesondere Fabian Böke agierte wie entfesselt und verwandelte ein ums andere Mal sicher aus der Halbdistanz. In der Mitte des ersten Abschnitts - der SC Rist führte mit 15:7 - wurde es BG-Coach Torsten Schierenbeck zu bunt. In einer Auszeit wollte er seine Jungs wieder auf Kurs bringen, doch im Anschluss an eben diese bot sich ein unverändertes Bild. Kay Gausa und Anthony Pettaway legten für die Gastgeber nach. Die Konsequenz: 67 Sekunden nach seiner ersten Auszeit ordnete Schierenbeck gleich die zweite an. "Rist hat uns in der Anfangsphase mit seiner Defense kaputt gemacht", sagte Dorstens Trainer nach der Partie. Worte, die wie Musik in den Ohren seines Kollegen und Freundes Özhan Gürel klangen. Nach zehn absolvierten Minuten lag der SC Rist mit 27:14 in Front und setzte im zweiten Durchgang nach. Die Wedeler bestimmten das Geschehen in unmittelbarer Korbnähe und hatten auf den Außenpositionen immer wieder gute Optionen. Die gute Arbeit in der Verteidigung tat ihr Übriges. 50:30 hieß es zur Halbzeit - und es folgte ein 8:0-Run des SC Rist, der dem Gast signalisierte, dass man auch nach der Pause nicht willens war, das Tempo herunterzuschrauben. Auf 29 Zähler schnellte die Wedeler Führung im dritten Viertel, sollte sich in den abschließenden zehn Minuten aber noch deutlich reduzieren.
Nur noch sechs Punkte gelangen den Ristern bis zur Schlusssirene. "Ich habe absichtlich die Spieler spielen lassen, die bis dahin noch nicht so viel zum Einsatz gekommen sind. Ich und auch die Zuschauer mussten in der Phase viel Geduld aufbringen", sagte Özhan Gürel. An der Tatsache, dass sein Team einen sicheren Heimsieg einfuhr, änderte sich aber nichts mehr. "Das war eine gute Leistung von uns heute. Wir haben ordentlich verteidigt und konnten unsere Stärken unter dem Korb ausspielen", sagte der Coach. 42:28 "points in the paint" sowie die Reboundhoheit unterstrichen seine Worte. "In Wedel werden auch noch andere Mannschaften verlieren. Wir sind mit unseren zwei Siegen bisher voll im Soll", bilanzierte Dorstens Trainer Schierenbeck.
Einen Sieger gab es auch in der Halbzeit, beim Lucky Shot präsentiert von der Stadtsparkasse Wedel. Jan Straub traf von der Mittellinie und gewann damit 100 Euro Startguthaben der Stadtsparkasse Wedel. Beim nächsten Heimspiel (15. Oktober gegen Braunschweig) geht es damit wieder um 50 Euro.
Statistik:
Viertelergebnisse: 27:14, 23:16, 23:16, 6:19
SC Rist (Punkte): Böke (18), Gausa (16), Johnston, Pettaway (je 15), Huber-Saffer (4), Moysich (3), Laatzen, Lühring, Nagora, Wichers (je 2), Akpinar, Parohl.
BG Dorsten (Punkte): Poole (19), Bryant (11), Cadmus (8), Heit, Pelaj (je 6), Dunzel, Spettmann (je 5), McDuffie (3), Budde (2).
Schiedsrichter: Niels Hennig / Benjamin Dirks
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1. Herren: Kein Sieg in Vechta, am Montag kommt Dorsten
Die 1. Herren haben am zweiten Spieltag der 2. Bundesliga Pro B mit 71:82 beim SC Rasta Vechta verloren. Bereits am Montag (03. Oktober, 17:30 Uhr) geht es für die Mannschaft von Coach Özhan Gürel mit einem Heimspiel gegen die BG Dorsten weiter.
Bereits in der Endphase des Anfangsabschnitts setzte sich Vechta erstmals ein wenig ab und brummte den Ristern einen zehn Punkte betragenden Rückstand auf. Insbesondere Vechtas Daniel Krause (16 Punkte in den ersten beiden Vierteln) bekam man vor der Halbzeit nicht in den Griff und hatte zudem wieder mit großen Foulproblemen zu kämpfen. Anthony Pettaway und Kay Gausa, später auch Fabian Böke waren davon betroffen. Vechta setzte sich vor dem Seitenwechsel auf bis zu 18 Punkte ab, die Trefferquoten der Rister waren nicht eben berauschend. In der Mitte des zweiten Viertels schickte Gürel seinen Shooter Jonas Laatzen aufs Feld, der keinerlei Anlaufzeit brauchte, sondern in kurzer Folge zwei "Dreier" markierte und die Seinen zwischenzeitlich wieder auf 23:33 heranführte. Bis zur Halbzeit allerdings war die vage Hoffnung auf eine Wende erst einmal wieder passé (29:43).
In der Offense taten sich die Rister weiterhin schwer, die Gastgeber führten inzwischen mit 24 Zählern, der eine oder andere Mini-Run der Wedeler vermochte dem Titelkandidaten kaum etwas anzuhaben. "Wir haben aber nie aufgegeben und bis zur letzten Sekunde gekämpft", sah Gürel das Positive. Mit 28:17 entschieden sie den letzten Abschnitt für sich, in die Nähe eines Auswärtssieges brachte man sich allerdings nicht mehr. Zu abgeklärt agierten die stark besetzten Niedersachsen. Auch der im Vorfeld der Begegnung sehr fragliche Einsatz des US-Amerikaners Augie Johnston, der letztlich die gesamte Spielzeit auf dem Feld stand, machte sich nicht bezahlt. Ebenso ohne ergebnisrelevante Auswirkungen blieb der tadellose Auftritt von Jonas Laatzen, der 15 Zähler einstrich und mal wieder sein unvergleichlich lockeres Händchen unter Beweis stellte. "Jonas hat seinen Job gemacht und mit hoher Quote getroffen, das freut mich", sagte Gürel.
Am Montag wollen die Rister wieder siegen. Um 17:30 Uhr beginnt das Heimspiel gegen Aufsteiger BG Dorsten, der am zweiten Spieltag einen 91:72-Erfolg über SSV Lok Bernau feierte. "Jetzt müssen wir uns auf Dorsten konzentrieren", fordert der Coach ein schnelles Umschalten auf die nächste Aufgabe. In der Halbzeit des Heimspiels gegen Dorsten gibt es für die Fans wieder die Möglichkeit, Treffsicherheit zu zeigen und zu gewinnen. Beim "Lucky Shot" präsentiert von der Stadtsparkasse Wedel geht es darum, von der Mittellinie in den Korb zu treffen. Nachdem es gegen Leverkusen keinen Gewinner gab, befinden sich derzeit 100 Euro im Jackpot.
Statisik:
Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 14:24, 15:19, 14:21, 28:18
SC Rist (Punkte): Johnston (21), Laatzen (15), Pettaway (14), Böke (8), Gausa, Lühring (je 4), Huber-Saffer, Ruppert (je 2), Akpinar (1), Moysich, Nagora, Wichers.
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1. Herren: Starke Debüts und ein verdienter Sieg
Wenn das kein gelungener Saisoneinstand war! Die 1. Herren besiegten die Bayer Giants Leverkusen mit 76:60 und zeigten dabei vor 600 Zuschauern in der Steinberghalle insbesondere im dritten Viertel eine äußerst starke Leistung. Dass hier und da - vor allem in den ersten Minuten - noch nicht alles rund lief und mitunter Nervosität in den Aktionen auszumachen war, verwunderte nicht. Immerhin war es der Auftakt in die neue Saison, der von Haus aus mit einigen Fragezeichen bezüglich des eigenen Stands der Dinge behaftet ist. Umso erfreulicher war, was am Ende stand: Ein Heimsieg.
"Wir haben gut verteidigt, beim Rebound gut gearbeitet - das hat mir gefallen", sagte Coach Özhan Gürel. Leverkusen führte schnell mit 5:0, zudem hatten Kay Gausa und Fabian Böke alsbald mit Foulproblemen zu kämpfen. Die Gäste trafen zunächst mit hoher Quote, in der Wedeler Offense ging es zumeist über Anthony Pettaway, der unter dem Korb zuverlässig abschloss und gegen den die Giants selten ein Gegenmittel fanden. Ein gelungener Einstand des US-Amerikaners, wie auch ein Blick auf die Zahlen zeigt. Acht seiner zehn Würfe aus dem Feld fanden ins Ziel, zudem angelte sich Pettaway insgesamt zwölf Rebounds.
Bis zur Schlusssekunde des zweiten Abschnitts behielt Leverkusen die Führung. In letzter Sekunde erzielte Augie Johnston per Korbleger das 36:35 für die Rister und gab sich damit für die Zeit nach der Pause selbst eine Art Startsignal. Denn im dritten Viertel drehte der Guard auf. 16 seiner 20 Zähler verbuchte Johnston in Durchgang drei und riss seine Kollegen förmlich mit. "Augie hat uns in dieser Phase sehr viel Schwung gegeben", lobte Gürel. Seine Rister zogen auf 59:42 davon. Auch im Schlussabschnitt blieb man konzentriert, dominierte weiterhin die Bretter (42:10 points in the paint, 47:25 Rebounds). Neben den beiden US-Amerikaner erfreuten sich die Wedeler Fans auch an den starken Zweitligadebüts von Ismet Akpinar und Marc Nagora. Die beiden Youngster (16 bzw. 17 Jahre jung) agierten couragiert und "abgezockt". Fünf Punkte und vier Rebounds für Nagora, fünf Assists und zwei Zähler auf Akpinars Habenseite zeigten dies auch statistisch.
Am kommenden Sonnabend (01. Oktober) gastieren die Rister beim Meisterschaftsanwärter SC Rasta Vechta, das nächste Heimspiel steigt bereits am 03. Oktober (gegen Aufsteiger BG Dorsten).
Statistik:
Viertelergebnisse: 16:19, 20:16, 23:7, 17:18
SC Rist (Punkte): Pettaway (22), Johnston (20), Böke, Gausa (je 7), Nagora (5), Huber-Saffer (4), Wichers (3), Akpinar, Laatzen, Lühring, Ruppert (je 2), Duah.
Bayer Giants Leverkusen (Punkte): Rass (11), Sadek (10), Eggleston, Jönke (je 7), Behrmann, Robinson (je 6), Menden, Welling (je 5), Kuczmann (3), Jördell.
Schiedsrichter: André Jürgens / Bastian Bänsch
1. Herren: Generalprobe in Cuxhaven knapp verloren
Die 1. Herren haben ihre Generalprobe für die kommenden Sonntag mit einem Heimspiel gegen Leverkusen beginnende Pro B-Saison knapp verloren. Bei den Cuxhaven BasCats (Pro A) unterlagen die Rister mit 89:91. "Das war eine sehr gute letzte Probe und besser als ich vorher gedacht habe. Unser Motto lautete: Wir wollen harten Basketball spielen. Wir wollten als Team gemeinsam kämpfen - das haben wir getan", sagte Coach Özhan Gürel.
Zur Halbzeit lagen beide Teams gleichauf, im dritten Abschnitt gelang den Ristern ein Lauf. Cuxhaven schlug im Schlussviertel zurück und entschied die Partie mit einem "Dreier" in letzter Sekunde. "In der letzten Woche vor dem Saisonstart werden wir das Athletiktraining etwas zurückschrauben und uns konzentriert auf den Gegner vorbereiten", so der Coach. Zudem steht ein gemeinsames Essen mit den RIST SCALA Ladybaskets auf dem Programm. Am Sonntag um 17:30 Uhr empfangen die Rister am ersten Spieltag dann die Bayer Giants Leverkusen in der Steinberghalle.
Statistik:
Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 19:18, 20:21, 32:22, 18:29
SC Rist (Punkte): Pettaway (21, 8 Rebounds), Johnston (18), Böke (16, 12 Rebounds), Duah (11), Gausa (11, 6 Assists), Akpinar, Ruppert, Wichers (je 4), Laatzen, Lühring, Nagora, Parohl, Stielow.
Cuxhaven BasCats (Punkte): Brown (17), Harris (15), Pfeil (14), McDaniel (13), Capel (12), El Domiaty (12), Kuhn (5), Kuhle (2).
Vorbereitungsturnier in Lüneburg: Im Finale waren die Beine schwer
Fünf (Kurz-)Spiele (2x12 Minuten) standen für die Rister am Wochenende beim BB-Cup in Lüneburg auf dem Programm. Vier Partien gewann die Mannschaft von Coach Özhan Gürel, ehe sie im Finale dem Regionalligisten VfL Stade mit 30:40 unterlag. "Die Spieler waren am Ende sehr müde. Man hat gesehen, dass die Trainingswoche hart war. In der Defense war das gegen Stade ok, doch unsere Offense war sehr schwach, wir haben einfach zu viele freie Würfe nicht getroffen und zu viele Ballverluste gehabt. Und bei den Kurzspielen ist es auch so, dass ganz schnell alles vorbei sein kann, wenn man zwei Minuten lang nicht konzentriert ist", sagte der Trainer.
"Bis zum Finale haben wir sehr darauf geachtet, unsere Systeme zu automatisieren. Das hat gut funktioniert", so Gürel weiter. Mit Florian Moysich und Peter Huber-Saffer fehlten zwei Routiniers in Lüneburg, zudem verzichtete der Coach im Endspiel vorsichtshalber auf Kay Gausa, der sich am Knie verletzt hatte. Am kommenden Sonnabend bestreiten die Rister zwei Testspiele in Itzehoe: Gegen den Gastgeber SC Itzehoe (1. Regionalliga) sowie einen dänischen Erstligisten. Ihre letzte Partie vor dem Saisonstart haben sie dann am 17. September bei den Cuxhaven BasCats (Pro A).
Die Ergebnisse der Rister in Lüneburg:
SC Rist - Bürgerfelder TB (2. Regionalliga) 48:27
SC Rist - Bramfelder SV (2. Regionalliga) 37:16
SC Rist - SV Hagen-Haspe (1. Regionalliga) 64:38
SC Rist - SC Itzehoe (1. Regionalliga) 57:42
SC Rist - VfL Stade (1. Regionalliga) 30:40
Auch die "Zweite" ging beim BB-Cup ins Rennen. Die Jungs von Coach Sebastian Gleim gewannen zwei Spiele und mussten drei Niederlagen hinnehmen. "Wir hatten sehr gute Gegner auf diesem Turnier und sind definitiv voran gekommen", so Trainer Gleim. Die 2. Herren sind in einer frühen Phase der Vorbereitung und haben noch drei Wochen bis zum ersten Punktspiel. Zwei präsentierten sich in Lüneburg bereits in einer sehr guten Form: "Lennart Liebke und Kerim Sibert haben im Turnier gezeigt, dass sie schon jetzt in einer guten Verfassung sind und an sich gearbeitet haben - sie haben ein sehr gutes Turnier gespielt", so Gleim weiter.
Die Ergebnisse der 2. Herren in Lüneburg:
SC Rist II - BG Aschersleben (1. Regionalliga) 31:50
SC Rist II - SC Itzehoe II (2. Regionalliga) 55:44
SC Rist II - BSG Bremerhaven (2. Regionalliga) 28:44
SC Rist II - Team Heide (2. Regionalliga) 48:37
SC Rist II - SV Hagen-Haspe (1. Regionalliga) 38:42
1. Herren: Vorbereitungsturnier in Pinneberg
Die 1. Herren haben am Wochenende den Hoppers-Cup in Pinneberg als Sieger abgeschlossen. Angesichts eines Teilnehmerfeldes, das aus Teams der 2. Regionalliga (plus einen Vertreter aus Dänemark) und darunter bestand, keine allzu große Überraschung, doch ohnehin standen für Coach Özhan Gürel die Ergebnisse nicht im Vordergrund. "Wir haben in Pinneberg viel ausprobiert und unsere Systeme in Spielsituationen geübt. Und wir wollten als Mannschaft zusammensein, auf dem Feld ein Gefühl füreinander bekommen. Dafür war das Turnier genau richtig", sagte der Trainer. Die Rister bezwangen am Sonnabend und Sonntag die BG West 3 (Bezirksliga) mit 78:18, BSG Bremerhaven (2. Regionalliga/NBBL) mit 48:35, den Walddörfer SV (Oberliga) mit 65:27 sowie den Bramfelder SV (2. Regionalliga) mit 46:28. Im Finale gab es dann einen 81:63-Erfolg über den Gastgeber BG Halstenbek/Pinneberg (2. Regionalliga). "Am nächsten Wochenende in Lüneburg werden die Gegner stärker sein. Bis dahin werden wir im Training weiterhin hart an uns arbeiten, um dann in Lüneburg weitere Fortschritte zu machen", sagte Gürel. Mit dem bisherigen Verlauf der Vorbereitung zeigte er sich durchaus zufrieden. Das eine oder andere körperliche Defizit sei noch zu beheben, natürlich könne auch das Zusammenspiel zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht perfekt funktionieren. "Doch ich finde, dass wir auf einem guten Weg sind", so der Coach.
Mit dem Ziel, die eigenen Leistungen während des Turniers zu steigern, traten die 2. Herren (2. Regionalliga) an und erfüllten diese Aufgabe, auch wenn bis zum Saisonstart noch viel Luft nach oben ist, findet Trainer Sebastian Gleim. Gegen den Bramfelder SV unterlagen die Wedeler mit 35:38, die übrigen Partien gewann die "Zweite": gegen den SC Itzehoe (Aufsteiger in die 2. Regionalliga) gab's einen 53:29-Sieg, Rot-Weiss Cuxhaven (Oberliga) schlug man mit 69:34, das Spiel um den fünften Platz gegen den BC Hamburg (ebenfalls Aufsteiger in die 2. Regionalliga) entschieden die Rister mit 57:42 für sich.
Einen guten Eindruck hinterließen nach Gleims Dafürhalten nicht zuletzt die jüngsten Akteure seines Teams, Alexander Pimentel und Florian Braatz (jeweils Jahrgang 95). "Es ist entscheidend, wie hungrig jeder Einzelne jedes Training und jedes Testspiel bestreitet", sagte der Coach. Auch die 2. Herren werden am nächsten Wochenende beim BB-Cup in Lüneburg an den Start gehen.
Gundula Laabs, Coach der 2. Damen (Oberliga), war mit dem Turnierverlauf ihres Teams insgesamt einverstanden. Man habe gesehen, dass man auch gegen Regionalliga-Teams mithalten könne, so die Trainerin: "Unser Ziel, Tempo und aggressive Ganzfeldverteidigungen zu spielen, zahlt sich aus. Wir machen aber unter Druck noch zu viele Fehler und sind taktisch noch zu undiszipliniert", bilanzierte Laabs. Gegen den Oberliga-Rivalen BG Halstenbek/Pinneberg gewannen die Wedeler Mädels ungefährdet mit 44:19 und konnten dabei viel wechseln. Gegen Rotenburg/Scheeßel II (2. Regionalliga) hielt man lange mit, ehe am Ende der Einbruch kam (35:44). Eine Niederlage gab es zudem im Duell mit den Leipzig Eagles (25:67) aus der 1. Regionalliga Süd-Ost. Gegen die Braunschweiger BG (1. Regionalliga) reichte eine gute Leistung nicht ganz zum Sieg. Wieder bauten die Risterinnen in der Schlussphase ab, am Ende stand eine 34:43-Niederlage. Abgeschlossen wurde das Turnier am Sonntag mit einem 37:26-Erfolg im Platzierungsspiel gegen den Osnabrücker TB (2. Regionalliga).
1. Herren: Erstes Testspiel verloren - positive Ansätze vorhanden
Die 1. Herren unterlagen zum Testspielauftakt den Webmoebel Baskets Paderborn (Pro A) mit 65:96 und zeigten dabei vor 100 Zuschauern in der Steinberghalle durchaus positive Ansätze. Andererseits wurden jedoch auch einige Aspekte deutlich, an denen die Rister noch zu arbeiten haben. "In der zweiten Halbzeit haben wir viele gute Signale gegeben. Da habe ich einige Dinge gesehen, die mich optimistisch stimmen. Zunächst haben wir mit zu viel Respekt gespielt und wurden davon überrascht, wie stark Paderborn in der Anfangsphase (neun "Dreier" im ersten Viertel) von außen getroffen hat. Nach der Halbzeit lief es dann deutlich besser bei uns. Unsere jungen Spieler haben angedeutet, was sie können. Und wir dürfen nicht vergessen, dass bei uns noch einige Jungs fehlten", bilanzierte Headcoach Özhan Gürel.
Peter Huber-Saffer (Urlaub) sowie die angeschlagenen Fabian Böke (Augenverletzung) und Ismet Akpinar (Sprunggelenksblessur) kamen nicht zum Einsatz. Der US-Amerikaner Augie Johnston war erst kurz vor Spielbeginn aus dem Flugzeug gestiegen, wärmte sich mit auf und feierte einen, wenn auch nur wenige Augenblicke dauernden, Kurzeinsatz. Sein Landsmann Anthony Pettaway hingegen traf aufgrund von Verschiebungen in Philadelphia mit vierstündiger Verspätung in Fuhlsbüttel ein und konnte so von der Tribüne aus nur die letzten Minuten des ersten Tests seines neuen Teams verfolgen.
Am kommenden Wochenende (27./28. August) nehmen die Rister am Vorbereitungsturnier in Pinneberg teil.
Statistik:
Viertelergebnisse: 15:35, 10:23, 18:23, 22:15
SC Rist (Punkte): Lühring (15), Duah (11), Nagora (9), Parohl (8), Gausa (7), Moysich, Wichers (je 5), Laatzen (3), Stielow (2), Johnston, Ruppert.
Webmoebel Baskets Paderborn (Punkte): Stommes (20), Fleischmann (19), Freer, Schneider (je 14), Mason (13), Jost (8), Spöler (6), Lieneke (2), O. Wendt.
Schiedsrichter: Niels Hennig / Thorsten Nitt
1. Herren: Es ist geschafft
Es ist vollbracht! Am Ende einer kräftezehrenden Saison mobilisierten die 1. Herren noch einmal alle Reserven und schlugen die HolidayCheck Baskets im Entscheidungsspiel um den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga Pro B mit 88:71. Und nicht nur die Mannschaft und das Trainerteam hatten sich mit voller Konzentration auf Spiel drei der Playdown-Serie vorbereitet, sondern auch im Hintergrund waren in den Tagen vor der Partie viele Hebel in Bewegung gesetzt worden. Gemeinsam mit dem Vorstand hatten sich die Jugendteams des SC Rist einige Maßnahmen überlegt, um die Rister lautstark zu unterstützen, auch die Trommlercombo um Gabriel Daly (http://www.dalyfeeling.de) sorgte wieder für Stimmung.
"Wir sind sehr froh, dass wir es geschafft haben. Das war nicht nur wichtig für uns, den SC Rist, sondern auch für den gesamten Hamburger Basketball. Der Druck war sehr groß, doch die Mannschaft ist damit sehr gut umgegangen, hat eine konzentrierte Leistung gezeigt und verdient gewonnen", sagte Headcoach Özhan Gürel. Anders als in der Vorwoche, als Konstanz das Geschehen bestimmte und gewann, erlaubten sich die Rister diesmal kaum eine Schwächephase. Doch während der Abstand zwischen Rist und Konstanz in der Schlussphase deutliche Züge annahm, bewegten sich die Kontrahenten zuvor lange auf Augenhöhe. Zwar gelang es den Hausherren, den Wirkungskreis des Gäste-Topscorers Michael Lay einzuschränken, dafür stellte Robinson Louisme die Wedeler Defense unter dem Korb vor schwere Aufgaben, auch Peter Leidig absolvierte eine gute Partie für die Konstanzer. Nach dem ersten Viertel führte der SC Rist mit 27:21 und sollte bis zum Spielende die Führung behalten.
Insbesondere das Trio Mac-Davis Duah/Steffen Kiese/Florian Moysich hatte im zweiten Abschnitt die Fäden in der Offensive in der Hand. Als Konstanz kurz vor der Halbzeit auf vier Zähler herankam, antwortete Arne Meyer mit einem Korbleger in der Schlusssekunde und gönnte seinem Team zum Gang in die Kabine einen weiteren Mutmacher. Ohnehin ging Gürels Plan auf, sich Meyers letzten Aushilfseinsatz für das Finale aufzusparen. Der 23-Jährige gab nicht nur in der Verteidigung wichtige Impulse, sondern kam darüber hinaus auf neun Punkte. Wie etwa im Laufe des dritten Viertels per Dreipunktspiel.
Dank einer weiterhin konzentrierten Vorstellung und mit der tollen Unterstützung der Fans im Rücken vermochten die Rister ihren Vorsprung weiter zu erhöhen, vor dem Gang in die abschließenden zehn Minuten Spielzeit hatte man schon fast einen ansatzweise beruhigenden Vorsprung (66:52) inne. Doch das reichte noch nicht. Im Bewusstsein der Stärke des Gegners wollten die Rister nicht nachlassen. So geschah es. Knapp sechs Minuten vor Schluss erhöhte Michel Leger auf 78:58. Die Konstanzer schienen sowohl physisch als auch psychisch müde zu werden, die Gegenwehr ließ zumindest deutlich nach. Mehr als eine kleine Ergebniskorrektur gelang den Gästen jedoch nicht mehr. Nach vollbrachtem Klassenerhalt und damit der Erfüllung des Saisonziels entlud sich die Freude beim Team und den Zuschauern in vielfältiger Art und Weise: Mal feucht-fröhlich, mal still genießend, mal wild und ungezügelt.
Der SC Rist freut sich, nun die bereits begonnenen Planungen für eine weitere Saison in der 2. Bundesliga Pro B zu forcieren und würde sich dabei über weitere Unterstützung freuen. Wer Interesse hat, organisatorisch, als Partner oder Sponsor oder mit sonstiger Tatkraft mitzuarbeiten, der kann sich gerne unter vorstand@scrist-wedel.de melden.
Statistik:
Viertelergebnisse: 27:21, 16:16, 23:15, 22:19
SC Rist (Punkte): Moysich (19), Duah, Pompey (je 13), Leger (12), Meyer (9), Huber-Saffer (8), Gomez (4), Delic, Laatzen, Parohl, Wichers.
Scouting...
1. Herren: In Konstanz verloren - jetzt ein echtes Endspiel
Im zweiten Spiel der Playdown-Serie gegen die HolidayCheck Baskets Konstanz mussten sich die Rister am Sonntagabend mit 76:93 geschlagen geben. Damit glich Konstanz zum 1:1 aus - am kommenden Sonnabend (26. März, 19:00 Uhr) kommt es in der Steinberghalle deshalb zu einem Endspiel um den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga Pro B. Die Mannschaft, die sich am nächsten Wochenende den Sieg sichert, hat den sportlichen Klassenerhalt in der Tasche.
In Konstanz lagen die Rister nach knapp zwei Minuten mit 0:6 im Hintertreffen, drehten im weiteren Verlauf des ersten Viertels aber auf (auch dank eines zwischenzeitlichen 11:0-Laufes) und führten nach zehn absolvierten Minuten mit 21:13. Doch den bis dahin guten Eindruck konnten die Jungs von Headcoach Özhan Gürel anschließend nicht bestätigen. Insbesondere in der Defense fehlte nun die Konzentration. "Wir haben so schlecht verteidigt wie noch nie. Es fehlte irgendwie die Bereitschaft", ärgerte sich der Trainer über das 19:36 im zweiten Abschnitt. Richtig gefährlich konnten die Rister den Hausherren nicht mehr werden. "Konstanz hat uns unsere Stärken unter dem Korb genommen. Von Außen lief es auch nicht besonders gut", sagte Gürel. Die Hausherren angelten sich den Großteil der Rebounds, wussten die 21 Wedeler Ballverluste zu nutzen und gewannen verdientermaßen die Partie.
Am kommenden Sonnabend gibt es folglich ein echtes Finale am Steinberg. Um 19:00 Uhr ist Tip-Off zur entscheidenden Begegnung. Gürel und seine Jungs setzen darauf, dass sie in heimischer Halle wieder ihre Stärken ausspielen und mit den eigenen Fans im Rücken den nötigen zweiten Sieg holen. "Wir brauchen Eure Unterstützung! Der Hamburger Basketball muss in der Pro B bleiben!", appellierte der Coach an die Basketball-Freunde aus dem gesamten HBV-Bereich.
Statistik:
Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 21:13, 19:36, 22:26, 14:18
SC Rist (Punkte): Huber-Saffer (25), Gomez (14), Leger (7), Duah, Laatzen, Pompey (je 6), Kiese (4), Dostal, Moysich (je 3), Delic (2), Parohl, Wichers.
1. Herren: Rister kämpfen sich in Führung
Die 1. Herren sind mit einem Heimsieg in die Playdown-Serie gegen die HolidayCheck Baskets Konstanz gestartet. Vor 700 Zuschauern im Rahmen des Jugendtages in der Steinberghalle gewannen die Rister mit 76:61.
"Ich will nicht zu viel über taktische Dinge sprechen, aber ich kann sagen, dass unsere Steigerung in der Verteidigung der Schlüssel zum Sieg war. Und Steffen Kiese hat ein ganz starkes Spiel gemacht und Würfe zu wichtigen Zeitpunkten getroffen. Insgesamt sind wir in der Offense aber nicht so zurechtgekommen, wie wir es vorhatten", analysierte Özhan Gürel, Headcoach des SC Rist.
Die Gäste vom Bodensee legten den besseren Start hin und trafen mit hoher Quote, führten konsequenterweise nach dem ersten Viertel mit 20:10. Die Rister taten sich hingegen schwer, wirkten ein wenig verkrampft und ließen zudem in der Defense die eine oder andere Lücke. Trotz der lautstarken Unterstützung durch die mitgereisten Fans vermochten die Konstanzer in der Folge nicht mehr an die Leistung der Anfangsphase anknüpfen. Mit wechselnden Gegenspielern ließ Gürel Topscorer Michael Lay "bearbeiten", auch die Wedeler Stärken am Brett kamen mit zunehmender Dauer immer besser zur Geltung. Peter Huber-Saffer und Marlon Pompey trumpften auf und lieferten unter dem Korb Punkt um Punkt.
Im Anschluss an die Halbzeit lief es für die Rister zeitweise dann wie am Schnürchen. Eine herausragende Leistung zeigte dabei Steffen Kiese, der perfekt aus der Distanz traf (4/4 "Dreier") und auch in der Defense eine starke Vorstellung bot. Er riss seine Kollegen mit, die Konstanz im dritten und vierten Abschnitt lediglich 23 Zähler gestatteten. Die tolle Unterstützung von den Rängen half den Ristern auf dem Weg zum Heimsieg, der hart erkämpft, letztlich aber zweifelsohne verdient war. Damit geht der SC Rist in der Serie gegen Konstanz mit 1:0 in Führung. Am kommenden Sonntag findet die zweite Partie statt, dann auswärts. Sollten die Rister dieses gewinnen, haben sie den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga Pro B sicher. Sollte Konstanz ausgleichen, findet eine Woche darauf ein Entscheidungsspiel, dann wieder am Steinberg, statt.
Statistik:
Viertelergebnisse: 10:20, 21:18, 25:11, 20:12
SC Rist (Punkte): Kiese (20), Huber-Saffer, Pompey (je 17), Leger (10), Moysich (7), Laatzen (3), Wichers (2), Delic, Duah, Dostal, Gomez, Parohl.
HolidayCheck Baskets Konstanz (Punkte): Leidig (17), Lay (11), Louisme (10), Menck (7), Radulovic (5), McKnight (4), Henningsen (3), Cöllen, Foth (je 2).
Schiedsrichter: Stefanie Oelfke/Michael Pieper
1. Herren: Tabellenführer niedergekämpft, Playoffs dennoch verpasst
Die 1. Herren hielten Wort und machten ihre Ankündigung, für den Einzug in die Playoffs der 2. Bundesliga Pro B im Duell mit Tabellenführer Schwelmer Baskets alles geben zu wollen, wahr. Das Team von Headcoach Özhan Gürel zeigte sein großes Kämpferherz und gewann beim Spitzenreiter mit 126:122. Drei Verlängerungen waren nötig, um die nicht minder rackernden Hausherren zu besiegen. Und dennoch: Da zeitgleich die Bayer Giants Leverkusen ihre Partie gegen den SC Rasta Vechta gewannen, beenden die Rister die Punktrunde auf dem neunten Platz und müssen in die Abstiegsrunde. Dort kommt es zum Vergleich mit den HolidayCheck Baskets Konstanz, dem Zwölften der Südstaffel.
"Schade, dass es mit den Playoffs nicht mehr geklappt hat", sagte Coach Gürel im Anschluss an das Duell mit Schwelm, das einfach immer weiterging und kein Ende zu nehmen wollen schien. Die beiden Kontrahenten lieferten sich einen großartigen Kampf, der an Spannung kaum zu überbieten war. "Wir haben in der Offense super gespielt und gut gereboundet. Wie wir gekämpft haben, war unglaublich. Auch Schwelm wollte das Spiel unbedingt gewinnen. Man hätte denken können, dass der Gegner einigen seiner Ersatzspieler mehr Einsatzzeit gibt, nachdem der erste Platz feststand, aber das war nicht der Fall", sagte Gürel. Vor der Halbzeit haderte der Rist-Coach ein ums andere Mal mit der Verteidigung seiner Jungs. Nicht verwunderlich angesichts eines Zwischenstandes von 45:53 aus Wedeler Sicht nach 20 Minuten Spielzeit. Schwelm baute die Führung zu Beginn des dritten Abschnitts auf zwölf Punkte aus (58:46), doch die Rister ließen sich nicht abschütteln. In dieser Phase scorten Peter Huber-Saffer und David Gomez zuverlässig für die Grün-Gelben, gute zwei Minuten vor dem Ende des dritten Viertels stellte Tobias Wichers per Freiwurf dann wieder Gleichstand (67:67) her. Die Rister nutzten in der Folge weiterhin konsequent ihre Vorteile am Brett aus - neben Huber-Saffer und Gomez zeigte sich auch Marlon Pompey in starker Verfassung.
In die Schlussminute der regulären Spielzeit ging man mit einer hauchdünnen Führung (88:87 aus Rist-Sicht), 28 Sekunden vor dem vermeintlichen Ende lagen die Wedeler mit 92:87 in Front. Aber Schwelm wollte es noch mal wissen und verkürzte. Vier Sekunden vor Schluss trat Julius Dücker an die Freiwurflinie und verkürzte auf 91:94 aus Sicht der Gastgeber. Seinen zweiten Versuch traf er nicht, den Rebound sicherte sich sein Kollege David Bunts, der keine Zeit verlor und mit einem "Dreier" die erste Verlängerung erzwang. "Das war unsere Schuld. Wir hätten beim Rebound besser aufpassen müssen", so Gürel, dessen Team mittlerweile mit einer hohen Foulbelastung zu kämpfen hatte. Nach und nach kassierten Marlon Pompey, Steffen Kiese, Kay Gausa und Mac-Davis Duah ihr jeweils fünftes Foul und mussten ersetzt werden.
Die erste Zugabe offenbarte zunächst Schwelmer Vorteile. Die Hauherren brachten sich mit 100:95 in Führung, doch dann begann die große Zeit des Florian Moysich. Mit zwei "Dreiern" innerhalb weniger Augenblicke drehte er das Geschehen. Huber-Saffer und Wichers erhöhten auf 104:101. Holmes glich im Alleingang wieder aus, doch nun schien der SC Rist den Sack zuzumachen: Eine Sekunde stand noch auf der Uhr, als Moysich zum Korb zog und verfehlte. Huber-Saffer schnappte sich den abprallenden Ball und vollendete zum 106:104 für den SC Rist. Was innerhalb von einer Sekunde so alles geschehen kann! Der Sieg für den SC Rist? Nein, denn die Unparteiischen hatten nach dem Treffer ein Foul von David Gomez ausgemacht und aus diesem Grund Schwelms Tom Doll an die Linie gebeten, der nervenstark zweifach einnetzte.
In der zweiten Verlängerung lief das Geschehen nun fast spiegelverkehrt ab. Diesmal legten die Rister vor, Schwelm kam zurück und lag 13 Sekunden vor dem Schluss der abermaligen Extra-Einheit mit 114:112 vorn. Unmittelbar vor dem Ertönen der Sirene übernahm erneut Moysich die Verantwortung und stellte den Spielstand wieder auf Remis (114:114). Und der Kapitän trumpfte weiter auf. Per "Dreier" schoss er sein Team zu Beginn der dritten Verlängerung zum 117:114. Huber-Saffer legte im Alleingang vier Zähler nach. Doch das war's noch nicht, denn die Hausherren kamen noch einmal. Neun Sekunden waren noch zu absolvieren, als Holmes zwei Schuss zum 122:124 aus Schwelmer Sicht verwandelte. Mit einem Foul brachte der Tabellenführer nun seinerseits Moysich an die Linie, der abgeklärt die letzten beiden Punkte der Partie erzielte. 15 seiner 22 Zähler markierte der Kapitän während der Verlängerung, auch Huber-Saffer war stets zur Stelle, doch herausheben wollte der Trainer dennoch keinen seiner Akteure: "Sie haben alle eine Super-Moral gezeigt. Jeder hat seinen Job gemacht und sehr intensiv gespielt. Wir waren unter dem Korb stark und sehr erfreulich ist auch, dass wir von außen so gut getroffen haben. Während des Spiels bekam ich die Nachricht, dass Leverkusen gewonnen hat und wir die Playoffs deshalb nicht mehr erreichen können. Aber wir haben uns gezwungen weiter zu kämpfen und nie aufgegeben." Gürel konnte sich angesichts der vielen Fouls (vier Akteure mit fünf, weitere vier mit vier Vergehen) auf die Tiefe seiner Bank verlassen und so die Ausfälle kompensieren. Immerhin handelte es sich bei den "ausgefoulten" Ristern um drei Starter sowie Mac-Davis Duah. Bemerkenswert auch: Schwelms Coach Raphael Wilder wechselte während der gesamten Verlängerung nicht ein einziges Mal, sondern ließ die ganze Zeit seine "starting five" auf dem Parkett.
Fest steht nunmehr, dass die Rister in den Playdowns auf die HolidayCheck Baskets Konstanz treffen, welche die Südstaffel auf dem zwölften Rang abschlossen. "Konstanz hat auf jeden Fall viel Qualität, u.a. einige starke Amerikaner. Das wird eine harte Aufgabe für uns", so Gürel. Am 12. März findet das erste Spiel am Steinberg statt. Für die zweite Partie reisen die Rister dann rund 850 Kilometer gen Süden. Sollte ein dritter Vergleich im best-of-three-Modus nötig sein, findet dieser dann in Wedel statt.
Statistik:
Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 20:21, 25:32, 29:21, 20:20, 12:12 (1. Verlängerung), 8:8 (2. Verlängerung), 12:8 (3. Verlängerung)
SC Rist (Punkte): Huber-Saffer (30), Moysich (22), Pompey (18), Gomez (14), Wichers (11), Kiese (10), Laatzen (9), Duah (6), Delic (4), K. Gausa (2), Dostal, Parohl.
Scouting...
SER präsentiert: Heimsieg gegen Braunschweig
Selten einmal, dass die 1. Herren in der aktuellen Saison bereits Minuten vor der Schlusssirene einen Heimsieg klar vor Augen hatten. Das war beim 83:65 gegen die Spot Up Medien Baskets Braunschweig der Fall, während sonst zumeist bis zur letzten Sekunden gezittert werden musste.
Dank einer ausgeglichenen Teamleistung bezwangen die Rister den Gast aus Niedersachsen und kompensierten dabei die Ausfälle von Michel Leger (Sprunggelenksverletzung), Tim Parohl (Verdacht auf Pfeifferisches Drüsenfieber) sowie Arne Meyer, der seinen fünften Einsatz als Aushilfe zu einem späteren Zeitpunkt in der Saison begehen soll. Die Partie begann mit einem erfolgreichen Freiwurf von Kay Gausa sowie einem krachenden Dunking seines Mannschaftskollegen David Gomez. Während Coach Özhan Gürel zunächst noch das eine oder andere Mal mit dem Rebounding seiner Jungs haderte, stellten diese das "Problemchen" im Laufe der Begegnung ab. Leicht absetzen konnten sich die Rister erstmals in den letzten zwei Minuten vor der Halbzeit, als die kurz zuvor eingewechselten Vedo Delic und Tobias Wichers in Gemeinschaftsarbeit zehn Punkte erzielten. Wichers sorgte dabei auch mit einem "buzzer beater" für gute Stimmung auf der Tribüne. Sekundenbruchteile vor dem Ertönen der Sirene drückte der 19-Jährige aus der Halbdistanz ab und traf.
Nach der Pause gestaltete sich die Partie zunächst wieder ausgeglichen. Braunschweig holte wieder auf und glich zum 47:47 (25. Minute) aus. Doch es folgte ein Rist-Run: Zwölf Zähler in Folge ließen die Hausherren davonziehen. Und das war dann so etwas wie eine Vorentscheidung, denn die Rister verteidigten weiterhin stark (wobei Florian Moysich als "Voarbeiter" mit sechs Ballgewinnen herausstach), verteilten das Scoring auf mehrere Schultern und zeigten sich im Vergleich zu den Vorwochen auch beim Distanzwurf verbessert. Moysich und Mac-Davis Duah netzten jeweils dreimal ein, später traf auch noch Marlon Pompey. Den Gegner hatten Gürels Mannen im Griff und ließen nichts mehr anbrennen, dementsprechend entspannt gab sich der Trainer nach dem Spiel: "Wir arbeiten seit Wochen intensiv an unserer Verteidigung und haben dafür gegen Braunschweig den Lohn eingefahren. Das war für mich der wichtigste Grund für unseren Sieg. Es ist immer jemand in die Bresche gesprungen und hat gescort, wie man an der Punkteverteilung sehen kann."
Was die theoretischen Chancen betrifft, doch noch die Playoffs zu erreichen, bleibt alles wie gehabt: Die Rister müssen am kommenden Wochenende Spitzenreiter Schwelm schlagen und dann auf Schützenhilfe der Konkurrenz hoffen. Und Gürel und sein Team sind wild entschlossen, ihren Teil dieser Rechnung in die Tat umzusetzen.
Zu den Siegern zählten an diesem Abend nicht nur die Spieler: Kurz vor dem Tip-Off überreichte Sven Behrendt von SER zwei Tankgutscheine im Wert von je 50 Euro an zwei glückliche Gewinner. Unter dem Motto "Treibstoff für mehr Wettbewerbsfähigkeit" hatte der Rist-Partner, der jüngst sein Engagement bei den Grün-Gelben verlängerte, im Vorfeld der Partie Parkplätze rund um die Steinberghalle ausgewählt. Die später dort parkenden Autos bzw. deren Halter durften sich dann über einen Gutschein freuen. Für die Gewinner heißt es jetzt: Auftanken und gute Fahrt mit SER! Keinen Treffer gab es hingegen beim "Lucky Shot" powered by Stadtsparkasse Wedel. Das heißt für das nächste Pro B-Heimspiel: Dann sind 200 Euro Startguthaben im Jackpot.
Statistik:
Viertelergebnisse: 22:18, 22:20, 15:11, 24:16
SC Rist (Punkte): Duah, Moysich (je 13), Huber-Saffer (11), Gomez, Pompey (je 10), K. Gausa, Wichers (je 9), Delic (8), Dostal, E. Gausa, Kiese, Laatzen.
Schiedsrichter: Niels Hennig/André Jürgens
Scouting...
1. Herren: Playoffs ade?
Im Kampf um die Playoffs haben die 1. Herren in Leverkusen einen deutlichen Rückschlag hinnehmen müssen. Die Mannschaft von Headcoach Özhan Gürel unterlag den Bayer Giants mit 62:85. "Mathematisch sind die Playoffs für uns noch drin und wir werden kämpfen und alles geben, diese zu erreichen. Aber ich gehe davon aus, dass wir die Playdowns spielen müssen", sagte der Trainer nach dem Spiel.
In Leverkusen lief insbesondere in der Offense bei den Ristern wenig zusammen. Nur 27 erzielte Punkte während der ersten 20 Minuten waren ein Indiz dafür. Das Spiel der Rister litt in dieser Phase primär unter einer zu großen Anzahl an Ballverlusten, so der Coach. Nach der Pause besserten sich die Wedeler in dieser Hinsicht zwar und kämpften nach Gürels Meinung vorbildlich, doch letztlich gelang es nicht, die Giants effektiv zu kontrollieren, um sich noch eine Siegchance zu erarbeiten. Allen voran der US-Amerikaner Joshua Young (32 Zähler, 6/11 "Dreier") schenkte den Ristern ein. Gürel: "Er hat unglaublich getroffen. Da hat uns Tim Parohl als starker Verteidiger gefehlt. Vielleicht hätte er ihn in den Griff bekommen." Parohl musste wegen Fiebers auf die Auswärtspartie verzichten. Nicht minder weh tat Gürel und seinen Jungs, dass mit Michel Leger der beste Rebounder umknickte und aus diesem Grund lediglich 12:28 Minuten auf dem Parkett stand. "Wir waren nicht in der Lage, die Rebounds zu holen. In der Hinsicht waren wir unglaublich unterlegen", sagte der Trainer. Die Zahlen lieferten dieser Aussage zusätzliches Futter: Die Rheinländer angelten sich 50 Abpraller, die Wedeler exakt 16 weniger.
Am kommenden Sonnabend (19. Februar, 19:00 Uhr) empfangen die Rister die SUM Baskets Braunschweig zum letzten Heimspiel der regulären Saison. "Wenn wir schon nicht in die Playoffs kommen sollten, dann wollen wir auf jeden Fall den neunten oder zehnten Platz erreichen, damit wir Heimrecht haben", so Gürel.
Statistik:
Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 19:21, 8:22, 19:20, 16:22
SC Rist (Punkte): Huber-Saffer (11), Moysich (9), Gomez, Pompey (je 8), Duah (7), K. Gausa, E. Gausa, Leger, Meyer (je 4), Kiese (2), Wichers (1).
Scouting...
1. Herren: Die Rister siegen wieder
Die 1. Herren haben am Sonnabend den ersten Sieg des Jahres 2011 eingefahren. Das Team von Headcoach Özhan Gürel bezwang den BSV Wulfen mit 83:73 und behielt dabei in einer sehr umkämpften Partie die Oberhand. "Das war mein bisher bester Basketball-Tag in diesem Jahr. Heute Morgen haben meine U16 und U18 gewonnen, heute Abend dann der Sieg gegen Wulfen", sagte der Trainer im Anschluss an das Spiel.
Als Schlüssel zum Sieg hatte Gürel die verbesserte Verteidigungsleistung seiner Mannschaft ausgemacht. "Das hatten sich die Jungs fest vorgenommen und sie haben es umgesetzt", freute er sich. Auch nicht unwichtig war das Comeback von Marlon Pompey, der prompt 19 Punkte erzielte. Der Kanadier befand sich seit der Weihnachtspause auf Vereinssuche, fand aber nicht den passenden Club. "Marlon wollte uns helfen, wir wollten ihm helfen", so Gürel. In kämpferischer Hinsicht schenkten sich beide Mannschaften nichts und gingen ein hohes Tempo. Während die Gäste zur Halbzeit noch die Nase vorn hatten und mit sechs Zählern führten, drehten die Rister im dritten Viertel auf und steigerten sich insbesondere in der Verteidigung. Ein 11:0-Lauf brachte die Gastgeber mit 50:47 in Front, der BSV hielt mit erfolgreichen Distanzwürfen dagegen, doch die Rister zeigte sich unbeeindruckt und gingen mit einem 58:53 in den Schlussabschnitt.
In den folgenden Minuten wurde es mal wieder so richtig knapp. Wulfen glich aus und ging wieder in Führung, doch der SC Rist besaß in der Endphase den längeren Atem. Eine Minute vor Schluss verkürzte der beste BSV-Akteur Steve Briggs auf 73:70 aus Wedeler Sicht. Die Bemühungen der Gäste, das Spiel mit schnellen Fouls noch zu drehen, schlug allerdings fehl. Die Rister brachten den Sieg unter Dach und Fach, mit der Schlusssirene legte Vedo Delic mit einem "Dreier" noch ein Sahnehäubchen oben drauf.
Großen Anklang fand bei den Zuschauern die Charity-Tombola mit vielen attraktiven Preisen, die der SC Rist gemeinsam mit Basketball Aid e.V. unter dem Motto "Große Helden helfen kleinen Helden" veranstaltete. Die Einnahmen kommen der Fördergemeinschaft Kinderkrebs-Zentrum Hamburg im UKE zugute.
Statistik:
Viertelergebnisse: 19:16, 20:29, 19:8, 25:20
SC Rist (Punkte): Pompey (19), K. Gausa (11), Duah, Gomez (je 10), Delic, Leger (je 8), Huber-Saffer, Kiese (je 5), Moysich (3), E. Gausa, Meyer (je 2), Parohl.
Schiedsrichter: Niels Hennig/Michael Pieper
Scouting...
1. Herren: In Bernau keine Konstanz an den Tag gelegt
Auch in Brandenburg gab es für die 1. Herren des SC Rist (2. Bundesliga Pro B) nicht den ersten Sieg des Jahres 2011. Die Mannschaft von Headcoach Özhan Gürel unterlag dem SSV Lok Bernau mit 76:85. "Leider haben wir es während des ganzen Spiels nie geschafft, konstant zu sein. Wir haben uns einige Male herangekämpft, doch dann standen wieder Fehler im Weg. Am Ende hatten wir zu viele einfache Ballverluste, die verhindert haben, das wir in der Schlussphase das Spiel drehen konnten", lautete die Einschätzung des Trainers.
Im ersten Viertel litten die Rister insbesondere unter einer schwachen Trefferquote (26% aus dem Feld), während die Gastgeber in den anfänglichen zehn Minuten zwar weniger warfen, aber mit einer Quote von 67% trafen. Die ersten elf Punkte des SC Rist erzielte David Gomez, seine Mannschaftskollegen hielten sich offensiv noch zurück. Ganz im Gegenteil die Bernauer: 29 Zähler schenkten die Hausherren den Ristern im ersten Viertel ein, für einen so sehr auf Defense bedachten Coach wie Özhan Gürel alles andere als ein Vergnügen.
Eine deutliche Ergebnisverbesserung gelang den Grün-Gelben erst im Anschluss an die Halbzeit. Mit einem 10:4-Lauf drückte man den Bernauer Vorsprung auf sechs Punkte (24. Minute), wenig später hieß es nur noch 58:54 für SSV Lok. Doch das Vorhaben, die Wende spätestens im Laufe des letzten Abschnitts zu bewerkstelligen, schlug fehl. Bernau eröffnete das vierte Viertel mit zehn Zählern in Folge und enteilte auf 77:60. Die abermalige Wedeler Antwort folgte prompt und brachte den SC Rist dank eines 14:0-Runs auf 77:74 heran (37. Minute). Doch wieder fehlte der letzte Schritt. Bernau behielt die Nerven, traf von der Freiwurflinie und hielt Gürels Schützlinge erfolgreich vom Punkten ab. Kay Gausa gelangen acht Sekunden vor Schluss die letzten Wedeler Zähler der Partie - nur noch eine unbedeutende Ergebniskorrektur.
Statistik:
Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 17:29, 20:20, 23:18, 16:18
SC Rist (Punkte): Gomez (24), Leger (16), K. Gausa (15), Delic (5), Kiese, Meyer, Moysich (je 4), Duah, Maraite (je 2), E. Gausa, Huber-Saffer, Parohl.
Scouting...
1. Herren: Zu viele Fouls - Rister unterliegen Herten
Die 1. Herren unterliegen am 17. Spieltag der 2. Bundesliga Pro B den Hertener Löwen mit 79:92 und sind damit vorerst aus den Playoff-Rängen gerutscht. Die Zuschauer in der gut besetzten Steinberghalle sahen eine unterhaltsame Partie, in der es auf und abseits des Feldes hitzig zur Sache ging.
"Wir hätten das Spiel gewinnen können oder müssen, aber unsere Foulbelastung war einfach zu hoch", sagte Headcoach Özhan Gürel, der am Spieltag seinen 31. Geburtstag feierte. Sein Team - ohne Tim Dostal (krank), Mac-Davis Duah (Ellenbogenverletzung) und Steffen Kiese (Fersenverletzung) - erwischte einen verkorksten Start und lag nach gut sieben Minuten mit 10:24 sowie am Ende des ersten Viertels mit 12:27 zurück. Doch die Rister kämpften sich wieder heran. Unter den Klängen der Trommler-Combo um Gabriel Daly, die auch auf den Rängen für gute Stimmung sorgte, drehten die Hausherren auf. Am Ende eines 11:0-Laufes stand die erste Führung: 41:40 (19. Minute) dank eines erfolgreichen Halbdistanzwurfes von Florian Moysich. Herten erzielte die nächsten drei Punkte per Freiwurf, doch mit einem "Dreier" in der Schlusssekunde brachte Erwin Gausa sein Team wieder in Führung: 46:45 zur Halbzeit. Einen großen Anteil an der Aufholjagd besaß auch Rückkehrer Arne Meyer, der bei seinem Pro B-Comeback defensiv wie offensiv einen sehr starken Eindruck hinterließ.
Im Laufe des dritten Viertels schlugen allerdings zusehrnds die Foulprobleme durch. David Gomez, Erwin Gausa und Arne Meyer mussten mit fünf persönlichen Fouls ausscheiden, Kay Gausa und dem gut aufgelegte Vedo Delic wurden jeweils vier Vergehen angekreidet. Und so machten die Löwen aus einem Wedeler 52:50 innerhalb von gut sieben Minuten ein 56:69, wiederum aus Rister-Sicht. Aber die Gastgeber gaben nicht auf, sondern kämpften unverdrossen weiter. Kleiner als neun Punkte wurde der Abstand zu Herten allerdings nicht mehr.
Keinen Treffer gab es beim "Lucky Shot" powered by Stadtsparkasse Wedel, so dass der Jackpot beim kommenden Heimspiel 100 Euro beträgt.
Statistik:
Viertelergebnisse: 12:27, 34:18, 14:29, 19:18
SC Rist (Punkte): Delic, Moysich (je 16), Leger (13), Meyer (12), K. Gausa (8), E. Gausa, Gomez (je 5), Huber-Saffer, Wichers (je 2), Laatzen, Parohl.
Schiedsrichter: Stefanie Oelfke/Daniel Voß
Scouting...
1. Herren: Zwei Topscorer, aber nur ein Punkt
Der SC Rist unterliegt den Uni-Riesen Leipzig am 16. Spieltag der 2. Bundesliga Pro B mit 72:82. Coach Özhan Gürel bilanzierte wie folgt:
"Wir haben von außen wieder nichts getroffen, aber das war diesmal nicht das Entscheidende. Die Einstellung der Spieler war sehr gut, wir haben richtig gut gekämpft. Leider haben wir viele einfache Dinge falsch gemacht: Passen, Dribbeln, Korbleger. Leipzig hat das ganze Spiel über geführt, Ende des dritten Viertels lagen wir mit 15 Punkten hinten, haben uns dann aber zurückgekämpft. Einfache Ballverluste haben dann aber verhindert, dass wir das Spiel noch drehen konnten. Ich glaube, dass wir an unserem Limit gespielt haben. Wir müssen viel arbeiten und uns darum bemühen, unser Limit weiter nach oben zu verschieben. Mitch hat mit Fieber gespielt, Martin musste arbeiten und ist deswegen nicht mitgefahren, Steffen hat wegen seiner Fersenverletzung gar nicht gespielt und Mac hat sich leider am Ellenbogen verletzt. Wen wir im Moment sehr vermissen, ist Vedo mit seiner Stabilität. Aber verloren haben wir in Leipzig, weil wir bei den fundamentals zu viele Fehler gemacht haben"
Beste Wedeler Scorer waren Kay Gausa und David Gomez mit jeweils 15 Punkten. Am kommenden Wochenende empfangen die Rister die Hertener Löwen in der Steinberghalle.
Statistik:
Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 15:18, 17:22, 20:26, 20:16
SC Rist (Punkte): K. Gausa, Gomez (je 15), Leger (12), Duah (9), Huber-Saffer, Moysich (je 6), Parohl (4), Dostal (3), E. Gausa (2), Laatzen.
Scouting...
1. Herren: Gegen Reid und die Rastas war kein Kraut gewachsen
Das Jahr 2011 startete für die 1. Herren mit einer Niederlage, aber ebenso mit der Erkenntnis, gegen einen an diesem Abend besseren Gegner verloren zu haben. 72:85 hieß es aus Wedeler Sicht am Ende im Duell mit Tabellenführer SC Rasta Vechta.
"Wir haben im Moment einen Lauf. Von Anfang an wollten wir Druck machen und Wedel gar nicht erst ins Laufen kommen lassen", bilanzierte Gästecoach Pat Elzie an alter Wirkungsstätte. Zahlreiche Hände hatte er zu schütteln und mit Özhan Gürel gab es eine herzliche Umarmung. Als Elzie das Traineramt beim SC Rist inne hatte, gehörte Gürel zu seinen Spielern. "Er war ein Defense-Tier", erinnerte sich Elzie. Und deswegen war der Rist-Coach auch nicht erfreut darüber, dass seine Jungs insbesondere Vechtas flinken Guard Matt Reid überhaupt nicht in den Griff bekamen. 28 Punkte erzielte der überragende US-Amerikaner.
Die eigene Schwäche beim Distanzwurf kommentierte Gürel wie folgt: "Wir haben viele Werfer, aber keinen, der werfen kann." Was sich hinter diesem hochphilosophischen Ansatz des 30-Jährigen verbarg, war klar: Die Rister haben keinen "reinen Schützen" in ihren Reihen. Und mitunter schlägt eben auch das Wurfpech zu. Steffen Kiese traf einen "Dreier", ansonsten fanden sämtliche 18 Versuche nicht ins Ziel. Einer der auch in dieser Hinsicht ein wenig für Abhilfe sorgen soll, ist Neuzugang David Gomez: "Er hat in seinem ersten Spiel bewiesen, dass er eine Waffe ist. Dass er auch von außen trifft, hat er heute noch nicht zeigen können", so Gürel. Mit 20 Punkten sowie acht Rebounds gab der US-Amerikaner ein verheißungsvolles Debüt und ließ sein Können gleich mehrfach aufblitzen. Das galt für Rückkehrer Peter Huber-Saffer genauso. Obwohl der Center eigentlich für einen Kurzeinsatz eingeplant war, stand er gegen Vechta über 21 Minuten auf dem Feld und gab den Ristern wieder jene Präsenz unter dem Korb, die ihn für die Grün-Gelben in den vergangenen beiden Spielzeiten so wichtig machte.
Trotz der Verstärkung reichte es gegen die sehr ausgeglichen besetzten Gäste aus Niedersachsen nicht zum Sieg. Während der Begegnung gab Gürel auch seinen Youngstern viel Spielzeit und diese dankten es ihm mit couragierten Auftritten. Die Tatsache, dass die Rister in etlichen Kategorien statistisch vor Rasta lagen, wirkte sich am Ende nicht aus. Angeführt vom wieselflinken Reid und dem gegen sein früheres Team ebenfalls stark agierenden Marvin Boadu ließ Vechta nichts anbrennen und untermauerte in souveräner Art und Weise seine derzeitige Top-Position in der 2. Bundesliga Pro B.
Prompt einen Gewinner gab es unterdessen bei der Premiere des "Lucky Shots" powered by Stadtsparkasse Wedel. In der Halbzeitpause versenkte Lukas Rehder den Ball mit einem Wurf von der Mittellinie und strich damit 50 Euro ein. Auch die übrigen neun Kandidaten gingen nicht leer aus, sie wurden von der Stadtsparkasse Wedel mit Thermobechern ausgestattet. Beim nächsten Heimspiel der 1. Herren, am 23. Januar gegen Herten, geht es erneut um 50 Euro. Gibt es keinen Gewinner, wandert das Geld in den Jackpot.
Statistik:
Viertelergebnisse:
SC Rist (Punkte): Gomez (20), Leger (12), Huber-Saffer (11), K. Gausa (6), Kiese (5), Duah, E. Gausa, Maraite, Parohl (je 4), Dostal (2), Laatzen, Wichers.
SC Rasta Vechta (Punkte): Reid (28), Boadu (17), Kronhardt, Thompson (je 12), King-Stockton (10), Krause (3), Jarchow (2), Stertenbrink (1), Darling, Heitzhausen, Mölle.
Schiedsrichter: Michael Pieper/Susanne Winking
Scouting...
1. Herren: Ein Sieg am Sonntag
Teil zwei des Spielwochenendes in Berlin endete mit einem Auswärtssieg für die 1. Herren. Nachdem die Rister am Freitagabend vor den Toren der Hauptstadt dem RSV Eintracht Teltow/Kleinmachnow/Stahnsdorf unterlagen, bezwangen sie am Sonntag die Zweitvertretung von ALBA Berlin mit 81:67.
"ALBA war nicht vollständig", relativierte Headcoach Özhan Gürel zwar, aber diese Tatsache erscheint im Nachhinein ebenso wenig im Tabellenbild wie das Faktum, dass der SC Rist unter den Körben dominierte und sich verdientermaßen die komplette Punktzahl sicherte. Gürel sah "ein richtiges hartes Spiel. Die Schiedsrichter haben viel zugelassen. Den Zuschauern dürfte es gefallen haben", so der Trainer, der das Geschehen selbst auch ganz nett fand. Und zwar schon im ersten Viertel, das seine Schützlinge mit 14:11 gewannen. Auch anschließend besaßen meist die Rister die Führung. Dank guter Reboundarbeit (45:35, Michel Leger schnappte sich allein 16 Abpraller) erhielt man ein ums andere Mal zweite Wurfgelegenheiten. Allerdings vermochte man die in der Offense stärker werdenden Berliner nicht immer an der Leine zu halten. Tobias Grauel schenkte von außen ein, Marlon Pompey hielt als sicherer Freiwerfer dagegen. Elf Punkte erzielte der Kanadier während des zweiten Durchgangs von der Linie.
Nach dem Seitenwechsel half den Ristern ein 8:0-Lauf, um die Halbzeitführung (40:36) auszubauen. Die jungen Albatrosse besaßen nun einige Mühe mit den Wedelern und mussten abreißen lassen. Nach einer offensiv mauen Startphase im vierten Abschnitt fingen sich die Rister rechtzeitig wieder und ließen sich nicht von der Berliner Verteidigung beeindrucken. "Wir hatten gegen die Presse immer eine Antwort", lobte Gürel. Den Schlusspunkte markierte Pompey mit einem "Dreier" in letzter Sekunde. "Der Sieg war wichtig. Wir haben ja nicht das Wochenende in Berlin verbracht, um eine schöne Reise zu unternehmen, sondern wollten Spiele gewinnen", sagte der Trainer.
Am Donnerstag, den 23. Dezember, sind die 1. Herren noch einmal gefordert: Beim traditionellen Vergleich mit den Rister Allstars im Rahmen des Merry RistMas-Events. Die Partie beginnt um 19:30 Uhr, das Rahmenprogramm bereits eine Stunde früher. Geboten wird neben dem stets attraktiven Vergleich des illustren Auswahlteams mit den Herren auch eine Tombola, ein reichhaltiges Angebot an Speisen und Getränken sowie einiges mehr.
Statistik:
Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 14:11, 26:25, 21:12, 20:19
SC Rist (Punkte): Pompey (25), K. Gausa, Leger (je 10), Delic (9), Kiese (8), Duah (7), Maraite (5), E. Gausa, Moysich (je 3), Dostal (1), Parohl.
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1. Herren: Sieg war drin - Rister unterliegen in der Verlängerung
"Auch wenn die Umstände schwierig waren, hätten wir dieses Spiel gewinnen können. Das war schon sehr ärgerlich. Ich finde, dass wir in der regulären Spielzeit die bessere Mannschaft waren", resümierte Coach Özhan Gürel nach der 67:76-Niederlage beim RSV Eintracht Teltow/Kleinmachnow/Stahnsdorf. Nach 40 Minuten gab es keinen Sieger, eine Verlängerung musste her, in der die Brandenburger dann die Oberhand behielten.
Aufgrund eines Staus ging für die Rister bei der Anfahrt für eine Stunde lang auf der Autobahn gar nichts mehr. Und auch anschließend war Tempo 80 angesagt. Gerade noch rechtzeitig trafen die Rister an der Spielstätte ein. Mit leerem Magen und keiner adäquaten Vorbereitungsphase ging man in die Partie, erwischte aber dennoch den besseren Start. Nach sechseinhalb Minuten lag der SC Rist mit 11:6 vorne. "Wir haben lange geführt", so Gürel, der allerdings ansehen musste, wie die Hausherren vor allem unter dem Korb Vorteile besaßen und diese im Laufe der Partie mit zunehmender Konsequenz nutzten: "Wir haben nicht gut gereboundet. Unsere Größe und Athletik haben gegen Stahnsdorf nicht gereicht", meinte der Trainer.
Zur Halbzeit lagen die Rister mit 32:35 im Hintertreffen, doch die Begegnung blieb ausgeglichen. Bis zum Ende des vierten Abschnitts. 25 Sekunden vor Schluss erhöhte Stahnsdorfs Alex Moosmann auf 61:58, mit einem "Dreier" egalisierte Mac-Davis Duah allerdings kurz danach und rettete sein Team damit in die Verlängerung.
Steffen Kiese eröffnete die Extraminuten mit einem erfolgreichen Dreipunktwurf, aber die Gastgeber antworteten und setzten sich wieder in Front. Mychal Green traf aus der Distanz zum 71:65, anschließend verhängten die Unparteiischen ein technisches Foul gegen den SC Rist. Was war geschehen? "Bei einem Spielerwechsel ist es leider zu einem Kommunikationsfehler gekommen, so dass kurz sechs Spieler auf dem Feld standen", so Gürel. Stahnsdorf nutzte diese Umstände, um den Abstand zu vergrößern, den die Rister letztlich nicht mehr aufholen konnten. "Alles lief eigentlich gut. Wir hätten gewinnen können. Und zwar schon in der regulären Spielzeit. Für das Spiel gegen ALBA am Sonntag müssen wir mitnehmen, in stressigen Situationen in der Offense bessere Entscheidungen zu treffen und einfach cool zu bleiben", bilanzierte Özhan Gürel.
Statistik:
Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 18:16, 14:19, 17:13, 12:13, 6:14 (Verlängerung)
SC Rist (Punkte): Pompey (13), Leger (12), Kiese, Moysich (je 11), K. Gausa (9), Duah (8), Parohl (2), Delic (1), Dostal, E. Gausa.
Scouting liegt noch nicht vor...
1. Herren: Da war mehr drin - Niederlage gegen Wolfenbüttel
Diese Niederlage war ebenso ärgerlich wie unnötig. Die 1. Herren unterlagen den Herzögen Wolfenbüttel mit 64:70 und litten dabei insbesondere unter einem verkorksten Schlussviertel (8:20), in dem die Gäste aus Niedersachsen geschickt von den Wedeler Fehlern profitierten und somit den Sieg einfuhren. "Wir hatten eindeutig zu viele Ballverluste. Und wenn man dann auch noch schlecht trifft, dann verliert man eben. Bei mir ist die Stimmung im Keller", sagte Coach Özhan Gürel bedient.
Die Rister erwischten den besseren Start in die Partie und führten nach drei Minuten mit 6:2. Die Gastgeber wirkten konzentriert und entschlossen, der Niederlage gegen Schwelm nun zum Rückrundenauftakt einen Sieg folgen zu lassen. In der zweiten Hälfte des ersten Abschnitts drehten zwar Benedict Seebode und Henje Knopke das Geschehen zugunsten der Herzöge, doch eine Tendenz in die eine oder andere Richtung war zu dem Zeitpunkt noch nicht auszumachen. Ein 12:0-Lauf ließ die Rister aus einem 18:24-Rückstand eine 30:24-Führung machen, dank guter Verteidigung und eines auf vielen Schultern verteilten Scorings schien die Mannschaft von Trainer Özhan Gürel auf dem richtigen Weg.
Und man legte nach, setzte sich bis zur 24. Minute auf 47:34 ab. Doch Wolfenbüttel konnte sich auf seinen Kapitän Knopke verlassen, der die Herzöge im Spiel hielt und bis zur letzten Viertelpause noch zehn Punkte erzielte. Die Rister hingegen hatten mittlerweile und komischerweise Ladehemmung. Im Schlussabschnitt dauerte es mehr als sechs Minuten, ehe wieder ein Korb für die Wedeler fiel. Da sich auch die Gäste (noch) zurückhielten, war die Partie immer noch ausgeglichen. Doch mit drei "Dreiern" (zweimal Knopke, einmal Sexton) innerhalb von anderthalb Minuten brachten die Herzöge den Hausherren einen 59:65-Rückstand bei. Michel Leger und Marlon Pompey verkürzten auf 64:65, doch nach einem erfolgreichen Mitteldistanzwurf von Brandon Giles führte Wolfenbüttel 24 Sekunden vor Schluss mit 67:64. Alle Bemühungen, die Wende noch zu bewerkstelligen, schlugen fehl. Die Niedersachsen blieben cool und brachten den Auswärtssieg unter Dach und Fach.
Am kommenden Wochenende absolvieren die Rister eine Doppelschicht im Großraum Berlin. Am Freitagabend geht es zu Eintracht Stahnsdorf, am Sonntag muss das Team von Coach Özhan Gürel dann bei ALBA Berlin II ran.
Statistik:
Viertelergebnisse: 16:20, 23:14, 17:16, 8:20
SC Rist (Punkte): Leger (16), Pompey (9), Duah, K. Gausa, Moysich (je 8), Delic, Kiese (je 6), Parohl (2), Maraite (1), Dostal, Laatzen, Wichers.
Herzöge Wolfenbüttel (Punkte): Knopke (22), Kemp (15), Seebode, Sexton (je 9), Boone (6), Giles, Granz (je 4), Nawrocki (1), Schwarz.
Schiedsrichter: Dominik Bejaoui/Nils Fronda
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1. Herren: Starke Schwelmer stoppen Siegesserie
Nach zuletzt drei Siegen in Folge mussten die 1. Herren im Duell mit den Schwelmer Baskets einen Dämpfer hinnehmen und den Gästen den Erfolg überlassen. Der Aufsteiger entschied die Partie in der Steinberghalle mit 83:68 für sich und eroberte damit die Tabellenspitze.
Der bessere Start gelang eindeutig dem SC Rist. Nach dreieinhalb Minuten stand es 7:0, die Jungs von Coach Özhan Gürel schraubten ihren Vorsprung auf 16:5 hoch und gingen mit sechs Punkten mehr in die erste Viertelpause. Doch nun brach langsam aber sicher die Zeit der Gäste an. Zunächst jedoch entzückten die Rister ihre Fans mit zwei "Dreiern" (Mac-Davis Duah, Michel Leger) sowie einem Alley Oop von Marlon Pompey (nach schönem Duah-Zuspiel). Im Anschluss aber war Schwelm dran. Die Gelb-Blauen starteten einen 22:0-Lauf und machten aus der Wedeler 32:22-Führung ein 32:44. Florian Moysich und Steffen Kiese verkürzten bis zur Halbzeit zwar noch um fünf Zähler, aber die Führung blieb seitens der Gäste.
"Wir sind mit der Schwelmer Zonenverteidigung nicht klar gekommen", bemängelte Özhan Gürel. Die Trefferquote der Rister sank, dennoch blieb man im dritten Viertel auf Tuchfühlung. In der 25. Minute stand es 45:47 aus Wedeler Sicht. Schwelm setzte immer wieder Nadelstiche, vermochte den Gastgeber aber noch nicht abzuschütteln. Im Laufe der Schlussabschnitts gestaltete sich der Vorsprung des Tabellenführers dann mitunter aber schon einigermaßen deutlich, lag im niedrigen zweistelligen Bereich aber andererseits auch nicht außer Reichweite einer Wende. Doch als sich die Rister anschickten, zur Schlussattacke zu blasen, nahm Jason Holmes das Heft für Schwelm in die Hand, traf zwei "Dreier" innerhalb weniger Sekunden, um damit die Wedeler Siegchancen auf ein Minimalmaß zu begrenzen. Der Sieg wanderte letztlich verdientermaßen in die Hände der Gäste. Für die Rister heißt es nun, die Partie zügig aufzuarbeiten, um dann am Sonnabend beim nächsten Heimspiel gegen den direkten Konkurrenten Wolfenbüttel möglichst wieder einen Sieg einzufahren.
Statistik:
Viertelergebnisse: 22:16, 15:28, 15:14, 16:25
SC Rist (Punkte): Leger (18), Duah (17), Pompey (13), Kiese (9), K. Gausa, Maraite (je 4), Moysich (3), E. Gausa, Laatzen, Parohl, Wichers.
Schwelmer Baskets (Punkte): Gentgen, Holmes (je 16), Speier (12), Bunts (11), Kramer (10), Dücker (8), Dohmen (7), Doll (3), Opitz.
Schiedsricher: Holger Lohmüller/André Jürgens
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1. Herren: Rister dominant und weiter siegreich
"Das war unsere beste Saisonleistung bisher", fand Headcoach Özhan Gürel im Anschluss an den 86:72-Auswärtssieg der 1. Herren bei den Spot Up Medien Baskets Braunschweig lobende Worte für seine Mannschaft. Zum dritten Mal in Folge sicherten sich die Rister die volle Punktzahl und blicken dem Heimspiel gegen den Tabellenzweiten Schwelmer Baskets am kommenden Sonntag nunmehr mit großer Vorfreude entgegen.
In Braunschweig wussten Gürels Jungs phasenweise zu dominieren. Und sie taten dies wieder einmal auch unter den Körben. Insbesondere Michel Leger befindet sich derzeit in bestechender Form, das "Double-Double" ist für den Franko-Kanadier in den vergangenen Wochen zur Gewohnheit geworden. Sein Landsmann Marlon Pompey wartete gegen die Niedersachsen mit einer ähnlich starken Vorstellung auf, die selbe Punktzahl bei besserer Quote und ein noch besseres Abschneiden in der Effektivitätswertung waren Ausdruck der tadellosen Leistung des 27-Jährigen. "Unter dem Korb waren wir einfach überlegen. Aber das lag nicht nur an Mitch und Marlon, die ganze Mannschaft hat sehr effektiv gespielt", betonte Gürel.
Mit Ausnahme der Anfangsphase lagen die Rister in Braunschweig stets in Front. Mit einem Dreipunktspiel gab Pompey in der Mitte des Auftaktviertels den Startschuss, fortan lief der Gastgeber immer einem Wedeler Vorsprung hinterher. Vor dem ersten quarter break schraubte Familie Gausa die Führung im Alleingang hoch, ohne dass Braunschweig diesen Lauf stoppen konnte: Erwin mit fünf Zählern, sein Bruder Kay mit deren sechs. So lag der SC Rist nach zehn Minuten mit 24:14 vorn und drückte weiter aufs Gaspedal. Ein "Dreier" von Vedo Delic und Florian Moysich mit zwei Punkten ließen den Abstand auf 15 Zähler wachsen. In der 14. Minute lagen die Rister sogar mit 19 Punkten in Führung. Kurz vor der Halbzeit machten sich allerdings Braunschweigs US-Amerikaner Daniel Campbell mit zwei erfolgreichen Dreipunktwürfen sowie dessen erst vor wenigen Tagen verpflichteter Landsmann Tony White auf, den Rückstand der Niedersachsen zu drücken. Nach 20 Minuten Spielzeit hieß es aus Wedeler Sicht damit 40:31.
Während des dritten Abschnitts vermochten Gürels Schützlinge, ihren Vorsprung weitgehend konstant zu halten. Weiterhin auffällig dabei: Der SC Rist bestimmte das Geschehen in der Zone (Reboundverhältnis 45:32), hatte die in der Vorwoche noch so starken Braunschweiger Center-Brüder Daniel und Frank Theis ebenso gut im Griff wie den zuvor treffsicheren Campbell. "Wir haben schlau verteidigt und unter dem Korb viel mehr Würfe bekommen als der Gegner", freute sich der Coach. Ins Zittern kam Gürel im Schlussabschnitt zwar nicht mehr, aber die Hausherren verkürzten dennoch. In der Endphase drehte der junge Dennis Schröder auf und brachte Braunschweig auf 67:75 und 70:77 heran (jeweils 38. Minute). Philip Noch verkürzte in der letzten Spielminute auf 72:77, aber anschließend waren nur noch die Rister dran. Wie so oft in den vergangenen Wochen bewies Steffen Kiese sein strapzierfähiges Nervenkostüm und brachte sämtliche vier Freiwürfe ins Ziel. Den Schlusspunkt setzte dann Delic mit einem "Dreier" in letzter Sekunde.
"Wir haben jetzt drei Spiele in Folge gewonnen. Das freut uns. Nun bereiten wir uns auf das Heimspiel gegen Schwelm vor und freuen uns auf diese Aufgabe", sagte Özhan Gürel. Im Rahmen des Spieltages am Sonntag, den 05. Dezember (also am Tag des Heimspiels der 1. Herren gegen Schwelm) sind einige Aktionen für Kinder und Jugendliche geplant. So veranstaltet Sebastian Gleim von 11 bis 13 Uhr ein Schnuppertraining, das der Jugendkoordinator gemeinsam mit Spielern der 2. Herren durchführen wird. Jeder kann mitmachen! Egal ob Anfänger oder Fortgeschrittener, egal ob in einem Verein oder nicht. Das Angebot richtet sich natürlich auch an alle Kinder und Jugendliche des SC Rist, die Lust haben, am Sonntagmorgen unter fachlicher Anleitung zu trainieren. Zudem gibt es Gewinnspiele mit attraktiven Preisen. Alle Kinder, die dabei sind, erhalten eine Freikarte für das Spiel der 1. Herren gegen Schwelm. Die Teilnehmerzahl ist auf 30 beschränkt, deshalb am besten sofort anmelden, und zwar ganz einfach mit einer E-Mail an: jugendkoordinator@scrist-wedel.de
Statistik:
Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 24:14, 16:17, 22:19, 24:22
SC Rist (Punkte): Leger, Pompey (je 20), K. Gausa (10), Duah (9), Delic, Kiese (je 8), E. Gausa (7), Maraite, Moysich (je 2), Wichers.
Scouting...
1. Herren: Auch am Steinberg wieder in der Spur
Die 1. Herren haben ihren dritten Heimsieg der laufenden Saison eingefahren. Die Rister bezwangen die Bayer Giants Leverkusen mit 82:73 und rückten damit auf den siebten Tabellenplatz in der 2. Bundesliga Pro B vor. "Wichtig und entscheidend war, dass wir wie in Wulfen unter dem Korb stark gespielt haben", sagte Coach Özhan Gürel. Und auch die Nervenstärke war abermals ein Plus auf Wedeler Seite. Während der abschließenden zwei Minuten trafen acht von zehn Freiwürfen der Rister ins Schwarze. Die Bemühungen der Gäste, den Wedeler Vorsprung noch aufzuholen, endeten somit ohne Erfolg. Mit 69:67 führten die Hausherren 3:14 Minuten vor dem Ende, ehe Mac-Davis Duah mit einem "Dreier", zwei Punkte von Marlon Pompey und ein anschließender Ballgewinn des Kanadiers die Zeichen unweigerlich auf Sieg stellten. "Wir haben zum Schluss leider Fehler gemacht, die Wedel genutzt hat, um dieses Spiel zu gewinnen", sagte Leverkusens Coach Chris Martin.
Die Begegnung blieb zunächst fast anderthalb Viertel weitgehend ausgeglichen. Meist führten die Rister, erarbeiteten sich jedoch erst kurz vor der Halbzeit einen Vorsprung, der diesem Namen gerecht wurde. Vedo Delic per Freiwurf und der erneut starke Michel Leger brachten Wedel mit 36:28 in Führung, im Anschluss an den Seitenwechsel ließ man schnell acht Zähler folgen, ohne dass Leverkusen selbst scorte. Mit einem 6:0-Lauf brachten sich die Giants einige Minuten später jedoch wieder in Position und verloren die Rister nicht aus den Augen. Insbesondere der bewegliche Center Nick Michael sowie Guard Farid Sadek hielten die Rheinländer ein ums andere Mal mit gelungenen Offense-Aktionen im Geschäft. 56:50 stand es nach 30 Minuten Spielzeit - noch alles drin also. Für beide Seiten. Und Leverkusen wollte es wissen. Sadek verkürzte in der 31. Minute auf 58:55, Steffen Kiese antwortete per "Dreier". Sechs Wedeler Punkte in Folge sorgten wieder für ein wenig Luft, stachelten aber zudem auch den Ehrgeiz der Gäste an, es noch einmal zu versuchen. Sie taten es, brachten die Rister kurzzeitig in Bedrängnis, mussten sich letztlich jedoch der Ruhe und Nervenstärke der Hausherren geschlagen geben.
Sein Debüt bei den 1. Herren feierte gegen Leverkusen der 16-jährige Jamo Ruppert. Der Junioren-Nationalspieler erhielt im zweiten Viertel einen Kurzeinsatz.
Statistik:
Viertelergebnisse: 22:17, 14:11, 20:22, 26:23
SC Rist (Punkte): Leger (22), Pompey (13), Kiese (12), K. Gausa, Moysich (je 9), Delic (7), Duah (6), Maraite (4), E. Gausa, Parohl, Ruppert, Wichers.
Schiedsrichter: Michael Pieper/Wojciech Swilo
Scouting...
1. Herren: Befreiungsschlag in Wulfen
Die 1. Herren haben ihre Durststrecke beendet und am achten Spieltag der 2. Bundesliga Pro B einen 85:84-Auswärtssieg beim BSV Wulfen eingefahren. "Das war eine wirklich gute Teamleistung", freute sich Coach Özhan Gürel nach dem Spiel, in dem - wie sollte es anders sein - mal wieder Hochspannung angesagt war. Am Ende jedoch jubelten die Rister: der dritte Saisonsieg, zugleich der erste fern der Heimat, ist unter Dach und Fach.
"In der Offense haben wir unsere bisher beste Leistung in dieser Saison gezeigt", sagte der Trainer, während sein Ziel, den Aufsteiger unter 70 Punkten zu halten nicht erreicht wurde. Doch das war an diesem Abend zu verschmerzen. Seine Mannschaft führte nach sechseinhalb Minuten mit 7:1 und sollte die Führung letztlich bis zur Schlusssirene behalten. Doch in der Zwischenzeit rann so mancher Schweißtropfen - aus Anstregung und aus Anspannung. Denn wie die Heimsiege über Berlin und Stahnsdorf knappe waren, so gab es im Dorstener Ortsteil diesbezüglich eine Fortsetzung.
Früh deutete sich an, dass insbesondere Michel Leger glänzend aufgelegt war. Der Franko-Kanadier traf acht seiner elf Würfe aus unmittelbarer Korbnähe sowie fünf von sieben aus der Mitteldistanz. Neben 30 Punkten wurden für Leger darüber hinaus 15 Rebounds notiert - der Trainer war dementsprechend zufrieden und stellte kurz und knackig fest: "Mitch war überragend." Der 23-Jährige war somit der Hauptfaktor für die Tatsache, dass die Rister die Bretter dominierten. Der Forderung des Trainers, unter dem Korb deutlich größere Gefahr auszustrahlen als in jüngster Vergangenheit, kamen seine Jungs nach, auch die Reboundduelle entschieden sie in der Mehrheit (40:24) für sich. "Es war unser Plan, den Ball in der Offense öfter in den Low Post zu bringen als zuletzt. Das ist uns gelungen, und das war der Schlüssel zum Sieg", so Gürel.
Zur Halbzeit führte der SC Rist mit 46:38, aber im Laufe des dritten Viertels bekamen die Gastgeber allmählich Oberwasser. "Da hatten wir eine schlechte Phase, aber wir haben schnell wieder zu uns gefunden", kommentierte Gürel. Nicht zuletzt dank des treffsicheren Thomas Reuter, der im dritten Abschnitt acht Punkte erzielte, verkürzte der BSV in der 30. Minute auf 58:61. Den Schlussdurchgang eröffnete Joey Henley mit zwei Punkten für Wulfen zum 60:61 aus Sicht der Hausherren. Doch die Rister schlugen zurück, bauten ihren Vorsprung bis zur 35. Minute wieder auf 72:64 aus. Nun brachte Steve Briggs seine Wulfener als personifizierter 9:3-Lauf wieder heran, 2:43 Minuten vor Schluss verkürzte zudem Henley auf 75:77. Nervosität jedoch löste all das im Wedeler Lager nicht aus. Acht Punkte aus acht Freiwürfen während der finalen zweieinhalb Minuten künden von Nervenstärke, die Leger, Mac-Davis Duah und allen voran Steffen Kiese unter Beweis stellten. 17 Sekunden vor dem Ende nutzte Letzterer zwei Schuss zum 83:80 für den SC Rist. Briggs antwortete per Lay Up. Wieder wird Kiese an die Linie gebracht, wieder bleibt der Spielmacher cool und erhöht auf 85:82. Fünf Sekunden sind noch übrig. "Ich habe Tim Parohl gesagt, dass er gegen Briggs beim Einwurf harte deny-Verteidigung spielen soll", nahm der Coach auf seine Kappe, dass der 18-Jährige beherzt zu Werke ging und sein Foul gegen den Wulfener Topscorer als unsportliches Vergehen gewertet wurde. Der US-Amerikaner traf seine beiden Versuche von der Linie zum 84:85, anschließend besaß Wulfen noch fünf Sekunden, um den folgenden Ballbesitz gewinnbringend zu nutzen. Wieder wird die Kugel in Briggs' Hände gegeben, der unverzüglich und mit aller Macht zum Korb zieht, aber nicht trifft. "Ich habe diese Aktion zuerst für ein Offensivfoul gehalten. Ich wollte mich schon beschweren und habe deswegen zunächst gar nicht wahrgenommen, dass das Spiel schon vorbei war und wir gewonnen haben", schmunzelte der Trainer.
Statistik:
Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 22:16, 24:22, 15:20, 24:26
SC Rist (Punkte): Leger (30), Duah (15), Kiese, Pompey (je 9), Maraite, Moysich (je 6), K. Gausa (5), Delic (4), Parohl (1), Dostal, Wichers.
Scouting...
1. Herren: Bittere Niederlage nach Verlängerung
Die 1. Herren unterliegen dem SSV Lok Bernau in eigener Halle mit 73:75 und rutschen damit in der Tabelle der 2. Bundesliga Pro B weiter ab. Gegen die Gäste aus Brandenburg ging es in die Verlängerung, am Ende "hatten wir das Quäntchen Glück auf unserer Seite", sagte Lok-Coach Torsten Schierenbeck, während sein Kollege Özhan Gürel enttäuscht zu Protokoll gab: "Es waren viele Kleinigkeiten, die zusammenkamen und dafür verantwortlich waren, dass wir nicht gewonnen haben." Eine davon betraf die Offense-Leistung seines Teams, die überaus schwankend und damit letztlich nicht ausreichend war, um die Niederlagenserie zu beenden. "Im ersten Viertel haben wir 24 Punkte erzielt, in der gesamten zweiten Halbzeit nur 25", rechnete Gürel vor. Ein weiterer Faktor: Der in der Anfangsphase prächtig aufgelegte Martin Maraite musste aufgrund von Foulproblemen länger auf der Bank schmoren als erhofft, das Gleiche galt für Kay Gausa. Der Flügelspieler zeigte sich nach seiner Verletzungspause (Rückenprobleme) wieder in guter Verfassung, durfte wegen seiner Foulbelastung jedoch nur 13 Minuten lang ran. Sein Zug zum Korb und seine engagierte Verteidigung fehlten den Ristern spürbar.
Als positive Erkenntnisse der Partie waren zu vermerken, dass die Hausherren kämpferisch über jeden Zweifel erhaben waren und sich nie entmutigen ließen. "Wir haben gut trainiert, die Vorbereitung auf den Gegner war insgesamt gut, deswegen ist es sehr schade, dass wir verloren haben. Und die Jungs haben alles gegeben", sagte Gürel. Zufrieden durfte der Trainer auch mit dem Einsatz von Tim Parohl sein, der vorbildlich rackerte und sich nicht zuletzt dank seiner Reboundstärke neun Punkte erarbeitete. Auch Marlon Pompey betätigte sich unter dem Korb - trotz anhaltender Fußschmerzen - bisweilen sehr effektiv als "Wühler", während der Aufbau fast die gesamte Spielzeit über von Florian Moysich organisierte wurde, der mit elf Punkten ebenso zweistellig scorte.
Der gute Wedeler Start (14:3) ließ die Fans am Steinberg auf einen erfolgreichen Abend und einen Heimsieg hoffen, aber das fast schon obligatorische schwächere Viertel war natürlich auch wieder im Programm. Vor allem dank Sebastian Schmohl verkürzte Bernau zu Beginn des zweiten Abschnitts bereits deutlich und glich vier Minuten vor der Halbzeit zum 32:32 aus. "Wir haben wieder gezeigt, dass wir nervenstark sind und Aufstände aufholen könnte", meinte Lok-Coach Schierenbeck. Fortan blieb das Geschehen ausgeglichen. Die Gäste kamen insbesondere am Brett über Dreshawn Vance zu mehrfach viel zu einfachen Punkten und brachten sich somit zeitweise in Front.
Ein Kuriosum dann im vierten Viertel: Lediglich sechs Punkte (jeweils ein "Dreier" von Florian Moysich sowie Ryan Williams) fielen in den letzten sieben Minuten. Und Dramatik war natürlich auch wieder dabei: Wenige Sekunden stehen beim Stande von 66:66 noch auf der Uhr, Mac-Davis Duah schnappt sich den Defensiv Rebound, überbrückt die Distanz zum Bernauer Korb mit riesigen Schritten. Sein Korbleger springt Sekundenbruchteile vor der Schlusssirene allerdings vom Ring ab, den Tip-In kann Pompey ebenfalls nicht verwandeln. Verlängerung! Und in dieser reißt Lok-Guard Williams das Geschehen an sich, erzielt sechs der neun Punkte für die Brandenburger, auf der Gegenseite halten Moysich und Michel Leger dagegen. Und wieder scheinen die Rister die Entscheidung in der Hand zu haben. Beim Stande von 73:72 entreißt Moysich seinem Gegenspieler Williams an der Mittellinie den Ball, eilt in Richtung Korberfolg und hält sich dabei den mitgelaufenen Bernauer aber regelwidrig vom Leib, urteilen die Schiedsrichter. Ergo: Offensiv-Foul und Ballbesitz für die Gäste. Williams per Lay-Up und Vance mit einem verwandelten Freiwurf bringen den zweiten Saisonsieg des Aufsteigers unter Dach und Fach, die letzten Wedeler Versuche aus der Distanz finden nicht ins Ziel.
Statistik:
Viertelergebnisse: 24:14, 17:27, 20:15, 5:10, 7:9 (Verlängerung)
SC Rist (Punkte): Pompey (12), Moysich (11), K. Gausa (10), Maraite, Parohl (je 9), Leger (8), Duah (7), Kiese (5), Laatzen (2), Dostal, E. Gausa.
SSV Lok Bernau (Punkte): Williams (25), Vance (22), Schmohl (12), Schekauski (8), Krajewski (6), Mau (2), Dathe, Heide, Rothenbacher, Trzcionka
Schiedsrichter: Martin Suckfüll/Susanne Winking
1. Herren: Gut verkauft, aber kein Sieg
Der Sieg blieb in Herten, doch einige positive Aspekte konnte Headcoach Özhan Gürel dennoch vom Auswärtsspiel gegen die Löwen mitnehmen: "Das war eine Steigerung. Das Spiel hat gezeigt, dass wir auf einem guten Weg sind", so Gürel. "In der Offense haben wir uns gesteigert, dabei aber leider auch zu viele Ballverluste gehabt."
Die Rister hatten zwar zu keinem Zeitpunkt der Partie eine Führung inne, doch eine derart klare Angelegenheit, wie mancherorts vermutet, wurde die Begegnung keineswegs. "Wir haben aggressiv gespielt und gut gekämpft", bescheinigte der Trainer seinen Jungs. Im ersten Viertel besaßen die Gastgeber zwar teils deutliche Vorteile, doch nicht zuletzt mit erfolgreichen Würfen von jenseits der Dreipunktlinie blieben die Rister dran. Während des zweiten Durchgangs wurde der Hertener Vorsprung mitunter zweistellig. Hauptverantwortlicher: Der US-Amerikaner Blake Schultz, der gewaltig aufdrehte und 16 von 22 Löwen-Punkten erzielte. 39:48 hieß es aus Sicht der Rister zur Halbzeit, doch nach dem Seitenwechsel verkürzte man, angeführt von einem erneut stark aufgelegten Steffen Kiese. "Er spielt in dieser Saison bisher eine sehr gute Rolle in der Mannschaft", so Coach Gürel.
Diese nahm in Herten auch Marlon Pompey ein. Trotz Schmerzen. Dafür kassierte der Kanadier prompt ein Lob des Trainers. Wie auch Florian Hollmann und Florian Moysich, die - obwohl wegen Krankheiten gesundheutlich angeschlagen - mitwirkten. Kay Gausa musste aufgrund von Rückenschmerzen hingegen aussetzen. Mittels eines "Dreiers" verkürzte Jonas Laatzen in der 32. Minute auf 59:62, doch die Löwen bissen sich durch und ließen den SC Rist nicht näherkommen. In der Mitte des Schlussabschnitts sorgten acht Hertener Punkte in Folge für eine deutliche Tendenz in Richtung Heimsieg. Die Rister steckten zwar nicht auf, mussten sich letztlich aber geschlagen geben.
Statistik:
Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 19:26, 20:22, 17:14, 20:23
SC Rist (Punkte): Kiese (19), Duah (14), Pompey (13), Moysich (9), Leger (8), Laatzen (6), Maraite (5), Hollmann (2), Delic, E. Gausa, Parohl.
Scouting...
1. Herren: Gegen Leipzig zu viele Fehler erlaubt

- Auch ein gut aufgelegter Vedo Delic konnte die Niederlage nicht verhindern. Foto: Claus Bergmann
Am fünften Spieltag der 2. Bundesliga Pro B hat die Heimstärke die 1. Herren vorerst verlassen - die Rister unterlagen den Uni-Riesen Leipzig mit 69:82.
"Kompliment an meine Mannschaft. Wedel denkt sich taktisch immer etwas Besonderes und Neues aus, um seine Spiele zu gewinnen, doch wir sind damit heute klar gekommen", sagte Leipzigs Trainer Dimitris Polychroniadis im Anschluss an die Partie. Sein Gegenüber Özhan Gürel zeigte sich hingegen nicht zufrieden. Verständlicherweise. Der Coach bemängelte, dass sein Team diesmal nur zeitweise an die guten Verteidigungsleistungen der vorangegangenen Heimspiele anknüpfen konnte, zudem unterlagen seine Jungs zu häufig in den Rebound-Duellen (insgesamt 28:37), leisteten sich 22 Ballverluste und waren darüber hinaus mit einer deutlich schlechteren Feldwurfquote unterwegs als die Gäste (37,3% gegenüber 48,4%). Positiv fand Gürel hingegen: "Wie wir in der zweiten Halbzeit wieder ins Spiel gekommen sind und uns zurückgekämpft haben, hat mir gut gefallen." Leider blieb die Vollendung des Comebacks aus, doch das lag nicht zuletzt auch an der Leipziger Mannschaft, die sich den Wedeler Angriffen erfolgreich erwährte, clever und abgezockt wirkte. Den Uni-Riesen voran ging wieder einmal der US-Amerikaner Monyea Pratt, dem 14 Punkte und 15 Rebounds gelangen (kurioserweise blieb Pratt hingegen bei sechs Versuchen von der Freiwurflinie ohne Treffer), auch sein Landsmann Lamar Morinia trumpfte auf und schloss die Begegnung mit 15 Zählern ab.
Nach einem guten Anfangsviertel (21:18) meldeten sich beim SC Rist im zweiten Abschnitt zusehends Probleme an. Mit einem 9:1-Lauf ging Leipzig in Front und baute die Führung bis zur Halbzeit auf sieben Punkte aus. Und so ging es zu Beginn des dritten Viertels dann unvermindert weiter. In der 26. Minute stand es aus Sicht des SC Rist schon 35:52. Dass Mac-Davis Duah in dieser Phase aufgrund seines vierten persönlichen Fouls auf die Bank musste, erleichterte die Sache auch nicht. Doch es gab Hoffnung. In den Schlusssekunden des dritten Durchgangs verkürzten Steffen Kiese und Kay Gausa auf 47:59, die Zuschauer unterstützen die Mannschaft zudem lautstark, so dass sich die Rister noch einmal ins Geschehen boxten. Der starke Vedo Delic ging in dieser Phase oft voran und trug seinen Teil zum 10:2-Run bei, der die Hausherren auf 57:63 verkürzen ließ, wenige Sekunden später traf Delic per "Dreier" zum 60:65. Doch Leipzig sorgte prompt für den Dämpfer: Kai-Uwe Kranz und Monyea Pratt erhöhten wieder auf neun Zähler Abstand. Die Rister kämpften unverdrossen weiter, vermochten die souveränen Gäste jedoch nicht ernsthaft in Gefahr zu bringen.
Statistik:
Viertelergebnisse: 21:18, 12:22, 14:19, 22:23
SC Rist (Punkte): Leger (16), Delic (12), Kiese (11), Moysich, Pompey (je 8), K. Gausa (7), Parohl (4), Duah (3), E. Gausa, Maraite, Wichers.
Uni-Riesen Leipzig (Punkte): Morinia (15), Pratt (14), Kranz (12), Schirmer (10), Spalke (9), Beier (7), Schweiger, Woamey (je 6), Scholz (3), Heinrich, Hohlfeld, Neuschl.
Schiedsrichter: Dominik Bejaoui/Holger Lohmüller
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1. Herren: Auswärts wieder nichts zu holen
Nur 21 erzielte Punkte nach der Halbzeit und damit weniger als alleine im zweiten Viertel gaben beim Duell der 1. Herren gegen den SC Rasta Vechta den Ausschlag. Die Mannschaft von Özhan Gürel und Sebastian Gleim unterlag in Niedersachsen mit 61:81 und wartet somit weiter auf den ersten Auswärtserfolg der Saison.
Dabei stimmte der Spielbeginn durchaus optimistisch. Die ohne Florian Moysich (beruflich verhindert) und Marlon Pompey (Bänderverletzung) angetretenen Rister "fanden ihr Tempo in der Offense", wie Gürel sagte und gingen konzentriert zu Werke. Vor allem im zweiten Abschnitt hielt man das Team von Pat Elzie in Schach. Einsatz und Effektivität in der Verteidigung stimmten, auf der anderen Seite des Feldes wurde insbesondere in unmittelbarer Korbnähe konstant gepunktet. Probleme bereitete den Ristern hingegen der stark aufgelegte Marvin Boadu, der gegen seinen ehemaligen Verein bis zur Halbzeit 16 seiner insgesamt 20 Zähler einsammelte. Gürel: "Wir wussten, dass Marvin ein gefährlicher Spieler ist. Er hat eine gute Leistung gezeigt."
Nach 20 Minuten lagen die Rister folglich mit 40:36 in Führung. Doch nach der Pause begann sich das Blatt zu wenden. Michel Leger und Martin Maraite gerieten in Foulprobleme, Vechta holte erst auf, um dann in Front zu gehen und sich abzusetzen. Insbesondere Guard Matt Reid war in dieser Phase der Rasta-Antreiber. 52:50 hieß es in der 24. Minuten zugunsten des SC Rist, drei Minuten später stand es 52:62 aus Wedeler Sicht. "Es gab einen Knacks in unserem Spiel", so Gürel. Nicht förderlich waren in dieser Hinsicht das fünfte Foul von Michel Leger noch vor dem Ende des dritten Viertels sowie der Auswechslung Steffen Kieses, der während der Woche lediglich zweimal hatte trainieren können und der eine Verschnaufpause brauchte. "Unser größtes Problem lag aber unter dem Korb", sagte der Coach. Nur zehn Punkte gelangen dem SC Rist nach der Halbzeit aus der Nahdistanz, während es in den ersten beiden Vierteln noch deren 22 waren. Während des Schlussabschnitts lief in der Offense dann kaum noch etwas, der Vorsprung Vechtas wuchs zeitweise auf 24 Punkte an.
Ihre nächste Partie absolvieren die Rister am kommenden Sonnabend, den 23. Oktober. Dann wieder in Steinberghalle, und zwar gegen die Uni-Riesen Leipzig.
Statistik:
Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 18:21, 22:15, 14:28, 7:17
SC Rist (Punkte): K. Gausa (13), Maraite (12), Hollmann, Leger (je 10), Kiese, Laatzen, Parohl (je 4), Delic, Dostal (je 2), Duah, E. Gausa, Wichers.
1. Herren: Ein Krimi - was denn auch sonst?
Da waren sie wieder, die ungekrönten Meister der knisternden Spannung und atemberaubenden Basketball-Unterhaltung. Geboten wurde auf der Bühne am Steinberg abermals: Ein Drama in vier Akten. Mit einem Finale furioso. Und einem Happy End. Zumindest aus Sicht der Gastgeber. Mit 66:64 entschieden die Rister die Partie gegen ALBA Berlin II für sich und fuhren damit am dritten Spieltag der 2. Bundesliga Pro B ihren zweiten Saisonsieg ein.
3,1 Sekunden Restzeit zeigt die Anzeigetafel im Schlussviertel an, es steht 64:64. Der Berliner Konstantin Klein hat soeben mit zwei Punkten per Freiwurf ausgeglichen, doch die Gastgeber haben noch einen Versuch. Der Ball wird in die Hände von Steffen Kiese gegeben, der Spielmacher zieht kraftvoll in Richtung Korb und wird dabei regelwidrig von ALBAs Tobias Grauel aufgehalten. Mehr noch: Das Schiedsrichter-Gespann entscheidet auf unsportliches Foul. Vorteil Wedel also. Und tatsächlich. Der an diesem Abend ohnehin prächtig aufgelegte Kiese trifft doppelt und tütet damit den Heimsieg ein. Den anschließenden Ballbesitz bringen die Jungs von Headcoach Özhan Gürel über die (kurze) Zeit.
"Wedel hat verdient gewonnen. Uns fehlte in der Schlussphase einfach die Erfahrung. Da waren wir nicht clever genug", sagte Berlins Trainer Alan Ibrahimagic. Dass ausgerechnet sein mit fast 24 Jahren "ältester" und "routiniertester" Schützling Tobias Grauel das seitens der Referees als unsportlich eingestufte Foul keine zwei Sekunden vor Schluss beging, nahm Ibrahimagic seinem Spieler nicht krumm: "Natürlich muss er da die Finger weglassen. Aber so etwas passiert eben. Wir machen ihm da keine Vorwürfe, die macht er sich schon selbst am meisten." Rist-Coach Özhan Gürel bilanzierte unterdessen: "In den letzten Sekunden waren wir zwar nervenstark, aber während des Spiel zu oft auch nicht. Unser Ziel, dem Gegner nur um die sechzig Punkte zu erlauben, haben wir wie gegen Stahnsdorf erreicht. Unsere Verteidigung war gut, aber in der Offense müssen wir uns noch steigern."
Denn die mitunter recht stattliche Anzahl an Fehlwürfen (freilich gepaart mit der im letzten Viertel im Angriff aufdrehenden Berliner Mannschaft) verhinderte eine ruhigere Endphase. Diese war möglich. In der 36. Minute hatten sich die Gäste auf einen Zähler herangekämpft (58:57), "Dreier" von Kiese und Friedrich Lennartz für Berlin sollten bis zur dramatischen Schlussminute die letzten Punkte bleiben. Den insbesondere während des dritten Abschnitts erarbeiteten Vorsprung (bis zu elf Zähler) brauchten die Rister also auf, fanden aber im richtigen und fast letzten Moment die passende Replik. Mitten in die Berliner Drangphase "platzten" in der Mitte des letzten Durchgangs Mac-Davis Duah und Marlon Pompey mit einer äußerst sehenswerten Aktion. Duah bediente den Kanadier, der per "Alley Oop" spektakulär abschloss. Wie gegen Stahnsdorf, doch diesmal "reverse".
Ihre nächste Partie bestreiten die 1. Herren am kommenden Sonnabend beim SC Rasta Vechta, bevor am 23. Oktober das Heimspiel gegen den USC Leipzig auf dem Programm steht.
Wer noch einmal auf den Krimi gegen ALBA II zurückblicken möchte und zudem weitere Stimmen zum Spiel hören will, der sollte am Montagabend Hamburg 1 Fernsehen einschalten. Im Rahmen der Sportsendung rasant (20:15 sowie 22:15 Uhr) wird ein Bericht über die Partie gesendet.
Statistik:
Viertelergebnisse: 12:13, 17:16, 20:13, 17:22
SC Rist (Punkte): Kiese (15), Leger (13), K. Gausa, Moysich (je 11), Pompey (7), Duah (4), Delic (3), E. Gausa (2), Hollmann, Laatzen, Maraite, Parohl.
ALBA Berlin II (Punkte): Grauel (16), Lennartz (13), Klein, Lotze (je 10), Ziegenhagen (6), Fülle (5), Saibou, Villarzu (je 2).
Schiedsrichter: Stefanie Oelfke/Nadeesh Kattur
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1. Herren: Zum ersten Saisonsieg gekämpft
Die Steinberghalle ist und bleibt ein guter Ort, wenn man sich gerne mal einen Basketball-Krimi anschaut. Und sie bleibt ein guter Ort für die 1. Herren des SC Rist, die am zweiten Spieltag der Saison 2010/2011 an ihre Heimstärke der vergangenen Spielzeit anknüpften und den RSV Teltow/Kleinmachnow/Stahnsdorf mit 65:61 bezwangen.
Nachdem der Auftakt in Wolfenbüttel vor Wochenfrist in die Hose ging, zeigten sich die Rister vor allem beim Rebounding stark verbessert, auch die Trefferquoten von jenseits der Dreierlinie sowie von der Freiwurflinie sahen gegen die Brandenburger deutlich freundlicher aus als im Duell mit den Herzögen. Was die Abpraller betraf, profitierte das Team von Headcoach Özhan Gürel vom Debüt des Kanadiers Marlon Pompey, der sich elf Rebounds sicherte. Aber nicht nur Pompey packte beherzt zu, auch seine Kollegen arbeiteten gewissenhaft. Insgesamt entschied der SC Rist dieses Duell mit 34:27 für sich. "Wer besser reboundet, der gewinnt das Spiel", pflegt Gürel zu sagen, und auch seinen zweiten Leitsatz ("Wenn wir den Gegner bei 60 Punkten halten, gewinnen wir meistens") füllte seine Mannschaft wieder einmal mit Leben. Vor große Probleme wurde die Wedeler Verteidigung allerdings mitunter von Alex Moosmann gestellt. Der US-amerikanische Aufbauspieler der Gäste trumpfte auf, suchte im Angriff häufig auf eigene Faust den Abschluss und traf nicht selten dann auch, während die Rister den fürwahr nicht minder korbgefährlichen Mychal Green gut im Griff hatten und Moosmanns Landsmann nur acht Zähler (bei zudem niedriger Trefferquote) gestatteten.
Jener Moosmann stellte kurz vor dem Ende des Anfangsabschnitts das 19:15 für die Gäste her, doch das sollten dann für einige Minute auch erst mal die letzten Stahnsdorfer Punkte gewesen sein. Denn nach der Viertelpause drehten die Rister auf, machten sich auf einen 12:0-Run. Die mittlerweile eingewechselten Jungspunde Kay Gausa und Tim Parohl trugen entscheidend dazu bei. Und Gausa rückte sich auch im weiteren Verlauf des zweiten Durchgangs immer mehr in den Vordergrund. Zweimal ließ es der 18-Jährige innerhalb von wenigen Sekunden per Dunking krachen und brachte damit die ohnehin schon wohltemperierte Steinberghalle zum Kochen. Nach einem kleinen Stahnsdorfer Zwischenspurt legten die Rister bis zur Halbzeit noch nach - das letzte Wort hatte jedoch Green mit einem "buzzer beater" für die Gäste.
Aber der Rister Express hatte nun Fahrt aufgenommen. Das famose zweite Viertel (22:9) galt als Muster, an das die Gürel-Mannen im weiteren Verlauf zwar nicht mehr ganz herankamen; aber sie agierten unverändert mutig und mit jeder Menge Biss. Nach einer kurzen Verschnaufpause jedoch. Denn es dauerte nach dem Seitenwechsel zunächst einmal fast fünf Minuten, ehe überhaupt eines der beiden Teams zu Punkten kam. Yannick Evans brach den Bann für die Brandenburger, allerdings prompt beantwortet von Erwin Gausa, der sauber aus der Mitteldistanz abdrückte und traf. Der RSV kam auf 39:35 und wenig später auf 41:36 (kurz vor Schluss des dritten Viertels zudem auf 63:61) heran, doch die Rister kannten auch hier stets die Antwort. Wieder einmal ging Mac-Davis Duah dabei vorbildlich voran, traf sicher von außen, tankte sich zum Korb durch oder bediente seine Kollegen. Äußerst sehenswert tat der 34-Jährige dies zu Beginn des letzten Abschnitts, als Pompey ein Zuspiel Duahs per Alley-Oop durch die Reuse donnerte. Die Zuschauer am Steinberg hatten ihren Spaß dran, die Gäste aus Brandenburger weniger. Doch der RSV kam wieder. Dank Moosmann. Eigenhändig verkürzte der Amerikaner von 56:43 auf 56:49 und blieb auch in der Folge die treibende Kraft der Eintracht. Als Duah sieben Sekunden vor Schluss einen von zwei Freiwürfen zum 63:59 traf, schien die Entscheidung gefunden. Bei einem anschließenden Dreier-Versuch Moosmanns wurde dieser jedoch gefoult, nutzte zwei seiner Freiwürfe, um auf 63:61 zu verkürzen. Näher kamen die Gäste indes nicht mehr, die letzten Punkte erzielte der ebenfalls gut aufgelegte Steffen Kiese - von der Linie.
Statistik:
Viertelergebnisse: 15:19, 22:9, 14:13, 14:20
SC Rist (Punkte): Duah (15), Kay Gausa (11), Kiese (10), Leger (9), Moysich (7), Pompey (6), Parohl (5), Erwin Gausa (2), Maraite, Wichers.
RSV Eintracht Teltow/Kleinmachnow/Stahnsdorf (Punkte): Moosmann (25), Evans (11), Haucke (9), Green (8), Langer (5), Büchsler (3), Marin, Moore, Schumann.
Schiedsricher: Nils Hennig/Michael Pieper
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1. Herren: Schlechte Quoten und Reboundschwäche machen sich bemerkbar
Die 1. Herren sind mit einer Niederlage in die Saison 2010/2011 gestartet. Bei den Herzögen Wolfenbüttel unterlag das Team von Headcoach Özhan Gürel mit 60:79. "Am Anfang waren wir schon sehr nervös", gab der 30-Jährige zu und sah, wie seine Mannschaft im ersten Viertel insbesondere in der Offense nicht viel auf die Reihe bekam. "Niemand hat getroffen, Wolfenbüttel ist eine Fast Break-Welle nach der anderen gelaufen. Das erste Viertel war grausam", bemängelte der Trainer. Der Ursprung dieser blitzschnellen Aktionen der Gastgeber lag meist in der Überlegenheit der Herzöge unter dem Korb. Diese setzte sich auch nach dem Anfangsabschnitt (9:21 aus Rist-Sicht) fort; nach 40 Minuten lagen die Niedersachsen in Sachen Rebounds mit 53:37 vorn.
Die Herzöge erarbeiteten sich einen Vorsprung, der sich um die 15 Punkte einpendelte und mitunter auch noch weiter anwuchs, "doch wir haben nie aufgegeben", nahm Gürel als positiven Aspekt aus dem ersten Saisonspiel mit. Ebenso allerdings auch die vielen Dinge, an denen es noch zu arbeiten gilt. "Unsere schlechte Wurfquote hat auch mit der Vorbereitung zu tun. Dann trifft man eben die Schüsse nicht, wenn man es muss", sagte der Coach. Nur zwei von 22 "Dreiern" fanden ins Ziel, insgesamt lag die Trefferquote aus dem Feld bei 31,1 Prozent, von der Freiwurflinie bei ebenfalls nicht berauschenden 52,2 Prozent. Optimistisch stimmte Gürel indes die Tatsache, dass sein Team sich zu Beginn des letzten Viertels mit einem 14:0-Lauf wieder ins Geschäft brachte und auf sechs Zähler (55:61) verkürzte. Die angeordnete Pressverteidigung zahlte sich aus: Mit Kay Gausa, Tim Parohl und Tobias Wichers trugen in dieser Phase drei Youngster entscheidend zur Aufholjagd bei. Doch dieses Hoch vermochten die Rister nicht bis zum Ende durchzuziehen und mussten stattdessen wieder Wolfenbüttel das Feld überlassen. Die Herzöge ließen den Vorsprung in der Endphase wieder anwachsen und errangen letztlich einen verdienten Sieg.
Ein ordentliches Debüt lieferte Michel Leger im Trikot des SC Rist ab: 16 Punkte und neun Rebounds gingen auf das Konto des Franko-Kanadiers. "Er hat erst ein Mal mit der Mannschaft trainiert. Dafür war seine Leistung schon sehr gut. Er ist immer ruhig geblieben und hat uns gute Möglichkeiten im Low Post verschafft, wenn er auf dem Feld stand", so Gürel, der im Übrigen von den Schiedsrichtern einen Protestvermerk auf dem Spielberichtsbogen notieren ließ. Im letzten Viertel wollte der Coach eine Tätlichkeit eines gegnerischen Akteurs an Kay Gausa gesehen haben.
Statistik:
Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 9:21, 17:23, 15:17, 19:18
SC Rist (Punkte): Leger (16), Kiese (10), Parohl (7), Delic, Duah (je 6), Moysich (5), Wichers (4), K. Gausa, Laatzen, Maraite (je 2), Dostal, Hollmann.
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BB-Cup: So lief es für 1. und 2. Herren
Wichtige Erkenntnisse wollte Headcoach Özhan Gürel aus den Testspielen seiner Mannschaft im Rahmen des BB-Cups in Lüneburg ziehen. Und das tat er auch. Allerdings andere als erhofft. Die vordergründige Feststellung: "Wir haben noch eine Menge Arbeit vor uns, doch die Zeit ist knapp. Momentan haben wir noch keine Zweitliga-Form", so der Trainer.
In der Vorrunde des Turniers (Spielzeit: 2x12 Minuten) bezwangen die Rister den BBC Rendsburg mit 51:34 sowie PSV Rostock (jeweils 2. Regionalliga) mit 51:39 und mussten gegen den MTV Itzehoe (1. Regionalliga) eine 46:50-Niederlage einstecken. In diesen Partien am Sonnabend standen Gürel Florian Moysich, Vedo Delic (beide fehlten ebenso am Sonntag), Florian Hollmann und Tobias Wichers nicht zur Verfügung. Auch Martin Maraite konnte am ersten Turniertag nur eine der drei Begegnungen absolvieren. Darüber hinaus waren die derzeit noch nicht in Deutschland weilenden Skouson Harker und Zack Frey nicht an Bord. Insbesondere unter dem Korb gerieten die Rister somit in Probleme, zumal mit Maraite im Moment ohnehin nur ein Center zur Verfügung steht.
"Wir haben gut gekämpft und wollten jedes Spiel gewinnen", freute sich Gürel über die richtige Einstellung seines Teams, musste aber ebenso feststellen: "Es gibt noch große Lücken." Panikmache oder Schwarzmalerei ist angesichts dessen jedoch eindeutig fehl am Platze, ebenso wenig wie andererseits Beschönigungen. Ein gesunder Realitätssinn ist gefragt, und dieser ist vorhanden. Weiterarbeiten und nicht lockerlassen, heißt die Devise des Trainers und seiner Mannschaft.
Am Sonntag - nun musste Tim Dostal krank passen - unterlagen die Rister dem VfL Stade (1. Regionalliga) mit 29:36, gegen dessen Staffelkonkurrenten ASC Göttingen behielt das Gürel-Team im Spiel um den dritten Platz dank eines "buzzer beaters" von Kay Gausa dann abschließend mit 53:52 die Oberhand.
Ihre nächsten Tests absolvieren die Rister am Ende der kommenden Trainingswoche beim "Pentosin-Cup" (10.-12. September) in der Steinberghalle.
Neben den 1. Herren ging auch die "Zweite" unter Leitung von Sebastian Gleim in Lüneburg an den Start. "Wir haben uns gut präsentiert und teils starke Leistungen gezeigt", sprach der Trainer seiner jungen Mannschaft ein Lob aus. Die mit wenig und teils noch so gut wie gar keiner Erfahrung im Erwachsenen-Sport ausgestatteten Jugendspieler trugen dazu ihren Teil bei, was Gleim mit Freude zur Kenntnis nahm. Gegen den ehemaligen Club des Trainers, BSG Bremerhaven, gewannen die Rister in der Gruppenphase mit 45:34, Niederlage gab es hingegen in den Duellen mit TK Hannover (2. Regionalliga) - Endstand 29:36 - sowie ASC Göttingen (41:49). Zumindest bei den Hannoveranern revanchierten sich die 2. Herren am Sonntag dann und gewannen das erneute Aufeinandertreffen (48:40). Zuvor gab es noch einen Sieg mit selbem Ergebnis gegen PSV Rostock.
1. Herren: Weichenstellung für die kommende Saison
Nach der Saison ist vor der Saison. Diesem Motto folgend wurden bei den 1. Herren bereits die ersten Entscheidungen in Bezug auf die Saison 2010/2011 getroffen. Anstelle von Jörg Gehrke hat Andreas Bollinger das Amt des Managers übernommen und wird sich demnach fortan um die Geschicke der Rister kümmern. An dieser Stelle sei Jörg Gehrke noch einmal ausdrücklich für seine großen Verdienste zum Wohle des SC Rist gedankt. Sein enormes Engagement und seine Leidenschaft für den Wedeler Basketball ist beispielhaft und hat Maßstäbe gesetzt.
Mit Andreas Bollinger folgt ihm ein Mann nach, der in den vergangenen zwei Jahren erfolgreich die 2. Herren als Coach betreut hat und dem SC Rist seit langer Zeit eng verbunden ist. In der abgelaufenen Spielzeit führte Bollinger die "Zweite" gemeinsam mit seinem Kollegen Thorsten Meyer auf einen hervorragenden dritten Platz in der 2. Regionalliga und machte die Mannschaft damit zur Nummer zwei im Einzugsgebiet des Hamburger Basketball Verbandes nach den 1. Herren. Während es auf dem Manager-Posten also einen Wechsel gab, kann der SC Rist vermelden, dass das Trainerteam der 1. Herren auch in der kommenden Saison von Özhan Gürel und Sebastian Gleim gebildet wird. Das Duo, das auch erheblich im Jugendbereich der Rister engagiert ist, beendete gerade die Aufstiegssaison in der 2. Bundesliga Pro B auf dem neunten Tabellenrang. "Wir setzen auf Kontinuität und freuen uns, dass unser Trainerteam in Wedel bleibt", sagten Bollinger und Siegmar Kuntze, 1. Vorsitzender des SC Rist, unisono.
SER präsentiert: Perfekter Saisonabschluss für die Rister
Mit einem 76:70-Heimsieg über die Würzburg Baskets haben die 1. Herren im Rahmen des Jugendtages einen perfekten Saisonabschluss gefeiert und am letzten Spieltag der 2. Bundesliga Pro B den neunten Platz in der Abschlusstabelle gesichert. 700 Zuschauer in der vollgepackten Steinberghalle sahen eine temporeiche und äußerst spannende Begegnung, in der die Rister nicht zuletzt dank einer überaus starken Leistung im letzten Viertel die Oberhand behielten.
Aus Sicht des Würzburger Trainers Marcel Schröder war vor allem die Wedeler Verteidigung ausschlaggebend für die Niederlage seines Teams, darüber hinaus bemängelte der Baskets-Coach das Rebound-Verhalten seiner Schützlinge. Insbesondere 14 Offensiv Rebounds des SC Rist schmeckten Schröder ganz und gar nicht. Sein Gegenüber Özhan Gürel schlug in dieselbe Kerbe: "Mit Martin Maraite, Paul Owusu und Marvin Willoughby haben uns unter dem Korb wichtige Spieler gefehlt, auch Sidiki Straub war wegen seiner Knieprobleme angeschlagen, doch das haben wir gut weggesteckt. Dass wir gegen eine Spitzenmannschaft wie Würzburg nur 13 Ballverluste hatten und nur 70 Punkte zugelassen haben, war ganz wichtig für den Sieg."
Die mit zahlreichen Schlachtenbummlern angereisten Gäste erwischten am Steinberg den besseren Start, führten nach gut fünfeinhalb Minuten mit 11:7. Doch blieb festzuhalten, dass sich beide Mannschaften - trotz leichter Würzburger Vorteile hier und da - auf ausgeglichenem Niveau begegneten. Erst kurz vor der Halbzeit brachte Dimitry McDuffie, der vor dem Tip-Off von Carsten Bierwirth (stellvertretender Vorstandsvorsitzender der AG 2. Liga) als "Youngster des Jahres" in der 2. Bundesliga Pro B ausgezeichnet wurde, die Baskets per "Dreier" ein wenig deutlicher (34:27) in Front, aber die Rister verkürzten noch: Nicht zuletzt dank John Davis, der mit dem Ertönen der Halbzeitsirene in den Würzburger Korb traf und somit auf 30:34 reduzierte, nachdem zuvor Stuart Turnbull einen Freiwurf verwandelt hatte.
Im Anschluss an die Halbzeit schienen die Vorteile wiederum zunächst auf Seiten der Würzburger. 32:42 lagen die Rister hinten, ehe sie das Heft mehr und mehr an sich rissen und die Partie zu drehen begannen. Vier Turnbull-Punkte in Folge machten den Anfang. Nach kurzem "Zwischenspiel" der Baskets folgte ein 8:0-Lauf der Rister, wobei Peter Huber-Saffer in dieser Phase am Brett nicht zu halten war und die Verteidigung der Gäste in große Probleme brachte. Und wiederum in letzter Sekunde war ein Wedeler vor dem Ablauf des Viertels zur Stelle. Steffen Kiese traf einen sehenswerten "Fade Away-Jumpshot" und glich damit zum 48:48 aus. Die Rister hatten spätestens jetzt so richtig Blut geleckt. Mit 10:4 eröffneten sich den Schlussabschnitt und sollten die Führung nicht mehr hergeben. Trotz knisternder Spannung und großer Intensität blieben die Hausherren auf dem Feld fast gelassen und hatten stets eine Antwort auf die Würzburger Fragen parat. Und auch die Freiwürfe fanden ins Ziel (in der nun beendeten Saison nicht immer eine Selbstverständlichkeit), als sich die Gäste am Ende dazu entschlossen, die Wedeler an die Linie zu bringen, um vielleicht doch noch den Weg in Richtung Auswärtssieg einzuschlagen.
Aber die Rister ließen sich nicht beirren und schenkten ihren Fans zum Abschluss der Saison einen Sieg, den sich nach getaner Arbeit ausgiebig mit den Anhängern feierten. Auf der obligatorischen Pressekonferenz nach der Partie bedankte sich Headcoach Özhan Gürel ausdrücklich bei den vielen ehrenamtlichen Helfern, ohne die diese tolle Saison nicht möglich gewesen wäre. Und nicht zuletzt dem scheidenden Manager Jörg Gehrke sprach der Trainer Dank für seinen enormen Einsatz zum Wohle des Vereins aus. Dem schließt sich der SC Rist an und sagt: Vielen Dank, Jörg!
Statistik:
Viertelergebnisse: 14:15, 16:19, 18:14, 28:22
SC Rist (Punkte): Turnbull (22), Duah (15), Huber-Saffer (12), Kiese (12), Davis (11), Gausa (2), Raquet (2), Delic, Laatzen, Meyer, Straub.
Würzburg Baskets (Punkte): McDuffie (29), Watkins (17), Heinrich (10), Schmidt (6), Hackenesch (4), Buss (2), Schneider (2), Elliott, Radulovic.
Schiedsrichter: Stefanie Oelfke / Holger Lohmüller
1. Herren: Letztes Auswärtsspiel der Saison gewonnen
Dank einer Leistungssteigerung im Laufe der Partie und einer tollen kämpferischen Leistung haben die 1. Herren am vorletzten Spieltag der 2. Bundesliga Pro B einen Auswärtssieg bei den Licher Basket Bären eingefahren und halten damit ihre Hoffnung am Leben, die Saison auf dem angestrebten einstelligen Tabellenplatz abzuschließen.
72:67 hieß es am Ende in Mittelhessen aus Sicht der Rister, die gegen die bereits als sportlicher Absteiger feststehenden Bären alles andere als einen gelungenen Start hingelegt hatten. "Zu Beginn haben wir einfach nichts getroffen. Egal ob von außen oder freie Korbleger - es ging nichts", so Headcoach Özhan Gürel. Da auch die Gastgeber wahrlich kein Offensiv-Feuerwerk abbrannten, hielt sich der Rückstand allerdings in Grenzen. Im Laufe des zweiten Abschnitts fanden die Rister aber zusehends das probate Mittel gegen die Licher Zonenverteidigung. Allerdings erst, nachdem die Hausherren auf 21:10 davon gezogen waren. Mit zwei "Dreiern" innerhalb von 42 Sekunden verkürzte Jonas Laatzen zunächst, wenig später ließ Mac-Davis Duah drei weitere Treffer von jenseits der 6,25 Meter-Markierung folgen und hatte dafür nicht einmal eine Minute gebraucht! Plötzlich waren die Rister also wieder auf Tuchfühlung. "Diese Dreier haben uns sehr auf die Sprünge geholfen und zurück ins Spiel gebracht", sagte Gürel.
Mit diesem Lauf im Rücken und zwei weiteren erfolgreichen Dreipunktwürfen (diesmal netzten Stuart Turnbull sowie John Davis ein) kam man im Anschluss an die Halbzeit weiter auf und ging in der Mitte des dritten Viertels mit 36:35 in Führung. In der Folge sah Gürel "ein sehr intensives Spiel" mit jeder Menge Körperkontakt und zwei hart verteidigenden Mannschaften. "Obwohl Lich schon abgestiegen ist und auch Mychal Green, der amerikanische Topscorer, nicht dabei war, hat der Gegner sehr stark gespielt", zollte der Coach den Bären seinen Respekt. Was ihn naturgemäß noch mehr freute, war die Tatsache, dass sein Team im Laufe des knappen Schlussabschnitts insgesamt die besseren Entscheidungen traf als Lich und sich auch nicht von Rückschlägen aus der Bahn werfen ließ. So musste etwa Center Martin Maraite einen Ellenbogencheck einstecken, der seine Nase erheblich lädierte. Doch der 27-Jährige wollte nicht aufgeben, sondern machte weiter. "Ein großes Lob an Martin. Er hat sich durchgekämpft", so Gürel. Derartig viel Einsatz wurde mit dem fünften Auswärtssieg der Saison belohnt.
Am kommenden Sonnabend steigt abschließend im Rahmen des Jugendtages das letzte Heimspiel gegen die Würzburg Baskets. Da die Hertener Löwen überraschend gegen Wolfenbüttel unterlagen und Würzburg zugleich gegen Nürnberg gewann, dürfen die Baskets weiter auf einen der ersten beiden Tabellenplätze spekulieren und damit auf den Aufstieg hoffen. Der Partie am Steinberg muss also auch aus diesem Grund noch einmal eine große Bedeutung beigemessen werden.
Statistik:
Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 10:14, 19:21, 18:12, 25:20
SC Rist (Punkte): Davis (16), Turnbull (15), Duah (12), Huber-Saffer (8), Maraite (7), Laatzen (6), Moysich (4), Gausa (2), Meyer (2), Kiese.
Scouting...
Signal Iduna präsentiert: 1. Herren gegen Weißenhorn
Özhan Gürel war stocksauer. Seine Mannschaft hatte das Heimspiel gegen den BC Weißenhorn mit 87:92 verloren und dabei eine klare Führung verspielt. "Wir haben den Sieg verschenkt. So etwas darf uns nicht passieren", sagte der Trainer des SC Rist in aller Deutlichkeit. "Während des Spiels sind Dinge passiert, die wir nicht dulden können. Das wird Konsequenzen haben", so Gürel, dem sauer aufstieß, dass nicht alle seine Akteure - auch auf der Bank - mit höchster Konzentration bei der Sache waren.
In sportlicher Hinsicht mussten sich die Rister einem Gegner geschlagen geben, den man phasenweise beherrschte, um ihn anschließend unnötigerweise wieder ins Geschehen kommen zu lassen. Zur Halbzeit lagen die Hausherren klar in Führung (48:30) und hatten insbesondere im zweiten Durchgang das Heft fest in der Hand. Die Rister verzeichneten deutliche Vorteile am Brett, zudem machte sich bemerkbar, dass die Gäste lediglich mit sieben Mann angereist waren (wobei Mario Simic angeschlagen in die Partie ging) und zudem alsbald mit Foulproblemen zu kämpfen hatten. Zwei 10:0-Läufe während des zweiten Viertels, die dank aggressiver Verteidigungsarbeit und daraus resultierenden Ballgewinnen sowie konzentrierter Abschlüsse zustande kamen, schienen das Gürel-Team auf den Pfad in Richtung Sieg gebracht zu haben.
Nach dem Seitenwechsel pirschten sich die Schwaben jedoch zurück ins Geschehen. Zwei "Dreier" von Cody Töpper und Calvin Brock verkürzten zunächst, und Ersterer war auch in der Folgezeit der bestimmende Mann in den Reihen Weißenhorns. Immer wieder kam der Deutsch-Amerikaner zum Korberfolg und brachte sein Team zum Ende des dritten Abschnitts somit auf sieben Zähler heran.
Ein Dreipunktwurf von Mac-Davis Duah sowie ein Korbleger John Davis' schienen die Verhältnisse aus Wedeler Sicht zu Beginn des Schlussviertels wieder zurechtzurücken. Doch weit gefehlt. Weißenhorn holte weiter auf. Bei den Ristern häuften sich die Ballverluste (insgesamt 30), die Übermacht unter dem Korb wurde kaum noch genutzt. Gut fünf Minuten vor Schluss waren die Gäste auf 71:70 herangekommen, um wenige Sekunden später dank eines "Dreiers" von Simic in Führung zu gehen. Abermals der Flügelspieler sowie Brock legten nach; von diesem Schock erholten sich die Rister nicht mehr. Am Ende überwogen Verzweiflungsaktionen - teils von Erfolg gekrönt - die jedoch die zweite Heimniederlage in Folge nicht mehr abwenden konnten. Dass Peter Huber-Saffer in der Schlussphase umknickte und humpelnd das Spielfeld verlassen musste, bedeutete einen weiteren Nackenschlag. Bleibt zu hoffen, dass der Center keine schwerwiegende Verletzung davongetragen hat.
"Wir haben Wedels Fehler ausgenutzt", nannte Weißenhorns Trainer Dario Jerkic den Hauptgrund für den Erfolg seiner Mannschaft. "Wir dachten, das Spiel beginnt um 19:30 Uhr und nicht um 19:00 Uhr und waren deshalb spät dran. So mussten wir ohne Besprechung ins Spiel gehen. Zu Beginn haben wir in der Defense wie eine Ü40-Mannschaft gespielt und lagen deshalb so hoch zurück", nahm der Coach die Gegebenheiten angesichts des Auswärtssieges verständlicherweise mit Humor.
Für die Rister geht es am kommenden Sonnabend (17. April) weiter mit dem Auswärtsspiel in Lich. Der angestrebte einstellige Tabellenplatz ist nach der Niederlage gegen Weißenhorn zunächst einmal unwahrscheinlicher geworden; zwei Chancen bleiben dem Team von Trainer Özhan Gürel allerdings noch.
Statistik:
Viertelergebnisse: 17:18, 31:12, 15:26, 24:36
SC Rist (Punkte): Davis (22), Turnbull (20), Huber-Saffer (14), Duah (9), Willoughby (8), Straub (6), Moysich (3), Raquet (3), Meyer (2).
BC Weißenhorn (Punkte): Töpper (25), Möbius (22), Brock (16), Simic (10), Soyer (8), Miller (7), McCollum (4).
Scouting...
Schiedsrichter: Michael Pieper / Niels Hennig
1. Herren: Siegesserie nimmt gegen Leverkusen ein Ende
Alles nimmt eben mal ein Ende. Auch die schönste Heimserie. Seit Mitte Dezember hatten die 1. Herren in der Steinberghalle nicht verloren und ergo sechs Siege in Folge eingefahren, doch gegen die Bayer Giants Leverkusen war Schluss. Mit 87:73 gewann der Mitaufsteiger aus dem Rheinland, überholte die Rister damit in der Tabelle und sicherte sich darüber hinaus auch den Gewinn des direkten Vergleichs.
"Wir haben zu viel geworfen, zu wenig getroffen und zu viele Ballverluste gehabt", brach Headcoach Özhan Gürel das Gesehene auf drei einfache Aspekte herunter. Insgesamt fand seine Mannschaft nie den Rhythmus der vergangenen, so erfolgreichen Wochen, die gewohnte Aggressivität in der Verteidigung ließ sich nur phasenweise ausmachen und zudem hatte es Gürels Team auch mit einem Gegner zu tun, der eine starke Leistung bot und über einige hervorragende Einzelkönner verfügte, die ihre Qualitäten ins Leverkusener Kollektiv einbrachten.
In der Anfangsphase profitierten die Rister insbesondere von der Treffsicherheit Stuart Turnbulls. Der Kanadier legte los wie die Feuerwehr und zeichnete für neun der ersten 13 Wedeler Punkte verantwortlich. Lag man zweieinhalb Minuten vor dem Ende des ersten Viertel noch mit 13:19 hinten, sorgte ein 8:0-Lauf der Heimmannschaft bis zur ersten Pause noch für die Führung. Und die Rister setzten im zweiten Durchgang nach. Zunächst verkürzte Max Brauer für Leverkusen per "Dreier", doch abermals sieben Zähler des Gürel-Teams sorgten für beste Stimmung unter den 400 Zuschauern. Insbesondere ein herrlicher Alley-Oop, den John Davis nach Zuspiel Turnbulls zelebrierte, riss die Fans von ihren Sitzen. Allerdings deutete sich bereits an, was im Laufe der Begegnung noch zum echten Problem für die Rister werden sollte. Die Trefferquote aus der Distanz ließ zu wünschen übrig. Konnten Gürels Schützlinge dieses Manko bis zur Halbzeit (40:43) noch kaschieren, so machte es sich später doch klar bemerkbar. Am Ende der Begegnung standen 30 "Dreier" und nur fünf Treffer.
Stück für Stück schlichen sich die Bayer-Akteure im Anschluss an den Seitenwechsel davon. Mit den Spöler-Brüdern Ben und Tom, die beide angeschlagen in die Partie gegangen waren, und dem unauffälligen, aber enorm effizienten US-Amerikaner Hunter Henry hatte Coach Stephan Ruers Akteure in seinen Reihen, die die Wedeler Defense zusehends in Schwierigkeiten brachten. Das Trio profitierte dabei auch von den umsichtigen Guards Farid Sadek und Rodney Foster, wobei Letzter nicht nur als Passgeber, sondern auch als Scorer in Erscheinung trat. Sein Landsmann Henry hingegen hielt sich anders als so oft von außen zurück, punktete dafür am Brett mit einer überragenden Quote von 90 Prozent (9/10). Dennoch besaßen die Rister am Ende des dritten Durchgangs beim Stande von 57:63 noch jegliche Chancen, um doch noch ihren siebten Heimsieg in Folge zu feiern.
Aber dazu hätte es insbesondere in der Offensive einer besseren Leistung an diesem Sonnabend bedurft. Nur zwei von 13 "Dreiern" fanden im Laufe der letzten zehn Minuten ins Ziel, auch ansonsten trafen die Bayer-Akteure insgesamt die besseren Entschlüsse in einer Partie, die bis zur Halbzeit noch sehr ausgeglichen schien. Der eine oder andere vermeidbare Ballverlust kam auf Gastgeber-Seite hinzu. Ein 9:0-Lauf Leverkusens zum 59:74 aus Wedeler Sicht glich schon beinahe einer Entscheidung. Zwar schöpften die Rister und ihre Anhänger kurzzeitig noch einmal Hoffnung, als Turnbull und Delic aus der Distanz einnetzten, mehr als ein Aufbäumen sollte dies dann allerdings nicht mehr sein. Die Gäste sicherten sich schließlich verdientermaßen den Sieg und verpassten der Mannschaft von Özhan Gürel damit bei ihren Bemühungen, die Saison auf einem einstelligen Tabellenplatz zu beenden, einen Dämpfer.
Der Fernsehsender Hamburg1 zeigt im Rahmen seiner Sportsendung "rasant" am Montag (20:15 Uhr sowie 22:15 Uhr) bewegte Bilder und Stimmen zur Partie. Das nächste Spiel der Rister findet am 10. April (19:00 Uhr, Steinberghalle) statt. Der Gegner heißt dann BC Weißenhorn.
Statistik:
Viertelergebnisse: 21:19, 19:24, 17:20, 16:24
SC Rist (Punkte): Turnbull (19), Huber-Saffer (11), Davis (10), Duah (9), Moysich (8), Straub (6), Delic (5), Kiese (3), Meyer (1), Willoughby (1), Gausa, Owusu.
Bayer Giants Leverkusen (Punkte): Henry (20), Ben Spöler (19), Foster (16), Tom Spöler (12), Sadek (10), Mönninghoff (4), Brauer (3), Jördell (3), Thimm.
Scouting...
Schiedsrichter: Martin Suckfüll / Katja Wilke


























































































































