Spielberichte
1. Herren: Arbeitssieg gegen Berlin
Die 1. Herren bezwangen am Mittwochabend ALBA Berlin II mit 88:84 nach Verlängerung und untermauerten damit ihr Ziel, die Playdowns zu vermeiden und den neunten Platz oder sogar die Playoffs zu erreichen. Noch ist alles möglich, die Voraussetzung ist ein Heimsieg am 25. Februar gegen die Herzöge Wolfenbüttel. Über den Rest werden dann die Ergebnisse der Konkurrenz entscheiden.
Gegen Berlin taten sich die Rister zwischenzeitlich schwer, nachdem ihnen ein passabler Start geglückt war. "Uns fehlte ein wenig die Konzentration", sagte Headcoach Özhan Gürel mit Blick auf das zweite und insbesondere dritte Viertel. Die zunächst sehr effektive Arbeit in der Defense war nicht mehr vorhanden, die Gäste kamen zu einfach zum Abschluss und nutzten ihre Chance. Sebastian Fülle präsentierte sich als guter Distanzschütze, mit Cem Dinc und Darren Stackhouse hatte ALBA zudem zwei starke Innenspieler an Bord. Auf Wedeler Seite war durchgängig eigentlich nur Anthony Pettaway ein Fels in der Brandung. Der US-Amerikaner stellte abermals seine enorme Vielseitigkeit in der Offense unter Beweis, scorte in unterschiedlichster Art und Weise und langte auch beim Offensiv Rebound hin.
Nachdem Berlin zu Beginn des letzten Abschnitts auf 63:54 enteilt war, nahm Gürel eine Auszeit und brachte seine Jungs auf Kurs, die sich nun am Riemen rissen und sich auch dank der tollen Unterstützung der Fans zurückkämpften. Ein 14:2-Lauf der Rister tat den Gästen mächtig weh. Berlin wirkte angeschlagen, rettete sich dank Fülle und eines Korblegers von Dinc eine Sekunde vor dem Ende des letzten Viertels aber gerade noch in die Verlängerung. Hier ging es zunächst hin und her. Auf Wedeler Seite waren Patrick Wischnewski per "Dreier" sowie Ismet Akpinar mit fünf Punkten die Protagonisten, Berlin hielt mit Mauricio Marin und Stackhouse dagegen. Fabian Böke mit einem Wurf aus der Mitteldistanz sowie einem Block gegen Stackhouse brachte die Wedeler 1:30min vor Schluss einen großen Schritt in Richtung Heimsieg, Pettaway legte nach. In den restlichen Sekunden verteidigten die Wedeler ihren Vorsprung. "Das Spiel war die ganze Zeit sehr intensiv. Gott sei Dank hat ALBA zum Schluss nicht mehr so effektiv gespielt wie zwischendurch. Wir hatten Fülle und Stackhouse zu lange nicht im Griff", sagte Gürel.
Statistik:
Viertelergebnisse: 21:17, 17:20, 14:22, 21:14, 15:11 (Verlängerung)
SC Rist (Punkte): Pettaway (30), Johnston (13), Akpinar, Wischnewski (je 11), Gausa (8), Böke (6), Huber-Saffer (4), Stielow (3), Lühring (2), Laatzen, Moysich, Parohl.
ALBA Berlin II (Punkte): Stackhouse (21), Fülle (19), Dinc (15), Marin (9), Ney, Schumann (je 7), Müller (6), Blessig, Herwig, Kleiner.
Schiedsrichter: André Jürgens / Dennis Sirowi
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1. Herren: Bittere Klatsche in Wulfen
Das hatten sich die 1. Herren ganz anders vorgestellt. In Herten oder Wulfen wollten sie einen "big point" landen, um so die Chancen auf die Playoffs zu erhöhen, doch nach der klaren Niederlagen (57:82) vom Sonnabend ist klar: Nun wird es ganz schwer. "Jetzt muss schon fast ein Wunder passieren, damit wir noch in die Playoffs kommen. Für uns geht es um den neunten Platz, damit wir die Abstiegsrunde vermeiden. Und auch das wird sehr eng", sagte Headcoach Özhan Gürel nach der Niederlagen gegen die Münsterländer.
"Leider haben wir dem Gegner am Anfang das Gefühl gegeben, dass er das Spiel gewinnen kann. Die Wulfener waren motivierter, wir haben sie unterschätzt, obwohl wir in den letzten Tagen immer darüber gesprochen haben", so Gürel. Von Beginn an fanden die Rister in der Offense nicht die richtigen Mittel, sondern schossen Fahrkarte um Fahrkarte. "Wir haben so schlecht von außen getroffen, dass Wulfen die Räume unter dem Korb noch enger gemacht hat und es unseren big men damit sehr schwer gemacht hat. Dazu kam, dass wir sehr schwach gereboundet haben", bemängelte der Rist-Trainer. Die Gastgeber sicherten sich 46 Abpraller, die Rister lediglich 32. Gürel wies seine Mannschaft in aller Deutlichkeit auf die Schwächen hin - die Rister steigerten sich nach der Halbzeit zunächst in der Defense, doch im Angriff ging weiterhin kaum etwas. Nur zwei von 22 "Dreiern" fanden ins Ziel, insgesamt betrug die Feldwurfquote mickrige 26,2%. Ein weiterer statistischer Indikator: Wulfens US-Amerikaner Dijon Smith und Steve Briggs verbuchten gemeinsam einen beinahe ebenso so hohen Effektivitätswert (nämlich 35) wie die gesamte Wedeler Mannschaft zusammen: 38. "Wulfen wollte es mehr als wir, leider haben wir damit auch den direkten Vergleich verloren", so Gürel.
"Wir werden das Spiel jetzt gründlich aufarbeiten", kündigte er an. Zwei Partien bleiben seinem Team noch (am 15.2. gegen ALBA, am 25.2. gegen Wolfenbüttel, jeweils in der Steinberghalle), um die Playdowns abzuwenden, allerdings ist dazu mittlerweile auch fremde Hilfe nötig.
Statistik:
Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 15:20, 17:21, 18:17, 7:24
SC Rist (Punkte): Johnston (14), Pettaway (13), Böke, Huber-Saffer (je 8), Gausa (5), Wischnewski (4), Akpinar, Lühring (je 2), Duah (1), Laatzen, Moysich.
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1. Herren: Niederlage gegen treffsichere Löwen
Die 1. Herren unterlagen am Mittwochabend den Hertener Löwen mit 84:95 und warten damit weiter auf den ersten Auswärtserfolg des Jahres 2012.
"Schade, wir haben uns gut präsentiert und hatten eine Chance, das Spiel zu gewinnen. Wir haben bis zur letzten Sekunde gekämpft, aber leider in der entscheidenen Phase am Ende nicht mehr gescort. Mit Augie Johnston und Anthony Pettaway hatten wir nur zwei Leute, die permanent gepunktet haben, leider hatte Patrick Wischnewski in der Offense einen schlechten Tag. Ein paar mehr Punkte von ihm und es hätte vielleicht ganz anders ausgesehen. Obwohl bei uns zwei big men fehlten, haben wir das Reboundduell gewonnen: dafür Kompliment an meine Mannschaft", bilanzierte Trainer Özhan Gürel.
Die Hertener Gastgeber erwischten den besseren Start und sollten nahezu während der gesamten Partie in Führung liegen. Doch was zeitweise nach einer klaren Angelegenheit aussah, wurde letztlich ziemlich spannend. Vor der Halbzeit hielt Augie Johnston die Rister mit 17 Punkten fast alleine im Spiel, während Patrick Wischnewski (nur ein Treffer bei 13 Versuchen im ersten und zweiten Viertel) diesmal nicht so zum Zuge kam wie in den vergangenen Begegnungen. Herten lag nach 20 Minuten mit 45:38 in Front, spielte allerdings gewissermaßen mit Handicap, da Topscorer Zamal Nixon bereits zu diesem Zeitpunkt vier Fouls (inklusive eines technischen) auf dem Konto hatte.
Nach der Pause stellte Johnston in der 25. Minute erstmals seit dem 0:0 Gleichstand (50:50) her. Aber die Rister mussten den Gegner zunächst wieder ziehen lassen. Dazu trugen auch zwei technische Fouls bei, die Johnston und Jonas Laatzen in der Mitte des dritten Viertels innerhalb von weniger als 20 Sekunden wegen Floppings erhielten. Immer wieder waren die Löwen aus der Distanz erfolgreich (insgesamt 14/31 von jenseits der Dreierlinie) und brachten bis zum Ende des dritten Abschnitts neun Zähler zwischen sich und den SC Rist. Stück für Stück kämpften sich Gürels Jungs im Schlussviertel heran und gingen 3:32 Minuten vor dem Ende dank eines Johnston-Korblegers mit 84:83 in Führung. Doch das war's dann auch. Anschließend gelang kein Treffer mehr, während Herten nicht zuletzt dank weiterer "Dreier" von Nixon und Joshua Taylor zum Sieg eilte.
Am Sonnabend sind die Rister wieder auswärts gefordert, und zwar nur rund 20 Kilometer von Herten entfernt, beim BSV Wulfen, der am Mittwochabend bei den Herzögen Wolfenbüttel verlor. Fabian Böke wird aufgrund seiner im Training erlittenen Knöchelverletzung wahrscheinlich fehlen, ein Einsatz von Florian Moysich (krank) ist noch ungewiss, während Peter Huber-Saffer voraussichtlich wieder spielen kann.
Statistik:
Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 19:21, 19:24, 26:28, 20:22
SC Rist (Punkte): Johnston (34), Pettaway (17), Gausa (9), Akpinar (8), Lühring (7), Wischnewski (6), Laatzen (3), Duah, Parohl, Stielow.
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1. Herren: Ein überzeugender Heimsieg
Die 1. Herren bleiben in der Steinberghalle auf Erfolgskurs. Am Sonnabend bezwangen sie den RSV Eintracht Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf deutlich mit 78:56 und überzeugten dabei, wenn man von einer kurzen Phase im dritten Viertel absieht, mit starker Verteidigung und geschlossenem Mannschaftsspiel.
Besonderen Wert legte Headcoach Özhan Gürel auf die Tatsache, nur acht Offensiv Rebounds der Gäste zugelassen zu haben. "Stahnsdorf ist eine der besten Mannschaften der gesamten Pro B in dieser Kategorie, deswegen war das ein wichtiger Faktor. Und unsere 24 Assists zeigen, wie gut wir als Team gespielt haben." Kai Buchmann, Assistant Coach der Brandenburger, hingegen sagte: "Wedel war wieder sehr gut auf uns eingestellt. Das war von hinten bis vorne einfach kein gutes Spiel von uns."
Die Wedeler gingen zu Beginn der Partie mit 6:0 in Front, woraufhin der RSV die erste Auszeit nahm, und sollten die Führung während der gesamten Begegnung nicht einmal an den Gast abtreten. Unter dem Korb entwickelte sich die erwartete "Schlacht" der Riesen, die selbst ohne Peter Huber-Saffer (Zehenverletzung) letztlich in Sachen Rebounds (43:31) und Points in the Paint (32:26) zugunsten der Rister ausfiel. Die gefährlichen US-Amerikaner der Brandenburger kamen zunächst kaum zur Geltung, nur ansatzweise ließen sie ihre Qualitäten aufblitzen und waren ansonsten bei den Gastgebern in guten Händen.
Zur Halbzeit führte der SC Rist mit 40:25. Im Anschluss an die Pause machte man zunächst konzentriert weiter und traf in Person von Mac-Davis Duah und des erneut glänzend aufgelegten Patrick Wischnewski von jenseits der Dreierlinie. Doch in der Mitte des dritten Abschnitts gelang dem RSV ein 11:0-Lauf, der den Wedeler Vorsprung auf neun Zähler schrumpfen ließ. "Vor allem unsere Guards haben da aber die richtigen Antworten gehabt", freute sich Gürel. Augie Johnston glänzte wie in den vergangenen Wochen als Passgeber (sechs Assists) - während sein Kollege Wischnewski (5/6 Dreier) immer wieder eiskalt vollstreckte.
"Ein großes Dankeschön auch an die Zuschauer für die tolle Unterstützung", so Gürel, dessen Mannschaft nun den Schwung aus den guten Heimspielen 2012 mitnehmen möchte, um auch auswärts zu punkten. In den kommenden Tagen gibt es dazu die doppelte Gelegenheit: Am Mittwoch, den 1. Februar, bei den Hertener Löwen und am Sonnabend, den 4. Februar, beim BSV Wulfen.
Statistik:
Viertelergebnisse: 21:14, 19:11, 17:20, 21:11
SC Rist (Punkte): Wischnewski (19), Pettaway (16), Böke (10), Akpinar (9), Johnston (7), Duah, Laatzen, Stielow (je 3), Gausa, Lühring, Parohl (je 2).
RSV Eintracht Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf (Punkte): Watson (12), Bennett, Evans (je 11), Haucke, Williams (je 8), Schoeps (4), Mackeldanz (2), Modersitzki.
Schiedsrichter: Holger Lohmüller / Benjamin Dirks
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1. Herren: Jones ärgerte die Rister, doch die fanden das Gegenmittel
Ein souveränder Heimsieg gegen den Tabellenletzten SSV Lok Bernau lässt die 1. Herren weiter optimistisch in die Zukunft schauen, was den Kampf gegen die Abstiegsrunde betrifft. Mit 94:72 gewannen die Rister und lieferten dabei eine gute Teamleistung ab.
Der wohl entscheidende Faktor zum Sieg: Die Steigerung in der Defense nach der Halbzeit. Denn im zweiten Viertel schlichen sich in der Verteidigung einige Nachlässigkeiten ein, die insbesondere der furios auftrumpfende Jermale Jones auf Bernauer Seite ausnutzte. "Das war teilweise eine One-Man-Show", sagte Rist-Coach Özhan Gürel. Jones traf vor der Halbzeit sämtliche seiner sechs Versuche von jenseits der Dreierlinie und hatte nach 20 Minuten Spielzeit bereits 22 Punkte erzielt. Doch Gürel fand die Lösung: Mit Beginn des dritten Viertels verteidigte Tim Parohl den US-Amerikaner und nahm ihn aus der Partie. "Ein großes Kompliment an Tim für seine Leistung", sagte Gürel. Jones blieb im dritten Durchgang ohne Punkte und erzielte im letzten Viertel auch nur noch fünf - darunter ein "Dreier" aus schier unmöglicher Position: Kein Vergleich zu dessen Auftritt vor der Pause.
Zwar übernahmen im Anschluss an die Halbzeit zunächst Jones' Teamkollegen und brachten Bernau mit 47:46 in Führung, doch die Rister fanden nicht zuletzt dank der nun wieder deutlich wirkungsvolleren Defense schnell ihre Linie. Ein 14:0-Lauf bis zur finalen Viertelpause und ein Absetzen auf 71:54 schufen weitere Klarheit. Und die Rister blieben konzentriert und erhöhten weiter. 6:24 Minuten vor dem Ende brachte Fabian Lühring das Heimteam per Freiwurf mit 20 Zählern in Front (78:58): spätestens jetzt ließ die Gegenwehr der Brandenburger spürbar nach.
"Wir müssen zuhause weiter so stark spielen und weiter gewinnen", sagt Gürel mit Blick auf den zu vermeidenden Gang in die Playdowns. "Direkt nach dem Spiel haben die Jungs in der Kabine schon davon gesprochen, dass wir wegen der knappen Niederlage aus dem Hinspiel noch eine Rechnung mit Stahnsdorf offen haben. Ich hoffe, dass wir nächste Woche auch wieder so gut von den Zuschauern unterstützt werden und gemeinsam den nächsten Heimsieg holen können", so der Coach.
Statistik:
Viertelergebnisse: 23:16, 23:25, 25:13, 23:18
SC Rist (Punkte): Pettaway (24), Wischnewski (20), Johnston (14), Böke (12), Duah (7), Huber-Saffer (6), Moysich (4), Lühring (3), Gausa, Parohl (je 2), Laatzen.
SSV Lok Bernau (Punkte): Jones (27), Schekauski (14), Trzcionka (11), Woody (6), Dathe, Klein (je 4), Langer (3), Mier (2), Rathke (1), Heide.
Schiedsrichter: Stefanie Oelfke / Bastian Bänsch
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1. Herren: Start geglückt!
Die ersten Punkte im neuen Jahr sind eingefahren. Die 1. Herren bezwangen am Sonntagabend die Schwelmer Baskets mit 89:80 und halten damit die Hoffnung aufrecht, den Gang in die Abstiegsrunde zu vermeiden.
Insbesondere vor der Halbzeit fanden die Gäste kein Mittel gegen die auftrumpfenden Wedeler. Unter den Körben war Hoheitsgebiet der Rister, was sich nicht zuletzt in der deutlichen Reboundüberlegenheit ausdrückte. In der Anfangsphase bekamen die Hausherren wichtige Impulse von Mac-Davis Duah, der sicher von der Dreierlinie traf und in der Verteidigung wirkungsvoll die Kreise von Schwelms Topscorer Jason Holmes störte. Keine Antwort hatten die Gäste auf den Auftritt von Fabian Böke parat, der mitunter sträflich frei stand und aus der Mitteldistanz sicher vollstreckte. Dass der Power Forward am Ende auch noch 13 Rebounds auf dem Konto hatte, unterstrich seine starke Leistung. Das hatte auch für Patrick Wischnewski zu gelten, der bei seinem Debüt für den SC Rist überzeugte, und seinen ehemaligen Teamkollegen 14 Zähler einschenkte.
"Ja, wir waren unter dem Korb überlegen, aber am wichtigsten fand ich, wie gut wir als Team zusammengespielt haben", lobte Coach Özhan Gürel. Dass nach der Halbzeit mitunter der Schlendrian einkehrte und Schwelm verkürzte, ließ böse Erinnerungen an die Partie gegen Vechta Mitte Dezember aufkommen. Doch die Rister bewiesen, dass sie ihre Lektion aus der damaligen Erfahrung gelernt haben und brachten den Sieg unter Dach und Fach.
Statistik:
Viertelergebnisse: 19:14, 29:14, 23:30, 18:22
SC Rist (Punkte): Böke (20), Pettaway (18), Duah, Wischnewski (je 14), Johnston (8), Huber-Saffer (7), Gausa (5), Moysich (3), Akpinar, Laatzen, Lühring, Parohl.
Schwelmer Baskets (Punkte): Holmes (24), Kramer (13), Starr (12), Bunts (10), Dücker (9), Malinowski (7), Speier (4), Dohmen (1), Agyapong, Schermeng.
Schiedsrichter: Daniel Sommerweiß / André Jürgens
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1. Herren: Als es brenzlig wurde, übernahm Florian Moysich
"Es ist sehr erfreulich, dass wir das Jahr mit einem Sieg abschließen konnten", sagte Coach Özhan Gürel im Anschluss an den 87:83-Auswärtssieg seiner Mannschaft bei der BG Dorsten. Die Leistung gegen die Münsterländer sei die richtige Antwort auf die Kritik der vergangenen Wochen gewesen, so der Trainer. "In der Offense haben wir frei gespielt, was uns gegen Dorsten sehr geholfen hat. Obwohl wir viel zu viele Offensiv Rebounds zugelassen haben, fand ich, dass wir unter dem Korb insgesamt gut gearbeitet haben und dort unsere Stärken ausgenutzt haben. Blake Poole war unglaublich. Der hat für Dorsten 18 Rebounds, davon elf in der Offense geholt", sagte Gürel.
In der entscheidenden Phase des letzten Viertels nahm Florian Moysich das Heft in die Hand und hielt kräftig dagegen, als sich die Gastgeber noch einmal mit aller Macht gegen die drohende Heimniederlage stemmten. Drei "Dreier" innerhalb von weniger als zwei Minuten ließ Dorsten vom Stapel, nur jeweils unterbrochen von Moysichs Antworten in Form von acht Zählern. "Florian hat sehr viel Verantwortung übernommen und hervorragend getroffen. Das freut mich sehr", sagte Gürel. Dass seine Mannschaft bereits vor der Halbzeit drei Akteure mit drei persönlichen Fouls zu verzeichnen hatte, habe das Team sehr gut verkraftet, meinte er.
Am Freitag absolvieren die Rister im Rahmen des traditionellen Weihnachtsevents unter dem alljährlichen Motto "Merry Ristmas" noch die Partie gegen die Rister Allstars mit zahlreichen "Legenden und Legionären" des SC Rist und gehen anschließend in eine kurze Pause. Am 28. Dezember wird dann das Mannschaftstraining wieder aufgenommen.
Statistik:
Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 19:21, 16:15, 26:21, 26:26
SC Rist (Punkte): Moysich (19), Böke, Pettaway (je 16), Johnston (12), Gausa (8), Huber-Saffer (7), Parohl (5), Duah, Lühring (je 2), Akpinar, Laatzen, Stielow.
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1. Herren: Niederlage in letzter Sekunde
Erwachsene Männer wälzten sich auf dem Boden und bildeten ein menschliches Knäuel, auf der Tribüne tobten die Rasta-Anhänger. Die Gäste feierten, als hätten sie soeben die Meisterschaft gewonnen. Dirk Mädrichs Korbleger nur Sekundenbruchteile vor dem Ertönen der Schlusssirene sorgte auf der einen Seite für Siegesgebrüll - auf der anderen Seite war Stille. Den Ristern stand der Schreck nach dem bitteren Knock out ins Gesicht geschrieben. 87:89 hieß es aus Wedeler Sicht am Ende einer überaus spannenden Begegnung.
"Rist war 39 Minuten lang die bessere Mannschaft", sagte Pat Elzie nach der Partie und man merkte Vechtas Coach an, wie unangenehm es ihm war, seinem früheren Club eine derartige Niederlage beigefügt zu haben. Natürlich freue er sich über den Punktgewinn seines Teams, doch für seine vielen Wedeler Freunde tue es ihm leid, so der Trainer, der 2003/2004 den SC Rist mit einer phänomenalen Aufholjagd vor dem Abstieg aus der 1. Regionalliga gerettet hatte. Einer seiner Spieler damals stand ihm diesmal als Trainerkollege gegenüber und trauerte der verpassten Möglichkeit hinterher, dem Titelkandidaten ein Bein zu stellen: "Vechta hatte zum Schluss zwei Punkte mehr als wir, nur das zählt im Endeffekt", sagte Özhan Gürel. Das erste von zehn Endspielen um die Playoffs habe seine Mannschaft verloren, am kommenden Wochenende gegen Dorsten ist das Ziel ebenso klar: Ein Sieg muss her. "Ich muss die Jungs nicht motivieren. Keiner von ihnen will in die Abstiegsrunde, wir wollen noch die Playoffs erreichen. Wir haben heute sehr gut gekämpft, aber leider hatten wir in den letzten Minuten so viele Ballverluste wie zuvor im gesamten Spiel. Vechta hat in der Schlussphase immer besser verteidigt und ist so herangekommen", meinte der Coach. In den vorherigen Minuten lag sein Team zwischenzeitlich mit 17 Punkten in Führung und schien das Geschehen im Griff zu haben. Mac-Davis Duah und Peter Huber-Saffer absolvierten ihre bisher wohl besten Saisonleistungen und wenn es einmal eng wurde, ließ es Augie Johnston "Dreier" mit perfekter Quote regnen.
Vechtas Mädrich gab seinem Team in der 39. Minute per "Dreier" und Korbleger die höchste Gästeführung des Spiels (82:85). Duah glich nervenstark mit einem erfolgreichen Langdistanzwurf aus. Marvin Boadu übernahm die Verantwortung für Rasta und tankte sich zum Korb durch, um 24 Sekunden vor Schluss Vechta wieder in Front zu bringen. Nach einer Auszeit der Gäste gaben die Hausherren den Ball in Huber-Saffers Hände, der acht Sekunden vor Schluss sicher zum 87:87 vollendete. Ein Angriff sollte Vechta noch bleiben. Wieder zeigte Boadu Herz und zog zum Korb. Der Ball sprang allerdings vom Ring zurück. Mädrich krallte sich den Offensiv Rebound und netzte geistesgegenwärtig ein, ehe ein Wimpernschlag später der Buzzer die Partie beendete.
Statistik:
Viertelergebnisse: 27:12, 18:30, 29:17, 13:30
SC Rist (Punkte): Pettaway (20), Johnston (18), Huber-Saffer (17), Duah (15), Böke, Gausa (je 5), Lühring (4), Moysich (3), Akpinar, Laatzen, Parohl, Stielow.
SC Rasta Vechta (Punkte): Rudowitz (25), Boadu, Mädrich (je 16), Stückemann (14), Reid (13), Krause (3), Heitzhausen (2), Goehrke.
Schiedsrichter: Boris Schmidt / Dennis Sirowi
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1. Herren: Kein Punktgewinn im Rheinland
"Es wird immer enger", sagte Özhan Gürel im Anschluss an die Niederlage der 1. Herren bei den Bayer Giants Leverkusen (81:85) und meinte den Kampf um die Playoffs bzw. das Vermeiden einer erneuten Teilnahme an der Abstiegsrunde.
"Die Jungs haben sehr gut gekämpft, und es ist echt schade, dass wir dieses Spiel verloren haben", so der Trainer weiter. 50 Minuten lang standen die Rister den Giants gegenüber, am Ende der zweiten Verlängerung trafen die Gastgeber die besseren Entscheidungen, während Gürel haderte: "Unsere Krankheit, dumme und unnötige Fouls zu begehen, kam in der Schlussphase leider wieder zum Vorschein." Zweieinhalb Minuten vor dem Ende der Partie lag man mit vier Punkten in Führung, doch Bayer sollte noch acht Punkte - allesamt per Freiwurf - erzielen, während dem SC Rist keine Zähler mehr gelangen. Zehn Sekunden waren noch zu absolvieren (Leverkusen lag mit 84:81 vorn), als Augie Johnston versuchte, per "Dreier" auszugleichen. Der erste Versuch schlug fehl, doch Mac-Davis Duah schnappte sich den Offensiv Rebound. Die mögliche zweite Wurfchance kam allerdings nicht zustande, stattdessen unterlief ein Ballverlust, der die Hoffnung auf den Ausgleich endgültig zerstörte.
Dass die Rister vor der Halbzeit meist der Musik hinterher liefen, änderten sie im Anschluss an den Seitenwechsel: "Wir haben uns in der Defense sehr gesteigert", sagte Gürel, der sich zur Halbzeit noch über 43 kassierte Punkte geärgert hatte. "Das nächste Spiel gegen Vechta am Samstag ist wirklich schon eine Art do or die-Spiel für uns. Und wir brauchen dabei jede Unterstützung der Fans", so Gürel mit Blick auf die Tabellensituation und die Bemühungen, die Playoffs zu erreichen.
Statistik:
Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 18:23, 17:20, 19:16, 15:10, 12:16 (Verlängerung)
SC Rist (Punkte): Pettaway (27), Johnston (20), Gausa (11), Duah (10), Lühring (5), Moysich (4), Akpinar, Parohl (je 2), Laatzen, Ruppert, Stielow.
Scouting...
1. Herren: Einfach zu viele Fehler
"Das war heute wie 2. Regionalliga gegen 2. Bundesliga. Ich bin froh, dass wir nicht mit 40 Punkten verloren haben", sagte ein frustrierter Özhan Gürel im Anschluss an die 75:92-Niederlage seiner Mannschaft bei den Herzögen Wolfenbüttel.
In der Offense besaßen die Rister große Probleme und ließen sich von den aggressiv verteidigenden Niedersachsen die Butter vom Brot nehmen. Hinzu kam, dass Augie Johnston einen schlechten Tag erwischte und Fabian Böke aufgrund akuter Rückenschmerzen nicht zum Einsatz kam. Im Abschlusstraining am Freitag noch hatte er mitgemischt, doch vor dem Spiel ging plötzlich nichts mehr. Im Laufe der Partie suchten die Rister ihr Heil (zu) oft im Distanzwurf und trafen allerdings kaum. Da Anthony Pettaway lange aufgrund von Foulproblemen auf der Bank saß, kämpfte sich Fabian Lühring durch und lieferte eine starke Leistung ab: "Er kann kaum noch stehen, ihm tut alles weh", sagte Gürel nach der Partie über seinen aufgrund von Knieproblemen angeschlagen an den Start gegangenen Center. Doch das größte Unbehagen bereiteten dem Trainer die Ballverluste, insgesamt 23 an der Zahl: "Das waren zum Teil unglaubliche Fehler. Ich kann mir nicht erklären, wie das sein kann. Echt bitter", sagte er.
Zwar steigerten sich die Rister im Schlussabschnitt auch aufgrund der nunmehr nicht mehr derartig effektiven Wolfenbütteler Defense, die Niederlage mit 17 Punkten Differenz war aber nicht abzuwenden - im direkten Vergleich haben die Niedersachsen damit deutlich die Nase vorn.
Statistik:
Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 23:28, 11:18, 14:27, 27:19
SC Rist (Punkte): Pettaway (25), Lühring (22), Johnston (7), Akpinar (6), Duah (5), Gausa, Parohl (je 4), Stielow (2), Nagora, Ruppert.
Scouting...
1. Herren: Der zweite Streich blieb aus
Am Ende eines äußerst stimmungsvollen Abends in der Steinberghalle verabschiedeten sich beide Mannschaften mit Applaus von ihren Anhängern und ebenso schallte es von den Rängen zurück. Die Zuschauer hatten ein temporeiches Spiel gesehen und trotz einer weitgehend auf Augenhöhe verlaufenen Partie einen letztlich verdienten Sieger aus Hannover.
"Meine Spieler hatten keine Lust, das zweite Spiel innerhalb von wenigen Tagen gegen Wedel zu verlieren. Diese Motivation hat uns vor allem in der Anfangsphase geholfen", sagte UBC-Headcoach Michael Mai. Sein Kollege Özhan Gürel hingegen hätte sich gewünscht, seine beiden Starter Fabian Böke und Anthony Pettaway wären ohne Foulprobleme durch die Partie gekommen. "Leider konnten sie deshalb weniger spielen als sonst. Das hat uns weh getan. Aber erfreulich waren die Leistungen unserer jungen Spieler. Das zu sehen, macht viel Spaß", sagte Gürel.
Dass die Hannoveraner heiß auf die Revanche waren, zeigten bereits die ersten Minuten. Der UBC legte vor; schon zu diesem Zeitpunkt deutete sich an, dass es ein kanadischer Abend werden würde. Der kraftvolle Jacob Doerksen krachte durch die Wedeler Zone wie ein Eisbrecher durch die Hudson Bay und war vor der Halbzeit nicht aufzuhalten. Der ebenfalls aus British Columbia und gleichermaßen an der Trinity Western University ausgebildete Stephen Janzen hingegen war für die filigranen Momente zuständig und hatte im Vergleich zum Sonntag auch sein Wurfglück wiedergefunden.
Dank schneller Punkte von Fabian Böke und Augie Johnston glichen die Rister zu Beginn des zweiten Viertels aus. Auf beiden Seiten wurde mit harten Bandagen gekämpft. Pettaway lief heiß, musste anschließend aber wieder auf der Bank Platz nehmen: sein viertes Foul machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Im Anschluss an die Halbzeit lagen die Vorteile zunächst auf Hannoveraner Seite, doch die Rister kämpften sich abermals zurück und gingen später wieder in Führung. Bezeichnenderweise durch einen "Dreier" von Ismet Akpinar. Denn der 16-Jährige kurbelte die Wedeler Aufholjagd gewaltig an und brachte die Steinberghalle zum Kochen, als er in der letzten Sekunde des dritten Viertels zum 75:72 traf und unmittelbar nach dem Beginn des letzten Viertels gleich noch mal nachlegte. Doch anschließend gab es einen Bruch im Spiel. Hannover erzielte 15 Punkte in Folge: Die Entscheidung. Denn die cleveren Gäste ließen nun keine abermalige Aufholjagd der Hausherren mehr zu und brachten den Auswärtssieg unter Dach und Fach. Was blieb war neben der Enttäuschung, den zweiten Streich gegen den UBC verpasst zu haben, die Freude über die couragierten Auftritte der Youngster. Neben Akpinar empfahlen sich gegen den Tabellenführer auch Marc Nagora und Janis Stielow für weitere Einsatzzeit, während Kay Gausa und Tim Parohl ohnehin längst als Stützen etabliert sind.
Am kommenden Wochenende gastieren die Rister bei den Herzögen Wolfenbüttel, die am Sonnabend knapp gegen SSV Lok Bernau (81:79) gewannen.
Statistik:
Viertelergebnisse: 22:26, 24:25, 29:21, 14:30
SC Rist (Punkte): Akpinar, Johnston (je 18), Böke (17), Pettaway (10), Gausa (8), Lühring, Nagora, Stielow (je 6), Duah, Parohl.
UBC Hannover (Punkte): Doerksen (28), Janzen (27), R. Williams (15), M. Williams (12), Prasuhn (8), Welzel (7), Smith (5), Memenga.
Schiedsrichter: Tim Schneider / Holger Lohmüller
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1. Herren: Sieg beim Tabellenführer
Mit einem 91:85-Sieg über Tabellenführer UBC Hannover in der Tasche kehrten die 1. Herren am späten Sonntagabend nach Wedel zurück. Nach den zuletzt unbefriedigend verlaufenen Auswärtsspielen war dieser Punktgewinn so ganz nach dem Geschmack von Headcoach Özhan Gürel und seinem Team.
Die Rister legten los wie die Feuerwehr und lagen mit 8:0 in Front, als Hannovers Coach die erste Auszeit nahm. "Hannover war von unserer Zonenverteidigung überrascht und hat keine Antwort gefunden", sagte Gürel. Kurios: Bis auf einen "Dreier" von Augie Johnston erzielten Fabian Böke und Anthony Pettaway sämtliche Wedeler Zähler im ersten Viertel. Während des zweiten Abschnittes bauten die Rister ihre Führung auf bis zu 16 Punkte aus. Dass Hannover im Anschluss an die Halbzeit aufs Gaspedal drücken würde, war zu erwarten - und so kam es. Ein 10:0-Lauf der Niedersachsen brachte den SC Rist in Zugzwang. Die Gürel-Jungs hielten dagegen und blieben in Führung. Das gut aufgelegte Inside-Trio komplettierte Fabian Lühring, der von der Bank kommend wichtige Dienste ablieferte, fünf Rebounds sammelte und bei perfekter Trefferquote sieben Punkte erzielte.
In der Schlussphase sorgte insbesondere Johnston - nicht zuletzt als sicherer Freiwerfer - für die nötigen Punkte, um den Auswärtssieg beim Tabellenführer unter Dach und Fach zu bringen.
"Wir haben unsere Stärken unter dem Korb ausgespielt und unsere Center sehr gut gefüttert. Auch die Guards haben einen guten Job gemacht und viel gearbeitet", fand Gürel. "Am Ende sind wir cool geblieben und hatten bei einigen schwierigen Würfen auch Glück", bilanzierte der Coach.
Schon am kommenden Sonnabend (19. November, 19:00 Uhr) treffen die Rister erneut auf Hannover, dann gastiert der UBC am Steinberg. Gürel: "Wir müssen den Ball flach halten. Hannover ist immer noch Tabellenführer und eine sehr starke Mannschaft. Wir freuen uns sehr auf dieses Spiel."
Statistik:
Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 24:17, 27:20, 18:26, 22:22
SC Rist (Punkte): Böke (26), Pettaway (22), Johnston (17), Akpinar, Lühring (je 7), Duah, Gausa (je 4), Laatzen (3), Parohl (1), Wichers.
Scouting...
1. Herren: Souverän und verdient - Rister bezwingen Wulfen
Zwei Niederlagen in Folge waren genug. Im Heimspiel gegen den BSV Wulfen siegten die 1. Herren wieder - verdientermaßen. Mit 82:69 gewannen die Rister, der Sieg über die Münsterländer wurde vor der Halbzeit in überzeugender Manier auf den Weg gebracht und geriet im Laufe der Partie nie in Gefahr. Die Gäste führten nur in der Anfangsminute, anschließend übernahmen die Hausherren das Kommando.
Die Wedeler Verteidigung arbeitete gewissenhaft, die Wulfener mussten hart für ihre Punkte kämpfen, während den Jungs von Coach Özhan Gürel hingegen die Dinge in der Offense diesmal vergleichsweise leicht von der Hand gingen. Des Trainers Forderung, das Scoring auf mehrere Schultern zu verteilen - und nicht wie zuletzt auf einige wenige - wurde umgesetzt. Zudem dominierten die Rister das Geschehen unter den Körben. Sie ließen lediglich 14 Wulfener Punkte aus der Nahdistanz zu und erzielten ihrerseits 38. Zehn Rebounds mehr auf dem Konto kamen hinzu. In prächtiger Verfassung präsentierte sich dabei Fabian Böke, dem ein starkes "Double-Double" gelang (19 Punkte, 15 Rebounds). Den Höhepunkt erreichten die Rister kurz vor der Halbzeitpause, als Ismet Akpinar seinen Gegenspieler erst schwindelig spielte und anschließend Peter Huber-Saffer bediente, der per Dunking abschloss. 25 Punkte betrug die Führung zu diesem Zeitpunkt.
Dass Wulfen nach der Halbzeit noch einmal forcierte, glich keiner Überraschung. Die Gäste schöpften wieder Hoffnung, als Steve Briggs das dritte Viertel mit fünf Zählern in Folge eröffnete. Doch so richtig wurde es nichts mit der Aufholjagd. Die Wedeler Führung blieb stets zweistellig und man behielt Souveränität und Ruhe immer bei, so dass am Ende ein verdienter Heimsieg stand.
Statistik:
Viertelergebnisse: 25:14, 21:12, 17:24, 19:19
SC Rist (Punkte): Böke (19), Pettaway (15), Gausa (14), Johnston (8), Moysich (7), Lühring (6), Akpinar, Huber-Saffer (je 4), Duah, Nagora (je 2), Parohl (1), Laatzen.
BSV Wulfen (Punkte): Briggs (15), Reuter (12), Smith (10), Bakoa (9), Hänig, Janoschek (je 7), Hummelt (5), Bellscheidt (4), Feldmann, Mazur.
Schiedsrichter: André Jürgens / Niels Hennig
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1. Herren: Niederlage in Berlin, am Sonnabend gegen Wulfen
Die 1. Herren verloren am Donnerstagabend bei der zweiten Mannschaft von ALBA Berlin mit 78:81 und verpassten damit ihren vierten Saisonsieg. Die nächste Chance dazu besteht bereits am Sonnabend (5. November, 19:00 Uhr) im Heimspiel gegen den BSV Wulfen.
In der Hauptstadt lagen die Rister nach zehn Minuten mit 15:25 im Hintertreffen, auch das zweite Viertel gewannen die Gastgeber (68% Trefferquote aus dem Feld, 60% von jenseits der Dreierlinie vor der Halbzeit). Mit einem 15:3-Lauf im Anschluss an die Pause kämpfte man sich zurück und glich zum 50:50 aus. Fortan kämpfte man auf Augenhöhe, es ging knapp zu.
In der Schlussphase hielten insbesondere Augie Johnston und Fabian Lühring mit gelungenen Aktionen in der Offense die Rister im Geschäft. Eine Minute und elf Sekunden vor Schluss erhöhte ALBAs Center Cem Dinc mit einem Dreipunktspiel auf 80:75 für sein Team. Kay Gausa antwortete für Rist auf die gleiche Art und Weise. 15 Sekunden waren noch zu absolvieren, die Rister hatten Ballbesitz und zwei Punkte weniger auf dem Konto als die Hausherren. Gürel nahm eine Auszeit. Die Berliner konzentrierten sich auf Johnston, doch die Rister passten den Ball zu Lühring, der unter dem Korb völlig frei stand. Dem Ermessen der Unparteiischen nach allerdings länger als erlaubt. "Drei Sekunden" zeigten die Referees an - die Chance zum Ausgleich war damit passé. Das anschließende Foul der Rister schickte Sebastian Fülle an die Linie, der zum 81:78 für ALBA vollendete. Den letzten Versuch zum Ausgleich unternahm Jonas Laatzen von der Mittellinie aus, sein Wurf mit Ablauf der Spielzeit fiel allerdings nicht durch die Reuse. "In der ersten Halbzeit haben wir zu viele Punkte über Fast Breaks kassiert und waren nicht schnell genug. In der zweiten haben wir dann viel Druck gemacht, aber leider am Ende ein, zwei einfache Fehler gemacht, die uns den möglichen Sieg gekostet haben. In zwei Spielen hintereinander in den letzten Sekunden zu verlieren, ist sehr frustrierend", bilanzierte Özhan Gürel.
Am Sonnabend gastiert Wulfen in der Steinberghalle, zudem haben sich rund 50 Fans der Münsterländer angesagt. Der BSV verlor am Dienstagabend gegen die Hertener Löwen mit 64:80, bester Punktesammler war dabei Guard Steve Briggs mit 24 Zählern.
Statistik:
Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 15:25, 20:22, 22:13, 21:21
SC Rist (Punkte): Johnston (26), Pettaway (17), Böke (11), Lühring (9), Akpinar (8), Gausa (7), Duah, Laatzen, Moysich, Nagora, Parohl.
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1. Herren: Niederlage in den Schlusssekunden
Dass sie lange führten und zudem oft auch den stabileren Eindruck als die Hausherren hinterließen, war am Ende wertlos. Denn als in Kleinmachnow die Sirene zum letzten Mal ertönte, hatte der gastgebende RSV Eintracht Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf drei Zähler mehr auf der Habenseite als der SC Rist. Die Jungs von Headcoach Özhan Gürel unterlagen in Brandenburg mit 77:80 und fuhren ohne Punkte zurück gen Heimat. "Wir haben toll gespielt und waren das bessere Team. Wir hätten das Spiel gewinnen müssen. Ich bin stolz auf meine Mannschaft", sagte Gürel nach der Partie.
Das Schlussviertel hatte es in sich. Die Gastgeber brachten sich bei einer Restspielzeit von 6:18 Minuten durch einen "Dreier" Brenton Butlers in Führung - erstmals in der Partie überhaupt. Doch wie so oft zuvor wussten die Rister die Antwort, obwohl sie mittlerweile mit argen Foulproblemen zu kämpfen hatten. Mit einem Dreipunktspiel brachte Augie Johnston sein Team in der 39. Minute auf 74:70 in Front. In Person von Tim Modersitzki und Neuzugang Keoni Watson glichen die Brandenburger aus. Der SC Rist antwortete mit einem "Dreier" von Florian Moysich, Yannick Evans verkürzte auf 76:77 aus Sicht der Gastgeber. Sieben Sekunden vor Schluss bewies Watson, der erst am Donnerstag aus den USA eingetroffen war, Nervenstärke und brachte den RSV an der Freiwurfelinie auf 78:77 voran. Gürel beantragte eine Auszeit. Johnston bekam anschließend den Ball in die Hände, allerdings entschieden die Unparteiischen auf Schrittfehler des Amerikaners, als dieser zum Korb zog. Das schnelle Foul von Mac-Davis Duah wurde seitens der Schiedsrichter als unsportliches Vergehen eingestuft. Da Eintracht-Guard Thomas Schoeps seine beiden Versuche von der Linie nutzte und die Hausherren im Anschluss den Ballbesitz behielten, war die Wedeler Siegchance dahin.
Hinfällig war damit auch die gute Leistung, die die Rister gezeigt hatten. Dem verheißungsvollen Start folgte zwar eine RSV-Aufholjagd im zweiten Abschnitt, doch auch nach dem Seitenwechsel agierte man forsch und hatte mit Anthony Pettaway und Fabian Böke abermals ein sehr effektives Duo unter dem Korb, das den Brandenburgern teils erhebliche Probleme bereitete.
Statistik:
Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 24:17, 17:22, 22:18, 14:23
SC Rist (Punkte): Pettaway (26), Böke (16), Johnston (14), Akpinar (12), Duah, Gausa, Moysich (je 3), Laatzen, Lühring, Nagora, Parohl, Ruppert.
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1. Herren: Die Negativserie einfach weggeschossen
Sie bestimmten über weite der Partie das Geschehen, lieferten eine starke Offensivleistung ab und gewannen verdient. Nach drei sieglosen Spielen in Folge gelang den 1. Herren ein 99:86-Erfolg über den SSV Lok Bernau - zugleich der erste Auswärtssieg der Saison.
"Bernau ist zunächst überhaupt nicht mit unserer Defense zurechtgekommen, und wir haben in der Offense gut zusammengespielt", kommentierte Headcoach Özhan Gürel den Beginn der Partie. Seine Jungs trafen mit hoher Quote und lagen nach dem ersten Viertel mit neun Punkten in Front. Die Wedeler Führung pendelte sich im bereits recht komfortablen zweistelligen Bereich ein. Nachdem Anthony Pettaway gegen Herten am Mittwoch in der Offense eine schwächeren Tag erwischt hatte, agierte der US-Amerikaner unter der Korb diesmal wieder mit gewohnter Durchschlagskraft. Gemeinsam mit Fabian Böke bildete er ein Duo, das die Bernauer auf dieser Position in den Schatten stellte - nur zwei der Gründe, warum es in der Offense wie am Schnürchen lief. Ein Lob verteilte Gürel aber auch an seine "Arbeitstiere" Mac-Davis Duah und Tim Parohl, die sich aufrieben und deren spätere Foulprobleme der Mannschaft weh taten.
"Ich habe meinen Spielern in der Halbzeit gesagt, dass wir organisiert und diszipliniert bleiben müssen, weil ich wusste, dass Bernau in der zweiten Halbzeit stärker werden würde", erläuterte Gürel. Und seine Schützlinge ließen den erwarteten Sturm der Brandenburger gar nicht erst zur Entfaltung kommen, sondern blieben ihrem Rezept treu. Zum Ende des dritten Abschnitts führten die Rister mit 82:60. Bernau verstärkte die Bemühungen weiter und kam in der Endphase noch einmal auf bis zu acht Zähler heran. "Wir hatten eine kleine Schwächephase in der Offense, in der es zu viele Alleingänge gab", sagte Gürel. "Das war ärgerlich, weil ich den Spielern, die bis dahin erst wenig oder gar nicht gespielt hatten, Einsatzzeit geben wollte. Ich habe überlegt, ob ich sie in dieser Phase kalt von der Bank bringen soll, habe mich dann aber dagegen entschieden", so der Coach.
Die letzten Punkte erzielte Augie Johnston von der Freiwurflinie und beendete die Partie mit insgesamt 27 Zählern. Auch sein Partner im Backcourt, Ismet Akpinar, lieferte abermals eine souveräne Leistung ab: "Es macht einen Trainer glücklich, wenn ein junger Spieler so auftritt", sagte Gürel über den 16-jährigen Spielmacher.
Statistik:
Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 31:20, 23:19, 28:21, 17:26
SC Rist (Punkte): Johnston (27), Pettaway (26), Böke (19), Akpinar (15), Parohl (8), Duah (3), Ruppert (1), Laatzen, Lühring, Nagora, Stielow.
Scouting...
1. Herren: In der Endphase fehlte die Cleverness
Die 1. Herren mussten sich am Mittwochabend den Hertener Löwen mit 70:77 geschlagen geben. Abermals eine unnötige Niederlage - die Rister hatten ihre Möglichkeiten, verpassten aber, den Sack zuzumachen und überließen damit den Gästen die Punkte.
In einer zunächst wenig ansehnlichen Partie auf niedrigem Niveau erwischte Herten den besseren Start. Auf Wedeler Seite wollten die Würfe nicht fallen, man hatte zudem das Glück, dass die Löwen diesen Umstand nicht zu einer höheren Führung nutzten. Die Gäste stellten auch im zweiten Abschnitt die bessere Mannschaft. Vincent Kittmann spielte an alter Wirkungsstätte stark auf und führte sein Team zu einer verdienten Halbzeitführung (25:37 aus Sicht der Rister).
Doch die Hausherren hatten sich noch längst nicht aufgegeben und drehten nach der Pause gewaltig auf. Hertens Coach Boris Kaminski versuchte dem Treiben früh Einhalt zu gebieten und nahm eine Auszeit, doch der SC Rist regierte jetzt. Mit wahren Freiwurfserien, die nicht zuletzt zwei technische Fouls der Gäste auslösten, und mit Ismet Akpinar als Taktgeber im Aufbau drehten die Rister inklusive eines 15:2-Runs die Partie. Nun war aus der einst faden Begegnung ein heißes Duell geworden. Rauf und runter ging es, die Gastgeber schienen mittlerweile die besseren Karten zu besitzen, doch mit drei "Dreiern" in der Endphase des dritten Viertels blieb Herten im Geschäft. So wurde es eine spannende Angelegenheit, die die Löwen in der 39. Minute mit sechs Punkten in Folge entschieden. Ryan Daugherty riss in dieser Phase des Spiels das Heft an sich - die Rister kannten keine adäquate Antwort.
"Herten war in der Schlussphase cleverer. Unsere jungen Spieler haben toll gespielt und gekämpft, doch man braucht auch die Erfahrenen, wenn es so eng ist. Von den erfahrenen Spielern kommt im Moment zu wenig. Jetzt fahren wir nach Bernau - das ist wie ein Déjà-vu. Im letzten Jahr waren wir in einer ähnlichen Situation und haben dann in Bernau verloren - das wollen wir diesmal besser machen", so Coach Özhan Gürel.
Statistik:
Viertelergebnisse: 12:17, 13:20, 31:17, 14:23
SC Rist (Punkte): Johnston (20), Akpinar, Böke (je 13), Parohl (7), Lühring, Pettaway (je 6), Duah (3), Nagora (2), Laatzen, Meyer, Moysich.
Hertener Löwen (Punkte): Kittmann (20), Daugherty (16), Wright (11), Berger (9), Hartmann (8), Taylor (2), Marquardt (1), Schütz.
Schiedsrichter: Daniel Voß / Tim Schneider
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1. Herren: Familie Theis läuft heiß
Im dritten Heimspiel der laufenden Saison mussten sich die 1. Herren erstmals in der Steinberghalle geschlagen geben, die Mannschaft von Headcoach Özhan Gürel unterlag den Spot Up Medien Baskets Braunschweig mit 83:98.
Der Start in die Partie gestaltete sich in Form eines "Dreiers" von Augie Johnston verheißungsvoll, auch sein Landsmann Anthony Pettaway verpasste in den Anfangsminuten kaum eine Gelegenheit in der Offense und punktete zuverlässig. Ebenso deutlich von Beginn an: Die Rister würden es wie erwartet mit einer aggressiven Ganzfeldverteidigung der Niedersachsen zu tun bekommen - man hatte sich zwar darauf vorbereitet, dennoch musste Gürel nach der Partie konstatieren: "Unsere Probleme lagen heute in der Verteidigung. Zu Hause 98 Punkte zu bekommen, ist einfach zu viel." Sein Kollege, der Braunschweiger Assistant Coach Claude-Didier Njoya Nken sagte: "Unser Plan ist aufgegangen. Die Defense war der Schlüssel zum Sieg und die Grundlage für unsere gute Leistung in der Offense." Die Theis-Brüder Daniel und Frank waren die bevorzugten Anspielstationen im Braunschweiger Angriff, der vom flinken Dennis Schröder geleitet wurde. 50 Punkte wanderten auf das Konto der Brüder, zudem 18 Rebounds. In der zweiten Hälfte des zweiten Viertels machte sich die Braunschweiger Effektivität ganz besonders bemerkbar - die Gäste erhöhten ihre Führung auf 48:31. Fünf Punkte von Jonas Laatzen und drei Marc Nagoras sorgten auf Wedeler Seite bis zur Pause aber wieder für Anschluss, mit einem 39:50-Rückstand gingen die Rister in die Kabine.
Doch die geplante Aufholjagd bekam nach dem Seitenwechsel erst einmal einen Dämpfer: Frank Theis und Dennis Schröder sorgten für die ersten sechs Punkte. Der SC Rist antwortete mit zwei "Dreiern" von Laatzen und bemühte sich sichtlich um Anschluss, sah sich jedoch immer wieder gelungenen Aktionen der Niedersachsen gegenüber. Als Daniel Theis, der unter Beweis stellte, weshalb er als das derzeit größte Centertalent in Deutschland gilt, zu Beginn des letzten Abschnitts plötzlich auch noch aus der Ferndistanz einnetzte, die Rister sich jeden Punkt hart erkämpfen mussten, während die Gäste vergleichsweise leichtes Spiel hatten, rückte der dritte Heimsieg in weite Ferne. Und er sollte auch nicht mehr näherkommen. Die Braunschweiger holten den verdienten Erfolg und verdeutlichten, dass sie in Bestbesetzung mit allen BBL-Doppellizenlern ein ungemein talentiertes und starkes Team besitzen.
Bereits am kommenden Mittwoch bestreiten die Rister ihr nächstes Heimspiel. Um 19:30 Uhr sind die Hertener Löwen zu Gast am Steinberg.
Statistik:
Viertelergebnisse: 21:24, 18:26, 18:23, 26:25
SC Rist (Punkte): Johnston (19), Pettaway (17), Laatzen (11), Lühring (9), Akpinar, Moysich (je 6), Böke, Huber-Saffer (je 4), Nagora (3), Parohl, Stielow (je 2), Duah.
Spot Up Medien Baskets Braunschweig (Punkte): F. Theis (27), D. Theis (23), Schröder (18), Czepczynski, Gertz (je 10), Sant-Roos (6), Buchmiller, Wenzel (je 2), Heise, Redlich, Tessmann.
Schiedsrichter: Matthias Oehlmann / Dominik P. Bejaoui
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1. Herren: Wedeler Ärger ob einer unnötigen Niederlage
Erst in den Schlusssekunden der Partie der 1. Herren bei den Schwelmer Baskets fiel die Entscheidung - und sie fiel zu Ungunsten der Rister. Das Team von Headcoach Özhan Gürel unterlag mit 74:77 und grämte sich anschließend ob der verpassten Möglichkeit, die Punkte aus Schwelm zu entführen.
"Über so eine Niederlage ärgert man sich sehr", sagte Gürel, "aber wir müssen aus den Fehlern lernen, die wir gemacht haben, damit wir es beim nächsten Mal besser machen." Damit meinte der Trainer nicht unbedingt den verpassten Korbleger von Augie Johnston, der wenige Sekunden vor dem Ende die Führung bedeutet hätte: "Augie hat die richtige Entscheidung getroffen, leider ist der Ball wieder aus dem Korb herausgesprungen. Das ist dann auch eine Glückssache", so Gürel. Vielmehr hatte er das Verteidigungsverhalten seiner Jungs auf dem Zettel: "Wir müssen lernen, sauberer und mit weniger Fouls zu verteidigen. Vor allem gegen Jason Holmes ist uns das in der Schlussphase nicht gelungen", meinte Gürel. Jener Holmes erzielte in der letzten Minute der Begegnung die entscheidenden Punkte von der Freiwurflinie.
"In fast allen statistischen Kategorien waren wir besser, nur nicht bei den Turnovers und den Freiwürfen", so der Coach. Lediglich fünfmal traten die Rister während der gesamten Partie an die Linie, die Anzahl der Ballverluste betrug 22 - ebenfalls verbesserungswürdig. Gürel: "Da waren zu viele einfache und vermeidbare Fehler dabei. Dass wir so wenige Freiwürfe hatten, lag daran, dass wir irgendwann nicht mehr hart zum Korb gegangen sind." Unter den positiven Aspekten hingegen war insbesondere das erste und Teile des zweiten Viertels abzubuchen. Mit einer Box and One-Verteidigung bereiteten die Rister dem Gastgeber erhebliche Probleme und führten vor der Halbzeit mit bis zu 16 Zählern.
Anthony Pettaway und Fabian Böke leisteten ganze Arbeit und trafen in der Offense mit hoher Quote. "Schwelm hat dann seine Defense umgestellt und sich deutlich gesteigert", sagte Gürel. Im zweiten Abschnitt brachten sich die Hausherren nicht nur mittels eines 9:0-Laufes wieder auf Tuchfühlung und verkürzten bis zur Halbzeit auf 35:40. Am Ende des dritten Durchgangs traf der Schwelmer Holmes zum 51:51-Ausgleich, die restliche Zeit bearbeiteten sich beide Teams auf Augenhöhe. In den Schlussminuten ging es hin und her, besagte Wedeler Mängel und Schwelms Punkte von der Freiwurflinie ließen das Pendel letztlich in Richtung der Gastgeber ausschlagen.
Statistik:
Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 25:14, 15:21, 19:24, 15:18
SC Rist (Punkte): Pettaway (20), Böke (19), Johnston (13), Gausa (10), Laatzen (8), Moysich, Nagora (je 2), Akpinar, Parohl, Wichers.
Scouting...
1. Herren: Rister beweisen erneut Heimstärke
Mit einem blitzsauberen Start-Ziel-Sieg haben die 1. Herren die Doppelschicht am langen Wochenende beendet und damit ihren zweiten Erfolg der laufenden Saison eingefahren. 79:65 hieß es am Ende einer Begegnung, die die Rister dominierten und verdientermaßen für sich entschieden.
In der Anfangsphase glänzten die Hausherren vor 500 Zuschauern in der Steinberghalle mit einer hohen Trefferquote, insbesondere Fabian Böke agierte wie entfesselt und verwandelte ein ums andere Mal sicher aus der Halbdistanz. In der Mitte des ersten Abschnitts - der SC Rist führte mit 15:7 - wurde es BG-Coach Torsten Schierenbeck zu bunt. In einer Auszeit wollte er seine Jungs wieder auf Kurs bringen, doch im Anschluss an eben diese bot sich ein unverändertes Bild. Kay Gausa und Anthony Pettaway legten für die Gastgeber nach. Die Konsequenz: 67 Sekunden nach seiner ersten Auszeit ordnete Schierenbeck gleich die zweite an. "Rist hat uns in der Anfangsphase mit seiner Defense kaputt gemacht", sagte Dorstens Trainer nach der Partie. Worte, die wie Musik in den Ohren seines Kollegen und Freundes Özhan Gürel klangen. Nach zehn absolvierten Minuten lag der SC Rist mit 27:14 in Front und setzte im zweiten Durchgang nach. Die Wedeler bestimmten das Geschehen in unmittelbarer Korbnähe und hatten auf den Außenpositionen immer wieder gute Optionen. Die gute Arbeit in der Verteidigung tat ihr Übriges. 50:30 hieß es zur Halbzeit - und es folgte ein 8:0-Run des SC Rist, der dem Gast signalisierte, dass man auch nach der Pause nicht willens war, das Tempo herunterzuschrauben. Auf 29 Zähler schnellte die Wedeler Führung im dritten Viertel, sollte sich in den abschließenden zehn Minuten aber noch deutlich reduzieren.
Nur noch sechs Punkte gelangen den Ristern bis zur Schlusssirene. "Ich habe absichtlich die Spieler spielen lassen, die bis dahin noch nicht so viel zum Einsatz gekommen sind. Ich und auch die Zuschauer mussten in der Phase viel Geduld aufbringen", sagte Özhan Gürel. An der Tatsache, dass sein Team einen sicheren Heimsieg einfuhr, änderte sich aber nichts mehr. "Das war eine gute Leistung von uns heute. Wir haben ordentlich verteidigt und konnten unsere Stärken unter dem Korb ausspielen", sagte der Coach. 42:28 "points in the paint" sowie die Reboundhoheit unterstrichen seine Worte. "In Wedel werden auch noch andere Mannschaften verlieren. Wir sind mit unseren zwei Siegen bisher voll im Soll", bilanzierte Dorstens Trainer Schierenbeck.
Einen Sieger gab es auch in der Halbzeit, beim Lucky Shot präsentiert von der Stadtsparkasse Wedel. Jan Straub traf von der Mittellinie und gewann damit 100 Euro Startguthaben der Stadtsparkasse Wedel. Beim nächsten Heimspiel (15. Oktober gegen Braunschweig) geht es damit wieder um 50 Euro.
Statistik:
Viertelergebnisse: 27:14, 23:16, 23:16, 6:19
SC Rist (Punkte): Böke (18), Gausa (16), Johnston, Pettaway (je 15), Huber-Saffer (4), Moysich (3), Laatzen, Lühring, Nagora, Wichers (je 2), Akpinar, Parohl.
BG Dorsten (Punkte): Poole (19), Bryant (11), Cadmus (8), Heit, Pelaj (je 6), Dunzel, Spettmann (je 5), McDuffie (3), Budde (2).
Schiedsrichter: Niels Hennig / Benjamin Dirks
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1. Herren: Kein Sieg in Vechta, am Montag kommt Dorsten
Die 1. Herren haben am zweiten Spieltag der 2. Bundesliga Pro B mit 71:82 beim SC Rasta Vechta verloren. Bereits am Montag (03. Oktober, 17:30 Uhr) geht es für die Mannschaft von Coach Özhan Gürel mit einem Heimspiel gegen die BG Dorsten weiter.
Bereits in der Endphase des Anfangsabschnitts setzte sich Vechta erstmals ein wenig ab und brummte den Ristern einen zehn Punkte betragenden Rückstand auf. Insbesondere Vechtas Daniel Krause (16 Punkte in den ersten beiden Vierteln) bekam man vor der Halbzeit nicht in den Griff und hatte zudem wieder mit großen Foulproblemen zu kämpfen. Anthony Pettaway und Kay Gausa, später auch Fabian Böke waren davon betroffen. Vechta setzte sich vor dem Seitenwechsel auf bis zu 18 Punkte ab, die Trefferquoten der Rister waren nicht eben berauschend. In der Mitte des zweiten Viertels schickte Gürel seinen Shooter Jonas Laatzen aufs Feld, der keinerlei Anlaufzeit brauchte, sondern in kurzer Folge zwei "Dreier" markierte und die Seinen zwischenzeitlich wieder auf 23:33 heranführte. Bis zur Halbzeit allerdings war die vage Hoffnung auf eine Wende erst einmal wieder passé (29:43).
In der Offense taten sich die Rister weiterhin schwer, die Gastgeber führten inzwischen mit 24 Zählern, der eine oder andere Mini-Run der Wedeler vermochte dem Titelkandidaten kaum etwas anzuhaben. "Wir haben aber nie aufgegeben und bis zur letzten Sekunde gekämpft", sah Gürel das Positive. Mit 28:17 entschieden sie den letzten Abschnitt für sich, in die Nähe eines Auswärtssieges brachte man sich allerdings nicht mehr. Zu abgeklärt agierten die stark besetzten Niedersachsen. Auch der im Vorfeld der Begegnung sehr fragliche Einsatz des US-Amerikaners Augie Johnston, der letztlich die gesamte Spielzeit auf dem Feld stand, machte sich nicht bezahlt. Ebenso ohne ergebnisrelevante Auswirkungen blieb der tadellose Auftritt von Jonas Laatzen, der 15 Zähler einstrich und mal wieder sein unvergleichlich lockeres Händchen unter Beweis stellte. "Jonas hat seinen Job gemacht und mit hoher Quote getroffen, das freut mich", sagte Gürel.
Am Montag wollen die Rister wieder siegen. Um 17:30 Uhr beginnt das Heimspiel gegen Aufsteiger BG Dorsten, der am zweiten Spieltag einen 91:72-Erfolg über SSV Lok Bernau feierte. "Jetzt müssen wir uns auf Dorsten konzentrieren", fordert der Coach ein schnelles Umschalten auf die nächste Aufgabe. In der Halbzeit des Heimspiels gegen Dorsten gibt es für die Fans wieder die Möglichkeit, Treffsicherheit zu zeigen und zu gewinnen. Beim "Lucky Shot" präsentiert von der Stadtsparkasse Wedel geht es darum, von der Mittellinie in den Korb zu treffen. Nachdem es gegen Leverkusen keinen Gewinner gab, befinden sich derzeit 100 Euro im Jackpot.
Statisik:
Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 14:24, 15:19, 14:21, 28:18
SC Rist (Punkte): Johnston (21), Laatzen (15), Pettaway (14), Böke (8), Gausa, Lühring (je 4), Huber-Saffer, Ruppert (je 2), Akpinar (1), Moysich, Nagora, Wichers.
Scouting...
1. Herren: Starke Debüts und ein verdienter Sieg
Wenn das kein gelungener Saisoneinstand war! Die 1. Herren besiegten die Bayer Giants Leverkusen mit 76:60 und zeigten dabei vor 600 Zuschauern in der Steinberghalle insbesondere im dritten Viertel eine äußerst starke Leistung. Dass hier und da - vor allem in den ersten Minuten - noch nicht alles rund lief und mitunter Nervosität in den Aktionen auszumachen war, verwunderte nicht. Immerhin war es der Auftakt in die neue Saison, der von Haus aus mit einigen Fragezeichen bezüglich des eigenen Stands der Dinge behaftet ist. Umso erfreulicher war, was am Ende stand: Ein Heimsieg.
"Wir haben gut verteidigt, beim Rebound gut gearbeitet - das hat mir gefallen", sagte Coach Özhan Gürel. Leverkusen führte schnell mit 5:0, zudem hatten Kay Gausa und Fabian Böke alsbald mit Foulproblemen zu kämpfen. Die Gäste trafen zunächst mit hoher Quote, in der Wedeler Offense ging es zumeist über Anthony Pettaway, der unter dem Korb zuverlässig abschloss und gegen den die Giants selten ein Gegenmittel fanden. Ein gelungener Einstand des US-Amerikaners, wie auch ein Blick auf die Zahlen zeigt. Acht seiner zehn Würfe aus dem Feld fanden ins Ziel, zudem angelte sich Pettaway insgesamt zwölf Rebounds.
Bis zur Schlusssekunde des zweiten Abschnitts behielt Leverkusen die Führung. In letzter Sekunde erzielte Augie Johnston per Korbleger das 36:35 für die Rister und gab sich damit für die Zeit nach der Pause selbst eine Art Startsignal. Denn im dritten Viertel drehte der Guard auf. 16 seiner 20 Zähler verbuchte Johnston in Durchgang drei und riss seine Kollegen förmlich mit. "Augie hat uns in dieser Phase sehr viel Schwung gegeben", lobte Gürel. Seine Rister zogen auf 59:42 davon. Auch im Schlussabschnitt blieb man konzentriert, dominierte weiterhin die Bretter (42:10 points in the paint, 47:25 Rebounds). Neben den beiden US-Amerikaner erfreuten sich die Wedeler Fans auch an den starken Zweitligadebüts von Ismet Akpinar und Marc Nagora. Die beiden Youngster (16 bzw. 17 Jahre jung) agierten couragiert und "abgezockt". Fünf Punkte und vier Rebounds für Nagora, fünf Assists und zwei Zähler auf Akpinars Habenseite zeigten dies auch statistisch.
Am kommenden Sonnabend (01. Oktober) gastieren die Rister beim Meisterschaftsanwärter SC Rasta Vechta, das nächste Heimspiel steigt bereits am 03. Oktober (gegen Aufsteiger BG Dorsten).
Statistik:
Viertelergebnisse: 16:19, 20:16, 23:7, 17:18
SC Rist (Punkte): Pettaway (22), Johnston (20), Böke, Gausa (je 7), Nagora (5), Huber-Saffer (4), Wichers (3), Akpinar, Laatzen, Lühring, Ruppert (je 2), Duah.
Bayer Giants Leverkusen (Punkte): Rass (11), Sadek (10), Eggleston, Jönke (je 7), Behrmann, Robinson (je 6), Menden, Welling (je 5), Kuczmann (3), Jördell.
Schiedsrichter: André Jürgens / Bastian Bänsch
1. Herren: Generalprobe in Cuxhaven knapp verloren
Die 1. Herren haben ihre Generalprobe für die kommenden Sonntag mit einem Heimspiel gegen Leverkusen beginnende Pro B-Saison knapp verloren. Bei den Cuxhaven BasCats (Pro A) unterlagen die Rister mit 89:91. "Das war eine sehr gute letzte Probe und besser als ich vorher gedacht habe. Unser Motto lautete: Wir wollen harten Basketball spielen. Wir wollten als Team gemeinsam kämpfen - das haben wir getan", sagte Coach Özhan Gürel.
Zur Halbzeit lagen beide Teams gleichauf, im dritten Abschnitt gelang den Ristern ein Lauf. Cuxhaven schlug im Schlussviertel zurück und entschied die Partie mit einem "Dreier" in letzter Sekunde. "In der letzten Woche vor dem Saisonstart werden wir das Athletiktraining etwas zurückschrauben und uns konzentriert auf den Gegner vorbereiten", so der Coach. Zudem steht ein gemeinsames Essen mit den RIST SCALA Ladybaskets auf dem Programm. Am Sonntag um 17:30 Uhr empfangen die Rister am ersten Spieltag dann die Bayer Giants Leverkusen in der Steinberghalle.
Statistik:
Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 19:18, 20:21, 32:22, 18:29
SC Rist (Punkte): Pettaway (21, 8 Rebounds), Johnston (18), Böke (16, 12 Rebounds), Duah (11), Gausa (11, 6 Assists), Akpinar, Ruppert, Wichers (je 4), Laatzen, Lühring, Nagora, Parohl, Stielow.
Cuxhaven BasCats (Punkte): Brown (17), Harris (15), Pfeil (14), McDaniel (13), Capel (12), El Domiaty (12), Kuhn (5), Kuhle (2).
Vorbereitungsturnier in Lüneburg: Im Finale waren die Beine schwer
Fünf (Kurz-)Spiele (2x12 Minuten) standen für die Rister am Wochenende beim BB-Cup in Lüneburg auf dem Programm. Vier Partien gewann die Mannschaft von Coach Özhan Gürel, ehe sie im Finale dem Regionalligisten VfL Stade mit 30:40 unterlag. "Die Spieler waren am Ende sehr müde. Man hat gesehen, dass die Trainingswoche hart war. In der Defense war das gegen Stade ok, doch unsere Offense war sehr schwach, wir haben einfach zu viele freie Würfe nicht getroffen und zu viele Ballverluste gehabt. Und bei den Kurzspielen ist es auch so, dass ganz schnell alles vorbei sein kann, wenn man zwei Minuten lang nicht konzentriert ist", sagte der Trainer.
"Bis zum Finale haben wir sehr darauf geachtet, unsere Systeme zu automatisieren. Das hat gut funktioniert", so Gürel weiter. Mit Florian Moysich und Peter Huber-Saffer fehlten zwei Routiniers in Lüneburg, zudem verzichtete der Coach im Endspiel vorsichtshalber auf Kay Gausa, der sich am Knie verletzt hatte. Am kommenden Sonnabend bestreiten die Rister zwei Testspiele in Itzehoe: Gegen den Gastgeber SC Itzehoe (1. Regionalliga) sowie einen dänischen Erstligisten. Ihre letzte Partie vor dem Saisonstart haben sie dann am 17. September bei den Cuxhaven BasCats (Pro A).
Die Ergebnisse der Rister in Lüneburg:
SC Rist - Bürgerfelder TB (2. Regionalliga) 48:27
SC Rist - Bramfelder SV (2. Regionalliga) 37:16
SC Rist - SV Hagen-Haspe (1. Regionalliga) 64:38
SC Rist - SC Itzehoe (1. Regionalliga) 57:42
SC Rist - VfL Stade (1. Regionalliga) 30:40
Auch die "Zweite" ging beim BB-Cup ins Rennen. Die Jungs von Coach Sebastian Gleim gewannen zwei Spiele und mussten drei Niederlagen hinnehmen. "Wir hatten sehr gute Gegner auf diesem Turnier und sind definitiv voran gekommen", so Trainer Gleim. Die 2. Herren sind in einer frühen Phase der Vorbereitung und haben noch drei Wochen bis zum ersten Punktspiel. Zwei präsentierten sich in Lüneburg bereits in einer sehr guten Form: "Lennart Liebke und Kerim Sibert haben im Turnier gezeigt, dass sie schon jetzt in einer guten Verfassung sind und an sich gearbeitet haben - sie haben ein sehr gutes Turnier gespielt", so Gleim weiter.
Die Ergebnisse der 2. Herren in Lüneburg:
SC Rist II - BG Aschersleben (1. Regionalliga) 31:50
SC Rist II - SC Itzehoe II (2. Regionalliga) 55:44
SC Rist II - BSG Bremerhaven (2. Regionalliga) 28:44
SC Rist II - Team Heide (2. Regionalliga) 48:37
SC Rist II - SV Hagen-Haspe (1. Regionalliga) 38:42
1. Herren: Vorbereitungsturnier in Pinneberg
Die 1. Herren haben am Wochenende den Hoppers-Cup in Pinneberg als Sieger abgeschlossen. Angesichts eines Teilnehmerfeldes, das aus Teams der 2. Regionalliga (plus einen Vertreter aus Dänemark) und darunter bestand, keine allzu große Überraschung, doch ohnehin standen für Coach Özhan Gürel die Ergebnisse nicht im Vordergrund. "Wir haben in Pinneberg viel ausprobiert und unsere Systeme in Spielsituationen geübt. Und wir wollten als Mannschaft zusammensein, auf dem Feld ein Gefühl füreinander bekommen. Dafür war das Turnier genau richtig", sagte der Trainer. Die Rister bezwangen am Sonnabend und Sonntag die BG West 3 (Bezirksliga) mit 78:18, BSG Bremerhaven (2. Regionalliga/NBBL) mit 48:35, den Walddörfer SV (Oberliga) mit 65:27 sowie den Bramfelder SV (2. Regionalliga) mit 46:28. Im Finale gab es dann einen 81:63-Erfolg über den Gastgeber BG Halstenbek/Pinneberg (2. Regionalliga). "Am nächsten Wochenende in Lüneburg werden die Gegner stärker sein. Bis dahin werden wir im Training weiterhin hart an uns arbeiten, um dann in Lüneburg weitere Fortschritte zu machen", sagte Gürel. Mit dem bisherigen Verlauf der Vorbereitung zeigte er sich durchaus zufrieden. Das eine oder andere körperliche Defizit sei noch zu beheben, natürlich könne auch das Zusammenspiel zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht perfekt funktionieren. "Doch ich finde, dass wir auf einem guten Weg sind", so der Coach.
Mit dem Ziel, die eigenen Leistungen während des Turniers zu steigern, traten die 2. Herren (2. Regionalliga) an und erfüllten diese Aufgabe, auch wenn bis zum Saisonstart noch viel Luft nach oben ist, findet Trainer Sebastian Gleim. Gegen den Bramfelder SV unterlagen die Wedeler mit 35:38, die übrigen Partien gewann die "Zweite": gegen den SC Itzehoe (Aufsteiger in die 2. Regionalliga) gab's einen 53:29-Sieg, Rot-Weiss Cuxhaven (Oberliga) schlug man mit 69:34, das Spiel um den fünften Platz gegen den BC Hamburg (ebenfalls Aufsteiger in die 2. Regionalliga) entschieden die Rister mit 57:42 für sich.
Einen guten Eindruck hinterließen nach Gleims Dafürhalten nicht zuletzt die jüngsten Akteure seines Teams, Alexander Pimentel und Florian Braatz (jeweils Jahrgang 95). "Es ist entscheidend, wie hungrig jeder Einzelne jedes Training und jedes Testspiel bestreitet", sagte der Coach. Auch die 2. Herren werden am nächsten Wochenende beim BB-Cup in Lüneburg an den Start gehen.
Gundula Laabs, Coach der 2. Damen (Oberliga), war mit dem Turnierverlauf ihres Teams insgesamt einverstanden. Man habe gesehen, dass man auch gegen Regionalliga-Teams mithalten könne, so die Trainerin: "Unser Ziel, Tempo und aggressive Ganzfeldverteidigungen zu spielen, zahlt sich aus. Wir machen aber unter Druck noch zu viele Fehler und sind taktisch noch zu undiszipliniert", bilanzierte Laabs. Gegen den Oberliga-Rivalen BG Halstenbek/Pinneberg gewannen die Wedeler Mädels ungefährdet mit 44:19 und konnten dabei viel wechseln. Gegen Rotenburg/Scheeßel II (2. Regionalliga) hielt man lange mit, ehe am Ende der Einbruch kam (35:44). Eine Niederlage gab es zudem im Duell mit den Leipzig Eagles (25:67) aus der 1. Regionalliga Süd-Ost. Gegen die Braunschweiger BG (1. Regionalliga) reichte eine gute Leistung nicht ganz zum Sieg. Wieder bauten die Risterinnen in der Schlussphase ab, am Ende stand eine 34:43-Niederlage. Abgeschlossen wurde das Turnier am Sonntag mit einem 37:26-Erfolg im Platzierungsspiel gegen den Osnabrücker TB (2. Regionalliga).
1. Herren: Erstes Testspiel verloren - positive Ansätze vorhanden
Die 1. Herren unterlagen zum Testspielauftakt den Webmoebel Baskets Paderborn (Pro A) mit 65:96 und zeigten dabei vor 100 Zuschauern in der Steinberghalle durchaus positive Ansätze. Andererseits wurden jedoch auch einige Aspekte deutlich, an denen die Rister noch zu arbeiten haben. "In der zweiten Halbzeit haben wir viele gute Signale gegeben. Da habe ich einige Dinge gesehen, die mich optimistisch stimmen. Zunächst haben wir mit zu viel Respekt gespielt und wurden davon überrascht, wie stark Paderborn in der Anfangsphase (neun "Dreier" im ersten Viertel) von außen getroffen hat. Nach der Halbzeit lief es dann deutlich besser bei uns. Unsere jungen Spieler haben angedeutet, was sie können. Und wir dürfen nicht vergessen, dass bei uns noch einige Jungs fehlten", bilanzierte Headcoach Özhan Gürel.
Peter Huber-Saffer (Urlaub) sowie die angeschlagenen Fabian Böke (Augenverletzung) und Ismet Akpinar (Sprunggelenksblessur) kamen nicht zum Einsatz. Der US-Amerikaner Augie Johnston war erst kurz vor Spielbeginn aus dem Flugzeug gestiegen, wärmte sich mit auf und feierte einen, wenn auch nur wenige Augenblicke dauernden, Kurzeinsatz. Sein Landsmann Anthony Pettaway hingegen traf aufgrund von Verschiebungen in Philadelphia mit vierstündiger Verspätung in Fuhlsbüttel ein und konnte so von der Tribüne aus nur die letzten Minuten des ersten Tests seines neuen Teams verfolgen.
Am kommenden Wochenende (27./28. August) nehmen die Rister am Vorbereitungsturnier in Pinneberg teil.
Statistik:
Viertelergebnisse: 15:35, 10:23, 18:23, 22:15
SC Rist (Punkte): Lühring (15), Duah (11), Nagora (9), Parohl (8), Gausa (7), Moysich, Wichers (je 5), Laatzen (3), Stielow (2), Johnston, Ruppert.
Webmoebel Baskets Paderborn (Punkte): Stommes (20), Fleischmann (19), Freer, Schneider (je 14), Mason (13), Jost (8), Spöler (6), Lieneke (2), O. Wendt.
Schiedsrichter: Niels Hennig / Thorsten Nitt
1. Herren: Es ist geschafft
Es ist vollbracht! Am Ende einer kräftezehrenden Saison mobilisierten die 1. Herren noch einmal alle Reserven und schlugen die HolidayCheck Baskets im Entscheidungsspiel um den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga Pro B mit 88:71. Und nicht nur die Mannschaft und das Trainerteam hatten sich mit voller Konzentration auf Spiel drei der Playdown-Serie vorbereitet, sondern auch im Hintergrund waren in den Tagen vor der Partie viele Hebel in Bewegung gesetzt worden. Gemeinsam mit dem Vorstand hatten sich die Jugendteams des SC Rist einige Maßnahmen überlegt, um die Rister lautstark zu unterstützen, auch die Trommlercombo um Gabriel Daly (http://www.dalyfeeling.de) sorgte wieder für Stimmung.
"Wir sind sehr froh, dass wir es geschafft haben. Das war nicht nur wichtig für uns, den SC Rist, sondern auch für den gesamten Hamburger Basketball. Der Druck war sehr groß, doch die Mannschaft ist damit sehr gut umgegangen, hat eine konzentrierte Leistung gezeigt und verdient gewonnen", sagte Headcoach Özhan Gürel. Anders als in der Vorwoche, als Konstanz das Geschehen bestimmte und gewann, erlaubten sich die Rister diesmal kaum eine Schwächephase. Doch während der Abstand zwischen Rist und Konstanz in der Schlussphase deutliche Züge annahm, bewegten sich die Kontrahenten zuvor lange auf Augenhöhe. Zwar gelang es den Hausherren, den Wirkungskreis des Gäste-Topscorers Michael Lay einzuschränken, dafür stellte Robinson Louisme die Wedeler Defense unter dem Korb vor schwere Aufgaben, auch Peter Leidig absolvierte eine gute Partie für die Konstanzer. Nach dem ersten Viertel führte der SC Rist mit 27:21 und sollte bis zum Spielende die Führung behalten.
Insbesondere das Trio Mac-Davis Duah/Steffen Kiese/Florian Moysich hatte im zweiten Abschnitt die Fäden in der Offensive in der Hand. Als Konstanz kurz vor der Halbzeit auf vier Zähler herankam, antwortete Arne Meyer mit einem Korbleger in der Schlusssekunde und gönnte seinem Team zum Gang in die Kabine einen weiteren Mutmacher. Ohnehin ging Gürels Plan auf, sich Meyers letzten Aushilfseinsatz für das Finale aufzusparen. Der 23-Jährige gab nicht nur in der Verteidigung wichtige Impulse, sondern kam darüber hinaus auf neun Punkte. Wie etwa im Laufe des dritten Viertels per Dreipunktspiel.
Dank einer weiterhin konzentrierten Vorstellung und mit der tollen Unterstützung der Fans im Rücken vermochten die Rister ihren Vorsprung weiter zu erhöhen, vor dem Gang in die abschließenden zehn Minuten Spielzeit hatte man schon fast einen ansatzweise beruhigenden Vorsprung (66:52) inne. Doch das reichte noch nicht. Im Bewusstsein der Stärke des Gegners wollten die Rister nicht nachlassen. So geschah es. Knapp sechs Minuten vor Schluss erhöhte Michel Leger auf 78:58. Die Konstanzer schienen sowohl physisch als auch psychisch müde zu werden, die Gegenwehr ließ zumindest deutlich nach. Mehr als eine kleine Ergebniskorrektur gelang den Gästen jedoch nicht mehr. Nach vollbrachtem Klassenerhalt und damit der Erfüllung des Saisonziels entlud sich die Freude beim Team und den Zuschauern in vielfältiger Art und Weise: Mal feucht-fröhlich, mal still genießend, mal wild und ungezügelt.
Der SC Rist freut sich, nun die bereits begonnenen Planungen für eine weitere Saison in der 2. Bundesliga Pro B zu forcieren und würde sich dabei über weitere Unterstützung freuen. Wer Interesse hat, organisatorisch, als Partner oder Sponsor oder mit sonstiger Tatkraft mitzuarbeiten, der kann sich gerne unter vorstand@scrist-wedel.de melden.
Statistik:
Viertelergebnisse: 27:21, 16:16, 23:15, 22:19
SC Rist (Punkte): Moysich (19), Duah, Pompey (je 13), Leger (12), Meyer (9), Huber-Saffer (8), Gomez (4), Delic, Laatzen, Parohl, Wichers.
Scouting...
1. Herren: In Konstanz verloren - jetzt ein echtes Endspiel
Im zweiten Spiel der Playdown-Serie gegen die HolidayCheck Baskets Konstanz mussten sich die Rister am Sonntagabend mit 76:93 geschlagen geben. Damit glich Konstanz zum 1:1 aus - am kommenden Sonnabend (26. März, 19:00 Uhr) kommt es in der Steinberghalle deshalb zu einem Endspiel um den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga Pro B. Die Mannschaft, die sich am nächsten Wochenende den Sieg sichert, hat den sportlichen Klassenerhalt in der Tasche.
In Konstanz lagen die Rister nach knapp zwei Minuten mit 0:6 im Hintertreffen, drehten im weiteren Verlauf des ersten Viertels aber auf (auch dank eines zwischenzeitlichen 11:0-Laufes) und führten nach zehn absolvierten Minuten mit 21:13. Doch den bis dahin guten Eindruck konnten die Jungs von Headcoach Özhan Gürel anschließend nicht bestätigen. Insbesondere in der Defense fehlte nun die Konzentration. "Wir haben so schlecht verteidigt wie noch nie. Es fehlte irgendwie die Bereitschaft", ärgerte sich der Trainer über das 19:36 im zweiten Abschnitt. Richtig gefährlich konnten die Rister den Hausherren nicht mehr werden. "Konstanz hat uns unsere Stärken unter dem Korb genommen. Von Außen lief es auch nicht besonders gut", sagte Gürel. Die Hausherren angelten sich den Großteil der Rebounds, wussten die 21 Wedeler Ballverluste zu nutzen und gewannen verdientermaßen die Partie.
Am kommenden Sonnabend gibt es folglich ein echtes Finale am Steinberg. Um 19:00 Uhr ist Tip-Off zur entscheidenden Begegnung. Gürel und seine Jungs setzen darauf, dass sie in heimischer Halle wieder ihre Stärken ausspielen und mit den eigenen Fans im Rücken den nötigen zweiten Sieg holen. "Wir brauchen Eure Unterstützung! Der Hamburger Basketball muss in der Pro B bleiben!", appellierte der Coach an die Basketball-Freunde aus dem gesamten HBV-Bereich.
Statistik:
Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 21:13, 19:36, 22:26, 14:18
SC Rist (Punkte): Huber-Saffer (25), Gomez (14), Leger (7), Duah, Laatzen, Pompey (je 6), Kiese (4), Dostal, Moysich (je 3), Delic (2), Parohl, Wichers.
1. Herren: Rister kämpfen sich in Führung
Die 1. Herren sind mit einem Heimsieg in die Playdown-Serie gegen die HolidayCheck Baskets Konstanz gestartet. Vor 700 Zuschauern im Rahmen des Jugendtages in der Steinberghalle gewannen die Rister mit 76:61.
"Ich will nicht zu viel über taktische Dinge sprechen, aber ich kann sagen, dass unsere Steigerung in der Verteidigung der Schlüssel zum Sieg war. Und Steffen Kiese hat ein ganz starkes Spiel gemacht und Würfe zu wichtigen Zeitpunkten getroffen. Insgesamt sind wir in der Offense aber nicht so zurechtgekommen, wie wir es vorhatten", analysierte Özhan Gürel, Headcoach des SC Rist.
Die Gäste vom Bodensee legten den besseren Start hin und trafen mit hoher Quote, führten konsequenterweise nach dem ersten Viertel mit 20:10. Die Rister taten sich hingegen schwer, wirkten ein wenig verkrampft und ließen zudem in der Defense die eine oder andere Lücke. Trotz der lautstarken Unterstützung durch die mitgereisten Fans vermochten die Konstanzer in der Folge nicht mehr an die Leistung der Anfangsphase anknüpfen. Mit wechselnden Gegenspielern ließ Gürel Topscorer Michael Lay "bearbeiten", auch die Wedeler Stärken am Brett kamen mit zunehmender Dauer immer besser zur Geltung. Peter Huber-Saffer und Marlon Pompey trumpften auf und lieferten unter dem Korb Punkt um Punkt.
Im Anschluss an die Halbzeit lief es für die Rister zeitweise dann wie am Schnürchen. Eine herausragende Leistung zeigte dabei Steffen Kiese, der perfekt aus der Distanz traf (4/4 "Dreier") und auch in der Defense eine starke Vorstellung bot. Er riss seine Kollegen mit, die Konstanz im dritten und vierten Abschnitt lediglich 23 Zähler gestatteten. Die tolle Unterstützung von den Rängen half den Ristern auf dem Weg zum Heimsieg, der hart erkämpft, letztlich aber zweifelsohne verdient war. Damit geht der SC Rist in der Serie gegen Konstanz mit 1:0 in Führung. Am kommenden Sonntag findet die zweite Partie statt, dann auswärts. Sollten die Rister dieses gewinnen, haben sie den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga Pro B sicher. Sollte Konstanz ausgleichen, findet eine Woche darauf ein Entscheidungsspiel, dann wieder am Steinberg, statt.
Statistik:
Viertelergebnisse: 10:20, 21:18, 25:11, 20:12
SC Rist (Punkte): Kiese (20), Huber-Saffer, Pompey (je 17), Leger (10), Moysich (7), Laatzen (3), Wichers (2), Delic, Duah, Dostal, Gomez, Parohl.
HolidayCheck Baskets Konstanz (Punkte): Leidig (17), Lay (11), Louisme (10), Menck (7), Radulovic (5), McKnight (4), Henningsen (3), Cöllen, Foth (je 2).
Schiedsrichter: Stefanie Oelfke/Michael Pieper
1. Herren: Tabellenführer niedergekämpft, Playoffs dennoch verpasst
Die 1. Herren hielten Wort und machten ihre Ankündigung, für den Einzug in die Playoffs der 2. Bundesliga Pro B im Duell mit Tabellenführer Schwelmer Baskets alles geben zu wollen, wahr. Das Team von Headcoach Özhan Gürel zeigte sein großes Kämpferherz und gewann beim Spitzenreiter mit 126:122. Drei Verlängerungen waren nötig, um die nicht minder rackernden Hausherren zu besiegen. Und dennoch: Da zeitgleich die Bayer Giants Leverkusen ihre Partie gegen den SC Rasta Vechta gewannen, beenden die Rister die Punktrunde auf dem neunten Platz und müssen in die Abstiegsrunde. Dort kommt es zum Vergleich mit den HolidayCheck Baskets Konstanz, dem Zwölften der Südstaffel.
"Schade, dass es mit den Playoffs nicht mehr geklappt hat", sagte Coach Gürel im Anschluss an das Duell mit Schwelm, das einfach immer weiterging und kein Ende zu nehmen wollen schien. Die beiden Kontrahenten lieferten sich einen großartigen Kampf, der an Spannung kaum zu überbieten war. "Wir haben in der Offense super gespielt und gut gereboundet. Wie wir gekämpft haben, war unglaublich. Auch Schwelm wollte das Spiel unbedingt gewinnen. Man hätte denken können, dass der Gegner einigen seiner Ersatzspieler mehr Einsatzzeit gibt, nachdem der erste Platz feststand, aber das war nicht der Fall", sagte Gürel. Vor der Halbzeit haderte der Rist-Coach ein ums andere Mal mit der Verteidigung seiner Jungs. Nicht verwunderlich angesichts eines Zwischenstandes von 45:53 aus Wedeler Sicht nach 20 Minuten Spielzeit. Schwelm baute die Führung zu Beginn des dritten Abschnitts auf zwölf Punkte aus (58:46), doch die Rister ließen sich nicht abschütteln. In dieser Phase scorten Peter Huber-Saffer und David Gomez zuverlässig für die Grün-Gelben, gute zwei Minuten vor dem Ende des dritten Viertels stellte Tobias Wichers per Freiwurf dann wieder Gleichstand (67:67) her. Die Rister nutzten in der Folge weiterhin konsequent ihre Vorteile am Brett aus - neben Huber-Saffer und Gomez zeigte sich auch Marlon Pompey in starker Verfassung.
In die Schlussminute der regulären Spielzeit ging man mit einer hauchdünnen Führung (88:87 aus Rist-Sicht), 28 Sekunden vor dem vermeintlichen Ende lagen die Wedeler mit 92:87 in Front. Aber Schwelm wollte es noch mal wissen und verkürzte. Vier Sekunden vor Schluss trat Julius Dücker an die Freiwurflinie und verkürzte auf 91:94 aus Sicht der Gastgeber. Seinen zweiten Versuch traf er nicht, den Rebound sicherte sich sein Kollege David Bunts, der keine Zeit verlor und mit einem "Dreier" die erste Verlängerung erzwang. "Das war unsere Schuld. Wir hätten beim Rebound besser aufpassen müssen", so Gürel, dessen Team mittlerweile mit einer hohen Foulbelastung zu kämpfen hatte. Nach und nach kassierten Marlon Pompey, Steffen Kiese, Kay Gausa und Mac-Davis Duah ihr jeweils fünftes Foul und mussten ersetzt werden.
Die erste Zugabe offenbarte zunächst Schwelmer Vorteile. Die Hauherren brachten sich mit 100:95 in Führung, doch dann begann die große Zeit des Florian Moysich. Mit zwei "Dreiern" innerhalb weniger Augenblicke drehte er das Geschehen. Huber-Saffer und Wichers erhöhten auf 104:101. Holmes glich im Alleingang wieder aus, doch nun schien der SC Rist den Sack zuzumachen: Eine Sekunde stand noch auf der Uhr, als Moysich zum Korb zog und verfehlte. Huber-Saffer schnappte sich den abprallenden Ball und vollendete zum 106:104 für den SC Rist. Was innerhalb von einer Sekunde so alles geschehen kann! Der Sieg für den SC Rist? Nein, denn die Unparteiischen hatten nach dem Treffer ein Foul von David Gomez ausgemacht und aus diesem Grund Schwelms Tom Doll an die Linie gebeten, der nervenstark zweifach einnetzte.
In der zweiten Verlängerung lief das Geschehen nun fast spiegelverkehrt ab. Diesmal legten die Rister vor, Schwelm kam zurück und lag 13 Sekunden vor dem Schluss der abermaligen Extra-Einheit mit 114:112 vorn. Unmittelbar vor dem Ertönen der Sirene übernahm erneut Moysich die Verantwortung und stellte den Spielstand wieder auf Remis (114:114). Und der Kapitän trumpfte weiter auf. Per "Dreier" schoss er sein Team zu Beginn der dritten Verlängerung zum 117:114. Huber-Saffer legte im Alleingang vier Zähler nach. Doch das war's noch nicht, denn die Hausherren kamen noch einmal. Neun Sekunden waren noch zu absolvieren, als Holmes zwei Schuss zum 122:124 aus Schwelmer Sicht verwandelte. Mit einem Foul brachte der Tabellenführer nun seinerseits Moysich an die Linie, der abgeklärt die letzten beiden Punkte der Partie erzielte. 15 seiner 22 Zähler markierte der Kapitän während der Verlängerung, auch Huber-Saffer war stets zur Stelle, doch herausheben wollte der Trainer dennoch keinen seiner Akteure: "Sie haben alle eine Super-Moral gezeigt. Jeder hat seinen Job gemacht und sehr intensiv gespielt. Wir waren unter dem Korb stark und sehr erfreulich ist auch, dass wir von außen so gut getroffen haben. Während des Spiels bekam ich die Nachricht, dass Leverkusen gewonnen hat und wir die Playoffs deshalb nicht mehr erreichen können. Aber wir haben uns gezwungen weiter zu kämpfen und nie aufgegeben." Gürel konnte sich angesichts der vielen Fouls (vier Akteure mit fünf, weitere vier mit vier Vergehen) auf die Tiefe seiner Bank verlassen und so die Ausfälle kompensieren. Immerhin handelte es sich bei den "ausgefoulten" Ristern um drei Starter sowie Mac-Davis Duah. Bemerkenswert auch: Schwelms Coach Raphael Wilder wechselte während der gesamten Verlängerung nicht ein einziges Mal, sondern ließ die ganze Zeit seine "starting five" auf dem Parkett.
Fest steht nunmehr, dass die Rister in den Playdowns auf die HolidayCheck Baskets Konstanz treffen, welche die Südstaffel auf dem zwölften Rang abschlossen. "Konstanz hat auf jeden Fall viel Qualität, u.a. einige starke Amerikaner. Das wird eine harte Aufgabe für uns", so Gürel. Am 12. März findet das erste Spiel am Steinberg statt. Für die zweite Partie reisen die Rister dann rund 850 Kilometer gen Süden. Sollte ein dritter Vergleich im best-of-three-Modus nötig sein, findet dieser dann in Wedel statt.
Statistik:
Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 20:21, 25:32, 29:21, 20:20, 12:12 (1. Verlängerung), 8:8 (2. Verlängerung), 12:8 (3. Verlängerung)
SC Rist (Punkte): Huber-Saffer (30), Moysich (22), Pompey (18), Gomez (14), Wichers (11), Kiese (10), Laatzen (9), Duah (6), Delic (4), K. Gausa (2), Dostal, Parohl.
Scouting...
SER präsentiert: Heimsieg gegen Braunschweig
Selten einmal, dass die 1. Herren in der aktuellen Saison bereits Minuten vor der Schlusssirene einen Heimsieg klar vor Augen hatten. Das war beim 83:65 gegen die Spot Up Medien Baskets Braunschweig der Fall, während sonst zumeist bis zur letzten Sekunden gezittert werden musste.
Dank einer ausgeglichenen Teamleistung bezwangen die Rister den Gast aus Niedersachsen und kompensierten dabei die Ausfälle von Michel Leger (Sprunggelenksverletzung), Tim Parohl (Verdacht auf Pfeifferisches Drüsenfieber) sowie Arne Meyer, der seinen fünften Einsatz als Aushilfe zu einem späteren Zeitpunkt in der Saison begehen soll. Die Partie begann mit einem erfolgreichen Freiwurf von Kay Gausa sowie einem krachenden Dunking seines Mannschaftskollegen David Gomez. Während Coach Özhan Gürel zunächst noch das eine oder andere Mal mit dem Rebounding seiner Jungs haderte, stellten diese das "Problemchen" im Laufe der Begegnung ab. Leicht absetzen konnten sich die Rister erstmals in den letzten zwei Minuten vor der Halbzeit, als die kurz zuvor eingewechselten Vedo Delic und Tobias Wichers in Gemeinschaftsarbeit zehn Punkte erzielten. Wichers sorgte dabei auch mit einem "buzzer beater" für gute Stimmung auf der Tribüne. Sekundenbruchteile vor dem Ertönen der Sirene drückte der 19-Jährige aus der Halbdistanz ab und traf.
Nach der Pause gestaltete sich die Partie zunächst wieder ausgeglichen. Braunschweig holte wieder auf und glich zum 47:47 (25. Minute) aus. Doch es folgte ein Rist-Run: Zwölf Zähler in Folge ließen die Hausherren davonziehen. Und das war dann so etwas wie eine Vorentscheidung, denn die Rister verteidigten weiterhin stark (wobei Florian Moysich als "Voarbeiter" mit sechs Ballgewinnen herausstach), verteilten das Scoring auf mehrere Schultern und zeigten sich im Vergleich zu den Vorwochen auch beim Distanzwurf verbessert. Moysich und Mac-Davis Duah netzten jeweils dreimal ein, später traf auch noch Marlon Pompey. Den Gegner hatten Gürels Mannen im Griff und ließen nichts mehr anbrennen, dementsprechend entspannt gab sich der Trainer nach dem Spiel: "Wir arbeiten seit Wochen intensiv an unserer Verteidigung und haben dafür gegen Braunschweig den Lohn eingefahren. Das war für mich der wichtigste Grund für unseren Sieg. Es ist immer jemand in die Bresche gesprungen und hat gescort, wie man an der Punkteverteilung sehen kann."
Was die theoretischen Chancen betrifft, doch noch die Playoffs zu erreichen, bleibt alles wie gehabt: Die Rister müssen am kommenden Wochenende Spitzenreiter Schwelm schlagen und dann auf Schützenhilfe der Konkurrenz hoffen. Und Gürel und sein Team sind wild entschlossen, ihren Teil dieser Rechnung in die Tat umzusetzen.
Zu den Siegern zählten an diesem Abend nicht nur die Spieler: Kurz vor dem Tip-Off überreichte Sven Behrendt von SER zwei Tankgutscheine im Wert von je 50 Euro an zwei glückliche Gewinner. Unter dem Motto "Treibstoff für mehr Wettbewerbsfähigkeit" hatte der Rist-Partner, der jüngst sein Engagement bei den Grün-Gelben verlängerte, im Vorfeld der Partie Parkplätze rund um die Steinberghalle ausgewählt. Die später dort parkenden Autos bzw. deren Halter durften sich dann über einen Gutschein freuen. Für die Gewinner heißt es jetzt: Auftanken und gute Fahrt mit SER! Keinen Treffer gab es hingegen beim "Lucky Shot" powered by Stadtsparkasse Wedel. Das heißt für das nächste Pro B-Heimspiel: Dann sind 200 Euro Startguthaben im Jackpot.
Statistik:
Viertelergebnisse: 22:18, 22:20, 15:11, 24:16
SC Rist (Punkte): Duah, Moysich (je 13), Huber-Saffer (11), Gomez, Pompey (je 10), K. Gausa, Wichers (je 9), Delic (8), Dostal, E. Gausa, Kiese, Laatzen.
Schiedsrichter: Niels Hennig/André Jürgens
Scouting...
1. Herren: Playoffs ade?
Im Kampf um die Playoffs haben die 1. Herren in Leverkusen einen deutlichen Rückschlag hinnehmen müssen. Die Mannschaft von Headcoach Özhan Gürel unterlag den Bayer Giants mit 62:85. "Mathematisch sind die Playoffs für uns noch drin und wir werden kämpfen und alles geben, diese zu erreichen. Aber ich gehe davon aus, dass wir die Playdowns spielen müssen", sagte der Trainer nach dem Spiel.
In Leverkusen lief insbesondere in der Offense bei den Ristern wenig zusammen. Nur 27 erzielte Punkte während der ersten 20 Minuten waren ein Indiz dafür. Das Spiel der Rister litt in dieser Phase primär unter einer zu großen Anzahl an Ballverlusten, so der Coach. Nach der Pause besserten sich die Wedeler in dieser Hinsicht zwar und kämpften nach Gürels Meinung vorbildlich, doch letztlich gelang es nicht, die Giants effektiv zu kontrollieren, um sich noch eine Siegchance zu erarbeiten. Allen voran der US-Amerikaner Joshua Young (32 Zähler, 6/11 "Dreier") schenkte den Ristern ein. Gürel: "Er hat unglaublich getroffen. Da hat uns Tim Parohl als starker Verteidiger gefehlt. Vielleicht hätte er ihn in den Griff bekommen." Parohl musste wegen Fiebers auf die Auswärtspartie verzichten. Nicht minder weh tat Gürel und seinen Jungs, dass mit Michel Leger der beste Rebounder umknickte und aus diesem Grund lediglich 12:28 Minuten auf dem Parkett stand. "Wir waren nicht in der Lage, die Rebounds zu holen. In der Hinsicht waren wir unglaublich unterlegen", sagte der Trainer. Die Zahlen lieferten dieser Aussage zusätzliches Futter: Die Rheinländer angelten sich 50 Abpraller, die Wedeler exakt 16 weniger.
Am kommenden Sonnabend (19. Februar, 19:00 Uhr) empfangen die Rister die SUM Baskets Braunschweig zum letzten Heimspiel der regulären Saison. "Wenn wir schon nicht in die Playoffs kommen sollten, dann wollen wir auf jeden Fall den neunten oder zehnten Platz erreichen, damit wir Heimrecht haben", so Gürel.
Statistik:
Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 19:21, 8:22, 19:20, 16:22
SC Rist (Punkte): Huber-Saffer (11), Moysich (9), Gomez, Pompey (je 8), Duah (7), K. Gausa, E. Gausa, Leger, Meyer (je 4), Kiese (2), Wichers (1).
Scouting...
1. Herren: Die Rister siegen wieder
Die 1. Herren haben am Sonnabend den ersten Sieg des Jahres 2011 eingefahren. Das Team von Headcoach Özhan Gürel bezwang den BSV Wulfen mit 83:73 und behielt dabei in einer sehr umkämpften Partie die Oberhand. "Das war mein bisher bester Basketball-Tag in diesem Jahr. Heute Morgen haben meine U16 und U18 gewonnen, heute Abend dann der Sieg gegen Wulfen", sagte der Trainer im Anschluss an das Spiel.
Als Schlüssel zum Sieg hatte Gürel die verbesserte Verteidigungsleistung seiner Mannschaft ausgemacht. "Das hatten sich die Jungs fest vorgenommen und sie haben es umgesetzt", freute er sich. Auch nicht unwichtig war das Comeback von Marlon Pompey, der prompt 19 Punkte erzielte. Der Kanadier befand sich seit der Weihnachtspause auf Vereinssuche, fand aber nicht den passenden Club. "Marlon wollte uns helfen, wir wollten ihm helfen", so Gürel. In kämpferischer Hinsicht schenkten sich beide Mannschaften nichts und gingen ein hohes Tempo. Während die Gäste zur Halbzeit noch die Nase vorn hatten und mit sechs Zählern führten, drehten die Rister im dritten Viertel auf und steigerten sich insbesondere in der Verteidigung. Ein 11:0-Lauf brachte die Gastgeber mit 50:47 in Front, der BSV hielt mit erfolgreichen Distanzwürfen dagegen, doch die Rister zeigte sich unbeeindruckt und gingen mit einem 58:53 in den Schlussabschnitt.
In den folgenden Minuten wurde es mal wieder so richtig knapp. Wulfen glich aus und ging wieder in Führung, doch der SC Rist besaß in der Endphase den längeren Atem. Eine Minute vor Schluss verkürzte der beste BSV-Akteur Steve Briggs auf 73:70 aus Wedeler Sicht. Die Bemühungen der Gäste, das Spiel mit schnellen Fouls noch zu drehen, schlug allerdings fehl. Die Rister brachten den Sieg unter Dach und Fach, mit der Schlusssirene legte Vedo Delic mit einem "Dreier" noch ein Sahnehäubchen oben drauf.
Großen Anklang fand bei den Zuschauern die Charity-Tombola mit vielen attraktiven Preisen, die der SC Rist gemeinsam mit Basketball Aid e.V. unter dem Motto "Große Helden helfen kleinen Helden" veranstaltete. Die Einnahmen kommen der Fördergemeinschaft Kinderkrebs-Zentrum Hamburg im UKE zugute.
Statistik:
Viertelergebnisse: 19:16, 20:29, 19:8, 25:20
SC Rist (Punkte): Pompey (19), K. Gausa (11), Duah, Gomez (je 10), Delic, Leger (je 8), Huber-Saffer, Kiese (je 5), Moysich (3), E. Gausa, Meyer (je 2), Parohl.
Schiedsrichter: Niels Hennig/Michael Pieper
Scouting...
1. Herren: In Bernau keine Konstanz an den Tag gelegt
Auch in Brandenburg gab es für die 1. Herren des SC Rist (2. Bundesliga Pro B) nicht den ersten Sieg des Jahres 2011. Die Mannschaft von Headcoach Özhan Gürel unterlag dem SSV Lok Bernau mit 76:85. "Leider haben wir es während des ganzen Spiels nie geschafft, konstant zu sein. Wir haben uns einige Male herangekämpft, doch dann standen wieder Fehler im Weg. Am Ende hatten wir zu viele einfache Ballverluste, die verhindert haben, das wir in der Schlussphase das Spiel drehen konnten", lautete die Einschätzung des Trainers.
Im ersten Viertel litten die Rister insbesondere unter einer schwachen Trefferquote (26% aus dem Feld), während die Gastgeber in den anfänglichen zehn Minuten zwar weniger warfen, aber mit einer Quote von 67% trafen. Die ersten elf Punkte des SC Rist erzielte David Gomez, seine Mannschaftskollegen hielten sich offensiv noch zurück. Ganz im Gegenteil die Bernauer: 29 Zähler schenkten die Hausherren den Ristern im ersten Viertel ein, für einen so sehr auf Defense bedachten Coach wie Özhan Gürel alles andere als ein Vergnügen.
Eine deutliche Ergebnisverbesserung gelang den Grün-Gelben erst im Anschluss an die Halbzeit. Mit einem 10:4-Lauf drückte man den Bernauer Vorsprung auf sechs Punkte (24. Minute), wenig später hieß es nur noch 58:54 für SSV Lok. Doch das Vorhaben, die Wende spätestens im Laufe des letzten Abschnitts zu bewerkstelligen, schlug fehl. Bernau eröffnete das vierte Viertel mit zehn Zählern in Folge und enteilte auf 77:60. Die abermalige Wedeler Antwort folgte prompt und brachte den SC Rist dank eines 14:0-Runs auf 77:74 heran (37. Minute). Doch wieder fehlte der letzte Schritt. Bernau behielt die Nerven, traf von der Freiwurflinie und hielt Gürels Schützlinge erfolgreich vom Punkten ab. Kay Gausa gelangen acht Sekunden vor Schluss die letzten Wedeler Zähler der Partie - nur noch eine unbedeutende Ergebniskorrektur.
Statistik:
Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 17:29, 20:20, 23:18, 16:18
SC Rist (Punkte): Gomez (24), Leger (16), K. Gausa (15), Delic (5), Kiese, Meyer, Moysich (je 4), Duah, Maraite (je 2), E. Gausa, Huber-Saffer, Parohl.
Scouting...
1. Herren: Zu viele Fouls - Rister unterliegen Herten
Die 1. Herren unterliegen am 17. Spieltag der 2. Bundesliga Pro B den Hertener Löwen mit 79:92 und sind damit vorerst aus den Playoff-Rängen gerutscht. Die Zuschauer in der gut besetzten Steinberghalle sahen eine unterhaltsame Partie, in der es auf und abseits des Feldes hitzig zur Sache ging.
"Wir hätten das Spiel gewinnen können oder müssen, aber unsere Foulbelastung war einfach zu hoch", sagte Headcoach Özhan Gürel, der am Spieltag seinen 31. Geburtstag feierte. Sein Team - ohne Tim Dostal (krank), Mac-Davis Duah (Ellenbogenverletzung) und Steffen Kiese (Fersenverletzung) - erwischte einen verkorksten Start und lag nach gut sieben Minuten mit 10:24 sowie am Ende des ersten Viertels mit 12:27 zurück. Doch die Rister kämpften sich wieder heran. Unter den Klängen der Trommler-Combo um Gabriel Daly, die auch auf den Rängen für gute Stimmung sorgte, drehten die Hausherren auf. Am Ende eines 11:0-Laufes stand die erste Führung: 41:40 (19. Minute) dank eines erfolgreichen Halbdistanzwurfes von Florian Moysich. Herten erzielte die nächsten drei Punkte per Freiwurf, doch mit einem "Dreier" in der Schlusssekunde brachte Erwin Gausa sein Team wieder in Führung: 46:45 zur Halbzeit. Einen großen Anteil an der Aufholjagd besaß auch Rückkehrer Arne Meyer, der bei seinem Pro B-Comeback defensiv wie offensiv einen sehr starken Eindruck hinterließ.
Im Laufe des dritten Viertels schlugen allerdings zusehrnds die Foulprobleme durch. David Gomez, Erwin Gausa und Arne Meyer mussten mit fünf persönlichen Fouls ausscheiden, Kay Gausa und dem gut aufgelegte Vedo Delic wurden jeweils vier Vergehen angekreidet. Und so machten die Löwen aus einem Wedeler 52:50 innerhalb von gut sieben Minuten ein 56:69, wiederum aus Rister-Sicht. Aber die Gastgeber gaben nicht auf, sondern kämpften unverdrossen weiter. Kleiner als neun Punkte wurde der Abstand zu Herten allerdings nicht mehr.
Keinen Treffer gab es beim "Lucky Shot" powered by Stadtsparkasse Wedel, so dass der Jackpot beim kommenden Heimspiel 100 Euro beträgt.
Statistik:
Viertelergebnisse: 12:27, 34:18, 14:29, 19:18
SC Rist (Punkte): Delic, Moysich (je 16), Leger (13), Meyer (12), K. Gausa (8), E. Gausa, Gomez (je 5), Huber-Saffer, Wichers (je 2), Laatzen, Parohl.
Schiedsrichter: Stefanie Oelfke/Daniel Voß
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1. Herren: Zwei Topscorer, aber nur ein Punkt
Der SC Rist unterliegt den Uni-Riesen Leipzig am 16. Spieltag der 2. Bundesliga Pro B mit 72:82. Coach Özhan Gürel bilanzierte wie folgt:
"Wir haben von außen wieder nichts getroffen, aber das war diesmal nicht das Entscheidende. Die Einstellung der Spieler war sehr gut, wir haben richtig gut gekämpft. Leider haben wir viele einfache Dinge falsch gemacht: Passen, Dribbeln, Korbleger. Leipzig hat das ganze Spiel über geführt, Ende des dritten Viertels lagen wir mit 15 Punkten hinten, haben uns dann aber zurückgekämpft. Einfache Ballverluste haben dann aber verhindert, dass wir das Spiel noch drehen konnten. Ich glaube, dass wir an unserem Limit gespielt haben. Wir müssen viel arbeiten und uns darum bemühen, unser Limit weiter nach oben zu verschieben. Mitch hat mit Fieber gespielt, Martin musste arbeiten und ist deswegen nicht mitgefahren, Steffen hat wegen seiner Fersenverletzung gar nicht gespielt und Mac hat sich leider am Ellenbogen verletzt. Wen wir im Moment sehr vermissen, ist Vedo mit seiner Stabilität. Aber verloren haben wir in Leipzig, weil wir bei den fundamentals zu viele Fehler gemacht haben"
Beste Wedeler Scorer waren Kay Gausa und David Gomez mit jeweils 15 Punkten. Am kommenden Wochenende empfangen die Rister die Hertener Löwen in der Steinberghalle.
Statistik:
Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 15:18, 17:22, 20:26, 20:16
SC Rist (Punkte): K. Gausa, Gomez (je 15), Leger (12), Duah (9), Huber-Saffer, Moysich (je 6), Parohl (4), Dostal (3), E. Gausa (2), Laatzen.
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1. Herren: Gegen Reid und die Rastas war kein Kraut gewachsen
Das Jahr 2011 startete für die 1. Herren mit einer Niederlage, aber ebenso mit der Erkenntnis, gegen einen an diesem Abend besseren Gegner verloren zu haben. 72:85 hieß es aus Wedeler Sicht am Ende im Duell mit Tabellenführer SC Rasta Vechta.
"Wir haben im Moment einen Lauf. Von Anfang an wollten wir Druck machen und Wedel gar nicht erst ins Laufen kommen lassen", bilanzierte Gästecoach Pat Elzie an alter Wirkungsstätte. Zahlreiche Hände hatte er zu schütteln und mit Özhan Gürel gab es eine herzliche Umarmung. Als Elzie das Traineramt beim SC Rist inne hatte, gehörte Gürel zu seinen Spielern. "Er war ein Defense-Tier", erinnerte sich Elzie. Und deswegen war der Rist-Coach auch nicht erfreut darüber, dass seine Jungs insbesondere Vechtas flinken Guard Matt Reid überhaupt nicht in den Griff bekamen. 28 Punkte erzielte der überragende US-Amerikaner.
Die eigene Schwäche beim Distanzwurf kommentierte Gürel wie folgt: "Wir haben viele Werfer, aber keinen, der werfen kann." Was sich hinter diesem hochphilosophischen Ansatz des 30-Jährigen verbarg, war klar: Die Rister haben keinen "reinen Schützen" in ihren Reihen. Und mitunter schlägt eben auch das Wurfpech zu. Steffen Kiese traf einen "Dreier", ansonsten fanden sämtliche 18 Versuche nicht ins Ziel. Einer der auch in dieser Hinsicht ein wenig für Abhilfe sorgen soll, ist Neuzugang David Gomez: "Er hat in seinem ersten Spiel bewiesen, dass er eine Waffe ist. Dass er auch von außen trifft, hat er heute noch nicht zeigen können", so Gürel. Mit 20 Punkten sowie acht Rebounds gab der US-Amerikaner ein verheißungsvolles Debüt und ließ sein Können gleich mehrfach aufblitzen. Das galt für Rückkehrer Peter Huber-Saffer genauso. Obwohl der Center eigentlich für einen Kurzeinsatz eingeplant war, stand er gegen Vechta über 21 Minuten auf dem Feld und gab den Ristern wieder jene Präsenz unter dem Korb, die ihn für die Grün-Gelben in den vergangenen beiden Spielzeiten so wichtig machte.
Trotz der Verstärkung reichte es gegen die sehr ausgeglichen besetzten Gäste aus Niedersachsen nicht zum Sieg. Während der Begegnung gab Gürel auch seinen Youngstern viel Spielzeit und diese dankten es ihm mit couragierten Auftritten. Die Tatsache, dass die Rister in etlichen Kategorien statistisch vor Rasta lagen, wirkte sich am Ende nicht aus. Angeführt vom wieselflinken Reid und dem gegen sein früheres Team ebenfalls stark agierenden Marvin Boadu ließ Vechta nichts anbrennen und untermauerte in souveräner Art und Weise seine derzeitige Top-Position in der 2. Bundesliga Pro B.
Prompt einen Gewinner gab es unterdessen bei der Premiere des "Lucky Shots" powered by Stadtsparkasse Wedel. In der Halbzeitpause versenkte Lukas Rehder den Ball mit einem Wurf von der Mittellinie und strich damit 50 Euro ein. Auch die übrigen neun Kandidaten gingen nicht leer aus, sie wurden von der Stadtsparkasse Wedel mit Thermobechern ausgestattet. Beim nächsten Heimspiel der 1. Herren, am 23. Januar gegen Herten, geht es erneut um 50 Euro. Gibt es keinen Gewinner, wandert das Geld in den Jackpot.
Statistik:
Viertelergebnisse:
SC Rist (Punkte): Gomez (20), Leger (12), Huber-Saffer (11), K. Gausa (6), Kiese (5), Duah, E. Gausa, Maraite, Parohl (je 4), Dostal (2), Laatzen, Wichers.
SC Rasta Vechta (Punkte): Reid (28), Boadu (17), Kronhardt, Thompson (je 12), King-Stockton (10), Krause (3), Jarchow (2), Stertenbrink (1), Darling, Heitzhausen, Mölle.
Schiedsrichter: Michael Pieper/Susanne Winking
Scouting...
1. Herren: Ein Sieg am Sonntag
Teil zwei des Spielwochenendes in Berlin endete mit einem Auswärtssieg für die 1. Herren. Nachdem die Rister am Freitagabend vor den Toren der Hauptstadt dem RSV Eintracht Teltow/Kleinmachnow/Stahnsdorf unterlagen, bezwangen sie am Sonntag die Zweitvertretung von ALBA Berlin mit 81:67.
"ALBA war nicht vollständig", relativierte Headcoach Özhan Gürel zwar, aber diese Tatsache erscheint im Nachhinein ebenso wenig im Tabellenbild wie das Faktum, dass der SC Rist unter den Körben dominierte und sich verdientermaßen die komplette Punktzahl sicherte. Gürel sah "ein richtiges hartes Spiel. Die Schiedsrichter haben viel zugelassen. Den Zuschauern dürfte es gefallen haben", so der Trainer, der das Geschehen selbst auch ganz nett fand. Und zwar schon im ersten Viertel, das seine Schützlinge mit 14:11 gewannen. Auch anschließend besaßen meist die Rister die Führung. Dank guter Reboundarbeit (45:35, Michel Leger schnappte sich allein 16 Abpraller) erhielt man ein ums andere Mal zweite Wurfgelegenheiten. Allerdings vermochte man die in der Offense stärker werdenden Berliner nicht immer an der Leine zu halten. Tobias Grauel schenkte von außen ein, Marlon Pompey hielt als sicherer Freiwerfer dagegen. Elf Punkte erzielte der Kanadier während des zweiten Durchgangs von der Linie.
Nach dem Seitenwechsel half den Ristern ein 8:0-Lauf, um die Halbzeitführung (40:36) auszubauen. Die jungen Albatrosse besaßen nun einige Mühe mit den Wedelern und mussten abreißen lassen. Nach einer offensiv mauen Startphase im vierten Abschnitt fingen sich die Rister rechtzeitig wieder und ließen sich nicht von der Berliner Verteidigung beeindrucken. "Wir hatten gegen die Presse immer eine Antwort", lobte Gürel. Den Schlusspunkte markierte Pompey mit einem "Dreier" in letzter Sekunde. "Der Sieg war wichtig. Wir haben ja nicht das Wochenende in Berlin verbracht, um eine schöne Reise zu unternehmen, sondern wollten Spiele gewinnen", sagte der Trainer.
Am Donnerstag, den 23. Dezember, sind die 1. Herren noch einmal gefordert: Beim traditionellen Vergleich mit den Rister Allstars im Rahmen des Merry RistMas-Events. Die Partie beginnt um 19:30 Uhr, das Rahmenprogramm bereits eine Stunde früher. Geboten wird neben dem stets attraktiven Vergleich des illustren Auswahlteams mit den Herren auch eine Tombola, ein reichhaltiges Angebot an Speisen und Getränken sowie einiges mehr.
Statistik:
Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 14:11, 26:25, 21:12, 20:19
SC Rist (Punkte): Pompey (25), K. Gausa, Leger (je 10), Delic (9), Kiese (8), Duah (7), Maraite (5), E. Gausa, Moysich (je 3), Dostal (1), Parohl.
Scouting liegt noch nicht vor...
1. Herren: Sieg war drin - Rister unterliegen in der Verlängerung
"Auch wenn die Umstände schwierig waren, hätten wir dieses Spiel gewinnen können. Das war schon sehr ärgerlich. Ich finde, dass wir in der regulären Spielzeit die bessere Mannschaft waren", resümierte Coach Özhan Gürel nach der 67:76-Niederlage beim RSV Eintracht Teltow/Kleinmachnow/Stahnsdorf. Nach 40 Minuten gab es keinen Sieger, eine Verlängerung musste her, in der die Brandenburger dann die Oberhand behielten.
Aufgrund eines Staus ging für die Rister bei der Anfahrt für eine Stunde lang auf der Autobahn gar nichts mehr. Und auch anschließend war Tempo 80 angesagt. Gerade noch rechtzeitig trafen die Rister an der Spielstätte ein. Mit leerem Magen und keiner adäquaten Vorbereitungsphase ging man in die Partie, erwischte aber dennoch den besseren Start. Nach sechseinhalb Minuten lag der SC Rist mit 11:6 vorne. "Wir haben lange geführt", so Gürel, der allerdings ansehen musste, wie die Hausherren vor allem unter dem Korb Vorteile besaßen und diese im Laufe der Partie mit zunehmender Konsequenz nutzten: "Wir haben nicht gut gereboundet. Unsere Größe und Athletik haben gegen Stahnsdorf nicht gereicht", meinte der Trainer.
Zur Halbzeit lagen die Rister mit 32:35 im Hintertreffen, doch die Begegnung blieb ausgeglichen. Bis zum Ende des vierten Abschnitts. 25 Sekunden vor Schluss erhöhte Stahnsdorfs Alex Moosmann auf 61:58, mit einem "Dreier" egalisierte Mac-Davis Duah allerdings kurz danach und rettete sein Team damit in die Verlängerung.
Steffen Kiese eröffnete die Extraminuten mit einem erfolgreichen Dreipunktwurf, aber die Gastgeber antworteten und setzten sich wieder in Front. Mychal Green traf aus der Distanz zum 71:65, anschließend verhängten die Unparteiischen ein technisches Foul gegen den SC Rist. Was war geschehen? "Bei einem Spielerwechsel ist es leider zu einem Kommunikationsfehler gekommen, so dass kurz sechs Spieler auf dem Feld standen", so Gürel. Stahnsdorf nutzte diese Umstände, um den Abstand zu vergrößern, den die Rister letztlich nicht mehr aufholen konnten. "Alles lief eigentlich gut. Wir hätten gewinnen können. Und zwar schon in der regulären Spielzeit. Für das Spiel gegen ALBA am Sonntag müssen wir mitnehmen, in stressigen Situationen in der Offense bessere Entscheidungen zu treffen und einfach cool zu bleiben", bilanzierte Özhan Gürel.
Statistik:
Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 18:16, 14:19, 17:13, 12:13, 6:14 (Verlängerung)
SC Rist (Punkte): Pompey (13), Leger (12), Kiese, Moysich (je 11), K. Gausa (9), Duah (8), Parohl (2), Delic (1), Dostal, E. Gausa.
Scouting liegt noch nicht vor...
1. Herren: Da war mehr drin - Niederlage gegen Wolfenbüttel
Diese Niederlage war ebenso ärgerlich wie unnötig. Die 1. Herren unterlagen den Herzögen Wolfenbüttel mit 64:70 und litten dabei insbesondere unter einem verkorksten Schlussviertel (8:20), in dem die Gäste aus Niedersachsen geschickt von den Wedeler Fehlern profitierten und somit den Sieg einfuhren. "Wir hatten eindeutig zu viele Ballverluste. Und wenn man dann auch noch schlecht trifft, dann verliert man eben. Bei mir ist die Stimmung im Keller", sagte Coach Özhan Gürel bedient.
Die Rister erwischten den besseren Start in die Partie und führten nach drei Minuten mit 6:2. Die Gastgeber wirkten konzentriert und entschlossen, der Niederlage gegen Schwelm nun zum Rückrundenauftakt einen Sieg folgen zu lassen. In der zweiten Hälfte des ersten Abschnitts drehten zwar Benedict Seebode und Henje Knopke das Geschehen zugunsten der Herzöge, doch eine Tendenz in die eine oder andere Richtung war zu dem Zeitpunkt noch nicht auszumachen. Ein 12:0-Lauf ließ die Rister aus einem 18:24-Rückstand eine 30:24-Führung machen, dank guter Verteidigung und eines auf vielen Schultern verteilten Scorings schien die Mannschaft von Trainer Özhan Gürel auf dem richtigen Weg.
Und man legte nach, setzte sich bis zur 24. Minute auf 47:34 ab. Doch Wolfenbüttel konnte sich auf seinen Kapitän Knopke verlassen, der die Herzöge im Spiel hielt und bis zur letzten Viertelpause noch zehn Punkte erzielte. Die Rister hingegen hatten mittlerweile und komischerweise Ladehemmung. Im Schlussabschnitt dauerte es mehr als sechs Minuten, ehe wieder ein Korb für die Wedeler fiel. Da sich auch die Gäste (noch) zurückhielten, war die Partie immer noch ausgeglichen. Doch mit drei "Dreiern" (zweimal Knopke, einmal Sexton) innerhalb von anderthalb Minuten brachten die Herzöge den Hausherren einen 59:65-Rückstand bei. Michel Leger und Marlon Pompey verkürzten auf 64:65, doch nach einem erfolgreichen Mitteldistanzwurf von Brandon Giles führte Wolfenbüttel 24 Sekunden vor Schluss mit 67:64. Alle Bemühungen, die Wende noch zu bewerkstelligen, schlugen fehl. Die Niedersachsen blieben cool und brachten den Auswärtssieg unter Dach und Fach.
Am kommenden Wochenende absolvieren die Rister eine Doppelschicht im Großraum Berlin. Am Freitagabend geht es zu Eintracht Stahnsdorf, am Sonntag muss das Team von Coach Özhan Gürel dann bei ALBA Berlin II ran.
Statistik:
Viertelergebnisse: 16:20, 23:14, 17:16, 8:20
SC Rist (Punkte): Leger (16), Pompey (9), Duah, K. Gausa, Moysich (je 8), Delic, Kiese (je 6), Parohl (2), Maraite (1), Dostal, Laatzen, Wichers.
Herzöge Wolfenbüttel (Punkte): Knopke (22), Kemp (15), Seebode, Sexton (je 9), Boone (6), Giles, Granz (je 4), Nawrocki (1), Schwarz.
Schiedsrichter: Dominik Bejaoui/Nils Fronda
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1. Herren: Starke Schwelmer stoppen Siegesserie
Nach zuletzt drei Siegen in Folge mussten die 1. Herren im Duell mit den Schwelmer Baskets einen Dämpfer hinnehmen und den Gästen den Erfolg überlassen. Der Aufsteiger entschied die Partie in der Steinberghalle mit 83:68 für sich und eroberte damit die Tabellenspitze.
Der bessere Start gelang eindeutig dem SC Rist. Nach dreieinhalb Minuten stand es 7:0, die Jungs von Coach Özhan Gürel schraubten ihren Vorsprung auf 16:5 hoch und gingen mit sechs Punkten mehr in die erste Viertelpause. Doch nun brach langsam aber sicher die Zeit der Gäste an. Zunächst jedoch entzückten die Rister ihre Fans mit zwei "Dreiern" (Mac-Davis Duah, Michel Leger) sowie einem Alley Oop von Marlon Pompey (nach schönem Duah-Zuspiel). Im Anschluss aber war Schwelm dran. Die Gelb-Blauen starteten einen 22:0-Lauf und machten aus der Wedeler 32:22-Führung ein 32:44. Florian Moysich und Steffen Kiese verkürzten bis zur Halbzeit zwar noch um fünf Zähler, aber die Führung blieb seitens der Gäste.
"Wir sind mit der Schwelmer Zonenverteidigung nicht klar gekommen", bemängelte Özhan Gürel. Die Trefferquote der Rister sank, dennoch blieb man im dritten Viertel auf Tuchfühlung. In der 25. Minute stand es 45:47 aus Wedeler Sicht. Schwelm setzte immer wieder Nadelstiche, vermochte den Gastgeber aber noch nicht abzuschütteln. Im Laufe der Schlussabschnitts gestaltete sich der Vorsprung des Tabellenführers dann mitunter aber schon einigermaßen deutlich, lag im niedrigen zweistelligen Bereich aber andererseits auch nicht außer Reichweite einer Wende. Doch als sich die Rister anschickten, zur Schlussattacke zu blasen, nahm Jason Holmes das Heft für Schwelm in die Hand, traf zwei "Dreier" innerhalb weniger Sekunden, um damit die Wedeler Siegchancen auf ein Minimalmaß zu begrenzen. Der Sieg wanderte letztlich verdientermaßen in die Hände der Gäste. Für die Rister heißt es nun, die Partie zügig aufzuarbeiten, um dann am Sonnabend beim nächsten Heimspiel gegen den direkten Konkurrenten Wolfenbüttel möglichst wieder einen Sieg einzufahren.
Statistik:
Viertelergebnisse: 22:16, 15:28, 15:14, 16:25
SC Rist (Punkte): Leger (18), Duah (17), Pompey (13), Kiese (9), K. Gausa, Maraite (je 4), Moysich (3), E. Gausa, Laatzen, Parohl, Wichers.
Schwelmer Baskets (Punkte): Gentgen, Holmes (je 16), Speier (12), Bunts (11), Kramer (10), Dücker (8), Dohmen (7), Doll (3), Opitz.
Schiedsricher: Holger Lohmüller/André Jürgens
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1. Herren: Rister dominant und weiter siegreich
"Das war unsere beste Saisonleistung bisher", fand Headcoach Özhan Gürel im Anschluss an den 86:72-Auswärtssieg der 1. Herren bei den Spot Up Medien Baskets Braunschweig lobende Worte für seine Mannschaft. Zum dritten Mal in Folge sicherten sich die Rister die volle Punktzahl und blicken dem Heimspiel gegen den Tabellenzweiten Schwelmer Baskets am kommenden Sonntag nunmehr mit großer Vorfreude entgegen.
In Braunschweig wussten Gürels Jungs phasenweise zu dominieren. Und sie taten dies wieder einmal auch unter den Körben. Insbesondere Michel Leger befindet sich derzeit in bestechender Form, das "Double-Double" ist für den Franko-Kanadier in den vergangenen Wochen zur Gewohnheit geworden. Sein Landsmann Marlon Pompey wartete gegen die Niedersachsen mit einer ähnlich starken Vorstellung auf, die selbe Punktzahl bei besserer Quote und ein noch besseres Abschneiden in der Effektivitätswertung waren Ausdruck der tadellosen Leistung des 27-Jährigen. "Unter dem Korb waren wir einfach überlegen. Aber das lag nicht nur an Mitch und Marlon, die ganze Mannschaft hat sehr effektiv gespielt", betonte Gürel.
Mit Ausnahme der Anfangsphase lagen die Rister in Braunschweig stets in Front. Mit einem Dreipunktspiel gab Pompey in der Mitte des Auftaktviertels den Startschuss, fortan lief der Gastgeber immer einem Wedeler Vorsprung hinterher. Vor dem ersten quarter break schraubte Familie Gausa die Führung im Alleingang hoch, ohne dass Braunschweig diesen Lauf stoppen konnte: Erwin mit fünf Zählern, sein Bruder Kay mit deren sechs. So lag der SC Rist nach zehn Minuten mit 24:14 vorn und drückte weiter aufs Gaspedal. Ein "Dreier" von Vedo Delic und Florian Moysich mit zwei Punkten ließen den Abstand auf 15 Zähler wachsen. In der 14. Minute lagen die Rister sogar mit 19 Punkten in Führung. Kurz vor der Halbzeit machten sich allerdings Braunschweigs US-Amerikaner Daniel Campbell mit zwei erfolgreichen Dreipunktwürfen sowie dessen erst vor wenigen Tagen verpflichteter Landsmann Tony White auf, den Rückstand der Niedersachsen zu drücken. Nach 20 Minuten Spielzeit hieß es aus Wedeler Sicht damit 40:31.
Während des dritten Abschnitts vermochten Gürels Schützlinge, ihren Vorsprung weitgehend konstant zu halten. Weiterhin auffällig dabei: Der SC Rist bestimmte das Geschehen in der Zone (Reboundverhältnis 45:32), hatte die in der Vorwoche noch so starken Braunschweiger Center-Brüder Daniel und Frank Theis ebenso gut im Griff wie den zuvor treffsicheren Campbell. "Wir haben schlau verteidigt und unter dem Korb viel mehr Würfe bekommen als der Gegner", freute sich der Coach. Ins Zittern kam Gürel im Schlussabschnitt zwar nicht mehr, aber die Hausherren verkürzten dennoch. In der Endphase drehte der junge Dennis Schröder auf und brachte Braunschweig auf 67:75 und 70:77 heran (jeweils 38. Minute). Philip Noch verkürzte in der letzten Spielminute auf 72:77, aber anschließend waren nur noch die Rister dran. Wie so oft in den vergangenen Wochen bewies Steffen Kiese sein strapzierfähiges Nervenkostüm und brachte sämtliche vier Freiwürfe ins Ziel. Den Schlusspunkt setzte dann Delic mit einem "Dreier" in letzter Sekunde.
"Wir haben jetzt drei Spiele in Folge gewonnen. Das freut uns. Nun bereiten wir uns auf das Heimspiel gegen Schwelm vor und freuen uns auf diese Aufgabe", sagte Özhan Gürel. Im Rahmen des Spieltages am Sonntag, den 05. Dezember (also am Tag des Heimspiels der 1. Herren gegen Schwelm) sind einige Aktionen für Kinder und Jugendliche geplant. So veranstaltet Sebastian Gleim von 11 bis 13 Uhr ein Schnuppertraining, das der Jugendkoordinator gemeinsam mit Spielern der 2. Herren durchführen wird. Jeder kann mitmachen! Egal ob Anfänger oder Fortgeschrittener, egal ob in einem Verein oder nicht. Das Angebot richtet sich natürlich auch an alle Kinder und Jugendliche des SC Rist, die Lust haben, am Sonntagmorgen unter fachlicher Anleitung zu trainieren. Zudem gibt es Gewinnspiele mit attraktiven Preisen. Alle Kinder, die dabei sind, erhalten eine Freikarte für das Spiel der 1. Herren gegen Schwelm. Die Teilnehmerzahl ist auf 30 beschränkt, deshalb am besten sofort anmelden, und zwar ganz einfach mit einer E-Mail an: jugendkoordinator@scrist-wedel.de
Statistik:
Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 24:14, 16:17, 22:19, 24:22
SC Rist (Punkte): Leger, Pompey (je 20), K. Gausa (10), Duah (9), Delic, Kiese (je 8), E. Gausa (7), Maraite, Moysich (je 2), Wichers.
Scouting...
1. Herren: Auch am Steinberg wieder in der Spur
Die 1. Herren haben ihren dritten Heimsieg der laufenden Saison eingefahren. Die Rister bezwangen die Bayer Giants Leverkusen mit 82:73 und rückten damit auf den siebten Tabellenplatz in der 2. Bundesliga Pro B vor. "Wichtig und entscheidend war, dass wir wie in Wulfen unter dem Korb stark gespielt haben", sagte Coach Özhan Gürel. Und auch die Nervenstärke war abermals ein Plus auf Wedeler Seite. Während der abschließenden zwei Minuten trafen acht von zehn Freiwürfen der Rister ins Schwarze. Die Bemühungen der Gäste, den Wedeler Vorsprung noch aufzuholen, endeten somit ohne Erfolg. Mit 69:67 führten die Hausherren 3:14 Minuten vor dem Ende, ehe Mac-Davis Duah mit einem "Dreier", zwei Punkte von Marlon Pompey und ein anschließender Ballgewinn des Kanadiers die Zeichen unweigerlich auf Sieg stellten. "Wir haben zum Schluss leider Fehler gemacht, die Wedel genutzt hat, um dieses Spiel zu gewinnen", sagte Leverkusens Coach Chris Martin.
Die Begegnung blieb zunächst fast anderthalb Viertel weitgehend ausgeglichen. Meist führten die Rister, erarbeiteten sich jedoch erst kurz vor der Halbzeit einen Vorsprung, der diesem Namen gerecht wurde. Vedo Delic per Freiwurf und der erneut starke Michel Leger brachten Wedel mit 36:28 in Führung, im Anschluss an den Seitenwechsel ließ man schnell acht Zähler folgen, ohne dass Leverkusen selbst scorte. Mit einem 6:0-Lauf brachten sich die Giants einige Minuten später jedoch wieder in Position und verloren die Rister nicht aus den Augen. Insbesondere der bewegliche Center Nick Michael sowie Guard Farid Sadek hielten die Rheinländer ein ums andere Mal mit gelungenen Offense-Aktionen im Geschäft. 56:50 stand es nach 30 Minuten Spielzeit - noch alles drin also. Für beide Seiten. Und Leverkusen wollte es wissen. Sadek verkürzte in der 31. Minute auf 58:55, Steffen Kiese antwortete per "Dreier". Sechs Wedeler Punkte in Folge sorgten wieder für ein wenig Luft, stachelten aber zudem auch den Ehrgeiz der Gäste an, es noch einmal zu versuchen. Sie taten es, brachten die Rister kurzzeitig in Bedrängnis, mussten sich letztlich jedoch der Ruhe und Nervenstärke der Hausherren geschlagen geben.
Sein Debüt bei den 1. Herren feierte gegen Leverkusen der 16-jährige Jamo Ruppert. Der Junioren-Nationalspieler erhielt im zweiten Viertel einen Kurzeinsatz.
Statistik:
Viertelergebnisse: 22:17, 14:11, 20:22, 26:23
SC Rist (Punkte): Leger (22), Pompey (13), Kiese (12), K. Gausa, Moysich (je 9), Delic (7), Duah (6), Maraite (4), E. Gausa, Parohl, Ruppert, Wichers.
Schiedsrichter: Michael Pieper/Wojciech Swilo
Scouting...
1. Herren: Befreiungsschlag in Wulfen
Die 1. Herren haben ihre Durststrecke beendet und am achten Spieltag der 2. Bundesliga Pro B einen 85:84-Auswärtssieg beim BSV Wulfen eingefahren. "Das war eine wirklich gute Teamleistung", freute sich Coach Özhan Gürel nach dem Spiel, in dem - wie sollte es anders sein - mal wieder Hochspannung angesagt war. Am Ende jedoch jubelten die Rister: der dritte Saisonsieg, zugleich der erste fern der Heimat, ist unter Dach und Fach.
"In der Offense haben wir unsere bisher beste Leistung in dieser Saison gezeigt", sagte der Trainer, während sein Ziel, den Aufsteiger unter 70 Punkten zu halten nicht erreicht wurde. Doch das war an diesem Abend zu verschmerzen. Seine Mannschaft führte nach sechseinhalb Minuten mit 7:1 und sollte die Führung letztlich bis zur Schlusssirene behalten. Doch in der Zwischenzeit rann so mancher Schweißtropfen - aus Anstregung und aus Anspannung. Denn wie die Heimsiege über Berlin und Stahnsdorf knappe waren, so gab es im Dorstener Ortsteil diesbezüglich eine Fortsetzung.
Früh deutete sich an, dass insbesondere Michel Leger glänzend aufgelegt war. Der Franko-Kanadier traf acht seiner elf Würfe aus unmittelbarer Korbnähe sowie fünf von sieben aus der Mitteldistanz. Neben 30 Punkten wurden für Leger darüber hinaus 15 Rebounds notiert - der Trainer war dementsprechend zufrieden und stellte kurz und knackig fest: "Mitch war überragend." Der 23-Jährige war somit der Hauptfaktor für die Tatsache, dass die Rister die Bretter dominierten. Der Forderung des Trainers, unter dem Korb deutlich größere Gefahr auszustrahlen als in jüngster Vergangenheit, kamen seine Jungs nach, auch die Reboundduelle entschieden sie in der Mehrheit (40:24) für sich. "Es war unser Plan, den Ball in der Offense öfter in den Low Post zu bringen als zuletzt. Das ist uns gelungen, und das war der Schlüssel zum Sieg", so Gürel.
Zur Halbzeit führte der SC Rist mit 46:38, aber im Laufe des dritten Viertels bekamen die Gastgeber allmählich Oberwasser. "Da hatten wir eine schlechte Phase, aber wir haben schnell wieder zu uns gefunden", kommentierte Gürel. Nicht zuletzt dank des treffsicheren Thomas Reuter, der im dritten Abschnitt acht Punkte erzielte, verkürzte der BSV in der 30. Minute auf 58:61. Den Schlussdurchgang eröffnete Joey Henley mit zwei Punkten für Wulfen zum 60:61 aus Sicht der Hausherren. Doch die Rister schlugen zurück, bauten ihren Vorsprung bis zur 35. Minute wieder auf 72:64 aus. Nun brachte Steve Briggs seine Wulfener als personifizierter 9:3-Lauf wieder heran, 2:43 Minuten vor Schluss verkürzte zudem Henley auf 75:77. Nervosität jedoch löste all das im Wedeler Lager nicht aus. Acht Punkte aus acht Freiwürfen während der finalen zweieinhalb Minuten künden von Nervenstärke, die Leger, Mac-Davis Duah und allen voran Steffen Kiese unter Beweis stellten. 17 Sekunden vor dem Ende nutzte Letzterer zwei Schuss zum 83:80 für den SC Rist. Briggs antwortete per Lay Up. Wieder wird Kiese an die Linie gebracht, wieder bleibt der Spielmacher cool und erhöht auf 85:82. Fünf Sekunden sind noch übrig. "Ich habe Tim Parohl gesagt, dass er gegen Briggs beim Einwurf harte deny-Verteidigung spielen soll", nahm der Coach auf seine Kappe, dass der 18-Jährige beherzt zu Werke ging und sein Foul gegen den Wulfener Topscorer als unsportliches Vergehen gewertet wurde. Der US-Amerikaner traf seine beiden Versuche von der Linie zum 84:85, anschließend besaß Wulfen noch fünf Sekunden, um den folgenden Ballbesitz gewinnbringend zu nutzen. Wieder wird die Kugel in Briggs' Hände gegeben, der unverzüglich und mit aller Macht zum Korb zieht, aber nicht trifft. "Ich habe diese Aktion zuerst für ein Offensivfoul gehalten. Ich wollte mich schon beschweren und habe deswegen zunächst gar nicht wahrgenommen, dass das Spiel schon vorbei war und wir gewonnen haben", schmunzelte der Trainer.
Statistik:
Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 22:16, 24:22, 15:20, 24:26
SC Rist (Punkte): Leger (30), Duah (15), Kiese, Pompey (je 9), Maraite, Moysich (je 6), K. Gausa (5), Delic (4), Parohl (1), Dostal, Wichers.
Scouting...
1. Herren: Bittere Niederlage nach Verlängerung
Die 1. Herren unterliegen dem SSV Lok Bernau in eigener Halle mit 73:75 und rutschen damit in der Tabelle der 2. Bundesliga Pro B weiter ab. Gegen die Gäste aus Brandenburg ging es in die Verlängerung, am Ende "hatten wir das Quäntchen Glück auf unserer Seite", sagte Lok-Coach Torsten Schierenbeck, während sein Kollege Özhan Gürel enttäuscht zu Protokoll gab: "Es waren viele Kleinigkeiten, die zusammenkamen und dafür verantwortlich waren, dass wir nicht gewonnen haben." Eine davon betraf die Offense-Leistung seines Teams, die überaus schwankend und damit letztlich nicht ausreichend war, um die Niederlagenserie zu beenden. "Im ersten Viertel haben wir 24 Punkte erzielt, in der gesamten zweiten Halbzeit nur 25", rechnete Gürel vor. Ein weiterer Faktor: Der in der Anfangsphase prächtig aufgelegte Martin Maraite musste aufgrund von Foulproblemen länger auf der Bank schmoren als erhofft, das Gleiche galt für Kay Gausa. Der Flügelspieler zeigte sich nach seiner Verletzungspause (Rückenprobleme) wieder in guter Verfassung, durfte wegen seiner Foulbelastung jedoch nur 13 Minuten lang ran. Sein Zug zum Korb und seine engagierte Verteidigung fehlten den Ristern spürbar.
Als positive Erkenntnisse der Partie waren zu vermerken, dass die Hausherren kämpferisch über jeden Zweifel erhaben waren und sich nie entmutigen ließen. "Wir haben gut trainiert, die Vorbereitung auf den Gegner war insgesamt gut, deswegen ist es sehr schade, dass wir verloren haben. Und die Jungs haben alles gegeben", sagte Gürel. Zufrieden durfte der Trainer auch mit dem Einsatz von Tim Parohl sein, der vorbildlich rackerte und sich nicht zuletzt dank seiner Reboundstärke neun Punkte erarbeitete. Auch Marlon Pompey betätigte sich unter dem Korb - trotz anhaltender Fußschmerzen - bisweilen sehr effektiv als "Wühler", während der Aufbau fast die gesamte Spielzeit über von Florian Moysich organisierte wurde, der mit elf Punkten ebenso zweistellig scorte.
Der gute Wedeler Start (14:3) ließ die Fans am Steinberg auf einen erfolgreichen Abend und einen Heimsieg hoffen, aber das fast schon obligatorische schwächere Viertel war natürlich auch wieder im Programm. Vor allem dank Sebastian Schmohl verkürzte Bernau zu Beginn des zweiten Abschnitts bereits deutlich und glich vier Minuten vor der Halbzeit zum 32:32 aus. "Wir haben wieder gezeigt, dass wir nervenstark sind und Aufstände aufholen könnte", meinte Lok-Coach Schierenbeck. Fortan blieb das Geschehen ausgeglichen. Die Gäste kamen insbesondere am Brett über Dreshawn Vance zu mehrfach viel zu einfachen Punkten und brachten sich somit zeitweise in Front.
Ein Kuriosum dann im vierten Viertel: Lediglich sechs Punkte (jeweils ein "Dreier" von Florian Moysich sowie Ryan Williams) fielen in den letzten sieben Minuten. Und Dramatik war natürlich auch wieder dabei: Wenige Sekunden stehen beim Stande von 66:66 noch auf der Uhr, Mac-Davis Duah schnappt sich den Defensiv Rebound, überbrückt die Distanz zum Bernauer Korb mit riesigen Schritten. Sein Korbleger springt Sekundenbruchteile vor der Schlusssirene allerdings vom Ring ab, den Tip-In kann Pompey ebenfalls nicht verwandeln. Verlängerung! Und in dieser reißt Lok-Guard Williams das Geschehen an sich, erzielt sechs der neun Punkte für die Brandenburger, auf der Gegenseite halten Moysich und Michel Leger dagegen. Und wieder scheinen die Rister die Entscheidung in der Hand zu haben. Beim Stande von 73:72 entreißt Moysich seinem Gegenspieler Williams an der Mittellinie den Ball, eilt in Richtung Korberfolg und hält sich dabei den mitgelaufenen Bernauer aber regelwidrig vom Leib, urteilen die Schiedsrichter. Ergo: Offensiv-Foul und Ballbesitz für die Gäste. Williams per Lay-Up und Vance mit einem verwandelten Freiwurf bringen den zweiten Saisonsieg des Aufsteigers unter Dach und Fach, die letzten Wedeler Versuche aus der Distanz finden nicht ins Ziel.
Statistik:
Viertelergebnisse: 24:14, 17:27, 20:15, 5:10, 7:9 (Verlängerung)
SC Rist (Punkte): Pompey (12), Moysich (11), K. Gausa (10), Maraite, Parohl (je 9), Leger (8), Duah (7), Kiese (5), Laatzen (2), Dostal, E. Gausa.
SSV Lok Bernau (Punkte): Williams (25), Vance (22), Schmohl (12), Schekauski (8), Krajewski (6), Mau (2), Dathe, Heide, Rothenbacher, Trzcionka
Schiedsrichter: Martin Suckfüll/Susanne Winking
1. Herren: Gut verkauft, aber kein Sieg
Der Sieg blieb in Herten, doch einige positive Aspekte konnte Headcoach Özhan Gürel dennoch vom Auswärtsspiel gegen die Löwen mitnehmen: "Das war eine Steigerung. Das Spiel hat gezeigt, dass wir auf einem guten Weg sind", so Gürel. "In der Offense haben wir uns gesteigert, dabei aber leider auch zu viele Ballverluste gehabt."
Die Rister hatten zwar zu keinem Zeitpunkt der Partie eine Führung inne, doch eine derart klare Angelegenheit, wie mancherorts vermutet, wurde die Begegnung keineswegs. "Wir haben aggressiv gespielt und gut gekämpft", bescheinigte der Trainer seinen Jungs. Im ersten Viertel besaßen die Gastgeber zwar teils deutliche Vorteile, doch nicht zuletzt mit erfolgreichen Würfen von jenseits der Dreipunktlinie blieben die Rister dran. Während des zweiten Durchgangs wurde der Hertener Vorsprung mitunter zweistellig. Hauptverantwortlicher: Der US-Amerikaner Blake Schultz, der gewaltig aufdrehte und 16 von 22 Löwen-Punkten erzielte. 39:48 hieß es aus Sicht der Rister zur Halbzeit, doch nach dem Seitenwechsel verkürzte man, angeführt von einem erneut stark aufgelegten Steffen Kiese. "Er spielt in dieser Saison bisher eine sehr gute Rolle in der Mannschaft", so Coach Gürel.
Diese nahm in Herten auch Marlon Pompey ein. Trotz Schmerzen. Dafür kassierte der Kanadier prompt ein Lob des Trainers. Wie auch Florian Hollmann und Florian Moysich, die - obwohl wegen Krankheiten gesundheutlich angeschlagen - mitwirkten. Kay Gausa musste aufgrund von Rückenschmerzen hingegen aussetzen. Mittels eines "Dreiers" verkürzte Jonas Laatzen in der 32. Minute auf 59:62, doch die Löwen bissen sich durch und ließen den SC Rist nicht näherkommen. In der Mitte des Schlussabschnitts sorgten acht Hertener Punkte in Folge für eine deutliche Tendenz in Richtung Heimsieg. Die Rister steckten zwar nicht auf, mussten sich letztlich aber geschlagen geben.
Statistik:
Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 19:26, 20:22, 17:14, 20:23
SC Rist (Punkte): Kiese (19), Duah (14), Pompey (13), Moysich (9), Leger (8), Laatzen (6), Maraite (5), Hollmann (2), Delic, E. Gausa, Parohl.
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1. Herren: Gegen Leipzig zu viele Fehler erlaubt

- Auch ein gut aufgelegter Vedo Delic konnte die Niederlage nicht verhindern. Foto: Claus Bergmann
Am fünften Spieltag der 2. Bundesliga Pro B hat die Heimstärke die 1. Herren vorerst verlassen - die Rister unterlagen den Uni-Riesen Leipzig mit 69:82.
"Kompliment an meine Mannschaft. Wedel denkt sich taktisch immer etwas Besonderes und Neues aus, um seine Spiele zu gewinnen, doch wir sind damit heute klar gekommen", sagte Leipzigs Trainer Dimitris Polychroniadis im Anschluss an die Partie. Sein Gegenüber Özhan Gürel zeigte sich hingegen nicht zufrieden. Verständlicherweise. Der Coach bemängelte, dass sein Team diesmal nur zeitweise an die guten Verteidigungsleistungen der vorangegangenen Heimspiele anknüpfen konnte, zudem unterlagen seine Jungs zu häufig in den Rebound-Duellen (insgesamt 28:37), leisteten sich 22 Ballverluste und waren darüber hinaus mit einer deutlich schlechteren Feldwurfquote unterwegs als die Gäste (37,3% gegenüber 48,4%). Positiv fand Gürel hingegen: "Wie wir in der zweiten Halbzeit wieder ins Spiel gekommen sind und uns zurückgekämpft haben, hat mir gut gefallen." Leider blieb die Vollendung des Comebacks aus, doch das lag nicht zuletzt auch an der Leipziger Mannschaft, die sich den Wedeler Angriffen erfolgreich erwährte, clever und abgezockt wirkte. Den Uni-Riesen voran ging wieder einmal der US-Amerikaner Monyea Pratt, dem 14 Punkte und 15 Rebounds gelangen (kurioserweise blieb Pratt hingegen bei sechs Versuchen von der Freiwurflinie ohne Treffer), auch sein Landsmann Lamar Morinia trumpfte auf und schloss die Begegnung mit 15 Zählern ab.
Nach einem guten Anfangsviertel (21:18) meldeten sich beim SC Rist im zweiten Abschnitt zusehends Probleme an. Mit einem 9:1-Lauf ging Leipzig in Front und baute die Führung bis zur Halbzeit auf sieben Punkte aus. Und so ging es zu Beginn des dritten Viertels dann unvermindert weiter. In der 26. Minute stand es aus Sicht des SC Rist schon 35:52. Dass Mac-Davis Duah in dieser Phase aufgrund seines vierten persönlichen Fouls auf die Bank musste, erleichterte die Sache auch nicht. Doch es gab Hoffnung. In den Schlusssekunden des dritten Durchgangs verkürzten Steffen Kiese und Kay Gausa auf 47:59, die Zuschauer unterstützen die Mannschaft zudem lautstark, so dass sich die Rister noch einmal ins Geschehen boxten. Der starke Vedo Delic ging in dieser Phase oft voran und trug seinen Teil zum 10:2-Run bei, der die Hausherren auf 57:63 verkürzen ließ, wenige Sekunden später traf Delic per "Dreier" zum 60:65. Doch Leipzig sorgte prompt für den Dämpfer: Kai-Uwe Kranz und Monyea Pratt erhöhten wieder auf neun Zähler Abstand. Die Rister kämpften unverdrossen weiter, vermochten die souveränen Gäste jedoch nicht ernsthaft in Gefahr zu bringen.
Statistik:
Viertelergebnisse: 21:18, 12:22, 14:19, 22:23
SC Rist (Punkte): Leger (16), Delic (12), Kiese (11), Moysich, Pompey (je 8), K. Gausa (7), Parohl (4), Duah (3), E. Gausa, Maraite, Wichers.
Uni-Riesen Leipzig (Punkte): Morinia (15), Pratt (14), Kranz (12), Schirmer (10), Spalke (9), Beier (7), Schweiger, Woamey (je 6), Scholz (3), Heinrich, Hohlfeld, Neuschl.
Schiedsrichter: Dominik Bejaoui/Holger Lohmüller
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1. Herren: Auswärts wieder nichts zu holen
Nur 21 erzielte Punkte nach der Halbzeit und damit weniger als alleine im zweiten Viertel gaben beim Duell der 1. Herren gegen den SC Rasta Vechta den Ausschlag. Die Mannschaft von Özhan Gürel und Sebastian Gleim unterlag in Niedersachsen mit 61:81 und wartet somit weiter auf den ersten Auswärtserfolg der Saison.
Dabei stimmte der Spielbeginn durchaus optimistisch. Die ohne Florian Moysich (beruflich verhindert) und Marlon Pompey (Bänderverletzung) angetretenen Rister "fanden ihr Tempo in der Offense", wie Gürel sagte und gingen konzentriert zu Werke. Vor allem im zweiten Abschnitt hielt man das Team von Pat Elzie in Schach. Einsatz und Effektivität in der Verteidigung stimmten, auf der anderen Seite des Feldes wurde insbesondere in unmittelbarer Korbnähe konstant gepunktet. Probleme bereitete den Ristern hingegen der stark aufgelegte Marvin Boadu, der gegen seinen ehemaligen Verein bis zur Halbzeit 16 seiner insgesamt 20 Zähler einsammelte. Gürel: "Wir wussten, dass Marvin ein gefährlicher Spieler ist. Er hat eine gute Leistung gezeigt."
Nach 20 Minuten lagen die Rister folglich mit 40:36 in Führung. Doch nach der Pause begann sich das Blatt zu wenden. Michel Leger und Martin Maraite gerieten in Foulprobleme, Vechta holte erst auf, um dann in Front zu gehen und sich abzusetzen. Insbesondere Guard Matt Reid war in dieser Phase der Rasta-Antreiber. 52:50 hieß es in der 24. Minuten zugunsten des SC Rist, drei Minuten später stand es 52:62 aus Wedeler Sicht. "Es gab einen Knacks in unserem Spiel", so Gürel. Nicht förderlich waren in dieser Hinsicht das fünfte Foul von Michel Leger noch vor dem Ende des dritten Viertels sowie der Auswechslung Steffen Kieses, der während der Woche lediglich zweimal hatte trainieren können und der eine Verschnaufpause brauchte. "Unser größtes Problem lag aber unter dem Korb", sagte der Coach. Nur zehn Punkte gelangen dem SC Rist nach der Halbzeit aus der Nahdistanz, während es in den ersten beiden Vierteln noch deren 22 waren. Während des Schlussabschnitts lief in der Offense dann kaum noch etwas, der Vorsprung Vechtas wuchs zeitweise auf 24 Punkte an.
Ihre nächste Partie absolvieren die Rister am kommenden Sonnabend, den 23. Oktober. Dann wieder in Steinberghalle, und zwar gegen die Uni-Riesen Leipzig.
Statistik:
Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 18:21, 22:15, 14:28, 7:17
SC Rist (Punkte): K. Gausa (13), Maraite (12), Hollmann, Leger (je 10), Kiese, Laatzen, Parohl (je 4), Delic, Dostal (je 2), Duah, E. Gausa, Wichers.
1. Herren: Ein Krimi - was denn auch sonst?
Da waren sie wieder, die ungekrönten Meister der knisternden Spannung und atemberaubenden Basketball-Unterhaltung. Geboten wurde auf der Bühne am Steinberg abermals: Ein Drama in vier Akten. Mit einem Finale furioso. Und einem Happy End. Zumindest aus Sicht der Gastgeber. Mit 66:64 entschieden die Rister die Partie gegen ALBA Berlin II für sich und fuhren damit am dritten Spieltag der 2. Bundesliga Pro B ihren zweiten Saisonsieg ein.
3,1 Sekunden Restzeit zeigt die Anzeigetafel im Schlussviertel an, es steht 64:64. Der Berliner Konstantin Klein hat soeben mit zwei Punkten per Freiwurf ausgeglichen, doch die Gastgeber haben noch einen Versuch. Der Ball wird in die Hände von Steffen Kiese gegeben, der Spielmacher zieht kraftvoll in Richtung Korb und wird dabei regelwidrig von ALBAs Tobias Grauel aufgehalten. Mehr noch: Das Schiedsrichter-Gespann entscheidet auf unsportliches Foul. Vorteil Wedel also. Und tatsächlich. Der an diesem Abend ohnehin prächtig aufgelegte Kiese trifft doppelt und tütet damit den Heimsieg ein. Den anschließenden Ballbesitz bringen die Jungs von Headcoach Özhan Gürel über die (kurze) Zeit.
"Wedel hat verdient gewonnen. Uns fehlte in der Schlussphase einfach die Erfahrung. Da waren wir nicht clever genug", sagte Berlins Trainer Alan Ibrahimagic. Dass ausgerechnet sein mit fast 24 Jahren "ältester" und "routiniertester" Schützling Tobias Grauel das seitens der Referees als unsportlich eingestufte Foul keine zwei Sekunden vor Schluss beging, nahm Ibrahimagic seinem Spieler nicht krumm: "Natürlich muss er da die Finger weglassen. Aber so etwas passiert eben. Wir machen ihm da keine Vorwürfe, die macht er sich schon selbst am meisten." Rist-Coach Özhan Gürel bilanzierte unterdessen: "In den letzten Sekunden waren wir zwar nervenstark, aber während des Spiel zu oft auch nicht. Unser Ziel, dem Gegner nur um die sechzig Punkte zu erlauben, haben wir wie gegen Stahnsdorf erreicht. Unsere Verteidigung war gut, aber in der Offense müssen wir uns noch steigern."
Denn die mitunter recht stattliche Anzahl an Fehlwürfen (freilich gepaart mit der im letzten Viertel im Angriff aufdrehenden Berliner Mannschaft) verhinderte eine ruhigere Endphase. Diese war möglich. In der 36. Minute hatten sich die Gäste auf einen Zähler herangekämpft (58:57), "Dreier" von Kiese und Friedrich Lennartz für Berlin sollten bis zur dramatischen Schlussminute die letzten Punkte bleiben. Den insbesondere während des dritten Abschnitts erarbeiteten Vorsprung (bis zu elf Zähler) brauchten die Rister also auf, fanden aber im richtigen und fast letzten Moment die passende Replik. Mitten in die Berliner Drangphase "platzten" in der Mitte des letzten Durchgangs Mac-Davis Duah und Marlon Pompey mit einer äußerst sehenswerten Aktion. Duah bediente den Kanadier, der per "Alley Oop" spektakulär abschloss. Wie gegen Stahnsdorf, doch diesmal "reverse".
Ihre nächste Partie bestreiten die 1. Herren am kommenden Sonnabend beim SC Rasta Vechta, bevor am 23. Oktober das Heimspiel gegen den USC Leipzig auf dem Programm steht.
Wer noch einmal auf den Krimi gegen ALBA II zurückblicken möchte und zudem weitere Stimmen zum Spiel hören will, der sollte am Montagabend Hamburg 1 Fernsehen einschalten. Im Rahmen der Sportsendung rasant (20:15 sowie 22:15 Uhr) wird ein Bericht über die Partie gesendet.
Statistik:
Viertelergebnisse: 12:13, 17:16, 20:13, 17:22
SC Rist (Punkte): Kiese (15), Leger (13), K. Gausa, Moysich (je 11), Pompey (7), Duah (4), Delic (3), E. Gausa (2), Hollmann, Laatzen, Maraite, Parohl.
ALBA Berlin II (Punkte): Grauel (16), Lennartz (13), Klein, Lotze (je 10), Ziegenhagen (6), Fülle (5), Saibou, Villarzu (je 2).
Schiedsrichter: Stefanie Oelfke/Nadeesh Kattur
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1. Herren: Zum ersten Saisonsieg gekämpft
Die Steinberghalle ist und bleibt ein guter Ort, wenn man sich gerne mal einen Basketball-Krimi anschaut. Und sie bleibt ein guter Ort für die 1. Herren des SC Rist, die am zweiten Spieltag der Saison 2010/2011 an ihre Heimstärke der vergangenen Spielzeit anknüpften und den RSV Teltow/Kleinmachnow/Stahnsdorf mit 65:61 bezwangen.
Nachdem der Auftakt in Wolfenbüttel vor Wochenfrist in die Hose ging, zeigten sich die Rister vor allem beim Rebounding stark verbessert, auch die Trefferquoten von jenseits der Dreierlinie sowie von der Freiwurflinie sahen gegen die Brandenburger deutlich freundlicher aus als im Duell mit den Herzögen. Was die Abpraller betraf, profitierte das Team von Headcoach Özhan Gürel vom Debüt des Kanadiers Marlon Pompey, der sich elf Rebounds sicherte. Aber nicht nur Pompey packte beherzt zu, auch seine Kollegen arbeiteten gewissenhaft. Insgesamt entschied der SC Rist dieses Duell mit 34:27 für sich. "Wer besser reboundet, der gewinnt das Spiel", pflegt Gürel zu sagen, und auch seinen zweiten Leitsatz ("Wenn wir den Gegner bei 60 Punkten halten, gewinnen wir meistens") füllte seine Mannschaft wieder einmal mit Leben. Vor große Probleme wurde die Wedeler Verteidigung allerdings mitunter von Alex Moosmann gestellt. Der US-amerikanische Aufbauspieler der Gäste trumpfte auf, suchte im Angriff häufig auf eigene Faust den Abschluss und traf nicht selten dann auch, während die Rister den fürwahr nicht minder korbgefährlichen Mychal Green gut im Griff hatten und Moosmanns Landsmann nur acht Zähler (bei zudem niedriger Trefferquote) gestatteten.
Jener Moosmann stellte kurz vor dem Ende des Anfangsabschnitts das 19:15 für die Gäste her, doch das sollten dann für einige Minute auch erst mal die letzten Stahnsdorfer Punkte gewesen sein. Denn nach der Viertelpause drehten die Rister auf, machten sich auf einen 12:0-Run. Die mittlerweile eingewechselten Jungspunde Kay Gausa und Tim Parohl trugen entscheidend dazu bei. Und Gausa rückte sich auch im weiteren Verlauf des zweiten Durchgangs immer mehr in den Vordergrund. Zweimal ließ es der 18-Jährige innerhalb von wenigen Sekunden per Dunking krachen und brachte damit die ohnehin schon wohltemperierte Steinberghalle zum Kochen. Nach einem kleinen Stahnsdorfer Zwischenspurt legten die Rister bis zur Halbzeit noch nach - das letzte Wort hatte jedoch Green mit einem "buzzer beater" für die Gäste.
Aber der Rister Express hatte nun Fahrt aufgenommen. Das famose zweite Viertel (22:9) galt als Muster, an das die Gürel-Mannen im weiteren Verlauf zwar nicht mehr ganz herankamen; aber sie agierten unverändert mutig und mit jeder Menge Biss. Nach einer kurzen Verschnaufpause jedoch. Denn es dauerte nach dem Seitenwechsel zunächst einmal fast fünf Minuten, ehe überhaupt eines der beiden Teams zu Punkten kam. Yannick Evans brach den Bann für die Brandenburger, allerdings prompt beantwortet von Erwin Gausa, der sauber aus der Mitteldistanz abdrückte und traf. Der RSV kam auf 39:35 und wenig später auf 41:36 (kurz vor Schluss des dritten Viertels zudem auf 63:61) heran, doch die Rister kannten auch hier stets die Antwort. Wieder einmal ging Mac-Davis Duah dabei vorbildlich voran, traf sicher von außen, tankte sich zum Korb durch oder bediente seine Kollegen. Äußerst sehenswert tat der 34-Jährige dies zu Beginn des letzten Abschnitts, als Pompey ein Zuspiel Duahs per Alley-Oop durch die Reuse donnerte. Die Zuschauer am Steinberg hatten ihren Spaß dran, die Gäste aus Brandenburger weniger. Doch der RSV kam wieder. Dank Moosmann. Eigenhändig verkürzte der Amerikaner von 56:43 auf 56:49 und blieb auch in der Folge die treibende Kraft der Eintracht. Als Duah sieben Sekunden vor Schluss einen von zwei Freiwürfen zum 63:59 traf, schien die Entscheidung gefunden. Bei einem anschließenden Dreier-Versuch Moosmanns wurde dieser jedoch gefoult, nutzte zwei seiner Freiwürfe, um auf 63:61 zu verkürzen. Näher kamen die Gäste indes nicht mehr, die letzten Punkte erzielte der ebenfalls gut aufgelegte Steffen Kiese - von der Linie.
Statistik:
Viertelergebnisse: 15:19, 22:9, 14:13, 14:20
SC Rist (Punkte): Duah (15), Kay Gausa (11), Kiese (10), Leger (9), Moysich (7), Pompey (6), Parohl (5), Erwin Gausa (2), Maraite, Wichers.
RSV Eintracht Teltow/Kleinmachnow/Stahnsdorf (Punkte): Moosmann (25), Evans (11), Haucke (9), Green (8), Langer (5), Büchsler (3), Marin, Moore, Schumann.
Schiedsricher: Nils Hennig/Michael Pieper
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1. Herren: Schlechte Quoten und Reboundschwäche machen sich bemerkbar
Die 1. Herren sind mit einer Niederlage in die Saison 2010/2011 gestartet. Bei den Herzögen Wolfenbüttel unterlag das Team von Headcoach Özhan Gürel mit 60:79. "Am Anfang waren wir schon sehr nervös", gab der 30-Jährige zu und sah, wie seine Mannschaft im ersten Viertel insbesondere in der Offense nicht viel auf die Reihe bekam. "Niemand hat getroffen, Wolfenbüttel ist eine Fast Break-Welle nach der anderen gelaufen. Das erste Viertel war grausam", bemängelte der Trainer. Der Ursprung dieser blitzschnellen Aktionen der Gastgeber lag meist in der Überlegenheit der Herzöge unter dem Korb. Diese setzte sich auch nach dem Anfangsabschnitt (9:21 aus Rist-Sicht) fort; nach 40 Minuten lagen die Niedersachsen in Sachen Rebounds mit 53:37 vorn.
Die Herzöge erarbeiteten sich einen Vorsprung, der sich um die 15 Punkte einpendelte und mitunter auch noch weiter anwuchs, "doch wir haben nie aufgegeben", nahm Gürel als positiven Aspekt aus dem ersten Saisonspiel mit. Ebenso allerdings auch die vielen Dinge, an denen es noch zu arbeiten gilt. "Unsere schlechte Wurfquote hat auch mit der Vorbereitung zu tun. Dann trifft man eben die Schüsse nicht, wenn man es muss", sagte der Coach. Nur zwei von 22 "Dreiern" fanden ins Ziel, insgesamt lag die Trefferquote aus dem Feld bei 31,1 Prozent, von der Freiwurflinie bei ebenfalls nicht berauschenden 52,2 Prozent. Optimistisch stimmte Gürel indes die Tatsache, dass sein Team sich zu Beginn des letzten Viertels mit einem 14:0-Lauf wieder ins Geschäft brachte und auf sechs Zähler (55:61) verkürzte. Die angeordnete Pressverteidigung zahlte sich aus: Mit Kay Gausa, Tim Parohl und Tobias Wichers trugen in dieser Phase drei Youngster entscheidend zur Aufholjagd bei. Doch dieses Hoch vermochten die Rister nicht bis zum Ende durchzuziehen und mussten stattdessen wieder Wolfenbüttel das Feld überlassen. Die Herzöge ließen den Vorsprung in der Endphase wieder anwachsen und errangen letztlich einen verdienten Sieg.
Ein ordentliches Debüt lieferte Michel Leger im Trikot des SC Rist ab: 16 Punkte und neun Rebounds gingen auf das Konto des Franko-Kanadiers. "Er hat erst ein Mal mit der Mannschaft trainiert. Dafür war seine Leistung schon sehr gut. Er ist immer ruhig geblieben und hat uns gute Möglichkeiten im Low Post verschafft, wenn er auf dem Feld stand", so Gürel, der im Übrigen von den Schiedsrichtern einen Protestvermerk auf dem Spielberichtsbogen notieren ließ. Im letzten Viertel wollte der Coach eine Tätlichkeit eines gegnerischen Akteurs an Kay Gausa gesehen haben.
Statistik:
Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 9:21, 17:23, 15:17, 19:18
SC Rist (Punkte): Leger (16), Kiese (10), Parohl (7), Delic, Duah (je 6), Moysich (5), Wichers (4), K. Gausa, Laatzen, Maraite (je 2), Dostal, Hollmann.
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BB-Cup: So lief es für 1. und 2. Herren
Wichtige Erkenntnisse wollte Headcoach Özhan Gürel aus den Testspielen seiner Mannschaft im Rahmen des BB-Cups in Lüneburg ziehen. Und das tat er auch. Allerdings andere als erhofft. Die vordergründige Feststellung: "Wir haben noch eine Menge Arbeit vor uns, doch die Zeit ist knapp. Momentan haben wir noch keine Zweitliga-Form", so der Trainer.
In der Vorrunde des Turniers (Spielzeit: 2x12 Minuten) bezwangen die Rister den BBC Rendsburg mit 51:34 sowie PSV Rostock (jeweils 2. Regionalliga) mit 51:39 und mussten gegen den MTV Itzehoe (1. Regionalliga) eine 46:50-Niederlage einstecken. In diesen Partien am Sonnabend standen Gürel Florian Moysich, Vedo Delic (beide fehlten ebenso am Sonntag), Florian Hollmann und Tobias Wichers nicht zur Verfügung. Auch Martin Maraite konnte am ersten Turniertag nur eine der drei Begegnungen absolvieren. Darüber hinaus waren die derzeit noch nicht in Deutschland weilenden Skouson Harker und Zack Frey nicht an Bord. Insbesondere unter dem Korb gerieten die Rister somit in Probleme, zumal mit Maraite im Moment ohnehin nur ein Center zur Verfügung steht.
"Wir haben gut gekämpft und wollten jedes Spiel gewinnen", freute sich Gürel über die richtige Einstellung seines Teams, musste aber ebenso feststellen: "Es gibt noch große Lücken." Panikmache oder Schwarzmalerei ist angesichts dessen jedoch eindeutig fehl am Platze, ebenso wenig wie andererseits Beschönigungen. Ein gesunder Realitätssinn ist gefragt, und dieser ist vorhanden. Weiterarbeiten und nicht lockerlassen, heißt die Devise des Trainers und seiner Mannschaft.
Am Sonntag - nun musste Tim Dostal krank passen - unterlagen die Rister dem VfL Stade (1. Regionalliga) mit 29:36, gegen dessen Staffelkonkurrenten ASC Göttingen behielt das Gürel-Team im Spiel um den dritten Platz dank eines "buzzer beaters" von Kay Gausa dann abschließend mit 53:52 die Oberhand.
Ihre nächsten Tests absolvieren die Rister am Ende der kommenden Trainingswoche beim "Pentosin-Cup" (10.-12. September) in der Steinberghalle.
Neben den 1. Herren ging auch die "Zweite" unter Leitung von Sebastian Gleim in Lüneburg an den Start. "Wir haben uns gut präsentiert und teils starke Leistungen gezeigt", sprach der Trainer seiner jungen Mannschaft ein Lob aus. Die mit wenig und teils noch so gut wie gar keiner Erfahrung im Erwachsenen-Sport ausgestatteten Jugendspieler trugen dazu ihren Teil bei, was Gleim mit Freude zur Kenntnis nahm. Gegen den ehemaligen Club des Trainers, BSG Bremerhaven, gewannen die Rister in der Gruppenphase mit 45:34, Niederlage gab es hingegen in den Duellen mit TK Hannover (2. Regionalliga) - Endstand 29:36 - sowie ASC Göttingen (41:49). Zumindest bei den Hannoveranern revanchierten sich die 2. Herren am Sonntag dann und gewannen das erneute Aufeinandertreffen (48:40). Zuvor gab es noch einen Sieg mit selbem Ergebnis gegen PSV Rostock.
1. Herren: Weichenstellung für die kommende Saison
Nach der Saison ist vor der Saison. Diesem Motto folgend wurden bei den 1. Herren bereits die ersten Entscheidungen in Bezug auf die Saison 2010/2011 getroffen. Anstelle von Jörg Gehrke hat Andreas Bollinger das Amt des Managers übernommen und wird sich demnach fortan um die Geschicke der Rister kümmern. An dieser Stelle sei Jörg Gehrke noch einmal ausdrücklich für seine großen Verdienste zum Wohle des SC Rist gedankt. Sein enormes Engagement und seine Leidenschaft für den Wedeler Basketball ist beispielhaft und hat Maßstäbe gesetzt.
Mit Andreas Bollinger folgt ihm ein Mann nach, der in den vergangenen zwei Jahren erfolgreich die 2. Herren als Coach betreut hat und dem SC Rist seit langer Zeit eng verbunden ist. In der abgelaufenen Spielzeit führte Bollinger die "Zweite" gemeinsam mit seinem Kollegen Thorsten Meyer auf einen hervorragenden dritten Platz in der 2. Regionalliga und machte die Mannschaft damit zur Nummer zwei im Einzugsgebiet des Hamburger Basketball Verbandes nach den 1. Herren. Während es auf dem Manager-Posten also einen Wechsel gab, kann der SC Rist vermelden, dass das Trainerteam der 1. Herren auch in der kommenden Saison von Özhan Gürel und Sebastian Gleim gebildet wird. Das Duo, das auch erheblich im Jugendbereich der Rister engagiert ist, beendete gerade die Aufstiegssaison in der 2. Bundesliga Pro B auf dem neunten Tabellenrang. "Wir setzen auf Kontinuität und freuen uns, dass unser Trainerteam in Wedel bleibt", sagten Bollinger und Siegmar Kuntze, 1. Vorsitzender des SC Rist, unisono.
SER präsentiert: Perfekter Saisonabschluss für die Rister
Mit einem 76:70-Heimsieg über die Würzburg Baskets haben die 1. Herren im Rahmen des Jugendtages einen perfekten Saisonabschluss gefeiert und am letzten Spieltag der 2. Bundesliga Pro B den neunten Platz in der Abschlusstabelle gesichert. 700 Zuschauer in der vollgepackten Steinberghalle sahen eine temporeiche und äußerst spannende Begegnung, in der die Rister nicht zuletzt dank einer überaus starken Leistung im letzten Viertel die Oberhand behielten.
Aus Sicht des Würzburger Trainers Marcel Schröder war vor allem die Wedeler Verteidigung ausschlaggebend für die Niederlage seines Teams, darüber hinaus bemängelte der Baskets-Coach das Rebound-Verhalten seiner Schützlinge. Insbesondere 14 Offensiv Rebounds des SC Rist schmeckten Schröder ganz und gar nicht. Sein Gegenüber Özhan Gürel schlug in dieselbe Kerbe: "Mit Martin Maraite, Paul Owusu und Marvin Willoughby haben uns unter dem Korb wichtige Spieler gefehlt, auch Sidiki Straub war wegen seiner Knieprobleme angeschlagen, doch das haben wir gut weggesteckt. Dass wir gegen eine Spitzenmannschaft wie Würzburg nur 13 Ballverluste hatten und nur 70 Punkte zugelassen haben, war ganz wichtig für den Sieg."
Die mit zahlreichen Schlachtenbummlern angereisten Gäste erwischten am Steinberg den besseren Start, führten nach gut fünfeinhalb Minuten mit 11:7. Doch blieb festzuhalten, dass sich beide Mannschaften - trotz leichter Würzburger Vorteile hier und da - auf ausgeglichenem Niveau begegneten. Erst kurz vor der Halbzeit brachte Dimitry McDuffie, der vor dem Tip-Off von Carsten Bierwirth (stellvertretender Vorstandsvorsitzender der AG 2. Liga) als "Youngster des Jahres" in der 2. Bundesliga Pro B ausgezeichnet wurde, die Baskets per "Dreier" ein wenig deutlicher (34:27) in Front, aber die Rister verkürzten noch: Nicht zuletzt dank John Davis, der mit dem Ertönen der Halbzeitsirene in den Würzburger Korb traf und somit auf 30:34 reduzierte, nachdem zuvor Stuart Turnbull einen Freiwurf verwandelt hatte.
Im Anschluss an die Halbzeit schienen die Vorteile wiederum zunächst auf Seiten der Würzburger. 32:42 lagen die Rister hinten, ehe sie das Heft mehr und mehr an sich rissen und die Partie zu drehen begannen. Vier Turnbull-Punkte in Folge machten den Anfang. Nach kurzem "Zwischenspiel" der Baskets folgte ein 8:0-Lauf der Rister, wobei Peter Huber-Saffer in dieser Phase am Brett nicht zu halten war und die Verteidigung der Gäste in große Probleme brachte. Und wiederum in letzter Sekunde war ein Wedeler vor dem Ablauf des Viertels zur Stelle. Steffen Kiese traf einen sehenswerten "Fade Away-Jumpshot" und glich damit zum 48:48 aus. Die Rister hatten spätestens jetzt so richtig Blut geleckt. Mit 10:4 eröffneten sich den Schlussabschnitt und sollten die Führung nicht mehr hergeben. Trotz knisternder Spannung und großer Intensität blieben die Hausherren auf dem Feld fast gelassen und hatten stets eine Antwort auf die Würzburger Fragen parat. Und auch die Freiwürfe fanden ins Ziel (in der nun beendeten Saison nicht immer eine Selbstverständlichkeit), als sich die Gäste am Ende dazu entschlossen, die Wedeler an die Linie zu bringen, um vielleicht doch noch den Weg in Richtung Auswärtssieg einzuschlagen.
Aber die Rister ließen sich nicht beirren und schenkten ihren Fans zum Abschluss der Saison einen Sieg, den sich nach getaner Arbeit ausgiebig mit den Anhängern feierten. Auf der obligatorischen Pressekonferenz nach der Partie bedankte sich Headcoach Özhan Gürel ausdrücklich bei den vielen ehrenamtlichen Helfern, ohne die diese tolle Saison nicht möglich gewesen wäre. Und nicht zuletzt dem scheidenden Manager Jörg Gehrke sprach der Trainer Dank für seinen enormen Einsatz zum Wohle des Vereins aus. Dem schließt sich der SC Rist an und sagt: Vielen Dank, Jörg!
Statistik:
Viertelergebnisse: 14:15, 16:19, 18:14, 28:22
SC Rist (Punkte): Turnbull (22), Duah (15), Huber-Saffer (12), Kiese (12), Davis (11), Gausa (2), Raquet (2), Delic, Laatzen, Meyer, Straub.
Würzburg Baskets (Punkte): McDuffie (29), Watkins (17), Heinrich (10), Schmidt (6), Hackenesch (4), Buss (2), Schneider (2), Elliott, Radulovic.
Schiedsrichter: Stefanie Oelfke / Holger Lohmüller
1. Herren: Letztes Auswärtsspiel der Saison gewonnen
Dank einer Leistungssteigerung im Laufe der Partie und einer tollen kämpferischen Leistung haben die 1. Herren am vorletzten Spieltag der 2. Bundesliga Pro B einen Auswärtssieg bei den Licher Basket Bären eingefahren und halten damit ihre Hoffnung am Leben, die Saison auf dem angestrebten einstelligen Tabellenplatz abzuschließen.
72:67 hieß es am Ende in Mittelhessen aus Sicht der Rister, die gegen die bereits als sportlicher Absteiger feststehenden Bären alles andere als einen gelungenen Start hingelegt hatten. "Zu Beginn haben wir einfach nichts getroffen. Egal ob von außen oder freie Korbleger - es ging nichts", so Headcoach Özhan Gürel. Da auch die Gastgeber wahrlich kein Offensiv-Feuerwerk abbrannten, hielt sich der Rückstand allerdings in Grenzen. Im Laufe des zweiten Abschnitts fanden die Rister aber zusehends das probate Mittel gegen die Licher Zonenverteidigung. Allerdings erst, nachdem die Hausherren auf 21:10 davon gezogen waren. Mit zwei "Dreiern" innerhalb von 42 Sekunden verkürzte Jonas Laatzen zunächst, wenig später ließ Mac-Davis Duah drei weitere Treffer von jenseits der 6,25 Meter-Markierung folgen und hatte dafür nicht einmal eine Minute gebraucht! Plötzlich waren die Rister also wieder auf Tuchfühlung. "Diese Dreier haben uns sehr auf die Sprünge geholfen und zurück ins Spiel gebracht", sagte Gürel.
Mit diesem Lauf im Rücken und zwei weiteren erfolgreichen Dreipunktwürfen (diesmal netzten Stuart Turnbull sowie John Davis ein) kam man im Anschluss an die Halbzeit weiter auf und ging in der Mitte des dritten Viertels mit 36:35 in Führung. In der Folge sah Gürel "ein sehr intensives Spiel" mit jeder Menge Körperkontakt und zwei hart verteidigenden Mannschaften. "Obwohl Lich schon abgestiegen ist und auch Mychal Green, der amerikanische Topscorer, nicht dabei war, hat der Gegner sehr stark gespielt", zollte der Coach den Bären seinen Respekt. Was ihn naturgemäß noch mehr freute, war die Tatsache, dass sein Team im Laufe des knappen Schlussabschnitts insgesamt die besseren Entscheidungen traf als Lich und sich auch nicht von Rückschlägen aus der Bahn werfen ließ. So musste etwa Center Martin Maraite einen Ellenbogencheck einstecken, der seine Nase erheblich lädierte. Doch der 27-Jährige wollte nicht aufgeben, sondern machte weiter. "Ein großes Lob an Martin. Er hat sich durchgekämpft", so Gürel. Derartig viel Einsatz wurde mit dem fünften Auswärtssieg der Saison belohnt.
Am kommenden Sonnabend steigt abschließend im Rahmen des Jugendtages das letzte Heimspiel gegen die Würzburg Baskets. Da die Hertener Löwen überraschend gegen Wolfenbüttel unterlagen und Würzburg zugleich gegen Nürnberg gewann, dürfen die Baskets weiter auf einen der ersten beiden Tabellenplätze spekulieren und damit auf den Aufstieg hoffen. Der Partie am Steinberg muss also auch aus diesem Grund noch einmal eine große Bedeutung beigemessen werden.
Statistik:
Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 10:14, 19:21, 18:12, 25:20
SC Rist (Punkte): Davis (16), Turnbull (15), Duah (12), Huber-Saffer (8), Maraite (7), Laatzen (6), Moysich (4), Gausa (2), Meyer (2), Kiese.
Scouting...
Signal Iduna präsentiert: 1. Herren gegen Weißenhorn
Özhan Gürel war stocksauer. Seine Mannschaft hatte das Heimspiel gegen den BC Weißenhorn mit 87:92 verloren und dabei eine klare Führung verspielt. "Wir haben den Sieg verschenkt. So etwas darf uns nicht passieren", sagte der Trainer des SC Rist in aller Deutlichkeit. "Während des Spiels sind Dinge passiert, die wir nicht dulden können. Das wird Konsequenzen haben", so Gürel, dem sauer aufstieß, dass nicht alle seine Akteure - auch auf der Bank - mit höchster Konzentration bei der Sache waren.
In sportlicher Hinsicht mussten sich die Rister einem Gegner geschlagen geben, den man phasenweise beherrschte, um ihn anschließend unnötigerweise wieder ins Geschehen kommen zu lassen. Zur Halbzeit lagen die Hausherren klar in Führung (48:30) und hatten insbesondere im zweiten Durchgang das Heft fest in der Hand. Die Rister verzeichneten deutliche Vorteile am Brett, zudem machte sich bemerkbar, dass die Gäste lediglich mit sieben Mann angereist waren (wobei Mario Simic angeschlagen in die Partie ging) und zudem alsbald mit Foulproblemen zu kämpfen hatten. Zwei 10:0-Läufe während des zweiten Viertels, die dank aggressiver Verteidigungsarbeit und daraus resultierenden Ballgewinnen sowie konzentrierter Abschlüsse zustande kamen, schienen das Gürel-Team auf den Pfad in Richtung Sieg gebracht zu haben.
Nach dem Seitenwechsel pirschten sich die Schwaben jedoch zurück ins Geschehen. Zwei "Dreier" von Cody Töpper und Calvin Brock verkürzten zunächst, und Ersterer war auch in der Folgezeit der bestimmende Mann in den Reihen Weißenhorns. Immer wieder kam der Deutsch-Amerikaner zum Korberfolg und brachte sein Team zum Ende des dritten Abschnitts somit auf sieben Zähler heran.
Ein Dreipunktwurf von Mac-Davis Duah sowie ein Korbleger John Davis' schienen die Verhältnisse aus Wedeler Sicht zu Beginn des Schlussviertels wieder zurechtzurücken. Doch weit gefehlt. Weißenhorn holte weiter auf. Bei den Ristern häuften sich die Ballverluste (insgesamt 30), die Übermacht unter dem Korb wurde kaum noch genutzt. Gut fünf Minuten vor Schluss waren die Gäste auf 71:70 herangekommen, um wenige Sekunden später dank eines "Dreiers" von Simic in Führung zu gehen. Abermals der Flügelspieler sowie Brock legten nach; von diesem Schock erholten sich die Rister nicht mehr. Am Ende überwogen Verzweiflungsaktionen - teils von Erfolg gekrönt - die jedoch die zweite Heimniederlage in Folge nicht mehr abwenden konnten. Dass Peter Huber-Saffer in der Schlussphase umknickte und humpelnd das Spielfeld verlassen musste, bedeutete einen weiteren Nackenschlag. Bleibt zu hoffen, dass der Center keine schwerwiegende Verletzung davongetragen hat.
"Wir haben Wedels Fehler ausgenutzt", nannte Weißenhorns Trainer Dario Jerkic den Hauptgrund für den Erfolg seiner Mannschaft. "Wir dachten, das Spiel beginnt um 19:30 Uhr und nicht um 19:00 Uhr und waren deshalb spät dran. So mussten wir ohne Besprechung ins Spiel gehen. Zu Beginn haben wir in der Defense wie eine Ü40-Mannschaft gespielt und lagen deshalb so hoch zurück", nahm der Coach die Gegebenheiten angesichts des Auswärtssieges verständlicherweise mit Humor.
Für die Rister geht es am kommenden Sonnabend (17. April) weiter mit dem Auswärtsspiel in Lich. Der angestrebte einstellige Tabellenplatz ist nach der Niederlage gegen Weißenhorn zunächst einmal unwahrscheinlicher geworden; zwei Chancen bleiben dem Team von Trainer Özhan Gürel allerdings noch.
Statistik:
Viertelergebnisse: 17:18, 31:12, 15:26, 24:36
SC Rist (Punkte): Davis (22), Turnbull (20), Huber-Saffer (14), Duah (9), Willoughby (8), Straub (6), Moysich (3), Raquet (3), Meyer (2).
BC Weißenhorn (Punkte): Töpper (25), Möbius (22), Brock (16), Simic (10), Soyer (8), Miller (7), McCollum (4).
Scouting...
Schiedsrichter: Michael Pieper / Niels Hennig
1. Herren: Siegesserie nimmt gegen Leverkusen ein Ende
Alles nimmt eben mal ein Ende. Auch die schönste Heimserie. Seit Mitte Dezember hatten die 1. Herren in der Steinberghalle nicht verloren und ergo sechs Siege in Folge eingefahren, doch gegen die Bayer Giants Leverkusen war Schluss. Mit 87:73 gewann der Mitaufsteiger aus dem Rheinland, überholte die Rister damit in der Tabelle und sicherte sich darüber hinaus auch den Gewinn des direkten Vergleichs.
"Wir haben zu viel geworfen, zu wenig getroffen und zu viele Ballverluste gehabt", brach Headcoach Özhan Gürel das Gesehene auf drei einfache Aspekte herunter. Insgesamt fand seine Mannschaft nie den Rhythmus der vergangenen, so erfolgreichen Wochen, die gewohnte Aggressivität in der Verteidigung ließ sich nur phasenweise ausmachen und zudem hatte es Gürels Team auch mit einem Gegner zu tun, der eine starke Leistung bot und über einige hervorragende Einzelkönner verfügte, die ihre Qualitäten ins Leverkusener Kollektiv einbrachten.
In der Anfangsphase profitierten die Rister insbesondere von der Treffsicherheit Stuart Turnbulls. Der Kanadier legte los wie die Feuerwehr und zeichnete für neun der ersten 13 Wedeler Punkte verantwortlich. Lag man zweieinhalb Minuten vor dem Ende des ersten Viertel noch mit 13:19 hinten, sorgte ein 8:0-Lauf der Heimmannschaft bis zur ersten Pause noch für die Führung. Und die Rister setzten im zweiten Durchgang nach. Zunächst verkürzte Max Brauer für Leverkusen per "Dreier", doch abermals sieben Zähler des Gürel-Teams sorgten für beste Stimmung unter den 400 Zuschauern. Insbesondere ein herrlicher Alley-Oop, den John Davis nach Zuspiel Turnbulls zelebrierte, riss die Fans von ihren Sitzen. Allerdings deutete sich bereits an, was im Laufe der Begegnung noch zum echten Problem für die Rister werden sollte. Die Trefferquote aus der Distanz ließ zu wünschen übrig. Konnten Gürels Schützlinge dieses Manko bis zur Halbzeit (40:43) noch kaschieren, so machte es sich später doch klar bemerkbar. Am Ende der Begegnung standen 30 "Dreier" und nur fünf Treffer.
Stück für Stück schlichen sich die Bayer-Akteure im Anschluss an den Seitenwechsel davon. Mit den Spöler-Brüdern Ben und Tom, die beide angeschlagen in die Partie gegangen waren, und dem unauffälligen, aber enorm effizienten US-Amerikaner Hunter Henry hatte Coach Stephan Ruers Akteure in seinen Reihen, die die Wedeler Defense zusehends in Schwierigkeiten brachten. Das Trio profitierte dabei auch von den umsichtigen Guards Farid Sadek und Rodney Foster, wobei Letzter nicht nur als Passgeber, sondern auch als Scorer in Erscheinung trat. Sein Landsmann Henry hingegen hielt sich anders als so oft von außen zurück, punktete dafür am Brett mit einer überragenden Quote von 90 Prozent (9/10). Dennoch besaßen die Rister am Ende des dritten Durchgangs beim Stande von 57:63 noch jegliche Chancen, um doch noch ihren siebten Heimsieg in Folge zu feiern.
Aber dazu hätte es insbesondere in der Offensive einer besseren Leistung an diesem Sonnabend bedurft. Nur zwei von 13 "Dreiern" fanden im Laufe der letzten zehn Minuten ins Ziel, auch ansonsten trafen die Bayer-Akteure insgesamt die besseren Entschlüsse in einer Partie, die bis zur Halbzeit noch sehr ausgeglichen schien. Der eine oder andere vermeidbare Ballverlust kam auf Gastgeber-Seite hinzu. Ein 9:0-Lauf Leverkusens zum 59:74 aus Wedeler Sicht glich schon beinahe einer Entscheidung. Zwar schöpften die Rister und ihre Anhänger kurzzeitig noch einmal Hoffnung, als Turnbull und Delic aus der Distanz einnetzten, mehr als ein Aufbäumen sollte dies dann allerdings nicht mehr sein. Die Gäste sicherten sich schließlich verdientermaßen den Sieg und verpassten der Mannschaft von Özhan Gürel damit bei ihren Bemühungen, die Saison auf einem einstelligen Tabellenplatz zu beenden, einen Dämpfer.
Der Fernsehsender Hamburg1 zeigt im Rahmen seiner Sportsendung "rasant" am Montag (20:15 Uhr sowie 22:15 Uhr) bewegte Bilder und Stimmen zur Partie. Das nächste Spiel der Rister findet am 10. April (19:00 Uhr, Steinberghalle) statt. Der Gegner heißt dann BC Weißenhorn.
Statistik:
Viertelergebnisse: 21:19, 19:24, 17:20, 16:24
SC Rist (Punkte): Turnbull (19), Huber-Saffer (11), Davis (10), Duah (9), Moysich (8), Straub (6), Delic (5), Kiese (3), Meyer (1), Willoughby (1), Gausa, Owusu.
Bayer Giants Leverkusen (Punkte): Henry (20), Ben Spöler (19), Foster (16), Tom Spöler (12), Sadek (10), Mönninghoff (4), Brauer (3), Jördell (3), Thimm.
Scouting...
Schiedsrichter: Martin Suckfüll / Katja Wilke





















































