Spielberichte

1. Herren: Niederlage zum Saisonauftakt

Will Barnes erzielte in Iserlohn 13 Punkte. Foto: Claus Bergmann

Die 1. Herren kehrten in der Nacht zum Sonntag ohne Sieg im Gepäck vom Auswärtsspiel bei den Iserlohn Kangaroos nach Wedel zurück. Die Mannschaft von Cheftrainer Felix Banobre musste sich am ersten Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga ProB mit 72:86 geschlagen geben.

Auf der Hinfahrt gerieten die Rister in einen Stau, sodass sie deutlich später als vorgesehen am Spielort eintrafen - das störte die Vorbereitung empfindlich. "Dadurch hatten wir nur 20 Minuten zum Umziehen und Warmmachen. Die Mannschaft war deshalb zu Beginn noch nicht richtig auf Betriebstemperatur - das hat man gemerkt. Es brauchte etwas Zeit, bis die Spieler mental in der Partie waren", sagte Banobre. Auf Gastgeberseite zeigte vor allem der US-Amerikaner Terrell Harris früh seine Offensivqualitäten und erzielte bereits im Auftaktviertel neun Zähler. Mit vier Punkten lagen die Rister nach zehn absolvierten Minuten im Hintertreffen.

Kurz nach Beginn des zweiten Viertels gelang Osaro Jürgen Rich Igbineweka der Ausgleich zum 26:26, nachdem zuvor stets die Sauerländer in Front gelegen hatten. Und wieder war es Rich, der die Rister wenig später per Dreier erstmals in der Partie in Führung brachte (32:30). Im Laufe des zweiten Abschnitts erkämpfte man sich eine zwischenzeitliche Fünf-Punkte-Führung, bei Halbzeit sah es dann aber wieder anders aus - da lag Iserlohn dank eines 13:0-Laufes in den Schlussminuten 47:39 vorn. "Leider ist es uns danach nicht mehr gelungen, den Rückstand entscheidend zu drücken", so der Trainer.

Dran bleiben war nach dem Seitenwechsel zunächst einmal angesagt, zumal Iserlohn seine Führung in zweistellige Fahrwasser manövrierte. Die Rister kämpften, um den Anschluss zu halten, doch die Hausherren trafen nun mit hoher Quote, die Wedeler Verteidigung vermochte ihrerseits nur gelegentlich, Iserlohns Maschinerie aufzuhalten. Bei einem Rückstand von 52:65 (3:44 Minuten vor dem Ende des dritten Abschnitts) beraumte Banobre eine Auszeit an. Seine Jungs hatten die Gastgeber nach wie vor in Sichtweite, auch wenn die Zehn-Punkte-Hypothek (58:68) vor dem Gang ins Schlussviertel natürlich bereits eine ordentliche Bürde bedeutete.

Fünf Minuten vor Schluss lagen die Rister mit 66:73 im Hintertreffen, doch den Spieß konnte man nicht mehr drehen: Dafür reichten die eigenen Trefferquoten im letzten Viertel nicht und zudem agierte Iserlohn zu routiniert. "Leider haben wir teilweise zu sehr auf Einzelaktionen gesetzt, anstatt als Mannschaft zu spielen", bemängelte der Trainer.

"Das Positive ist, dass wir nicht zurückgewichen sind, sondern den Kampf angenommen haben. Ein guter Aspekt war, dass wir 73 Würfe genommen haben und der Gegner nur 58. Aber Iserlohn hatte die bessere Quote und leider haben wir auch nur 42 Prozent unserer Freiwürfe getroffen. In einem Spiel zählt eben jedes Detail und leider waren wir auch zu oft eine Sekunde zu spät dran", so Banobre. "Jetzt bereiten wir uns auf Rostock vor. Ich weiß, dass meine Mannschaft viel mehr kann", sagt der Spanier. Thierno Agne wird aufgrund seiner Schulterblessur aller Voraussicht nach am kommenden Wochenende ebenfalls aussetzen müssen, bei allen anderen angeschlagenen Spielern besteht die Hoffnung, dass sie wie gegen Iserlohn einsatzbereit sind.

Am kommenden Sonntag (2. Oktober, 19:00 Uhr) sind die Rister erstmals in dieser Saison daheim gefordert: Zu Gast in der Steinberghalle sind die Rostock Seawolves.

Statistik:

Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 18:22, 21:25, 19:21, 14:18

SC Rist (Punkte): Barnes, Hübner (je 13), Kiese (10), Bahner (9), Rich Igbineweka (8), Hirschberg (6), Adomaitis (5), Behr, Strauß (je 4), Möller, Ritter.

Statistik...

1. Herren: Zwei Niederlagen am letzten Testwochenende

Trainer Felix Banobre mit Aurimas Adomaitis, einem seiner Sorgenkinder. Foto: Claus Bergmann

Die Rister haben das letzte Wochenende vor dem Saisonstart (24. September gegen Iserlohn) mit zwei Niederlagen abgeschlossen. Beim Turnier in Itzehoe unterlag die Mannschaft von Trainer Felix Banobre am Sonnabend dem Gastgeber mit 67:85 und am Sonntag Rot-Weiß Cuxhaven (52:60).

Sowohl gegen den ProB-Konkurrenten als auch gegen den Regionalligisten hatte der Coach mehrere verletzte Akteure zu ersetzen. "Im Großen und Ganzen hatte ich die NBBL-Spieler und Doppellizenzler zur Verfügung", so Banobre. "Wegen der Niederlagen mache ich mir keine Sorgen. Wir haben uns auf viele Kleinigkeiten konzentriert und daran gearbeitet, die zu verbessern. Natürlich sind die Verletzungen ärgerlich, aber wir können es nicht ändern", sagt der Trainer. Will Barnes, Steffen Kiese, Aurimas Adomaitis, René Kindzeka, Thierno Agne und Fabian Strauß fehlten am Wochenende vollständig oder teilweise, also waren wieder die Jungen gefragt: "Sie machen ihre Sache gut, legen eine tolle Intensität an den Tag, aber zu erfahrenen Gegnern gibt es doch noch Unterschiede", sagte Banobre im Anschluss an die beiden Partien des Wochenendes.

Wer von den Verletzten am kommenden Sonnabend im Auftaktspiel in Iserlohn dabei sein kann, wird sich voraussichtlich erst kurz vorher entscheiden. Für die Rister hat nun die unmittelbare Vorbereitung auf das erste Punktspiel der Saison begonnen, in wenigen Tagen wird es ernst.

1. Herren: Rister "noch einen Schritt zurück"

Der furchtlose Einsatz der jungen Spieler, hier Jürgen Rich, gefällt dem Trainer. Foto: Bergmann

In Vorbereitungsspielen, so betont Trainer Felix Banobre immer wieder, sei das Resultat zweitrangig. Was zählt, sind die Eindrücke "zwischen den Zahlen", die dann wiederum in die Trainingsarbeit integriert werden, um mit Blick auf das erste Saisonspiel in der 2. Basketball-Bundesliga ProB am 24. September in Iserlohn die bestmögliche Ausgangsposition zu schaffen. Ein neues Testwochenende brachte für die Rister einen 90:78-Sieg gegen die BG Aschersleben Tigers sowie eine 75:80-Niederlage gegen Rot-Weiß Cuxhaven (beide 1. Regionalliga Nord) hervor. Und vor allem eine Menge "Futter" für die fortschreitende Vorbereitung auf den Auftakt im Sauerland in zwei Wochen.

"Es war ein unansehnliches Spiel mit vielen Fehlern und Ballverlusten. Ich muss das erst mal in Ruhe und mit kühlem Kopf analysieren. Doch solche Spiele sind immer positiv und lehrreich", betonte Banobre im Anschluss an die Partie in Cuxhaven. Nicht zum ersten Mal in einem Vorbereitungsspiel war die Vorstellung der Rister zweigeteilt. Ordentlichen Leistungen vor der Halbzeit folgten verbesserungswürdige Szenen während des dritten und vierten Abschnitts. "Wegen der Niederlage mache ich mir keine Sorgen, sondern eher über ein paar Stressmomente während des Spiels. Die werde ich analysieren. Es ist besser, solche Situation jetzt als während der Saison zu haben", sagte der Trainer.

"Beide Gegner waren groß aufgestellt und sehr stark", bilanzierte Banobre. Am Sonnabend gegen Aschersleben hinterließ seine Mannschaft insbesondere in der Anfangsphase einen guten Eindruck und legte im ersten Viertel (30:13) los wie die Feuerwehr. Worauf gilt es aus Sicht des Spaniers in den kommenden Tagen besonders zu achten? "Wir werden daran arbeiten, mehr Struktur in unser Spiel zu bekommen. Und die andere Sache ist die Verteidigung. Noch sind wir in der Vorbereitung einen Schritt zurück. Aber was mir bisher gut gefällt, ist der Mut, mit dem vor allem unsere jungen Spieler zu Werke gehen", so der Trainer.

Weiter geht es für die Rister am kommenden Wochenende mit einem Turnier in Itzehoe, an dem neben den gastgebenden Eagles (ProB), der amtierende dänische Meister Horsens IC und Rot-Weiß Cuxhaven teilnehmen.

1. Herren: Wertvolle Erkenntnisse in Oldenburg und Rendsburg

Cheftrainer Felix Banobre (rechts) mit "Co" Vidmantas Uzkuraitis. Foto: Claus Bergmann

Jedes Wochenende neue Erkenntnisse und jedes Wochenende ein paar Schritte nach vorne. Nach diesem Plan verfährt Felix Banobre in der Vorbereitung auf die Saison in der 2. Basketball-Bundesliga ProB.

Am Freitag verlor seine Mannschaft (mit Leon Bahner, aber ohne die übrigen Doppellizenzler; der angeschlagene Will Barnes hatte einen Kurzeinsatz) beim Staffelkonkurrenten Oldenburg mit 68:72 und legte dabei nach Einschätzung des Trainers von Anfang an die gewünschte Intensität an den Tag. "Ein gutes Spiel, mit dem ich sehr zufrieden war", bilanzierte Banobre. Wie in den vorangegangenen Partien lag die Betonung auf grundlegenden Abläufen, taktische Feinheiten werden erst nach und nach in die Trainingsarbeit eingegliedert.

Der zweite Vergleich führte die Rister abermals ohne die auch für die Hamburg Towers einsatzberechtigten Talente am Sonntagabend nach Rendsburg zum "Rückspiel" gegen den BBC. "Wir haben zwei Gesichter gezeigt", so der Trainer. "Wir sind nicht richtig ins Spiel gekommen, waren oft einen Moment zu spät dran. Nach der Halbzeit haben wir das Spiel dann bestimmt", sagte Banobre, dessen Mannschaft 94:68 gewann. "In der Verteidigung haben wir noch viele kleine Dinge zu verbessern. Wir haben dem Gegner zu viele Möglichkeiten gegeben, in der ProB werden wir uns das nicht leisten können. Und wir müssen die Anzahl der Ballverluste herunterschrauben", zählte er zu korrigierende Aspekte auf. Als positiv verbuchte der Trainer, dass seine Spieler trotz schwerer Beine nach dem durchwachsenen Beginn die richtige Reaktion zeigten. Das Zusammenspiel und der Blick für den Nebenmann, das Agieren als Einheit sei Schritt für Schritt besser zu erkennen, lobte Banobre.

Weitere Verbesserungen möchte er bei der Fortsetzung der Testspielserie am kommenden Wochenende sehen, wenn die Rister auf zwei Rendsburger Regionalliga-Rivalen treffen. Am Sonnabend (10. September, 15:00 Uhr) sind die Aschersleben Tigers zu Gast in der Steinberghalle, tags darauf reisen die Rister zu Rot-Weiß Cuxhaven, wo der ehemalige Wedeler Moris Hadzija als Cheftrainer das Sagen hat.

1. Herren: "Stück für Stück werden wir zu einer Mannschaft"

Trainer Felix Banobre: Alles auf den Saisonstart ausgerichtet. Foto: Claus Bergmann

Die Rister haben ihre beiden Vorbereitungsspiele des Wochenendes verloren: Am Freitagabend unterlag die Mannschaft von Trainer Felix Banobre in der Steinberghalle dem Regionalligisten VfL Stade mit 82:85. Will Barnes tat sich dabei mit 28 Punkten hervor. Am Sonntag reisten die Rister nach Brandenburg und gastierten beim ProB-Konkurrenten RSV Eintracht 1949 Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf. Bei der 69:76-Niederlage erzielte Aurimas Adomaitis 18 Zähler und war damit bester Wedeler Schütze. Die Doppellizenzler kamen jeweils nicht zum Einsatz, am Sonntag fehlten zudem Barnes und Steffen Kiese.

"Gegen Stahnsdorf sind wir schon mehr als Mannschaft aufgetreten als am Freitag. Und am Freitag mehr als im ersten Spiel gegen Rendsburg", zog Banobre Bilanz des Testwochenendes. "Stück für Stück werden wir zu einer Mannschaft, das ist ein Vorgang, der in der Vorbereitung Zeit braucht, und das ist ganz normal. Einer der wichtigen Aspekte ist, dass zusammengespielt wird", so der Spanier. "Ergebnisse sind in der Vorbereitung nicht wichtig, sondern es geht um das Mannschaftsgefüge, die Abstimmung zwischen den Spielern und den Teamgedanken", betont er. "Im Moment haben die Spieler schwere Beine, alles ist auf das erste Saisonspiel ausgerichtet. In den ersten Wochen der Vorbereitung ist man oft müde, das ist für den jetzigen Zeitpunkt ganz normal. Um uns als Mannschaft zu verbessern und um jeden einzelnen Spieler voranzubringen, arbeiten wir derzeit an den Grundlagen, bevor wir andere Dinge angehen", gibt der Cheftrainer Einblicke in die Arbeit.

Am kommenden Wochenende sind die Rister erneut doppelt gefordert: Am Freitagabend geht es zum Test nach Oldenburg, zwei Tage später zum zweiten Vergleich mit dem BBC Rendsburg.

Bökes Basketball-Bilanz: "Runde Sache" mit Start und Ziel in Wedel

Von der Kleinstadt ins Basketball-Eldorado.

Ein großer Rister hat seine Karriere beendet. Der 30-Jährige blickt auf Stationen seiner bewegten Laufbahn zurück: Was er an der Urspringschule lernte, wie er Teamkollege späterer NBA-Cracks wurde und warum er als Star durch China reiste.

Da geht der Blick mal gen Westen, mal gen Osten und der Globus dreht sich gedanklich mit. Wer mit Fabian Böke über Basketball plaudert, der lernt etwas über die Kultur dieser Sportart hier und dort. Da schaut man mal im Städtchen Schelklingen vorbei, mal in der Weltmetropole Peking, da treffen US-Basketballtempel auf die Wedeler Steinberghalle, es geht um das große Geld, den Spaß am Sport - und ums Lernen fürs Leben.

Natürlich spiele Basketball in seinem Alltag noch eine Rolle, sagt Böke. Nur eben anders als in den letzten 20 Jahren. Er schaut sich Spiele an und verfolgt, was die alten Kumpels so treiben, nur selbst spielen, das ist nicht mehr. Auf dem Mannschaftsfoto der Rister der vergangenen Saison überragte er mit seinen 2,08 Metern wie gewohnt die meisten seiner Kollegen, doch zum Einsatz kam er verletzungsbedingt letztlich nicht mehr. Die Basketballkarriere des 30-Jährigen ist beendet. Er, der eine gelb-grüne Ära entscheidend prägte, hat sich mittlerweile in seiner Rolle als Fan und Ex-Spieler eingerichtet - die vergangene Saison bot den Crashkurs dazu. "Basketball ist natürlich noch ein Hobby, auch wenn man vielleicht nicht mehr aktiv spielt, aber das Thema an sich ist für mich immer spannend", sagt Böke. Das ProB-Finalrückspiel 2015 war der Schlussgong - auch wenn das damals keiner wusste, er selbst inbegriffen. Das Wie des Karriereendes ändert nichts am Wo: "Als ich damals zurück nach Wedel gewechselt bin, fand ich immer den Gedanken toll, dass es eine runde Sache wird: Dass ich in Wedel angefangen habe und dort aufhöre", sagt er. Dort, wo ihm Joe Rose einst die Grundlagen beibrachte: "Er hat mir in jungem Alter Dinge vermittelt, die für einen großen Spieler wichtig sind und von denen ich lange gezehrt habe", so Böke. "Man hatte immer noch einen Vorteil gegenüber Spielern, die später angefangen haben beziehungsweise gegenüber Spielern, die nicht so eine gute Ausbildung hatten."

Inzwischen im Trikot des BC Hamburg unterwegs, wurde Böke im Frühjahr 2004 in den Kader der U18-Nationalmannschaft für das Albert-Schweitzer-Turnier berufen - ein Auftritt mit Folgen: "Das war damals ein bisschen das Sprungbrett, denn danach kamen erst die ganzen Anfragen der Mannschaften aus Deutschland, die mich gerne haben wollten." Doch für das umworbene Talent gab es nur eine Wahl: Das Basketballinternat an der Urspringschule im Ort Schelklingen sollte es sein - und zwar unbedingt: "Ich hatte definitiv auch Lust, mein Abitur zu machen und nicht alles nur auf Basketball hinauslaufen zu lassen, sondern habe mir immer gedacht, dass die schulische Ausbildung auch wichtig ist. Von den Möglichkeiten her hatte Urspring damals mit Abstand die beste Offerte", erinnert sich Böke. Die Talentschmiede im Alb-Donau-Kreis - für den aufstrebenden Flügelspieler in jeder Hinsicht seinerzeit die richtige Adresse: "Es war sehr familiär, man war als junger Mann gut aufgehoben und war nicht irgendwie sich selbst überlassen, sondern hatte immer noch einen Mentor, der darauf guckt, dass man sich vernünftig entwickelt, dass die Schule auch weiterhin im Fokus steht. Das war ein Rundumkonzept, was zu dem Zeitpunkt keiner angeboten hat. Da war Urspring einzigartig."

Jener Mentor hieß Ralph Junge (Böke: "Er hatte irgendwie schon eine Funktion als Ziehvater"). Der jetzige Cheftrainer und Sportliche Leiter des ProA-Ligisten Nürnberg war dann auch nicht ganz unbeteiligt daran, dass sein Schützling den Weg ins Basketball-Eldorado antrat: Der Traum vom College in den USA - Böke verwirklichte ihn und landete in vielerlei Hinsicht in einer neuen Welt. An der Washington State University war alles, aber auch wirklich alles, einige Nummern größer: "Die haben Trainingsgelände - davon träumt hier jeder Erstligist. Wir hatten eine Halle mit 15.000 Plätzen, zu Auswärtsspielen bist du im Privatjet geflogen", sagt er. Schaut sich Böke NBA-Partien oder dieser Tage das olympische Basketballturnier an, sind nicht selten ehemalige Mannschaftskollegen oder frühere Gegner dabei. Sein damaliger Mitbewohner, der Australier Aron Baynes (Detroit Pistons) etwa, oder natürlich Klay Thompson, der ein Jahr nach Bökes Ankunft zum Team stieß. "Da konntest du einfach sehen: Der Typ hat Basketballtalent wie kein anderer. Er konnte werfen wie ein Irrer", erinnert er sich an den heutigen Star der Golden State Warriors. Als es Thompson gegen Arizona State mit James Harden Dreier regnen ließ, war er sich sicher: Den sieht man in der NBA wieder. "In dem Spiel hat er, glaube ich, zehn Dreier getroffen. Wer als Freshman zehn Dreier einklinkt, der wird noch einen ganz anderen Level erreichen - und das ist ja auch so passiert." Dass Bökes selbst aus Verletzungsgründen nur drei Spiele für Washington State absolvierte, bedeutete für ihn natürlich einen Dämpfer: "Wenn der Körper mitgespielt hätte, dann wäre ich ein akzeptabler Profispieler geworden. Das würde ich schon sagen. Aber ich darf mich nicht selber darin verlieren, sondern man muss auch froh sein, diese Chance überhaupt gehabt zu haben und dass ich die Möglichkeit hatte, von außen durch die Scheibe zu gucken. Das war für mich ein großer Erfahrungswert." Zumal er mit einem Abschluss in Kommunikationswissenschaft nach Hause kam: "Ich habe mir gesagt: Du wirst hier nicht abreisen, ohne dass du ein Studium in der Tasche hast."

Die große Basketballwelt - Böke erlebte sie in West und (Fern-)Ost. Im Sommer 2012 nahm er mit einer aus ehemaligen Urspringschülern zusammengesetzten Mannschaft an einer Turnierrundreise durch China teil und traf auf Auswahlteams aus den USA, Litauen und aus dem Gastgeberland. "Eine einmalige Erfahrung", so der 30-Jährige rückblickend. "Es war immer das Beste vom Besten. Wir wurden behandelt wie Stars", sagt Böke. Wohnen in Luxushotels, mit Polizeieskorte zu den Spielen, volle Hallen und Fernsehübertragungen - die Gastgeber fuhren groß auf. Und auch die Einblicke ins Land ließen den amerikaerfahrenen Power Forward staunen: "Ich bin eigentlich gar nicht mal so der China-Fan, fand es aber trotzdem unfassbar, das mal gesehen zu haben. Wenn man in den USA ist, ist das immer ein bisschen das Land der Superlative, in China fand ich es noch umso mehr", sagt Böke und berichtet von schier unendlichen Baustellen: "20 fünfzigstöckige Hochhäuser im Rohbau - und du denkst dir: Irgendwann muss da doch auch mal jemand wohnen."

"Mit einem Grinsen Würfe von überall getroffen." Fotos: Claus Bergmann

Vor dem Trip durch die chinesischen Megawelten war Böke bereits zum SC Rist zurückgekehrt, nachdem er im Anschluss an seine USA-Zeit 2011 mit Ehingen/Urspring den ProB-Meistertitel gewonnen hatte. Mit den Ristern kam er einem solchen Triumph einige Jahre später noch einmal sehr nahe. Kontinuierlich erreichte man Jahr für Jahr ein wenig mehr: Achtel-, Viertel-, und Halbfinale, der Endspieleinzug 2015 bildete dann den Abschluss einer Ära des Wedeler Basketballs, die sich ganz in der Tradition der Glanzzeiten der späten 80er und frühen 90er Jahre verstand. "Es ging immer ein Stück weiter. Jedes Jahr ist eine Herausforderung gewesen, es hat immer Spaß gemacht", sagt Böke. "Als wir in der letzten Saison ins Finale gekommen sind... Das war wirklich ein überragendes Jahr. Da hat alles zusammengepasst, mit Tae Watkins hatten wir einen außergewöhnlich guten Basketballspieler, aber auch Veteranen und junge Spieler - der ganze Mix kam gut zusammen. Die Halle war immer voll, das war wirklich ein Highlight, und es war schön zu sehen, wie sich der Verein immer positiv weiterentwickelt hat."

Böke gehörte zu den Hauptfiguren dieser Rist-Ära - Özhan Gürel, Sebastian Gleim, Michael Claxton: Alle drei Trainer in dieser Zeit bauten auf die Dienste des 2,08 Meter großen Akteurs. Sein ehemaliger Mannschaftskollege, der jetzige Sportliche Leiter der Rister, Christoph Roquette, hatte bereits einschlägige Erfahrungen als Gegner gesammelt, ehe man ab 2013 gemeinsam Gelb-Grün trug: "Ich erinnere mich, das erste Mal gegen Fabian gespielt zu haben, als es noch die 2. Bundesliga Süd gab und er für Ehingen und ich für Freiburg gespielt habe. Damals hat er schon mit einem Grinsen Würfe von überall getroffen. In Wedel hatten wir dann zwei gemeinsame tolle Jahre, in denen wir uns auf dem Spielfeld gut verstanden haben", so Roquette. Gerne hätte er den 30-Jährigen weiterhin im Kader gehabt: "Fabian wäre dieses Jahr sicherlich auch ein Bestandteil des Teams gewesen. Er wäre auf und abseits des Feldes einen enorme Bereicherung gewesen."

Dank Basketball Winkel und Ecken dieser Welt entdecken, auch Reisen mit den Junioren-Nationalmannschaften verschafften ihm Einblicke, selbst wenn es dann oft sportlich eine Abfuhr gab. Das Albert-Schweitzer-Turnier 2004 sei das beste Erlebnis im Trikot mit dem Adler auf der Brust gewesen, sagt Böke: "Gegen so viele Nationen zu spielen war super, das war alles gut organisiert, es waren echt spannende Spiele, die Hallen waren immer voll." Viele seiner anderen Auftritte mit den DBB-Auswahlmannschaften verliefen allerdings eher derart: "Ich erinnere mich noch an ein Turnier mit der U20, bei dem wir gegen Spanien gespielt haben. Gut, Spanien ist dann später Europameister geworden, aber das Spiel haben wir, ich glaube, mit 70 Punkten verloren. Das Albert-Schweitzer-Turnier war ok, da haben wir noch relativ knapp gespielt, aber sonst meistens mit über 20 verloren."

Als Erfahrung verbucht - wie so viele Erlebnisse seiner Basketballkarriere. Und das kommt ihm nun in der Arbeitswelt zugute. Das, was man investiere, zahle sich aus, erläutert Böke - auf dem Feld wie im Büro. "Das ist eine wichtige Erfahrung, die ich aus dem Sport mitgenommen habe", sagt er. "Und dass man sich mit einer Sache identifizieren muss. Strukturiert an etwas arbeiten, besser werden und sich mit dem Erreichten nicht zufriedengeben, sondern immer hungrig sein. Das sind Dinge, die man im Sport lernt und mich auch in der Berufswelt nach vorne gebracht haben." Eben so, wie er es sich erhofft hat: Eine runde Sache.

1. Herren: Louis Olinde geht nach Bamberg

Louis Olinde ist künftig in Oberfranken am Ball. Foto: Claus Bergmann

Louis Olinde wechselt zum deutschen Meister. Wie die Brose Baskets Bamberg mitteilten, unterzeichnete der 18-Jährige einen Vierjahresvertrag und erhält eine Doppellizenz für Einsätze mit den Baunach Young Pikes in der 2. Basketball-Bundesliga ProA. Olinde trug in der vergangenen Saison in 21 ProB-Partien das Trikot der 1. Herren und verbuchte im Schnitt sechs Punkte sowie vier Rebounds. Zudem feierte er drei Kurzeinsätze für die Hamburg Towers in der ProA und spielte neunmal für die Piraten in der NBBL.

Olinde machte seine ersten Schritte als Basketballspieler beim BC Hamburg, schaffte 2011 den Sprung ins JBBL-Aufgebot der Piraten und stand ab der Saison 2014/15 im Wedeler ProB-Kader. Im Frühjahr gewann er mit der U18-Nationalmannschaft das Albert-Schweitzer-Turnier, was zuvor noch keiner DBB-Auswahl gelungen war.

"Louis ist ein Riesentalent, und es ist sehr schade, dass wir ihn in Wedel und Hamburg nicht haben halten können", sagt Christoph Roquette, Sportlicher Leiter der Rister. Er sei über Olindes persönliche Entwicklung "sehr stolz und dankbar", so Marvin Willoughby, Sportlicher Leiter der Towers. "Besonders auch in dem Moment, als er mir mitgeteilt hat, dass er sich für einen anderen Verein entschieden hat. Es war offensichtlich, dass ihm die Entscheidungsfindung in den letzten Wochen und Monaten nicht leicht gefallen ist", erläutert Willoughby und ergänzt: "Als Hamburg Towers sehen wir es mit einem lachendem und einem weinendem Auge. Die beste deutsche Mannschaft der letzten Jahre hat alles dafür getan, Louis zu verpflichten. Es ist eine Anerkennung für unsere gemeinsame Arbeit, obwohl wir glauben, dass er auch in Hamburg den Sprung zum Leistungsträger in der ProA hätte schaffen können."

Der SC Rist Wedel wünscht Louis persönlich und sportlich alles Gute für seine Bamberger Zeit!

1. Herren: Michael Claxton verlässt den SC Rist

Michael Claxton. Foto: Claus Bergmann

Cheftrainer Michael Claxton verlässt den SC Rist nach zwei Jahren. In Wedel machte er sich als Trainer in Deutschland einen Namen, jetzt möchte der 39-jährige US-Amerikaner den nächsten Schritt in seiner Laufbahn tun. Claxton strebt einen Posten als Profi-Vollzeittrainer an, der SC Rist konnte ihm aus strukturellen Gründen zum jetzigen Zeitpunkt aber weiterhin nur eine kombinierte Stelle als ProB- und Jugendtrainer anbieten. Deshalb kam es zur Trennung, die in Freundschaft erfolgt.

Der SC Rist bedankt sich herzlich bei Michael für die geleistete Arbeit. Ein Erfolg wird natürlich ganz besonders in Erinnerung bleiben: Unter der Leitung des US-Amerikaners absolvierten die Rister eine begeisternde Saison 2014/15 und erreichten im Frühjahr 2015 das Finale der 2. Basketball-Bundesliga ProB. Die jüngst beendete Spielzeit verlief holpriger, letztlich führte Claxton die Mannschaft in der Abstiegsrunde aber sicher zum Klassenerhalt. Darüber hinaus war der US-Amerikaner in die Wedeler Jugendarbeit eingebunden.

"Der SC Rist Wedel war ein hervorragender Verein, um meine Trainerkarriere in Europa zu beginnen", zieht Claxton Bilanz. "Ich möchte mich für das Vertrauen bedanken, mir die Leitung des ProB-Teams übergeben zu haben. Und ich danke den Rist-Fans sowie den Sponsoren, die unsere Mannschaft und die Entwicklung der Zusammenarbeit mit den Towers unterstützt haben. Danke für zwei unglaublich tolle Jahre!", so Claxton.

Vor seinem Wechsel nach Wedel im Sommer 2014 war er acht Jahre lang Trainer an der Seattle Academy gewesen, in seiner vorherigen Spielerkarriere lief Claxton 2004 auch für den SC Rist auf und trug seinerzeit entscheidend zu einer rasanten Aufholjagd bei, durch die die 1. Herren damals den Verbleib in der 1. Regionalliga unter Dach und Fach brachten.

Die Suche nach einem Nachfolger für Claxton läuft jetzt auf Hochtouren, was muss der neue Trainer mitbringen? "Er sollte zu unser Philosophie in Wedel passen und auch die Kooperation mit den Towers verinnerlichen", sagt Christoph Roquette, Sportlicher Leiter der Rister. Ein Trainer also, der für Talentförderung brennt und in einer basketballbegeisterten Stadt wirken möchte. Wie für Nachwuchsspieler ist der SC Rist seit jeher auch für aufstrebende Trainer ein Verein mit tollen Gestaltungsmöglichkeiten und zugleich ein Sprungbrett.

1. Herren: Sportlich und beruflich in Wedel angekommen

Aurimas Adomaitis: Trainingssommerloch vermeiden

Dieser Tage, da der Ball bei den 1. Herren ruht, kommt es für Aurimas Adomaitis nicht in Frage, sich hängen zu lassen. Trainingspause? Da macht der Litauer nicht mit. Der 29-Jährige geht im Herbst in seine zweite Saison beim SC Rist und will bestens vorbereitet sein. Er ist Stammgast in der Fitness-Fabrik, demnächst will er dann auch wieder in der Halle stehen und mit zusätzlichen Laufeinheiten Stück für Stück auf den Beginn des Mannschaftstraining hinarbeiten. "In Form zu bleiben und zu trainieren, ist ein Selbstgänger für mich", sagt Adomaitis. "Der Körper ist an die Belastung gewöhnt, da kann man nach der Saison nicht einfach aufhören."

Der Litauer war in der Weihnachtspause zu den Ristern gestoßen, verstärkte den Wedeler Kader und ist auch beruflich angekommen. Bei der Firma Trioptics arbeitet der 29-Jährige in der Abteilung für Unternehmensplanung. "Meine Kollegen dort haben mir sehr bei der Eingewöhnung geholfen und es mir leicht gemacht", sagt er. Die während seiner Jenaer und Erfurter Zeit erworbenen Deutschkenntnisse hat er mithilfe von Sprachkursen erweitert - sich in neuer Umgebung zurechtzufinden, ist für Adomaitis dank der Stationen seiner Basketball-Laufbahn eine bekannte Übung: "Es ist ja nicht das erste Mal, dass ich umgezogen bin, es war also kein Problem, mich an eine neue Stadt zu gewöhnen. Ich war angenehm überrascht, wie hilfsbereit die Wedeler mir gegenüber waren - beim SC Rist und darüber hinaus", erzählt er. Wohlfühlen als Voraussetzung, um Leistung zu bringen.

Keine Scheu vor körperbetontem "Ackern und Rackern". Fotos: Claus Bergmann

Christoph Roquette, Sportlicher Leiter der Rister und in Jena einst Mannschaftskollege des Litauers, schätzt am 29-Jährigen die Fähigkeit und die Bereitschaft, die vielzitierte "Drecksarbeit" zu verrichten. Denn im Kampf unter den Körben zählt oft weniger Eleganz als vielmehr das körperbetonte "Ackern und Rackern": "Aurimas ist ein hart arbeitender Spieler und hat keine Scheu, dahin zu gehen, wo's wehtut", sagt Roquette. "Ihm ist es egal, wenn er am Ende null Punkte hat, die Mannschaft aber gewinnt. Durch seine Ruhe, seine Konstanz und seine Fähigkeit, immer ans Limit zu gehen, hat unser Spiel noch einmal viel gewonnen", so der Sportliche Leiter.

Und da war es dabei, das Schlüsselwort, das im Verlauf der vergangenen Saison immer wieder bemüht und vor allem gesucht wurde: Konstanz nämlich - meint auch Adomaitis selbst: "Die Konstanz fehlte uns", blickt er zurück. "Wir hatten einige sehr ergiebige Besprechungen mit dem Trainerstab zu diesem Thema. Danach haben wir uns auf bestimmte Aspekte konzentriert und an diesen gearbeitet, anstatt zu versuchen, alles auf einmal zu erreichen." Kurz vor der Abstiegsrunde und während derselben lief es dann, plötzlich war die Konstanz da. Dass zuvor der Sprung in die Playoffs verpasst worden war, enttäuschte den Litauer, wie er erläutert: "Nicht nur ich bin erst im Laufe der Saison dazugekommen. René Kindzeka war verletzt, auch Janis Stielow ist lange ausgefallen. Als dann alle da waren, haben wir auf jeden Fall gespürt, dass wir eine gute Möglichkeit haben, noch in die Playoffs zu kommen. Die Niederlagen und das Verpassen dieses Ziels waren frustrierend."

Die abgelaufene Saison ist analysiert, die kommende in den Planungen zwar bereits Tagesgeschäft, doch zeitlich eben noch auf Abstand. Aber irgendwie dann doch nicht: "Ich hoffe, dass wir auf dem starken Saisonende aufbauen können und das mitnehmen, was gut funktioniert hat, um das dann weiter auszubauen", sagt Adomaitis.

1. Herren: Immer unterwegs zwischen Wilhelmsburg und Wedel

Helge Baues (am Ball) profitierte von der Doppellizenz.

Sie waren doppelt und teils dreifach gefordert - und genau so sollte es auch sein. Helge Baues, René Kindzeka und Janis Stielow trugen in der vergangenen Saison das Trikot der Towers in der 2. Basketball-Bundesliga ProA und jenes des SC Rist in der ProB. Für Lennard Larysz sowie Louis Olinde kamen darüber hinaus Einsätze für die Piraten in der NBBL hinzu. Volles Programm im Sinne der Talentförderung und -entwicklung also. "Die Spieler haben das sehr gut angenommen", sagt Christoph Roquette, der Sportliche Leiter der Rister. "Die Kooperation ist weiter zusammengewachsen. Wir sind auf einem guten Weg, müssen aber weiter daran arbeiten, noch verzahnter zu werden", erläutert er.

Baues war mit zwölf Punkten und sieben Rebounds pro Partie eine feste Größe in Gelb und Grün und erarbeitete sich auf diese Weise auch zusehends mehr Spielanteile bei den Towers: Zum Abschluss der ProA-Punktrunde und in den fünf Playoffspielen kam der 21-Jährige stets auf zweistellige Einsatzminuten. "Helge hat gute Leistungen in der ProB gezeigt, Spielpraxis bekommen und sich dadurch Selbstvertrauen geholt. Zunächst hatte er weniger Spielanteile bei den Towers, doch das hat sich im Laufe der Saison geändert", sagt Roquette.

Noch ein Beispiel: Janis Stielow musste zwar zwischenzeitlich verletzungsbedingt pausieren, erhielt nach seiner Rückkehr dann aber wieder unverzüglich eine Menge Spielzeit beim SC Rist: Knapp 24 Minuten stand der 21-Jährige für die Wedeler auf dem Feld, war wie vorgesehen ein Leistungsträger und verbuchte im Schnitt 10,4 Punkte sowie 3,1 Rebounds in der ProB. Bei den Towers wuchs seine mittlere Einsatzzeit im Vergleich zur Vorsaison von 7:42 auf 11:26 Minuten. "Das ist genau der richtige Weg und macht uns als Standort für junge deutsche Spieler attraktiv", meint Roquette. "Dass junge Spieler herangeführt werden und sich entwickeln, ist der Sinn der Kooperation", führt der Sportliche Leiter aus.

Erst ein operativer Eingriff am Handgelenk und dann eine Knieblessur bremsten René Kindzeka erheblich. So musste der 20-Jährige zunächst bis Anfang Januar auf seinen persönlichen Saisonauftakt warten, den er mit 26 Minuten Einsatzzeit für den SC Rist gegen Oldenburg bestritt. Ende des Monats schlug erneut der Pechhammer zu - ein malades Knie zwang ihn bis zum Beginn der Abstiegsrunde zum Zuschauen, ehe er zum souveränen Einfahren des Klassenerhalts beitrug. Bei den Towers kam Kindzeka zudem auf fünf Kurzeinsätze.

Louis Olinde: Schnurstraks in Richtung Überholspur. Fotos: Claus Bergmann

Die beiden Jüngsten, Lennard Larysz und Louis Olinde, rückten nach dem Schnupperkurs der Vorsaison ein gutes Stück voran: Larysz verdoppelte seine Einsatzzeit in der ProB nahezu und legte Mitte November mit 14 Punkten, vier Assists, drei Rebounds und zwei Ballgewinnen gegen den RSV Eintracht Großes vor. Erste Berufungen in den Towers-Kader waren die Belohnung. Dass er aufgrund einer Daumenverletzung am Saisonende gar nicht mehr auf dem Parkett stand, war hingegen ein Wermutstropfen.

Olinde riss das Steuer in seiner ersten ProB-Saison schnurstraks in Richtung Überholspur und wurde zur festen Wedeler Größe. "Louis hat sehr gute Spiele für uns gemacht und eine Menge Spielzeit bekommen", bilanziert Roquette. In Zahlen sieht das dann folgendermaßen aus: An die 20 Minuten pro Partie warf sich das Talent für den SC Rist ins Getümmel, erzielte im Schnitt sechs Zähler und vier Rebounds. Bei den Towers setzte der 18-Jährige ebenfalls ein Ausrufezeichen, als er im Februar gegen Leverkusen in sechseinhalb Minuten vier Punkte, zwei Assists und zwei Ballgewinne verbuchte. Nicht zu vergessen der Titelgewinn mit der U18-Nationalmannschaft beim Albert-Schweitzer-Turnier, zu dem Olinde erheblich beitrug.

In Hinblick auf die kommende Spielzeit in der 2. Basketball-Bundesliga ProB sind die Rister derzeit unter anderem mit den Personalplanungen beschäftigt. "Wir versuchen, wenn möglich das Gros des Teams zusammenzuhalten und befinden uns mit allen in sehr guten Gesprächen", berichtet Roquette.

1. Herren: Blick zurück nach vorn mit Christoph Roquette

Christoph Roquette

Nach dem guten Ende einer schwierigen Saison flatterte kürzlich die frohe Botschaft aus der Ligazentrale in Köln ins Haus: Der SC Rist Wedel hat die Lizenz für die Saison 2016/17 in der 2. Basketball-Bundesliga ProB erhalten, Auflagen wurden keine erteilt.

Damit wandert endgültig eine Spielzeit in die Archive, die "wellenartig verlief", wie es der Sportliche Leiter der Rister Christoph Roquette ausdrückt. Da war das lange Warten auf einen Heimsieg, der erst im siebten Anlauf gelang, da war nach dem ordentlichen Saisonstart samt Erfolgen in Bochum und Recklinghausen eine Negativserie von acht aufeinanderfolgenden sieglosen Partien zwischen Mitte Oktober und Mitte Dezember. Aber da war auch ein Kantersieg in Herten im Januar, ein überzeugender Triumph im Artland sowie die guten Leistungen in der Abstiegsrunde inklusive der drei Siege zu Beginn.

"Wir hatten im Laufe der Saison mit viel zu kämpfen", analysiert Roquette und zählt die Verletzungsprobleme auf: "Fabian Böke ist komplett und René Kindzeka 80 Prozent der Zeit ausgefallen", sagt er. Auch Janis Stielow wechselte zwischenzeitlich in den Krankenstand, musste anschließend erst wieder seinen Rhythmus finden und "hat dann hervorragende Spiele gemacht", so der Sportliche Leiter. Lennard Larysz, der jüngst von Bundestrainer Henrik Rödl ins erweiterte Aufgebot der U20-Nationalmannschaft berufen wurde, hatte erst mit Knieproblemen zu kämpfen, am Ende der Saison zwang ihn eine Daumenverletzung in die Zuschauerrolle, während Louis Olinde den Schlussspurt ebenfalls verpasste. "Die Verletzungen bei den Towers kamen hinzu", sagt Roquette mit Blick auf die Wechselwirkungen zwischen den Kadern der Kooperationspartner hinsichtlich Training und Spiel. "Es war sehr schwierig, Konstanz und einen roten Faden hereinzubringen", bilanziert er.

Ein Bild der Saison: Rister in Zivil beim Spiel, hier Fabian Böke, Janis Stielow, René Kindzeka und Jack Fritsche (von links). Fotos: Claus Bergmann

Am Ende der Saison, als das Aufgebot fast in voller Stärke zur Verfügung stand, stellten sich die gewünschten Resultate ein, wurden die nötigen Siege eingefahren. "Da hat's dann gepasst", sagt Roquette. Doch bis dahin sei es mitunter schon nervenaufreibend gewesen, blickt er zurück.

Unter dem Korb taten sich die Rister lange schwer: Michael Bradley erfüllte die Erwartungen nicht, im Laufe der Saison folgte deshalb die Trennung. Fabian Böke wurde schmerzlich vermisst, Paul Owusu schuftete wie immer eindrucksvoll, während Helge Baues als Vierer gezwungenermaßen verstärkt auf der Centerposition zum Einsatz kam. Um für Entlastung zu sorgen und eine weitere Karte unter dem Korb ausspielen zu können, kam mit dem Litauer Aurimas Adomaitis dann nach der Weihnachtspause ein echter Fünfer hinzu.

Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass Hürden und Hindernisse gemeinsam überwunden wurden, dass sich die kollektiven Anstrengungen in stürmischen Zeiten auszahlten und in der Abstiegsrunde letztlich als Garant des sicheren Einlaufens in den Hafen taugten. Somit prangt auf der Saison 2015/16 nun der Erledigt-Stempel, die Vorbereitungen auf kommende Aufgaben laufen bereits seit Wochen. Festzuhalten ist zum jetzigen Zeitpunkt, dass sich das Bild der ProB wie jedes Jahr wandeln wird. Mit Ehingen und Dresden verlassen zwei Vertreter der Südstaffel die Liga per Fahrstuhl in höhere Stockwerke, als Absteiger wurden Schwelm, Herten, Speyer und Saarlouis ermittelt. Im Gegenzug sicherten sich die Regionalliga-Meister SSV Lok Bernau, FC Schalke 04, Post Südstadt Karlsruhe sowie die zweite Mannschaft des FC Bayern München das ProB-Teilnahmerecht. Ebenfalls (wieder dabei): die ProA-Absteiger Bayer Leverkusen und Dragons Rhöndorf.

Im zweiten Teil des Artikels, der in den kommenden Tagen erscheint, spricht Christoph Roquette über die Kooperation mit den Towers und gibt Auskunft über die Personalplanungen für die kommende Saison.

1. Herren: Die Saison ist beendet

Neun Punkte im letzten Saisonspiel: Isaac Gordon. Foto: Bergmann

Ein Sieg zum Saisonabschluss war den Ristern zwar nicht vergönnt, doch den ersten Tabellenrang in der Abstiegsrunde der ProB-Nord verteidigte die Mannschaft von Trainer Michael Claxton dennoch. Am letzten Spieltag unterlag man dem RSV Eintracht 1949 Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf, der ebenfalls bereits den Klassenerhalt geschafft hatte, mit 60:66.

Claxton berief erstmals Alexander Pimentel in die Startformation. Ihm und seinen Kollegen gelang es in den Anfangsminuten immer wieder, Aurimas Adomaitis und Helge Baues in Position zu bringen, die für die ersten zehn Wedeler Punkte verantwortlich zeichneten. Das Rist-Duo hielt RSV-Center Kenneth Cooper auf Trab und besaß erheblichen Anteil an der 18:14-Führung nach zehn Minuten.

Die Wedeler Verteidigung arbeitete auch im zweiten Viertel wirkungsvoll - langsam, aber sicher setzten sich die Claxton-Mannen auf 29:17 ab. Doch die Hausherren verkürzten alsbald wieder: Bei Halbzeit führten die Rister noch 33:27

Nach selbiger setzten die Rister mit drei Dreiern innerhalb der ersten zweieinhalb Minuten für Offensivakzente. Die anfängliche Dominanz der Wedeler am Brett war mittlerweile Geschichte, nun räumten die Brandenburger unter den Körben ab und drückten ihren Rückstand auf einen Punkten. Die Rister hatten ihren Fluss in der Offensive inzwischen streckenweise ganz eingebüßt, die Trefferquoten sanken.

Mit einem Dreier brachte Colin Craven die Gastgeber dann in der Schlussphase des dritten Abschnitts in Front. Und dabei blieb es vorerst. Die Rister blieben zwar im Rennen, aber eben immer mit Sicherheitsabstand zum Führenden. In Schlagdistanz war der RSV Eintracht dennoch, leider rauschten Wedeler Haken und Geraden aber zu oft vorbei. Spätestens 35 Sekunden vor Schluss knallte Craven die Tür per Dreier endgültig zu.

"Wir haben als Team enttäuscht. In der Abwehr waren wir gut, offensiv haben wir nie unseren Rhytmus gefunden", meinte Claxton und zog eine Bilanz der gerade beendeten ProB-Spielzeit: "In dieser Saison sind wir zusammengewachsen und stärker geworden. Wir haben viele Lektionen auf und neben dem Platz gelernt. Das wird unserem Club für die Zukunft helfen."

Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 18:14, 15:13, 14:22, 13:17

SC Rist (Punkte): Carraway (13), Baues (10), Gordon (9), Abaker, Adomaitis, Hirschberg (je 6), Kindzeka (4), Owusu, Strauß (je 3), Fritsche, Pimentel, Stielow.

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1. Herren: Hunderter im letzten Heimspiel

13 Punkte in zehn Minuten: Jack Fritsche überragte in der Schlussphase. Foto: Claus Bergmann

Die bereits im Vorfeld geretteten 1. Herren siegen am fünften Spieltag der Abstiegsrunde gegen die Hertener Löwen 101:51 (51:21). Da der Zweitplatzierte RSV Eintracht 1949 Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf tags zuvor den EN Baskets Schwelm unterlag, haben die Wedeler nun zwei Punkte Vorsprung in der Tabelle auf den Zweiten, wenn es am Sonnabend, 30. April, zum Saisonfinale auswärts beim RSV um den "Titel" in der Abstiegsrunde geht. "Wir sind glücklich mit der Leistung. Heute haben wir gezeigt, dass unser Kader in der Tiefe gut besetzt ist", lobte Trainer Michael Claxton.

Die Rister erwischten gegen Herten einen Start nach Maß. 8:0 führten die Wedeler nach Punkten von Aurimas Adomaitis, Janis Stielow und Abdulai Abaker, ehe den Löwen die ersten beiden Zähler gelangten. Von Beginn an ließen die auftrumpfenden Rister keinen Zweifel daran, wer als Sieger vom Parkett gehen würde. Claxtons Spieler gaben den Ton an und warfen sich nach den ersten zehn Minuten schon 20 Punkte Vorsprung heraus.

Hertens Felix Neumann erzielte die Punkte zehn und elf für die Gäste im zweiten Viertel, Helge Baues erhöhte per Korbleger auf 31:11. Anders als bei der Niederlage in Schwelm waren die Hausherren in der Abwehrarbeit konzentriert. Und im Angriff ließen die Wedeler den Ball optimal laufen. Der ohnehin schon komfortable Vorsprug wuchs bis zur Halbzeit sogar auf 30 Zähler an.

Der dritte Heimsieg im dritten Play-off-Heimauftritt war reine Formsache. Souverän spielten die Akteure des SC Rist die Uhr heruter und waren am Ende stolze 50 Punkte besser als die Gäste, die wie Schwelm den Gang in die Regionalliga antreten müssen.

Zwei Siege aus den beiden verbleibenden Begegnungen hatte Claxton gefordert. Der erste Teil der Mission ist erfüllt. Auch bei den Brandenburgern soll noch einmal gejubelt werden, ehe die Wedeler nach einer aufregenden Saison mit einem Happy-End in die Sommerpause gehen. "Im Basketball können nicht viele Mannschaften die Saison mit einem Sieg beenden. Normalerweise macht das ja nur der Meister. In Stahnsdorf wollen wir zum Abschluss noch einmal gewinnen", so der Trainer.

Viertelergebnisse: 29:9, 22:12, 21:19, 29:11

SC Rist (Punkte): Amir Carraway (17), Janis Stielow (16), Abdulai Abaker, Jack Fritsche (je 13), Aurimas Adomaitis (8), Isaac Gordon, Paul Owusu, Fabian Strauß (je 7), René Kindzeka (5), Helge Baues, Alexander Pimentel (je 4).

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1. Herren: Erste Niederlage in der Abstiegsrunde

Aurimas Adomaitis regierte unter den Körben. Foto: Bergmann

Die 1. Herren geben erstmals in der Abstiegsrunde ein Spiel ab, die Rister unterlagen den EN Baskets Schwelm 92:103. Da Herten am Sonntag RSV Eintracht unterlag, ist der Klassenerhalt geschafft, die Rister bleiben drin!

Trainer Michael Claxton gab sämtlichen neun mitgereisten Akteuren früh Spielanteile. Alexander Pimentel, der bereits in der Vorwoche ein dickes Ausrufezeichen hinter seine Leistung gesetzt hatte, zeigte sich erneut in starker Verfassung, musste im weiteren Verlauf der Partie dann jedoch wieder seinen Kollegen den Vortritt lassen.

Die Rister brachten zwischenzeitlich acht Punkte zwischen sich und den Gegner, die Hausherren sieben. Ein 11:2-Lauf der Gastgeber im zweiten Abschnitt ließ erkennen, dass Claxtons Jungs nach dem guten Auftakt (7:2 nach zwei Minuten sowie 19:11 nach sechseinhalb Minuten) vom Steuer verdrängt worden waren und dementsprechend einen 43:50-Rucksack mit in die Kabine zu schleppen hatten. Zuvor war deutlich zu Tage getreten: Ging es über Aurimas Adomaitis, wurde es gefährlich - der Litauer traf bis zur Halbzeit fünf seiner sieben Feldwürfe und bilanzierte nach 20 Minuten starke 15 Punkte sowie sechs Rebounds. Später knüpfte er daran an.

Die Wiederaufnahme nach der Pause ging schief - aus Wedeler Sicht zumindest. Schwelm legte fünf Punkte nach: Dieser Weckruf wurde gehört, die Rister kämpften sich wieder heran. Und weiter ging das Auf und Ab: Die Gastgeber waren an der Reihe, machten ihren Vorsprung erneut zweistellig. Ende des dritten Abschnitts sorgten zwei Strauß-Dreier in kurzer Abfolge für Anschluss, Sekunden später musste der Rister aber nach seinem vierten Foul vorerst als Bankangestellter weitermachen. Seine Kollegen übernahmen und führten Gelb-Grün bis zur letzten Viertelpause auf sechs Zähler an die Gastgeber heran (67:73).

Und die Jagd wurde fortgesetzt. Rückschläge einbegriffen, kämpften sich die Rister auf 82:84 heran. Mathias Perl erzielte fünf Punkte in Folge, Sebastian Schröter schob zwei Freiwürfe hinterher und Schwelm war damit weniger als drei Minuten vor Schluss wieder außerhalb direkter Schlagweite. Daran änderten die nimmermüden Bemühungen der Rister nichts mehr: Schwelm siegte, die Rister konnten am darauffolgenden Tag aber aufatmen, nachdem Herten verlor und der Ligaverbleib gesichert war.

Nächsten Sonntag (24. April, 17:00 Uhr) treffen die Rister in der Steinberghalle auf die Hertener Löwen.

Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 23:23, 20:27, 24:23, 25:30

SC Rist (Punkte): Adomaitis (27), Gordon (19), Hirschberg, Strauß (je 11), Kindzeka (8), Carraway (7), Pimentel (4), Abaker (3), Fritsche (2).

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1. Herren: Starker Heimsieg gegen Schwelm

Jens Hirschberg zeigte eine tadellose Leistung. Foto: Claus Bergmann

Der SC Rist gewinnt auch das dritte Spiel der Abstiegsrunde und kann als Tabellenführer mit 20 Punkten kaum noch in Gefahr geraten, auf den dritten Rang abzurutschen und dadurch die ProB verlassen zu müssen. Das Team von Headcoach Michael Claxton setzte sich gegen den Tabellenletzten EN Baskets Schwelm vor 520 gut gelaunten Zuschauern in der Steinberghalle mit 93:63 (45:31) durch.

Die Wedeler begannen recht fahrig und hatten die ersten knapp drei Minuten nur einen einzigen Punkt durch einen Freiwurf von Abdulai Abaker auf dem Konto. Schwelm machte es etwas besser, sodass der SC Rist 1:5 hinten lag. Ein Korbleger von Jens Hirschberg führte zum 3:5. Nach einem zwischenzeitlichen 6:6 setzten sich die Gäste durch einige einfache Punkte ab (9:14), doch die Rister ließen sich aber nicht abschütteln. Mit jeweils 20 Zählern auf beiden Seiten ging es in die erste Viertelpause.

Im zweiten Abschnitt steigerten sich die Rister und wurden im Angriff souveräner. Und auch in der Verteidigung waren die Lücken nicht mehr ganz so groß. Zwei Minuten vor der Halbzeit lag der SC Rist 15 Punkte in Führung. Egal, ob aus der Distanz oder in Korbnähe - die Gastgeber waren das giftigere Team. Auch im dritten Viertel blieben die Wedeler konstant und ließen Schwelm zu keinem Zeitpunkt noch einmal am Auswärtssieg schnuppern. Im Gegenteil: Der Vorsprung wurde weiter ausgebaut. Mit 19 Punkten lag der SC Rist in Front, als die letzten zehn Minuten anbrachen - 68:47.

Michael Claxton gönnte allen Spielern im Kader Einsatzminuten: "Heute haben wir starken Teambasketball gezeigt. 29 Assists hat man auch nicht alle Tage", so der Trainer, der sichtbar stolz auf seine Mannschaft war. Gewinnt der RSV Stahnsdorf am Sonntag gegen die Hertener Löwen, müssten die Wedeler alle Partien verlieren - und Herten die restlichen drei gewinnen. Bei diesem relativ unwahrscheinlichen Szenario könnte der SC Rist noch absteigen.

"Es ist einfach gut zu wissen, dass wir die Situation selbst in der Hand haben und möglicherweise schon im nächsten Spiel den Klassenerhalt perfekt machen", so Claxton. Für den SC Rist geht es am Sonnabend, 16. April, mit dem Rückspiel in Schwelm weiter (19:30 Uhr).

Viertelergebnisse: 20:20, 25:11, 23:16, 25:16

SC Rist (Punkte): Amir Carraway (21), Jens Hirschberg (15), Abdulai Abaker (13), Aurimas Adomaitis (9), René Kindzeka, Louis Olinde, Alexander Pimentel (je 8), Fabian Strauß (7), Isaac Gordon (4), Jack Fritsche, Thomas Trautwein.

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1. Herren siegen nach fulminantem Schlussviertel

Treffsicher und verteidigungsstark: Janis Stielow verbuchte 20 Punkte und vier Ballgewinne. Foto: Claus Bergmann

Die Rister gewinnen auch am zweiten Spieltag der Abstiegsrunde: Bei den Hertener Löwen setzte sich die Mannschaft von Headcoach Michael Claxton 79:68 (36:44) durch und steht mit 18 Punkten weiter auf dem ersten Tabellenplatz. "Das letzte Viertel war der entscheidende Faktor. Wir hatten mehr Tiefe im Kader", bilanzierte der Trainer.

Die Wedeler lagen 17:14 im ersten Viertel vorne. Dreimal war Janis Stielow mit Würfen aus der Ferndistanz erfolgreich. Rund eine Minute vor der ersten Spielpause übernahmen die Hertener die Führung und warfen sich einen kleinen Vorsprung von fünf Punkten heraus. Herten sei vor der Halbzeit aggressiver gewesen, musste Claxton eingestehen. Aber seine Mannschaft ließ sich nicht abschütteln, vor allem weil sie es immer wieder mit Dreiern versuchte: Fabian Strauß traf zum 26:29 aus Wedeler Sicht und wiederholte dies zum 31:33.

Die Rister boten dem offensivstärksten Team der Liga erfolgreich die Stirn, blieben aber immer ein paar Zähler hinter den Gastgebern, die zur Halbzeit acht Zähler vorne lagen. Das dritte Viertel fand keinen Sieger. 51:59 lagen die Wedeler zurück, als das vierte Viertel anbrach. Und in diesem drehten die Spieler des SC Rist noch einmal ordentlich auf. 4:33 Minuten vor dem Ende erzielte Helge Baues - selbstverständlich mit einem erfolgreichen Drei-Punkte-Wurf - den Ausgleich zum 65:65. Circa 30 Sekunden stand es erneut durch Baues 68:65 für die Gäste. "Janis, Helge und Fabian haben in den richtigen Momenten zugeschlagen", freute sich Claxton. 

Die Abwehr der Wedeler funktionierte bestens und im Angriff waren die Rister in den entscheidenden Momenten zur Stelle. Strauß traf zum 73:67, wenig später erhöhte Baues mit zwei Freiwürfen. In der Folge ließ sich der SC Rist den wichtigen Auswärtssieg nicht mehr nehmen. Lediglich neun Punkte ließ das Team in den letzten zehn Minuten zu und schenkte dem Gegner 28 ein. Die Gastgeber waren konsterniert, die Rister angesichts des zweiten Sieges in der Abstiegsrunde überaus erfreut. "Wir haben Herten eigentlich nur in einem Viertel besiegt. Da haben wir viel mehr Energie aufbringen können als der Gegner", fasste Claxton zusammen.

Insgesamt waren es vor allem 38 Prozent getroffene Würfe von "Downtown" (9/24), die neben einer starken Defensive dem abgezockt agierenden Wedelern den zweiten Sieg am zweiten Spieltag der Abstiegsrunde einbrachten. Am 9. April geht es für die Rister weiter: Um 19:00 Uhr gastiert dann Schwelm am Steinberg. "Die Arbeit ist noch nicht zu Ende. Noch sind wir nicht gerettet", so Claxton.

Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 21:26, 15:18, 15:15, 28:9

SC Rist (Punkte): Janis Stielow (20), Helge Baues (19), Amir Carraway (13), Isaac Gordon (12), Fabian Strauß (11), Louis Olinde (2), René Kindzeka, Aurimas Adomaitis (je 1), Jens Hirschberg, Abdulai Abaker, Paul Owusu.

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1. Herren: Ein Heimsieg für den Klassenerhalt

Gut aufgelegt: Isaac Gordon führte die Rister zum Sieg. Foto: Claus Bergmann

Großes Aufatmen am Steinberg. Die Halle war mit rund 320 Zuschauern nicht besonders gut gefüllt, doch vor allem eine Trommlergruppe bestehend aus Flüchtlingen sorgte für Gänsehautatmosphäre in Wedel. Die 1. Herren beginnen die Abstiegsrunde in der Pro B mit einem Erfolg. Im Heimspiel gegen den RSV Eintracht 1949 Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf siegte die Mannschaft von Cheftrainer Michael Claxton 72:63 (36:24).

"Dieser Sieg nimmt uns etwas Last von den Schultern", sagte der US-Amerikaner, als nach 40 intensiven Minuten das Punktepolster um zwei auf nun 16 Punkte anwuchs.

In den ersten beiden Minuten merkte man beiden Mannschaften eine leichte Nervosität an. Es dauerte fast zwei Minuten, ehe Janis Stielow für den SC Rist die 3:0-Führung erzielte. Vier Minuten vor Ende des ersten Abschnitts führten die Wedeler 9:4. Vor allem in der Zone ließ man so gut wie nichts zu. Denn in der Defensive präsentierte sich der Gastgeber meist wach und zwang die Brandenburger zu schweren Würfen, die oft nicht den Weg in den Korb fanden. Der SC Rist hingegen punktete konstant und ging mit einer Führung von sieben Zählern in das zweite Viertel (17:10).

Auch im zweiten Abschnitt knüpfte das Claxton-Team nahtlos an die ordentliche Leistung an und baute den Vorsprung weiter aus. Zwischenzeitlich waren es komfortable 17 Zähler. Stahnsdorfs Topscorer Kenneth Cooper war gerade einmal für zwei Punkte seines Teams verantwortlich. Am Ende sollte er auf lediglich neun Zähler kommen, Jackson Capel schaffte nur zwei Punkte. Im Februar hatten beide zusammen den Ristern 51 Zähler eingeschenkt.

Doch der SC Rist der Saison 2015/16 macht es gern noch einmal spannend. Die zwölf Punkte aus den ersten 20 Minuten schmolzen zusammen. Nach der Pause gönnten sich die Hausherren eine spielerische Auszeit und waren sowohl defensiv als auch offensiv nicht immer ganz auf der Höhe. Stahnsdorf verkürzte auf 36:29, ehe sich die Rister wieder fingen.

Zu Beginn des Schlussviertels waren es wieder zwölf Punkte Führung. Aber Stahnsdorf witterte noch einmal Morgenluft und kam auf drei Zähler heran (59:56), weil sich einige Fehler in der Offensive und Defensive einschlichen. Doch bevor die Partie noch einmal kippte - Stahnsdorf hatte lediglich zu Beginn 4:3 geführt - fing sich der SC Rist wieder.

Als Tabelleneunter mit zwei Punkten Vorsprung auf den RSV Eintracht und Herten geht es bereits am Donnerstag, 24. März, für die Rister mit einem Auswärtsspiel bei den Hertener Löwen weiter (20 Uhr).

Viertelergebnisse: 17:10, 19:14, 20:20, 16:19.

SC Rist (Punkte): Isaac Gordon (18), Amir Carraway (15), Aurimas Adomaitis (10), Janis Stielow (7), Helge Baues (6), Abdulai Abaker, Jens Hirschberg (je 5), Fabian Strauß (3), Paul Owusu (2), René Kindzeka (1), nicht eingesetzt: Jack Fritsche, Alexander Pimentel.

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Sehenswerte Sonderbilderserie zum Spiel von Claus Bergmann...

1. Herren: Rister beenden Punktrunde mit Auswärtsniederlage

Kein Sieg in Iserlohn: Lennard Larysz und Michael Claxton.

Die 1. Herren haben die Punktrunde der 2. Basketball-Bundesliga ProB mit einer 79:90-Niederlage bei den Iserlohn Kangaroos abgeschlossen und gehen folglich als Tabellenzehnter in die Abstiegsrunde. Auch die übrigen Teilnehmer, RSV Eintracht, Herten und Schwelm, verloren ihre Partien am 22. Spieltag.

Ein 7:0-Start der Mannschaft von Trainer Michael Claxton machte Lust auf mehr, die lange Garde mit Aurimas Adomaitis und Helge Baues drückte aufs Tempo und machte den Sauerländern das Leben schwer. Doch die Kangaroos legten in den Folgeminuten größere Sprünge aufs Parkett und konterten mit einem 12:0-Sprint. Zweieinhalb Minuten vor dem Ende des Auftaktviertels übernahmen sie dann erstmals die Führung (14:13). Das Erfolgsduo der Anfangsphase - Adomaitis/Baues - wurde vorerst gesprengt, als Letzterer noch im ersten Viertel sein zweites Foul beging und von Claxton erst einmal auf die Bank gebeten wurde.

Thomas Reuters Treffsicherheit aus fernen Gefilden gab den Ristern im Anschluss an die erste Pause kräftig zu denken, zumal die Antwort auf die drei Dreier des Iserlohners zögerlich kam und den Hausherren einen konstanten Vorsprung sicherte. Dieser wurde üppiger und nahm sich mit 35:24 Mitte des zweiten Viertels bereits zweistellig aus. Die Kangaroos häuften weiterhin munter ihre Pünktchen an, die Wedeler Verteidigung fand das Gegenmittel nicht: 47:33 stand es zur Halbzeit - das war dann schon deutlich.

Die zweite Spielhälfte war keine zehn Sekunden alt, als Michael Brown Iserlohns Offensivmaschine mit einem Dreier wieder auf Betriebstemperatur brachte. Dem Offensivrhythmus und der Treffsicherheit der Gastgeber vermochten die Rister zunächst nicht zu folgen, knabberten aber im Laufe des dritten Abschnitts leicht an der Sauerländer Führung. Der 55:66-Zwischenstand ließ für die abschließenden zehn Minuten noch die Möglichkeit, sich wieder auf Sichtweite zu den Kangaroos zu begeben. So machten es die Rister. Lennard Larysz eröffnete die Aufholjagd mit einem Dreier, zu Mitte des Schlussabschnitts hatten Claxtons Jungs das Soll auf sechs Zähler gedrückt (64:70). In der Schlussminute verkürzten sie gar auf fünf Punkte (79:84). Iserlohns Antwort hieß Michael Brown: Der US-Amerikaner nahm in den letzten 40 Sekunden sechs Mal an der Freiwurflinie Aufstellung und traf fünf seiner Versuche. Der Wedeler Brechstange nahm Brown auf diese Weise kurzerhand ihre Wirkungskraft.

Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 18:20, 15:27, 22:19, 24:24

SC Rist (Punkte): Baues (25), Adomaitis (15), Stielow (11), Gordon (9), Larysz (7), Carraway (5), Strauß (4), Hirschberg (3), Owusu.

1. Herren erkämpfen Heimsieg am Jugendtag

Janis Stielow war mit 15 Punkten, vier Rebounds und zwei Ballgewinnen am Sieg beteiligt.

In der Steinberghalle herrschte eine sensationelle Atmosphäre: 740 Zuschauer waren gekommen, kaum ein Platz blieb frei und auch alle Nachwuchsmannschaften fieberten der letzten Heimbegegnung am Jugendtag entgegen. Die tolle Stimmung war sicherlich ein Grund dafür, dass die Rister die Partie am 21. Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga ProB mit 85:77 (36:26) gegen den RSV Eintracht 1949 Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf gewannen.

Diesmal schickte Michael Claxton die Startformation Isaac Gordon, Abdulai Abaker, Janis Stielow, Helge Baues und Aurimas Adomaitis aufs Feld. Für die ersten beiden Wedeler Punkte sorgte Stielow, ehe Stahnsdorf per Dreier erfolgreich war. Baues antwortete ebenfalls aus der Ferndistanz (5:3). In den ersten zehn Minuten konnte sich keine der beiden Mannschaften so richtig absetzen. Es ging in einer rassigen Partie flott hin und her. Von 9:9 erhöhte Stielow mit einem Dreier und einem weiteren Sprungwurf auf 14:9. Bis zum zweiten Viertel wuchs dieser Vorsprung auf sieben Punkte an (19:12).

Auch im zweiten Spielabschnitt blieben die engagiert auftretenden Rister am Drücker und ließen die Gäste nicht richtig herankommen. Im Gegenteil: Der SC Rist blieb konstant in seiner Leistung und dominierte das Geschehen. 1:42 Minuten vor der Halbzeit nahm Claxton eine Auszeit, als Stahnsdorf auf 31:22 verkürzte. Zwischenzeitlich hatte der Gastgeber bereits 29:16 geführt. Aber abermals Stielow per Dreier schraubte den Vorsprung wieder auf zwölf Zähler (36:24). Zur Pause behaupteten die Wedeler eine 36:26-Führung.

Den Korb im Blick: Isaac Gordon (links) gegen Joey Ney.

Im dritten Viertel leistete sich das Claxton-Team dann wieder vereinzelt Nachlässigkeiten, sodass der Vorsprung auf vier Punkte zusammenschmolz (40:36). Zudem drehte nun RSV-Akteur Jackson Capel auf, der im dritten Viertel 17 Punkte (darunter fünf Dreier) erzielte. Der zweite Hemsieg geriet erheblich in Gefahr. Bis auf einen Punkt kamen die Gäste heran, ehe Jens Hirschberg das 51:48 erzielte. Die Gefahr, dass die Partie noch einmal kippen könnte, bestand immer mal wieder. Der SC Rist fing sich dann aber doch wieder und beendete dieses Viertel mit sieben Punkten in Front (59:52).

Aber der SC Rist in der Saison 2015/16 muss immer bis zum Ende bangen. Knappe sieben Minute vor dem Ende stand es 65:60. Drei Zeigerumdrehungen später waren es dann wieder sieben Punkte, die die Wedeler in Führung lagen (71:64). Die Spannung war greifbar. Fabian Strauß schmiss einen ganz wichtigen Dreier zum 73:66 durch die Reuse. Da waren noch rund zwei Minuten auf der Uhr. Letzte Zweifel räumte Isaac Gordon aus, der es Strauß gleichtat und zum 76:67 traf. Die Wedeler behielten die Nerven und konnten in einer hart umkämpften Schlussphase den Vorsprung halten.

"Wir haben die Entschlossenheit schon heute gezeigt, die wir für die Abstiegsrunde brauchen", sagte ein erleichterter Michael Claxton, der anfügte: "In der zweiten Halbzeit haben wir etwas den Fokus verloren und schwächer verteidigt als noch in der ersten Hälfte. Wir haben uns wohl schon zu sicher gefühlt." Der achte Tabellenplatz, der zur Play-off-Teilnahme berechtigt, kann nicht mehr erreicht werden, da Citybasket Recklinghausen nach dem Sieg gegen Wolfenbüttel nun 18 Punkte hat. Der SC Rist ist nach dem zweiten Heimsieg punktgleich mit zwei weiteren Mannschaften mit 14 Punkten Tabellenzehnter.

Am Sonnabend, 5. März, gastieren die Wedeler um 19.30 Uhr zum Ende der Punktrunde bei den Inserlohn Kangaroos.

Viertelergebnisse: 19:12, 17:14, 23:26, 26:25

SC Rist (Punkte): Helge Baues (17), Janis Stielow, Isaac Gordon (je 15), Jens Hirschberg (11), Fabian Strauß (9), Aurimas Adomaitis (8), Amir Carraway Abdulai Abaker (je 5), Jack Fritsche, Lennard Larysz, Paul Owusu, Alexander Pimentel.

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1. Herren: Rister erlegen die Drachen in Quakenbrück

Aurimas Adomaitis packte in Quakenbrück ordentlich zu. Foto: Claus Bergmann

Die Rister beenden eine drei Partien andauernde sieglose Zeit und gewinnen als Tabellenschlusslicht bei den Artland Dragons Quakenbrück 68:56 (31:25). Damit klettert das Team in der Nordstaffel der 2. Basketball-Bundesliga ProB immerhin auf den elften Tabellenrang. "Vor allem unsere Abwehrarbeit war gut. Wir haben heute um unser Leben gekämpft und wurden mit zwei Punkten belohnt, die wir sehr gut gebrauchen können. Diesen Sieg werden wir kurz genießen und dann wieder zurück an die Arbeit gehen", kommentierte Trainer Michael Claxton.

Wie schon bei der Niederlage gegen Itzehoe setzte er auf die erste Fünf aus Isaac Gordon, Abdulai Abaker, Janis Stielow, Helge Baues und Aurimas Adomaitis. Mit zwei erfolgreichen Dreiern begannen die Quakenbrücker, ehe die Wedeler durch drei Korbleger von Baues, Adomaitis und Abaker ausgleichen konnte. Der SC Rist blieb am Drücker und entschied den ersten Spielabschnitt knapp für sich (13:11).

Im zweiten Viertel vergrößerten die Rister den Vorsprung auf zwischenzeitlich sechs Zähler und hielten diesen auch bis zur Halbzeit. Die Dragons drückten in den ersten 20 Spielminuten 18 Mal von der Dreierlinie ab, trafen davon aber nur drei Versuche, auch weil der SC Rist konsequent verteidigte. Auch unter den Brettern dominierten die Rister und holten 26 Rebounds, Quakenbrück sechs weniger.

Die sechs folgenden Wedeler Punkte des dritten Viertels erzielte Fabian Strauß. Es stand 37:28 aus Sicht der Gäste. Der SC Rist schaffte es, den Vorsprung konstant zu halten. Auch die Dreier fielen solide. Hirschberg steuerte den dritten erfolgreichen seiner Mannschaft in diesem Viertel bei - 49:41. Die Wedeler blieben konzentriert und hatten ein Polster von sieben Zählern für die letzten zehn Minuten.

Doch anders als sonst häufiger in dieser Spielzeit gönnten sich die Rister keine leistungstechnische Auszeit mehr und hielten Quakenbrück in Schach. Unter anderem zwei Stielow-Dreier ließen knappe fünf Minuten vor dem Ende ein 58:46 auf der Anzeigentafel erscheinen. Der Auswärtssieg geriet nicht mehr in Gefahr. "Die Einstellung war gut. Wir waren stets aggressiv und angriffslustig. Es war eine unserer konstantesten Leistungen in dieser Saison", so Claxton. Am Sonntag, 28. Februar, bekommen es die Rister in der Steinberghalle am 21. Spieltag der Punktrunde mit dem Neunten RSV Eintracht 1949 Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf zu tun (17 Uhr). Neues Selbstvertrauen ist getankt. "Wir müssen gewinnen. Gerade am Steinberg", sagte der Amerikaner.

Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 13:11, 18:14, 19:18, 18:13

SC Rist (Punkte): Aurimas Adomaitis (15), Helge Baues (12), Isaac Gordon (10), Jens Hirschberg (9), Janis Stielow (8), Fabian Strauß (6), Louis Olinde (4), Abdulai Abaker, Paul Owusu (je 2), Jack Fritsche, Alexander Pimentel.

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1. Herren: Wieder eine Niederlage in der Steinberghalle

Amir Carraway kam auf elf Punkte gegen Itzehoe. Foto: Claus Bergmann

Die 1. Herren unterliegen den Itzehoe Eagles in einer hochdramatischen Partie am 19. Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga ProB 73:78 (38:39) und bleibt weiter Tabellenletzter. Die Play-off-Teilnahme ist wohl nur noch Utopie. Dabei sah es lange Zeit gut für die Rister aus. Doch der Reihe nach: Diesmal schickte Michael Claxton vor 650 Zuschauern in der Steinberghalle die Startformation Isaac Gordon, Abdulai Abaker, Janis Stielow, Helge Baues und Aurimas Adomaitis aufs Parkett.

Der erste Punkt gehörte den Itzehoern durch einen Freiwurf. Im Anschluss legten die hochmotivierten Wedeler dann los. Über ein zwischenzeitliches 4:1 ging der Gastgeber 10:3 in Führung. In der Folge leisteten sich die Rister dann aber wieder altbekannte Probleme in der Konzentration und kleinere Fehler in der Defensive. Den Eagles gelangen sechs Zähler in Serie, ehe Baues zum 12:9 traf. In der Anfangsphase war er für acht der zwölf Wedeler Punkte zuständig.

Beide Teams setzten auf eine Zonenverteidigung und schenkten sich nichts. Der SC Rist behauptete einen Vier-Punkte-Vorsprung nach den ersten zehn Minuten.

Den besseren Start in den zweiten Spielabschnitt erwischten die Gäste. Wedel lag erstmalig zurück (19:21), und war jenseits der Drei-Punkte-Linie durch Jens Hirschberg erfolgreich. Itzehoe antwortete mit einem Dreier, Isaac Gordon ließ das nicht auf sich sitzen: Drei Punkte durch den Amerikaner. Abdulai Abaker zielte aus der Ferndistanz ebenfalls genau - 28:24. Es ging weiter hochintensiv zu. Itzehoe behauptete den minimalen Vorsprung von einem Zähler bis zur Pause (38:39).

Doch nach der Pause gelang dem SC Rist ein kleiner Befreiungsschlag. Die Wedeler erzielten durch Gordon, Stielow, Baues und Adomaitis elf Zähler in Serie. Die Wedeler waren in dieser Phase wieder extrem bissig und konnten sich auf bis zu 13 Punkte absetzen. Allerdings fingen sich die Gäste wieder und verkürzten bis zur Sirene auf 61:54.

Das Leistungshoch der Wedeler verwandelte sich wieder in ein Leistungstief. Die Hausherren zeigten zu Beginn des letzten Viertels Schwächen im Rebound und gaben leichtfertig den Ball her. Auch die Schüsse fielen nicht mehr. Itzehoe glich zum 61:61 aus. Nach Punkten von Stielow, Owusu und Carraway stand es 67:62. Und Wedel hatte wieder Probleme in der Abwehr - 67:67. Bis zum Ende blieb es eine hochdramatische Partie. Die Wedeler hatten mit einer etwas löchrigen Defensive zu kämpfen. Eine Minute und elf Sekunden vor dem Ende lag das Team 71:75 hinten. 20 Sekunden waren noch zu spielen, als Wedel aus einem 73:76-Rückstand noch den Ausgleich besorgen konnte. Es gelang nicht mehr. Am kommenden Sonnabend gibt es das Auswärtsspiel bei den Artland Dragons in Quakenbrück (19:30 Uhr).

Viertelergebnisse: 19:15, 19:24, 23:15, 12:24

SC Rist (Punkte): Helge Baues (16), Isaac Gordon (15), Janis Stielow (14), Amir Carraway (11), Jens Hirschberg (7), Abdulai Abaker, Fabian Strauß (je 3), Aurimas Adomaitis, Paul Owusu (je 2), Louis Olinde, Jack Fritsche, Alexander Pimentel.

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1. Herren: Niederlage an der Warnow

Die Rister stecken im ProB-Keller fest. Foto: Claus Bergmann

Die 1. Herren unterliegen am 18. Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga ProB bei den Rostock Seawolves 72:84 (37:43). Allmählich gehen dem Team in dieser Saison die Spiele aus, um in der Tabelle noch ein paar Mannschaften hinter sich zu lassen. Bis zum Ende der Hauptrunde sind es noch vier Partien. Und die Rister stecken mit nur zehn Punkten als Tabellenletzter ziemlich tief im Schlamassel.

Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase, die der SC Rist mit Janis Stielow, Helge Baues, Louis Olinde, Aurimas Adomaitis und Isaac Gordon bestritt, setzten sich der Gastgeber zunächst leicht ab, doch die Rister blieben dran: Nach zehn Minuten führte Rostock mit 20:18.

Im zweiten Viertel waren die Rostocker vier Zähler besser als der Gast und bauten ihre Führung bis auf sechs Punkte aus. Nach der Halbzeit gerieten die Wedeler dann deutlicher in Rückstand. Zu Beginn des Schlussabschnitts musste das Team von Cheftrainer Michael Claxton neun Punkte Unterschied aufholen (53:62). Allerdings blieben die Mecklenburger die effizientere Mannschaft und behielten die Führung souverän bei sich. Nach der zweiten Niederlage in Folge sieht es für die Rister deutlich nach Abstiegsrunde aus. Kommender Gegner in der Steinberghalle sind die Itzehoe Eagles. Die Partie findet am Sonntag, 14. Februar, um 17 Uhr statt.

Viertelergebnisse: 18:20, 19:23, 16:19, 19:22.

SC Rist (Punkte): Helge Baues (14), Amir Carraway (13), Isaac Gordon (12), Janis Stielow (10), Fabian Strauß, Abdulai Abaker (je 7), Aurimas Adomaitis (5), Jens Hirschberg (4), Louis Olinde, Paul Owusu.

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1. Herren: Erneut kein Grund zum Jubeln am Steinberg

Helge Baues war bester Wedeler gegen Wolfenbüttel.
Fotos: Claus Bergmann

Die Rister verlieren gegen die MTV Herzöge Wolfenbüttel 57:66 (25:33). Für das Team von Headcoach Michael Claxton ist es vor heimischem Publikum bereits die achte Niederlage im neunten Duell. Mit weiterhin zehn Punkten steckt die Mannschaft nach wie vor tief im Abstiegssumpf und fällt sogar auf den letzten Tabellenplatz zurück.

Die Rister begannen mit Isaac Gordon, Amir Carraway, Fabian Strauß, Helge Baues und Paul Owusu. Und die Gastgeber erwischten einen Start nach Maß. Erst traf Carraway zwei Freiwürfe, Baues steuerte einen zum 3:0 dazu. Owusu und wieder Baues erhöhten auf 7:0. Erst nach knapp fünf Minuten im ersten Viertel gelangen den Gästen die ersten Punkte. Und dann gleich acht in Folge. Einmal konnte Hirschberg die Wedeler noch mit 9:8 in Führung bringen, doch letzten Endes geriet der SC Rist nach zehn Minuten mit vier Zählern ins Hintertreffen.

Auch im zweiten Spielabschnitt ging es munter hin und her. Doch die Rister hatten so ihre Probleme mit der Zonenverteidigung des Gegners. Die Innenspieler konnten nicht wie gewünscht in Szene gesetzt werden, von Außen fielen die Würfe nicht rein. Auch die freien Versuche nach schnellen Pässen landeten nicht im Korb des Gegners. Der Tabellenzweite aus Niedersachsen punktete hingegen konstant und baute den Vorsprung bis zur Halbzeit auf acht Zähler aus.

Das dritte Viertel verlief ähnlich. Egal ob beispielsweise Carraway, Strauß oder Gordon warfen, nichts gelang. Der Tabellenzweite setzte sich bis auf 16 Punkte ab, ehe Claxton beim Stand von 25:47 eine Auszeit nahm. René Kindzeka brach den Bann und steuerte die ersten beiden Punkte für die Hausherren nach der Pause bei. Doch der SC Rist konnte nicht mehr den Schalter umlegen und hatte mit Beginn des Schlussabschnitts 14 Punkte Rückstand aufzuholen (34:48).

Die Rister warfen noch einmal kämpferisch alles rein und verkürzten auf 51:60. Zu diesem Zeitpunkt waren noch 2:23 Minuten zu spielen. Doch am Ende reichte es nicht, um den Gästen den souverän herausgespielten Sieg zu entreißen.

Am Sonntag, 7. Februar, geht es für die Wedeler mit einer Auswärtspartie bei den Rostock Seawolves weiter (16 Uhr). Fünf Partien bleiben noch, um sich aus der Play-downs-Zone doch noch in die Aufstiegsrunde zu retten. "Defensiv haben wir solide gespielt, aber in der Offensive haben wir nie unseren Rhythmus gefunden. Wir hatten genug Chancen, haben sie aber nicht genutzt", so Claxton. Über den kommenden Gegner Rostock sagt der Coach: "Es ist egal, gegen wen wir spielen, es kommt viel mehr darauf an, wie wir spielen."

Viertelergebnisse: 11:15, 14:18, 9:15, 23:18

SC Rist (Punkte): Helge Baues (12), Amir Carraway (11), Isaac Gordon, Louis Olinde (je 7), Fabian Strauß, Paul Owusu (je 6), Aurimas Adomaitis (4), Jens Hirschberg, René Kindzeka (je 2), Janis Stielow, Abdulai Abaker, Lennard Larysz.

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1. Herren: Überzeugender Auswärtssieg

In glänzender Verfassung: Janis Stielow. Foto: Claus Bergmann

Der 16. Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga ProB brachte gute Nachrichten für den SC Rist: Die 1. Herren bezwangen die Hertener Löwen dank einer starken Leistung mit 94:68 (48:37).

In den Anfangssequenzen der Partie lief es bei den Ristern meist über die großen Positionen: Helge Baues und Paul Owusu kamen zu Abschlüssen, während die Löwen zunächst fast ausnahmslos von jenseits der Dreierlinie abdrückten - ganz im Sinne der Statistik also, die Herten als die Mannschaft mit den meisten Dreierversuchen in der ProB Nord ausweist. Ein 7:0-Lauf der Gastgeber zum Ende des Auftaktabschnitts sorgte für die erste nennenswerte Punktelücke (19:13 für Herten), die die Rister bis zur ersten Viertelpause (20:21 aus Wedeler Sicht) weitgehend, wenn auch nicht gänzlich geflickt hatten.

Dass die Rister anschließend 13 Zähler in Folge markierten, ohne dass Herten erwiderte, war auch der Initiative Janis Stielows zuzuschreiben, der offensiv nun den Takt vorgab - und seine Mannschaftskollegen folgten ihm. Zwischenstand: 38:25 für den SC Rist. Ein Dunking vom besten Punktesammler der ProB, Deandre Landsdowne, unterbrach den Lauf vorerst. Als hätte sich Louis Olinde Anschauungsunterricht bei Hertens Amerikaner genommen, ließ er es kurz darauf ebenfalls scheppern.

Bei den Löwen wurden wachsende Foulprobleme vorübergehend zur Sorge (Landsdowne und Eric Curth fingen sich vor der Halbzeit jeweils drei ein), die Freiwürfe hingegen traten zunächst auf Wedeler Seite als Graue-Haare-Faktor auf. Einen treffen, einen vom Metall abprallen lassen, hieß es allzu oft. Aber die Rister sorgten dafür, dass sie nicht spielentscheidend wurden: Weil die Quote mit zunehmender Spielzeit stieg und weil man auch bei bewegtem Ball mitunter ein Feuerwerk abbrannte.

Ein 12:0-Blitzstart nach der Halbzeit ließ den Wedeler Vorsprung wachsen, Claxtons Mannen führten mit 60:37. Stück für Stück entkamen die Rister und schickten sich an, ihre beste Offensivleistung der bisherigen Saison zu vollbringen. Dass Topscorer Isaac Gordon diesmal primär als Ballverteiler auftrat und lediglich zwei Würfe nahm (von denen er einen traf), ist dabei eine Erwähnung wert. Andere Rister waren in Herten am Zuge: Natürlich Stielow, der in 17 Minuten starke 22 Punkte erzielte und bei einer Trefferquote von 67 Prozent vier Dreier einstreute. Amir Carraway (17 Zähler) tat sich ebenfalls hervor.

Claxtons Jungs besaßen zudem die Lufthoheit unter den Körben, was sich statistisch unter anderem in der Reboundbilanz (50:34) ausdrückte. Die Wedeler fuhren einen überzeugenden Sieg ein, den auch Hertens Landsdowne mit einer feinen Leistung (30 Punkte, zehn Rebounds, sieben Assists, fünf Ballgewinne) nicht zu verhindern vermochte.

Den Schwung mitnehmen, heißt nun die Devise für die Rister. Am kommenden Sonntag (31. Januar, 17:00 Uhr) gastiert der Tabellenzweite aus Wolfenbüttel in der Steinberghalle.

Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 20:21, 28:16, 27:13, 19:18

SC Rist (Punkte): Stielow (22), Carraway (17), Baues (12), Olinde (11), Hirschberg, Kindzeka (je 7), Owusu, Strauß (je 6), Adomaitis (4), Gordon (2), Larysz.

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1. Herren: Nächster Tiefschlag muss verdaut werden

Kampf unterm Korb: Louis Olinde und Amir Carraway nehmen es mit drei Bochumern auf.

Die Rister verlieren am 15. Spieltag der 2. Basketball-Budesliga ProB gegen den VfL Bochum 65:76 (33:34). Für den Tabellenvorletzten war es bereits die siebte Heimniederlage im achten Spiel. Trainer Michael Claxton vertraute Helge Baues, Jens Hirschberg, René Kindzeka, Isaac Gordon und Amir Carraway von Beginn an. Der VfL erzielte die ersten Punkte der Partie. Doch Kindzeka und Hirschberg glichen jeweils per Korbleger aus. Es ging auch in der Folge eng zu. Durch einen Hirschberg-Dreier gingen die Rister erstmalig in Führung (11:9). Baues versenkte den Ball mit einem krachenden Dunking im Korb (15:12), der wiedergenesene Janis Stielow erhöhte mit einem Fernwurf auf 19:14. Die Wedeler steigerten sich von Minute zu Minute. Mit einem Vorsprung von sieben Zählern endete das erste Viertel.

Der zweite Spielabschnitt begann aus Rister-Sicht nicht gut. Erst nach knapp zweieinhalb Minuten versenkte der Litauer Aurimas Adomaitis mit einem Freiwurf den ersten Punkt des Gastgebers, während Bochum zuverlässig traf und wieder in Front ging (22:23). Auch in den zweiten zehn Minuten brauchte der SC Rist wieder Anlaufzeit: Kurz vor dem Ende brachten zwei Punkte von Adomaitis die erneute Führung für Wedel (33:32), doch mit der Halbzeitsirene ließ Bochums Michael Haucke den Korb erzittern und stellte den 33:34-Halbzeitstand aus Wedeler Sicht her.

Aurimas Adomaitis (am Ball) gab sein Heimdebüt.
Fotos: Claus Bergmann

Auch nach der Pause erwischten abermals die Gäste den besseren Start. Mitte des dritten Viertels drohte der SC Rist den Anschluss zu verlieren. Rund vier Minuten vor Ende des Abschnitts wuchs der Rückstand auf zehn Zähler an (37:47). Aber die Hausherren zeigten Kampfgeist. Zwei Minuten später waren es nur noch vier Punkte. Der VfL antwortete und konnte sich wieder auf zehn Zähler absetzen (46:56). Ryon Howard war es, der beim Ertönen der Sirene aus der Halbdistanz erfolgreich war.

Der Rückstand erwies sich als zu hoch. Nach einem Dreier der Bochumer stand es 50:63, als Claxton seine Spieler bei sieben zu absolvierenden Minuten noch einmal mit einer Auszeit neu einzustellen versuchte. Isaac Gordon stellte mit einem Dreier den altbekannten Zehn-Punkte-Rückstand wieder her. Bochum ließ nichts mehr anbrennen, die Wedeler kamen nicht mehr ran. Am Sonnabend, 23. Januar, reisen die Rister zum nächsten Spiel zu den Hertener Löwen.

"Wir haben Bochum viel zu viele einfache Punkte in Korbnähe ermöglicht. In der Defensive waren wir zu langsam. Und offensiv sind wir oft nicht in die guten Wurfpositionen gekommen", sagte ein sichtlich enttäuschter Trainer Claxton. Sieben Partien bleiben den Ristern, doch noch der Abstiegsrunde zu entkommen.

Viertelergebnisse: 21:14, 12:20, 13:22, 19:20

SC Rist (Punkte): Aurimas Adomaitis (16), Helge Baues (13), Amir Carraway (9), Isaac Gordon, Jens Hirschberg (je 8), René Kindzeka (7), Janis Stielow (3), Louis Olinde (1), Fabian Strauß, Abdulai Abaker, nicht eingesetzt: Lennard Larysz, Alexander Pimentel.

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1. Herren: Kleiner Höhenflug endet beim Meister

Vor der Weihnachtspause gewannen die Rister gegen Recklinghausen und Schwelm, doch zu Beginn des neuen Jahres musste die Mannschaft von Headcoach Michael Claxton am 14. Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga ProB eine 65:73-Niederlage beim Meister Baskets Akademie Weser-Ems/Oldenburger TB hinnehmen.

Den besseren Start erwischten beim Einstand von Aurimas Adomaitis die Rister. Die ersten beiden Punkte der Partie erzielte Jens Hirschberg. René Kindzeka, der nach seiner langwierigen Handverletzung wieder mitwirken konnte, traf per Korbleger und zwei von drei Freiwürfen. Amir Carraway sorgte im Anschluss für die 8:0-Führung der Gäste. Erst dann gelang Oldenburg der erste Korb. Der Gastgeber fand danach besser rein, doch die Wedeler blieben weiter am Drücker, punkteten konstant und behaupteten bis zum Ende der ersten zehn Minuten einen Vorsprung von sechs Zählern (21:15).

Louis Olinde traf jenseits der Drei-Punkte-Linie zum 25:18 aus Wedeler Sicht. Ohnehin war der SC Rist bis zur Halbzeit recht erfolgreich aus der Ferndistanz: Vier von zehn Versuchen rauschten durch den gegnerischen Korb. Die Hausherren hatten in dieser Kategorie eine Quote von 25 Prozent, kämpften sich jedoch Punkt um Punkt heran und gingen mit der Halbzeitsirene durch einen Dreier von Stefan Weß 29:28 in Führung.

Die nächsten sechs Punkte des dritten Spielabschnitts gelangen den Niedersachsen, ehe Kindzeka aus der Ferne auf 31:35 verkürzen konnte. Mannschaftskollege Isaac Gordon tat es ihm gleich, und der Rückstand betrug nur noch einen Punkt. Doch die Oldenburger antworteten und setzten sich wieder fünf Zähler ab (39:34). Mehr noch: Der Rückstand der Rister stieg auf zwischenzeitlich 13 Punkte an.

In das vierte Viertel gingen die Gäste mit einer Hypothek von acht Zählern. Der SC Rist konnte die Partie nicht mehr drehen und verlor damit die erste Partie des neuen Jahres. Ausschlaggebend waren unter anderem das verlorene Rebound-Duell (27:40) und die hohe Fehlerquote (24 Ballverluste). Am kommenden Sonntag, 17. Januar, steht in der Steinberghalle das erste Heimspiel 2016 gegen den VfL Bochum an (17 Uhr).

1. Herren: Auswärtssieg am Sonntagabend

Amir Carraway war vor der Halbzeit kaum zu bremsen. Foto: Claus Bergmann

Der SC Rist Wedel sorgt in der 2. Basketball-Bundesliga ProB für einen versöhnlichen Jahresabschluss. Das Team von Headcoach Michael Claxton besiegte auswärts die EN Baskets Schwelm 64:60 (34:26). Mit nun zwei Siegen in Folge sieht die Wedeler Welt trotz des vorletzten Tabellenrangs nicht mehr ganz so düster aus.

Im ersten Viertel gelangen die ersten beiden Zähler dem Gastgeber durch Mathias Perl. Rist-Flügelspieler Amir Carraway glich ebenfalls per Korbleger aus, ehe Helge Baues zwei Freiwürfe zum 4:2 aus Wedeler Sicht versenkte. Frederik Henningsen erzielte die nächsten beiden Punkte für die Schwelmer Baskets. Baues brachte die Gäste mit zwei verwandelten Freiwürfen wieder in Führung. Der SC Rist setzte sich durch zwei Dreier von Amir Carraway und Isaac Gordon auf 12:6 ab, doch vier Punkte von Domonique Crawford verkürzten den Abstand wieder auf zwei Punkte (12:10). Der zweite und dritte erfolgreiche Drei-Punkte-Wurf von Carraway, der im ersten Viertel mit 14 Punkte auftrumpfen konnte, folgten. Die Wedeler behielten die Oberhand und bauten die Führung auf zehn Zähler aus (22:12).

Im zweiten Viertel lief es für die Schwelmer zunächst besser. Wedels Abdulai Abaker traf einen Freiwurf, dem Gegner hingegen gelangen sechs Punkte. Der Vorsprung schmolz auf fünf Punkte. Kurz darauf waren es nur noch drei Punkte, die der SC Rist in Front lag. Aber wieder war es Carraway aus der Ferndistanz, der sich treffsicher zeigte. Die Rister blieben bis zur Halbzeitpause einen Hauch besser und erreichten ein 34:26.

In der Folge ließ der SC Rist die Hausherren nicht richtig herankommen, zwischenzeitlich setzte sich der Gast auf bis zu 14 Punkte ab. Doch endgültig abschütteln ließen sich die Schwelmer nicht. Im Gegenteil: In den letzten zehn Minuten wurde es noch einmal richtig eng. Der Gastgeber drehte auf und kam auf 51:53 ran. Isaac Gordon traf mit einem Sprungwurf zum 55:51, eher die folgenden drei Zähler wieder von den Baskets kamen. Claxton nahm knapp vier Minuten vor dem Spielende eine Auszeit. Im folgenden Angriff leistete sich Gordon ein Rückspiel. Der Ballbesitz wechselte zu den Schwelmern, die es jedoch nicht besser machten: Rückspiel durch Perl. Gordon verlor abermals den Ball, und Perl konnte Schwelm 56:55 in Führung bringen. Der SC Rist antwortete mit einem Dreier von Fabian Strauß. Beim Stand von 58:57 erhielt Paul Owusu zwei Freiwürfe zugesprochen, die er beide verwandelte.

Da waren noch eine Minute zu spielen. Helge Baues foulte Gegenspieler Domonique Crawford bei seinem erfolgreichen Korbleger. Crawford verfehlte den Bonusfreiwurf, Carraway konnte im Gegenangriff ebenfalls nicht treffen. Perl tat es ihm bei einem Korbleger 16 Sekunden vor dem Ende gleich. Schwelms Marc Reiß leistete sich ein disqualifizierendes Foul, Gordon beging ein technisches Vergehen. Gordon traf zwei von drei Freiwürfen, Frederik Henningsen einen. Es stand 62:60 aus Wedeler Sicht, als bei noch fünf Sekunden Spielzeit Abaker foulte. Perl verwarf beide Versuche, danach machte der erneut gefoulte Gordon mit seinen beiden Freiwürfen den zweite Sieg in Folge für den SC Rist perfekt, zu dem auch Thomas Trautwein, Center der 2. Herren, beitrug. Der 34-Jährige, der aus seiner Zeit bei TuS Lichterfelde und bei der SG Braunschweig über Zweitliga-Erfahrung verfügt, feierte per Kurzeinsatz sein ProB-Saisondebüt.

Ihr erstes Pflichtspiel nach der Weihnachtspause bestreiten die Rister am 10. Januar gegen Oldenburg. Doch zunächst wartet am Mittwoch im Rahmen von Merry Ristmas noch eine etwas andere Aufgabe.

Viertelergebnisse: 22:12, 14:12, 14:16, 20:14

SC Rist (Punkte): Amir Carraway (23), Isaac Gordon (18), Helge Baues (8), Fabian Strauß (7), Paul Owusu (4), Abdulai Abaker (3), Jens Hirschberg (1), Lennard Larysz, Thomas Trautwein, Jack Fritsche.

Statistik...

1. Herren: Negativserie endet - Heimsieg gegen Recklinghausen

Helge Baues rackerte unter den Körben für den Sieg.
Foto: Claus Bergmann

Der lang ersehnte Sieg ist endlich da: Nach acht sieglosen Partien gewinnen die 1. Herren in der 2. Basketball-Bundesliga Pro B zu Hause in der Steinberghalle gegen Citybasket Recklinghausen 80:64. Damit bleibt Recklinghausen weiter Tabellenletzter. Wedel liegt mit nun sechs Punkten auf dem vorletzten Tabellenrang.

Die ersten Punkte der Partie erzielten die Gäste aus der Ferndistanz. Die Rister brauchten einen Moment, um in die Partie zu kommen. Die Mannschaft von Headcoach Michael Claxton ging dann 4:3 in Führung, ehe die Recklinghäuser erneut per Dreier erfolgreich waren. Das erste Viertel war ausgeglichen.

Beim zwischenzeitlichen 20:19 ging der SC Rist im zweiten Viertel das zweite Mal in Führung. Amir Carraway erhöhte mit einem Wurf jenseits der Drei-Punkte-Linie auf 23:19. Helge Baues steuerte die nächsten beiden Zähler hinzu, sodass sich die Rister auf sechs Punkte absetzen konnten. Zwar traf Recklinghausen konstant aus der Distanz, aber auch Wedel wusste offensiv zu gefallen.

Bei der Niederlage gegen Itzehoe war schon ein leichter Aufwärtstrend zu erkennen. Und die Minuten vor der Halbzeit bestätigten dies. Es war mehr Struktur im Angriffsspiel der Rister, die Aktionen waren durchdachter und auch die Defensive arbeitete konzentriert. Nur neun Punkte ließen die Rister in diesen zehn Minuten zu. Nach den ersten beiden Spielabschnitten führte Wedel mit sieben Punkten. Und Recklinghausens Topscorer Cavel Witter blieb bis zur Halbzeit komplett ohne Punkt. Sekunden vor der Pause stellte Abdulai Abaker die Uhr per Korbleger und anschließendem Freiwurf nach einem Foul auf 35:28.

Auch nach der Pause knüpften die Rister an die ordentliche Leistung an und setzten sich ab. Es schien, als ob die Spieler von Minute zu Minute mehr Selbstvertrauen tankten. Fabian Strauß traf mit einem Dreier zum 45:30. Die Gäste konnten den Wedeler Vorsprung zwischenzeitlich auf neun Zähler verkürzen, doch der Vorteil blieb auf der Seite der Gastgeber.

In das letzte Viertel gingen die Hausherren bei einem Zwischenstand von 55:43. Und der SC Rist ließ sich nicht mehr die Butter vom Brot nehmen. Die Spieler agierten weiter solide und ließen den Tabellenletzten aus Nordrhein-Westfalen nicht mehr herankommen. "Dieser Sieg fühlt sich einfach nur gut an. Ich habe den Jungs gesagt, dass sie das Gefühl einfach mal genießen sollen. Aber wir hoffen, dass es nur der Beginn war und wir darauf aufbauen können", sagte Trainer Claxton, dem die Erleichterung wie allen seinen Akteuren deutlich anzusehen war.

Viertelergebnisse: 18:19, 17:9, 20:15, 25:21

SC Rist (Punkte): Isaac Gordon (21), Amir Carraway (15), Helge Baues (12), Louis Olinde (8), Jens Hirschberg (7), Fabian Strauß (5), Lennard Larysz (4), Abdulai Abaker, Paul Owusu (je 3), Jack Fritsche (2), Alexander Pimentel.

Statistik...

1. Herren: Es reichte nicht ganz

Starke Trefferquote: Isaac Gordon. Foto: Claus Bergmann

"Aber wieder geht ein anderes Team mit den Punkten aus der Halle", hatte Trainer Michael Claxton nach der Niederlage gegen Oldenburg am vergangenen Wochenende gesagt und seiner Mannschaft zugleich Fortschritte attestiert. Sieben Tage später gab es ein ganz ähnliches Erlebnis. Die Rister unterlagen den Itzehoe Eagles mit 65:68, schnupperten am Sieg, aber wieder geht ein anderes Team...

Die spielentscheidenden Momente ereigneten sich in der vorletzten Minute im Anschluss an eine Wedeler Auszeit. Itzehoes Flavio Stückemann gönnte seiner Mannschaft mit fünf Punkten innerhalb von 19 Sekunden die Führung, die die Rister nicht mehr auszugleichen vermochten. Vor Stückemanns Taten hatte es 58:58 gestanden. Jens Hirschberg verkürzte anschließend zwar schnell auf 60:63 und schuf seiner Mannschaft also wieder die Möglichkeit, mit einem Angriff auszugleichen. Aber daraus wurde nichts. Courtney Belger erhöhte für die Gastgeber, ein Hirschberg-Foul im Wurf gab dem US-Amerikaner den Bonus, den er gerne mitnahm: 60:66 aus Rist-Sicht 26 Sekunden vor dem Ende.

Rauf und runter, auf und nieder ging es im letzten Spielabschnitt. Dass sich beide Mannschaften in der Schlussphase auf Augenhöhe bekämpften, hatten sich die Rister im dritten Viertel dank einer Energieleistung, zu der Isaac Gordon erheblich beitrug, ermöglicht. Dreieinhalb Minuten vor und zweieinhalb Minuten nach der Halbzeit blieben die Jungs von Michael Claxton ohne Korberfolg. Die Itzehoer verschafften sich in dieser Zeit mittels eines 9:0-Laufes ein wenig Abstand von den Gelb-Grünen - von Enteilen konnte aber nicht die Rede sein. Zumal sich die Rister wieder fingen und aus dem 30:36-Rückstand eine 43:40-Führung schmiedeten. Zwei Gordon-Dreier und ein Hirschbergscher bereiteten den Weg. Ersterer traf im Verlauf der Partie sechs seiner zehn Versuche aus der Ferndistanz, sammelte acht Rebounds ein und verbuchte drei Ballgewinne. Auf der Gegenseite wusste sein Landsmann Charles Bronson zu gefallen: Der kantige Center schenkte den Wedelern 17 Punkte ein und sicherte sich neun Korbabpraller.

Im Laufe des Spiels betrug der Unterschied zwischen beiden Parteien zu keinem Zeitpunkt mehr als sechs Zähler. Den 14:20-Rückstand nach zehn Minuten kehrten die Rister um und verfügten ihrerseits Mitte des zweiten Abschnitts über einen Fünf-Punkte-Vorteil (29:24).

Festzuhalten bleibt: Die Lage bleibt ernst, die 1. Herren verharren auf dem vorletzten Tabellenplatz und erwarten am kommenden Sonntag (13. Dezember, 17:00 Uhr) Citybasket Recklinghausen in der Steinberghalle, das dank eines Heimsieg über Rostock mit den Ristern gleichzog: Ein vorweihnachtliches Spiel um die "rote Laterne" also - mit dem Ziel, diese "Trophäe" gerne von sich zu weisen, denn wer will dieses Ding schon am Christbaum hängen haben.

Statistik:

Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 14:20, 16:15, 18:12, 17:21

SC Rist (Punkte): Isaac Gordon (27), Amir Carraway (14), Helge Baues (9), Jens Hirschberg (5), Abdulai Abaker, Louis Olinde (je 3), Lennard Larysz, Fabian Strauß (je 2), Jack Fritsche, Paul Owusu, Alexander Pimentel.

Statistik...

1. Herren: Dem Meister die Stirn geboten, aber dennoch verloren

Louis Olinde kam auf sieben Punkte. Foto: Claus Bergmann

Die 1. Herren stecken weiter tief im Schlamassel und verloren auch die siebte Partie in Serie in der 2. Basketball-Bundesliga ProB. Das Team von Headcoach Michael Claxton unterlag der Baskets Akademie Weser-Ems/Oldenburger TB mit 50:59 (27:24) und rangiert weiter auf dem vorletzten Tabellenplatz.

In den ersten Spielminuten übernahmen die Gäste aus Niedersachsen das Kommando und gingen 7:1 in Führung, ehe Fabian Strauß mit einem Dreier verkürzen konnte. Im weiteren Verlauf bissen sich die Rister, die erstmalig auf die Dienste des amerikanischen Neuzugangs Amir Carraway zurückgreifen konnten, in die Partie und lagen durch einen krachenden Dunking von Isaac Gordon erstmals in Front (10:9). Wedel zeigte sich schwungvoller als zuletzt. Es sah danach aus, als ob die Gastgeber das erste Viertel mit 14:11 für sich entscheiden können. Doch durch einen Buzzerbeater mit anschließend verwandeltem Freiwurf nach Foul gab es keinen Sieger nach den ersten zehn Minuten.

Im zweiten Spielabschnitt zeigte sich der SC Rist weiter konzentriert und konnte sich zur Halbzeit eine Führung von drei Punkten herauswerfen. Auch nach der Pause konnte sich keine der beiden Mannschaften so richtig absetzen. Wieder war es Strauß, der mit einem erfolgreichen Drei-Punkte-Wurf den Wedeler Vorsprung auf zwischenzeitlich sechs Punkte anschraubte (32:26), aber die nächsten vier Zähler gehörten wieder dem Gegner. Mitte dieses Viertels kassierte Flügelspieler Carraway sein viertes Foul.

Die Hausherren hatten Probleme, die Distanzschützen des Gegners im dritten Viertel in den Griff zu bekommen, sodass es mit einem Rückstand von fünf Punkten in den letzten Abschnitt der Partie ging (38:43). Oldenburg, zweimal in Folge ProB-Meister, agierte abgezockt und konzentiert. Wedel übernahm nach zwei gespielten Minuten noch einmal durch einen Dreier von Louis Olinde die Führung (44:43), aber davon ließen sich die Gäste nicht beirren. Aus der Distanz traf Oldenburg zuverlässig und durch erfolgreiche Freiwürfe konnten sich die Niedersachsen wieder absetzen. Rund sechs Minuten vor dem Spielende musste Caraway dann vorzeitig wegen seines fünften Foulspiels auf die Bank. "Ich war heute etwas übermotiviert und einen Tick zu aggressiv. Daraus muss und werde ich lernen", sagte Carraway. "Er hat heute bei Weitem noch nicht das gezeigt, was er kann", so Claxton.

Die Rister leisteten sich wieder mehr Fehler und wirkten in Angriff und Verteidigung nicht entschlossen genug. Pech war auch dabei: Die Würfe wollten nicht fallen. Man geriet vorentscheidend 44:56 in Rückstand. Sechs Punkte machte Wedel, drei noch der Gegner.

"Normalerweise hat man gute Chancen, ein Heimspiel zu gewinnen, wenn man 59 Punkte zulässt. Unsere Leistung war gegen einen sehr guten Gegner nicht schlecht, aber wieder geht ein anderes Team mit den Punkten aus der Halle", resümierte Claxton. Am kommenden Sonntag gastieren die Rister bei den Itzehoe Eagles (6. Dezember, 17 Uhr).

Viertelergebnisse: 14:14, 13:10, 11:19, 12:16

SC Rist (Punkte): Isaac Gordon (15), Fabian Strauß (8), Louis Olinde (7), Jens Hirschberg, Helge Baues (je 6), Amir Carraway (4), Michael Bradley (3), Paul Owusu (1), Abdulai Abaker, Jack Fritsche, Lennard Larysz, Alexander Pimentel.

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1. Herren: Warten auf Heimsieg geht weiter

Helge Baues gegen Jerry Brown.

Wieder kein Sieg für die 1. Herren: In der Steinberghalle unterlag die Mannschaft von Headcoach Michael Claxton den Iserlohn Kangaroos mit 61:70 (27:36). Es war bereits die fünfte Niederlage in eigener Halle - und die insgesamt sechste in Folge.

"Wenn wir aus dieser Niederlage etwas Positives herausziehen können, dann, dass wir uns in unserer Leistung gesteigert haben. Es war mehr Konstanz drin als zuletzt", sagte Claxton nach dem Spielende.

Fabian Strauß erzielte die ersten Wedeler Zähler mit einem erfolgreichen Drei-Punkte-Wurf. Es sollte die einzige Führung der Gastgeber bis zur Schlusssirene bleiben. In der Folge leistete sich die Mannschaft wieder einige Unkonzentriertheiten, während Iserlohn Korb um Korb erzielte. Mit acht Zählern Rückstand ging es in den zweiten Spielabschnitt. Danach konnten die Rister den Kangaroos auf Augenhöhe begegnen.

Trainer Michael Claxton. Fotos: Claus Bergmann

Unter den Augen von Neuzugang Amir Carraway, der noch nicht spielberechtigt war, kämpften die Wedeler und kamen im vierten Viertel noch einmal bis auf sieben Punkte heran. Insgesamt waren die Sauerländer jedoch das abgezockter agierende Team, das meist die passende Antwort parat hatte. Gerade einmal einen Punkt war Iserlohn in den letzten drei Vierteln besser.

"Wir machen uns mit unseren leichten Fehlern und falschen Entscheidungen oft das Leben selber schwer", so Claxton. Aber auch Isaac Gordon sah einen Leistungsanstieg im Vergleich zu den fünf Auftritten zuvor. Und mit Carraway ist nun ein neuer Hoffnungsträger mit an Bord, der voraussichtlich am kommenden Sonntag, 29. November, um 17 Uhr in der Steinberghalle gegen den Meister Baskets Akademie Weser-Ems / Oldenburger TB zu seinem Debüt im Wedeler Dress kommt.

Viertelergebnisse: 8:16, 19:20, 13:13, 21:21

SC Rist (Punkte): Isaac Gordon (20), Helge Baues (13), Fabian Strauß (9), Jens Hirschberg (7), Michael Bradley (6), Louis Olinde, Paul Owusu (je 3), Lennard Larysz, Abdulai Abaker.

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1. Herren: Rister auch in Stahnsdorf ohne Trendwende

Lenny Larysz: Topscorer mit 14 Punkten Foto: Claus Bergmann

Alle guten Vorsätze haben nichts genützt. Die Basketball-Herren des SC Rist kommen in der 2. Bundesliga Pro B einfach nicht auf die Beine. Die Serie der Niederlagen setzte sich nun auch im Auswärtsspiel beim RSV Eintracht Stahnsdorf fort. Obwohl die Wedeler in der Anfangsphase noch gut im Bilde waren, unterlagen sie am Ende mit 53:61. Fünfmal hintereinander als Verlierer vom Platz zu gehen - das ist schon eine schwere Hypothek für die Schützlinge von Trainer Michael Claxton und natürlich auch die Spieler, die Enttäuschung sitzt erst einmal tief. Das betrifft auch die vielen Fans der Mannschaft, die stets mitleiden.

Das Wort "Abstieg" will beim Tabellenvorletzten natürlich weiterhin niemand in den Mund nehmen. Es gab ja auch einige gute Ansätze, aber was blieb unter dem Strich? Co-Trainer Stefan Altemüller bringt es auf den Punkt: "Wir werden jetzt nicht aufgeben und im Heimspiel am kommenden Sonntag gegen Iserlohn alles aus uns herausholen." So sieht es auch Trainer Claxton, der nach wie vor vom Potential seiner Mannschaft überzeugt ist.

Dennoch war die Stimmung nicht die Beste, als sich der Tross der zehn Spieler und zwei Offiziellen (Michael Claxton, Stefan Altemüller) am späten Abend auf die rund dreistündige Heimreise im Bus begaben. Einige Akteure wirkten geknickt, andere widmeten sich auf ihren Sitzen ihrem Handy und vergaßen dabei, was sich da in der Halle der kleinen Gemeinde Kleinmachnow in der Nähe von Berlin abgespielt hatte. Das erste Viertel verlief noch passabel aus Wedeler Sicht, das zweite entschieden sie sogar für sich. Doch dann zeichnete sich ein Abwärtstrend ab. Einfache Fehler individueller Natur wurden gemacht, das konnte auf Dauer nicht gutgehen. Man kannte das schon in den vorangegangenen Wochen, das gilt es in Zukunft abzustellen.

Viertelergebnisse: 18:17, 10:19, 16:10, 17:7.

SC Rist (Punkte): Lennard Larysz (14), Paul Owusu (9), Helge Baues (9), Jens Hirschberg (8), Fabian Strauß (5), Louis Olinde (4), Isaac Michael Gordon (2), Michael Bradley (2), Jack Fritsche, Abdulai Abaker.

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1. Herren: Rister können den Schalter nicht umlegen

Isaac Gordon: 15 Punkte, aber auch sieben Ballverluste.
Foto: Claus Bergmann

Der Negativ-Trend der Rister hält an. Gegen die EN Baskets Schwelm unterlag das Team von Headcoach Michael Claxton 59:74 (35:35). Für die Wedeler ist es bereits die fünfte Niederlage im siebten Spiel. Auch im vierten Anlauf klappte es nicht mit dem erhofften ersten Heimsieg. Der SC Rist rutscht auf den vorletzten Tabellenplatz der 2. Basketball-Bundesliga ProB (Gruppe Nord) ab.

Die Partie begann ausgeglichen. Keine der beiden Mannschaften konnte sich so recht absetzen. Im zweiten Spielabschnitt gelang dem Gastgeber eine zwischenzeitliche Führung mit fünf Punkten (29:24), doch es deutete sich in der ersten Halbzeit bereits das an, was wieder spielentscheidend sein sollte - und sich wie ein roter Faden durch die Saison aus Sicht der Wedeler zieht. Die Fehlerquote ist zu hoch. 23 Ballverluste leisteten sich die Rister, zudem ermöglichten die Wedeler den Schwelmern elf Punkte durch zweite Versuche. Im dritten Viertel erkämpften sich die Gäste die Führung. Zwar kamen die Wedeler im letzten Viertel noch einmal auf drei Zähler heran (58:61), aber in den entscheidenden Momenten hatten die Schwelmer die passende Antwort in Form von Punkten parat.

"Insgesamt hat Schwelm den Ball besser durch die eigenen Reihen laufen lassen. Und wir haben kaum noch einen Wurf getroffen", sagte ein frustrierter Headcoach Michael Claxton über eine zweite Halbzeit, in der den Wedelern kaum etwas gelang. Für den SC Rist ist es die vierte Niederlage in Folge. Ein Heimsieg fehlt in dieser Spielzeit noch komplett. Auswärts gelangen zwei Erfolge bei drei Versuchen. Der SC Rist, nun Tabellenvorletzter, gastiert am Sonntag, 15. November, beim RSV Eintracht (17.30 Uhr).

Viertelergebnisse: 19:21, 16:14, 16:21, 8:18

SC Rist (Punkte): Isaac Gordon (15), Michael Bradley (9), Helge Baues, Louis Olinde (je 8), Abdulai Abaker, Lennard Larysz (je 7), Jens Hirschberg (3), Fabian Strauß (2), Paul Owusu (0), Jack Fritsche, Alexander Pimentel.

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1. Herren: Rister kassieren bei den Herzögen dritte Niederlage in Folge

Bester Wedeler Punktesammler: Louis Olinde. Foto: Bergmann

In dieser ProB-Saison konnten sich die zu Hause noch sieglosen Rister bisher auf ihre Auswärtsstärke verlassen. Doch nach zwei Erfolgen in fremden Hallen kassieren die Wedeler beim 52:76 (23:39) bei den MTV Herzögen Wolfenbüttel nun auch die erste Niederlage. Insgesamt ist es das dritte sieglose Spiel in Folge für die Rister. "Wir sind alle besorgt. Die Trainingswoche war wirklich gut. Nun müssen wir schnell unser Selbstvertrauen zurückerlangen, um wieder zu gewinnen", sagte ein enttäuschter Michael Claxton.

Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase (8:8) erzielten die Wolfenbüttler elf Punkte in Folge, ohne dass die Wedeler selbst trafen. Mit elf Punkten Rückstand gingen die Gäste in den zweiten Durchgang. Bis zur Halbzeit wuchs dieser auf 16 Punkte an. "Unsere Defense hat nicht funktioniert", so Claxton. Auch die Offensive funktionierte nicht wie erhofft. Wolfenbüttel erzwang mit einer aggressiven Verteidigung immer wieder Fehler der Wedeler. 24 Ballverluste leistete sich der SC Rist. Zudem gelangen den Gastgebern 14 Steals. "Viele Ballverluste führten zu Gegenpunkten. Du kannst kein Spiel gewinnen, wenn du dem Gegner so oft den Ball übergibst", sagte Claxton.

Auch die letzten beiden Viertel entschied der MTV für sich. Zu keinem Zeitpunkt konnten die Rister, die lediglich zwei von 14 Versuchen jenseits der Drei-Punkte-Linie trafen (Wolfenbüttel: 7), noch einmal das Momentum auf ihre Seite zurückholen. Der dritte Saisonsieg lässt noch auf sich warten. Die nächste Chance hat der SC Rist am Sonnabend, 7. November, im Heimspiel gegen die EN Baskets Schwelm (19 Uhr).

Viertelergebnisse: 21:10, 18:13. 18:16, 19:13

SC Rist (Punkte): Louis Olinde (13), Helge Baues (12), Michael Bradley (9), Fabian Strauß, Jens Hirschberg (je 5), Isaac Gordon (4), Lennard Larysz, Abdulai Abaker (je 2), Paul Owusu, Jack Fritsche.

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1. Herren: Wieder kein Heimsieg

Zu selten konnten sich die Rister - hier Paul Owusu - nach der Halbzeit durchsetzen.
Foto: Claus Bergmann

Die 1. Herren haben in der heimischen Steinberghalle das Siegen anscheinend verlernt. Gegen die Hertener Löwen gab es die dritte Heimniederlage in Serie. Nach 40 intensiven Minuten unterlag die Mannschaft von Michael Claxton 82:88 (45:36).

Dabei gab es Parallelen zu den ersten beiden Heimniederlagen gegen Quakenbrück und Rostock. Konstant ist momentan nur die Inkonstanz. Wieder verspielte das Team einen Vorsprung nach der Halbzeit. Doch von Beginn an: Die Rister fingen sich nach einer mäßigen Anfangsphase (5:12) und hielten die Löwen in der Folge erfolgreich in Schach. Zur Pause führten sie dann nach einem souveränen zweiten Spielabschnitt mit neun Zählern. Danach folgte der Bruch: In der Verteidigung leisteten sich die Wedeler wieder einige Unkonzentriertheiten, im Angriff wollte nichts mehr gelingen. Die Fehlerquote stieg. Es folgte ein schwaches drittes Drittel, in dem die Löwen ihre Kunststücke in der Wedeler Manege aufführten - und konstant aus der Ferne trafen. Insgesamt gelangen den Gästen elf erfolgreiche Dreier. "Im Angriff werden wir nervös, wenn es nicht läuft und sind gleichzeitig zu zögerlich in den Entscheidungen. Es ist eine Sache der mentalen Stärke momentan", sagte Michael Claxton, der mutmaßte, dass seine Spieler "zu viel nachdenken."

Mitte des dritten Viertels übernahmen die Hertener die Führung (51:49) und sollten diese nicht mehr abgeben. Bei den Wedelern keimte 40 Sekunden vor der Schlusssirene durch einen Drei-Punkte-Wurf von Abdulai Abaker noch einmal Hoffnung auf (77:81), wenig später konnte Fabian Strauß ebenfalls per Dreier noch auf 82:84 verkürzen, doch die Hertener machten den Auswärtssieg nach Stop-the-clock-Fouls an der Freiwurflinie klar. Am Sonntag, 1. November, geht es auswärts zu den Herzögen Wolfenbüttel. Dort läuft es besser als in der Steinberghalle: In der Fremde haben die Wedeler bisher beide Partien gewonnen.

Viertelergebnisse: 19:22, 26:14, 12:27, 25:25

SC Rist (Punkte): Helge Baues (25), Isaac Gordon, Paul Owusu (je 13), Jens Hirschberg (8), Louis Olinde (6), Lennard Larysz, Abdulai Abaker (je 5), Michael Bradley (4), Fabian Strauß (3).

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1. Herren: Rister warten weiter auf Heimsieg

Rister Louis Olinde (links) im Duell mit Matthew Hunter. Foto: Claus Bergmann

Die 1. Herren verloren am vierten Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga ProB gegen die Gäste aus Rostock mit 58:70. Die Rister erwischten einen ordentlichen 7:0-Start, doch die Mecklenburger, die nach knapp drei gespielten Minuten das erste Mal punkteten, ließen sich davon nicht beeindrucken - auch nicht, als die Hausherren nachlegten: Im zweiten Durchgang machte sich die Mannschaft von Trainer Michael Claxton dank eines 13:0-Laufes davon und ging auch dank guter Verteidigung mit einem 14 Punkte betragenden Vorsprung in die Halbzeit.

Doch der bis dahin starke Eindruck war anschließend urplötzlich verschwunden. Es lief nicht mehr, während die Gäste Punkt um Punkt aufholten. Zwei Minuten vor dem Ende des dritten Abschnitts vollzog Rostocks US-Amerikaner Matthew Hunter an der Freiwurflinie schließlich den Führungswechsel - das Wedeler Polster war dahin. Den Ristern gelang in der Offensive unterdessen nicht mehr viel: "Es geht nicht immer darum, die Schüsse zu treffen. Aber wenn es so ist, dann muss der Gegner gestoppt werden. Das ist uns nicht gelungen", sagte Claxton.

Die Hälfte des Schlussviertels war vergangen, ehe Isaac Gordon die ersten Wedeler Zähler in diesem Viertel erzielte. Die Führung der Mecklenburger hatte mittlerweile einen zweistelligen Wert angenommen. Souverän brachten die Gäste den Sieg über die Ziellinie.

Im Laufe der Begegnung gab Alexander Pimentel sein Debüt bei den 1. Herren. Der 20-Jährige erhielt bei seinem ersten ProB-Einsatz fünfeinhalb Minuten Einsatzzeit, hatte sich natürlich aber ein besseres Ergebnisse seiner Mannschaft erhofft.

Am nächsten Sonntag (25. Oktober, 17:00 Uhr) absolvieren die Rister ihr nächstes Heimspiel, zu Gast sind die Hertener Löwen, bei denen mit Jeffrey Martin ein alter Bekannter spielt, der einst in der Rist-Jugend sowie bei den 2. Herren aktiv war. Herten feierte am Wochenende seinen ersten Saisonsieg (90:78 gegen Itzehoe), zu dem Martin 15 Punkte beitrug.

Viertelergebnisse: 14:12, 24:12, 8:23, 12:23

SC Rist (Punkte): Michael Bradley (12), Louis Olinde (12), Isaac Gordon (9), Fabian Strauß (9), Abdulai Abaker (8), Helge Baues (5), Jens Hirschberg (3), Paul Owusu, Alexander Pimentel.

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1. Herren: Lerntransfer gelungen - Rister siegen in Recklinghausen

Michael Bradley: Ausrufezeichen in Recklinghausen.

Die 1. Herren haben sich mit Kampfgeist und guten Nerven den zweiten Saisonsieg in der 2. Basketball-Bundesliga ProB gesichert. Bei Citybasket Recklinghausen gewann die Mannschaft von Trainer Michael Claxton mit 85:81.

Die Rister brachten den Ball zunächst konsequent unter den Korb, wo Michael Bradley in der Anfangsphase Vorboten seiner bisher besten Leistung im Wedeler Trikot auf die Reise schickte und in den ersten sechseinhalb Minuten acht Punkte verbuchte.

Auf der Gegenseite lief viel über den ehemaligen Rister Marvin Boadu, der wie einst am Steinberg Dynamik und Vielseitigkeit aufbot. Und einen Einstand gab es auch: Kurz vor dem Ende des Auftaktviertels schickte Claxton erstmals Jack Fritsche aufs Feld. Der 19-Jährige fackelte bei seinem ProB-Debüt nicht lange und erzielte Sekunden später seine ersten beiden Punkte. Nach zehn Minuten trennten beide Mannschaften zwei Zähler, Recklinghausen führte mit 20:18.

Im zweiten Abschnitt setzten sich die Gastgeber ein wenig ab, erhöhten ihren Vorsprung vor allem dank Neuzugang Aaron Donkor (insgesamt 19 Punkte) zwischenzeitlich auf sieben Zähler, was Claxton prompt dazu veranlasste, seine Jungs zu einer Auszeit zusammenzutrommeln. Doch die Tendenz blieb dieselbe: Recklinghausen riss die Partie immer enger an sich, traf sicher von jenseits der Dreierlinie und ging mit einer 52:42-Führung in die Halbzeit.

Anschließend distanzierte Citybasket die Rister deutlich, stürmte mit neun Punkten in Folge aus der Kabine - mir nichts, dir nichts sahen sich Claxton und seine Mannen einem 19-Punkte-Berg (42:61) gegenüber. Doch sie blieben nicht wie ein Ochs vor jenem stehen, sondern fetzten los und antworteten ihrerseits mit einem 10:0-Lauf. Wie man eine Partie dreht, hatte ihnen Quakenbrück am vergangenen Wochenende unter die Nase gerieben - die schmerzhafte Erfahrung strahlte noch aus. Claxton hatte anschließend auf einen Lerneffekt gesetzt, eine Woche später wusste der Trainer, dass seine Schützlinge ihm zugehört und die Transferleistung vollzogen hatten.

Die Acht-Punkte-Hypothek (62:70) nach drei Vierteln drückten die Rister im Schlussabschnitt auf den Kleinstrückstand: 6:43 Minuten vor dem Ende lag man 70:71 zurück. Der gut aufgelegte Bradley brachte die Gelb-Grünen zum 75:74 in der 35. Minute nach einer halben Basketball-Ewigkeit wieder in Führung (zuletzt hatten die Rister beim 12:11 im ersten Viertel die Nase vorn gehabt). Anschließend verlagerte sich das Geschehen an die Freiwurflinie - nur unterbrochen von Jens Hirschbergs wohl entscheidender Tat: Per Dreier zum 81:78 schaltete er auf dem roten Hallenboden der Vestischen Arena Alfons Schütt für die Rister auf grün und machte den Weg in Richtung Auswärtssieg frei. An der Linie wurde anschließend das Endergebnis in Stein gemeißelt - Boadu für Recklinghausen, Bradley, Janis Stielow und Abdulai Abaker für den SC Rist trafen noch bei ruhendem Verkehr.

Mit Bradley, Louis Olinde, Abaker und Fritsche markierten gleich vier Rister persönliche ProB-Punktbestmarken. Bradley diktierte den Statistikern mit 21 Zählern sowie zehn Rebounds zwei zweistellige Werte in die Blöcke, Olinde war mit 14 Punkten und acht Rebounds auch nicht weit davon entfernt.

"Es war ein Spiel, das von seinen Läufen geprägt war. In der ersten Hälfte fehlte bei uns das Leben, wir haben die Spieler deshalb in der Halbzeit herausgefordert. Glücklicherweise war es unsere Mannschaft, die den letzten und entscheidenden Lauf in diesem Spiel hatte", resümierte Michael Claxton.

An den kommenden beiden Wochenenden haben die Rister Heimrecht. Am nächsten Sonntag (17:00 Uhr, Steinberghalle) steht zunächst die Partie gegen Rostock auf dem Programm, eine Woche später kommt Herten.

Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 18:20, 24:32, 20:18, 23:11

SC Rist (Punkte): Bradley (21), Gordon (15), Olinde (14), Abaker (13), Stielow (9), Hirschberg (5), Larysz, Strauß (je 3), Fritsche (2).

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1. Herren: Rister stehen nach hartem Kampf ohne Punkte da

Helge Baues erzielte 17 Punkte gegen Quakenbrück

Ein Basketball-Spiel geht über vier Viertel. Wäre ausnahmsweise nach drei Spielabschnitten Schluss gewesen, hätte der SC Rist das Duell mit den Artland Dragons Quakenbrück gewonnen. Doch die Wedeler unterlagen 57:61 (36:28).

Von Beginn an ging das Team von Headcoach Michael Claxton selbstbewusst in die Partie. Aufbauspieler Lennard Larysz erzielte mit einem erfolgreichen Drei-Punkte-Wurf die ersten Zähler für die Rister.

Die Stimmung in der mit über 700 Zuschauern gefüllten Steinberghalle, rund 100 davon aus Quakenbrück, war bestens. Die Wedeler Anhänger erlebten einen in der Defensive hellwachen SC Rist. Auch in der Offensive punkteten die Rister solide. Die jungen Spieler um Larysz, Louis Olinde oder Abdulai Abaker zeigten keinen Respekt und warfen sich mit Hingabe in jeden Ball. Isaac Gordon und Helge Baues trafen zuverlässig.

Während Wedel hochkonzentriert zu Werke ging, hatte der ehemalige Erstligist aus Quakenbrück einen schweren Stand und lief das ganze Spiel einem Rückstand hinterher. Zur Halbzeit hatte der SC Rist acht Punkte Vorsprung (36:28). Vor den letzten zehn Minuten waren es sogar elf.

Doch im vierten Viertel wollte der Ball einfach nicht mehr in den Korb des Gegners fallen - egal aus welcher Distanz. Lediglich vier Punkte - durch drei erfolgreiche Freiwürfe von Isaac Gordon und einen von Helge Baues - gelangen den Ristern noch.

In der letzten Spielminute lagen die Gäste das zweite Mal in dieser Partie vorn und gaben ihre Führung nicht mehr her (55:56). "Wir haben im vierten Viertel nicht einen Schuss getroffen und es nicht geschafft, sie nicht an die Freiwurflinie zu schicken. Wir hatten genug Chancen, diese Partie zu gewinnen", sagte ein enttäuschter Michael Claxton. Am kommenden Sonnabend geht seine Mannschaft wieder auf Reisen und tritt am Sonnabend bei Citybasket Recklinghausen an.

Viertelergebnisse: 14:11, 22:17, 17:14, 4:19

SC Rist (Punkte): Isaac Gordon (19), Helge Baues (17), Lennard Larysz, Abdulai Abaker (je 5), Michael Bradley (4), Janis Stielow (3), Fabian Strauß, Louis Olinde (je 2), Jens Hirschberg, Paul Owusu. Nicht eingesetzt: Alexander Pimentel.

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1. Herren: Sieg am ersten Spieltag

Janis Stielow trug erheblich zum Auftaktsieg bei.

Die neue Spielzeit beginnt für die 1. Herren erfolgreich. Das Team von Headcoach Michael Claxton gewann am ersten Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga ProB beim VfL Bochum mit 72:60. Zur Halbzeit stand es 33:30 aus Wedeler Sicht.

Claxton schickte Janis Stielow, Helge Baues, Louis Olinde, Paul Owusu und Isaac Gordon als "erste Fünf" ins Rennen. Die ersten drei Punkte gehörten dem Gastgeber, die ersten beiden Zähler für die Wedeler erzielte Baues per Korbleger.

Schon früh zeichnete sich ab, dass es ein schwerer Gang für die Rister werden würde. "Wir mussten um jeden Ball kämpfen. Unsere Defensivleistung als Team war sehr gut. Offensiv waren wir okay. Aber unsere Defensive hat den Ausschlag gegeben", sagte Claxton.

Nach dem ersten Viertel lagen die Bochumer 22:18 vorne, im zweiten Spielabschnitt folgten jedoch nur noch acht VfL-Punkte. Im dritten Viertel ließen die Rister lediglich zehn Zähler zu, während Isaac Gordon auf der Gegenseite allein genauso viele erzielte. Und unter den Brettern avancierte Paul Owusu zum Reboundkönig: "Paul ist ein Biest. Jedes Team braucht einen absoluten Kämpfer", lobte Claxton. Insgesamt sammelte er elf Korbabpraller ein, Michael Bradley und Helge Baues kamen am Ende auf jeweils sechs.

Mitte des dritten Viertels setzten die Wedeler zu einem Zwischenspurt an und setzten sich auf 47:36 ab. Angeführt von einem starken Gordon, der bei seinem ersten Pflichtspieleinsatz mit 22 Punkten gleich Topscorer war, gaben die Wedeler bis zur Schlusssirene die Führung nicht mehr ab.

"Wir freuen uns, dass wir gewonnen haben. Aber natürlich gibt es noch viel Luft nach oben und wir werden weiter hart arbeiten", so der Trainer. Schließlich wartet am kommenden Wochenende mit den Artland Dragons ein echter Brocken. Das Duell gegen den ehemaligen Erstligisten findet am Sonnabend (3. Oktober), dem Tag der Deutschen Einheit, um 19 Uhr in der Steinberghalle statt. Im Rahmen des ersten Heimspiels locken bei der Tombola von Basketball Aid für die Zuschauer attraktive Preise.

Viertelergebnisse: 22:18, 8:15, 10:19, 20:20

SC Rist Wedel (Punkte): Isaac Gordon (22), Janis Stielow (18), Paul Owusu (7), Helge Baues, Lennard Larysz, Michael Bradley (je 6), Jens Hirschberg (3), Abdulai Abaker, Louis Olinde (je 2), Fabian Strauß.

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Diante Watkins: Wider alle Klischees

Diante Watkins

Die Welt ist voller Klischees. Und Basketballer sind groß. Riesig groß. Am besten zwei Meter oder noch mehr. Die stoßen sich den Kopf, wenn sie durch die Tür gehen und müssen ihre Hosen in Spezialgeschäften kaufen. Ein Lulatsch-Phänomen. Das kann stimmen, doch ein Klischee ist eben doch nur ein Mittel, um sich das Leben zu vereinfachen und um Dinge vermeintlich zu ordnen: Schublade auf, rein damit, Schublade zu. Im Sommer ist es heiß, im Winter kalt, und Basketballer sind groß. Zumindest die guten. "Unzählige Male" sei ihm im Laufe seiner Karriere schon vorgehalten worden, zu klein zu sein, sagt Diante Watkins, Körpergröße: 1,72 Meter. Das habe ihn immer nur noch mehr motiviert. Jetzt ist er als bester Spieler der Saison 2014/15 in der 2. Basketball-Bundesliga ProB ausgezeichnet worden.

Als Christian Offergeld in den achtziger Jahren beim SC Rist die Fäden im Spielaufbau zog, schrieb die Lokalpresse vom "Basketball-Napoleon" und von der "Basketball-Reclamausgabe". Hämisch war das nicht gemeint, sondern eher bewundernd. Denn wer aus der Rolle fällt, der fällt auf. So ist das eben mit Klischees. Als Spud Webb den NBA-Slam-Dunk-Contest gewann, Muggsy Bogues mit Manute Bol ein Duo der Extreme bildete und Bo Dukes durch die Bundesliga-Hallen wirbelte, raunte es auf der Tribüne: Wirklich nicht schlecht, der Kleene. Watkins ist der "Floh aus Chicago". Wie Offergeld seinerzeit hat er das, was andere nicht haben: Enorme Schnelligkeit, Ballkontrolle bei höchster Geschwindigkeit und das Spielgestalter-Gen.

"Ich finde, ich habe mich in meinem zweiten Jahr in Wedel sehr gesteigert, was das Führen der Mannschaft betrifft", sagt Watkins. "Und ich habe mehr gespielt, deshalb waren meine statistischen Werte auch besser." Das gucken wir uns an: In der Saison 2014/15 kam der 24-Jährige auf eine Spielzeit von 33 Minuten pro Partie, ein Jahr zuvor waren es im Schnitt elf Minuten weniger. Punkte, Assists, Ballgewinne und Rebounds - alles besser als während seiner schon keinesfalls schlechten Wedeler Premierensaison. Und ersten Drei nebenbei noch Ligabestmarken. Die Wurfquoten ziehen da ebenfalls mit, auch hier hat sich Watkins noch mal gesteigert. Und ja, auch die Zahl der Ballverluste pro Spiel war höher. Geschenkt.

Bad in der Menge. Fotos: Claus Bergmann

Begeistert sei er, als ProB-Spieler des Jahres ausgezeichnet worden zu sein, sagt Watkins. "Das bedeutet mir eine Menge." Die Fans haben gesprochen, sie haben auf der Website der 2. Basketball-Bundesliga abgestimmt und wollten ihn an der Spitze sehen. Nicht Rostocks kanadischen Alleskönner Yannick Anzuluni, nicht Iserlohns Erfolgsgaranten Orlan Jackman, nicht Dominic Lockhart, Spielgestalter vom Meister Oldenburg. Auch nicht Rhöndorfs Power Forward Justin Smith. Zur Wahl standen die nämlich ebenfalls und hatten während der Saison auch nicht gerade kleine Spuren in der Liga hinterlassen.

Mit Diante Watkins als Taktgeber und nimmermüdem Energiebündel kämpften sich die Rister bis ins Finale durch. "Wir hatten eine sehr ausgeglichene Mannschaft und einige erfahrene Spieler, die einfach wissen, wie es geht und wie man Spiele gewinnt", lässt er von seiner Heimatstadt Chicago aus seine Gedanken noch mal über den großen Teich schweifen. "Wir alle wollten Meister werden: Seien es die Trainer oder wir Spieler. Vom ersten Tag an ging es nicht um Einzelpersonen, sondern um die Gruppe, die Mannschaft", blickt er zurück. Das führte die Rister weit, weiter als sie seit dem Aufstieg in die ProB 2009 bisher gekommen waren. Das Dröhnen der vollbesetzten Steinberghalle, das satte Gelb der Zuschauer auf der Tribüne, die Anspannung, die einem die Kehle zuschnüren kann: Watkins spürt das auch zuhause noch: "Welch Energie während der Playoffs in Wedel herrschte... Schon verrückt", sagt er. "Dass wir das Finale verloren haben, enttäuscht mich immer noch. In den Momenten wünsche ich mir dann, wir hätten gewonnen, muss mich im selben Augenblick aber daran erinnern, dass Oldenburg die bessere Mannschaft war."

Einen neuerlichen Anlauf mit Diante Watkins gibt es voraussichtlich nicht. "Im Moment gehe ich davon aus, dass ich zur nächsten Saison nicht nach Wedel zurückkehre", sagt der 24-Jährige. "Ich suche die Herausforderung und will in einer höheren Liga spielen. Das liegt nicht an Wedel, dort gefällt es mir sehr gut, aber ich möchte noch höher spielen." Höher - wohlgemerkt - nicht größer. Das geht auch mit 1,72 Meter.

1. Herren: Das Ende einer Saison, das Ende einer Karriere

Christoph Roquette: Bärtig und abgekämpft

Da stand er nun, bärtig und abgekämpft. Das Ende eines Spiels, das Ende eines Traums, einer Saison, einer Karriere. Auf der Anzeigetafel liefen Bilder seiner Laufbahn, keiner war gegangen, Hunderte in Gelb und Grün um ihn herum - Emotionen, die eigentlich reichen, einen ganzen Monat zu füllen, erlebt an einem Abend.

Christoph Roquette wollte seine Karriere als Meister abschließen. Als Kapitän einer Mannschaft, die in Wedel so viele Menschen für Basketball begeistert hat wie seit Ende der 80er/Anfang der 90er-Jahre nicht mehr. Es passten einfach nicht mehr Leute rein, die Steinberghalle war voll. Gegen Oldenburg, gegen Iserlohn, auch bei vorherigen Heimspielen wurde Schlange stehen zum Volkssport. Wer zu spät kam, dem blieb nur die zweite Reihe. "Das war menschlich eine coole Truppe", sagt Roquette. "Wir sind ja alle keine Profis. Jeder hat sich für den anderen aufgeopfert, man konnte sich aufeinander verlassen." Die Fans merkten und honorierten das. "Die Fans, die Mannschaft, die Helfer - der ganze Verein ist wie eine riesengroße Familie. Das habe ich sehr genossen", sagt er.

Ein paar Tage nach dem verlorenen Finale und dem Abschied vom Leistungssport: Roquette hat Urlaub, am Abend trifft sich die Mannschaft zu einem letzten gemeinsamen Essen, am nächsten Tag fliegt er zum Ausspannen in den Süden. Nein, nein, abgehakt sei das Spiel nicht. "Oldenburg war besser", so Roquette. "Es war ja nicht so, dass es in der letzten Sekunden entschieden wurde. Schon im Hinspiel waren wir nicht voll auf der Höhe und haben zu viele Fehler gemacht."

Ein letztes Mal gab es im Finale die volle Emotionsdusche, nun ist Schluss. Der Traum vom Ende mit Gold um den Hals ist vorbei und kommt nicht wieder. "Während der Saison hat sich der Entschluss erhärtet, dass ich nicht mehr auf diesem Level spielen möchte", so Roquette, der Ende September 33 wird. Mehr als zehn Jahre rackerte er in den Hallen der 2. Bundesliga: "Das hat viel Spaß gemacht, aber es geht auch viel Zeit drauf, man ist jedes Wochenende unterwegs." Von den Trainingseinheiten mal ganz abgesehen. Irgendwann lasse dann auch die Motivation nach: Voll berufstätig und ProB-Basketballer - das schlaucht. "Das war eigentlich immer schwierig", erzählt der Ingenieur, wie er Arbeit im Büro und Arbeit in der Halle verband. "Du hast acht, neun Stunden gearbeitet und bist geschafft. Danach bist du beim Training. Manche machen Sport, um auszuspannen, aber das ist ja nicht einfach Sport. Da kannst du nicht abschalten, sondern musst immer voll konzentriert sein. Dann fährst du nach Hause und legst dich ins Bett." Und an Spieltagen: "Man spielt am Samstag, hat einen Dreiviertel-Sonntag frei, am Montag geht es dann wieder los", so Roquette. "Das ist kräftezehrend, aber man nimmt es gerne in Kauf, weil es ja auch Spaß macht."

Jahrelang 100-Kilo-Kolosse durch die Zone geschoben.
Fotos: Claus Bergmann

Zwei Jahre spielte er für den SC Rist. Und was für zwei Jahre! Einmal Halbfinale, einmal Finale. Und irgendwie hat man das Gefühl, dass Roquette länger in Gelb und Grün zu Werke ging. Vielleicht liegt's an der Verbindung zum Verein, die er durch seine Frau Dana schon vor dem Wechsel nach Wedel hatte. Oder weil die vergangenen beiden Spielzeiten ganz besonders intensiv und erfolgreich waren. "Das waren unfassbare zwei Jahre", sagt er selbst. "Wie ich aufgenommen wurde, wie ich verabschiedet wurde. Ich habe so viel Anerkennung bekommen, das hat es mir echt schwer gemacht aufzuhören." Im Gedächtnis und im Herzen bleibt etwas hängen - wie bei jeder seiner Stationen. Der Beginn in Freiburg: Der USC ist gerade aus der ersten Liga abgestiegen, Roquette genießt das Bundesliga-Flair als Basketball-Lehrling, hier sichert er sich einen Platz im Zweitliga-Kader, beißt sich fest. "Freiburg war der Anfang", sagt er. 2008 der Wechsel nach England. Roquette: "Auch eine geile Zeit." Und so etwas wie ein Karriere-Beschleuniger. Mit Leeds Carnegie gelingen ihm Aufstieg und Pokalsieg. "In England ist der Knoten geplatzt. Vorher war ich in Freiburg ein Rollenspieler, als ich zurückkam, war ich ein Leistungsträger."

Nach einer weiteren Saison im Breisgau und starken Leistungen in der ProA geht's nach Jena. "Da habe ich genossen, richtig als Profi zu spielen", sagt Roquette. "Jede Station hatte etwas und hat mir etwas gegeben. Und bei jeder Station habe ich Freundschaften geschlossen, die geblieben sind. Das freut mich am meisten. Die Kameradschaft hat mir immer viel gegeben. Gemeinsam zu gewinnen und zu verlieren, das wird mir fehlen. Ich werde den Wettbewerb vermissen und die Emotionen im Spiel, die man mit der Mannschaft und mit den Fans erlebt." Das Gefühl, wenn ein Wurf trotz Foul durch die Reuse zischt und die Jubelfaust hervorschnellt, wenn ein hart erkämpfter Sieg im Kasten ist. Roquette verzichtet künftig drauf - weil es seine Entscheidung ist, nicht weil er nicht mehr kann oder nicht mehr darf. "Körperlich bin ich fit. Natürlich ist schon Verschleiß da, aber ich hatte nie eine schlimme Verletzung." Das ist nicht selbstverständlich, wenn man jahrelang 100-Kilo-Kolosse durch die Zone geschoben hat.

Nun kommt ein bisschen Freiheit, ein Samstagabend Ende November, der mal nicht mit einem Auswärtsspiel am anderen Ende der Republik verplant ist. Aber ganz die Hand vom Ball lassen? "Bis Sommer werde ich erst mal nichts machen", sagt er. "Irgendwann werde ich bestimmt mal wieder in der Halle sein und ein bisschen daddeln. Basketball werde ich sicher noch spielen." Aber eben auf einem anderen Leistungsniveau. Die 3. Herren haben schon angefragt. Ausgeschlossen ist es also nicht, dass Roquette eines Tages mit dem Wedeler Legenden-Team auf Titeljagd geht. Und die Verbindung zum Leistungsbasketball bleibt, denn gemeinsam mit Andreas Bethke wird er sich fortan um die Geschicke der 1. Herren kümmern und dabei seinen großen Erfahrungsschatz einbringen.

Der SC Rist dankt Christoph Roquette herzlich für seine Leistungen und freut sich, dass er unserem Verein erhalten bleibt.

1. Herren: Rister verlieren Rückspiel und sind Vizemeister

Voller Einsatz: Brandon Spearman gegen Jan Niklas Wimberg.
Foto: Claus Bergmann

Die Herren des SC Rist Wedel haben den Meistertitel in der 2. Basketball-Bundesliga ProB verpasst. Im Rückspiel unterlagen die Rister der Spielgemeinschaft aus Baskets Akademie Weser-Ems und Oldenburger Turnerbund mit 71:79. Die Niedersachsen wiederholten damit ihren Triumph der Vorsaison, als sie den SC Rist auf dem Weg zur Meisterschaft seinerzeit im Halbfinale ausschalteten.

Die Gäste erwischten den besseren Auftakt und führten nach dreieinhalb Minuten mit 7:0. In der Wedeler Offensive war noch Sand im Getriebe, während Oldenburg innen und außen konstant punktete und mit einer 19:11-Führung in die erste Viertelpause ging. "Wir sind sehr schlecht aus den Startlöchern gekommen, Oldenburg ist ein sehr gutes Team. Es ist hart, einen Rückstand von 17 Punkten aufzuholen", sagte Rist-Spielmacher Diante Watkins.

Die Rister fanden weiterhin nicht zu ihrem Spiel und bissen sich an der guten Oldenburger Verteidigung die Zähne aus. Der Halbzeitstand fiel mit 27:45 aus Wedeler Sicht dementsprechend deutlich aus.

Mit großem Elan kamen die Rister aus der Halbzeitpause, kämpften und rackerten, um die Partie zu drehen. Doch die Lage blieb letztlich unverändert: Oldenburg hatte das Geschehen im Griff, die Bemühungen der Rister ließen den Rückstand kaum kleiner werden. Mit hohem Einsatz kämpften sich die Hausherren in den Schlusssekunden auf acht Punkte heran, doch den Sieg der Oldenburger konnten sie nicht in Gefahr bringen. Coach Michael Claxton zog seinen Hut vor der Leistung der Gäste: "Wir dachten, wir wären optimal drauf und vorbereitet, um es heute geschehen zu lassen. Aber: Es war Oldenburgs Tag." Und Mannschaftskapitän Christoph Roquette meinte: "Natürlich war unser Start schlecht, aber Oldenburg war einfach abgebrühter und besser."

Der SC Rist Wedel gratuliert der Baskets Akademie Weser-Ems/Oldenburger TB zum Titelgewinn! Die Rister können stolz auf das Geleistete in dieser Spielzeit sein - das findet auch Fabian Böke: "Es war eine ganz tolle Saison. Darauf sollten wir alle stolz sein. Mit den Mitteln, die wir hier zur Verfügung haben, haben wir das Maximum geleistet."

Viertelergebnisse: 11:19, 16:26, 15:14, 29:20

SC Rist (Punkte): Watkins (28), Spearman (17), Roquette (12), Erves (5), Böke (4), Kindzeka (3), Owusu (2), Geist, Hirschberg, Laatzen, Strauß.

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1. Herren: Rister gehen mit drei Punkten Rückstand ins Final-Rückspiel

Wichtiger Dreier in der Schlussminute: René Kindzeka. Foto: Claus Bergmann

Die 1. Herren haben das Hinspiel des Finales in der 2. Basketball-Bundesliga ProB verloren. Die Rister unterlagen der Spielgemeinschaft aus Baskets Akademie Weser-Ems und Oldenburger Turnerbund mit 58:61. Am kommenden Sonnabend (2. Mai, 19:00 Uhr) wird in der Wedeler Steinberghalle das Rückspiel ausgetragen. "Wir hatten auf ein besseres Ergebnis gehofft, aber wir blicken nach vorne und sind zuversichtlich, unsere Leistung zu Hause zu verbessern", sagte Rist-Trainer Michael Claxton nach der Niederlage in Oldenburg.

Auf dem Auftaktviertel prangte ein Etikett mit der Aufschrift "Verteidigung". 8:11 stand es nach zehn Minuten aus Wedeler Sicht. Im zweiten Abschnitt setzten sich die Gastgeber dank eines zwischenzeitlichen 13:0-Laufes auf 24:12 ab. Die Offensive des SC Rist zündete weiterhin kaum, ein ums andere Mal biss man sich an der Oldenburger Verteidigung die Zähne aus und lief einem Rückstand hinterher, der bei Halbzeit zehn Punkte betrug (20:30). Von jenseits der Dreierlinie sahen die Rister während der ersten 20 Minuten Spielzeit kaum Land und trafen keinen ihrer acht Würfe. "Die Oldenburger haben den Ball besser laufen lassen und mehr offene Würfe kreiert. Außerdem haben wir weniger Offensiv-Rebounds geholt - gerade in der ersten Spielhälfte", so Claxton.

Im Anschluss an die Halbzeit ließen Kapitän Christoph Roquette, Diante Watkins (mit dem ersten Wedeler Dreier der Begegnung) und Brandon Spearman, der drei Freiwürfe traf, den Rückstand innerhalb von eineinhalb Minuten auf zwei Zähler schrumpfen. Es blieb ein Kampfspiel mit defensiver Prägung.

Die erste Hälfte des Abschlussviertels lief für die Rister denkbar schlecht. Nach einem 3:14-Negativlauf nahm Claxton eine Auszeit, um seine Jungs auf eine Aufholjagd in den Schlussminuten einzuschwören, denn schließlich zählt im Finale jeder Punkt - es galt, den Abstand in Hinblick auf das Rückspiel so weit wie möglich zu reduzieren.

Ein Dreier von René Kindzeka 44 Sekunden vor dem Spielende und zwei Zähler von Watkins mit der Schlusssirene konnten zwar die 58:61-Niederlage nicht mehr verhindern, sorgten aber dafür, dass sich die Wedeler Hypothek für die zweite Partie am kommenden Sonnabend in der Steinberghalle nicht zweistellig ausnahm (wie noch vier Minuten vor Schluss), sondern drei Punkte beträgt. Dass es ohnehin schwer genug ist, Oldenburg zu schlagen, wissen die Rister. Nun liegt die Aufgabenstellung klar und deutlich auf dem Tisch. Claxton sagt: "Wenn wir uns in der Offensive steigern und dort besser zusammenspielen, haben wir eine gute Chance, die zweite Partie zu gewinnen." Ein Sieg mit mehr als drei Punkten Unterschied muss her. Mit den Wedeler Fans im Rücken und der "gelben Wand" in der Steinberghalle wollen sie sich an diese Aufgabe machen und hoffen auf den Meistertitel.

Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 8:11, 12:19, 20:13, 18:18

SC Rist (Punkte): Diante Watkins (16), Christoph Roquette (14), Brandon Spearman (10), Denzell Erves (6), René Kindzeka (5), Paul Owusu (4), Fabian Strauß (2), Jens Hirschberg (1), Christopher Geist, Jonas Laatzen.

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1. Herren: Rister ziehen ins Finale ein

Ein Händchen für Dreier: Fabian Strauß. Foto: Claus Bergmann

Die 1. Herren haben das Finale der 2. Basketball-Bundesliga ProB erreicht. Im zweiten Spiel gegen die Iserlohn Kangaroos gelang den Wedelern der zweite Sieg (91:61), sie entschieden die Serie folglich mit 2:0 für sich. Im Finale trifft die Mannschaft von Trainer Michael Claxton auf Oldenburg, das sich gegen Rostock durchsetzte. Somit kommt es zur Neuauflage des Halbfinals der vergangenen Saison, als die Niedersachsen mit 2:1 gewannen und anschließend den Titel holten.

"Wir haben aus dem Vorjahr gelernt, als wir nach einer 1:0-Führung die Finalteilnahme noch verspielt haben. Wir waren von Anfang bis Ende fokussiert", sagte Mannschaftskapitän Christoph Roquette nach dem Sieg über Iserlohn. Den Ristern gelang ein starker Auftakt, nach knapp zwei Minuten stand es 12:0 - Fabian Strauß hatte zu diesem Zeitpunkt bereits zwei Dreier zur Führung beigetragen und gab auf diese Weise das Startsignal für eine überzeugende Wurfleistung an diesem Abend: 20 Mal drückten die Rister von jenseits der Dreierlinie ab - zwölf Mal rauschte der Ball durch die Reuse.

Dem furiosen Auftakt (in der vierten Spielminute führte der SC Rist 17:2) folgte ein 9:2-Lauf der Gäste. Claxton nahm eine Auszeit. Seine Jungs fanden schnell wieder in die Spur und sollten bis zum Spielende in Führung bleiben. In der Verteidigung wurde konsequent gearbeitet - das war wie so oft die Grundlage für eine erfolgreiche Offensive. Zur Halbzeit lagen die Rister mit 43:27 vorn.

Was Claxton ganz besonders gefiel, war die uneigennützige und mannschaftsdienliche Spielweise seiner Schützlinge. "Einfach nur stark", lautete sein Kommentar zu 25 Assists, die der Statistikbogen am Ende der Begegnung auswies. Acht Vorlagen leistete René Kindzeka, sechs Mal war Roquette Absender von Pässen mit anschließendem Korberfolg.

Die Rister hatten die Partie im Griff und ließen keine Spannung mehr aufkommen. Konzentriert verteidigten sie ihre Führung bis zum Schluss - als bester Punktesammler tat sich Denzell Erves hervor, der bei einer hervorragenden Trefferquote von 75 Prozent 20 Zähler verbuchte. Eine Schwachstelle der Rister bei einer ansonsten tadellosen Vorstellung waren die Freiwürfe: Lediglich neun von 22 Versuchen fanden ins Ziel.

"Wir haben den nächsten Schritt gemacht. Ich freue mich für die Jungs und die ganze Basketball-Gemeinde in Wedel", sagte Claxton nach vollbrachtem Tagwerk und Finaljubel. Für Jens Hirschberg war der Sieg zugleich ein Geburtstagsgeschenk - der Flügelspieler wurde 27 Jahre alt. Nun geht es gegen Oldenburg - nach den beiden Duellen während der Punktrunde steht es 1:1. Anders als im bisherigen Playoff-Verlauf wird im Finale nach Europapokal-Modus gespielt, also mit Hin- und Rückspiel.

Viertelergebnisse: 21:12, 22:15, 23:15, 25:19

SC Rist (Punkte): Denzell Erves (20), Diante Watkins (14), Brandon Spearman (12), Fabian Strauß (11), Fabian Böke (8), Christoph Roquette (7), Jens Hirschberg (6), Jonas Laatzen, René Kindzeka (je 5), Paul Owusu (3), Christopher Geist.

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1. Herren: Rister holen in Iserlohn ersten Halbfinalsieg

Brandon Spearman erzielte 30 Punkte. Foto: Claus Bergmann

Erfolgreicher Halbfinalauftakt für die 1. Herren: Die Rister setzten sich bei den Iserlohn Kangaroos mit 94:85 durch und liegen in der Vorschlussrunde nun mit 1:0 in Führung. Am kommenden Sonnabend (18. April, 19:00 Uhr) findet die zweite Begegnung - dann in der Wedeler Steinberghalle - statt, die Rister haben die Chance, mit einem weiteren Sieg das Finale der 2. Basketball-Bundesliga ProB zu erreichen.

René Kindzeka, der aufgrund einer Handgelenksverletzung in den vergangenen Wochen hatte pausieren müssen, war beim Auswärtsspiel in Iserlohn wieder an Bord. Offensive war im Anfangsabschnitt Trumpf, die Verteidigung der Rister vermochte die Gastgeber dabei zu oft nicht wirkungsvoll genug zu stören, wie 26 Iserlohner Punkte nach zehn Minuten verdeutlichten. Und auch das Reboundverhältnis von 11:3 für die Hausherren (davon sechs offensive) im ersten Durchgang war aus Wedeler Sicht noch nicht die Crème de la Crème, sondern ein Aspekt, den es zu verbessern galt.

Die Rister drehten die Verhältnisse nach der ersten Viertelpause kurzerhand, Christoph Roquette erzielte die 30:29-Führung. Nun bot sich den 1400 Zuschauern in der ausverkauften Hemberghalle ein wahres Preisschießen. Fast atemlos hetzten die beiden Mannschaften in den kommenden Minuten mitunter in Richtung Halbzeit. "Feuer frei" hieß das Motto, die Kanoniere hatten ihre helle Freude - eine Offensivschlacht, die noch 20 Minuten einen Gleichstand (49:49) erbrachte. Auf Iserlohner Seite hatten zu diesem Zeitpunkt bereits alle mit Einsatzminuten versehenen Spieler gepunktet, auf Wedeler Seite mit einer Ausnahme ebenfalls. Insbesondere Brandon Spearman und Diante Watkins trumpften dabei auf und waren zuverlässige Punktelieferanten.

Im Anschluss an die Halbzeit wussten sich die Rister vor allem in der Verteidigung zu steigern. Ein 11:2-Lauf und nur zwölf Iserlohner Zähler führten zur Wedeler 70:61-Führung, die Spearman mit einem Dreier kurz vor der letzten Viertelpause unterstrich. Die Rister blieben konzentriert, bauten ihren Vorsprung auf bis zu 17 Punkte aus, ehe die Gastgeber wieder herankamen und in der Schlussphase deutlich verkürzten (77:84, zwei Minute vor dem Ende), den Wedeler Auswärtssieg aber nicht mehr unterbinden konnten.

Spearmans starke Leistung drückte sich in elf von zwölf getroffenen Feldwürfen aus (darunter 5/5 Dreier), lediglich an der Freiwurflinie (3/7) zeigte er Schwächen.

Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 19:26, 30:23, 21:12, 24:24

SC Rist (Punkte): Spearman (30), Watkins (26), Roquette (12), Strauß (9), Erves (7), Böke, Hirschberg (je 4), Kindzeka (2), Laatzen, Owusu.

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1. Herren: Eisenbiegen fürs Halbfinale

Paul Owusu trug entscheidend zum Sieg in Leipzig bei. Foto: Claus Bergmann

Ein Krimi am Sonnabend mit einem guten Ende für den SC Rist: Die Jungs von Cheftrainer Michael Claxton haben dank einer Energieleistung das zweite Playoff-Viertelfinalspiel mit 73:72 gewonnen. 37 Minuten und 30 Sekunden lagen die Rister gegen die Uni-Riesen Leipzig im Hintertreffen, bogen und strapazierten die Brechstange bis zum Gehtnichtmehr, um die Partie zu drehen. Der Kraftakt war von Erfolg gekrönt: In einer dramatischen Schlussphase zeigten die Rister ein robustes Nervenkostüm - und hatten auch das nötige Quäntchen Glück. Im Halbfinale trifft der SC Rist auf die Iserlohn Kangaroos mit Kristof Schwarz, der von 2005 bis 2008 in Wedel spielte.

Der Auftakt in Leipzig verlief holprig, es dauerte fast drei Minuten, ehe die Rister in Person von Diante Watkins, der von der Freiwurflinie traf, erstmals auf dem Anschreibebogen mit Punkten vermerkt wurden. Doch auch in den folgenden Minuten lief es nicht rund, beim Stande von 6:13 trommelte Michael Claxton seine Jungs zu einer Auszeit zusammen. Aber es blieb vorerst dabei: Den Ristern unterliefen zu viele Ballverluste (neun im Anfangsviertel), die Leipziger setzten sich bis zur ersten Viertelpause auf 26:9 ab. Ein weiterer Hemmschuh: Denzell Erves beging in dreieinhalb Minuten Einsatzzeit im ersten Spielabschnitt drei Fouls, was ihn zunächst zum Bankhocker machte.

Doch die Rister drehten nun auf und legten im zweiten Viertel einen 11:0-Lauf hin, zu dem Kapitän Christoph Roquette sechs Zähler beitrug. "Unsere Defensive ist aufgewacht, und wir haben einige Angriffe gut unterbinden können", sagte Claxton. Sechseinhalb Minuten lang hinderte die Wedeler Verteidigung die Hausherren daran, den Ball im Korb unterzubringen, auf diese Weise verkürzte man auf 20:26. Aber jetzt waren wieder die Uni-Riesen an der Reihe, die ihrerseits mit zehn Punkten in Folge antworteten und sich somit erneut absetzten. Der Stand zur Halbzeit aus Sicht der Rister nach der Berg- und Talfahrt: 24:36.

So richtig auf Tuchfühlung kamen die Rister im Anschluss an die Pause nicht. Die Hausherren schüttelten zunächst stets eine Replik aus dem Ärmel und warfen den Wedeler Bemühungen, den Rückstand zu kappen und auf Tuchfühlung zu kommen, somit Knüppel zwischen die Beine. Bis auf drei Punkte (44:47) pirschten sich die Rister jedoch im weiteren Verlauf des dritten Viertels an die Riesen heran. Und dann: Wieder eine sächsische Antwort, die die Rister zurückwarf (44:53 nach 30 Minuten).

Weiter auf die Tube drücken, dachten sich die Rister, schließlich blieben noch zehn Minuten Spielzeit. Beharrlichkeit und steter Tropfen begannen sich langsam, aber sicher auszuzahlen. Claxtons Mannen verkürzten und steuerten spätestens dann auf eine dramatische Schlussphase zu, als Jens Hirschberg 4:45 Minuten vor dem Ende der Begegnung einen "Dreier" zum 60:61 aus Wedeler Sicht traf. Es dauerte noch mehr als zwei weitere Minuten, bis Paul Owusu die erste Führung der Rister an diesem Abend herbeiführte (66:65). Und der Center wurde nicht nur deshalb zu einer Hauptfigur des Leipziger Krimis. 1:35 Minuten Restspielzeit zeigte die Uhr an, Falko Theilig hatte für die Gastgeber zum 69:69 ausgeglichen, nachdem Watkins Sekunden zuvor seinen dritten "Dreier" durch das Netz hatte rauschen lassen.

71 Sekunden vor Schluss nahm Claxton eine Auszeit, in deren Anschluss Khalil Kelley die Uni-Riesen mit zwei Freiwürfen wieder in Führung brachte. Für den nächsten Streich war erneut Owusu per Korbleger zuständig: Ausgleich nach Vorarbeit von Watkins, jetzt hielt Leipzigs Trainer Ty Shaw die Uhr an, wieder eine Auszeit. 19 Sekunden noch zu absolvieren - die Zeit der taktischen Schachzüge, die Zeit der großen Würfe. Ein Foul von Theilig bringt sechs Sekunden vor Schluss Brandon Spearman an die Linie, der US-Amerikaner trifft beide Freiwürfe, der SC Rist führt mit 73:71. Doch die Uni-Riesen haben noch eine Möglichkeit: Zwei Schuss für Theilig nach einem Roquette-Foul - die Spielzeit ist abgelaufen, der Aufbauspieler der Hausherren hat es in der Hand, kann die Verlängerung erzwingen. Den ersten Freiwurf trifft er, der zweite geht daneben. Der SC Rist gewinnt und steht im Halbfinale. "Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft, die heute außergewöhnlich gekämpft und die Mentalität, niemals aufzugeben, gezeigt hat", so Claxton.

In der Vorschlussrunde warten die Iserlohn Kangaroos, die die Punktrunde in der ProB Süd als Meister abschlossen und im Viertelfinale die Dresden Titans aus dem Weg räumten. Das Hinspiel findet am Sonnabend, den 11. April, in Iserlohn statt, eine Woche später folgt die zweite Begegnung in der Steinberghalle. Sollte es dann unentschieden stehen, würde ein Entscheidungsspiel am 21. April in Iserlohn ausgetragen werden.

Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 9:26, 15:10, 20:17, 29:19

SC Rist (Punkte): Watkins (26), Roquette (15), Spearman (13), Owusu (7), Böke (6), Hirschberg (4), Strauß (2), Erves, Geist, Laatzen.

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1. Herren: Rister eröffnen Viertelfinale mit Heimsieg

Erfolgsfaktor Christoph Roquette.
Foto: Claus Bergmann

Die 1. Herren haben das Hinspiel des Playoff-Viertelfinales der 2. Basketball-Bundesliga ProB für sich entschieden - die Mannschaft von Trainer Michael Claxton gewann in der Steinberghalle mit 76:63.

Es war eine intensiv geführte Partie, in der beide Seiten mit vollem Einsatz zu Werke gingen. Die Gastgeber erarbeiteten sich im Verlauf des Auftaktviertels einen kleinen Vorsprung, nach zehn Minuten Spielzeit führten sie dann mit 21:14. Leipzig glich zu Beginn des zweiten Abschnitts erst aus (23:23) und ging anschließend in Führung. Beide Mannschaften agierten auf Augenhöhe - auf Wedeler Seite war vor der Halbzeit neben Denzell Erves auch bereits Christoph Roquette für einige gelungene Offensivaktionen zuständig - Letzterer drehte nach der Pause dann so richtig auf.

Die Rister steigerten sich in der Verteidigung und hatten in Roquette nun einen überragenden "Vollstrecker", der Punkt um Punkt erzielte. Zehn Zähler schenkte der Rist-Kapitän den Sachsen im dritten Viertel ein, im Schlussabschnitt dann noch einmal sechs - machte unterm Strich 28 Roquette-Punkte an diesem Abend. Acht Rebounds holte der Innenspieler auch noch und trug damit entscheidend zur Überlegenheit der Rister in Korbnähe bei, die das Reboundduell mit 42:28 für sich entschieden. Gegen Ende des dritten Viertels wuchs der Wedeler Vorsprung auf zehn Punkte an, doch die Uni-Riesen hielten sich alle Möglichkeiten offen - siebeneinhalb Minuten vor Schluss trennten beide Mannschaften sieben Zähler. Doch die Rister hielten sich die Gäste in den verbleibenden Spielzeit vom Leib, verteidigten ihre Führung und fuhren den Sieg ein.

Die zweite Viertelfinal-Begegnung findet am Ostersonnabend (4. April, 19:30 Uhr) in Leipzig statt. Sollte es anschließend unentschieden stehen, würde das Entscheidungsspiel in Wedel ausgetragen werden.

Viertelergebnisse: 21:14, 15:18, 17:10, 23:21

SC Rist (Punkte): Roquette (28), Watkins (16), Spearman (11), Erves (11), Owusu (7), Strauß (3), Böke (2), Hirschberg, Laatzen, Larysz.

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1. Herren: Wer zieht ins Viertelfinale ein? Entscheidungsspiel am Dienstagabend

Michael Claxtons Mannschaft hat im Entscheidungsspiel Heimrecht.
Foto: Claus Bergmann

Die 1. Herren haben den Einzug ins Playoff-Viertelfinale vorerst verpasst. Sie unterlagen den EN Baskets Schwelm mit 63:74 und müssen nun am Dienstag (24. März, 19:30 Uhr) das Entscheidungsspiel in der Steinberghalle gewinnen, um die nächste Runde zu erreichen.

Die Rister legten, wie von Trainer Michael Claxton gefordert, einen guten Start hin und führten schnell mit 5:1. Es entwickelte sich ein ausgeglichenes Kräftemessen, in dem die Gastgeber gegen Ende des Anfangsviertel die Führung übernahmen und diese zeitweise auf sechs Zähler ausbauten. Im zweiten Abschnitt glichen die Rister mehrmals aus, bei Halbzeit lag Schwelm mit 32:30 in Front.

Nach der Pause legten die Hausherren schnell vier Punkte danach, doch Brandon Spearman antwortete im Alleingang und erzielte fünf Zähler in Folge, beging anschließend allerdings sein drittes Foul und wurde von Claxton erst einmal auf die Bank gesetzt. Schwelm agierte in dieser Phase der Partie zielstrebiger als die Rister und schraubte den Vorsprung auf zwölf Punkte hoch.

Ein 11:0-Lauf des SC Rist im letzten Viertel ließ die Partie wieder zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen werden - zumindest kurzfristig, denn Schwelm konterte und schenkte den Ristern acht Punkte ein, die den Gastgebern letztlich den entscheidenden Schwung gaben, das Spiel zu gewinnen und eine Entscheidungspartie herbeizuführen. Diese findet bereits am Dienstag (24. März, 19:30 Uhr) in der Steinberghalle statt. Dann gilt es, dann heißt es: Sieg oder Sommerpause.

Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 16:20, 14:12, 16:22, 17:20

SC Rist (Punkte): Spearman (23), Watkins (16), Roquette (8), Erves (6), Böke (4), Owusu, Strauß (je 3), Hirschberg, Laatzen, Larysz.

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1. Herren: Kantersieg im Achtelfinal-Hinspiel

Christoph Roquette warnt vor dem Rückspiel. Foto: Claus Bergmann

Die 1. Herren haben in der Playoff-Achtelfinalserie der 2. Basketball-Bundesliga ProB deutlich vorgelegt. Sie bezwangen die EN Baskets Schwelm mit 104:66. Für den Ausgang des Achtelfinales hat die Höhe des Sieges aber keine Bedeutung. Am kommenden Sonnabend können die Rister mit einem weiteren Erfolg in die nächste Runde einziehen, Schwelm kann seinerseits mit einem Sieg ausgleichen und ein Entscheidungsspiel erzwingen.

In den ersten Spielminuten führten die Gästen nach Körben von Julius Dücker und Mathias Perl mit 6:2, doch dann trumpften die Rister nach einer Auszeit von Michael Claxton beim Stand von 5:8 auf: Zwei erfolgreiche Drei-Punkte-Würfe von René Kindzeka und ein Korbleger von Jens Hirschberg führten zum 13:13. Danach gelang den Hausherren bis zur ersten Viertelpause noch 13 Zähler, Schwelm konnte nur noch vier verbuchen.

"Ich habe in der Auszeit nur gefragt, wo denn eigentlich unsere Defense sei", sagte Trainer Michael Claxton. Der Vorsprung von neun Punkten aus dem ersten Viertel wurde bis zur Pause auf 28 angehoben. Vor der Halbzeit lag die Feldwurfquote der Rister bei 66 Prozent, die der Gäste bei 36 Prozent. Schwelms Topscorer Christopher Johnson kam kaum zum Zuge, erzielte erst weit im zweiten Viertel seine ersten Punkte und blieb mit insgesamt elf Zählern deutlich unter seinem Durchschnitt von fast 19 Punkten.

Die Rister trafen auch nach der Halbzeit weiter zuverlässig und bauten ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Nach 30 Minuten lagen Claxtons Jungs mit 81:42 in Front und ließen nicht nach. Zwei Minuten vor Schluss erzielte Denzell Erves mit einem Freiwurf den 100. Punkt, wenige Sekunden später versenkte Brandon Spearman den weit vom Ring abprallenden Ball mit einer Hand krachend per Dunking im Korb.

"Wir haben gut gespielt und der Gegner hat recht früh aufgegeben", sagte Christoph Roquette. Eine ähnliche Situation hält der Mannschaftskapitän beim Rückspiel am kommenden Sonnabend für undenkbar. "Schwelm wird alles geben, um ein Entscheidungsspiel zu erzwingen", so Roquette.

Viertelergebnisse: 26:17, 29:10, 26:15, 23:24

SC Rist (Punkte): Brandon Spearman (19), Diante Watkins, Denzell Erves (je 17), Christoph Roquette (15), René Kindzeka, Fabian Böke (je 9), Paul Owusu (7), Fabian Strauß, Jens Hirschberg (je 4), Jonas Laatzen (3), nicht eingesetzt: Lennard Larysz.

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1. Herren: Punktrunde siegreich abgeschlossen - Playoffs kommen können

Jonas Laatzen ließ es von jenseits der Dreierlinie rauschen.
Foto: Claus Bergmann

Die 1. Herren haben die Punktrunde in der 2. Basketball-Bundesliga ProB mit einem Heimsieg beendet. Die Rister bezwangen die BG Bitterfeld-Sandersdorf-Wolfen 06 mit 94:79 und verteidigten somit ihren zweiten Tabellenrang. Wie in der vergangenen Saison geht man als Nord-Vize in die Playoffs, dort warten die Schwelmer Baskets, bereits am kommenden Sonnabend (14. März, 19:00 Uhr) beginnt die Achtelfinal-Serie am Steinberg. Eine Woche darauf folgt das Rückspiel. Sollte es dann 1:1 stehen, würde eine dritte Partie über das Weiterkommen entscheiden, die wiederum in Wedel ausgetragen werden würde.

Gegen BSW zeigten die Rister vor allem nach der Halbzeit eine starke Leistung. Alle eingesetzten Spieler kamen zu Punkten, wieder einmal verbuchte Diante Watkins (27 Zähler) die beste Ausbeute. Die Gäste führten nach dem Anfangsviertel (20:23 aus Wedeler Sicht) und auch zur Halbzeit (36:39). Insbesondere Flügelspieler Frieder Diestelhorst war von der Rist-Verteidigung kaum in den Griff zu bekommen - 18 seiner insgesamt 21 Punkte erzielte er vor der Halbzeit und nahm kurz nach dem Seitenwechsel mit vier Fouls dann erst einmal auf der Bank Platz.

Mitte des zweiten Abschnitts lagen die Rister mit 23:30 im Hintertreffen, nachdem sie in den ersten fünf Minuten dieses Viertels lediglich drei Punkte erzielt hatten. In der Offensive war Sand im Getriebe, die Pressverteidigung der Gäste habe seiner Mannschaft das Leben schwer gemacht, so Claxton. Ein Dunking von Denzell Erves gab dann das Signal für einen Wedeler 9:0-Lauf, für den Jonas Laatzen mit sieben Zählern hauptverantwortlich zeichnete. Per Dreier brachte Laatzen die Rister wieder in Front (32:30), doch BSW eroberte die Führung zurück und nahm diese mit in die Halbzeitpause.

Nach selbiger blieb das Geschehen weiterhin ausgeglichen. Acht Punkte trennten die beiden Mannschaften zwischenzeitlich, ehe Gästeakteur Tristan Blackwood den Ristern unmittelbar vor der letzten Viertelpause einen Dreier einschenkte. Beim Stande von 63:58 für die Hausherren war für beiden Farben noch alles möglich.

Doch die Rister legten im Schlussabschnitt nach, bauten ihren Vorsprung aus. Als René Kindzeka aus der Ferne zum 75:62 erhöhte, unterbrach BSW-Trainer Tino Stumpf das Geschehen mit einer Auszeit. Aber so richtig zu packen bekamen die Gäste den SC Rist nun nicht mehr. Claxtons Jungs ließen noch 19 Punkte folgen und brachten den Heimsieg unter Dach und Fach. "Ich bin froh, dass wir direkt vor den Playoffs noch so einen guten Test hatten, den wir bestanden haben. Ich freue mich auf meine ersten Playoffs in Deutschland", sagte der Coach.

Viertelergebnisse: 20:23, 16:16, 27:19, 31:21

SC Rist (Punkte): Diante Watkins (27), Brandon Spearman (17), René Kindzeka (11), Denzell Erves (10), Christoph Roquette (8), Fabian Böke, Jonas Laatzen (je 7), Jens Hirschberg (3), Paul Owusu, Lennard Larysz (je 2).

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1. Herren erkämpfen sich Sieg in Rostock

Tatkräftiges Doppel: Fabian Böke (links) und Christoph Roquette. Foto: Claus Bergmann

Die Rister kehrten in der Nacht zum Sonntag mit einem 85:81-Sieg in der Tasche vom Gastspiel bei den Rostock Seawolves zurück. Michael Claxtons Mannschaft eröffnete die Partie gegen den Tabellenführer der Nordstaffel der 2. Basketball-Bundesliga ProB zielbewusst und offensivstark. Ein Dreier Fabian Strauß' zum Auftakt galt in dieser Hinsicht gewissermaßen als Signal für die folgenden Minuten.

Acht verschiedene Rister beförderten den Ball im ersten Viertel durch den Rostocker Ring, man beschloss das erste Viertel mit einem 12:1-Endspurt und legte nach der ersten Pause zehn weitere Zähler nach, denen die Gastgeber nur einen Punkt entgegenzusetzen hatten. Drei Minuten waren im zweiten Abschnitt absolviert, es stand 38:19 für den SC Rist.

Doch das Wedeler Offensivfeuerwerk wurde durch die Anzuluni-Festspiele abgelöst. Der Kanadier Yannick Anzuluni (insgesamt 31 Punkte), vor dessen Vielseitigkeit Michael Claxton im Vorfeld der Begegnung ausdrücklich gewarnt hatte, war mit drei Dreipunktwürfen der Hauptverantwortliche für die Rostocker Aufholjagd, die die Hanseaten erheblich verkürzen ließen. Kurz vor der Halbzeit betrug der Wedeler Vorsprung nur noch fünf Zähler (42:37).

Aber die Rister klammerten sich an ihre Führung, die sie in der Mitte des dritten Viertels wieder verdoppelt hatten (56:46). Um dann zu sehen, wie der Tabellenführer erneut Stück für Stück aufschloss und sechseinhalb Minuten vor Schluss in Person von Tobias Lange an der Freiwurflinie ausglich (67:67) und keine 30 Sekunden später die Führung übernahm. Ivo Slavchev war dafür per Dreier zuständig. Wiederum gelang den Ristern der Gegenschlag: Fabian Böke, Christoph Roquette und René Kindzeka trafen, Rostock nahm eine Auszeit.

Überhaupt waren Böke und Roquette wichtige Protagonisten der engen Schlussphase. Sieben Punkte erzielte Böke in den Schlussminuten, Roquette vier. Darüber hinaus sicherte das Duo seinem Team wichtige Ballgewinne, als es Spitz auf Knopf stand, und packte beim Rebound kräftig zu. Diante Watkins machte dann 104 Sekunden vor der Schlusssirene den Deckel drauf und traf per Dreier zum 85:77. Rostock verkürzte noch, ohne den Wedeler Sieg noch verhindern zu können.

"Es war eine gute Teamleistung von uns. Wir haben den Kampf angenommen", sagte Michael Claxton. "Einer der Schlüssel zum Erfolg war, dass wir so einen guten Start hingelegt haben", meinte der Trainer. Die Rister haben dank des Sieges einen Platz unter den ersten Vier sicher, am letzten Spieltag der Punktrunde (kommenden Sonnabend, 7. März, 19:30 Uhr) treffen sie in der Steinberghalle auf die BG Bitterfeld-Sandersdorf-Wolfen 06.

Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 28:18, 18:21, 17:19, 22:23

SC Rist (Punkte): Watkins (26), Roquette (16), Spearman (14), Böke (11), Kindzeka (7), Strauß (5), Erves, Hirschberg, Owusu (je 2), Laatzen, Larysz.

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1. Herren: Am Jugendtag nie in Rückstand

Wirkungsvoll: Denzell Erves verbuchte 16 Punkte und acht Rebounds in 17 Minuten Spielzeit.
Foto: Claus Bergmann

Die Ü35 hatte mit einem 52:51-Finalsieg über den DBV Charlottenburg vorgelegt und sich auf diese Weise den Norddeutschen Meistertitel gesichert. Und anschließend waren die 1. Herren an der Reihe. In einer proppenvollen Steinberghalle am Jugendtag ließ sich auch die Mannschaft von Trainer Michael Claxton nicht lumpen und bezwang den VfL Bochum mit 79:58. Die Teilnahme der Rister an den Playoffs der 2. Basketball-Bundesliga ProB ist damit gesichert, in den verbleibenden beiden Partien geht es darum, die bestmögliche Ausgangsposition für die Meisterrunde zu schaffen, am besten mit einem Tabellenplatz, der den Heimvorteil sichert.

Gegen Bochum lagen die Rister nicht einmal in Rückstand. Ihnen gelang eine überragende erste Spielhälfte, die mit einem Wedeler 14:4-Start begann, nach zehn Minuten stand es 28:9. "Wir sind rausgekommen und wollten gleich zeigen, was Sache ist. Das ist uns gelungen", sagte Kapitän Christoph Roquette. Trainer Michael Claxton lobte: "Das war eine komplett andere Intensität als noch gegen Stahnsdorf." Die Rist-Offensive agierte mit Präzision, Denzell Erves und Brandon Spearman drehten in den ersten 20 Minuten auf. Beide erzielten bis zur Halbzeit jeweils elf Punkte, der SC Rist führte mit 44:23. Die Rister dominierten das Rebound-Geschehen (32:16 nach 20 Minuten) und vermochten die Bochumer bis zur Halbzeit bei einer Feldwurfquote von 21 Prozent (7/34) zu halten. Sicherlich spielte den Hausherren ebenfalls in die Karten, dass VfL-Aufbauspieler Jimmy Sherburne bereits in der Mitte des Anfangsviertels drei Fouls auf dem Konto hatte.

Im Anschluss an die Halbzeit machte sich der VfL daran, den Rückstand zu reduzieren - angeführt vom starken Ryon Howard (21 Punkte, neun Rebounds). Doch die Rister fanden ihren Faden stets schnell wieder, auch im letzen Viertel, als die Führung auf zwölf Punkte schrumpfte (57:45 und 60:48).

Viertelergebnisse: 28:9, 16:14, 13:17, 22:18.

SC Rist (Punkte): Brandon Spearman (23), Denzell Erves (16), Diante Watkins, Christoph Roquette (je 13), Fabian Strauß (6), Fabian Böke (4), René Kindzeka, Paul Owusu (je 2), Lennard Larysz, Jens Hirschberg, Christopher Geist, Jonas Laatzen.

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1. Herren: Auswärtssieg verpasst - Am Sonntag Heimspiel gegen Bochum

Fabian Böke erzielte sechs Punkte. Foto: Claus Bergmann

Das ging in die Hose. Die Rister unterlagen am 23. Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga ProB dem RSV Eintracht 1949 Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf mit 69:85. Schon am Sonntag gibt es die nächste Prüfung für die Mannschaft von Trainer Michael Claxton, der VfL Bochum gastiert in der Steinberghalle, Spielbeginn ist um 17:00 Uhr.

In Brandenburg verpatzten die Rister den Start und lagen nach knapp vier Minuten mit 4:14 im Hintertreffen. Die Wedeler Verteidigung konnte nicht verhindern, dass die Eintracht nach zehn Minuten 26 und zur Spielhälfte bereits 50 Punkte auf dem Konto hatte. Dass sich Spielmacher Diante Watkins schnell zwei Fouls einhandelte und kurz nach der Halbzeit nach dem vierten Vergehen erneut für längere Zeit auf der Bank Platz nehmen musste, half auch nicht gerade. Lediglich zwei Punkte erzielte Watkins am Freitagabend und blieb damit weit unter seinem Saisonschnitt. "Die Stahnsdorfer haben es geschafft, Diante Watkins komplett aus dem Spiel zu nehmen. Sie waren die bessere Mannschaft", sagte Claxton.

Mit einem Kraftakt reduzierten die Rister den Rückstand im zweiten Viertel auf sechs Zähler, doch wenig später hatte sich der Aufwind wieder verflüchtigt. Teilweise trennten beide Mannschaften 20 Punkte und mehr, diesen Graben vermochten die Rister nicht mehr zuzuschütten, sechs Punkte in Folge in den letzten 66 Sekunden der Partie sorgten noch für Ergebniskorrektur, doch die Punkte blieben in Brandenburg. "Offensiv haben wir nie zu unserem Rhythmus gefunden und in der Defensive waren wir auch nie auf der Höhe", zog Claxton Bilanz.

Am Sonntag (22. Februar, 17:00 Uhr) trifft seine Mannschaft in der Steinberghalle auf den VfL Bochum, der gestern Abend die BG Bitterfeld-Sandersdorf-Wolfen 06 (69:68) bezwang. Überragender VfL-Akteur war dabei Jimmy Sherburne, der nicht nur 27 Punkte erzielte, sondern auch zehn Assists verteilte, sieben Rebounds fischte und vier Ballgewinne verbuchte. Claxton ist auch von einem anderen Bochumer angetan, dem erfahrenen Flügelspieler Ryon Howard nämlich: "Er ist einer der besten Spieler in dieser Liga, der unheimlich vielseitig in seiner Spielweise ist", meint Claxton. Das Hinspiel gewann Bochum mit 75:62, die Rister und der VfL sind derzeit punktgleich (jeweils 24 Zähler).

SC Rist (Punkte):
Spearman (25), Roquette (15), Kindzeka (7), Böke (6), Owusu (5), Erves (4), Strauß (3), Geist, Watkins (je 2), Hirschberg, Laatzen.

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1. Herren erkämpfen sich die Punkte in Recklinghausen

Ein Gespann mit Präzision: Diante Watkins (links) und Fabian Strauß trafen zusammen sieben Dreipunktwürfe. Foto: Claus Bergmann

Nach dem deutlichen Heimserfolg gegen die Uni-Riesen Leipzig ließen die 1. Herren am 21. Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga ProB einen 96:89-Sieg bei Citybasket Recklinghausen folgen. Die Mannschaft von Michael Claxton festigte damit den zweiten Tabellenplatz.

Die Rister legten einen 5:0-Start hin, in der vierten Minute übernahm Recklinghausen die Führung und hielt diese bis in die Schlussphase des dritten Viertels. 30 gegnerische Punkte ließ man während der ersten zehn Minuten zu, das war dann doch etwas zu viel. "Citybasket hat zu Beginn das Tempo kontrolliert und war aggressiver als wir", sagte Claxton. Danach habe sich sein Team aber immer besser zurechtgefunden, sich herangekämpft und über die gesamte Partie hinweg die wichtigen Distanzwürfe getroffen.

Doch es war ein langer Weg. Nach dem 41:47-Rückstand zur Halbzeit (aus Wedeler Sicht) bauten die Gastgeber ihren Vorsprung zunächst aus, doch Stück für Stück knabberten vor allem Christoph Roquette und Brandon Spearman die Punktedifferenz ab, dreieinhalb Minuten vor dem Ende des dritten Abschnitts glich Denzell Erves zum 56:56 aus. Spearman brachte die Rister dann in Führung, allerdings blieb dies vorerst ein kurzes Vergnügen. Recklinghausen hieb zurück, ehe Diante Watkins in den letzten Sekunden des dritten Viertels das Geschehen an sich riss. Zuvor war der Spielmacher verhältnismäßig unauffällig gewesen, nun drehte er mit neun Zählern innerhalb von 55 Sekunden kurzerhand die Partie zum 68:67 aus Sicht des SC Rist.

Es sollte eine spannende Angelegenheit bleiben, die die Rister mit Nervenstärke zu ihren Gunsten entschieden. Die Treffsicherheit aus der Ferndistanz war kein zu unterschätzender Siegfaktor, die Rister trafen zwölf Dreier bei einer Quote von 55 Prozent, Watkins erzielte vier, Fabian Strauß drei Dreipunktwürfe. "Unsere Schützen legen nun mehr Konstanz an den Tag", lobte Claxton. "Jeder hat auf dem Feld seinen Teil zu diesem Sieg beigetragen", sagte der Trainer. "Wir denken einfach weiter von Spiel zu Spiel und wollen am Ende so weit oben wie möglich in der Tabelle stehen." Am kommenden Wochenende haben die Rister spielfrei, anschließend steht am 20. Februar (auswärts gegen RSV Eintracht) und 22. Februar (heim gegen Bochum) eine Doppelaufgabe an.

Statistik: Viertelergebnisse: 30:22, 17:19, 20:27, 22:28

SC Rist (Punkte): Diante Watkins (23), Brandon Spearman (19), Christoph Roquette (12), Fabian Böke, Jens Hirschberg (je 11), Fabian Strauß (9), Denzell Erves (6), Lennard Larysz (3), René Kindzeka (2), Jonas Laatzen.

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1. Herren: Beste Saisonleistung und klarer Heimsieg

Starke Leistung gegen Leipzig: Jens Hirschberg. Foto: Claus Bergmann

Die 1. Herren besiegten die Uni-Riesen Leipzig am 20. Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga ProB mit 92:65 (46:34) und stockten ihr Punktekonto auf 22 auf.

Die Rister, die kurz vor dem Jahreswechsel sechs Partien in Folge verloren hatten und um ihre Saisonziele bangen mussten, zeigten ihre beste Saisonleistung und glänzten auch spielerisch. "Wir wollten schnell die Kontrolle über das Spiel erlangen, und das ist uns dann im zweiten Viertel auch gelungen," sagte Trainer Michael Claxton, dessen Team dafür allerdings erheblichen Widerstand brechen musste. Im ersten Abschnitt führten die Sachsen bereits 16:11, wurden diese Führung aber schon bald wieder los.

Claxtons Auffassung nach bildete vor allem die aufopferungsvolle Defensivarbeit seiner Mannschaft die Basis für den Sieg. "Die gute Verteidigung hat es uns in einem sehr körperbetonten Spiel erlaubt, auch eine starke Angriffsleistung zu zeigen." Mit Diante Watkins, Jens Hirschberg, Denzell Erves und Christoph Roquette erzielten vier Wedeler jeweils mehr als zehn Punkte.

Überragender Rister war Watkins. Neben 25 Punkten bilanzierte er 16 Assists, und genau das war nach Auffassung des ebenfalls starken Jens Hirschberg der Schlüssel zum klaren Wedeler Erfolg. "Wir haben unglaublich viele Pässe gespielt, die zu Körben geführt haben", sagte Hirschberg, der selbst bei drei von vier Wurfversuchen aus der Ferndistanz Erfolg hatte.

Als Mannschaft schafften es die Rister auch, den Ausfall von drei Stammspielern zu kompensieren. Janis Stielow fehlte, Paul Owusu zwang eine fiebrige Grippe zum Pausieren, und Brandon Spearman zog sich im Laufe der Partie beim Zusammenprall mit einem Leipziger eine Platzwunde am Kopf zu, die im Krankenhaus genäht werden musste.

Den in der ProB-Punktrunde noch ausstehenden fünf Partien sehen die Rister gelassen, aber keinesfalls lässig entgegen. "In dieser Form können wir jeden Gegner besiegen", sagte Fabian Böke. Das sieht Michael Claxton zwar ähnlich, warnt aber vor dem Gastspiel seiner Mannschaft bei Citybasket Recklinghausen am kommenden Sonnabend, 7. Februar (19.30 Uhr), zugleich vor allzu großer Euphorie. "Die Frage ist, ob wir schon so konstant sind, dass wir diese Leistung immer abrufen können."

Statistik: Viertelergebnisse: 20:20, 26:14, 23:13, 23:18.

SC Rist (Punkte): Diante Watkins (25), Denzell Erves, Christoph Roquette (je 18), Jens Hirschberg (13), Brandon Spearman (8), Fabian Böke (4), Fabian Strauß, Lennard Larysz (je 3), René Kindzeka, Jonas Laatzen.

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1. Herren: Keine Antwort auf Wynnes Glanzminuten

Fabian Böke kam in Oldenburg auf elf Punkte (hier eine Szene aus dem Hinspiel). Foto: Claus Bergmann

Die 1. Herren haben ihre erste Niederlage im Jahr 2015 kassiert, die Rister unterlagen der Spielgemeinschaft von Baskets Akademie Weser-Ems und Oldenburger Turnerbund am 19. Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga ProB mit 73:85.

Fabian Böke erzielte die ersten Zähler der Partie für den SC Rist, doch im Verlauf des Anfangsviertels trennten sich die Wege von Oldenburgern und Ristern bereits erstmals, was die Punktausbeute betraf. Mit einem 13:2-Lauf setzten sich die Gastgeber in der Sporthalle am Haarenufer auf 20:8 ab, doch den unbehaglichen Zwischenstand nach zehn Minuten bekämpfe die Mannschaft von Trainer Michael Claxton nach der ersten Pause mit wirkungsvollen Mitteln.

Wieder eröffnete Böke, diesmal mit vier Zählern in Folge, Brandon Spearman legte drei Punkte obendrauf, dann begann das große Preisschießen, aus dem die Oldenburger als Sieger hervorgehen sollten. Arthur Zaletskiy erhöhte per Dreier zum 23:15 für die Niedersachsen, eine 12:4-Gegenattacke der Rister, unter anderem mit zwei erfolgreichen Ferndistanzwürfen von Böke und René Kindzeka, glich die Partie aus (27:27). Und mehr noch: Freiwürfe von Spearman und Paul Owusu brachten die Rister mit zwei Punkten in Front. Dreieinhalb Minuten vor der Halbzeit wollte Oldenburgs Trainer Mladen Drijencic die Lage in einer Auszeit besprechen. Seine Worten fanden Anklang, die Hausherren legten schnell noch 13 Zähler ins Gepäck, darunter dank Luka Buntic und Preston Wynne neun per Dreier. Die zarte Wedeler Führung war geschmolzen, zumindest verschaffte Diante Watkins den Ristern vier Sekunden vor der Halbzeit per Korbleger noch ein Erfolgserlebnis, Oldenburg führte 40:33.

Eine ähnliche Reaktion wie nach dem Rückstand im ersten Viertel gelang Claxtons Mannschaft nicht noch einmal. Die Niedersachsen legten im Anschluss an den Seitenwechsel nach, die fünf Oldenburger Zähler beantwortete Watkins per Dreier und schien damit seinen Landsmann Wynne zu reizen. Denn nun traf der US-Amerikaner fast nach Belieben und erzielte 16 seiner insgesamt 25 Punkte in kaum mehr als siebeneinhalb Minuten, dreimal war Wynne dabei von jenseits der Dreierlinie erfolgreich. Watkins konterte die Glanzminuten seines Landsmanns mit 13 Punkten, vier weitere Kindzeka-Zähler und ein Dreier von Fabian Strauß ließen die Oldenburger zumindest nicht völlig enteilen. Doch die Aufgabe, den 58:70-Rückstand im letzten Viertel noch umzubiegen, glich zweifellos einer äußerst anspruchsvollen Prüfung, da die Hausherren natürlich keinesfalls gewillt waren, fortan klein beizugeben. Die Partie abermals zu drehen, misslang den Ristern, Oldenburg verteidigte den Vorsprung souverän, in die Nähe eines Auswärtssieges kam man nicht mehr.

Am kommenden Sonnabend (31. Januar, 19:00 Uhr) treffen die Rister in der Steinberghalle auf die Uni-Riesen Leipzig, die jüngst Tabellenführer Rostock bezwangen.

Statistik: Viertelergebnisse: 20:8, 20:25, 30:25, 15:15.

SC Rist (Punkte): Diante Watkins (27), Fabian Böke (11), Christoph Roquette (10), René Kindzeka (9), Brandon Spearman (4), Denzell Erves, Fabian Strauß, Paul Owusu (je 3), Jens Hirschberg (2), Lennard Larysz (1).

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1. Herren: Start-Ziel-Sieg am Steinberg

Gelb gegen Rot: Diante Watkins tankt sich zum Korb durch. Foto: Claus Bergmann

Die 1. Herren bleiben im Jahr 2015 ungeschlagen. Gegen Braunschweig gab es am 18. Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga ProB einen 79:66-Heimsieg.

"Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis", sagte Trainer Michael Claxton nach der Partie. Gegen die Niedersachsen gelang den Ristern ein starker Auftakt, ein furioses erstes Viertel beendete Brandon Spearman bei seiner Heimpremiere mit einem Dreier zum Zwischenstand von 23:11.

Claxtons Mannschaft blieb auch in der Folge mit dem Fuß auf dem Gaspedal und legte nach, ließ die Führung auf 58:28 (25. Spielminute) hochschnellen. Anschließend aber zeigte sich, woran es den Ristern in dieser Saison mangelt. "Wir sind immer noch auf der Suche nach der Konstanz über 40 Minuten, auch die Braunschweiger sind im dritten Viertel noch einmal aufgekommen, obwohl wir sie vorher kontrolliert hatten", sagte Claxton. Nach der höchsten Führung erzielte Braunschweig sieben Zähler in Folge, Claxton nahm eine Auszeit, doch bis zum Ende des dritten Viertels und damit fünf Minuten lang blieb seine Mannschaft ohne eigenen Korberfolg.

Aber knapp wurde es dann nicht mehr, obwohl die Niedersachsen den Schlussabschnitt mit einem Korbleger von Adrian Didovic eröffneten, es stand 58:43. Rund fünfeinhalb Minuten vor dem Ende hieß es 65:54, doch fünf Punkte in Folge von Diante Watkins ließen dann keine weiteren Zweifel aufkommen. Erfreulich: Alle eingesetzten Rister punkteten - 21 Ballverluste hingegen waren auf der Negativseite zu verbuchen.

Statistik: Viertelergebnisse: 23:11, 25:14, 10:16, 21:25.

SC Rist (Punkte): Brandon Spearman (21), Diante Watkins (15), Christoph Roquette (12), Fabian Böke (10), Lennard Larysz (6), Paul Owusu (4), Denzell Erves, Jens Hirschberg, René Kindzeka (je 3), Fabian Strauß (2).

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1. Herren: Zweiter Sieg in diesem Jahr

Brandon Spearman feierte ein gelungenes Pflichtspieldebüt. Foto: Claus Bergmann

Die Rister sind nach ihrer Durststrecke zum Jahresende wieder auf Playoff-Kurs. Am 17. Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga ProB bezwang man den SC Itzehoe mit 84:77 und errang somit den dritten Auswärtssieg der Saison. Zu den Garanten des Sieges zählte auch Brandon Spearman, der bei seinem Debüt 20 Punkte und sechs Rebounds erzielte.

Die Rister mussten zunächst einem Rückstand hinterherlaufen. Insbesondere Itzehoes Topscorer Jonathon Williams und Center Renaldo Dixon stellten die Wedeler Verteidigung vor Probleme, zudem dominierten die Gastgeber das Rebound-Geschehen. Nach dem Gleichstand (22:22) zur ersten Viertelpause mussten Michael Claxtons Jungs sieben Itzehoer Punkte in Folge zulassen, ehe Jens Hirschberg einen Dreier traf. Doch unverändert war: Die Rister blieben im Rückstand, ohne den Abstand jedoch zu groß werden zu lassen. Der Stand zur Halbzeit: 42:45.

Anschließend lief es in der Offensive wie am Schnürchen, Mitte des dritten Viertels brachte René Kindzeka seine Mannschaft mit einem erfolgreichen Dreipunktwurf zum 57:56 in Front. Neun Zähler betrug die Wedeler Führung zwischenzeitlich (72:63), ehe Itzehoe bis zur letzten Viertelpause noch um drei Punkte verkürzte.

Denzell Erves und Christoph Roquette erhöhten auf 76:66 für den SC Rist, es blieb spannend, beide Mannschaften wahrten ihre Siegchancen. 80:77 hieß es aus Wedeler Sicht zwei Minuten vor Schluss, Diante Watkins per Sprungwurf und Spearman mit zwei verwandelten Freiwürfen stellten den Endstand her.

Am kommenden Sonnabend (17. Januar, 19:00 Uhr) sind die Rister wieder in der heimischen Steinberghalle aktiv und treffen auf Braunschweig.

Viertelergebnisse: 22:22, 23:20, 21:30, 11:12.

SC Rist (Punkte): Brandon Spearman (20), Diante Watkins (14), Denzell Erves (13), Christoph Roquette (12), Fabian Böke (7), René Kindzeka, Janis Stielow (je 5), Jens Hirschberg, Fabian Strauß (je 3), Lennard Larysz (2), Jamo Ruppert, Paul Owusu.

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1. Herren: Durststrecke beendet - Rister bezwingen Magdeburg

Paul Owusu (Mitte) bot bei seiner Rückkehr eine gute Leistung. Foto: Claus Bergmann

Das Aufatmen war in der Steinberghalle sowohl auf der Tribüne als auch auf der Trainerbank fast schon körperlich zu spüren. Mit einem hart erkämpften, aber dennoch souveränen 89:75 (46:34) über die Otto Baskets Magdeburg durchbrachen die Rister die Abwärtsspirale und legten ihre schwarze Serie von sechs Niederlagen in Folge zu den Akten.

"Uns war allen klar, dass wir unsere Durststrecke endlich beenden mussten. Das haben wir geschafft, und der Sieg tut gut", sagte Trainer Michael Claxton. Auf welche Weise und in welcher Höhe die Partie zugunsten der Hausherren entschieden wurde, war Kapitän Christoph Roquette nach 40 intensiven Minuten relativ egal. "Ich hoffe, dass der Knoten jetzt geplatzt ist, nachdem wir uns in den Wochen davor zu viele Fehler erlaubt haben, dafür bestraft worden sind und heute wieder vieles richtig gemacht haben."

Garant des achten Saisonsieges war die Treffsicherheit der Rister, die statistisch fast jeden zweiten Versuch aus dem Feld versenkten (33 von 68) und den Gästen aus Sachsen-Anhalt zudem elf Drei-Punkte-Würfe einschenkten. Schon in den ersten fünf Minuten der Begegnung trafen René Kindzeka und Fabian Strauß jeweils zweimal aus der Ferndistanz. Beide hatten am Ende ebenso eine zweistellige Punktezahl auf dem Konto wie vier weitere Rister: Janis Stielow, Diante Watkins, Denzell Erves und Fabian Böke. Claxton war voll des Lobes darüber, wie die Schützen in Szene gesetzt wurden - und auch die Leistung von Paul Owusu sagte dem Trainer zu. Owusu meldete sich nach sechsmonatiger Basketball-Auszeit zurück. "Mit Paul haben wir noch mehr Präsenz unter dem Korb, auch wenn er noch etwas den Trainingsrückstand aufholen muss", so Claxton.

In Sachen Playoff-Start sieht der Trainer nach dem Erfolg über einen Mitkonkurrenten nun wieder bessere Perspektiven für seine Mannschaft, doch sei das Ziel nur erreichbar, wenn weiterhin konzentriert und mit voller Kraft gearbeitet werde. "Bis es so weit ist, sind noch neun Spiele zu absolvieren, die uns alles abverlangen werden", meint der 38-Jährige. Am kommenden Sonnabend, 10. Januar (19.30 Uhr), wartet mit dem SC Itzehoe auswärts schon der nächste schwere Brocken auf die Rister.    

Statistik: Viertelergebnisse: 29:24, 17:10, 17:16, 26:25.

SC Rist (Punkte): Janis Stielow (19), Diante Watkins (16), René Kindzeka (15), Denzell Erves (13), Fabian Strauß (11), Fabian Böke (10), Jens Hirschberg (3), Christoph Roquette (2), Paul Owusu, Lennard Larysz, Christopher Geist, Jamo Ruppert.

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1. Herren müssen sich in Herten geschlagen geben

Hertens Lars Meyer schenkte den Ristern 16 Punkte ein. Foto: Claus Bergmann

Der gefährlichste Gegner, mit dem sich die 1. Herren für Woche in den Punktspielen der 2. Basketball-Bundesliga Pro B Nord auseinandersetzen müssen, ist ihre Unbeständigkeit. Das zeigte sich auch im letzten Duell des Jahres 2014, das die Wedeler bei den Hertener Löwen trotz einer ausgeglichenen ersten Halbzeit und eines starken Endspurts im Schlussabschnitt aufgrund eines schwachen dritten Viertels 79:90 (37:38) verloren.

Unterschiedlicher hätten die Reaktionen von Siegern und Besiegten im Ruhrgebiet, für die Wedeler von jeher ein heißes Pflaster, nach der Schlusssirene kaum ausfallen können. Während die Hertener mit dem früheren Rist-Akteur Marvin Boadu in ihren Reihen nach dem vierten Sieg in Folge das Team der Stunde in der Nordstaffel bleiben und das Tabellenende verließen, warten die Gäste seit nunmehr sechs Partien auf Zählbares. Dabei war die Mannschaft von Headcoach Michael Claxton mit sieben Siegen aus den ersten acht Spielen furios in die Saison 2014/15 gestartet, ehe sie in eine fatale Abwärtsspirale geriet, aus der sie noch keinen Ausweg gefunden hat.

Seine Enttäuschung über den neuerlichen Rückschlag versuchte Claxton denn auch nicht zu verbergen. "In der Halbzeitpause war ich davon überzeugt, dass wir uns an beiden Enden des Spielfeldes noch einmal steigern können, aber dann haben sich die Gewichte im dritten Viertel dramatisch zu unseren Ungunsten verlagert", sagte der 38-Jährige. Gescheitert sah der Trainer sein Team vor allem an fehlender Treffsicherheit und der nötigen Zeit, seine Angriffe auszuspielen. "Mentale Fehler in der Verteidigung und viele verpasste Gelegenheiten in der Offensive haben uns um alle Siegchancen gebracht."

Die insgesamt siebte Saisonniederlage der Wedeler konnte auch eine weitere starke Vorstellung von Diante Watkins (30 Punkte), noch zweistellige Wurfausbeuten von Denzell Erves (14), Christoph Roquette (12) und Janis Stielow (zehn) verhindern. Marvin Boadu schenkte seinen ehemaligen Vereinskameraden zwölf Punkte ein, davon sechs aus der Ferndistanz.

In der Spielpause über Weihnachten und Neujahr, die die Rister (14 Punkte) trotz ihrer Misserfolgsserie auf einem Play-off-Platz verbringen, will Michael Claxton seinen Spielern Gelegenheit geben, sich von den körperlichen und mentalen Strapazen der seit Ende September absolvierten 14 Pro-B-Partien zu erholen. Allzu viel Zeit verbleibt den Wedelern dafür aber nicht, denn bereits am Sonnabend, 3. Januar 2015 (19 Uhr), stellt sich mit den Otto Baskets Magdeburg der nächste Gegner in der Steinberghalle vor.

Statistik: Viertelergebnisse: 18:15, 20:22, 31:16, 21:26.

SC Rist: Diane Watkins (30 Punkte), Denzell Erves (14), Christoph Roquette (12), Janis Stielow (10), Fabian Strauß (6), Fabian Böke (5), René Kindzeka (2), Jamo Ruppert, Jens Hirschberg, Lennard Larysz.

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1. Herren verlieren gegen Dresden

22 Punkte, aber auch sieben Ballverluste: Diante Watkins. Foto: Claus Bergmann

Mit dem 70:89 (39:51) beim bisherigen Tabellenletzten Dresden Titans kassierten die Rister die fünfte Niederlage in der 2. Basketball-Bundesliga Pro B in Folge und verpassten die ersehnte Trendwende.

Ausschlaggebend für die sechste Saisonniederlage der Rister waren vor allem 23 Ballverluste, von denen sieben auf das Konto von Aufbauspieler Diante Watkins gingen. Gleichwohl war der Spielmacher bester Korbschütze der Gäste, für die ansonsten nur noch Denzell Erves (zehn Zähler) zweistellig traf. Eine kurze Aufholjagd im dritten Viertel reichte den Gästen schon deshalb nicht mehr für Zählbares, weil die Dresdner sich zu Beginn des Schlussabschnitts mit einem 6:0-Lauf noch weiter absetzen konnten. Bester Akteur der Titans war Damon Smith mit 21 Punkten und acht Rebounds, auch Guy Aud trumpfte auf.

Am kommenden Sonnabend, 20. Dezember (19.30 Uhr) müssen sich Michael Claxton und sein Team im letzten Spiel des Jahres 2014 mit den Hertener Löwen (neun Punkte) auseinander setzen.

Statistik: Viertelergebnisse: 25:21, 26:18, 17:20, 21:11

SC Rist (Punkte): Diante Watkins (22), Denzell Erves (10), René Kindzeka (9), Christoph Roquette, Fabian Böke (je 8), Fabian Strauß (5), Jens Hirschberg, Lennard Larysz (je 3), Jamo Ruppert (2), Christopher Geist, Markus Timm.

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1. Herren: Keine Wende im Spitzenspiel

Harte Arbeit: Christoph Roquette im Duell mit zwei Rostockern.
Foto: Claus Bergmann

Die 1. Herren haben die unmittelbare Rückkehr an die Tabellenspitze der 2. Basketball-Bundesliga ProB verpasst. Vor 680 Zuschauern unterlagen die Wedeler in der Steinberghalle im Topspiel den Rostock Seawolves mit  75:88 (46:39) und fielen zum Abschluss der Hinrunde nach der vierten Niederlage in Folge mit weiterhin 14 Punkten auf Platz drei zurück.

Dabei hatte das Heimteam in der ersten Halbzeit phasenweise dominiert, setzte sich dank eines 8:0-Lauf im Auftaktviertel auf 17:11 ab und führte auch zur Halbzeit mit sieben Punkten Vorsprung. Doch diejenigen unter den Rist-Fans, die ihr Team bereits als Herbstmeister sahen, hatten sich zu früh gefreut. Die Mecklenburger drehten nach dem Seitenwechsel auf, insbesondere der Kanadier Yannick Anzuluni. Der treffsichere 2,05-Meter-Mann spielte nach schwachem Start fast durch, war mit 21 Punkten noch vor Diante Watkins (20) bester Korbschütze der Partie und riss damit seine Teamkameraden mit. Zudem verschliss Rostocks Topscorer mehrere Gegenspieler, darunter auch den etwa gleich großen Fabian Böke. "Er ist zwar heiß gelaufen, aber wir hätten es trotzdem schaffen müssen, ihn zu stoppen", sagte der Wedeler Power Forward. 

Da dies aber nicht gelang, steigerten sich mit Anzuluni auch die übrigen Rostocker, insbesondere im Angriff und trafen dort überdurchschnittlich aus der Ferndistanz. Statistisch verwandelten die Gäste jeden zweiten und die Wedeler nur jeden dritten Wurf von jenseits der Dreierlinie. "Die Rostocker haben aus der Ferndistanz besser getroffen als in Korbnähe, das ist unglaublich", sagte Trainer Michael Claxton. Das war aber nicht das einzige Ärgernis für den 38-Jährigen, der beim Gegner auch mehr Ballbewegung beobachtete hatte. Ein Übriges habe die frühzeitige hohe Foulbelastung einiger Spieler getan. Böke und Kapitän Christoph Roquette mussten sich spätestens nach dem dritten Regelverstoß in der Verteidigung zurückhalten, für René Kindzeka, Janis Stielow und Denzell Erves war die Partie nach dem jeweils fünften Foul vorzeitig beendet.

"Es war ein tolles Spiel von beiden Teams, in dem wir uns aber nicht belohnt haben, weil in der zweiten Halbzeit fast alles gegen uns lief", sagte Claxton. "Wir haben ein gutes Team, das die Wende schaffen wird, wenn wir zusammenhalten und weiter hart arbeiten." Nächster Gegner des SC Rist sind am Sonntag, 14. Dezember, auswärts die Dresden Titans.

Statistik: Viertelergebnisse: 22:24, 24:15, 11:25, 18:24.

SC Rist (Punkte): Diante Watkins (20), Janis Stielow, Denzell Erves (je 16), Christoph Roquette (10), René Kindzeka (7), Fabian Strauß (3), Fabian Böke (2), Jens Hirschberg (1),Markus Timm, Jamo Ruppert, Jonas Laatzen.

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1. Herren: Die Punkte bleiben in Braunschweig

Michaels Claxtons Mannschaft musste sich in Braunschweig geschlagen geben.
Foto: Claus Bergmann

Die 1. Herren sind die Tabellenführung in der 2. Basketball-Bundesliga ProB Nord los. Bei den Baskets Braunschweig verlor das Team von Headcoach Michael Claxton 71:80 (30:42).

In der riesigen Volkswagen-Halle, in der die Braunschweiger vor großer Kulisse für gewöhnlich nur das Niedersachsen-Derby gegen ProB-Absteiger Herzöge Wolfenbüttel austragen, liefen die Wedeler von einer 7:6-Führung, für die Diante Watkins per Freiwurf sorgte, abgesehen meist Rückständen nach. Das lag vor allem an den Ballverlusten, die die jungen Braunschweiger mit ihrer aufopferungsvollen Defensive provozierten. Allein in der ersten Halbzeit ließ sich das Gästeteam um Kapitän Christoph Roquette 15-mal das Spielgerät abjagen, während sich die Braunschweiger nur sechs Turnovers leisteten. "Die Braunschweiger haben sehr gut verteidigt, während einige meiner Spieler nervös wirkten", sagte Claxton. Ein Übriges tat nach einem ausgeglichenen Auftaktviertel ein 5:0-Lauf der Baskets zu Beginn des zweiten Abschnitts.

Trotz eines Zwölf-Punkte-Rückstandes zur Pause starteten die Wedeler nach dem Seitenwechsel eine Aufholjagd, reduzierten den Rückstand nicht zuletzt dank einiger gelungener Aktionen von Jamo Ruppert auf fünf Punkte (56:61) nach dem dritten Viertel. Gleichwohl blieb die Fehlerquote der Gäste hoch, die es am Ende auf 20 Ballverluste und damit doppelt so viele wie die Braunschweiger brachten. Wenigstens das Rebound-Duell konnten die Wedeler mit 41:34 für sich entscheiden, René Kindzeka griff sich allein zehn Abpraller. "Die Jungs haben toll gekämpft, aber am Ende hat die Summe der kleinen Fehler den Ausschlag gegen uns gegeben", so Claxton.

Im Angriff spielte dem Gästeteam, das die zweite Halbzeit mit 41:38 gewann, ein Braunschweiger Trio übel mit. Martin Bogdanov, Sid-Marlon Theis und Robin Amaize erzielten zusammen 59 von 80 Punkten der Heimmannschaft.

In der mittlerweile ungewohnten Rolle des Jägers empfangen die Rister am Sonnabend, 6. Dezember (19 Uhr, Steinberghalle), den EBC Rostock zum nächsten Heimspiel.

Statistik: Viertel: 17:15, 25:15, 19:26, 19:15.

SC Rist (Punkte): Diante Watkins (23), Christoph Roquette (15), Denzell Erves (12), Jamo Ruppert (7), Jens Hirschberg (4), Fabian Strauß (3), René Kindzeka, Fabian Böke, Markus Timm (je 2), Lennard Larysz (1), Jonas Laatzen.

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1. Herren: Erste Heimniederlage

Augen zu und durch: Janis Stielow gegen Hertens Sven Jeuschede. Foto: Claus Bergmann

Weder die Saisonrekordkulisse von 650 Zuschauern in der Steinberghalle noch die 40-minütige leidenschaftliche Anfeuerung durch Mädchen und Jungen der Wedeler Altstadtschule konnte die 1. Herren vor der ersten Heimniederlage in der Saison 2014/15 bewahren. Mit 72:73 (34:37) unterlag das Team von Headcoach Michael Claxton dem Tabellenletzten Hertener Löwen.

Hängenden Kopfes gingen die Rister trotz aufmunternden Beifalls nach der Schlusssirene vom Parkett. In einer engen Partie mit 13 Führungswechseln und acht unentschiedenen Zwischenständen hatten sie es nicht geschafft, ihre Favoritenstellung deutlich zu machen. Einem 10:0-Lauf zum 19:13 im zweiten Viertel, bei dem sich Jens Hirschberg mit fünf Punkten in Folge hervortat, folgte ein Konzentrations- und Leistungseinbruch mit fatalen Folgen: Die Gäste aus dem Ruhrgebiet fanden zurück ins Spiel, waren den Wedelern fortan ein ebenbürtiger Gegner und in der dramatischen Schlussphase die etwas glücklichere Mannschaft.

Vor allem eine Vielzahl von Ballverlusten seines Teams (17), denen 13 Steals der Hertener gegenüberstanden, und 22 gegnerische Fastbreak-Punkte hatte Michael Claxton als Ursache für die erste Heimniederlage seiner Mannschaft ausgemacht: "Wir sind in der Verteidigung einfach nicht schnell genug zurückgelaufen." An der Freiwurflinie ließ seine Mannschaft darüber hinaus zu viele Punkte liegen (18/30). Zudem schenkte ein Hertener den Wedelern kräftig ein. "DeShaun Cooper war der mit Abstand beste Akteur auf dem Feld und hat die Partie entschieden", sagte Claxton.

26 Punkte, drei Assists und zwei Ballgewinne bilanzierte der 1,73 Meter große Amerikaner, den auf Wedeler Seite wohl nur sein ebenso kleiner wie wendiger Landsmann Diante Watkins hätte stoppen können. Doch der Pro-B-Spieler des Monats Oktober konnte aufgrund einer Grippe nur auf der Bank mitfiebern. "Ich wollte spielen, aber der Arzt hat mir davon abgeraten, weil es zu gefährlich für mich gewesen wäre", sagte der 24-Jährige. Als Topscorer sprang Janis Stielow in die Bresche, der 19 Punkte erzielte. Auf der Gegenseite kam der ehemalige Rister Marvin Boadu bei seinem Debüt für Herten auf 12 Zähler.

Statistik: Viertelergebnisse: 14:13, 20:24, 19:21, 19:15.

SC Rist (Punkte): Janis Stielow (22), Denzell Erves (16), Christoph Roquette (12), Jens Hirschberg (8), Lennard Larysz (7), René Kindzeka (5), Markus Timm (2), Fabian Strauß, Jamo Ruppert, Fabian Böke, Lennart Liebke, Jonas Laatzen.

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1. Herren: Nach Fehlstart reichte es nicht zum Sieg

16 Punkte in Bochum: René Kindzeka.
Foto: Claus Bergmann

Die erste von drei Reisen nach Nordrhein-Westfalen in der regulären Saison 2014/15 endete für die 1. Herren mit einer Niederlage. Beim VfL Bochum unterlag die Mannschaft von Headcoach Michael Claxton 62:75 (27:35). Damit riss eine Erfolgsserie von sechs Siegen in Folge.

Ausschlaggebend für die Niederlage war für den Rist-Trainer vor allem der schlechte Start. In Windeseile zogen die Bochumer von 13:5 über 24:7 auf 27:11 zu Beginn des zweiten Abschnitts davon. Es folgte die stärkste Phase der Wedeler, die den Rückstand bis zur Halbzeit auf acht Punkte reduzierten.

Hoffnung kam bei den Ristern auf, als zwei verwandelte Freiwürfe von Denzell Erves sie auf vier Punkte heranbrachten. Doch das reichte nicht für die Wende. "Wir waren anfangs nicht konkurrenzfähig, und auch später fehlte uns oft die nötige Intensität", sagte Claxton. Gescheitert sah der Coach sein Team vor allem im Angriff. "Während die Bochumer immer dann getroffen haben, wenn es nötig war, wollten bei uns auch ganz normale Würfe nicht in der Korb fallen."

Verlassen konnte sich der Coach vor allem auf seine Starting Five. Diante Watkins, Erves, Christoph Roquette, René Kindzeka und Fabian Strauß trugen 58 von 62 Zählern bei. Die übrigen vier gingen auf das Konto von Lennard Larysz, der in der Schlussphase bei einem erfolgreicher Ferndistanzwurf gefoult wurde und auch den dafür fälligen Freiwurf verwandelte. "Ansonsten kam von der Bank viel zu wenig", monierte Claxton. Besonders kräftig eingeschenkt bekamen die Wedeler von Bochums James Sherburne (26 Punkte, davon zwölf aus der Ferndistanz) und Center Michael Haucke (16), zweistellig traf zudem Chamseddine Korbi.

Am kommenden Sonnabend, 22. November, treffen die Wedeler erneut auf ein Team aus dem Ruhrgebiet. Zu Gast in der Steinberghalle sind um 19 Uhr die Hertener Löwen.

Statistik: Viertelergebnisse: 24:7, 11:20, 23:19, 15:16.

SC Rist (Punkte): Diante Watkins (17), René Kindzeka, Denzell Erves (je 16), Christoph Roquette (7), Lennard Larysz (4), Fabian Strauß (2), Jens Hirschberg, Christopher Geist, Jonas Laatzen, Lennart Liebke, Jamo Ruppert, Markus Timm.

Statistik...

1. Herren: Zweiter Sieg innerhalb von 48 Stunden

Bestes Saisonspiel: Jamo Ruppert. Foto: Claus Bergmann

Wer will die Basketballer des SC Rist auf ihrem Siegeszug durch die 2. Basketball-Bundesliga ProB Nord stoppen? Diese Frage dürften sich mittlerweile nicht nur die Konkurrenten in der dritthöchsten deutschen Herren-Spielklasse stellen, sondern auch die Fans des Clubs. Zum Abschluss eines Doppelspieltages besiegten die Wedeler vor 350 Zuschauern in der Steinberghalle den RSV Eintracht Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf mit 76:49 (37:19), nachdem sie keine 48 Stunden zuvor auswärts mit 86:72 (41:30) über die BG Bitterfeld-Sandersdorf-Wolfen 06 (BSW Sixers) triumphiert hatten. Das Team von Headcoach Michael Claxton (14 Zähler) übernahm mit dem sechsten Sieg in Folge zudem die alleinige Tabellenführung, weil die punktgleichen Rostock Seawolves in Recklinghausen 57:73 verloren.

Vom Kräfteverschleiß in Sachsen-Anhalt war dem Heimteam in Wedel nichts anzumerken, stattdessen machte Claxtons Team genau dort weiter, wo es bei den Sixers aufgehört hatte. Die Gäste aus Brandenburg waren gedanklich offensichtlich noch im Bus, als sie auch schon 2:11 zurücklagen und ein katastrophales erstes Viertel mit 6:25 beendeten. "Wir haben es geschafft, den Schwung aus dem schnellen Spiel bei den Sixers in dieses Spiel mitzunehmen, obwohl wir auf dem Rückweg stundenlang in einem 75 Kilometer langen Stau feststeckten", sagte der Wedeler Coach Claxton.

Motor des Heimteams war einmal mehr US-Aufbauspieler Diante Watkins (20 Punkte/acht Korbvorlagen), der ebenso wie Landsmann Denzell Erves (21 Zähler/neun Rebounds) ein Double-Double knapp verpasste. Seine beste Saisonleistung bot Jamo Ruppert , der 13 Punkte erzielte.

All dem hatten die schlecht treffenden Brandenburger mit zunehmender Spieldauer immer weniger entgegenzusetzen, sodass es sich der Rister Coach in der zweiten Halbzeit erlauben konnte, allen Spielern viel Einsatzzeit zu geben. Dem Spielfluss der Wedeler, die kurz vor Schluss mit 76:47 die höchste Führung verzeichneten, tat das aber keinen Abbruch. Nächster Gegner des Tabellenführers ist am Sonnabend, 15. November (19 Uhr), auswärts der VfL Bochum.

Statistik: Viertelergebnisse: 25:6, 12:13, 21:18, 18:12.

SC Rist (Punkte): Denzell Erves (21), Diante Watkins (20), Jamo Ruppert (13), Christoph Roquette (7), René Kindzeka (5), Fabian Strauß (4), Lennard Larysz, Jens Hirschberg, Christopher Geist (je 2), Lennart Liebke, Jonas Laatzen.

1. Herren: Souveräner Sieg gegen die BSW Sixers/Am Sonntag soll gegen Stahnsdorf die Tabellenführung verteidigt werden

Noch fraglich für Sonntag: Fabian Böke. Foto: Claus Bergmann

Die Basketballer des SC Rist sind erfolgreich in den Doppelspieltag der 2. Basketball-Bundesliga ProB Nord gestartet. Mit einem souveränen 86:72 (41:30) setzten sie sich in Sachsen-Anhalt gegen die BG Bitterfeld-Sandersdorf-Wolfen 06 (BSW Sixers) durch. Mit nun sechs Siegen bei einer Niederlage bleiben die Wedeler mit zwölf Punkten aufgrund der besseren Korbpunkt-Differenz Tabellenführer vor den Rostock Seawolves.

Den Erfolg verdankten die Gäste einem furiosen zweiten Viertel und einem 21:7-Lauf im dritten Durchgang. Zugleich befolgten sie von Anfang an die Hauptforderung ihres Coaches Michael Claxton. "Wir müssen an unserem Start arbeiten, um nicht in jedem Spiel Rückständen nachzulaufen und viel Kraft zu lassen", sagte der 38 Jahre alte US-Amerikaner vor der Doppelschicht. Überragender Gästespieler in Sandersdorf war einmal mehr US-Aufbauspieler Diante Watkins mit 28 Punkten sowie je acht Vorlagen zu Korberfolgen (Assists) und Rebounds. Sein Landsmann Denzell Erves verpasste mit acht Zählern und zehn Abprallern ein Double-double knapp. Zu den größten Stärken der Wedeler zählte die Treffsicherheit. Zehn von 19 Dreier-Versuchen rauschten in den gegnerischen Korb, und überhaupt war fast jeder zweite Wurfversuch aus dem Feld ein Treffer. Der Spielverlauf brachte Sixers-Trainer Tino Stumpf offensichtlich derart in Rage, dass er nach 37 Minuten mit einem Technischen Foul belegt wurde. Den dafür fälligen Freiwurf verwandelte Fabian Strauß zum zwischenzeitlichen 82:70.

Ihre Spitzenstellung behaupten müssen die Rist-Herren am Sonntag (17 Uhr, Steinberghalle) im Heimspiel gegen den RSV Eintracht Kleinmachnow/Teltow/Stahnsdorf. Trotz des Vereinswechsels von Center-Riese Michael Haucke (zu Staffelrivale VfL Bochum) und des Rückzugs von Tim Modersitzki hat Trainer Peter Günschel unweit der Bundeshauptstadt Berlin für die achte Pro-B-Saison der Brandenburger ein starkes Team zusammengestellt, dessen Stützen die US-Amerikaner Kellen Williams und Breen Weeks sowie der deutsche Flügel- und Aufbauspieler Thomas Schoeps sind.

Ob Power Forward Fabian Böke und Center Markus Timm, die in Sandersdorf verletzt fehlten, gegen Stahnsdorf wieder mitwirken können, ist noch fraglich. "Ich hoffe, dass beide rechtzeitig fit werden, ansonsten müssen wir uns etwas einfallen lassen", sagt Claxton. Passen muss Janis Stielow, der am Sonntag für einen Einsatz im ProA-Team der Hamburg Towers gegen den Nürnberger BC vorgesehen ist.

 

Statistik gegen BSW Sixers: Viertelergebnisse: 18:19, 12:22, 20:22, 22:23.

SC Rist (Punkte): Diante Watkins (28), Christoph Roquette (15), René Kindzeka (10), Denzell Erves (8), Janis Stielow (7), Jens Hirschberg (6), Jamo Ruppert, Jonas Laatzen, Fabian Strauß (je 3), Lennard Larysz (2), Christopher Geist (1), Lennart Liebke.

 

1. Herren: Der erste Auswärtssieg!

Wichtige Treffer: Fabian Strauß. Foto: Claus Bergmann

Die 1. Herren haben den ersten Auswärtssieg in dieser Saison eingefahren. Auch ohne den am Knöchel verletzten Power Forward Fabian Böke und Janis Stielow (Einsatz im Pro-A-Team der Hamburg Towers) setzte sich das Team von Headcoach Michael Claxton bei den Otto Baskets Magdeburg mit 72:69 (39:46) durch und zählt mit nun fünf Siegen aus sechs Partien (zehn Punkte) weiter zur Spitzengruppe der Nordstaffel der 2. Basketball-Bundesliga ProB.

Recht behielt Claxton mit seiner Prognose, dass seinem Team in Sachsen-Anhalt alles abverlangt werden würde. Die Magdeburger machten es den Ristern schwer. Zur Halbzeit lag man mit sieben und nach dem dritten Viertel mit fünf Punkten (60:55) zurück.

Durch diese Rückstände ließen sich die Wedeler laut Claxton allerdings nicht sonderlich beeindrucken. "Wir wussten, was uns in Magdeburg erwartet, waren bis zuletzt fokussiert und sind dafür belohnt worden", sagte der Trainer. Die Wende schafften die Rister in den letzten fünfeinhalb Minuten der umkämpften Partie, als sie auf eine 66:61-Führung der Gastgeber mit einem 11:3-Lauf antworteten und in diesem Abschnitt lediglich neun gegnerische Punkte zuließen. 

Hatten bei den Wedelern bis dahin vor allem Diante Watkins (26 Punkte) und der ebenfalls treffsichere Jens Hirschberg im Angriff Akzente gesetzt, rückte in der Schlussphase Fabian Strauß in den Fokus. Er erzielte seine gesamten acht Punkte, davon sechs aus der Ferndistanz, in der Endphase. "Fabian hat zwei sehr wichtige Würfe genommen und uns mit seinen Treffern sehr geholfen", sagte Claxton, für den aber erneut die Mannschaftsleistung Priorität besaß.  "Wir wussten, dass wir hier alles geben mussten, um zu gewinnen, und das ist uns dann auch gelungen."

Ein doppelter Einsatz in der ProB Nord steht den Ristern am kommenden Wochenende bevor. Am Freitag, 7. November (19 Uhr) gastieren sie bei der BG Bitterfeld-Sandersdorf-Wolfen 06, am Sonntag, 9. November (17 Uhr, Steinberghalle, Wedel) empfangen sie den RSV Eintracht 1949 Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf.

Statistik: Viertelergebnisse: 23:20, 23:19, 14:16, 9:17.

SC Rist (Punkte): Diante Watkins (26), Jens Hirschberg, Christoph Roquette (je 10), Fabian Strauß (8), René Kindzeka, Denzell Erves (je 6), Lennard Larysz, Jamo Ruppert, Markus Timm (je 2), Lennart Liebke.

Statistik...

1. Herren: Heimsieg mit der Brechstange

Effektiv in Defense und Offense: Janis Stielow.
Fotos: Claus Bergmann

Vielleicht hätte vor dem Heimspiel der 1. Herren gegen die Dresden Titans Zuschauer an der Kasse in der Steinberghalle über Risiken und Nebenwirkungen von spannenden Spielen aufgeklärt werden sollen. Noch besser aber wären Beruhigungsmittel gewesen, lieferten sich doch beide Teams ein packendes Duell, das die Rister in der Schlussphase trotz eines 17-Punkte-Rückstandes nach dem ersten Viertel doch noch 77:71 (28:41) gewannen und sich damit am eigenen Schopf aus dem Sumpf zogen. 

Schwer gezeichnet von den vorangegangenen 40 intensiven Minuten waren nach der Schlusssirene nicht nur die Spieler beider Teams, sondern auch Headcoach Michael Claxton. "Die Titans haben uns alles abverlangt, nachdem wir uns in den ersten zehn Minuten selbst ein tiefes Loch gegraben haben", sagte der 38-Jährige mit versagender Stimme. Die Gäste aus Sachsen, die nur eines ihrer fünf vorangegangenen Spiele gewonnen hatten und als Vorletzter angereist waren, spielten im Startviertel groß auf, während den Wedelern in diesen zehn Minuten kaum etwas gelingen wollte. 

Dabei drängten sich wie auch in den folgenden Abschnitten einer temporeichen Partie Vergleiche mit dem Formel-1-Sport auf. Die Dresdner erreichten viel schneller als das Heimteam die erforderliche Drehzahl und hatten auch später lange den Fuß auf dem Gaspedal. Der Rist-Motor dagegen stotterte zunächst mächtig, immer wieder sah sich Claxton zu Boxenstopps in Form von Auszeiten sowie Spielerwechseln genötigt. "Es war für uns nach dem schlechten Start sehr schwer, dagegenzuhalten", sagte der Rist-Headcoach.

Erst spät fand Claxton dann die Formation, die den vierten Heimerfolg am Steinberg möglich machte. Vor allem Diante Watkins, dem in der ersten Halbzeit ganze zwei Punkte gelungen waren, drehte nach der Pause mächtig auf. Der Spielmacher war mit 25 Punkten erneut Topscorer. Zudem brachte er sein Team, das zuvor stets Rückständen nachgelaufen war, nach 38 Minuten mit einem erfolgreichen Dreier, bei dem er gefoult wurde, und mit Hilfe des verwandelten Bonus-Freiwurfs erstmals mit 70:69 in Führung. 

Noch effektiver allerdings war Landsmann Denzell Erves. Er erzielte 14 Punkte und verpasste mit neun Rebounds ein Double-double denkbar knapp. "Ich glaube, das war mein bestes Spiel, seit ich in Deutschland bin", sagte der 2,02 Meter große Flügel- und Centerspieler, dem unter anderem ein spektakulärer Dunking gelang. Weitere Sieggaranten des SC Rist waren zudem René Kindzeka und Janis Stielow sowie Center-Routinier Christoph Roquette. 

Individuelle Statistiken interessierten Michael Claxton aber nach Spielende weniger. "Am wichtigsten ist, dass wir als Team gewonnen haben und zu Hause weiter unbesiegt sind", sagte der Coach. Nach drei gewonnenen Heimspielen in Folge treten die Wedeler am kommenden Sonnabend, 1. November (19 Uhr), bei den Otto Baskets Magdeburg an.

Statistik: Viertelergebnisse: 10:27, 18:14, 23:18, 26:12.

SC Rist (Punkte): Diante Watkins (25), Denzell Erves (14), Christoph Roquette, Janis Stielow (je 12), René Kindzeka (8), Fabian Böke (6), Fabian Strauß, Markus Timm, Jamo Ruppert, Jonas Laatzen, Lennard Larysz, nicht eingesetzt: Christopher Geist.

Statistik...

1. Herren: Rister bezwingen Itzehoe

Gute Ausbeute: Fabian Böke.
Foto: Claus Bergmann

Die Rister haben auch ihr drittes Heimspiel der laufenden Saison gewonnen und bezwangen am Freitagabend den SC Itzehoe mit 85:63.

Die Gäste starteten nach Auffassung von Trainer Michael Claxton mit größerer Intensität in die Partie, für die Wende sollte beim Stande von 5:10 auch der Einsatz von Janis Stielow sorgen, der erstmals in dieser Saison auflief. "Mit Janis hatten wir noch einen weiteren großen Verteidiger auf dem Feld, der uns viel Energie gegeben hat", sagte Claxton. Die Statistik lieferte die Bestätigung: Stielow gelangen vier Ballgewinne, auch sein Offensivbeitrag (zehn Punkte) war nicht zu verachten.

Angetrieben von Stielow, Diante Watkins und Christoph Roquette, setzten sich die Rister von Viertel zu Viertel deutlicher ab und verzeichneten nach einem 11:0-Lauf zum 69:42 am Ende des dritten Viertels ihre höchste Führung. "Es war vor allem das Teamwork, das den Ausschlag gegeben hat", meinte der Coach. Alle zwölf aufgebotenen Spieler erhielten Einsatzzeit und trugen ihren Teil bei. "Es war fast von Anfang an ein schönes Spiel, in dem uns später phasenweise alles gelungen ist", befand Fabian Böke im Anschluss an die Begegnung. Böke stand 14 Minuten auf dem Feld und erzielte zwölf Punkte, Roquette (17 Zähler) und Watkins (23) trafen noch besser. Letzterer komplettierte eine abermals gute Leistung mit elf Assists, fünf Rebounds sowie drei Steals bei vier Ballverlusten.

Am fünften ProB-Spieltag am Sonntag pausieren die Rister und bitten dann nächsten Sonnabend (25. Oktober, 19:00 Uhr) zum Heimspiel gegen die Dresden Titans.

Statistik: Viertel: 20:20, 24:13, 27:18, 14:15.

SC Rist (Punkte): Diante Watkins (23), Christoph Roquette (17), Fabian Böke (12), Janis Stielow (10), Denzell Erves (8), Jens Hirschberg (5), Jamo Ruppert (4), Fabian Strauß, Lennard Larysz (je 3), René Kindzeka, Markus Timm, Jonas Laatzen.

Statistik...

1. Herren: Claxtons Worte fruchten, Rister siegen

Coach Michael Claxton sah von seiner Mannschaft die gewünschte Reaktion. Foto: Claus Bergmann

Die 1. Herren haben ihrem Trainer Michael Claxton sehr gut zugehört. "Wir müssen aus unseren Fehlern lernen", hatte der Coach nach dem bitteren 80:86 bei den Uni-Riesen Leipzig gefordert, und genau das tat seine Mannschaft beim überzeugenden, wenn auch für diese Paarung ungewöhnlich korbarmen 77:60 (33:24) über Citybasket Recklinghausen vor 550 Zuschauern in der Steinberghalle.

Die Fans wurden nur zu Beginn der Partie auf die Folter gespannt. Erst nach zwei Minuten durften die Anhänger der Wedeler, die die Anfangsphase der Spiele traditionell bis zum ersten Korberfolg des Heimteams stehend verfolgen, Platz nehmen, nachdem René Kindzeka die 2:0-Führung der Westdeutschen egalisiert hatte. Nach einem zerfahrenen ersten Viertel steigerten sich die Rister dann aber stetig, führten zur Halbzeit mit elf Punkten Vorsprung, den Christoph Roquette nach dem Seitenwechsel fast im Alleingang deutlich ausbaute. Acht Zähler in Folge gelangen dem Center-Routinier, der ebenso motiviert in die Partie gegangen war wie seine Teamkameraden. "Wir haben uns alle sehr über die Niederlage in Leipzig geärgert und wollten es diesmal besser machen", sagt der 2,02-Meter-Mann.

Michael Claxton war aber trotz des am Ende deutlichen Erfolges klar, dass die phasenweise hektische Partie auch anders hätte enden können. "Citybasket kann ein gefährliches Team sein, wenn man es zulässt." Das allerdings wäre in Wedel nicht der Fall gewesen, vor allem, weil seine Mannschaft den von den Recklinghäusern bevorzugten schnellen und harten Basketball unterbunden hätte.

Ein Selbstläufer war der zweite Wedeler Saisonsieg aufgrund personeller Probleme ohnehin nicht. So fiel im Spielaufbau Marvin Boadu kurzfristig aus, während Diante Watkins unter der Woche mit Grippe flach gelegen hatte. Dann aber stand der Spielmacher aus Chicago doch knapp 33 Minuten auf dem Parkett und war mit 20 Punkten erneut Topscorer der Partie vor seinem Landsmann Denzell Erves (18).

"Ich bin stolz darauf, wie die Jungs auf die Enttäuschung in Leipzig reagiert haben", sagte Michael Claxton nach Spielende. Viel Zeit zum Verschnaufen bleibt den Ristern allerdings nicht. Bereits am Freitag, 17. Oktober (19:30 Uhr), gibt es das nächste Heimspiel, zu Gast ist dann der SC Itzehoe.

Statistik: Viertelergebnisse: 18:12, 15:12, 26:15, 18:21.

SC Rist (Punkte): Diante Watkins (20), Denzell Erves (18), Christoph Roquette (12), Fabian Böke (8), Jens Hirschberg (6), René Kindzeka (5), Fabian Strauß (3), Christopher Geist, Markus Timm (je 2), Lennard Larysz (1), Jamo Ruppert, Jonas Laatzen.

Statistik...

1. Herren: Wieder keine Punkte in Leipzig

Erzielte 20 Punkte gegen die Uni-Riesen: Diante Watkins.
Foto: Claus Bergmann

Ob in der ein- oder zweigleisigen ProB, ob in der regulären Saison oder in den Play-offs - die 1. Herren können auswärts gegen die Uni-Riesen Leipzig offensichtlich nicht gewinnen. Auch bei ihrem dritten Anlauf, eine Partie in der sächsischen Metropole für sich zu entscheiden und mit einem Sieg die lange Heimreise anzutreten zu können, scheiterten die Wedeler.

Nach langer Führung musste sich die Mannschaft von Headcoach Michael Claxton den Gastgebern im Schlussviertel doch noch mit 80:86 (40:39) geschlagen geben.

So hatten sich Claxtons Befürchtungen bestätigt, dass die Uni-Riesen seinem Team womöglich noch mehr abverlangen würden als ProB-Meister Oldenburg zum Saisonstart. Allerdings deutete der Spielverlauf zunächst nicht unbedingt darauf hin. Die Rister führten früh, zeigten auch spektakuläre Szenen wie einen Alley-oop von Denzell Erves nach Zuspiel von Marvin Boadu und starteten mit einem 9:0-Lauf zum 49:39 in die zweite Spielhälfte. Zu denken gab Claxton aber schon zu diesem Zeitpunkt, dass sich mit Christoph Roquette (vier) und später auch Erves (drei) zwei große Spieler aufgrund hoher Foulbelastung in der Defensive zurückhalten mussten, auch René Kindzeka war davon betroffen und schied mit fünf Vergehen aus.

Das rächte sich dann im Schlussabschnitt, in dem die Sachsen die Partie noch drehten. "Wir haben uns durch unsere Rebound-Schwäche und viele dumme Fouls selbst um den Sieg gebracht", sagte Claxton.

Davon profitierten beim Gegner vor allem zwei Landsleute des Rist-Coaches. Zum entscheidenden Mann der Schlussphase avancierte Christopher Flores. Der US-Amerikaner mit honduranischen Wurzeln erzielte zehn seiner 19 Punkte in den letzten eineinhalb Minuten der Partie. "Er hat einfach zu gute Dreier geworfen, die wir nicht verhindern konnten", sagte Claxton. Leipzigs Center Khalil Kelley bilanzierte mit 24 Punkten und zwölf Rebounds ein starkes Double-double. Unter diesem Aspekt nützte es den Wedelern wenig, dass vier Akteure zweistellig trafen.

Zurück in die Erfolgsspur finden wollen die Rister am Sonnabend, 11. Oktober (19 Uhr, Steinberghalle), gegen Citybasket Recklinghausen.

Viertelergebnisse: 16:19, 23:21, 16:22, 31:18.

SC Rist (Punkte): Diante Watkins (20), Marvin Boadu (19), Christoph Roquette, Denzell Erves (je 11), Fabian Böke (8), René Kindzeka, Fabian Strauß (je 3), Jens Hirschberg, Markus Timm (je 2), Lennart Liebke (1), Lennard Larysz.

Statistik...

1. Herren: Rister starten mit Heimsieg

Überzeugendes Debüt: Denzell Erves.
Foto: Claus Bergmann

Besser hätte die Saison für die 1. Herren kaum beginnen können. In einer Neuauflage der Halbfinal-Playoff-Serie 2013/14 setzte sich die Mannschaft von Headcoach Michael Claxton vor mehr als 500 Zuschauern in der Steinberghalle mit 80:68 (41:31) gegen den ProB-Meister Baskets Akademie Weser-Ems/Oldenburger TB durch. Für die Wedeler war es zugleich der erste Heimsieg über die Niedersachsen in einer regulären Saison.

"Das sieht doch schon sehr gut aus", sagte schon zur Halbzeit der Rist-Vereinsvorsitzende Gernot Guzielski. Nicht nur der Wedeler Basketball-Boss fand Gefallen an einer Partie, die von beiden Teams mit großer Intensität geführt wurde. Dabei zeigten die Rister von Anfang großen Kampfgeist, agierten im Angriff aber zunächst unglücklich. Ein Dreier von Rückkehrer Marvin Boadu brachte dann die Wende. Boadu war zusammen mit dem US-Duo Diante Watkins/Denzell Erves der Sieggarant der Wedeler, gemeinsam erzielten die drei 57 Punkte. 

Während Watkins, der in der vergangenen Spielzeit häufig von der Bank gekommen war, in der Startformation aufblühte und mit 29 Punkten Topscorer der Partie war, holte Erves unter beiden Körben insgesamt 19 Rebounds. "Er hatte immer eine Hand am Ball", sagte Claxton, den auch die 14 Punkte seines Landsmanns erfreuten. Ein weiteres Double-double gelang Center-Routinier Christoph Roquette (zehn Zähler/zwölf Abpraller).

Trotzdem mussten die Wedeler, die nach einem Treffer von Watkins zum 50:37 im dritten Viertel ihre höchste Führung verzeichneten, stets auf der Hut sein, blieben doch die jungen Oldenburger dank ihrer Treffsicherheit stets gefährlich. "In der Schlussphase des Spiels wurden auch bei uns die Beine schwer, aber wir haben gezeigt, dass wir gegen ein sehr gut ausgebildetes Team mit sicheren Schützen bestehen können", sagte Claxton.

Auch die nächste Partie wird den Ristern schon aufgrund der langen Anfahrt alles abverlangen. Am Sonnabend, 4. Oktober (19.30 Uhr), gastieren sie bei den Uni-Riesen Leipzig. Zwar setzten sich die Wedeler im Play-off-Viertelfinale der zurückliegenden Saison mit 2:1 durch, sind aber in der sächsischen Metropole noch sieglos.

Statistik: Viertelergebnisse: 20:15, 21:16, 21:25, 18:12.

SC Rist (Punkte): Diante Watkins (29), Marvin Boadu, Denzell Erves (je 14), Christoph Roquette (10), Fabian Böke (7), Jens Hirschberg (4), Fabian Strauß (2), René Kindzeka, Markus Timm, Jonas Laatzen, Christopher Geist, Lennart Liebke.

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1. Herren: Es ist noch Arbeit zu verrichten

Michael Claxton. Foto: Claus Bergmann

Die Rister beendeten das heimische Vorbereitungsturnier mit Siegen über den Regionalligisten Herzöge Wolfenbüttel (105:99 nach Verlängerung) sowie den dänischen Vertreter Værløse BBK (64:56) und einer Niederlage gegen ProB-Aufsteiger SC Itzehoe (83:87).

"Wir haben in keinem der drei Spiele einen guten Start erwischt. Daran arbeiten wir, um dem Spiel von Anfang an unseren Stempel aufzudrücken", bilanzierte Headcoach Michael Claxton. Im Duell mit Wolfenbüttel mussten die Rister gleich Extraschichten schieben. "Auch solche Situation warten in der neuen Saison auf uns und deshalb war es gut, diesen Test gehabt zu haben", sagte der Trainer mit Blick auf die Verlängerung. "Wolfenbüttel hat sehr gut von außen getroffen", so Claxton. Die Rister vermochten die Schützen der Herzöge nicht wirkungsvoll genug zu verteidigen - und auch in den beiden nachfolgenden Partien blieben in dieser Hinsicht noch Wünsche offen: "Wir haben am Wochenende vor allem in der Defensive einige Dinge gesehen, die wir noch verbessern müssen, zum Beispiel in der Verteidigung 1-gegen-1", sagte Claxton. "Und wir müssen weiterhin daran arbeiten, dem Gegner pro Angriff nur einen Wurf zu erlauben. Unser Verhalten beim Rebound ist noch nicht so, wie es sein muss."

Mit dem dänischen Erstligisten Værløse BBK trafen die Rister im zweiten Spiel am Sonnabend auf einen Gegner, der unter dem Korb körperbetont zur Sache ging. Es entwickelte sich ein Kampfspiel. "Nach der Halbzeit ist es uns gelungen, die Dänen unter dem Korb besser zu kontrollieren und sie zu zwingen, mehr von außen zu werfen", blickte Claxton zurück.

Im letzten Duell des Turniers mit ProB-Aufsteiger SC Itzehoe lagen die Gäste rund sieben Minuten vor dem Ende zweistellig in Führung, die Rister kämpften sich noch einmal heran. "Itzehoe hat stark gespielt, gut getroffen und auch in den entscheidenden Momenten die richtigen Dinge gemacht", sagte Claxton und ergänzte: "Aber ich gucke zuerst auf meine Mannschaft und auf das, was wir noch verbessern müssen, um für die Saison bereit zu sein." Die Gäste gewannen mit 87:83 und sicherten sich somit ungeschlagen den Turniersieg.

"In der Schlussphase gegen Itzehoe haben wir den Kampfgeist und den Einsatz gezeigt, den wir von Spielbeginn an konstant brauchen", sagte Claxton. "Von allen drei Spielen am Wochenende war diese Niederlage sicherlich die erkenntnisreichste Partie, weil wir gesehen haben, was wir leisten können, wenn alle Spieler vollen Einsatz bringen. Andererseits haben wir gesehen, was uns noch fehlt und was passiert, wenn wir keinen vollen Einsatz bringen", erläuterte der Trainer und will die entsprechenden Schlüsse aus dem Wochenende in den kommenden Einheiten umsetzen. "Wir müssen alles geben und als Mannschaft zusammenspielen - das sind die Dinge, auf die ich achte und die in der Saison wichtig sein werden. Klar ist, dass wir sowohl in der Offense als auch in der Verteidigung noch besser als Einheit funktionieren müssen. Wir müssen noch besser miteinander kommunizieren und manchmal einfach auch cleverer sein, wenn es darum geht, unsere Stärken auszuspielen", so Claxton. Erfreulich seien die Verbesserungen bei der Verteidigung von Pick&Roll-Situationen, die er im Verlaufe des Turniers feststellte, fuhr der Trainer fort.

Am kommenden Freitag (19. September, 19:00 Uhr) treffen die Rister in der Steinberghalle im letzten Vorbereitungsspiel erneut auf die Cuxhaven BasCats (ProA). Der Saisonauftakt findet dann am 27. September statt, am ersten Spieltag empfängt die Mannschaft von Michael Claxton den amtierenden ProB-Meister Oldenburg.

1. Herren: Testen und siegen

Michael Claxton.
Foto: Claus Bergmann

Die Rister haben ihr Vorbereitungsspiel bei den Cuxhaven BasCats erfolgreich bestritten, die Mannschaft von Headcoach Michael Claxton bezwang den ProA-Vertreter mit 83:55 (Viertelergebnisse: 18:23, 24:14, 20:12, 21:6). "Wir sind mitten in der Vorbereitung, deswegen darf man Ergebnisse nicht allzu ernst nehmen", betonte Claxton. "Unsere Augen sind auf die Saisonspiele gerichtet, da wollen wir dann unser höchstes Niveau erreichen, dafür arbeiten wir in der Vorbereitung. Aber positiv ist sicherlich, dass wir in der Lage waren, in fremder Halle so aufzutreten und Vollgas zu geben", ergänzte er.

Die Niedersachsen stellten zunächst die bessere Mannschaft und punkteten vor allem in Korbnähe konsequent, Claxton kritisierte die hohe Anzahl an Cuxhavener Offensivrebounds. Mit zunehmender Dauer zeigte die Wedeler Arbeit Wirkung. Die Forderung des Trainers, vor allem eine geschlossene Verteidigungsleistung an den Tag zu legen, wurde umgesetzt: "Als wir dann Ballgewinne in der Verteidigung hatten und uns viele Rebounds geholt haben, kam uns das hohe Tempo sehr entgegen und war insbesondere im zweiten und dritten Viertel ein Vorteil für uns. Nach der Halbzeit ist es uns sehr gut gelungen, Cuxhaven pro Angriff nur einen Wurf zu gestatten, wir waren unter dem Korb dann präsenter", erläuterte Claxton.

Am Sonntag absolvierten die Rister zudem noch ein Testspiel beim BBC Rendsburg (Aufsteiger in die 1. Regionalliga) und gewannen mit 93:70 (Viertelergebnisse: 20:19, 33:11, 16:22, 24:18). "Wir haben in der Verteidigung ein paar neue Dinge ausprobiert", sagte Claxton. "In der zweiten Hälfte haben wir etwas nachgelassen, die Jungs waren auch ein kleines bisschen müde, aber solche Situationen bringen die körperliche Verfassung weiter und auf diese Weise nähern wir unser der Form, die für Ligaspiele nötig ist", so der Trainer.

Am kommenden Wochenende gehen die Testreihen weiter, beim Vorbereitungsturnier in der Steinberghalle und in der Sporthalle Holm treffen die Rister auf die Herzöge Wolfenbüttel (1. Regionalliga), Værløse BBK (1. Liga Dänemark) sowie den SC Itzehoe (ProB).

Sebastian Gleim: "Meine bisher schönste Basketballzeit"

Sebastian Gleim. Foto: Bergmann

Fünf Jahre lang wirkte Sebastian Gleim beim SC Rist in verschiedenen Funktionen, fünf Jahre hat er sich unserem Verein mit Haut und Haaren verschrieben und voll und ganz mit dem SC Rist identifiziert - immer mit Leidenschaft, Spaß am Basketball und klaren Zielen. Als Jugendkoordinator für den männlichen Bereich, Jugendtrainer, Coach der 1. und 2. Herren hat er in Wedel sehr viel bewegt und hinterlässt beim SC Rist eine große Lücke. Wir sagen Danke für eine schöne, intensive und erfolgreiche Zusammenarbeit und wünschen Sebastian persönlich und basketballerisch alles Gute für seine neuen Aufgaben in Frankfurt, die er in Kürze antritt. Zum Abschluss blickt der scheidende Trainer noch einmal zurück und nach vorn.

Sebastian, wie siehst Du den SC Rist im Herren- und Jugendbereich bei Deinem Abschied aufgestellt?

Sebastian Gleim: Der SC Rist hat sowohl im Herren als auch im Jugendbereich gute Strukturen zu Verfügung. Mit der Verpflichtung von Coach Michael Claxton wurden frühzeitig die Weichen gestellt. Stefan Altemüller bleibt der 2. Herrenmannschaft erhalten. Im Jugendbereich benötigen wir aktuell noch weitere Trainer, um unserem deutlichen Zuwachs der Nachwuchsteams angemessen gerecht zu werden. Wir hatten vor fünf Jahren z.B. keine U18-Mannschaft und bei den kleinsten eine U12-Mannschaft. Jetzt treten wir in den Altersklassen mit bis zu vier Teams an.

Was war Dir bei der Nachwuchsarbeit besonders wichtig und siehst Du Dein Werk bei Deinen Nachfolgern in guten Händen?

Gleim: Ich habe zu Beginn sehr viele Sachen aufgefrischt und mir starke Trainer dazugeholt. Was Thomas Koch in den letzten Jahren geleistet hat, ist bemerkenswert. Uns als Verein war es besonders wichtig, dass wir für jedes Kind, jeden Spieler eine alters- und leistungsgerechte Mannschaft anbieten können. Mir persönlich war es sehr wichtig, Spieler dazu zu bewegen, viel in Basketball zu investieren. Mittlerweile haben wir in allen Altersklassen Basketballer, die fast täglich trainieren. Am Ende des Tages sind Teamerfolge im Jugendbereich zweitrangig. Das Einzige, was am Ende bleibt, sind Entwicklungen: persönliche, schulische und sportliche Entwicklungen unserer Spieler des SC Rist und aus ganz Hamburg. Das Ziel muss es immer sein, dass Spieler den Verein in hoch professionelle Strukturen verlassen. Das ist ein Erfolg. Zum Beispiel Kay Gausa zu ratiopharm Ulm oder Ismet Akpinar, der von BC Hamburg ausgebildet wurde, und beim SC Rist zwei Jahre Pro B gespielt hat. Jetzt geht er bekanntlich bei Alba Berlin auf Korbjagd.

Was wird Dir von Deiner Wedeler Zeit besonders in Erinnerung bleiben, vom SC Rist, aber auch darüber hinaus?

Gleim: Das ist eine sehr schwere Frage. Wie ich schon mal gesagt habe, war das bisher meine schönste Basketballzeit. Immer wenn ich bei den Pro-B-Spielen nach dem Spiel noch in der Halle war, habe ich immer mehr und mehr Kinder aus unseren Schulprojekten über das Feld rennen sehen. In den meisten Schulkursen kam ich um zehn bis fünfzehn Fragen nicht mehr herum. Können sie mir das Trikot von René Kindzeka besorgen? Kann Diante Watkins einen Dunking? Mein Lieblingsspieler ist Paul Owusu, können Sie mir ein Autogramm besorgen? All diese Kleinigkeiten haben mir gezeigt, dass Wedel Basketball lebt. Das bleibt mir definitiv in Erinnerung, da ich in meinem ersten Schulkursen erklären musste, wer der SC Rist Wedel ist und welche Sportart man dort spielen kann.

Noch ein paar Worte zum Abschied von Dir an die Rister?

Gleim: Um ehrlich zu sein, bin ich kein Trainer, der sich gerne verabschiedet. Verabschieden muss ich mich auch nicht, da ich ein Teil des Vereins geworden bin und jedes Wochenende auf die Ergebnisse schauen und Daumen drücken werde. Ich möchte mich allerdings bei allen Ristern ganz herzlich bedanken für die Unterstützung und fünf tolle Basketballjahre!

1. Herren: Das Ende einer tollen Saison

Rist-Kapitän Davey Hopkins gegen den überragenden Mike Taylor. Foto: Bergmann

Es war die bei weitem längste und erfolgreichste Saison für die 1. Herren seit dem Aufstieg in die Zweite Bundesliga Pro B, doch sie hätte sich nach Auffassung von Spielern, Trainern und Fans gleichwohl gern noch eine Weile hinziehen können. So aber war das dritte Spiel der Best-of-three-Serie gegen die Baskets-Akademie Weser-Ems/Oldenburger TB im Play-off-Halbfinale in der Steinberghalle die Abschiedsvorstellung des Teams von Headcoach Sebastian Gleim. Die Wedeler unterlagen den Gästen aus Niedersachsen 70:84 (54:59), die schon das Spiel 82:70 gewonnen und damit den Auftaktsieg des SC Rist (74:63) egalisiert hatten.

Als die Schlusssirene ertönte, sanken die Akteure in den grün-gelben Trikots nach dem 30. Pflichtspiel dieser kräftezehrenden Saison ebenso enttäuscht wie erschöpft auf der Bank zusammen. Von Anfang an hatten sie Probleme, Zugriff auf einen Gegner zu bekommen, der sich auf dieselben Waffen verließ wie in der vorangegangenen Partie. So trafen der US-Amerikaner Mike Taylor (insgesamt 30 Punkte), Dominic Lockhart und Alexander Witte insgesamt zehnmal von jenseits Dreierlinie. "Oldenburg war von Anfang an mein Geheimtipp", sagte Gleim, der nach Frankfurt wechselt und sein letztes Spiel als Rist-Coach bestritt, schon vor Beginn der Halbfinalserie.

In Wedel bestätigten die Niedersachsen diese Einschätzung des scheidenden Trainers, führten durchgehend und trafen immer dann, wenn es für sie eng zu werden drohte. "Mit Oldenburg hat auf jeden Fall das schlauere Team gewonnen", sagte Rist-Center Christoph Roquette. Seine Mannschaft hätte über weite Strecken der Partie keine Mittel gegen einen entschlossenen Gegner gefunden, aber trotzdem eine starke Saison gespielt und sich in den Play-offs sogar noch einmal gesteigert. "Am Ende hat aber das Sahnehäubchen gefehlt." Ähnlich sah es Jens Hirschberg. "Wir hätten gern das Finale erreicht, und deshalb sind wir jetzt einmal enttäuscht."

Im Schlussviertel wäre die Partie aber beinahe doch noch zugunsten des Heimteams gekippt. Bis auf sechs Punkte hatten sich die Wedeler unter dem Jubel ihrer Anhänger an die Niedersachsen herangekämpft, doch die Oldenburger hatten stets eine Antwort parat, gewannen verdientermaßen das Spiel und die Serie - im Finale trifft die Mannschaft nun auf Baunach. Sportlich für die 2. Bundesliga Pro A qualifiziert haben sich die beiden Finalteilnehmer bereits.

Statistik: Viertelergebnisse: 19:26, 16:29, 19:13, 16:25.

SC Rist: Diante Watkins (20 Punkte), Davey Hopkins (16), Janis Stielow (14), Christoph Roquette (12), Fabian Böke (6), René Kindzeka (2), Jens Hirschberg, Lee Jeka, Jonas Laatzen, Paul Owusu, nicht eingesetzt: Fabian Strauß, Christopher Geist.

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1. Herren: Finale am Ostermontag

Diante Watkins tankt sich durch.

Gegen Ende der Ostertage 2014 müssen Basketballfans in Wedel und Umgebung kurzfristig umdisponieren. Statt es sich bei Kaffee, Kuchen und Schokoladeneiern gutgehen zu lassen, haben sie am Montag, 21. April, um 18 Uhr einen Pflichttermin in der Steinberghalle. Dann ist Tipp-off für das dritte und ultimative Play-off-Halbfinale der 2. Bundesliga Pro B zwischen Gastgeber SC Rist und der Baskets-Akademie Weser-Ems/Oldenburger TB. In der Best-of-three-Serie steht es 1:1, nachdem es den Niedersachsen gelang, Spiel zwei mit 82:70 (44:36) für sich zu entscheiden und damit das Wedeler 74:63 zum Auftakt wettzumachen.

"Oldenburg hat verdient gewonnen, während wir es nicht ganz geschafft haben, über den Berg zu kommen", fasste Rist-Headcoach Sebastian Gleim die 40 intensiven Minuten von Oldenburg zusammen. Die Gastgeber wären hoch motiviert und mit viel Energie in die Partie gegangen, sein Team hingegen hätte einen herben Ausfall zu beklagen gehabt. "Mit Paul Owusu, der kurzfristig mit einer Viruserkrankung ausgefallen ist, fehlte einer unserer bester Rebounder und unser stärkster Defensivspieler." Ohne Owusu mangelte es den Wedelern vor allem an Dominanz unter dem eigenen Korb, griffen sich doch die Oldenburger dort nicht weniger als 14 Abpraller.

Ein Übriges tat in Niedersachsen die Treffsicherheit der Oldenburger aus der Ferndistanz. 14 von 27 Wurfversuchen aus mindestens 6,75 Metern Entfernung (Trefferquote: 52 Prozent) rauschten in den Wedeler Korb, am besten zielten Kevin Smit (fünf Treffer bei sechs Versuchen), Dominic Lockhart (drei von fünf) und Mike Taylor (drei von sieben), die zudem allesamt dreistellig trafen. "Die Oldenburger haben sehr gute Chancen kreiert, während wir häufig schwierige Würfe nehmen mussten", sagte Gleim.

Hoffnung auf ein Happy End kam bei den etwa 50 mitgereisten Wedeler Fans in der mit 500 Zuschauern ausverkauften Halle auf, als ihr Team im zweiten Viertel mit einem 8:0-Lauf, dessen Ende ein Dreier des Australiers Lee Jeka zum 24:27 (18. Minute) markierte, zu den Oldenburgern aufschloss. Später im selben Spielabschnitt konnten die Gäste noch zweimal ausgleichen (31:31/35:35), doch in beiden Fällen antwortete das von Mladen Drijencic betreute Heimteam mit erfolgreichen Drei-Punkte-Würfen.

"Wir haben heute alles in allem nicht gut genug verteidigt, um Oldenburg zu stoppen", zog Sebastian Gleim Zwischenbilanz. Gleichwohl aber habe sein Team nach wie vor die Chance, sein großes Ziel, die Finalserie, zu erreichen. "Wenn wir es am Montag schaffen, erneut ans Limit zu gehen, und uns die Zuschauer wieder so unterstützen wie in der gesamten Saison und vor allem in den Play-off-Runden, ist alles möglich, vor allem dann, wenn Paul Owusu rechtzeitig gesund wird."

Verdient habe sich sein Team diese dritte Chance in der Halbfinalserie allemal. "Schließlich haben wir acht Monate lang dafür gearbeitet, dass wir dieses Spiel zu Hause vor unseren Fans austragen dürfen." Ein Sonderlob des Trainers gab es für René Kindzeka. "Wenn Montag alle mit soviel Energie ins Spiel gehen wie er in Oldenburg, erreichen wir das Play-off-Finale." Und dann gäbe es doch frohe Ostern in der Steinberghalle.

Statistik: Viertelergebnisse: 22:14, 22:22, 19:15, 19:19.

SC Rist (Punkte): Diante Watkins (31), Davey Hopkins, Lee Jeka (je 9), Christoph Roquette (8), René Kindzeka (5), Janis Stielow, Fabian Böke (je 2), Fabian Strauß, Jens Hirschberg, nicht eingesetzt: Christopher Geist, Lennart Liebke.

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1. Herren: Rister starten mit Heimsieg ins Halbfinale

Janis Stielow begeisterte die Fans. Foto: Claus Bergmann

Spannende Basketballspiele gab es schon viele in der Steinberghalle. Diesmal aber erbebte das Domizil des SC Rist in seinen Grundfesten. Mehr als 750 Zuschauer hatte das erste Playoff-Halbfinale zwischen den 1. Herren und der Baskets-Akademie Weser-Ems/Oldenburger TB angelockt, und die dürften ihren Besuch nicht bereut haben. Mit 74:63 (43:27) legten die Rister in der Best-of-three-Serie vor, stünden mit einem weiteren Erfolg am kommenden Sonnabend, 19. April (Spielbeginn: 18 Uhr), in Niedersachsen vorzeitig im Finale.

Gegen die von Rist-Headcoach Sebastian Gleim im Vorfeld der Partie favorisierten Oldenburger zeigten die Hausherren Stärke. "Wir haben verdient gewonnen, weil die Mannschaft genau das, was wir vorher besprochen hatten, mit viel Energie umgesetzt hat und damit dem Gegner früh den Schneid abgekauft hat", sagte der 29 Jahre alte Coach, seit kurzem Inhaber der A-Trainer-Lizenz.

Die im Schnitt sehr jungen Oldenburger bekamen vor allem Janis Stielow nicht in den Griff, obwohl der U20-Nationalspieler durch eine Muskelfaserriss stark gehandicapt wurde. "Unser Mannschaftsarzt Jens von Schöning, Physiotherapeutin Rosemarie Bittner und Chiropraktorin Caroline Fliegel haben ganze Arbeit geleistet, um ihn rechtzeitig fit zu bekommen", sagte Gleim. Auch in dieser Hinsicht hatten sich alle Mühen gelohnt, Stielow hielt mehr als 30 Minuten lang auf dem Parkett durch, war mit 18 Punkten, davon zwölf per Dreier, acht Rebounds und vier Ballgewinnen mit Abstand effektivster Akteur der Partie.

Das Gros seiner Mannschaftskameraden stand ihm kaum nach. Mann der Anfangsphase war Center Paul Owusu, der am Ende ebenso zweistellig gepunktet hatte wie Stielow, Christoph Roquette und Mannschaftskapitän Davey Hopkins. Ein Übriges tat beim Wedeler Auftaktsieg in der Playoff-Halbfinalsserie die Treffsicherheit von der Freiwurflinie (15 Treffer bei 17 Versuchen/88 Prozent) und der Ferndistanz (sieben von 15/47 Prozent). In Nah- und Mitteldistanz saß zumindest fast jeder zweite Wurfversuch des Heimteams (19 von 40).

Auf die Dauer hatten die Oldenburger der Wedeler Energieleistung nichts Gleichwertiges entgegenzusetzen. 40 Sekunden vor der Spielende kochten die Emotionen noch einmal gewaltig hoch. Nach einem Gerangel folgte eine "Rudelbildung", anschließend hagelte es Technische Fouls gegen die Beteiligten, ohne dass dies den Spielausgang beeinflusste.

Der Playoff-erfahrene Roquette wollte den Zwischenfall nach der Partie nicht dramatisieren. "Wir sind alle sehr fokussiert auf die Play-offs, keiner will den Heimvorteil abgeben, und alle geben 100 Prozent, da kann so etwas schon einmal vorkommen." Ähnlich sah es Davey Hopkins und blickte zugleich nach vorn. "Wir wollen in Oldenburg den nächsten Schritt machen." Gut gerüstet sieht der Kapitän sein Team dafür allemal. "Wir haben viele verschiedene Waffen im Angriff, aber der Schlüssel zu unserem Erfolg ist die starke Defense", sagte er.

Davon, dass der SC Rist und Wedel Playoff-Halbfinale können, überzeugte sich in der Steinberghalle ein Basketball-Spitzenfunktionär mit eigenen Augen. Daniel Müller, Geschäftsführer der Jungen Liga, sagte: "Hier geht es sehr familiär zu, und das gefällt offensichtlich auch den Basketball-Fans."

Statistik: Viertelergebnisse: 23:13, 20:14, 17:18, 14:18.

SC Rist (Punkte): Janis Stielow (18), Christoph Roquette (16), Davey Hopkins (12), Paul Owusu (11), Jens Hirschberg (5), Diante Watkins, Fabian Böke (je 4), Lee Jeka, René Kindzeka (je 2), nicht eingesetzt: Jonas Laatzen, Christopher Geist, Fabian Strauß.

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1. Herren: Triumphzug ins Halbfinale - Samstag erstes Heimspiel gegen Oldenburg

Fabian Böke im Duell mit Leipzigs Kwame Duku. Foto: Claus Bergmann

Mit Standing Ovations feierten mehr als 600 Fans schon Minuten vor der Schlusssirene im dritten und entscheidenden Play-off-Viertelfinale gegen die Uni-Riesen Leipzig in der Steinberghalle ihre Rister. Mit 94:75 (53:35) entschied die Mannschaft von Headcoach Sebastian Gleim die Partie und damit die Serie für sich, steht folglich erstmals im Halbfinale der Aufstiegsrunde. Gegner ist dort bereits am kommenden Sonnabend, 12. April, um 19 Uhr erneut am Steinberg die Baskets-Akademie Weser-Ems/Oldenburger TB zum Auftakt einer weiteren Best-of-three-Serie.

Nach der Schlusssirene sah sich Sebastian Gleim in seiner Einschätzung bestätigt, dass sich die mental stärkere Mannschaft durchsetzen würde. "Wir wollten unbedingt gewinnen, und wir haben es geschafft." Dabei vergaß der 29 Jahre alte Trainer keineswegs, wem seine Mannschaft das erstmalige Aufrücken in die Runde der letzten Vier größtenteils zu verdanken hatte. "Die Fans haben uns wieder sensationell unterstützt, und Diante Watkins werde ich sofort ein Putenschnitzel mit Pommes frites bestellen."

Seine Leibspeise hatte sich der US-Amerikaner verdient an diesem Abend. Fast 31 Minuten lang stand der 23 Jahre alte Aufbauspieler aus Chicago auf dem Parkett, bilanzierte 24 Punkte, versenkte alle zwölf Freiwürfe im gegnerischen Korb und leistete sechsmal die Vorarbeit für Treffer von Mannschaftskameraden. "Diante hat uns unheimlich viel Schwung gegeben und alle mitgerissen", sagte Gleim, für den allerdings in erster Linie die starke Defensive seines Teams der Schlüssel zum Sieg war. "Das war mit Abstand unsere beste Verteidigungsleistung in dieser Saison." Diese Steigerung sei allerdings auch bitter nötig gewesen. "Mit einer ähnlich durchwachsenen Defensive wie in den ersten beiden Partien hätten wir heute verloren", so Gleim.

So waren es diesmal die Sachsen, die ein Dejà-vu der unangenehmen Art hatten. Wie in Spiel eins blieben ihre Hauptkorbschützen Christopher Flores und Eric Vierneisel weitgehend unter ihren Möglichkeiten, begannen erst in den letzten zehn Minuten der Partie nennenswert zu treffen. Zu diesem Zeitpunkt führten die Wedeler allerdings schon 83:45, für Hallensprecher Arne Malsch Anlass genug, das Publikum vorzeitig zum Besuch des ersten Play-off-Halbfinales gegen Oldenburg am Sonnabend, 12. April (19 Uhr), einzuladen. Das spornte die Gäste offensichtlich noch einmal an, ohne dass die Leipziger aber den immensen Vorsprung des Heimteams hätten aufholen können.

Anders als auf der Tribüne gab es bei den Wedelern nach Spielende kaum Freudenausbrüche und schon gar keine Siegesfeier. "Schließlich müssen fast alle morgen wieder arbeiten", sagte Center Paul Owusu, der ebenso voll im Erwerbsleben steht wie das Gros seiner Teamkameraden. "Ich werde allmählich zu alt für diesen Sport", fügte Ingenieur Christoph Roquette hinzu, der trotz eines blauen Auges, das er sich im Auswärtsspiel in Sachsen zugezogen hatte, 15 Punkte zum Halbfinalzug beisteuerte und ebenso zweistellig getroffen hatte wie Watkins, Lee Jeka (21) und Kapitän Davey Hopkins (18). 

Im Halbfinale gegen die Zöglinge der Oldenburger Basketball-Akademie erwartet Sebastian Gleim ein Duell, wie es unterschiedlicher kaum denkbar ist. "Wir trainieren einmal in der Woche komplett, die Oldenburger täglich mehrfach und oft gemeinsam mit dem Bundesligateam." Daher sei der Gegner, der in dieser Pro-B-Saison einschließlich Play-offs 17 der zurückliegenden 19 Partien gewann, auch der Favorit. Weiterkommen könne sein Team aber. "Wir müssen bescheiden bleiben und jedes Spiel so angehen, als wäre es das wichtigste der gesamten Saison."

SC Rist (Punkte): Watkins (24), Jeka (21), Hopkins (18), Roquette (15), Böke, Hirschberg, Stielow (je 4), Kindzeka, Owusu (je 2), Laatzen, Liebke, Strauß.

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1. Herren: Entscheidung am Dienstag in der Steinberghalle: Wer erreicht das Halbfinale?

Fans und Mannschaft wollen ins Halbfinale: Wir spielen alle in Gelb!

Die 1. Herren haben das zweite Spiel der Playoff-Viertelfinalspiel verloren, am Dienstag (8. April, 20:00 Uhr) kommt es nun in der Steinberghalle zum Entscheidungsspiel gegen die Uni-Riesen Leipzig. In Sachsen unterlagen die Rister knapp mit 70:73.

Das Endspiel hätte Headcoach Sebastian Gleim sich und seinem Team zwar gern erspart, will nun aber das Beste aus der Situation machen. "Wir müssen positiv nach vorn schauen." Dazu gehört für den Trainer auch, den Heimerfolg des Play-off-Gegners anzuerkennen. "Die Leipziger haben an den Sieg geglaubt und sich daher das dritte Play-off-Spiel verdient", sagte Gleim.

Beim Heimteam, das im Vorfeld der Partie eine "Mission Dienstag" initiiert hatte, stachen in vertrauter Umgebung Flügelspieler Eric Vierneisel (21 Punkte) und Aufbauspieler Christopher Flores (19 Zähler, elf Rebounds) hervor. Auch in der Verteidigung überzeugten die Sachsen in einer Begegnung, in der sich keines der Teams auf mehr als fünf Punkte absetzen konnte. Die Uni-Riesen verbuchten insgesamt fünf Ballgewinne, während die Wedeler dem Gegner das Spielgerät nicht ein einziges Mal entwenden konnten. Zudem griffen sich Spieler des Heimteams doppelt so viele Abpraller unter dem gegnerischen Korb wie die Wedeler.

Bester Rister in Leipzig: Janis Stielow. Foto: Claus Bergmann

"Diese Ballverluste und Schwächen beim Rebound haben uns den Sieg gekostet", sagte Gleim, dessen Team nach dem dritten Viertel mit fünf Punkten vorn gelegen hatte, die Leipziger in der Schlussphase aber nicht mehr stoppen konnte. Effektivster Rister war Janis Stielow. "Er hat sich in dieser Saison großartig entwickelt, war in Leipzig Topscorer und bester Verteidiger in einer Person", sagte der Coach.

Trotz der Niederlage in Sachsen sieht Gleim weiterhin gute Chancen auf das Erreichen des Halbfinales. "Wir dürfen wieder zu Hause spielen, und das wollen wir genießen." In vertrauter Umgebung hofft der Coach zudem auf eine ähnliche Resonanz wie bei den bisherigen beiden Playoff-Heimspielen, als die Rister mit der lautstarken Unterstützung der Fans - viele davon in Gelb gekleidet - die Oberhand behielten. Deshalb gilt wieder das Motto: Wir spielen alle in Gelb! Für das Finale um den Einzug in die Runde der letzten Vier wünscht sich die Mannschaft wieder, dass Zuschauer und Spieler eine gelbe Einheit bilden und gemeinsam das Halbfinale erreichen. Dort wartet übrigens Oldenburg, das am Sonnabend sein zweites Spiel gegen Bochum gewann. Also: Gelbes Hemd und gelben Pulli übergestreift und gemeinsam ohrenbetäubend angestimmt: Risters go! "Wenn wir am Dienstag mit mehr Herz als in Leipzig spielen und besser auf den Ball aufpassen, können wir es schaffen", sagt Gleim.

Statistik: Viertelergebnisse: 14:16, 16:14, 20:25, 23:15.

SC Rist (Punkte): Janis Stielow (16), Christoph Roquette (15), Diante Watkins (12), Paul Owusu (9), Lee Jeka, Fabian Böke (je 7), Davey Hopkins (4), Jens Hirschberg, René Kindzeka, Fabian Strauß, nicht eingesetzt: Jonas Laatzen.

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1. Herren: Playoff-Wahnsinn! Rister siegen nach Verlängerung

Diante Watkins (Mitte) drehte auf.
Foto: Claus Bergmann

Jetzt wissen auch alle Basketball-Fans in Wedel und Umgebung, warum die heiße Phase der College-Saison im US-amerikanischen Hochschulsport als "march madness", frei übersetzt etwa "März-Wahnsinn", bezeichnet wird. In einem irren Play-off-Viertelfinalspiel der 2. Bundesliga Pro B setzten sich die Herren des SC Rist in der Steinberghalle mit 93:81 (76:76, 30:43) gegen die Uni-Riesen Leipzig durch, obwohl sie im ersten Viertel bereits mit 8:24 zurückgelegen hatten. Mit einem weiteren Sieg am kommenden Sonnabend, 5. April (Spielbeginn: 20 Uhr), in Sachsen kann die Mannschaft von Rist-Headcoach Sebastian Gleim den erstmaligen Halbfinal-Einzug frühzeitig perfekt machen.

Die Rister begannen hypernervös, die Gäste aus Leipzig dafür umso selbstbewusster, trafen vor allem aus der Ferndistanz sicher. Besonders schwer zu stoppen war vom Heimteam zunächst der Deutschamerikaner Eric Vierneisel, kaum weniger effektiv agierten US-Boy Christopher Flores und der erfahrene Jorge Schmidt.

"Wir waren zu Beginn der Partie zu passiv, sind in Rückstand geraten und haben dadurch vorübergehend unser Selbstbewusstsein eingebüßt", sagte Coach Gleim. Später aber erfreute den Trainer umso mehr, dass sich sein Team vor einer imposanten grün-gelben Wand von Fans in den Vereinsfarben in die Partie zurückkämpfen konnte und eine furiose Aufholjagd startete. Eine Ursache dafür sei die Einwechslung von Kapitän Davey Hopkins für Lee Jeka gewesen, der laut Gleim nicht seinen besten Tag hatte. Schon gegen Ende der ersten Halbzeit sank die Trefferquote der Ostdeutschen, von denen einige zudem früh in Foulprobleme kamen und sich daher in der Verteidigung zurückhalten mussten.

Nach dem Seitenwechsel kippte die Partie dann vollends. "Uns war frühzeitig klar geworden, dass wir diesen Gegner niederkämpfen müssen, wenn wir eine Chance haben wollen, und das haben wir in der zweiten Halbzeit auch geschafft", sagte Center Christoph Roquette, der mit ebenso gutem Beispiel voranging wie der treffsichere Janis Stielow (drei Dreier in wichtigen Situationen). Besonders heiß auf diese Partie war aber Diante Watkins, der eine seiner besten Leistungen im Rist-Trikot erbrachte und 29 Punkte erzielte sowie zehn Assists verteilte. "Ich wollte dieses Spiel unbedingt gewinnen, obwohl ich im zweiten Viertel zwischenzeitlich am Sieg gezweifelt hatte", sagte er.

Möglich machte die erfolgreiche Aufholjagd der Heimmannschaft in erster Linie eine Steigerung in der Verteidigung, die die Gäste auf Dauer zermürbte. Erst in der 39. Minute sorgte Fabian Böke mit seinem Treffer zum 73:72 für den einzigen Führungswechsel in der gesamten Partie.

Obwohl sich die Leipziger per Ferndistanztreffer mit der Schlusssirene doch noch in die Verlängerung retten konnten, hatten sie in den zusätzlichen fünf Minuten dem Siegeswillen der Gastgeber nichts mehr entgegenzusetzen. Während Hopkins, Watkins, Böke und Roquette die entscheidenden Treffer für das Heimteam setzten, erzielten die Uni-Riesen nur noch ganze fünf Punkte und verloren.

Statistik: Viertelergebnisse: 15:26, 15:17, 22:15, 24:18, Verlängerung: 17:5.

SC Rist (Punkte): Diante Watkins (29), Davey Hopkins (20), Janis Stielow, Christoph Roquette (je 15), Fabian Böke (8), Paul Owusu (6), Jens Hirschberg, Lee Jeka, René Kindzeka, nicht eingesetzt: Jonas Laatzen, Fabian Strauß.

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1. Herren stürmen ins Viertelfinale - Am Samstag heißt es wieder: Wir spielen alle in Gelb!

Treffsicher in Lich: Lee Jeka. Foto: Claus Bergmann

Die 1. Herren haben sich eine spielfreie Woche verdient. Im Play-off-Achtelfinale gewann die Mannschaft von Headcoach Sebastian Gleim nach dem 69:62 zum Auftakt der Best-of-three-Serie auch den zweiten Vergleich mit den Licher BasketBären in Hessen 89:72 (48:31) und stehen in der Runde der letzten Acht. Damit sind die Wedeler eines von bislang nur drei Teams, die das Viertelfinal-Ticket im Eiltempo lösen konnten. Den nächsten Gegner der Rister ermitteln am Dienstag, 25. März, die Uni-Riesen Leipzig und die SuM Baskets Braunschweig in einem Entscheidungsspiel.

Glückwünsche zum Viertelfinal-Einzug gab der gebürtige Hesse Gleim, der den Aufenthalt in der Heimat mit einem Besuch seiner Mutter verband, postwendend an sein Team weiter. "Die Jungs haben ein sehr gutes Spiel gemacht, waren die bessere Mannschaft und haben verdient gewonnen."

Nicht verschweigen wollte der Headcoach allerdings, dass sein Team vor fast 1000 Zuschauern in der Licher Dietrich-Bonhoeffer-Halle zwei schwächere Phasen zu überwinden hatte. "Es war ein kurioses Spiel", sagte Gleim. So hätten die Wedeler zu Beginn nicht in die Partie gefunden und sich im dritten Viertel zu passiv verhalten, im Schlussabschnitt aber alles richtig gemacht. "Wir haben den BasketBären nur noch schwierige Würfe gestattet und es auch geschafft, einige Schlüsselspieler zu stoppen." Dazu gehörte neben dem ansonsten treffsicheren Daniel Dörr, der im Angriff komplett leer ausging, auch Spielmacher Joey Fuca, der in Wedel aufgrund einer Oberkörperprellung hatte passen müssen.

Zu den Wedeler Sieggaranten in Lich zählte neben Diante Watkins und Topscorer Lee Jeka erneut Janis Stielow. Er traf mit perfekter Quote aus dem Feld und brachte es auf 14 Punkte. "Janis hat außerdem extrem stark verteidigt und der Mannschaft damit unheimlich viel Schwung gegeben", sagte Gleim. Beeindruckend war auch die Leistung von Innenspieler Fabian Böke. Der 2,08-Meter-Mann sicherte seinem Team unter dem eigenen Korb zehn Rebounds, erzielte zudem neun Punkte und verpasste damit ein Double-double denkbar knapp.

Für die Rister zahlte es sich letztlich aus, dass sie bereits einen Tag vor der Partie nach Hessen gereist waren und eine einstündige Übungseinheit in der Spielhalle absolviert hatten. Ansonsten sei die Vorbereitung auf Play-off-Spiel zwei alles andere als optimal verlaufen, sagte Gleim. "Unter der Woche konnten wir nur einmal in Wedel gemeinsam trainieren."

Umso erleichterter ist der Rist-Coach, dass sein Team mit überwiegend voll berufstätigen Spielern kein drittes Mal gegen die BasketBären antreten muss, sondern sich schon jetzt auf die am Sonnabend, 29. März, in der Wedeler Steinberghalle beginnende Viertelfinalserie fokussieren kann. Im Zwiespalt ist Sebastian Gleim darüber, welches gegnerische Team ihm und seiner Mannschaft lieber wäre. "Spiele gegen die Uni-Riesen Leipzig hätten den Reiz des Neuen, Braunschweig wäre für uns leichter zu erreichen." Letztlich aber seien die Play-offs ohnehin kein Wunschkonzert. "Wir nehmen alles, wie es kommt." Und egal, gegen wen die Rister im ersten Viertelfinalspiel am Sonnabend in der Steinberghalle treffen, gilt wieder das Motto: Wir spielen alle in Gelb! Die Rister hoffen wie im Heimspiel gegen Lich auf eine tolle Play-off-Atmosphäre und rufen die Fans auf, in gelben Shirts, gelben Pullis, mit gelben Mützen und gelben Schals ausgestattet in die Halle zu kommen.

Statistik: Viertelergebnisse: 24:20, 7:28, 31:15, 10:26.

SC Rist (Punkte): Lee Jeka (23), Diante Watkins (18), Janis Stielow (14), Davey Hopkins (10), Fabian Böke (9), Christoph Roquette (7), Jens Hirschberg (4), Fabian Strauß (3), Paul Owusu (1), René Kindzeka, Jonas Laatzen.

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1. Herren: Auftaktsieg gegen Lich

Double-double und familiale Unterstützung: Davey Hopkins. Foto: Claus Bergmann

Es könnte noch eine lange und erfolgreiche, aber auch kräftezehrende Saison für die 1. Herren werden. Einen Vorgeschmack auf das, was sie in den kommenden Wochen womöglich in den Play-offs erwartet, vermittelte dem Tabellenzweiten der Nordstaffel jedenfalls schon das ebenso schwer erkämpfte wie korbarme 69:62 (34:33) über den Süd-Siebten Licher Basket-Bären zum Achtelfinal-Auftakt vor 580 Zuschauern in der Steinberghalle.

Nach der Schlusssirene konzentrierte sich Rist-Headcoach Sebastian Gleim denn auch gleich auf das Wesentlich. "Wir sind glücklich, die enge Partie gewonnen zu haben, und das war auch das beste am Spiel." Für den 29-jährigen Trainer war es keine Begegnung wie jede andere, stammt er doch selbst aus Hessen und kehrt am Ende der Saison als Jugend-Koordinator von Bundesligist Frankfurt Skyliners in die Heimat zurück. 

Zudem traf er neben einigen früheren Gegenspielern mit Basket-Bären-Coach Igor Starcevic einen sportlichen Weggefährten wieder. Herzlich verabschiedeten sich die Trainer nach Spielende im Foyer der Steinberghalle voneinander - wohl wissend, dass für einen von ihnen die Saison 2013/14 spätestens am Dienstag, 25. März, nach dem entscheidenden dritten Spiel der Best-of-three-Serie beendet sein kann. 

Den Showdown an einem Wochentag können die Wedeler mit einem Sieg am kommenden Sonnabend, 22. März (19.30 Uhr), in Lich abwenden. Doch Gleim weiß um die Schwere der Aufgabe, die ihn und sein Team in der 14.000-Einwohner-Stadt im Landkreis Gießen erwartet. "Lich ist ein sehr heimstarkes Team, das zu Hause meines Wissens noch nie ein Play-off-Achtelfinalspiel verloren hat."

Schon in Wedel verlangten die nur mit acht Spielern angereisten Gäste dem favorisierten Heimteam alles ab, obwohl mit Aufbauspieler Joey Fuca ein Leistungsträger verletzt fehlte. Die Hessen verteidigten in Korbnähe hart, sodass die Rist-Akteure ihr Wurfglück aus der Distanz versuchen mussten. Die Trefferquote reichte zwar für eine knappe Pausenführung, doch absetzen konnte sich der Nord-Zweite nicht.

Deutlich entschlossener agierten die Wedeler in der zweiten Halbzeit. Unter den Augen seines Vaters Dave und seines jüngeren Bruders Danny, die auf der Tribüne mitfieberten, lief Rist-Kapitän Davey Hopkins zur Hochform auf, erzielte insgesamt 13 Punkte, holte 15 Rebounds und blockte einen gegnerischen Wurf. "Davey hat sein erstes Double-double in dieser Saison geschafft, uns damit den Schwung gegeben, den wir in diesem Spiel brauchten", lobte Gleim den 25 Jahre alten Kalifornier.

Ebenfalls zweistellig (14/zehn) fiel die Punkt- und Rebound-Ausbeute von Center-Routinier Christoph Roquette aus, auch Lee Jeka und Janis Stielow erzielten jeweils mehr als zehn Punkte. Entscheidend für den Sieg des Heimteams war aber die Treffsicherheit aus der Ferne. Die Wedeler hatten bei acht von 28 Dreier-Versuchen Erfolg, die Hessen lediglich bei zwei von 22. 

Der schweren Aufgabe in Lich sieht Roquette, der 2012/13 mit dem SC Jena das Play-off-Halbfinale der Pro A erreichte, gelassen entgegen. "In dieser Phase der Saison gibt es ohnehin keine einfachen Spiele mehr." Einer im Rist-Kader fiebert dem Duell mit den Hessen besonders entgegen. Allrounder Jens Hirschberg, wie Coach Gleim ein gebürtiger Hesse, spielte 2012/13 für den Play-off-Gegner, stand im ersten Duell mit seinem Ex-Club 28:16 Minuten auf dem Parkett. In Lich erwartet der Diplom-Kaufmann einen heißen Tanz: "Es wird sehr laut sein in der Halle."

Auch Coach Gleim rüstet sich für dieses Duell. "Wir werden unter der Woche im Training versuchen, einige Dinge zu verbessern." Um ausgeruht in die Partie zu gehen, reisen die Wedeler schon am Freitag, 21. März, an.

Statistik: Viertel: 19:15, 15:18, 26:15, 9:14. 

SC Rist (Punkte): Christoph Roquette (14), Davey Hopkins, Lee Jeka (je 13), Janis Stielow (12), Diante Watkins (8), Jens Hirschberg (4), René Kindzeka (3), Fabian Böke, Paul Owusu (je 1), nicht eingesetzt: Fabian Strauß, Jonas Laatzen.

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1. Herren rücken noch auf den zweiten Platz vor

Rister Jens Hirschberg trifft im Achtelfinale auf alte Kameraden. Foto: Claus Bergmann

Die 1. Herren haben am letzten Spieltag der 2. Bundesliga Pro B Nord im Kampf um die optimale Ausgangsposition für die in Kürze beginnenden Play-offs das Optimum herausgeschlagen. Die Rister besiegten die BG Sandersdorf-Bitterfeld-Wolfen 06 mit 105:75 (45:38) und sicherten sich mit nun 32 Zählern Punkten Platz zwei der Abschlusstabelle hinter den punktgleichen UBC Hannover Tigers, die das Topspiel bei den Schwelmer Baskets 76:73 gewannen. Gegner im Play-off-Achtelfinale ist mit den Licher BasketBären der Siebte der Südstaffel, der sich am kommenden Sonnabend, 15. März, um 19 Uhr in Wedel vorstellt. Die Achtelfinalserie besteht aus maximal drei Partien. Sollten die Rister oder die Licher nach dem Rückspiel in Hessen zwei Siege auf dem Konto haben, entfällt ein Entscheidungsspiel, das in Wedel stattfinden würde.

Hoch zufrieden zog Sebastian Gleim nach dem dreistelligen Erfolg Zwischenbilanz. "Wir haben sogar einen Sieg mehr eingefahren als in der zurückliegenden Pro-B-Saison." Der gebürtige Hesse, den es am Ende dieser Spielzeit zu den Frankfurt Skyliners in die Heimat zieht, bekommt es wie vor einem Jahr im Play-off-Achtelfinale mit einem Club aus seinem Bundesland zu tun. 2012/13 setzten sich die Wedeler in zwei Duellen gegen die Junior Skyliners durch. Auch der Vergleich mit den Licher BasketBären ist für den 29-Jährigen etwas Besonderes. "Ich bin mit deren Coach Igor Starcevic befreundet." Auch Jens Hirschberg brennt auf das Duell mit den Lichern, denn im vergangenen Jahr spielte der 25-Jährige für die BasketBären. "Ich freue mich auf das Wiedersehen mit den früheren Teamkameraden", so Hirschberg.

An Optimismus, die erste Play-off-Hürde meistern zu können, mangelt es den Wedelern nach dem Kantersieg über die BSW Sixers nicht. Im ersten Viertel noch nervös, setzte sich die Heimmannschaft im zweiten deutlicher ab und verstärkte ihre Dominanz nach dem Seitenwechsel. Schon im dritten Abschnitt blieben die Gäste aus Sachsen-Anhalt minutenlang ohne Korberfolg und mussten dann im Schlussviertel noch einen 20:0-Lauf zum 105:73 hinnehmen, in dessen Verlauf Kapitän Davey Hopkins per Freiwurf der umjubelte 100. Punkt der Wedeler gelang.

Als Matchwinner hatte Sebastian Gleim aber nicht die Hauptkorbschützen Hopkins, Diante Watkins, Christoph Roquette und Lee Jeka, die allesamt zweistellig trafen, ausgemacht, sondern einen seiner Youngster. "René Kindzeka hat Sixers-Topscorer Tristan Blackwood zur Verzweiflung gebracht."  

Trotz des starken Auftrittes seines Team zum Abschluss der regulären Saison warnt der Wedeler Coach aber vor allzu hohen Erwartungen. "Wir müssen realistisch bleiben, die Situation in den Play-offs ist eine ganz andere." Aus Sicht von Center Christoph Roquette hätte die Einstimmung auf die Aufstiegsrunde aber kaum besser verlaufen können. "Das war schon fast Play-off-Atmosphäre, denn wir mussten gewinnen, um uns eine gute Ausgangsposition zu verschaffen, und die Sixers brauchten einen Sieg, um die Play-downs zu umgehen." Dass sich dabei sein Team durchgesetzt hätte, könne für den weiteren Saisonverlauf nur von Vorteil sein. "Wir haben in diesem Spiel gezeigt, was wir können."

Statistik: Viertelergebnisse: 25:24, 20:14, 26:17, 34:20.

SC Rist (Punkte): Diante Watkins (25), Davey Hopkins (17), Lee Jeka (16), Christoph Roquette (14), Fabian Böke, Paul Owusu (je 9), Jens Hirschberg (7), René Kindzeka (5), Janis Stielow (3), Jonas Laatzen, nicht eingesetzt: Fabian Strauß.

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1. Herren: Kleinigkeiten machen im Topspiel den Unterschied

Pechvogel: Fabian Böke musste ins Krankenhaus. Foto: Claus Bergmann

Die 1. Herren haben im Kampf um die optimale Ausgangsposition für die in Kürze beginnenden Play-offs einen Dämpfer hinnehmen müssen. Im Topspiel der 2. Bundesliga Pro B unterlagen sie den Schwelmer Baskets mit 73:77 (42:32) und mussten den nun punktgleichen Gästen aufgrund des schlechteren direkten Vergleichs die Tabellenführung überlassen.

"Es war ein Spiel mit Play-off-Charakter, das uns schon jetzt gezeigt hat, was uns in der Aufstiegsrunde erwartet", sagte Headcoach Sebastian Gleim nach Spielende. In diesen Partien könne eine Mannschaft nur dann bestehen, wenn sie beim Rebound aufpasse und sich nicht allzu viele Ballverluste erlaube - beides sei seiner Mannschaft gegen die Schwelmer nicht in gewünschtem Maße gelungen.

Ohne Center Christoph Roquette, der die ersten acht Punkte für sein Team erzielte und es bis zur Pause auf 16 Punkte brachte, wären die Rister womöglich früh entscheidend zurückgefallen. So aber gelang den Gastgebern zwischenzeitlich ein 17:0-Lauf zum 25:17 nach 18 Minuten.

In der zweiten Halbzeit jedoch wendete sich das Blatt erneut. Die Schwelmer verteidigten hart und trafen hochprozentig, allen voran Topscorer David Hicks, der von seinen 19 Punkten allein 13 per Freiwurf erzielte. An der Linie bewiesen zwar auch die Wedeler enorme Treffsicherheit, verwandelten 22 von 23 Versuchen (96 Prozent), doch das nütze ihnen am Ende wenig, weil die Schwelmer aus der (Fern-)Distanz mehr Erfolg hatten. "Wir haben sehr gut geworfen und außerdem Christoph Roquette später besser kontrolliert, das war der Schlüssel zum Sieg in einem über weite Strecken offenen Spiel," sagte Gästecoach Raphael Wilder. 

Trotz der sechsten Saisonniederlage für sein Team sah Roquette keinen Anlass, für den Rest der regulären Saison schwarz zu sehen. "Das war heute ein Spiel auf Augenhöhe, in dem Kleinigkeiten den Ausschlag zu unseren Ungunsten gegeben haben." Zwar könne der SC Rist die reguläre Saison nun nicht mehr aus eigener Kraft als Erster beenden, doch das sei eher nebensächlich. "Der Titel des Staffelmeisters interessiert niemanden."

Viel wichtiger sei die optimale Ausgangslage, die bei näherer Betrachtung für den Zweiten mindestens ebenso gut sei wie für den Meister. "Wir hätten ebenso Heimrecht in den wichtigen Spielen, aber der Erfolgsdruck wäre nicht ganz so hoch." Da sich am letzten regulären Spieltag 2013/14 die Schwelmer Baskets und die UBC Tigers Hannover im direkten Duell gegenseitig die Punkte abnehmen, reicht den Wedelern für Platz zwei der Abschlusstabelle am kommenden Sonnabend, 8. März (Spielbeginn:19.30 Uhr), ein Heimsieg über die BG Bitterfeld-Sandersdorf-Wolfen 06 (BSW Sixers) in der Steinberghalle. Dann hofft Sebastian Gleim auch wieder Power Forward Fabian Böke einsetzen zu könne, der sich gegen Schwelm nach 13-minütiger Einsatzzeit eine Risswunde an der Lippe zuzog und ins Krankenhaus transportiert werden musste.

Statistik: Viertergebnisse: 15:17, 27:15, 17:27, 14:18.

SC Rist (Punkte): Christoph Roquette (26), Diante Watkins (20), Lee Jeka (11), René Kindzeka (5), Paul Owusu, Fabian Böke (je 4), Janis Stielow (3), Davey Hopkins, Jens Hirschberg, Fabian Strauß, nicht eingesetzt: Jonas Laatzen, Lennart Liebke.

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1. Herren: Heute Abend Topspiel gegen Schwelm in der Steinberghalle / Niederlage in Braunschweig

Christoph Roquette erzielte 18 Zähler. Foto: Bergmann

Am heutigen Sonnabend, 1. März (19:00 Uhr), gilt es für die 1. Herren: Zu Gast am Steinberg sind die Schwelmer Baskets, ein Gegner, der den Ristern in der Vergangenheit oft Probleme auf dem Parkett bereitete und sich auch diesmal als Spielverderber erweisen könnte. Sollten die Gäste aus dem Ruhrgebiet gewinnen, zöge der Tabellendritte nach Punkten (jeweils 30) mit dem aktuellen Spitzenreiter gleich und in der Tabelle der 2. Bundesliga ProB Nord aufgrund des besseren direkten Vergleichs (Hinspiel: 75:63 für Schwelm) an den Wedelern vorbei.

Dieses Szenario hätte sich die Mannschaft von Headcoach Sebastian Gleim gern erspart, doch die Niederlage bei den SUM Baskets Braunschweig Ristern einen Strich durch die Rechnung. In Niedersachsen verloren die Wedeler 78:85 (34:46) und büßten damit auch ihren bisherigen Vier-Punkte-Vorsprung auf die Verfolger UBC Tigers Hannover und Schwelm ein.

Mit Paul Owusu und Lee Jeka fehlten aus beruflichen Gründen zwei Akteure der Startformation, dreimal steckten die Wedeler zudem im dichten Feierabendverkehr fest. Die Reisestrapazen wirkten in der ersten Halbzeit des Pro-B-Spiels nach. Der Kanadier Willy Manigat, der sein vorerst letztes Zweitliga-Spiel absolvierte und fortan im Braunschweiger BBL-Kader steht, fand zwar aufgrund der Beschattung von Janis Stielow schwer ins Spiel, dafür trafen seine Kameraden umso besser. "Wir haben in der ersten Halbzeit zu viele einfache Körbe kassiert, weil wir nicht gut verteidigt haben", sagte Gleim.

Erst nach dem Seitenwechsel erreichten die Rister Betriebstemperatur und holten auf. Nach dem dritten Viertel 53:63 in Rückstand, gelang im Schlussabschnitt ein 17:4-Lauf, an dessen Ende Center Christoph Roquette zum 68:67 für die Wedeler traf. Die erneute Braunschweiger Führung durch Manigat per Dreier egalisierte noch einmal René Kindzeka mit zwei verwandelten Freiwürfen, ehe sich das Heimteam absetzte. 

"Wir haben am Ende alles auf eine Karte gesetzt, aber die Trümpfe stachen nicht", sagte Gleim. So sei Roquette, aus Sicht des Coaches "unter dem Korb eine Bank", von seinen Kameraden zwar gesucht, aber zu selten gefunden worden. Eine starke Leistung zeigte trotz Kniebeschwerden Diante Watkins, der 40 Minuten spielte und 22 Punkte erzielte.

Bei aller Enttäuschung über die fünfte Saisonniederlage hielt sich Gleim mit Kritik zurück. Schließlich sei es den meisten Spielern schwer genug gefallen, einen freien Tag bewilligt zu bekommen, sofern dies überhaupt gelang. Zudem könne nur selten in voller Besetzung trainiert werden. "Das führt dazu, dass einige Automatismen nicht so funktionieren, wie es auf diesem Niveau nötig wäre", sagt Gleim. Gerade unter diesen Umständen aber sei es umso erstaunlicher, dass sein Team immer noch die Tabelle anführe.

Fest steht, dass die Wedeler nun dreimal in Folge (gegen Schwelm, die BSW Sixers und den ersten Play-off-Gegner) Heimrecht genießen. Alles abverlangen dürften ihnen schon am Sonnabend die Gäste aus dem Ruhrgebiet. "Schwelm ist eine abgezockte und spielstarke Mannschaft, gegen die wir in der Hinrunde chancenlos waren", sagt Gleim. "Wir werden auch diesmal wieder ans Limit gehen müssen."

Statistik: Viertel: 23:16, 23:18, 17:19, 22:25.

SC Rist: Diante Watkins (22), Christoph Roquette (18), Davey Hopkins (13), Fabian Böke (8), Janis Stielow (7), René Kindzeka (5), Fabian Strauß (3), Jens Hirschberg (2), Christopher Geist, Jonas Laatzen.

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1. Herren: Rister siegen am Sonntagabend

"Nahezu perfekt": Janis Stielows Leistung gefiel Coach Sebastian Gleim. Foto: Claus Bergmann

Die 1. Herren sind wieder Tabellenführer der 2. Bundesliga Pro B Nord. Weil die Titelkonkurrenten UBC Hannover Tigers und Schwelmer Baskets ihre Partien früher austrugen, rutschten die Rister für einige Stunden auf den dritten Platz ab, um dann die Pole Position durch ein hart erkämpftes 91:82 (46:28) beim RSV Eintracht Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf zurückzuerobern. Es war bereits der 15. Sieg für den Spitzenreiter, der sein Punktekonto damit auf 30 aufstockte.

In Brandenburg wurde den Wedelern, die am Donnerstag, 27. Februar, bei den SUM Baskets Braunschweig und am Sonnabend, 1. März (19 Uhr, Steinberghalle) gegen die Schwelmer Baskets weitere Spiele zu bestreiten haben, zu Beginn einer strapaziösen Spielwoche gleich alles abverlangt. Zwar fand die Mannschaft von Headcoach Sebastian Gleim gut in die Partie, um ihren komfortablen 18-Punkte-Pausenvorsprung dann in der zweiten Halbzeit aber kurzfristig wieder loszuwerden. Auf die verzweifelte Aufholjagd des seit fünf Runden sieglosen Gegners waren die Rister allerdings eingestellt. "Es war klar, dass die Stahnsdorfer in der zweiten Halbzeit mit allen Mitteln versuchen würden, ihren Negativtrend zu stoppen", sagte Gleim.

Diese Rechnung des Heimteams schien vor allem dank aggressiver Verteidigung aufzugehen. In der 35. Minute war die Führung der Wedeler auf einen Punkt geschrumpft, kurz darauf lagen dann die Brandenburger mit 74:73 vorn. Die erneute Wende zugunsten der Rister, die das Hinrundenspiel nach zwei Verlängerungen verloren hatten, leitete Janis Stielow ein. Der 18-Jährige drehte die Partie mit zwei verwandelten Freiwürfen und einem Dreier. Neben insgesamt 20 Punkten, die nur von Lee Jeka (22) überboten wurden, verzeichnete Stielow sieben Ballgewinne und blockte zudem kurz vor der Schlusssirene einen Wurf von Eintracht-Spieler Thomas Schoeps. Ebenfalls nicht zu verachten war Stielows Trefferquote aus der Ferndistanz: Sechs Mal warf er von jenseits der Dreiermarkierung, vier Mal netzte er ein.

"Janis hat nahezu perfekt gespielt", sagte Gleim. Dass insgesamt vier Rister zweistellig punkten konnten und Christoph Roquette mit neun Zählern und acht Rebounds ein Double-double nur knapp verpasste, stimmt den Trainer ebenfalls optimistisch für die kommenden Begegnungen. "Wir können die schweren Aufgaben, die uns erwarten, nur als Team meistern, und das haben wir in Stahnsdorf geschafft." In der ähnlich schweren Begegnung bei den SUM Baskets Braunschweig unter der Woche hofft Gleim auch wieder auf Paul Owusu zurückgreifen zu können. Der reboundstarke Center konnte aufgrund einer fiebrigen Erkältung in Brandenburg nicht mitwirken und wurde dort unter dem Korb von seinen Teamkameraden schmerzlich vermisst.

Statistik: Viertelergebnisse: 12:21, 16:25, 26:23, 28:22.

SC Rist (Punkte):
Lee Jeka (22), Janis Stielow (20), Davey Hopkins (17), Diante Watkins (15), Christoph Roquette (9), Fabian Böke (6), Jens Hirschberg (2), Fabian Strauß, Jonas Laatzen, René Kindzeka.

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1. Herren: Weiterhin Spitze

Janis Stielow markierte in der Schlussphase wichtige Punkte. Foto: Claus Bergmann

Die 1. Herren bleiben Tabellenführer der 2. Bundesliga Pro B Nord. Das 77:68 (46:26) über Citybasket Recklinghausen vor 450 Zuschauern in der Steinberghalle war der 14. Saisonsieg des Teams von Headcoach Sebastian Gleim und zugleich ein weiterer Schritt Richtung Pole Position für die Play-offs.

Rundum zufrieden war der Trainer aber nicht mit der Leistung seines Teams. "Wir haben einen starken Gegner in der ersten Halbzeit an die Wand gespielt, um ihn dann wieder zurückkommen zu lassen." In der Tat zeigten die Rister 20 Minuten lang Basketball vom Feinsten, verwöhnten die Fans mit schnellen Kombinationen und spektakulären Aktionen. Spätestens als Kapitän Davey Hopkins per Dunking nach sechs Minuten zum 19:8 traf, schien es nur um die Höhe des Sieges für den Spitzenreiter zu gehen. Ein Übriges tat die klare Halbzeitführung der Rister (46:26).

Doch die Fans hatten sich zu früh gefreut. Zwar startete ihre Mannschaft auch furios in die zweite Hälfte, doch diesmal hielten die Gäste aus dem Ruhrgebiet dagegen, brachten mit intensiver Verteidigung den Motor der Wedeler ins Stottern. Zugleich steigerten sich die als Tabellensiebter (18 Punkte) noch nicht für die Aufstiegsrunde qualifizierten Recklinghäuser trotz insgesamt schwacher Trefferquote aus dem Feld im Angriff beträchtlich. "Vor allem Cavel Witter hat viele schwierige Würfe getroffen", sagte Gleim. Robert Franklin kam zwar diesmal nicht an seine Rekord-Korbausbeute in der Saison 2012/13 (41 Punkte beim Wedeler 128:115 an gleicher Stätte) heran, war aber trotz Nasenbeinbruchs erneut schwer zu stoppen und erzielte mit 19 Punkten nur zwei weniger als Witter.

In den letzten zweieinhalb Minuten der Begegnung, die sich gefühlt über eine Viertelstunde hinzogen, drohte die Partie sogar noch zu kippen. Von der Freiwurflinie verkürzte der mit Gesichtsmaske spielende Franklin zum 62:67, vergab aber den zweiten Versuch. Zwei Distanzwürfe von Janis Stielow sowie Freiwürfe von Diante Watkins und Christoph Roquette räumten dann letzte Zweifel am Wedeler Sieg aus.

Das Zittern in der Schlussphase hätte sich das Heimteam nach Auffassung seines Coaches allerdings ersparen können, wenn es das Tempo über 40 Minuten forciert hätte. "Wer in einem hohen Gang fährt, muss das Gaspedal durchgedrückt lassen, wir haben stattdessen zurückgeschaltet." Allzu sehr kritisieren wollte Gleim sein Team indes nicht, lobte vielmehr die starke Verteidigung. "90 Punkte hätten wir gegen diesen Gegner aber schon machen müssen."

Stärkster Akteur der Rister war für Gleims Empfinden Davey Hopkins. "Er hat wieder sehr viel Energie gehabt, am Ende fehlte ihm nur ein Rebound zum Double-double." Am kommenden Sonnabend (15. Februar, 19 Uhr) gastieren die Rister bei den SUM Baskets Braunschweig.

Statistik: Viertelergebnisse: 28:18, 18:8, 14:20, 17:22.

SC Rist (Punkte): Christoph Roquette (15), Davey Hopkins (11), Diante Watkins (10), Lee Jeka, Janis Stielow, Fabian Böke (je 9), Paul Owusu (6), Fabian Strauß, Jonas Laatzen (je 3), René Kindzeka (2), Christopher Geist, Jens Hirschberg.

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1. Herren: Sieg in letzter Sekunde und Tabellenführung

Goldenes Händchen: Diante Watkins traf zum Sieg. Foto: Claus Bergmann

Die lange Anfahrt ins Ruhrgebiet hat sich für die 1. Herren gelohnt. In einer engen Partie bei den VfL AstroStars Bochum hatten die Rister in der Endphase den längeren Atem und gewannen dank eines Treffers von Diante Watkins in der Schlusssekunde mit 72:70 (32:37). Weil der bisherige Spitzenreiter UBC Tigers Hannover mit 71:80 bei der BG Bitterfeld-Sandersdorf-Wolfen 06 verlor, trat das Team von Headcoach Sebastian Gleim die Rückreise zudem als Tabellenführer der 2. Bundesliga Pro B Nord (26 Punkte) an.

"Wir genießen jetzt den Augenblick und das Gefühl, uns einen weiteren Sieg erkämpft und erspielt zu haben", sagte Gleim. Dass der insgesamt 13. Erfolg in dieser Saison noch knapper ausgefallen war als manch anderer zuvor, störte dabei weder den Coach noch die Spieler.

Die AstroStars verteidigten aggressiv und suchten im Angriff den schnellen Abschluss. "Wir hatten nach gutem Beginn später vor allem in der Rückwärtsbewegung Probleme, obwohl wir die Bochumer Werfer gut im Griff hatten", sagte Gleim. Das VfL-Trio Kendrick Easley, Julius Dücker und Ryon Howard erzielte zusammen 49 Punkte.

Dass die Rister trotz eines zwischenzeitlichen Elf-Punkte-Rückstandes (36:47), für den Easley in der 26. Minute sorgte, nicht den Anschluss verloren, lag an ihrer Treffsicherheit aus der Distanz. Lee Jeka (drei Dreier), Watkins, Janis Stielow (je zwei), Fabian Strauß, René Kindzeka und Jens Hirschberg (je einer) hielten ihr Team mit einer Dreierquote von 45 Prozent im Spiel.

Die Wende gelang den Ristern dann im Schlussabschnitt. Ein 15:9-Lauf brachte die Wedeler bis auf zwei Punkte heran (66:68/39. Minute), je zwei verwandelte Freiwürfe von Watkins und Jeka sorgten für den Ausgleich. Der Siegtreffer gelang dann wieder Watkins nach einem Ballgewinn. "Diante hat sich ein Herz gefasst und über zwei deutlich größere Bochumer hinweg aus der Mitteldistanz getroffen", schilderte Gleim die spielentscheidende Szene.

Ihre Tabellenführung verteidigen müssen die Wedeler am Sonnabend, 18. Februar (Spielbeginn: 19 Uhr), in der heimischen Steinberghalle, Gegner ist mit Citybasket Recklinghausen erneut ein Team aus dem Ruhrgebiet.

Statistik: Viertel: 20:17, 17:15, 22:19, 11:21.

SC Rist (Punkte): Fabian Böke (16), Diante Watkins (14), Lee Jeka (11), Janis Stielow (8), Davey Hopkins, Christoph Roquette (je 6), Fabian Strauß (5), Jens Hirschberg, René Kindzeka (je 3), Paul Owusu, Christopher Geist, Jonas Laatzen.

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1. Herren: Starke Offensivleistung und Punktgewinn gegen Herten

Nicht zu halten: Fabian Böke punktete mit hoher Quote. Foto: Claus Bergmann

Die Herren des SC Rist (2. Bundesliga Pro B) haben die von ihrem Headcoach Sebastian Gleim geforderte Reaktion auf die unnötige 75:76-Heimniederlage in letzter Minute gegen die Baskets Akademie Weser-Ems/Oldenburger TB gezeigt. Die Wedeler nutzten die Chance auf umgehende Wiedergutmachung in einem weiteren Heimspiel gegen die Hertener Löwen, zeigten beim klaren 96:79 (52:45) vor mehr als 400 Zuschauern in der Steinberghalle phasenweise spektakulären Basketball und behaupteten mit dem zwölften Sieg in dieser Saison einen Platz unter den ersten vier.

"Die Mannschaft hat sich so willensstark gezeigt, wie ich es mir erhofft habe, und in kritischen Phasen die Nerven behalten", sagte nach Spielende der 29 Jahre alte Coach, der kurz darauf entsprechend gut gelaunt zu einer Familienfeier in seine hessische Heimat aufbrach. Nur einmal geriet der überzeugende Sieg kurzfristig in Gefahr, als die Gäste aus dem Ruhrgebiet im dritten Viertel mit aggressiver Verteidigung Wedeler Ballverluste provozierten und sogar ausgleichen konnten (62:62).

Das aber reichte nicht gegen eine Heimmannschaft, für die am Ende nicht weniger als sechs Akteure (Fabian Böke, Davey Hopkins, Christoph Roquette, Diante Watkins, Janis Stielow, Lee Jeka) zweistellig gepunktet hatten.

Besonders stark agierte beim Power Forward Fabian Böke. Ihm war gegen die Oldenburger wenig gelungen, umso mehr trumpfte der 2,08-Meter-Mann gegen Herten auf, indem er neun von zehn Würfen im gegnerischen Korb versenkte, 20 Punkte erzielte, sich zudem vier Abpraller griff und ebenso viele Würfe blockte. "Ich war nach dem Oldenburg-Spiel total motiviert, allen zu zeigen, dass es besser geht," sagte Böke. Andere hatte diese Niederlage ebenfalls angespornt, etwa Youngster Janis Stielow (18), der bei sieben Versuchen fünfmal Erfolg hatte, dabei dreimal von jenseits der Drei-Punkte-Linie traf und es auf 13 Zähler brachte. "Unser Trainer brauchte uns nicht zusätzlich zu motivieren, das gesamte Team wollte diesen Sieg," sagte der U20-Nationalspieler.

"Wir waren offensiv sehr präsent, in der Verteidigung aber zunächst zu passiv, haben dadurch den Gegner stark gemacht," fand Gleim dann doch einen Kritikpunkt. Für seine Mannschaft geht es in den verbleibenden sechs Partien um eine erfolgsversprechende Ausgangsposition für die bereits erreichten Aufstiegsrunde. Nächster Gegner ist am Sonnabend, 1. Februar (18.30 Uhr), auswärts Aufsteiger VfL AstroStars Bochum.

Viertelergebnisse: 26:20, 26:25, 17:19, 27:15.

SC Rist (Punkte): Fabian Böke (20), Davey Hopkins (15), Christoph Roquette (14), Diante Watkins, Janis Stielow (je 13), Lee Jeka (11), René Kindzeka, Paul Owusu (je 5), Fabian Strauß, Jens Hirschberg, nicht eingesetzt: Jonas Laatzen.

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1. Herren: Böses Ende einer kuriosen Partie

Janis Stielow zeigte sich sehr treffsicher (hier im Duell mit Jan Niklas Wimberg). Fotos: Claus Bergmann

Ausgerechnet die 1. Herren patzten beim Familientag des SC Rist in der Wedeler Steinberghalle. Während das JBBL-Team der Piraten (gegen die Eisbären Bremerhaven), die WNBL-Mannschaft die Metropolitan Baskets (gegen NB Oberhausen) und die 1. Damen (gegen die BG Zehlendorf) ihre Spiele allesamt gewannen, unterlagen die Pro-B-Herren vor 580 Zuschauern der Baskets Akademie Weser-Ems/Oldenburger TB in den Schlusssekunden einer kuriosen Partie 75:76 (41:30).

Für die Wedeler endete fast zeitgleich mit dem akustischen Signal eine Serie von sechs Siegen abrupt. Bis fünf Minuten vor der Sirene hatte alles für den zwölften Sieg des Teams von Headcoach Sebastian Gleim gesprochen.

Die Rister führten stets mehr oder weniger deutlich, verwöhnten ihre Fans sogar mit etlichen spektakulären Angriffsaktionen. Die jungen Oldenburger dagegen wirkten nervös und von der großen Kulisse beeindruckt.

 Im Schlussviertel aber wendete sich das Blatt. Die Niedersachsen agierten mit dem Mut der Verzweiflung, brachten die Wedeler dadurch erst aus dem Rhythmus und dann völlig aus dem Tritt. Fast nichts wollte dem Heimteam, das zwischenzeitlich schon mit 24 Punkten Differenz geführt hatte, mehr gelingen.

"Es war ein spektakuläres Spiel für die Zuschauer, aber eine bittere Niederlage für uns. Wir haben die Partie durch eigenes Verschulden aus der Hand gegeben und deshalb haben wir uns diese überflüssige Niederlage auch selbst zuzuschreiben", sagte Gleim.  

Die vierte Niederlage in dieser Saison verdarb den Wedelern (22 Punkte) zudem die Chance, dem RSV Eintracht, der zu Hause 55:79 gegen Citybasket Recklinghausen verlor, die Tabellenführung abzujagen. Zur gewohnten Heimstärke zurückfinden wollen die Rister am kommenden Sonnabend, 25. Januar (19 Uhr, Steinberghalle), gegen die Hertener Löwen.

Viertelergebnisse: 24:15, 17:15, 21:18, 13:28.

SC Rist (Punkte): Janis Stielow, Diante Watkins (je 19), Lee Jeka (14), Christoph Roquette (10), Davey Hopkins (8), Paul Owusu (3), Jens Hirschberg (2), René Kindzeka, Jonas Laatzen, Fabian Böke, Lennart Liebke, Fabian Strauß.

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1. Herren: Die Play-offs sind erreicht

Lee Jeka sorgte für einen Dreier-Regen. Foto: Claus Bergmann

Die 1. Herren haben bereits am 14. Spieltag der 2. Bundesliga Pro B ihr wichtigstes Etappenziel, die Teilnahme an den Play-offs, erreicht. Nach dem schwer erkämpften 83:79 (42:36) beim Tabellenletzten Herzöge Wolfenbüttel, dem elften Sieg in dieser Saison, ist das Team von Headcoach Sebastian Gleim (Tabellenzweiter/22 Punkte) in der regulären Punktrunde in den ausstehenden acht Partien nicht mehr von einem der ersten acht Plätze zu verdrängen.

"Es war ein sehr gutes Spiel, in dem vor allem die Wolfenbütteler am Limit gespielt haben", sagte Gleim. Sein Team hätte phasenweise etwas zu viel zugelassen und dadurch den Gegner stark gemacht, doch sei das am Ende ohne negative Folgen geblieben. "Wir haben es in einem weiteren Krimi geschafft, in der entscheidenden Phase den Sack zuzumachen."

Effektivster Rist-Akteur war Lee Jeka (21 Punkte, drei Assists, zwei Blocks), der in der Schlussphase von jenseits der Dreierlinie wichtige Treffer setzte. Starke Leistungen attestierte der Trainer aber auch den Jens Hirschberg (13 Punkte) und Fabian Strauß (zwei Dreier). Center Christoph Roquette verpasste mit 17 Zählern und neun Rebounds ein Double-double nur knapp.

Vom weiteren Verlauf der Pro-B-Hauptrunde hat Gleim schon konkrete Vorstellungen. "Für uns geht es jetzt in erster Linie darum, die bestmögliche Ausgangsposition für die Play-offs zu erreichen." Die besten vier Mannschaften der regulären Saison in der Nord- und Südstaffel genießen in der Aufstiegsrunde nach dem Modus "Best of three" Heimrecht im ersten und im möglicherweise über das Weiterkommen entscheidenden dritten Spiel. Nächster Gegner der Wedeler ist am kommenden Sonntag, 19 Januar, um 18 Uhr in der Steinberghalle die Baskets Akademie Weser-Ems/Oldenburger TB.

Statistik: Viertel: 14:20, 22:22, 23:20, 20:21.

SC Rist (Punkte): Lee Jeka (21), Christoph Roquette (17), Jens Hirschberg (13), Fabian Böke (10), Davey Hopkins (8), Fabian Strauß, Diante Watkins (je 6),  Paul Owusu (2), Jonas Laatzen, nicht eingesetzt: Lennart Liebke.

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1. Herren: Basketball verrückt im Elbe-Duell

Erfolgsfaktor in Stade: Diante Watkins.
Foto: Claus Bergmann

Die 1. Herren mussten zu Beginn des neuen Jahres Schwerstarbeit verrichten, um dem Etappenziel Play-off-Teilnahme mit ihrem zehnten Saisonsieg in der 2. Bundesliga Pro B einen weiteren Schritt näher zu kommen. In einem hoch emotionalen und packenden Nachbarschaftsduell setzten sich die Wedeler bei Aufsteiger VfL Stade mit 87:83 (42:35) durch, obwohl sie nach dem dritten Viertel gegen die phasenweise wie entfesselt aufspielenden Niedersachsen schon 57:63 zurückgelegen hatten. Mit nun 20 Zählern rückten die Rister in der Tabelle auf den zweiten Platz hinter dem punktgleichen, im direkten Vergleich aber besser dastehenden RSV Eintracht 1949 Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf vor.

Vor allem der frühere Wedeler Steffen Kiese (18 Punkte) und der US-Amerikaner Reginald Hopkins (23) machten dem Team von Headcoach Sebastian Gleim am anderen Elbufer das Leben schwer. Doch in der Schlussphase gaben sich die Stader dann doch noch eine Blöße, die die Gäste für die erneute Wende im Spiel nutzten. Drei Minuten vor der Sirene noch mit 70:81 in Rückstand liegend, gelang den Ristern mit einem 11:0-Lauf der Ausgleich zum 81:81, zwei Freiwürfe von Diante Watkins sorgten für die Führung, die sich die Wedeler dann bis Spielende nicht mehr abjagen ließen.

Trotz des Wechselbads der Gefühle, dem er auf der Trainerbank ausgesetzt war, versuchte Gleim, die Partie nüchtern zu analysieren. "Im Basketball ist bis zur letzten Minute alles möglich, das klingt zwar wie eine Phrase, ist aber eine Tatsache", sagte der 29 Jahre alte Coach, dessen Fazit sich letztlich in fünf Worten zusammenfassen ließ. "Es war ein verrücktes Basketballspiel."

Der Wahnsinn begann mit einem 11:0-Lauf der Gäste, ein gutes zweites Viertel sorgte für eine Wedeler Sieben-Punkte-Führung zur Halbzeit. Die Intensität, die Gleim schon vor der Partie angemahnt hatte, fehlte den Wedelern dann aber nach dem Seitenwechsel. "Wir haben als Team viele gute Chancen vergeben." Vor allem deshalb hätten die Niedersachsen zwischenzeitlich zurück ins Spiel finden und die Führung erobern können.

Für ein Happy End aus Wedeler Sicht sorgten in erster Linie personelle Umstellungen in der Schlussphase. Vor allem der Einsatz von Diante Watkins zahlte sich für Gleim aus. "Als es eng wurde, hat er das Spiel an sich gerissen", sagte der Trainer. Der nur 1,75 Meter große Aufbauspieler aus Chicago bilanzierte in 28:48 Minuten Einsatzzeit 25 Punkte, davon zwölf per Dreier, verwandelte seine neun Freiwürfe allesamt, verteilte zudem vier Assists und verzeichnete drei Ballgewinne. Nicht zuletzt riss Watkins damit Landsmann Davey Hopkins, Fabian Böke, Paul Owusu und René Kindzeka mit, die ebenfalls in den letzten Minuten der Partie auf dem Parkett standen.

Eine weitere schwere Auswärtsaufgabe erwartet die Wedeler am kommenden Sonntag, 12. Januar, um 17 Uhr beim Tabellenletzten Herzöge Wolfenbüttel. 

Statistik: Viertelergebnisse: 26:23, 9:19, 28:15, 20:30.

SC Rist (Punkte): Diante Watkins (25), Christoph Roquette (16), Fabian Böke (14), Davey Hopkins (13), Paul Owusu (8), Lee Jeka, René Kindzeka (je 5), Jens Hirschberg (1), Janis Stielow, Jonas Laatzen, Fabian Strauß, Christopher Geist.

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Merry Ristmas 2013

Joe hat das Wort: Coach Joachim Rose im Kreise der Allstars. Fotos: Claus Bergmann

Die jüngste Auflage von Merry Ristmas, dem nostalgischen Basketball-Familientreffen in Grün und Gelb mit dem vorweihnachtlichen Kräftemessen zwischen den 1. Herren und ihren Vorgängern (Rister Allstars) in der Wedeler Steinberghalle, lockte 450 Zuschauer an, die ein knappes 89:81 (51:34) der favorisierten Pro-B-Mannschaft zu sehen bekamen.

Schon bei der launigen Vorstellung aller Teammitglieder des Ehemaligenteams durch Rist-Legende Arne Malsch, im Hauptberuf Fernseh-Sportjournalist, kamen einmal mehr Erinnerungen an große Zeiten des Wedeler Basketballs auf. Den meisten Applaus erhielt Ingo Freyer, ehemaliger deutscher Nationalspieler und aktuell Coach des Bundesliga-Clubs Phoenix Hagen. Dass die Wedeler Zweitliga-Asse vor dem Fest nichts zu verschenken gedachten, zeigten jedoch schon die ersten Minuten der Partie. Das Team von Pro-B-Headcoach Sebastian Gleim führte schnell 8:0, ehe Freyer für die Rist-Legenden verkürzte.

Auch andere Allstar-Spieler zeigten, dass sie zwar nicht ganz mehr so konditionsstark wie in ihren Glanzzeiten sind, an Technik und Treffsicherheit aber kaum etwas eingebüßt haben, und so konnten die Ehemaligen das Duell spätestens vom zweiten Viertel ausgeglichen gestalten. Vor allem Martin Duggen, Aufbauspieler eines fast komplett aus gebürtigen Wedelern bestehenden Traditionsteams, fand immer wieder Lücken in der gegnerischen Defensive und Anspielstationen, während Christian Pauk und Alexander Seggelke hochprozentig aus der Ferndistanz trafen.

Letzterer wunderte sich selbst über die stattliche Angriffsausbeute von 20 Punkten, die im Legenden-Team nur von Duggen (22) übertroffen wurde. "Ich habe seit dem Merry Ristmas 2012 keinen Basketball mehr in der Hand gehabt, aber auf den Korb zu werfen ist wohl wie Radfahren, das verlernt man ja auch nicht", sagte der ehemalige Bundesliga-Profi und angehende Biologe, der direkt von einem Auslandssemester im schwedischen Kalmar zum Ristmas mit anschließendem Besuch bei den Eltern in Wedel anreiste.

Treffsicherheit und Einsatzfreude reichten den Ehemaligen des SC Rist allerdings nicht zum Überraschungssieg, weil einer ihrer Nachfolger im Pro-B-Team überhaupt keinen Spaß verstand und heiß lief. "Davey Hopkins hat den Unterschied gemacht", sagte Alexander Seggelke angesichts einer starken Vorstellung des 25 Jahre alten US-Amerikaners. Der 1,95 Meter große Kapitän der Pro-B-Mannschaft erzielte 35 Punkte, traf aus nahezu allen Entfernungen und ließ es auch beim Dunking krachen.

Auf einen Besuch bei seiner Familie in Riverside (Bundesstaat Kalifornien) verzichtet der US-Boy, der seine zweite Saison für den SC Rist spielt, in diesem Jahr, bereitet sich lieber in Wedel auf die kommenden sportlichen Aufgaben vor. "Ich habe meinem Vater und meinen Geschwistern Karten geschrieben und bekomme über die Feiertage Besuch von meinem Cousin Billy, dem ich Hamburg zeigen möchte," sagt Hopkins, den auch Legenden-Trainer Joachim Rose als Matchwinner ausgemacht hatte. "Er hat ziemlich humorlos gespielt, aber die Amerikaner wollen eben immer gewinnen."

Das gelang ohne großen Kraftaufwand zahlreichen Merry-Ristmas-Zuschauern, die ihr Glück mit Erfolg in einer Tombola versucht hatten. Mehr als 1500 Preise brachten André Bade und seine Mitstreiter in der Steinberghalle an den Mann. Hauptgewinne waren ein Wochenende in einem Renault-Cabriolet, ein Camcorder und eine Bohrmaschine, deren Gewinner Ingo Freyer in einer Spielpause ermittelte.

Eine eher unerwartete Bescherung gab es für die 1. Herren. Während sie auf dem Parkett der Steinberghalle Spaß hatten, kämpften einige Konkurrenten in der 2. Bundesliga Pro B Nord noch kurz vor dem Fest um Punkte. Weil die Schwelmer Baskets ihre Auswärtspartie bei den Hertener Löwen 77:80 verloren, rückten die punktgleichen Rister (je 18), die mit einer Partie in Rückstand sind, in der Tabelle auf Platz drei vor. Ernst wird es für die Mannschaft von Sebastian Gleim erst wieder am Sonntag, 5. Januar 2014, im Auswärtsspiel bei Aufsteiger VfL Stade.

Allstar Martin Duggen glänzte als Scorer und Ballverteiler

Stimmen zum Merry Ristmas 2013:

Headcoach Sebastian Gleim: "Es hat allen wieder genauso viel Spaß gemacht wie im vergangenen Jahr. Die Legenden hatten einen sehr guten Tag erwischt und uns eine Menge abverlangt. Insgesamt war es eine schöne Einstimmung auf das Fest und die kommenden Pro--B-Spiele."

Davey Hopkins: "Auch wenn es ein freundschaftlicher Vergleich mit den Allstars war, mussten wir zeigen, was wir können, damit wir gegen die Routiniers nicht allzu alt aussehen."

Fabian Böke: "Das war wieder einmal großes Tennis, sogar noch ein bisschen besser als im vergangenen Jahr, als ich zum ersten Mal dabei war. Ich habe anschließend noch lange mit den Legenden in der Umkleidekabine gesessen und geklönt."

André Bade, früherer A-Nationalspieler und Mitorganisator: "Alle haben das Wiedersehen in der Steinberghalle genossen. Schade, dass der Spielbetrieb in der Basketball-Bundesliga an den Feiertagen weitergeht und  deshalb einige ehemalige Wedeler wie Kay Gausa und Ismet Akpinar passen müssen. Das Allstar-Team wäre sonst noch besser besetzt gewesen."

Martin Duggen, ehemaliger Bundesligaspieler: "Ich war zum insgesamt zehnten Mal dabei, habe in den ersten Jahren sogar noch in der Zweitliga-Mannschaft mitgewirkt. Als Wedeler ist es für mich Ehrensache, bei diesem Highlight zum Jahresabschluss dabei zu sein."

Alexander Seggelke, früherer Bundesliga-Profi: "Dafür, dass ich aufgrund meines Biologie-Studiums und eines Praktikumssemesters in Schweden ein Jahr lang keinen Basketball mehr in der Hand hatte, lief es ganz gut. Das wichtigste für mich ist beim Merry Ristmas aber, dass ich die alten Kumpels wiedersehen kann."

Ingo Knillmann, dienstältester Basketballer des SC Rist: "Für mich ist es am beeindruckendsten, wenn nach Ende des Spiels zwischen dem Pro-B-Team und den Ehemaligen 150 Kinder durch die Halle toben und auf die Körbe werfen. Merry Ristmas ist wirklich ein Generationentreffen."

Statistik: Viertelergebnisse: 35:14, 16:20, 17:20, 21:27.

1. Herren: Davey Hopkins (35), Fabian Böke (14), Jonas Laatzen, Fabian Strauß (je 11), Christoph Roquette (10), Alexander Pimentel (6), Christopher Geist (2), Lukas Knaak, René Kindzeka, Janis Stielow, Daniel-Timo Marzahl, nicht eingesetzt: Paul Owusu, Headcoach: Sebastian Gleim, Co-Trainer: Stefan Altemüller.

Rister Allstars: Martin Duggen (22), Alexander Seggelke (20), Christian Pauk (9), André Bade (7), Ingo Freyer (6), Jan Stange (5), Olaf Möller, Dennis Reichert, Tobias Wichers (je 4), Ingo Knillmann, Arne Malsch, Headcoach: Joachim Rose.

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1. Herren: Rister bezwingen Tabellenführer Hannover

Siegerjubel: Jens Hirschberg (rechts) und Christoph Roquette feiern. Foto: Claus Bergmann

Begriffe wie Hochspannung, Nervenkitzel oder Krimi reichen als Bezeichnung für das, was die 1. Herren 550 begeisterten Zuschauern im letzten Pro-B-Spiel des Jahres 2013 in der Steinberghalle boten, kaum aus. Beim 75:71 (39:39) im Topspiel gegen die UBC Tigers Hannover zum Rückrundenstart bescherten Ferndistanztreffer von Lee Jeka und Jens Hirschberg in der Schlussminute den Wedelern kurz vor Weihnachten den neunten Saisonsieg. Damit überwintert die Mannschaft von Rist-Headcoach Sebastian Gleim auf Tabellenplatz vier.

Die punktgleichen Gäste aus Niedersachsen dagegen waren bedient. Mit der dritten Saisonpleite riss in Wedel eine Serie von sieben Siegen in Folge, und auch die Tabellenführung sind die Tigers los, weil im zweiten Topspiel des Tages der neue Primus RSV Eintracht 75:66 bei den Schwelmer Baskets gewann. Mit jeweils 18 Punkten aus zwölf Spielen dürfen aber wohl alle vier Clubs schon für die Play-offs planen.

Nach Spielende ließen sich die Wedeler Basketballer von ihren Fans feiern, während bei Sebastian Gleim die Anspannung der vorangegangenen 40 Spielminuten noch nachwirkte. "Es war eines der spannendsten Spiele seit langem in der Steinberghalle, ein harter Fight, in dem wir vieles von dem umgesetzt haben, was wir uns vorgenommen hatten", sagte der sichtlich geschaffte Headcoach. Schon vor der Partie hatte der 29-Jährige prophezeit, dass seine Mannschaft gegen die Tigers an ihre Leistungsgrenzen gehen müsste, und das taten die Wedeler dann auch.

Vor großer Kulisse begann das Heimteam allerdings nervös begonnen und lief zunächst Rückständen nach. Erst nach einem 6:1-Lauf waren die Wedeler im Spiel, später folgte eine weitere starke Phase, doch die daraus resultierende 33:26-Führung beeindruckte die Gäste wenig. Ganz im Gegenteil schienen sich in der zweiten Halbzeit die Gewichte endgültig zugunsten der Tigers zu verlagern, die zu Beginn des Schlussabschnitts 63:53 führten.

Ein Glückstreffer  von Rist-Kapitän Davey Hopkins, der den Ball mit letzter Energie in den gegnerischen Korb tippte (35. Minute), leitete die Wende ein. Fabian Böke und der starke Jeka, den Sebastian Gleim als Mann für die richtigen Entscheidungen im richtigen Moment ausgemacht hatte, brachten die Wedeler wieder heran. Zum Matchwinner wurde dann Jens Hirschberg, der 6.1 Sekunden vor der Schlusssirene nervenstark einen Dreier zum Endstand verwandelte. "Ich stand einigermaßen frei, habe ohne viel nachzudenken einfach geworfen und zum Glück auch getroffen", sagte der 25-Jährige.

Auch seine Teamkameraden freuten sich über den Erfolg, der bis zuletzt am seidenen Faden hing. "Knappe Spiele sind wir ja aber schon gewohnt", sagte Center Christoph Roquette, der 16 Punkte zum Erfolg beisteuerte. "Wir haben den Tabellenführer geschlagen, und darüber sind wir sehr froh", sagte Sebastian Gleim, der die Pflichtspielpause über Weihnachten und Neujahr mit gemischten Gefühlen sieht. "Wir hätten unseren Lauf gern fortgesetzt." Zur Überbrückung kommt ihm und seinem Team da das alljährliche Merry-Ristmas-Spektakel gerade recht. Am kommenden Sonnabend, 21. Dezember, misst sich das Wedeler Pro-B-Team in der Steinberghalle mit den Rister Allstars.

Statistik: Viertel: 17:22, 22:17, 14:21, 22:11.

SC Rist (Punkte): Lee Jeka (21), Christoph Roquette (16), Davey Hopkins (15), Paul Owusu (6), Diante Watkins, Fabian Böke (je 5), Jens Hirschberg (3), Fabian Strauß, Janis Stielow (je 2), René Kindzeka, nicht eingesetzt: Jonas Laatzen, Christopher Geist.

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1. Herren: Rückblick auf die Hinrunde, Vorschau auf die Rückrunde

Sebastian Gleim. Foto: Bergmann

Die Rister haben die Vorrunde in der 2. Bundesliga Pro B mit einer Bilanz von acht Siegen und drei Niederlagen abgeschlossen. Damit steht die Mannschaft von Headcoach Sebastian Gleim nach der Hälfte der Punktrunde auf dem vierten Tabellenplatz. Bereits am Sonnabend (14. Dezember, 19:00 Uhr, Steinberghalle) absolvieren die Rister gegen Spitzenreiter Hannover die erste Partie der Rückserie, doch zunächst einmal lässt Gleim die bisherigen Ereignisse Revue passieren.

Inwieweit hat die Mannschaft in der Hinrunde schon so gespielt, wie Du es Dir vorstellst?

Sebastian Gleim: "Vorneweg: Wir haben noch viel Luft nach oben. Wir spielen schon einen sehr guten Basketball, wir trainieren immer besser, aber wir sind noch nicht präzise und intensiv genug."

In welchen Bereichen siehst Du insbesondere noch Potential für Verbesserungen?

Gleim: "Wie bereits erwähnt, müssen wir präziser werden, in Abläufen an beiden Spielfeldenden. Intensiver müssen wir werden und damit auch konstanter. Wir haben die Qualität, ein Spiel basketballerisch zu kontrollieren, das nützt aber nichts, wenn du nicht jede Sekunde auf dem Feld aufmerksam und fokussiert bist. Diese Mentalität müssen wir noch mehr zu unserer Stärke machen!"

Wie bewertest Du die Entwicklung der jungen Spieler im bisherigen Saisonverlauf?

Gleim: "Ein Wort: Super. Der erste Schritt in der Entwicklung ist immer das Training. Wie die Jungs jeden Tag trainieren und das Training nutzen, ist ausgezeichnet. Statistiken interessieren mich dort nicht - die Jungs sind schon jetzt viel besser, als es auf dem Papier aussieht."

Viele Mannschaften haben sich seit Saisonbeginn noch einmal verstärkt, andere werden es wohl noch während der Weihnachtspause tun: Was bedeutet das für die Rückrunde?

Gleim: "Wir haben als Verein sehr intensiv im Sommer daran gearbeitet, diese Mannschaft in der Steinberghalle auflaufen zu lassen. Wir müssen uns nur um eine Sache kümmern: das pflegen, was wir haben, und trainieren."

Wie lautet die Zielsetzung für die Rückrunde?

Gleim: "Zu erst einmal das Playoff-Ticket lösen. Das gibt immer Planungssicherheit für die nächste Saison. Von den Ergebnissen her können wir mit der Vorrunde, ausgenommen die Niederlage gegen Stahnsdorf, sehr zufrieden sein. Wenn wir es schaffen sollten, wieder so eine starke Runde zu spielen und damit mit Heimvorteil in die Playoffs zu gehen, wäre das toll."

1. Herren: Arbeitssieg in Recklinghausen

Diante Watkins und Davey Hopkins trafen entscheidend. Foto: Claus Bergmann

Die 1. Herren haben die Hinrunde 2013/14 in der Pro B Nord mit einem Sieg abgeschlossen. Bei Citybasket Recklinghausen fuhren die Rister mit 83:78 (43:31) den achten Saisonsieg ein und stockten ihr Punktekonto auf 16 auf. Zudem geht das Team von Headcoach Sebastian Gleim mit breiter Brust ins letzte Punktspiel des Jahres am Sonnabend, 14. Dezember (19 Uhr, Steinberghalle), gegen Spitzenreiter UBC Hannover Tigers (18).

"Die Partie in Recklinghausen war von Verlauf und Ergebnis her ein Krimi, aber ich war mir trotzdem sehr sicher, dass wir gewinnen würden", sagte der Rist-Headcoach. Sein Team fand in der Vestischen Arena zunächst schwer ins Spiel, geriet sogar 2:10 in Rückstand. Doch noch im ersten Viertel fingen sich die Wedeler und antworteten umgehend mit einem 16:0-Lauf, von dem sie bis zur engen Schlussphase zehren konnten.

"Unser Ziel war es vor allem, Citybaskets-Führungsspieler Robert Franklin zu kontrollieren, und das ist auch weitgehend gelungen", sagte Gleim. Trotzdem brachte es der Power Forward auf insgesamt 19 Punkte. Noch treffsicherer war Franklins Landsmann Cavel Witter, der Aufbauspieler und Topscorer stand volle 40 Minuten auf dem Parkett, schenkte den Wedelern 36 Punkte ein. "Er hatte einen sehr guten Tag und hat viele schwierige Würfe getroffen, aber dass wir zwei gegnerische Spieler nicht in den Griff bekommen haben, müssen wir analysieren, denn das können wir uns gegen Hannover nicht erlauben", sagte Gleim.

Dabei prägte bei weitem nicht nur das Recklinghäuser US-Duo die Partie, auch bei den Wedelern setzten die Spieler aus dem Mutterland des Basketballs die Akzente. Diante Watkins glänzte mit 22 Punkten und vier Assists. In der hektischen Schlussphase der Partie, in der dem Heimteam noch zweimal der Ausgleich (72:72, 74:74) gelang, foulte dann Franklin Wedels Kapitän Davey Hopkins nach einem Ballverlust Witters. Die daraus resultierenden Freiwürfe verwandelte der Kalifornier zum Endstand, ehe Witter sich noch zwei erfolglose Wurfversuche aus der Ferndistanz leistete.

Kurz zuvor hatte schon Gästespieler Paul Owusu zwei Versuche von der Linie zum 81:78 der Wedeler genutzt. "Das waren ebenfalls extrem wichtige Punkte für uns", sagte Gleim. Stark agierten bei den Gästen zudem der Australier Lee Jeka (19 Punkte/vier Assists) sowie die Innenspieler Fabian Böke (zehn Punkte/neun Rebounds) und Christoph Roquette (zehn/acht), die ein Double-double jeweils knapp verpassten.

Nach zwei gewonnenen Auswärtsspielen müssen die Wedeler am kommenden Wochenende wieder Heimstärke zeigen. "Wir freuen uns schon auf die Steinberghalle und werden alles daransetzen, unseren Fans mit einem Sieg über Hannover ein Weihnachtsgeschenk zu machen", sagt Gleim.  

Statistik: Viertelergebnisse: 10:14, 21:29, 25:22, 22:18.

SC Rist (Punkte): Diante Watkins (22), Lee Jeka (19), Christoph Roquette, Fabian Böke (je 10), Davey Hopkins (8), Paul Owusu (5), Fabian Strauß (3), René Kindzeka, Christopher Geist, Janis Stielow (je 2), Jens Hirschberg, nicht eingesetzt: Jonas Laatzen.

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1. Herren: Siebter Saisonsieg

Fabian Böke. Foto: Bergmann

Die 1. Herren haben ihre Mini-Krise in der 2. Bundesliga Pro B Nord beendet. Nach zwei Niederlagen in Folge bekamen die Wedeler mit dem 74:59 (34:33) bei der BG Bitterfeld-Sandersdorf-Wolfen 09, kurz BSW-Sixers, wieder die Kurve nach oben und behaupteten mit nun 14 Punkten den vierten Tabellenplatz.

"Wir sind alle sehr glücklich, dass wir nach der ärgerlichen Heimniederlage nach zwei Verlängerungen gegen Eintracht Stahnsdorf, die an uns allen genagt hat, die richtige Antwort gegeben haben", sagte Headcoach Sebastian Gleim. In Sachsen-Anhalt fand sein Team beim aufopferungsvoll kämpfenden Tabellenletzten gut in die Partie, leistete sich aber im zweiten Viertel einen Durchhänger. Im furiosen dritten Durchgang gelang den Wedelern dann der entscheidende Lauf zum insgesamt siebten Saisonsieg, der das Team den Play-offs wieder ein Stück näher bringt.

In der Ballsporthalle Sandersdorf war vor allem auf die erfahrenen Akteure im Gästeteam Verlass. Lee Jeka erzielte 15 seiner 18 Punkte aus der Ferndistanz und verteilte sechs Assists. Übertroffen wurde die Leistung des Australiers lediglich von Fabian Böke, der mit 23 Punkten und elf Rebounds ein weiteres Double-double bilanzierte. "Das war seine beste Saisonleistung", sagte Sebastian Gleim, der aber auch an Nachwuchsspieler René Kindzeka seine helle Freude hatte. "René wird immer präsenter im Team, hat der Mannschaft diesmal mit einem Dreier in einer wichtigen Phase des Schlussviertels enorm geholfen." Fast schon normal war es da, dass Center-Routinier Christoph Roquette unter der Korb zweistellig traf und damit seinen Teil zum Erfolg beitrug.

Auswärtsstärke zeigen müssen die Basketballer des SC Rist auch am kommenden Sonnabend, 7. Dezember. Dann gastieren die Wedeler um 19.30 Uhr bei Citybasket Recklinghausen.

Statistik: Viertelergebnisse: 14:17, 19:17, 10:25, 16:15.

SC Rist (Punkte): Fabian Böke (23), Lee Jeka (18), Christoph Roquette (14), Davey Hopkins (8), Christoph Roquette (14), Diante Watkins, René Kindzeka, Paul Owusu (je 3), Janis Stielow (2), Jens Hirschberg, Fabian Strauß, Jonas Laatzen.

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1. Herren: Heimserie reißt nach doppelter Verlängerung

Christoph Roquette im Duell mit Eintrachts Kellen Williams. Foto: Claus Bergmann

Die Heimserie des SC Rist in der 2. Bundesliga Pro B Nord ist gerissen. Nach vier Siegen in der Steinberghalle verlor das Team von Headcaoch Sebastian Gleim ausgerechnet das Spitzenspiel und Verfolgerduell gegen den RSV Eintracht Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf, der bislang noch nie in Wedel gewinnen konnte, nach zwei Verlängerungen 90:95 (77:77, 65:65, 38:45).  Zudem verlor das Heimteam (zwölf Zähler) erstmals in dieser Saison zwei Partien in Folge und fiel aufgrund des schlechteren direkten Vergleichs hinter die punktgleichen Gäste auf Platz vier zurück.

Während die Brandenburger das Ende ihrer Erfolglosigkeit in Wedel bejubelten, so gut es nach 50 kräftezehrenden Minuten ging, ließen die Spieler in Grün und Gelb die Köpfe hängen. Ihr Trainer studierte derweil die Statistik, fand allerdings auf Anhieb keine Erklärung für die bislang bitterste Saisonniederlage. "Es war ein sehr umkämpftes und intensives Spiel, in dem wir alles gegeben haben und dementsprechend enttäuscht sind, dass wir verloren haben", sagte Sebastian Gleim. Gleichzeitig aber blickte der 29 Jahre alte Coach nach vorn. "Wir müssen jetzt unsere Auswärtsspiele bei den BSW Sixers und Citybasket Recklinghausen für uns entscheiden, um eine Negativserie zu vermeiden."

Dafür müsse sein Team allerdings besser verteidigen, als es über weite Strecken der Partie gegen den RSV Eintracht der Fall war. Vor allem zu Beginn der Partie hatten die Gäste klare Vorteile, führten Mitte des ersten Viertels 16:8. Die Heimmannschaft fand seinen gewohnten Rhythmus nicht, leistete sich Fehlwürfe und Ballverluste. Im Spiel hielt das Heimteam vor allem Center Christoph Roquette, der nach gerade auskuriertem Muskelfaserriss mit 31 Punkten bester Korbschütze war. "Es ging ganz gut, aber für den Sieg hat es leider nicht gereicht", sagte der 31-Jährige.

In den beiden Sonderschichten stand "Rocky" dann aber nicht mehr auf dem Parkett, denn kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit beging er sein fünftes Foul, aus demselben Grund war für Power Forward Fabian Böke in der ersten Verlängerung die Partie vorzeitig beendet.

Das Erreichen der Play-offs, wichtigstes Saisonziel der Wedeler, sieht Sebastian Gleim trotzdem nicht in Gefahr. "Wir haben bislang doppelt so viele Spiele gewonnen wie verloren." Optimistisch gibt sich in der Hinsicht Christoph Roquette. "In der Aufstiegsrunde ist alles möglich, da kann sich auch der Siebte gegen den Zweiten durchsetzen."

Statistik: Viertelergebnisse: 16:22, 22:23, 20:18, 19:14, Verlängerungen: 7:7, 13:18.

SC Rist (Punkte): Christoph Roquette (31), Diante Watkins (15), Davey Hopkins (13), Lee Jeka (10), Fabian Böke (8), René Kindzeka (6), Janis Stielow (5),  Paul Owusu (2), Jens Hirschberg, Jonas Laatzen, Christopher Geist, Lennart Liebke.

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1. Herren: Niederlage in Schwelm

Sebastian Gleims Team brachte aus Schwelm keine Punkte mit. Foto: Bergmann

Das Wiedersehen mit ihrem früheren Teamgefährten Anthony Pettaway (Saison 2011/12) hatten sich die Zweitliga-Basketballer des SC Rist anders vorgestellt. Die Wedeler verloren ihre Auswärtspartie der Pro B Nord bei den Schwelmer Baskets, neuer Club des 2,03 Meter großen Centers aus Toledo (US-Bundesstaat Ohio), 63:75 (23:31) und damit auch die Tabellenführung.

Im Ruhrgebiet liefen die Wedel von Anfang an Rückständen nach. Ein Blitzstart der Schwelmer hatte ein frühes 0:9 aus Sicht der Gäste zur Folge, im dritten Viertel lag die Mannschaft von Headcoach Sebastian Gleim nach einem weiteren Lauf sogar mit 18 Punkten zurück.

"Diese beiden Phasen waren ausschlaggebend dafür, dass wir schwer in die Partie gefunden und auch später nicht mehr den richtigen Zugriff bekommen haben." Gleichwohl hätte sein Team nie aufgesteckt und sich im Schlussabschnitt noch einmal auf neun Punkte herangekämpft, die zweite Saisonniederlage aber nicht mehr abwenden können.

Alles in allem stand die Partie im Zeichen der Akteure aus dem Ursprungsland des Basketballs. Für die Schwelmer steuerte das US-Trio Pettaway (zehn Punkte), Brandon Hogg (17) und David Hicks (23) 50 Zähler zur Gesamt-Korbausbeute der Gastgeber bei. Beim SC Rist überzeugte Diante Watkins als Topscorer und effektivster Spieler der Partie. Ebenfalls stark agierte Kapitän Davey Hopkins, der fast 40 Minuten durchspielte. Zudem hatte Gleim viel Freude an seinen jungen Spielern.

Lange über den Verlust der Tabellenführung ärgern sollen und dürfen sich die Wedeler nicht. "Für uns beginnt schon jetzt die Vorbereitung auf das Spiel gegen Stahnsdorf", sagt Sebastian Gleim. Die Brandenburger gastieren am kommenden Sonnabend, 23. November, um 19.30 Uhr in der Wedeler Steinberghalle.

Statistik: Viertelergebnisse: 13:9, 18:14, 22:13, 22:27.

SC Rist (Punkte): Diante Watkins (24), Davey Hopkins (18), Janis Stielow (9), Jens Hirschberg (5), Paul Owusu (4), Fabian Strauß (3), Lee Jeka, René Kindzeka, Jonas Laatzen, Fabian Böke, Christopher Geist.

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1. Herren: Ein atemberaubender Lauf zum vierten Heimsieg

Jubel nach dem Spiel: Fabian Strauß (rechts) und Janis Stielow. Foto: Claus Bergmann

Die 1. Herren bleiben zu Hause eine Macht. Mit 90:71 (37:36) besiegte das Team von Headcoach Sebastian Gleim vor 450 begeisterten Zuschauern in der Steinberghalle die SUM Baskets Braunschweig und eroberte mit zwölf Punkten einstweilen die Tabellenführung in der 2. Bundesliga Pro B Nord zurück.

Das junge Gästeteam aus Niedersachsen war der Heimmannschaft aber zumindest eine Halbzeit lang ein ebenbürtiger Gegner, verlangte den Wedelern alles ab. "Wir haben gegen eine starke Mannschaft gewonnen, die allerdings nicht in voller Stärke angetreten ist", wollte daher Rist-Headcoach Sebastian Gleim den sechsten Saisonsieg nicht überbewerten. Über den Erfolg freue er sich zwar, sagte Gleim, räumte aber zugleich ein, dass seine Mannschaft Glück gehabt hatte. "In unserer heutigen Form hätten wir gegen eine Pro-B-Spitzenmannschaft in voller Besetzung keine Chance gehabt."

Dass sie sich in der ersten Halbzeit mit den Braunschweigern schwer getan hatten, stritten nach der Schlusssirene auch die Spieler nicht ab. "Es war zunächst ein enges Match, aber wir haben eine sehr gute zweite Halbzeit gespielt", sagte Kapitän Davey Hopkins, der mit 22 Punkten erfolgreichster Korbschütze seines Teams war. Ähnlich sah es Fabian Böke. "Im dritten und vierten Viertel haben wir die Braunschweiger auseinandergenommen."

Das gelang nach dem Seitenwechsel insbesondere deshalb, weil sich die Gastgeber in der Verteidigung enorm steigerten und den Gästen kaum noch leichte Körbe ermöglichten. Entscheidend war dann ein atemberaubender 24:0-Lauf der Wedeler am Ende des dritten und zu Beginn des letzten Viertels. Die Rister spielten sich in einen Rausch und verwöhnten die Zuschauer mit spektakulären Aktionen, darunter ein Dunking von Hopkins nach einem Alley-oop-Anspiel seines US-Landsmanns Diante Watkins.

Lob gab es auch für die Youngster. "Christopher Geist hat heute seine ersten zehn Minuten im Pro-B-Team absolviert und seine Sache sehr gut gemacht", lobte der Coach den 18 Jahre alten und 2,08 Meter großen Center. Ebenfalls couragiert spielte der zwei Jahre ältere Fabian Strauß auf, der zweimal aus der Ferndistanz traf und mit elf Zählern seine bisherige Saisonbestmarke aufstellte. Janis Stielow war mit zehn Punkten in 14 Minuten Einsatzzeit am Sieg beteiligt.

Für das Topspiel am kommenden Sonnabend bei den Schwelmer Baskets sieht Sebastian Gleim gleichwohl für alle seine Spieler Luft nach oben. "Das ist ein Spitzenteam, vielleicht sogar die stärkste Mannschaft der Liga." Bei den Schwelmern spielt mit Anthony Pettaway ein alter Bekannter. Der US-Amerikaner war in der Saison 2011/2012 Topscorer des SC Rist.

Statistik: Viertelergebnisse: 18:16, 19:20, 20:11, 33:24.

SC Rist (Punkte): Davey Hopkins (22), Diante Watkins (16), Fabian Strauß (11), Janis Stielow (10), Christoph Roquette (9), Jonas Laatzen, Fabian Böke (je 5), Jens Hirschberg, Christopher Geist (je 4), Lee Jeka, Paul Owusu (je 2), Lennart Liebke.

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1. Herren: Erste Saisonniederlage

Davey Hopkins und Lee Jeka konnten die Rister diesmal nicht zum Sieg führen. Foto: Bergmann

Am sechsten Spieltag der 2. Bundesliga Pro B Nord hat es nun auch die 1. Herren erwischt. Mit 76:89 (39:38) verlor die bislang als einziges Team der Staffel noch unbesiegte Mannschaft von Headcoach Sebastian Gleim ihre Auswärtspartie bei den UBC Hannover Tigers. Zugleich mussten die Wedeler die Tabellenführung aufgrund des schlechteren Korbpunktverhältnisses an die punktgleichen Schwelmer Baskets (jeweils zehn Zähler) abtreten.

"Es war ein höchst intensives und temporeiches Spiel, in dem wir unsere Taktik über weite Strecken gut umgesetzt haben", sagte der Wedeler Trainer, dessen Team stark begann. Indem sie die Schwächen der Hannoveraner nutzten, erreichten die Gäste zudem das zuvor vom Trainer ausgegebene Etappenziel, mit einer Führung in die Halbzeitpause zu gehen.

Nach dem Seitenwechsel allerdings erhöhten die Hannoveraner den Druck und provozierten mit aggressiver Verteidigung zahlreiche Ballverluste. "25 Turnovers haben uns um alle Chancen gebracht, das Spiel für uns zu entscheiden", sagte Gleim. Das Spielgerät hergeben mussten dabei auch die erfahrensten Wedeler Akteure wie der Australier Lee Jeka oder die US-Boys Davey Hopkins und Diante Watkins. "Auf diese Taktik der Tigers hätten wir eine Antwort parat haben müssen, aber das war nicht der Fall", sagte Gleim.

Trotzdem hätten die Wedeler, bei denen Paul Owusu grippekrank fehlte, die Partie fast noch einmal gedreht. Im Schlussabschnitt kämpften sie sich bis einen Punkt heran, fingen sich dann aber binnen einer Minute vier Treffer der Hannoveraner aus der Ferndistanz ein. "Dieser Lauf hat die Partie entschieden, weil wir uns um die letzte Chance gebracht haben, die Partie in der Schlussphase doch noch zu drehen," sagte Gleim.

Die erste Saisonniederlage an sich war für den Coach aber kein Anlass zur Resignation. "Wir haben eine gute Mannschaft, die bislang überzeugt hat, und deshalb werden wir den Kopf jetzt auch nicht in den Sand stecken." Schon am kommenden Sonnabend, 9. November, können die Wedeler wieder Heimstärke zeigen, wenn um 19 Uhr die SUM Baskets Braunschweig in der Steinberghalle gastieren. 

Viertelergebnisse: 21:18, 17:21, 23:19, 28:18

SC Rist (Punkte): Diante Watkins (19), Christoph Roquette (15), Fabian Böke (14), Lee Jeka (12), Davey Hopkins (8), Jens Hirschberg (5), Fabian Strauß (3), Jonas Laatzen, Lennart Liebke, Janis Stielow.

1. Herren: Rister erkämpfen sich fünften Saisonsieg

Paul Owusu räumt ab. Gegen Bochum packte er sich fünf Rebounds. Foto: Claus Bergmann

Die Steinberghalle bleibt in der Zweitliga-Saison 2013/14 eine uneinnehmbare Festung für Gästemannschaften und das Basketball-Herrenteam des SC Rist als Hausherr in der Pro B Nord unbesiegt. Beim dritten Versuch eines Auswärtsteams, in Wedel einen Erfolg zu landen, scheiterte auch Aufsteiger VfL AstroStars Bochum. Vor 480 Zuschauern setzte sich das Heimteam mit 90:83 (40:47) durch.

Bei aller Freude über den fünften Saisonsieg gaben Rist-Headcoach Sebastian Gleim aber die erneuten Probleme seines Teams, einen Gegner über 40 Minuten zu dominieren, zu denken. "Wir haben in vier unserer bisherigen Pro-B-Spiele zur Halbzeit zurückgelegen, da müssen wir besser agieren." Im ersten Viertel legten die durch den vorangegangenen ersten Saisonsieg (89:77 beim UBC Hannover) beflügelten AstroStars vor, warfen in diesen zehn Minuten einen Acht-Punkte-Vorsprung heraus. Zufrieden war der 29 Jahre alte Gleim dafür aber mit der Steigerung seiner Mannschaft nach dem Seitenwechsel. "Das 'Wie' hat heute den Ausschlag gegeben. Wir haben in der zweiten Halbzeit alles besser gemacht als in der ersten und daher verdient gewonnen." 

Fast schon die Vorentscheidung brachte das dritte Viertel, zu dessen Beginn die Wedeler mit einem 10:0-Lauf zum 50:47 die Führung zurückeroberten. Ein Dunking von Kapitän Davey Hopkins, Dreier von Janis Stielow und Jens Hirschberg sowie Ballgewinne und Korbleger von Diante Watkins taten ein übriges, den Gegner zu zermürben.

Trotz einer 81:66-Führung der Wedeler (35. Minute) wurde es noch einmal spannend, als die Bochumer auf 83:77 (40.) verkürzten, ehe Hopkins und der Australier Lee Jeka mit Freiwürfen den Vorsprung wieder ausbauten. Dass sein Team die passende Antwort auf den Endspurt des Gegners fand, war für Gleim ein Indiz für Cleverness. "Es ging für uns nur darum, den Vorsprung über die Zeit zu bringen, und das haben wir geschafft". Ein gutes Gefühl in der engen Schlussphase hatte auch Stielow verspürt. "Ich hatte zu keinem Zeit Angst, dass wir verlieren könnten." Am kommenden Sonnabend, 2. November (19 Uhr), gastieren die Wedeler beim UBC Hannover.     

Statistik: Viertel: 18:26, 22:21, 24:12, 26:24.

SC Rist (Punkte): Christoph Roquette (22), Davey Hopkins (20), Lee Jeka (15), Paul Owusu (9), Diante Watkins, Fabian Böke (je 8), Jens Hirschberg (5), Janis Stielow (3), Lennart Liebke, Fabian Strauß, nicht eingesetzt: Jonas Laatzen, Christopher Geist.

Scouting...

Abendblatt aktuell: Janis Stielow - für Piraten und Rist auf Beutezug

Leistungsträger in Pro B und NBBL: Janis Stielow.

"Und tschüss!" So verabschiedeten sich in der jüngeren Vergangenheit viele talentierte Basketballer von ihrer Heimatstadt Hamburg. Die Metropolregion hat den herausragenden Akteuren des schnellen Mannschaftssports keine ausreichende sportliche Perspektive zu bieten, Ziele der Legionäre sind daher andere Metropolen oder sogar das europäische Ausland.

Zu denen, die darauf setzen, dass Baskteball auch in Hamburg auf Sicht wieder eine Arena füllt, gehört ein 18 Jahre alter Teenager aus Niedersachsen. Janis Stielow wurde in Stadthagen geboren, zog anschließend mit seinen Eltern und den beiden älteren Schwestern mehrfach um. Das Basketballspielen erlernte der 1,91 Meter große Aufbau- und Flügelspieler im Alter von elf Jahren beim MTV Lüneburg, sein Talent führte ihn anschließend über die Zwischenstationen Hittfeld Sharks und VfL Pinneberg (heute Holstein Hoppers) zum SC Rist und zum Nachwuchsbundesliga-Kooperationsprojekt Piraten Hamburg.

Dort ist sein Trainer Marvin Willoughby voll des Lobes über den Abiturienten, der gerade ein Studium der Politikwissenschaften an der Universität Hamburg aufnahm. "Janis hat den nötigen Killerinstinkt, findet immer die Lücken in der gegnerischen Defensive und lässt sich auch von Fehlversuchen nicht entmutigen." Nach dem Wechsel von Kapitän Ismet Akpinar zum Bundesliga-Club ALBA Berlin sei es nur logisch gewesen, dass der Niedersachse diese Rolle übernahm. "Janis ist seit Jahren der konstanteste Spieler im Nachwuchs-Bundesligakader."

Eine feste Größe ist Stielow, der seine berufliche wie sportliche Zukunft in der Metropolregion sieht ("Ich möchte in Hamburg bleiben.") mittlerweile auch im Pro-B-Zweitliga-Herrenteam des SC Rist. In den bisherigen vier Punktspielen stand der Niedersachse in der Startformation, alle Partien wurden gewonnen. Zuletzt gab es einen doppelten Anlass zur Freude. Nach dem 74:62 über den VfL Stade im Zweitliga-Punktspiel führte Stielow sein U19-Bundesligateam in der Wedeler Steinberghalle zu einem 75:70 (44:42) über die Eisbären Bremerhaven und war mit 27 Punkten bester Korbschütze, aber trotzdem nicht zufrieden: "Wir haben uns schwerer getan als nötig."

Ebenfalls erfolgreich verlief die Saisonpremiere für das U16-Team der Piraten in der Jugend-Bundesliga (JBBL). Die von Headcoach Özhan Gürel betreuten U16-Jungen ließen den gleichaltrigen Talenten der Baskets Akademie Weser-Ems/Oldenburger TB beim 78:51 (48:22) keine Chance. Angesichts der klaren Pausenführung nutzte Gürel die Gelegenheit, allen Spielern, darunter auch Youngster Jens Großmann (Jahrgang 2000), viel Einsatzzeit zu gönnen. Beste Korbschützen des Heimteams waren Jonas Pilling (15 Punkte), Jeffrey Spengler (14) und Louis Franklin Olinde (13).

Den Fehlstart in die Saison 2013/14 perfekt machte dagegen die U17-Mädchenmannschaft der Metropolitan Baskets Hamburg in der WNBL. Das Team des ehemaligen Wedeler Damenbundesliga-Headcoaches Marc Köpp und von Ex-Nationalspielerin Katharina Kühn unterlag in der Ahrensburger Halle am Reesenbüttel dem Herner TC 75:87 (38:45) und kassierte damit nach dem 70:81 beim TSV 1860 Hagen die zweite Niederlage in der stark besetzten Nordwest-Staffel.

"Nun müssen wir am kommenden Sonntag bei New Basket Oberhausen unbedingt gewinnen, wenn wir das Ziel Play-off-Teilnahme nicht frühzeitig aus den Augen verlieren wollen", sagt Köpp. Erheblich geschwächt habe sein Team der Ausfall von Jasmin Zimmermann, die sich im Training eine Sprunggelenksverletzung zuzog.

"Mit ihr fehlte eine der Spielerinnen, die dem Spiel noch einmal eine Wende geben können", sagte Köpp, der sich vor allem darüber ärgerte, dass sein Team noch einmal zum 53:53 (29. Minute) ausgleichen konnte, sich anschließend aber mehrere Fehlversuche leistete. Ebenfalls nicht ausreichend war aus Köpps Sicht die Freiwurfquote. Herne hätte 72 Prozent seiner Versuche in Punkte umgemünzt, die Schützinnen des Kooperationsprojektes von SC Rist und Ahrensburger TSV dagegen nur knapp über die Hälfte ihrer Würfe.

1. Herren: Gekämpft, gesiegt, gejubelt

Nervenstark im letzten Viertel: Janis Stielow (links), hier gegen den früheren Rister Holger Jacobsen. Foto: Bergmann

Lange Schlangen an der Kasse im Foyer der Steinberghalle, kaum Parkmöglichkeiten in den umliegenden Straßen und eine volle Tribüne im Stonedome, wie die Mitglieder des SC Rist ihr Domizil nennen, zeugten von der großen Anziehungskraft des ersten Unterelbe-Derbys der Pro B Nord. Vor der Saison-Rekordkulisse von 750 Zuschauern besiegten die Wedeler den Aufsteiger VfL Stade 74:62 (33:37) und gewannen auch das vierte Punktspiel der Saison.

Den Erfolg musste sich die Mannschaft von Rist-Headcoach  Sebastian Gleim aber hart erarbeiten, und vielleicht wirkte der 29-Jährige gerade deshalb nach Spielende zufrieden wie selten zuvor, gab sogar einen Tag trainingsfrei. "Ich kann der Mannschaft absolut nichts vorwerfen, alle wollten gewinnen, haben entsprechend gekämpft und sind dafür belohnt worden."

Auch ohne den früheren Wedeler Steffen Kiese, der unter der Woche im Training einen Bänderriss erlitten hatte und auf der Stader Bank mitfieberte, verlangten die Niedersachsen den Wedelern drei Viertel lang alles ab, insbesondere in Person des Kanadiers Ismar Seferagic und des US-Amerikaners Reginald Hopkins (zusammen 41 Punkte). Dennoch hatte die Heimmannschaft im Angriff die größeren Probleme. "Da fehlte oft die Abstimmung, weil wir aufgrund von Verletzungen und Krankheiten nicht vollzählig hatten trainieren können", sagte Gleim.

Umso glücklicher war der Rist-Coach darüber, im Derby Center-Routinier Christoph Roquette aufbieten zu können. Eine Knorpelverletzung im Fuß hatte den Einsatz des 31 Jahre alten voll berufstätigen Ingenieurs infrage gestellt, erst eine MRT-Untersuchung  sorgte für Entwarnung. Während der Partie ließ sich der 2,02-Meter-Hüne nichts anmerken, nach 33 Minuten auf dem Parkett, in denen er 15 Punkte und acht Rebounds verbuchte, konnte er sich dann nur noch humpelnd fortbewegen. Bereut aber hatte er den Einsatz nicht. "Wir erfahrenen Spieler müssen den Jungen doch helfen."

Einer dieser Youngster überzeugte besonders im Derby gegen Stade. Janis Stielow gehörte zum vierten Mal in Folge zur Wedeler Anfangsformation und machte mit zehn Punkten, sechs Rebounds, zwei Assists sowie einem Ballgewinn seinen Trainer froh. "Es ist ein tolles Gefühl, in der Starting Five zu stehen, und ich hoffe, dass es für mich weiter so gut läuft", sagte Stielow.

Stielow und Roquette waren dann im Schlussviertel zusammen mit Topscorer Lee Jeka die Garanten einer erfolgreichen Aufholjagd gegen mittlerweile müde Stader. Ein Dreier des Australiers zum 54:55 war das Signal für eine furiose und von den Rist-Fans lautstark bejubelte Wedeler Aufholjagd. Der 16:0-Lauf, an dem sich neben den genannten Spielern auch Kapitän Davey Hopkins und Paul Owusu beteiligten, brach den letzten Widerstandswillen der Gäste.

Darüber, ob es mit ihm besser gelaufen wäre für die Niedersachsen, vermochte Steffen Kiese nach Spielende nur spekulieren. "Ich hätte aber unabhängig vom Ausgang der Partie gern in dieser tollen Atmosphäre gespielt," sagte der 26-Jährige. Diesen Wunsch erfüllt den Basketballern des SC Rist schon am kommenden Wochende der Spielplan der 2. Bundesliga Pro B. Am Sonnabend, 26. September (Spielbeginn: 19 Uhr), gastiert mit den VfL AstroStars Bochum gleich der nächste Aufsteiger am Steinberg.  

Statistik: Viertel: 16:14, 17:23, 16:13, 25:12.

Punkte: SC Rist: Lee Jeka (24), Christoph Roquette (15), Diante Watkins (11), Janis Stielow (10), Davey Hopkins, Paul Owusu (je 6), Fabian Böke (2), Jens Hirschberg, Christopher Geist, Jonas Laatzen, Fabian Strauß, Lennart Liebke.

VfL Stade: Reginald Hopkins (24), Ismar Seferagic (17), Jamo Ruppert (9), Joscha Kolnisko, Markus Timm (je 4), Holger Jacobsen (2), Kester-Alexander Mayr, Florian Bunde (je 1), Jan Christian Both, Laimonas Kubickas, Marvin Steinberg.

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1. Herren: Dramatik, Spannung und ein Wedeler Sieg

Lob für Davey Hopkins: Der Rist-Kapitän nahm Oldenburgs Topscorer aus dem Spiel.
Foto: Claus Bergmann

Die 1. Herren haben auch ihre dritte und bislang schwerste Aufgabe in der Pro-B-Saison 2013/14 gemeistert. Bei der Baskets-Akademie Weser-Ems/Oldenburger TB setzte sich das Team von Headcoach Sebastian Gleim in einer hoch dramatischen Partie knapp mit 76:75 (42:35) durch.

Unmittelbar nach einem erfolgreichen Ferndistanzwurf des überragenden Oldenburgers Kevin Smit zum Endstand ertönte die Schlusssirene. "Da wir mit vier Punkten vorn lagen, konnten wir uns diesen Dreier erlauben", sagte Gleim. In seiner Einschätzung, mit seiner Mannschaft in Niedersachsen die bislang höchste Hürde nehmen zu müssen, sah sich der 29-Jährige vollauf bestätigt. "Die Baskets-Akademie wird in dieser Saison ganz oben mitspielen." Gleichwohl hätte er immer ein gutes Gefühl gehabt. "Wir haben mit hoher Intensität gespielt, viel investiert, stark verteidigt und immer im richtigen Augenblick zugebissen."

Dennoch geriet der zweite Auswärtssieg im dritten Viertel in höchste Gefahr. Ein Oldenburger 12:4-Lauf sorgte für eine 48:46-Führung des Heimteams (27. Minute), das anschließend noch nachlegte. "Wir haben in diesem Abschnitt zu selten gepunktet, uns im Schlussviertel dann aber in der Offensive wieder gesteigert", sagte Gleim. Dreier von Jonas Laatzen und Jens Hirschberg sorgten für den schnellen Ausgleich (57:57), zwei verwandelte Freiwürfe von Topscorer Diante Watkins und ein weiterer Ferndistanz-Treffer des Australiers Lee Jeka bescherten den Wedelern eine 64:60-Führung.

In den höchsten Tönen lobte Gleim neben Dreier-Experte Laatzen ("Er hat dem Team viel Stabilität gegeben.") Kapitän Davey Hopkins, der seinen US-Landsmann Mike Taylor fast aus dem Spiel nahm. "Taylor hat seine sechs Punkte ausschließlich gegen andere Gegenspieler erzielt und in der zweiten Halbzeit überhaupt nicht mehr getroffen." Starke Leistungen boten zudem Fabian Böke, der ein Double-double (je zwölf Punkte/Rebounds) bilanzierte, und Youngster Janis Stielow, der auch im dritten Pro-B-Spiel der Saison zur Starting Five gehörte.

Ihre nächsten beiden Partien bestreiten die Rister zu Hause gegen die beiden Aufsteiger. Am Sonnabend, 19. Oktober, gastiert der VfL Stade, eine Woche später (26. Oktober) der VfL Bochum in der Steinberghalle. Spielbeginn ist jeweils um 19 Uhr.

Statistik: Viertel: 18:17, 17:25, 20:9, 20:25.

SC Rist (Punkte): Diante Watkins (17), Davey Hopkins (16), Fabian Böke (12), Lee Jeka (11), Jens Hirschberg, Christoph Roquette (je 6), Fabian Strauß, Jonas Laatzen (je 3), Janis Stielow (2), Lennart Liebke, Paul Owusu, nicht eingesetzt: Christopher Geist.

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Fotos vom Spiel...

1. Herren: Erfolgreicher Heimspielauftakt

Trug entscheidend zum Sieg bei: Spielmacher Diante Watkins (links)

Der nächste Schritt, den Headcoach Sebastian Gleim nach dem 82:77 bei den Hertener Löwen zum Auftakt für die Saison-Heimpremiere 2013/14 angekündigt hatte, gelang den 1. Herren erst mit Verzögerung. Gegen die Herzöge Wolfenbüttel drehten die Rister vor knapp 500 Zuschauern in der Steinberghalle einen 37:41-Pausenrückstand und gewannen dank einer furiosen zweiten Halbzeit 83:69.

Dabei hatte zunächst fast alles für einen Start-Ziel-Sieg der Heimmannschaft gesprochen, die nach dem ersten Viertel 25:16 führte. Doch im zweiten Abschnitt düpierten die Gäste, die zum Saisonstart gegen Nachbar SUM Baskets Braunschweig 64:90 verloren hatten, die Wedeler um Kapitän Davey Hopkins mit einer Zonenverteidigung und einer hohen Trefferquote. Dem wie entfesselt aufspielenden Wolfenbüttler Stephen Schubert gelang mit seinem vierten Dreier zunächst der Ausgleich zum 33:33, kurz vor der Halbzeitsirene traf er erneut aus der Ferndistanz zum Pausenstand.

"Es war klar, dass sich die Herzöge gegen uns etwas einfallen lassen würden", sagte Sebastian Gleim nach dem Spiel. "Wir müssen uns in mancher Hinsicht an die eigene Nase fassen." Ähnlich sah es Routinier Christoph Roquette: "Der Spielverlauf ähnelte dem in Herten. Wir sind erst richtig stark geworden, als uns der Gegner geärgert hat."

Nach der Halbzeit stellten Lee Jeka und Janis Stielow jeweils per "Dreier" zunächst Gleichstand her. Im weiteren Verlauf drehte dann insbesondere Diante Watkins auf. "Diante hat uns mit vielen gelungenen Aktionen in entscheidenden Phasen enorm geholfen", sagte Gleim. Seine knapp 20-minütige Einsatzzeit nutzte Watkins für zehn Punkte aus dem Feld, eine 100-prozentige Freiwurfquote (zehn von zehn), drei Ballgewinne und ebenso viele Assists. "Er hat fast fehlerfrei gespielt", lobte Gleim, für den aber letztlich wieder einmal das Teamwork den Ausschlag gegeben hatte. "Wir haben in der zweiten Halbzeit zusammengehalten, und das war der Schlüssel zum Sieg." Mit vereinten Kräften schafften es die Wedeler zudem, Wolfenbüttels Lamonte Thomas mit sieben Zählern weitgehend in Schach zu halten.

Ihr nächstes Spiel bestreiten die 1. Herren am kommenden Sonnabend, 12. Oktober, bei der Baskets Akademie Weser-Ems/Oldenburger TB. Die Partie wurde von 19 Uhr auf 14 Uhr verlegt.

Statistik: Viertelergebnisse: 25:16, 12:25, 22:15, 24:13.

SC Rist: Diante Watkins (20 Punkte), Christoph Roquette (17), Davey Hopkins (13), Lee Jeka (11), Fabian Böke (8), Jens Hirschberg, Janis Stielow (je 5), Jonas Laatzen (3), Lennart Liebke (1), René Kindzeka, Fabian Strauß, Paul Owusu.

Herzöge Wolfenbüttel: Stephen Schubert (24), Demetrius Ward (19), Lamonte Thomas, Maximilian Pink  (je 7), Tony Granz (6), Marcel Schwarz (4), Tobias Tessmann (2), Oliver Hahn, Cornelius Höpfner, Marius Pöschel.

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1. Herren: Gleich ein Auswärtssieg

Double-Double in Herten: Christoph Roquette

Besser hätte der Start in die Pro-B-Saison 2013/14 für die Zweitliga-Basketballer des SC  Rist kaum verlaufen können. Nach vier vergeblichen Anläufen gelang den Wedelern mit 82:77 (40:46) der erste Sieg bei den Hertener Löwen. In einer packenden Partie machte die Mannschaft von Headcoach Sebastian Gleim, die unter anderem auf den beruflich verhinderten Fabian Böke und Jung-Vater Peter Huber-Saffer verzichten musste, in der zweiten Halbzeit zunächst einen Pausenrückstand wett und widerstand in der Schlussphase dem furiosen Endspurt des Heimteams.

"Nach der Sirene sind uns allen einige gelb-grüne Steine vom Herzen gefallen", sagte Gleim in Anspielung auf die Vereinsfarben des Wedeler Basketball-Clubs. "Wir haben uns im Verlauf des Spiels gesteigert und unseren Rhythmus gefunden, aber es bleibt noch viel Luft nach oben."

Hatten im Ruhrgebiet zunächst die Hertener Vorteile, so verlagerten sich die Gewichte nach dem Seitenwechsel allmählich zugunsten der Gäste. Dabei profitierten die Gäste auch von der Routine der Neuzugänge mit Erfahrung in höheren Spielklassen. Der Australier Lee Jeka war mir 22 Punkten Topscorer der Gäste, Center Christoph Roquette bilanzierte mit 16 Punkten und elf Rebounds ein Double-double. Aus der Sicht von Sebastian Gleim war der erste Sieg der Saison 2013/14 aber vor allem das Verdienst einer starken Mannschaftsleistung. "Letztlich haben einige Details den Unterschied gemacht, etwa unsere gute Verteidigung und die starken Auftritte von Fabian Strauß und Jens Hirschberg mit jeweils neun Punkten." Besonders optimistisch stimmt den Rist-Headcoach der Umstand,  dass sein Team nach einer  durchaus ansprechenden Saisonvorbereitung auch das erste Spiel gewonnen hatte, "in dem es um etwas ging".

Nachlegen können die Wedeler am kommenden Sonnabend, 5. Oktober, um 19 Uhr im ersten Heimspiel der Saison gegen die Herzöge Wolfenbüttel. "Wir hoffen auf ein volles Haus in der Steinberghalle", sagt Gleim.

Statistik: Viertelergebnisse: 24:24, 22:18, 12:25, 17:19.

SC Rist (Punkte): Lee Jeka (22), Christoph Roquette (16), Diante Watkins (12), Fabian Strauß, Jens Hirschberg (je 9), Paul Owusu (6), Davey Hopkins (5), Janis Stielow (3), Lennart Liebke, Jonas Laatzen.

1. Herren: Niederlage in Cuxhaven

Fabian Böke (links) und Fabian Strauß stoppen Cuxhavens Blanchard Obiango. Foto: Knut Spreckelsen

Zum Abschluss der Testspielsaison unterlagen die 1. Herren den Cuxhaven BasCats (2. Bundesliga Pro A) mit 83:102.

Beide Teams legten in der Rundturnhalle von Anfang an ein hohes Tempo vor, doch es sollte sich herausstellen, dass die Rister der Offensivkraft der Gastgeber im weiteren Verlauf der Partie zu wenig entgegensetzen konnten. Die BasCats trafen mit hoher Quote, die Mannschaft von Headcoach Sebastian Gleim fand nur in unzureichender Weise defensive Gegenmaßnahmen und musste wie bereits beim ersten Duell mit Cuxhaven vor Wochenfrist (100:105 nach Verlängerung) eine dreistellige Punktausbeute des Gegners konstatieren. Die Niedersachsen, in deren Reihen der ehemalige Rister Augie Johnston (14 Zähler) abermals eine gute Leistung bot, dominierten das Geschehen mit Ausnahme der letzten Minuten: "Wir konnten sehen, woran wir noch arbeiten müssen", sagte Sebastian Gleim. "Cuxhaven hat uns definitiv alles abverlangt und verdient gewonnen."

Auf Wedeler Seite tat sich Lee Jeka an früherer Wirkungsstätte mit 20 Punkten als Topscorer hervor, die Gastgeber wurden von Blanchard Obiango angeführt, der den Ristern 22 Zähler einschenkte. Gleims Teams startet am kommenden Sonnabend mit einem Auswärtsspiel in die neue Pro B-Saison. "Jetzt geht der Blick auf die unbekannte Mannschaft aus Herten - leider konnten wir vor dem ersten Spieltag noch nichts sehen. Wir werden vor allem auf uns schauen", so der Trainer.

Statistik:

Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 17:31, 16:26, 25:27, 25:18

SC Rist (Punkte): Jeka (20), Watkins (16), Roquette (12), Böke (9), Hopkins (8), Stielow (5), Hirschberg (4), Laatzen, Strauß (je 3), Owusu (2), Liebke (1).

1. Herren: Vorbereitungsspiel als Krimi

Lee Jeka. Foto: Claus Bergmann

Die 1. Herren empfingen die Cuxhaven BasCats (2. Bundesliga Pro A) zum Vorbereitungsspiel. Vor 250 Zuschauern in der Steinberghalle erzwang das Team von Headcoach Sebastian Gleim gegen den neuen Club ihres früheren Mannschaftskapitäns Augie Johnston eine Verlängerung. Erst nach 45 Minuten und großem Kampf gaben sich die Wedeler den Gästen aus Niedersachsen 100:105 geschlagen.

Packende Duelle lieferte sich Johnston mit seinem Kumpel und früheren Teamkameraden Davey Hopkins. Der neue Kapitän des SC Rist brachte es wie sein Landsmann auf 20 Punkte, besser trafen nur der Wedeler Christoph Roquette (21) und Gästespieler Charles Strowbridge (29). Am kommenden Sonnabend gastieren die Wedeler zum Gegenbesuch in Cuxhaven.

Statistik: SC Rist - Cuxhaven BasCats 100:105 (Viertel: 26:29, 19:23, 28:18, 17:20, Verlängerung: 10:15)

SC Rist: Christoph Roquette (21 Punkte), Davey Hopkins (20), Lee Jeka (17), Diante Watkins (16), Paul Owusu (10), Jens Hirschberg (8), Janis Stielow (4), Fabian Strauß, René Kindzeka (je 2), Christopher Geist, Jonas Laatzen, Lennart Liebke.

Cuxhaven: Charles Strowbridge (29), Augie Johnston (20), Blanchard Obiango (18), Marques Oliver, Maximilian Kuhle (je 12), Chris Manresa (11), Dennis Nawrocki (3), Hendrik Gruhn (nicht eingesetzt).

1. Herren: Zweiter Platz in Rostock - Am Sonnabend kommt Cuxhaven mit Augie Johnston und Moris Hadzija

Für Davey Hopkins gibt's bald ein Wiedersehen mit Kumpel Augie Johnston.

Mit einem zweiten Platz beim Viererturnier an der Ostsee kehrten die Rister am Sonntag nach Wedel zurück.

Am Sonnabend traf man auf den RSV Eintracht Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf, also einen Konkurrenten aus der 2. Bundesliga Pro B, und setzte sich mit 92:69 durch. Das zweite Halbfinale gewann der dänische Erstligist Hørsholm 79ers gegen den Gastgeber EBC Rostock (97:87), so dass Sebastian Gleims Schützlinge am Sonntag gegen das Team von Seeland das Finale bestritten. Die Rister mussten sich geschlagen geben (63:72), der Headcoach bilanzierte: "Es war ein tolles Turnier für uns in Rostock. Die Mannschaft war zwei Tage zusammen, und wir haben unter sehr guten Voraussetzungen trainiert und gespielt. Wie es im Basketball so ist, gab es Höhen und Tiefen - positive und negative Dinge", so Gleim. Es gebe noch viel zu verbessern, entsprechende Aspekte sah der Coach an beiden Tagen: "Insgesamt dürfen wir mit den Leistungen in beiden Spielen überhaupt nicht zufrieden sein."

Eine weitere arbeitsintensive Trainingswoche steht vor den Ristern, an deren Ende der nächste Test folgt, dann wieder in der Steinberghalle. Am Sonnabend, den 14. September, sind die Cuxhaven BasCats in Wedel zu Gast, Spielbeginn ist um 19:00 Uhr. Die Niedersachsen bringen zwei am Steinberg bestens bekannte Männer mit: Augie Johnston, in der vergangenen Saison Kapitän des SC Rist und beim jüngsten Vorbereitungsspiel der BasCats gegen den holländischen Vizemeister Aris Leeuwarden bestens aufgelegt (21 Zähler), sowie Moris Hadzija. Letzterer holte 2009 mit dem SC Rist bekanntermaßen den Meistertitel in der 1. Regionalliga Nord und war in der Saison 2011/12 Headcoach der JBBL-Piraten. Seit Mitte August ist der 33-jährige Kroate Assistent von Cuxhavens Cheftrainer Krists Plendiskis.

Beim Spiel am Sonnabend besteht die nächste Möglichkeit, an der Kasse der Steinberghalle Dauerkarten für die Pro B-Saison zu erwerben. Rist-Mitglieder, für die die Karte ermäßigt ist, müssen diese vorher unter dauerkarten@scrist-wedel.de bestellen. Hier gibt es alle Informationen und Preise...

Netter Abend für Team und Fans beim "OPEN HOUSE"

Fabian Strauß stellt sich den Fragen von Arne Malsch.

Am Freitagabend hieß es zum ersten Mal "OPEN HOUSE" in der Wedeler Steinberghalle. Gut 50 Fans der Rister Leistungsteams wollten sich die Vorstellung der 1. Damen und der 1. Herren nicht entgehen lassen. Nach gewohnt launiger Vorstellung der Spieler/innen durch Moderator Arne Malsch konnten sich die Zuschauer ein Bild des neuen ProB-Teams bei einer etwas lockereren Trainingseinheit machen. "Dem Team hat das Ganze großen Spaß gemacht," bestätigte Coach Sebastian Gleim. "Sicher werden im nächsten Jahr ein paar Fans mehr kommen. So etwas muss sich erst einmal etablieren."

Der SC Rist bedankt sich bei allen, die organisatorisch mitgeholfen haben, vor allem bei den "Drei (Fitnessgruppen-)Herren vom Grill", die über den ganzen Abend unermüdlich die Gäste und Teams mit leckerem Grillgut und kalten Getränken versorgt haben. Wir freuen uns auf eine Neuauflage im nächsten Jahr.

Hier gibt's weitere Fotos vom "OPEN HOUSE"...

1. Herren: Trotz Niederlage ein solider Auftakt

Guter Auftritt im ersten Spiel: Diante Watkins. Foto: SC Rist

Rund 400 Zuschauer waren zum Testspielauftakt der 1. Herren in die Steinberghalle gekommen - und die Heimmannschaft hielt sich im Duell mit BBL-Aufsteiger SC Rasta Vechta nach Meinung von Headcoach Sebastian Gleim durchaus achtbar. Die Wedeler unterlagen mit 76:103 (Halbzeit: 37:46), der Trainer sah gute und schlechte Dinge: "Offensiv können wir darauf aufbauen, was wir heute gezeigt haben. Wir sind in der richtigen Art und Weise aus den Startlöchern gekommen", bilanzierte Gleim nach dem Spiel am Ende der ersten Trainingswoche. In der Verteidigung allerdings sah der Coach noch einigen Nachholbedarf, sein Team habe gegen die Niedersachsen zu viele einfache Punkte zugelassen. Bester Rist-Scorer war Neuzugang Diante Watkins mit 18 Zählern. Hier gibt es weitere Fotos vom Spiel...

Am kommenden Wochenende bestreiten die Rister im Rahmen des Vorbereitungsturnier in der Steinberghalle drei Partien - gegen den dänischen Zweitligisten Lemvig Basket, den SSV Lok Bernau (1. Regionalliga Nord) sowie den UBC Münster (1. Regionalliga West). Auch die 1. Damen absolvieren dann ihre ersten Tests in eigener Halle, Spielplan: siehe unten. Eine gute Gelegenheit für Fans und Interessierte, die Risterinnen erstmals in der Vorbereitung in Aktion zu sehen und einen Blick auf die Weiterentwicklung der Rister nach der dann zweiten Trainingswoche zu werfen.

SC Rist (Punkte): Watkins (18), Hopkins (15), Hirschberg (14), Jeka (6), Owusu (6), Kindzeka (4), Liebke (4), Laatzen (3), Roquette (3), Strauß (3), Geist.

Sonnabend, 31. August

9:30 Uhr (Damen) SC Rist Wedel - Citybasket Recklinghausen

11:30 Uhr (Herren) SSV Lok Bernau - SC Rist Wedel

13:00 Uhr (Damen) BG Rotenburg/Scheeßel - Lemvig Basket

14:45 Uhr (Herren) UBC Münster - SSV Lok Bernau

16:30 Uhr (Damen) Citybasket Recklinghausen - BG Rotenburg/Scheeßel

18:15 Uhr (Damen) Lemvig Basket - SC Rist Wedel

20:00 Uhr (Herren) SC Rist Wedel - Lemvig Basket

Sonntag, 1. September

9:30 Uhr (Herren) Lemvig Basket - UBC Münster

11:15 Uhr (Damen) Lemvig Basket - Citybasket Recklinghausen

13:00 Uhr (Herren) SSV Lok Bernau - Lemvig Basket

14:45 Uhr (Damen) SC Rist Wedel - BG Rotenburg/Scheeßel

16:30 Uhr (Herren) SC Rist Wedel - UBC Münster

1. Herren: "Vorbereitet in die Vorbereitung gestartet"

Headcoach Sebastian Gleim. Foto: Bergmann

Am kommenden Sonnabend (24. August, 19:00 Uhr) empfängt das Herrenteam des SC Rist Wedel (2. Bundesliga Pro B) zum Testspielauftakt den Erstliga-Aufsteiger SC Rasta Vechta in der Steinberghalle. Seit Montag befinden sich die Rister wieder im Mannschaftstraining und arbeiten auf den ersten Pro B-Spieltag Ende September hin. Am 28. September startet die Saison mit einem Auswärtsspiel bei den Hertener Löwen. Rist-Headcoach Sebastian Gleim beantwortet zum Trainingsauftakt die wichtigsten Fragen.

Frage: Sind alle Spieler gut angekommen?

Sebastian Gleim: "Ja, die Spieler sind alle bei uns. Die Spieler aus Übersee hatten 2-3 Tage Zeit, sich in Wedel einzufinden. Davey Hopkins kennt ja schon alles hier und kann Diante Watkins bei der Eingewöhnung gut unterstützen. Dass es uns gelungen ist, wieder einen Amerikaner aus dem Vorjahr zu halten, ist großartig."

Frage: Wie ist der Fitnessstand des Teams?

Gleim: "Alle Spieler sind sozusagen vorbereitet in die Vorbereitung gestartet. Sie waren in der Sommerpause sehr fleißig und haben an Defiziten gearbeitet. Unsere doppelt spielberechtigten Spieler sind bereits seit mehreren Wochen im Training."

Frage: Welche Inhalte stehen in den ersten Trainingstagen im Vordergrund?

Gleim: "Erst mal geht es darum, wie wir Basketball spielen wollen, aber auch wie wir jeden Tag trainieren müssen, um erstens besser zu werden und zweitens erfolgreich zu sein."

Frage: Wird in der Halle gearbeitet oder geht es auch mal auf die Laufbahn?

"Wir sind vormittags bei unserem Fitnesspartner Holmes Place unterwegs. Ansonsten trainieren wir in der Halle - alles mit Ball."

Frage: Was wird fürs "Teambuilding" gemacht?

Gleim: "Teams bilden sich durch Erlebnisse. Auf die sind wir sehr gespannt und freuen uns als erstes auf das Spiel gegen Vechta."

1. Herren: Daveys Sommer-Vergnügen: Strand, Boston und Dreier werfen

Die Fans warten schon: Davey Hopkins geht in seine zweite Saison beim SC Rist. Fotos: Claus Bergmann

Davey Hopkins ist dort zu Hause, wo andere Urlaub machen. Huntington Beach, Malibu, Venice Beach - hier flanieren die Schönen und Reichen, Surfer stürzen sich in die Wellen. All das liegt weniger als 100 Meilen von Daveys Heimat Riverside entfernt. Selbstverständlich setzt sich der 24-Jährige da gerne mal ins Auto und fährt an die Küste. "Ich war oft am Strand und bin surfen gegangen", berichtet er über seine Sommeraktivitäten. Und ein Zehn-Tages-Trip an die Ostküste inklusive Sightseeing in Boston war auch drin. "Eine sehr coole Stadt!", so sein Urteil über die Metropole in Neuengland.

Doch Hopkins ist Basketball-Profi und dementsprechend die "off-season" eine willkommene und notwendige Gelegenheit, um an Aspekten seines basketballerischen Könnens zu feilen, die während des Spielbetriebs oft zu kurz kommen. Woran hat er in der Heimat besonders gearbeitet? "An meinem Distanzwurf", sagt er, "ich habe jede Menge Dreier geworfen." In der vergangenen Saison, seiner ersten beim SC Rist und seiner ersten Station nach dem College überhaupt, traf er in 25 Pro B-Partien 18 seiner 52 Würfe von jenseits der Dreipunktlinie. Das geht noch besser, findet auch Davey selbst. Dass sich der Kalifornier mit dem Erreichten zufrieden gibt, muss man ohnehin nicht befürchten. "Ich habe hohe Ziele", sagt er. "Mein persönliches Ziel in der nächsten Saison ist der Meistertitel. Ich will nicht weniger erreichen als den ersten Platz. Gute Spieler haben verlängert, gute Spieler kommen hinzu - die Mischung stimmt. Was mich betrifft, so will ich mich im Vergleich zur vergangenen Saison steigern und mein Spiel weiter voranbringen."

Dass der frühere Spieler der California Baptist University und Biola University beim SC Rist ins zweite Jahr geht, hat Hopkins seinen guten Leistungen der Vorsaison zu verdanken. Seine umgängliche Art, sein Fleiß und Engagement als Jugendtrainer in Wedel waren weitere Faktoren, die es den Verantwortlichen leicht machten, dem 24-Jährigen kurz nach der letzten Playoff-Partie einen neuen Vertrag vorzulegen. Dabei hatte er im vorherigen Sommer erst über Unwege an den Steinberg gefunden. "Es war immer mein Ziel, in Europa zu bleiben", sagt Hopkins, "aber es war lange nicht sicher, dass ich auch die Möglichkeit dazu haben würde." Nach einer Deutschland-Tour mit der College-Auswahl "News Release" stand er kurz vor der Rückkehr in die Heimat, einen Club hatte er noch nicht gefunden. "Also habe ich die Sache selbst in die Hand genommen, meinen Rückflug storniert und mich versucht, in Testspielen zu empfehlen", erzählt er. Hopkins trainierte bei den UBC Hannover Tigers mit, erhielt aber keinen Vertrag und stieß letztlich zum SC Rist.

Dort traf er zufälligerweise auf einen kalifornischen Landsmann. Begegnet waren sich Hopkins und Augie Johnston zuvor nie. Plötzlich waren sie Mannschaftskameraden, WG-Genossen und wurden Freunde. "Augie war ein toller Teamkollege und jemand, der die Mannschaft angeführt hat. In der Hinsicht wird es schwer, ihn zu ersetzen", sagt der 24-Jährige über seinen nach Cuxhaven gewechselten Kumpel. "Wir sind sehr gute Freunde geworden, ich kann mich auf ihn verlassen. Das wird also eine Umstellung für mich, wenn er nicht mehr da ist." Zumindest zwei Wiedersehen wird es aber in der Vorbereitung geben, denn am 14. September bestreiten die Rister gegen die BasCats zunächst eine Testbegegnung in Wedel und reisen eine Woche später dann für das "Rückspiel" an die Elbmündung.

In Kürze endet Hopkins' Heimaturlaub, dann ist er in Wedel auch wieder in seinem (Coaching-)Element. Das Weitergeben seiner Erfahrung als Basketballer liegt ihm gewissermaßen im Blut. In der kommenden Saison wird er wieder eine Rist-Jugendmannschaft betreuen und zudem am Herbstcamp (7. - 10. Oktober) in der Steinberghalle als Trainer teilnehmen. "Meine Leidenschaft für Jugendarbeit habe ich von meinen Eltern geerbt. Sie sind in der Hinsicht sehr engagiert und geben den Kindern viel mit. Mir macht es genauso viel Spaß zu sehen, wie die Kinder lernen und sich verbessern." Der zweite Teil von Daveys Rist-Reise beginnt demnächst, die kalifornische Sonne muss dann wieder ein paar Monate warten.

1. Herren: "Lee Jeka in Wedel ist ein echter Hammer!"

Auch in Wedel Teamkollegen: Lee Jeka (am Ball) und Christoph Roquette. Foto: Science City Jena

Ein Australier beim SC Rist? Das müsste doch allein schon farblich passen. Denn traditionell spielen die "Boomers", die australische Nationalmannschaft, in Gelb und Grün - exakt diese Kombination steht auch in Wedel seit dem Jahr 1968 für Basketball.

Vielleicht erleichtert die heimatlich anmutende Farbkombination dem nächsten Neuzugang des SC Rist ein wenig die Eingewöhnung. Doch Lee Jeka kennt sich in Norddeutschland ohnehin schon bestens aus. Vier Jahre lang spielte er bei den Cuxhaven BasCats, in der kommenden Saison wird er einige Kilometer elbaufwärts auf Korbjagd gehen. In Hamburg lebt seine Verlobte, beim Rist-Fitnesspartner Holmes Place Bahrenfeld tritt der 30-Jährige eine Stelle als Personal Trainer an. Kurzum: "Rist Wedel is a perfect fit", sagt Jeka. Die kürzlich verlängerte Partnerschaft zwischen dem Hamburger Premium-Sportclub und dem SC Rist erhält dadurch eine noch engere Bindung. Mitglieder und Fans können zukünftig nicht nur zu vergünstigten Konditionen Mitglied bei Holmes Place werden, sie haben auch die Möglichkeit, mit Lee Jeka individuell vor Ort zu trainieren: Mehr erfahren...

"Lee Jeka in Wedel ist ein echter Hammer - wir haben als Verein in diesem Sommer definitiv unsere Hausaufgaben gemacht", sagt Headcoach Sebastian Gleim. "Ich hatte sehr gute Gespräche mit Lee und freue mich, einen Spieler mit seiner Offensivqualität im kommenden Jahr coachen zu dürfen - er wird jeden auf dem Feld besser machen", ist Gleim überzeugt und ergänzt: "Mit der Verpflichtung von Lee Jeka sind wir auf den Positionen eins bis drei komplett." Zugleich steht fest, dass Marvin Boadu in der kommenden Saison nicht mehr für den SC Rist auflaufen wird. Der 24-Jährige hatte großen Anteil am guten Abschneiden der Rister in der vergangenen Spielzeit und erzielte in 26 Einsätzen im Schnitt 12,5 Punkte. Wir sagen danke und verabschieden Marvin mit den besten Wünschen für seine private und sportliche Zukunft.

Der Australier mit britischem Pass, der auf beiden Guard-Positionen zum Einsatz kommen kann, ist bereits der dritte Akteur, der in diesem Sommer vom Pro A-Club Science City Jena nach Wedel wechselt. "Es ist immer gut, wenn es bei seinem neuen Team ein paar bekannte Gesichter gibt. Die beiden sind tolle Mannschaftskollegen", so Jeka über Christoph Roquette und Fabian Strauß. Mit Jeka stößt einer der besten Pro A-Spieler der vergangenen Jahre zum SC Rist. Zwei Teams, Cuxhaven und Würzburg, führte er als Topscorer zum BBL-Aufstieg, im Anschluss an die Saison 2010/11 wurde er als Pro A-Spieler des Jahres ausgezeichnet.

"Ich werde mein Bestes geben, um dem Team in allen Bereichen zu helfen, in denen es meine Hilfe benötigt", kündigt Jeka mit Blick auf seine Rolle in Wedel an. "Ich habe ein gutes Gefühl, was die Mannschaft betrifft. Wir haben ebenso gute, junge wie auch gute, erfahrene Spieler. Es ist zwar noch zu früh, um sagen zu können, was wir mit dem Team erreichen können, aber das werden wir bald herausfinden", sagt er und macht den Fans schon einmal Appetit auf die kommende Saison. In Jena erzielte der in Melbourne geborene Australier während der vergangenen Saison im Schnitt 13,1 Punkte, 4,0 Assists sowie 3,2 Rebounds. Bei einer Trefferquote von starken 44 Prozent war der Guard mit 70 erfolgreichen "Dreiern" fünftbester Distanzschütze der Pro A. Sieben Treffer "von außen" bei neun Versuchen in den Playoffs gegen Göttingen waren in dieser Hinsicht seine persönliche Bestleistung in der zurückliegenden Spielzeit.

Vor fast 15 Jahren begann Jekas Profikarriere in Melbourne, anno 2013 wird er nach Stationen in China, Portugal, Schweiz und Deutschland also für den SC Rist auflaufen und zugleich bei Holmes Place die Weichen für seine weitere berufliche Zukunft stellen. Auch wenn er dafür rund 16 000 Kilometer entfernt der Heimat sein geliebtes Surfboard wohl im Schrank lassen muss: "Ich glaube, hier kann man höchstens windsurfen, aber das habe ich noch nie gemacht. Der einzige Spot für Wellenreiter in Deutschland ist wohl dieser Fluss in München. Aber der ist etwas zu weit weg, also muss ich warten, bis ich wieder in Australien bin."

1. Herren: Wedeler Konstanten

Jonas Laatzen

Jonas Laatzen und Lennart Liebke gehören auch in der Saison 2013/14 zum Kader des SC Rist Wedel für die 2. Bundesliga Pro B.

Laatzen hat bereits 63 Pro B-Spiele auf dem Buckel und ist der Wedeler Dreier-Spezialist. Zwar ist die Spielzeit des 23-Jährigen begrenzt, doch kommt Laatzen ins Spiel, muss sich die gegnerische Defense auf "firepower" einstellen. In vier Jahren in der 2. Bundesliga erzielte Laatzen exakt 80 Prozent seiner Punkte von jenseits der Dreierlinie. "Jeder Spieler würde gerne mehr spielen. Aber das ist meine Rolle. Ich komme rein, werfe meinen Dreier und hole Rebounds", so Laatzen über Laatzen in der vergangenen Saison. Was die neue Spielzeit betrifft, blickt der 23-Jährige bereits mit Vorfreude auf das, was kommt: "Ich denke, dass der Kader für die kommende Saison sehr stark ist und wir das Potenzial haben, vielleicht sogar mehr als letzte Saison zu erreichen. Besonders auf der großen Position haben wir außerordentlich starke Spieler und wir haben eine gute Mischung aus älteren, erfahrenen und jungen Spielern", sagt Laatzen.

Was seine eigene Rolle angeht, ist der Forward auch weiterhin als "Experte für drei" vorgesehen: "Natürlich habe ich schon Gespräche mit Sebastian über meine Rolle für diese Saison geführt. Daran wird sich wie in den letzten Jahren nicht viel verändern. Natürlich bereite auch ich mich gut auf die nächste Saison vor und hoffe, dass ich auf dem Feld gute Leistungen abrufen kann", sagt er.
 
"Jonas Laatzen gehört beim SC Rist zum Inventar. Er ist ein sehr guter Teamkollege, ein Trainingstier und zu jeder Zeit bereit", so Headcoach Sebastian Gleim. "Ich schätze Jonas sehr und freue mich, dass er weiterhin dabei ist. Er ist ein Spieler, der seine Rolle im Training und in den Spielen einhundertprozentig akzeptiert".

Lennart Liebke. Fotos: Bergmann

Sein Teamkollege Lennart Liebke sammelte in der vergangenen Saison erste Pro B-Erfahrung und kam in vier Partien zum Einsatz, bei seinem Debüt gegen Braunschweig stand der 19-jährige Center gleich zwölf Minuten auf dem Parkett. "Ich habe gelernt, dass 99 Prozent nicht reichen", lautet seine persönliche Erkenntnis aus der Pro B-Premierensaison. Darüber hinaus absolvierte Liebke 15 Spiele für die 2. Herren und erzielte dabei im Schnitt 5,4 Punkte.

In der neuen Saison will er weitere Entwicklungsschritte machen: "So viel Spielzeit wie möglich" lautet seine Zielsetzung in Pro B und 2. Regionalliga. "In der 2. Regio werde ich mich um mehr Konstanz bemühen, will mehr Verantwortung übernehmen und werde häufiger eine tragende Rolle übernehmen. Bei den 1. Herren möchte ich versuchen, viele Ausrufungszeichen zu setzen." Und sich von seinen Teamkollegen auch weiterhin das eine oder andere abschauen: "Von den älteren Spielern auf meiner Position kann ich viel lernen, zum Beispiel ein besseres Timing und im Abschluss cool zu bleiben", sagt der Schüler, der nach seinem Abschluss einen Wechsel an ein US-College anstrebt. Nicht nur in Person seiner Mannschaftskameraden hat Liebke erfahrene "Lehrmeister" an seiner Seite, sondern mit seinem Vater Frank einen familiären Ratgeber vom Fach. Der Arzt für Allgemeinmedizin spielte 1975 und 76 selbst für die 1. Herren und war zuvor einer der ersten Rister, die zu einem Lehrgang für eine DBB-Auswahl (Kadetten-Nationalmannschaft) eingeladen wurden.
 
"Ich wünsche Lennart, dass ihm in der kommenden Saison gesundheitlich keine Hürden im Weg stehen und dass er verletzungsfrei bleibt. Dann wird er sich weiterentwickeln. Er hat definitiv gelernt, immer sehr intensiv zu sein. Nun haben wir auf jeder Position einen Nachwuchsspieler", freut sich Gleim.

Unterdessen wird Jamo Ruppert den SC Rist nach drei Jahren verlassen. Der 19-Jährige wechselt zum Pro B-Aufsteiger VfL Stade. Ruppert wurde im vergangenen Jahr mit der Wedeler U18 deutscher Vizepokalsieger und absolvierte seit seinem Wechsel an den Steinberg 19 Partien in der Pro B sowie 43 Spiele in der 2. Regionalliga. Wir danken Jamo herzlich für seinen Einsatz und seine Leistungen in Gelb-Grün und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute!

Dolce Vita im Vorbeigehen

Sebastian Gleim. Foto: Bergmann

Mosciano Sant'Angelo - das klingt nach Urlaub, nach einem milden Sommerabend in Italien. Genau so ist es. Die Adriaküste ist nur einen Katzensprung entfernt, die Provinz Teramo verspricht Ferienstimmung. Doch Sebastian Gleim ist zum Arbeiten da. Der Pro B-Headcoach und Jugendkoordinator des SC Rist weilt an diesem Wochenende mit der U20-Nationalmannschaft in der Ortschaft in den Abruzzen. Als Mitglied des Trainerstabes der DBB-Auswahl ist der 29-Jährige in diesem Sommer vor allem für die Vor- und Nachbereitung von Spielen und Trainingseinheiten per Video zuständig. Beim internationalen Turnier in Mosciano Sant'Angelo treffen die Deutschen auf Russland, Georgien und Gastgeber Italien. Durchaus unterschiedliche Spielphilosophien also, die sich den DBB-Jungs in den Weg stellen - Gleim saugt sie alle auf: "Verschiedenste taktische Optionen, verschiedenste Basketballkulturen, technische Ausbildungen auf bestem europäischen Niveau und ganz viel Motivation", so seine Antwort auf die Frage, was er von den Dienstreisen für sich mitnimmt.

Seit Jahren ist der Wedeler Coach bereits für den Deutschen Basketball Bund tätig, in diesem Sommer erstmals für die U20: "Das ist für mich sehr interessant, weil ich alle Spieler nun schon länger kenne", sagt Gleim, der einige der Talente bereits während der U16-Europameisterschaft 2010 in Montenegro betreute. Schon seinerzeit arbeitete er unter Headcoach Harald Stein, ebenfalls zum Stab gehört in diesem Jahr Igor Starcevic, ein Trainerkollege aus der Pro B, von den Licher Basket Bären: "Harald kenne ich seit über zehn Jahren. Er hat mich immer gefördert, dafür bin ich sehr dankbar. Andersherum helfe ich ihm, wo es nötig ist. Jetzt als Videocoach. Igor kenne ich nur als Spieler und als Trainer der Pro B aus der vergangenen Saison. Ich bin mir aber sicher, dass er der Mannschaft etwas Besonderes geben und enorm weiterhelfen wird."

Nach dem Wochenende in Italien verläuft Gleims Reiseroute weiter gen Süden. In Istanbul nimmt die DBB-Auswahl ab Mittwoch an einem weiteren Turnier teil. Fünf Spiele in fünf Tagen stehen auf dem Programm - die Gegner: Türkei, Frankreich, Serbien, Schweden und erneut Russland. Viel Zeit für touristisches Programm bleibt da nicht. Aber zumindest ein kleiner Blick auf Land und Leute ist bei den Trips trotz voller Konzentration auf Training und Spiele meistens schon drin: "Bundestrainer Harald Stein achtet immer darauf, dass man weiss, wo man war. Da durfte ich im Laufe der Jahre natürlich schon einiges sehen. Wobei mich die verschiedensten Hallen immer am meisten begeistern", sagt Gleim.

In Wedel läuft unterdessen die Saisonvorbereitung planmäßig weiter. Die Trainingsgruppe aus Akteuren des Pro B-Kaders, 2. Herren und Jugendspieler ab U16 arbeitet am Steinberg wie gewohnt, während Gleims Abwesenheit unter der Leitung von Felix Bienwald, Torben Haase und Stefan Altemüller. Für die JBBL- und NBBL-Spieler stehen darüber hinaus die täglichen Angebote der Piraten zur Verfügung.

1. Herren: Tim Parohl verlässt den SC Rist - Janis Stielow ist wieder da

Tim Parohl. Fotos: Bergmann

Zwei weitere Personalentscheidung in Hinblick auf die kommende Saison in der 2. Bundesliga Pro B sind gefallen.

Tim Parohl verlässt den SC Rist, wieder an Bord ist hingegen Janis Stielow.

"Tim hat uns Anfang der Woche mitgeteilt, dass ihm der Aufwand, neben dem Studium in Wedel Pro B zu spielen zu hoch ist", so Trainer Sebastian Gleim. Der 21-Jährige spielte seit 2010 für den SC Rist und kam in dieser Zeit auf 66 Partien in der Pro B. Als unermüdlicher Arbeiter und bissiger Verteidiger leistete er dem SC Rist wertvolle Dienste. Wir bedanken uns herzlich für Tims Einsatz und wünschen ihm für die sportliche, private und berufliche Zukunft alles Gute!

Comeback in Gelb-Grün: Janis Stielow.

Janis Stielow kehrt unterdessen zum SC Rist zurück. Der 18-Jährige hat kürzlich seine Zusage für die Saison 2013/14 gegeben. Stielow war in der abgelaufenen Spielzeit für die BG Halstenbek/Pinneberg in der 1. Regionalliga (21 Einsätze: 11,8 Punkte, 4,4 Rebounds im Schnitt) sowie für die Piraten in der NBBL (17 Spiele: 14,2 Punkte, 8,2 Rebounds im Schnitt) aktiv. Bereits vor seinem Wechsel zu "HaPi" spielte der Forward unter Coach Sebastian Gleim in der zweiten Wedeler Herrenmannschaft, wurde deutscher Vizepokalsieger mit der U18 des SC Rist und kam zu Kurzeinsätzen in der Pro B. Nach dem Ende seiner Schulzeit wird sich Stielow, der auch noch für eine Saison in der NBBL einsatzberechtigt ist, ein Jahr lang voll auf Basketball konzentrieren.

1. Herren: Einer geht, einer bleibt

Der Kapitän verlässt die Kommandobrücke. Nach zwei Jahren beim SC Rist Wedel wird Augie Johnston seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängern. Der 26-jährige US-Amerikaner möchte seinen nächsten Karriereschritt tätigen und sucht eine Herausforderung in einer höheren Liga als der 2. Bundesliga Pro B. Davey Hopkins hingegen kommt nach der Sommerpause zurück nach Wedel, er unterschrieb einen neuen Vertrag mit dem SC Rist. Der Flügelspieler überzeugte in seinem ersten Jahr in Deutschland als variabler und athletischer Akteur und integrierte sich ohne Probleme ins Alltagsleben des Wedeler Clubs.

Mit durchschnittlich 19,3 Punkten war Johnston in der Saison 2012/2013 Wedeler Topscorer und darüber hinaus einer, wenn nicht sogar DER beste Distanzschütze in der Pro B. 83 "Dreier" brachte der Guard aus der kalifornischen Kleinstadt Atascadero im Korb unter und wird in dieser Hinsicht in der Pro B nur vom Leverkusener Adonte Parker übertroffen, der bislang 97 traf, dafür aber satte 278 Versuche brauchte (ergo 34,9%), während Johnston 45 Prozent seiner 183 Würfe von jenseits der Dreiermarkierung einnetzte.

Zweimal erhielt Johnston die Auszeichnung als Pro B Spieler der Woche und riss sein Team auf dem Feld und im Training dank seines Fleißes, seiner tadellosen Einstellung sowie seines Willens zur stetigen Verbesserung mit.

Als Jugendtrainer brachte der Kalifornier seine Qualitäten zum Wohle des Nachwuchses ein und bewies als Coach ebenso wie von der Dreierlinie ein geschicktes Händchen. "Ich habe auf diesem Level noch keinen Spieler gesehen, der so viel Herzblut investiert, ob nun im Spiel oder als Trainer von Kinder- und Jugendteams", sagte Headcoach Sebastian Gleim. Der SC Rist wünscht Augie und seiner Verlobten Jocelyn alles Gute für die private und sportliche Zukunft.

Augie Johnston. Foto: Bergmann

Welches sind mit einigen Tagen Abstand die Gründe für das Ausscheiden im Playoff-Viertelfinale gegen Weißenhorn?

Augie Johnston: In der Offensive haben wir den Ball zu wenig bewegt. Wir wollten manche Dinge erzwingen und haben keinen Wurfrhythmus gefunden. Im ersten Spiel stimmte das Umschalten von Angriff auf Verteidigung nicht. Das zweite Spiel haben wir in der Verlängerung gewonnen, wir hatten Vorteile unter dem Korb, die wir ausgenutzt haben. Und im dritten Spiel haben wir wie gesagt den Ball zu wenig bewegt. Natürlich gibt es weitere, aber das sind die Hauptgründe dafür, dass wir die Serie verloren haben. Die Weißenhorner haben gut verteidigt. Wir haben ein wenig spekuliert und den Spielern des Gegners, die normalerweise keine guten Schützen sind, etwas Freiraum gegeben. Doch plötzlich haben sie mit hoher Quote getroffen. Vor allem Maksym Shtein haben wir in den zwei Spielen, in denen er dabei war, nicht in den Griff bekommen.

Wie fällt Dein Saisonfazit aus?

Augie Johnston: Die Saison war definitiv erfolgreich. Zu Beginn mussten wir uns auf einen neuen Coach einstellen und hatten gerade einmal einen halben Kader zur Verfügung. Die ganze Liga dachte, dass wir niemals in die Playoffs kommen würden. Aber nicht nur das haben wir geschafft, sondern auch die Hauptrunde auf dem zweiten Platz abgeschlossen. Wir können stolz auf das Erreichte sein. Im Laufe der Saison haben wir unsere Ziele nach oben korrigiert. Wir alle wollten dieses dritte Spiel gegen Weißenhorn gewinnen, sollten aber nicht die Köpfe hängen lassen, weil es nicht geklappt hat.

Du verlässt den SC Rist nach zwei Jahren. Warum hast Du Dich dazu entschlossen und wie geht es für Dich weiter?

Augie Johnston: Meine Verlobte und ich haben die Zeit in Wedel sehr genossen. Ich habe entschieden, mich in Hinblick auf die nächste Saison nach einer neuen Aufgabe umzusehen, weil man sich als Basketball-Spieler auf dem höchstmöglichen Niveau beweisen und gegen die bestmöglichen Spieler antreten möchte. Ich werde hart dafür arbeiten, dieses Ziel zu erreichen, in der Pro A oder in einem anderen Land. Wedel ist ein großartiger Ort für jeden Spieler, und der SC Rist gehört für mich zu den herausragenden Clubs in Deutschland, wo Jugend, Basketball und die Stadt so gut zusammenarbeiten.

Wie sieht aus Deiner Sicht die Zukunft der 1. Herren aus? Haben der SC Rist und die Mannschaft das Potential, auch in den kommenden Jahren so erfolgreich abzuschneiden?

Augie Johnston: Ja. Das Team wird nächste Saison bestimmt erfolgreich sein. Einige Leistungsträger haben ihre Verträge bereits verlängert, gute Neuzugänge werden hinzukommen.

Was nimmst Du als Sportler und als Mensch aus den zwei Jahren in Wedel mit?

Augie Johnston: Ich finde, dass ich meine Führungsqualitäten weiterentwickelt habe. In der gerade beendeten Saison hat mich der Trainer dazu aufgefordert, noch mehr das Heft in die Hand zu nehmen und voranzugehen. Ich habe diesen Ratschlag, der im Nachhinein sehr hilfreich war, angenommen. Und ich habe hier viele Freundschaften geschlossen, die bestehen bleiben werden. Ich bin allen in Wedel sehr dankbar. Als Spieler bin ich inzwischen ein besserer Verteidiger, würde ich sagen. Ich habe unter zwei verschiedenen Trainern gespielt und von beiden gelernt.

Möchtest Du den Fans zum Abschied noch etwas mitteilen?

Augie Johnston: Danke, dass Ihr meine Verlobte Jocelyn und mich so gut aufgenommen habt! Die Fans und die Jugendarbeit mit seinen vielen Teams und Spielern sind ein ganz wichtiger Bestandteil des Clubs. Macht weiter so! Und ich möchte dem Management des SC Rist für alles danken. Ich wünsche Euch viel Erfolg in der nächsten Saison. RISTERS GO!

1. Herren: Keine Chance in Spiel drei

Zum Schluss war der Akku leer. Eine erfolgreiche Saison endete im Viertelfinale gegen Weißenhorn. Foto: Claus Bergmann

Die große Party fiel aus. Unmittelbar nach die Schlusssirene des dritten und entscheidenden Play-off-Viertelfinal-Duells der 2. Bundesliga Pro B zwischen den Basketballern des SC Rist und den Weißenhorn Youngstars in der Wedeler Steinberghalle machten sich helfende Hände daran, Ordnung zu schaffen. Tische und Stühle wurden gestapelt, Mischpult und Mikrofone ausgestöpselt, Plakate von den Wänden entfernt. Auch die Tribüne, auf der zuvor das Gros der 650 Zuschauer mit den Spielern im grün-gelben Trikot des Heimteams gehofft, gebangt und gelitten hatte, leerte sich schlagartig. Zuletzt erlosch auch die Beleuchtung der LED-Anzeige.

Bis zu diesem Zeitpunkt war dort in großen Ziffern gelb auf schwarz die Ursache der fehlenden Feierlaune abzulesen. Mit 53:68 (27:38) hatten die Wedeler den Vergleich mit dem Junior-Team des deutschen Basketball-Vizemeisters ratiopharm Ulm verloren und den Halbfinal-Einzug verpasst. Es wäre der größte Erfolg der jüngeren Vereinsgeschichte gewesen, nur vergleichbar mit dem Vordringen ins Halbfinale des DBB-Pokals 1988 sowie dem möglichen Bundesliga-Aufstieg 1987/88, auf den der Club dann aber aus wirtschaftlichen Gründen verzichtete.

Die Enttäuschung, den Coup verpasst zu haben, war sämtlichen Spielern des Heimteams anzumerken, allen voran den US-Amerikanern Harold August Johnston und Davey Hopkins. "Der Gegner hat einen Topjob in der Verteidigung gemacht", sagte Kapitän Johnston, der es auf für seine Verhältnise bescheidene neun Punkte brachte. Hopkins dagegen war zusammen mit Fabian Böke, der 13 Punkte und 16 Rebounds bilanzierte, effektivster Wedeler. Zu Beginn des dritten Viertels initiierte der 24 Jahre alte Kalifornier mit fünf Punkten in Folge fast allein eine Aufholjagd, auf die die Gäste aus Schwaben aber ebenso wie auf alle taktischen Manöver von Rist-Headcoach Sebastian Gleim die passende Antwort parat hatten.

Der 28 Jahre alte Wedeler Trainer, der das Team kurz vor Saisonbeginn übernommen und zwischenzeitlich an die Tabellenspitze der Pro B Nord geführt hatte, zeigte sich vor allem von der Unterstützung durch die Rist-Fans beeindruckt. "Kompliment an die Zuschauer, die uns in einem einseitigen Spiel unermüdlich angefeuert haben." Sein Team sei in der Schlussphase einer langen Saison an seine Grenzen gestoßen. "Die Akkus waren leer, es war einfach nicht mehr drin." Im fünften Play-off-Duell mit dem Kooperationspartner eines Bundesligisten in Folge hätten seine Spieler, die im Achtelfinale die Junior Skyliners Frankfurt ausgeschaltet hatten, nach dem 76:75 in Weißenhorn erneut ans Limit gehen müssen.

Dass Gästecoach Tim Lewis nur sieben Spieler mitgenommen hatte, darunter Kay Gausa, der im Sommer 2012 vom SC Rist nach Ulm gewechselt war, sorgte zu Spielbeginn am Steinberg für Optimismus. Ein übriges tat die frühe 8:2-Führung der zunächst selbstbewusst erscheinenden Wedeler. Doch der Blitzstart erwies sich als trügerisch. Die Weißenhorner verteidigten hart, gestatteten vor allem den Scharfschützen Johnston und Marvin Boadu keine freien Würfe und trafen hochprozentig aus der Ferndistanz.

Dem hatte die zunehmend gehemmt wirkende Heimmannschaft nichts Gleichwertiges entgegenzusetzen. Im Angriff wollte kaum etwas gelingen, selbst zweite und dritte Chancen nach Offensiv-Abprallern blieben ungenutzt. "Wir hätten uns cleverer anstellen müssen", sagte Fabian Böke. Wie seine Teamkameraden gratulierte der 2,08-Meter-Mann nach Spielende seinem ehemaligen Clubkameraden Kay Gausa, der nun als einziger Wedeler im Play-off-Halbfinale steht. "Wir hatten mit unserem kleinen Kader ohnehin nichts zu verlieren, und dann haben wir auch noch gut ins Spiel gefunden", sagte der 20 Jahre alte Flügelspieler. Wie schon nach Spiel eins der Serie, das Weißenhorn 74:66 gewann, war dem Neu-Ulmer nur ein kurzer Heimaturlaub vergönnt. Nach Übernachtung im Elternhaus ging es mit Teamkamerad Till-Joscha Jönke früh morgens per Bahn zum Bundesliga-Topspiel bei den Brose Baskets Bamberg.

Bei den Wedelern hingegen läuft schon jetzt die Planung für die kommenden Pro-B-Spielzeit an. Einige Personalien stehen fest. So wechselt U18-Nationalspieler Ismet Akpinar zum Bundesliga-Club ALBA Berlin, während Fabian Böke seinen Vertrag vorzeitig verlängert hat. 2013/14 ist erscheint weise eine weitere Steigerung möglich, nachdem der SC Rist in dieser Saison schon alle Erwartungen übertraf. Mut machte den Fans in der Halbzeitpause des dritten Play-off-Spiel Überraschungsgast Pascal Roller. Im Gespräch mit Moderator Arne Malsch plädierte der 36 Jahre alte ehemalige Nationalspieler für Hamburg als Bundesliga-Standort. "Es wird Zeit, dass sich in dieser Hinsicht etwas tut." Im bisherigen Konzept für ein Erstliga-Team in der Metropolregion ist für den SC Rist die Rolle des Juniorpartners und Talenteförderers vorgesehen.

Statistik: Viertel: 17:14, 10:24, 10:11, 16:19.
 
SC Rist (Punkte): Davey Hopkins (21), Fabian Böke (13), Harold August Johnston (9), Marvin Boadu (5), Paul Owusu (3), Ismet Akpinar (2), Tobias Lange , Jamo Ruppert, Kai Schlüter, Jonas Laatzen, Tim Parohl, Lennart Liebke.

Scouting...

1. Herren: Rister gewinnen nach Verlängerung - Entscheidungsspiel am Dienstag in Wedel

Paul Owusu räumte unter dem Korb auf. Foto: Claus Bergmann

Den Zweitliga-Basketballern des SC Rist ist in den Play-offs der Pro B ein eindrucksvolles Comeback gelungen. Nach dem 66:74 zum Auftakt der Best-of-three-Viertelfinalserie gegen den Süd-Dritten Weißenhorn Youngstars setzte sich der Vizemeister der Nordstaffel in Spiel zwei in Schwaben nach Verlängerung mit 76:75 (63:63, 29:33) durch und holte sich das Heimrecht zurück. Die Entscheidung über den Einzug ins Halbfinale fällt im dritten Duell am kommenden Dienstag, 9. April (Spielbeginn: 20 Uhr), in der Wedeler Steinberghalle. 

Ebenso glücklich wie seine erschöpften Spieler war nach 45 intensiven Minuten im schwäbischen Landkreis Neu-Ulm (Bayern) Rist-Headcoach Sebastian Gleim. "Ich habe nach der Auftaktniederlage vielen Leuten in Wedel versprochen, dass wir wiederkommen werden, und die Mannschaft hat es geschafft", sagte der 28-Jährige. Vor allem kämpferisch hätte sein Team in diesem Alles-oder-nichts-Spiel voll überzeugt. "Am Ende sind wir für unsere gute Moral belohnt worden."

Wie schon im ersten Spiel setzten die Weißenhorner um den Wedeler Kay Gausa, der im Sommer 2012 vom SC Rist zu Bundesligist ratiopharm Ulm wechselte und auch für dessen Farmteam Weißenhorn spielberechtigt ist, auf intensive Verteidigung. Die Spieler des englischen Coaches Tim  Lewis beschatteten vor allem die Wedeler US-Boys Harold August Johnston und Davey Hopkins hautnah. Das hatte aus Sicht von Sebastian Gleim aber auch Vorteile. "Dadurch ergaben sich immer wieder Freiräume für andere Spieler, zudem haben beide wieder sehr stark verteidigt."

Von der Weißenhorner Defensive kaum zu stoppen waren dagegen Fabian Böke und Marvin Boadu. Letzterer stand 42 Minuten lang auf dem Parkett, erzielte 14 Punkte und leistete fünfmal die Vorarbeit zu Korberfolgen. Böke dagegen steuerte 23 Zähler zur Korbausbeute der Gäste bei, seine acht Rebounds wurden nur von "Maskenmann" Paul Owusu übertroffen, der sich trotz doppelten Nasenbeinbruchs zwölf Abpraller griff. Böke war es auch, der die letzte Chance der Weißenhorner spektakulär vereitelte: Fast mit der Schlusssirene blockte Böke einen Wurf von Youngstars-Topscorer Brian Butler. Kurz vor Ende der regulären Spielzeit hätte Ismet Akpinar die Partie zugunsten der Wedeler entscheiden können, doch der Versuch des U18-Nationalspielers aus der Ferndistanz verfehlte sein Ziel.

Dem finalen Viertelfinal-Duell am Dienstag sieht Sebastian Gleim nun optimistisch entgegen. "Viele hatten uns nach Spiel eins schon abgeschrieben, aber wir sind zurückgekommen." Die vertraute Umgebung der Steinberghalle und die Unterstützung durch die Rist-Fans sollen ein übriges tun. "Wenn wir alle zusammenstehen, können die Play-offs für uns weitergehen", sagt Gleim.

Größter Nachteil für die Gäste dürfte die strapaziöse Anfahrt an einem Wochentag sein. Der Wedeler Kay Gausa hätte sich und seinem Team die zweite weite Reise gen Norden nur allzu gern erspart, doch dafür reichten die vier Punkte, sechs Rebounds und zwei Assists des 20 Jahre alten Flügelspielers binnen 30-minütiger  Einsatzzeit nicht.

Statistik: Viertel (aus Wedeler Sicht): 19:12, 10:21, 19:16, 15:14. Verlängerung: 13:12.

SC Rist (Punkte): Fabian Böke (23), Davey Hopkins (15), Marvin Boadu, Harold August Johnston (je 14), Paul Owusu (6), Ismet Akpinar (3), Tim Parohl (1), Marvin Adu, Tobias Lange, nicht eingesetzt: Kai Schlüter, Jonas Laatzen.

Scouting...

1. Herren: Niederlage zum Viertelfinalauftakt

Marvin Boadu im Duell mit Kay Gausa. Foto: Claus Bergmann

Der Vorfreude auf das Play-off-Viertelfinale der 2. Bundesliga Pro B und das Wiedersehen mit ihrem ehemaligen Vereinskameraden Kay Gausa folgte die kalte Dusche für die Basketballer  des SC Rist. Vor mehr als 600 Zuschauern in der Steinberghalle unterlag der Vizemeister der Nordstaffel dem Süd-Dritten Weißenhorn Youngstars im ersten Spiel der Best-of-three-Serie 66:74 (32:37) und braucht nun zwei Siege zum Weiterkommen.

Für Gausa, der im Sommer 2012 zu ratiopharm Ulm gewechselt war, geriet die Rückkehr an seine frühere Wirkungsstätte mit dem Junior-Team des deutschen Vizemeisters somit zum Triumph. Zu den ersten, die dem Wedeler zum Sieg gratulierten, gehörte sein älterer Bruder Erwin (SC Rist II).

Bei Gausas übrigen ehemaligen Mannschaftskameraden dagegen herrschte Tristesse. "Wenn man die Spielstatistik betrachtet, hätten wir gewinnen müssen, aber wir waren zu schlecht im Abschluss", sagte Power Forward Fabian Böke. Die Wedeler hatten das Rebound-Duell mit 45 zu 32 Abprallern deutlich gewonnen und auch besser aus der Nahdistanz getroffen, aber das reichte nicht gegen die hoch motivierten Gäste aus Schwaben.

"Das Spiel lief für uns von Anfang an schlecht, weil wir im Angriff nicht genug Entschlossenheit gezeigt haben", sagte ein ebenfalls enttäuschter Rist-Headcoach Sebastian Gleim, dessen Team schon nach vier Minuten 2:8 in Rückstand lag. Damit war die Taktik des englischen Gäste-Coaches Tim Lewis früh aufgegangen. "Er hat uns eingeschärft, dass wir nun dann eine Chance haben, wenn wir als Team auftreten und hart verteidigen", sagte Kay Gausa, der zur Ulmer Startfornmation gehörte, fast 31 Minuten auf dem Parkett stand und einmal aus der Ferndistanz traf. 

Auch seine Teamkameraden zeigten, was sie sich im gemeinsamen Training bei den Ulmer Bundesliga-Cracks abgeschaut hatten. Der athletische  Brian Butler erzielte acht seiner 19 Punkte per Dunking, ebenfalls zweistellig trafen Routinier Maksym Shtein (18) und der überragende Aufbauspieler Till-Joscha Jönke (24).

Beim SC Rist dagegen war Gleim mit der Leistung seiner Starting Five alles andere als zufrieden. Voll überzeugen konnten nur Böke und trotz eines doppelten Nasenbeinbruchs auch Paul Owusu, die auch die effektivsten Akteure im grün-gelben Trikot waren. Trotz aller Unzulänglichkeiten hätten die Wedeler die Partie fünf Minuten vor Schluss aber sogar noch drehen können. Nachdem Davey Hopkins auf 55:60 verkürzt hatte, scheiterte  kurz darauf Böke mit einem Ferndistanzwurf, im Gegenzug erhöhte Shtein per Dreier auf 63:55.

Trotz der Auftaktniederlage rechnet sich Sebastian Gleim in Spiel zwei der Serie am Sonnabend, 6. April (15 Uhr) in Weißenhorn durchaus noch Chancen auf den Ausgleich und damit auf ein Entscheidungspiel in der Woche darauf in Wedel aus. "Wir waren in dieser Saison in Auswärtsspielen fast immer Außenseiter, und diese Rolle hat uns gut gestanden."

Statistik: Viertel: 16:18, 16:19, 14:20, 20:17.

SC Rist (Punkte): Fabian Böke, Harold August Johnston (je 15), Paul Owusu, Davey Hopkins (je 10), Ismet Akpinar (8), Marvin Boadu (6), Marvin Adu (2), Kai Schlüter, Jonas Laatzen, Tim Parohl, Tobias Lange, nicht eingesetzt: Jamo Ruppert.

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1. Herren: Das Viertelfinale ist erreicht

Tobias Lange trug kräftig zum Einzug ins Viertelfinale bei. Foto: Bergmann

Knapp war es, aber es hat gereicht. Die Pro-B-Basketballer des SC Rist haben auch das zweite Spiel der Best-of-three-Serie gegen dieFrankfurt Skyliners Juniors gewonnen und stehen im Play-off-Viertelfinale. Dem 90:71 in der heimischen Steinberghalle ließen die Wedeler ein schwer erkämpftes 75:74 (39:34) am Main folgen. In der Runde der letzten Acht empfängt das Team von Headcoach Sebastian Gleim nun am Ostersonntag um 16 Uhr die Weißenhorn Youngstars, das Team von Kay Gausa.

Dieses Highlight und die dazwischenliegende spielfreie Woche musste sich der Vizemeister der Pro B Nord aber hart erkämpfen. "Die Frankfurter haben uns alles abverlangt, gut verteidigt und alles daran gesetzt, ein drittes Spiel zu erzwingen", sagte der gebürtige Hesse Gleim. Sein Team bekam es in der Heimat des Coaches mit einem bedeutend stärker besetzten Gegner als zum Auftakt der Serie zu tun. "Ich war aber trotzdem optimistisch, weil wir 40 Minuten lang um jeden Ball gekämpft haben", sagte Gleim.

Zunächst schienen die Wedeler vor 150 Zuschauern sogar einem leichten Erfolg entgegenzustreben, als sie nach einem erfolgreichen Drei-Punkte-Wurf von Fabian Böke zu Beginn des zweiten Viertels bereits 35:20 führten. Doch die vom ehemaligen Rist-Trainer Eric Detlev betreuten Frankfurter steigerten sich in der Verteidigung, verzeichneten Ballgewinne und kamen zu etlichen einfachen Körben, so dass der Vorsprung der Gäste bis zur Pause auf fünf Punkte schmolz.

Und es wurde noch enger für die Wedeler. In der 26. Minute führten die Frankfurter erstmals, fast zeitgleich zog sich Paul Owusu einen Nasenbeinbruch zu. Zwar biss der Zwei-Meter-Mann wie schon oft zuvor in dieser Saison auf die Zähne und hielt nach einer Behandlungspause bis Spielende durch, aber den doppelten Schock galt es erst einmal zu verdauen. Dass dies gelang, freute Gleim besonders. "Ich bin stolz auf die Mannschaft."

In der endlos lang erscheinenden Schlussminute der vor allem am Ende hoch dramatischen Partie sorgten ein Frankfurter Treffer aus der Ferndistanz zum 74:75 und zwei vergebene Freiwürfe von Davey Hopkins noch einmal für Spannung, ehe der letzte Angriffsversuch der Hessen fehlschlug. Hopkins war nach Gleims Auffassung Dreh- und Angelpunkt des Wedeler Spiel, dem allerdings Landsmann Augie Johnston und Aufbauspieler Marvin Boadu kaum nachstanden. Gehörigen Anteil am Play-off-Erfolg hätten zudem Marvin Adu, der sich keinen Fehlwurf leistete, und Tobias Lange gehabt, die beide von der Bank gekommen waren.

Das Treffen mit Verwandten, Jugendfreunden und ehemaligen Weggefährten fiel für Sebastian Gleim nach Spielende kürzer aus als geplant. "Es ging etwas hektisch zu in der Halle, schließlich mussten wir Paul noch ins Krankenhaus bringen." Ob Owusu im Viertelfinale gegen Weißenhorn wieder mit von der Partie sein kann, steht noch nicht fest - zuzutrauen wäre es ihm allemal.

Statistik: Viertel: 16:25, 18:14, 20:20, 20:16.

SC Rist (Punkte): Davey Hopkins (19), Harold August Johnston (18), Tobias Lange (11), Fabian Böke (10), Marvin Adu (8), Marvin Boadu (6), Ismet Akpinar (3), Tim Parohl, Paul Owusu, nicht eingesetzt: Jonas Laatzen, Kai Schlüter.

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Der geborene Coach

Sebastian Gleim. Fotos: Bergmann

Jung, dynamisch, erfolgreich: Die Zweitliga-Basketballer vom SC Rist Wedel sind die Überraschung der 2. Bundesliga ProB Nord. Wesentlich dafür verantwortlich ist der neue Trainer. 16 Siege, nur sieben Niederlagen, als Tabellenzweiter die Playoff-Teilnahme vorzeitig gesichert - nicht mal der kühnste Optimist hätte so eine Erfolgsgeschichte erwartet, vor allem nicht angesichts der turbulenten Vorbereitung, in der kurz vor Saisonstart der langjährige Trainer gefeuert wurde und nur ein Rumpfkader blieb.

"Was er geleistet hat, ist erstaunlich. Wir sind alle baff", sagt Team-Manager Andreas Bethke über Sebastian Gleim. Mit 28 Jahren ist der Senkrechtstarter nicht nur einer der jüngsten hauptamtlichen Trainer der ersten und zweiten Liga, sondern auch die zentrale Figur des Hamburger Vorstadtvereins, der gemessen an seinen Mitgliederzahlen zu den sechs größten deutschen Basketballklubs zählt. Der Jungtrainer erinnert sich noch sehr gut daran als ihm der Rister Vorstand im Thailand-Urlaub das Angebot für den Head Coach-Posten unterbreitete. Seine erste Reaktion: "Wie mache ich die anderen Jobs genauso gut wie vorher?" Die anderen Jobs - das sind die drei Aufgaben, die er bis heute weiterhin hauptverantwortlich ausübt: Trainer der zweiten Herren mit der er zuletzt zweimal Vizemeister wurde, Projektleiter des Wedel-Schulprojekts (allein 2011 traten 50 neue Mitglieder dem Verein bei) und Koordinator für die Nachwuchsarbeit des Vereins, die erst kürzlich von der "Jungen Liga" mit 25.000 Euro ausgezeichnet wurde. Und obendrein ist das Multitasking-Talent noch regelmäßig für die U16-Auswahl des Deutschen Basketball-Bunds im Einsatz - als Assistenztrainer, Athletiktrainer und Physiotherapeut in Personalunion.

Zwei Wochen nach dem Job-Angebot sagt Gleim zu. Die Bedenkzeit hatte er zum einen dazu genutzt um Tag und Nacht an der Zusammenstellung eines Kaders "mit Potential und Perspektive" zu feilen. Mit Erfolg: Mehrere im Berufsleben stehende Leistungsträger aus den Vorjahren, die unter seinem Vorgänger Özhan Gürel noch ihren Rücktritt erklärt hatten, gaben unter der neuen kompromissbereiteren Führung ihre Zusage für die neue Saison. Zum anderen organisierte er intern Verstärkung für seine anderen Aufgaben. Denn keinesfalls will der hochfokussierte Basketball-Workaholic den Eindruck einer One-Man-Show vermitteln, dafür ist der gebürtige Hesse viel zu bescheiden.

Schon als Teenie an der Seitenlinie Mit sieben Jahren warf er erste Körbe, mit 14 spielte er in der hessischen Oberliga, mit 17 fasste er den Entschluss, Trainer zu werden - Gleims Basketball-Vita zeigt, dass er schon früh seinen Weg gefunden hat. "Bereits als Schüler habe ich Teams aufgebaut und gecoacht. Meine Mutter hielt mich für verrückt, aber das Coach-Sein hatte ich irgendwie in mir." 2005 ging der gelernte Physiotherapeut als Jugendtrainer nach Bremerhaven, 2009 wechselte er zum SC Rist.

Gleims wichtigste Stütze in seinem Team aus Profis, Berufstätigen, Studenten und Schülern ist Augie Johnston (26). Der Top-Scorer aus Kalifornien ist bereits im zweiten Jahr beim SC Rist und wegen seiner tadellosen Einstellung insbesondere für die jüngeren Spieler ein Vorbild - und darum auch längst als Trainer in die Nachwuchsarbeit eingebunden. Respektprobleme oder gar Generationenkonflikte mit den älteren Spielern gab es nie.

"Natürlich musste ich mir mein Standing erarbeiten", sagt Senkrechtstarter Gleim, der sich viel mit der psychologischen Seite seines Jobs auseinandersetzt. "Als Trainer muss man vor allem inhaltlich überzeugen. Nach einem Spiel am Samstagabend sitze ich am Sonntagmorgen vor dem PC und analysiere den nächsten Gegner. Das spüren die Spieler." Die Weiterentwicklung von Strukturen und die Förderung von Talenten, aber auch die Möglichkeit seine Spieler abseits des Courts zu helfen und vielleicht sogar Persönlichkeiten zu prägen - "das sind ganz wichtige Gründe, warum ich Trainer geworden bin", sagt Gleim.

In seiner ersten Saison als Zweitligatrainer stellte er team-interne Kommunikationsregeln auf ("Ein Spieler kann mir alles sagen, wenn er mir dabei nur in die Augen schaut. Das ist ehrlich."), alle drei Wochen gibt es protokollierte Einzelgespräche mit jedem Spieler über "Ziele und Visionen". Wedels größtes Nachwuchstalent, den 17-jährigen Spielmacher Ismet Akpinar, machte er zum Co-Kapitän. "Unser Coach liebt es einfach, wenn sich Jugendspieler verbessern," sagt Akpinar über den Vertrauensbeweis.

Gleim ist eher der leise Typ. Im Training spricht der gebürtige Hesse mit ruhiger Stimme. Im Spiel schnauzt er die Schiedsrichter nicht an, das hält er für unsinnig. Ismet Akpinar, der nach der Saison zu Bundesligist Alba Berlin wechseln wird, erinnert sich nur an ein richtiges Donnerwetter - und das war noch während der Vorbereitung als ein Training so gar nicht nach dem Geschmack des Basketball-Workaholics lief. Sagt Gleim: "Wir haben es selbst in unserer Hand, ob wir Platz 1 oder 7 belegen. Es hängt nur davon ab, wie ernst wir jedes Spiel und jedes Training nehmen. Davon bin ich fest überzeugt. Meine Einstellung ist: Alles ist möglich." Diese Mentalität hat er vor allem von seinem Mentor Harald Stein, einem ehemaligen Nationalspieler, mit auf den Weg bekommen. Beide kennen sich aus Hessener Zeiten Anfang der 90er Jahre als der Jungspund den alten Haudegen in Sporthallen auflauerte, um ihn mit Fragen zur Talentförderung zu löchern.

Inzwischen ist Stein Cheftrainer der U16-Auswahl vom Deutschen Basketball-Bund und Gleim gehört seit vier Jahren zu seinem Stab. Er schätzt die internationalen Erfahrungen, vor allem den privaten Meinungsaustausch mit älteren Coaches aus Spanien, Litauen oder Kroatien. "Sebastian hat schon sehr früh seine eigene Herangehensweise gefunden", glaubt Stein. "Er spart sich die emotionalen Ansprachen für die wichtigen Momente."

Das erste Playoff-Spiel gegen die zweite Mannschaft der Frankfurt Skyliners gewannen die Wedeler in der Steinberghalle mit 90:71. Aber der Aufstieg steht dennoch nicht ganz oben auf Gleims Agenda, dafür fehlen dem Klub derzeit eh die finanziellen Mittel und eine geeignete Halle. Ihm geht es in erster Linie um den Nachwuchs, "unser größter Schatz" - nichts wünscht er sich dringender als einen weiteren hauptamtlichen Jugendtrainer. Ganz der Vereinsphilosophie würde es daher entsprechen, wenn der Wedeler Nachwuchs als "Farmteam" das Fundament für eine mögliche Bundesligamannschaft in Hamburg bilden würde - wenn sie denn kommt. Derzeit versuchen eine Investoren um Ex-Nationalspieler Pascal Roller eine Wildcard von der BBL zu ergattern. Die "Hamburg Towers", so der Titel des Retorten-Teams, würden ihre Heimspiele in einer umfunktionierten Blumenhalle (ein Überbleibsel der Gartenschau 2013) im Stadtteil Wilhelmsburg austragen: Hamburg bekäme nach elf Jahren wieder eine Erstligamannschaft - und Gleim könnte dann vielleicht die eine oder andere selbst gezogene Pflanze als Bundesligaprofi vor seiner Haustür spielen sehen.

Text: Mike Liem
Eine gekürzte Version dieses Artikels erschien in der taz Nord am 18. März 2013

1. Herren: Erfolgreicher Playoff-Auftakt

Nicht zu stoppen: Augie Johnston setzt sich gegen Frankfurts Nikolaj Vukovic durch. Foto: Bergmann

Es könnte noch eine lange Saison in der 2. Basketball-Bundesliga Pro B werden für die Herren des SC Rist. Nach einer starken regulären Hauptrunde, die das Team von Headcoach Sebastian Gleim als Tabellenzweiter der Nordstaffel beendete, starteten die Wedeler nun furios ins Play-off-Achtelfinale, gewannen den ersten Vergleich mit dem Süd-Siebten Frankfurt Skyliners II vor 650 Zuschauern in der heimischen Steinberghalle 90:71 (40:35) und können nun schon am kommenden Sonnabend, 23. März (16 Uhr), in Hessen im zweiten Spiel die Best-of-three-Serie vorzeitig für sich entscheiden.

In der Anfangsphase der Partie war allerdings dem Heimteam die Last der Favoritenbürde deutlich anzumerken. "Zu Beginn waren wir zu nervös, etwas zu unentschlossen in der Verteidigung", sagte Gleim. Das nutzte vor allem Frankfurts US-Amerikaner Taylor Brown, den die Wedeler zunächst nicht in den Griff bekamen, dazu kamen Foulprobleme bei einigen Rist-Akteuren.

Peu à peu aber fanden die favorisierten Gastgeber zur gewohnten Souveränität zurück, vor allem in Person von Kapitän Harold August Johnston. Der überragende Kalifornier brachte es auf 35 Punkte, leistete sich dabei keinen einzigen Fehlwurf aus der Nah- und Mitteldistanz, traf fünfmal von jenseits der Dreierlinie, verwandelte sechs von acht Freiwürfen, leistete siebenmal die Vorarbeit zu Korberfolgen und beschattete zudem noch Frankfurts Spielmacher Falko Theilig. Dazu kamen die Übersicht von Rist-Aufbauspieler Marvin Boadu und die Dynamik von Davey Hopkins. Der sprunggewaltige zweite US-Boy im Wedeler Team ließ es zu Beginn der Partie gleich zweimal per Dunking krachen, räumte anschließend aber trotzdem ein, zunächst unter Nervosität gelitten zu haben. "Zu Beginn einer solchen Play-off-Serie bist du immer ein bisschen unsicher und ängstlich."
Mit viel Beifall wurden indes nicht nur Johnston und Hopkins bei ihrer Auswechselung eineinhalb Minuten vor Spielende, sondern auch alle übrigen Spieler in Grün und Gelb nach Ertönen der Schlusssirene von den Fans gefeiert. Einmal mehr hätten alle ihren Teil zum Erfolg beigetragen, sagte Gleim, Youngster Lennart Liebke in fast achtminütiger Einsatzzeit ebenso wie Kai Schlüter, der nach seiner Einwechselung zwei Dreier versenkte.

Trotz der Niederlage war Gästecoach Eric Detlev, 37, vor einigen Jahren auch für den SC Rist als Trainer tätig, an ehemaliger Wirkungsstätte mit der Leistung seines Teams nicht unzufrieden. "Wir hatten unser Saisonziel schon mit der Qualifikation für die Play-offs erreicht." Ein lediglich achtköpfiges Aufgebot, in dem etliche Jugend- und Nachwuchsbundesliga-Akteure fehlten, hätte dann aber nicht gereicht, um den Wedelern über 40 Minuten Paroli bieten zu können. Für den Frankfurter Power Forward Maximilian Heyne war die Partie vorzeitig beendet. Der 20-Jährige zog sich einen Cut im Gesicht zu, konnte im Wedeler Krankenhaus nicht erstversorgt werden und musste die Wunde daher in Rissen nähen lassen.

Sollten die Wedeler schon am kommenden Sonnabend oder spätestens am Dienstag darauf den Viertelfinaleinzug perfekt machen, hieße der Gegner SUM Baskets Braunschweig oder Weißenhorn Youngstars mit Kay Gausa. Ob es für den SC Rist gegen den Staffelrivalen aus Niedersachsen oder gegen das Farmteam von Bundesligist ratiopharm Ulm geht, interessiert Sebastian Gleim zurzeit noch nicht. "Wir konzentrieren uns erst einmal voll auf Frankfurt."

Statistik: Viertel: 17:18, 23:17, 23:13, 27:23.
SC Rist (Punkte): Harold August Johnston (35), Marvin Boadu (16), Davey Hopkins (12), Fabian Böke, Kai Schlüter (je 8), Paul Owusu (6), Tim Parohl, Tobias Lange (je 2), Marvin Adu (1), Lennart Liebke, Jonas Laatzen.

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1. Herren: Niederlage in Hannover, in den Playoffs gegen Frankfurt

Die Rister sind heiß auf Frankfurt. Foto: Claus Bergmann

Die Zweitliga-Basketballer des SC Rist haben ihr letztes Hauptrundenspiel in der Pro B Nord verloren. Die Mannschaft von Headcoach Sebastian Gleim unterlag bei den UBC Hannover Tigers 60:88 (37:40). Das Resultat ändert aber nichts daran, dass die Wedeler die reguläre Saison als Tabellenzweiter (30 Punkte) beenden und am kommenden Wochenende mit einem Heimspiel in der Steinberghalle gegen den Siebten der Pro B Süd, die zweite Mannschaft der Frankfurt Skyliners, aus aussichtsreicher Position ins Playoff-Achtelfinale starten.

"Wir haben unser Hauptziel in Hannover erreicht, es hat sich kein Spieler verletzt", sagte Gleim, der die Jugendnationalspieler Ismet Akpinar und Jamo Ruppert für einen Einsatz im Nachwuchs-Bundesligateam der Piraten Hamburg schonte. Die übrigen Wedeler starteten vor über 600 Zuschauern gut in die Partie, fielen aber im dritten Viertel deutlich zurück und konnten später nicht mehr nennenswert verkürzen. "Die Tigers haben sich gut präsentiert, während bei uns der Fokus schon auf die Playoffs gerichtet war", sagte Gleim. Den Gang in die Abstiegsrunde müssen dagegen die Hannoveraner antreten, treffen dort auf den TSV Breitengüßbach.

Alles in allem ist Sebastian Gleim "stolz und zufrieden" mit dem bisherigen Saisonverlauf, in dem seine Mannschaft alle Erwartungen übertroffen habe.

"Wir haben gezeigt, dass wir konstant gute Leistungen erbringen können und uns auch durch Rückschläge wie Niederlagen und verletzungsbedingte Ausfälle nicht verunsichern lassen." In den Playoffs gelte es sich nun aber weiter zu steigern und sich auf eine neue Situation einzustellen. "Nach der langen Saison folgt nun eine kürzere Serie, in der viel von der Tagesform der Mannschaften abhängen wird", sagt Gleim. Von großem Wert sei es da, dass die Wedeler zum Auftakt und im entscheidenden dritten Spiel der Best-of-three-Serie Heimrecht genießen. "Diesen Vorteil wollen wir nutzen." 

Statistik: Viertel (aus Wedeler Sicht): 23:22, 14:18, 9:27, 14:21.

SC Rist (Punkte): Fabian Böke, Harold August Johnston (je 14), Davey Hopkins (13), Paul Owusu (7), Marvin Boadu (6), Jonas Laatzen (3), Tobias Lange (2), Tim Parohl (1), Marvin Adu, Kai Schlüter.

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1. Herren: Rister ringen Löwen nieder

Applaus! Fabian Böke spielte gegen Herten groß auf. Foto: Bergmann

Zweite Basketball-Bundesliga und Jugendtag des SC Rist - das passte auch bei der vierten Auflage des Events in der Wedeler Steinberghalle zusammen. Vor der Saison-Rekordkulisse von knapp 700 Besuchern präsentierten sich alle 25 Nachwuchsmannschaften des Clubs. Zudem hatten die Mädchen und Jungen mit ihrer leidenschaftlichen Unterstützung großen Anteil daran, dass die Pro-B-Herrenmannschaft des SC Rist ihr letztes Hauptrunden-Heimspiel der Nordstaffel gegen Verfolger Hertener Löwen 76:74 (36:48) gewannen und sich mit nun 30 Platz zwei in der Abschlusstabelle und das Heimrecht in den entscheidenden Playoff-Spielen sicherten.
 
So hart erkämpft wie der 15. Sieg war aber kaum ein Sieg zuvor in dieser Saison für die Wedeler, die mit Ausnahme der Anfangsminuten permanent Rückständen hinterherliefen, ehe Marvin Boadu zwei Sekunden vor der Schlusssirene per Korbleger zum Endstand traf. "Die Hertener waren sehr gut auf uns eingestellt," sagte Rist-Headcoach Sebastian Gleim. Leidtragende waren über weite Strecken der Partie vor allem die beiden US-Amerikaner des SC Rist. Augie Johnston und Davey Hopkins kamen deutlich seltener zum Abschluss als beim vorangegangenen 128:115 über Citybasket Recklinghausen.
 
Entmutigen ließ sich die Heimmannschaft dadurch aber ebenso wenig wie durch einen Hertener 8:0-Lauf zum 36:48 kurz vor der Halbzeitpause, nachdem die Wedeler selbst kurz zuvor neun Punkte aufgeholt hatten, oder die frühe Foulbelastung der starken Fabian Böke und Paul Owusu. Entscheidend dafür war nach Sebastian Gleims Auffassung die mentale Stärke seines Teams. "Wir haben bis zum Ende an den Sieg geglaubt."
 
Neue Nahrung erhielt die Zuversicht des Heimteams, als die Erfolgsquote der Westdeutschen aus dem Feld nach dem Seitenwechsel sukzessive sank. Die Wedeler ließen kaum noch freie Würfe zu, in der gesamten zweiten Halbzeit gelangen den zuvor so treffsicheren Gästen aus dem Ruhrgebiet nur noch ebenso viele Punkte wie im Auftaktviertel. Trotzdem lagen die Rist-Basketballer zu Beginn des Schlussabschnitts immer noch 14 Punkte zurück, ehe sie die Partie mit unbändigem Willen und viel Leidenschaft drehten. "Wir haben in der zweiten Halbzeit überragend verteidigt, am Ende war unser Herz größer als die Summe unserer Fehler", sagte Sebastian Gleim.
 
Beeindruckend wie der Kampfgeist der Wedeler, die am kommenden Sonnabend zum letztes Hauptrundenspiel bei den UBC Tigers Hannover gastieren, war auch der Betrag, der im Laufe des Jugendtages für Patienten der Kinderkrebsstation im Universitätsklinikum Eppendorf zusammenkam. Alle 1700 Tombola-Lose, die der frühere deutsche Nationalspieler Jens Kujawa und seine Mitstreiter von Basketball-Aid zum Stückpreis von einem Euro anboten, fanden Abnehmer. "Das ist ein Riesen-Spendenaufkommen und neuer Rekord", sagte der Basketball-Europameister von 1993.
 
Statistik: Viertel: 17:22, 19:26, 14:15, 26:11.

SC Rist (Punkte): Fabian Böke (24), Harold August Johnston (16), Marvin Boadu (12), Paul Owusu (8), Tobias Lange (5), Tim Parohl (4), Ismet Akpinar (3), Davey Hopkins, Marvin Adu (je 2), Jonas Laatzen.

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1. Herren: Offensivspektakel am Steinberg

Augie Johnston feuerte aus allen Rohren und traf mit hoher Quote. Foto: Quast

Als die Schlusssirene in der Wedeler Steinberghalle ertönte, dürfte sich mancher Zuschauer beim Blick auf die neue LED-Wand verwundert die Augen gerieben haben. 128 Punkte für die Zweitliga-Basketballer des SC Rist und 115 für die Gäste von Citybasket Recklinghausen waren dort nach dem packenden Duell zweier Spitzenteams der Pro B Nord ausgewiesen. Solche Resultate gibt es ohne vorangegangene Verlängerung sonst fast nur in der US-Profiliga NBA, aber dort wird pro Viertel auch zwölf statt zehn Minuten gespielt.

Angesichts der beiderseits hohen Trefferquote, insbesondere von jenseits der Drei-Punkte-Linie, gab es nach dem Offensivspektakel in Wedel auch kaum unzufriedene Reaktionen. Die Anhänger des Heimteams (Tabellenzweiter/28 Punkte) unter den 650 Zuschauern feierten ihre Mannschaft mit Applaus und Sprechchören, während Rist-Headcoach Sebastian Gleim von einem ganz besonderen Spiel sprach. "Wir haben zuletzt gegen die SUM Baskets Braunschweig sehr schlecht gespielt und uns heute dafür rehabilitiert." Ebenfalls optimistisch gab sich Gästetrainer Georg Kleine, dessen Team (Fünfter/20) alles gegeben hatte und noch einen Sieg für den Playoff-Start benötigt, den die Wedeler längst sicher haben.

So waren die einzigen Verlierer diejenigen, die sich die rekordverdächtige Partie hatten entgehen lassen. Dass beide Kontrahenten dreistellig punkten würden, zeichnete sich bereits zur Halbzeit (72:47 für den SC Rist) ab. Die Wedeler versenkten in diesen 20 Minuten elf von 15 Wurfversuchen aus der Ferndistanz, allein dreimal war Jonas Laatzen erfolgreich. Ein Wettschießen lieferten sich die US-Boys Harold August Johnston (40 Punkte) im grün-gelben Trikot des Heimteams und Recklinghausens Robert Franklin, der das Duell mit 41 Zählern knapp für sich entschied. Doch selbst das tat Sebastian Gleims Zufriedenheit keinen Abbruch. "Er hat nicht zum ersten Mal in dieser Saison 40 Punkte oder mehr erzielt." Verhindern sollte dies zwar Wedels Paul Owusu als Gegenspieler, geriet dabei aber schnell in Foulprobleme. "Dass Paul sich schon sehr früh sein zweites Foul abgeholt hat, hat uns sehr weh getan", sagte Gleim.

Ungewiss war beim SC Rist bis kurz vor Beginn der Partie zudem, wer den Spielmacherposition übernehmen sollte. U18-Nationalspieler Ismet Akpinar, der wie berichtet im Sommer zu Bundesligist ALBA Berlin wechselt, fehlte aufgrund seiner Teilnahme am Nike International Junior Tournament in Belgrad, und Marvin Boadu drohte aufgrund eines viralen Infekts auszufallen. Nach Einlieferung ins Krankenhaus sank das Fieber des gebürtigen Reinbekers aber bis kurz vor Spielbeginn auf Normaltemperatur. "Einen Tag früher wäre an einen Einsatz nicht zu denken gewesen", sagte Boadu, der gegen Recklinghausen mehr als 30 Minuten mitwirkte und es wie Johnston, dessen Landsmann Davey Hopkins und Fabian Böke auf eine zweistellige Punktezahl brachte. Für den absoluten Notfall hatte Gleim Routinier Florian Moysich reaktiviert, der seit Jahreswechsel auf eigenen Wunsch nicht mehr zum Pro-B-Kader zählt.

Vor allem angesichts der variablen Spielweise seines Teams gegen Recklinghausen sieht der Rist-Headcoach sein Team für die beiden letzten Pro-B-Punktspiele der Saison gerüstet. "Wir mussten zwar einige zu leichte Körbe hinnehmen, hatten aber immer die richtige Antwort parat." Am kommenden Sonnabend um 19 Uhr erwarten die Wedeler am Steinberg die Hertener Löwen (Dritter/24) zum Endspiel um Platz zwei der Abschlusstabelle. In der Hinrunde brachten die Westdeutschen dem SC Rist mit 100:63 die höchste Saisonniederlage bei.

Statistik: Viertel: 31:22, 41:25, 22:35, 34:33
 
SC Rist (Punkte): Harold August Johnston (40), Davey Hopkins (24), Fabian Böke (19), Marvin Boadu (16), Tim Parohl, Jonas Laatzen (je 9), Tobias Lange (4), Kai Schlüter (3), Marvin Adu, Paul Owusu (je 2), Florian Moysich.

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1. Herren: Zurück in der Erfolgsspur

Tobias Lange erzielte neun Punkte in Schwelm. Foto: Claus Quast

Die Reise ins Ruhrgebiet hat sich die 1. Herren gelohnt. Nach zuvor drei Niederlagen in Folge in der 2. Bundesliga Pro B gewannen die Wedeler das Spitzenspiel bei Tabellenführer Schwelmer Baskets nach Verlängerung 90:86 (74:74, 28:37). Damit verdarben die Gäste, die mit nun 26 Punkten Platz zwei von den Hertener Löwen (98:97 gegen Citybasket Recklinghausen) zurückeroberten, nicht nur dem Favoriten die vorgezogene Feier der Staffelmeisterschaft vor 600 Zuschauern. Vielmehr startet das Team von Headcoach Sebastian Gleim in knapp vier Wochen fast sicher als einer der vier besten Nord-Clubs in die Playoffs, das Heimrecht im ersten und entscheidenden dritten Spiel der Best-of-three-Serie gegen ein Süd-Team inklusive.

Sebastian Gleim, der im Vorfeld der Partie eine Reaktion auf die indiskutable Leistung beim 62:78 gegen die SUM Baskets Braunschweig angemahnt hatte, war entsprechend zufrieden. "Die Mannschaft hat eine tolle Reaktion und viel Herz gezeigt, vor allem in der knappen Endphase." Zunächst allerdings seien die Wedeler von der großen Kulisse in der Schwelmer Halle beeindruckt gewesen. Gleim: "Es war sehr laut, doch dann hat sich doch ein tolles Duell entwickelt." Vor allem in der Verlängerung hätte sein Team clever gespielt.

Zunächst hatten allerdings die Schwelmer das Geschehen auf dem Parkett diktiert. Vor allem der US-Amerikaner Julius Coles, treffsicherster Akteur der gesamten Pro B Nord, war schwer zu stoppen. Ohnehin hatte Gleim nicht den Eindruck, dass der favorisierte Gegner schon Kräfte für die Playoffs sparte. "Schwelm ist eine erfahrene Mannschaft von hoher Qualität, die mit viel Energie gespielt hat und unbedingt gewinnen wollte."

Doch das reichte nicht gegen ein Wedeler Team, das sich in dieser Partie noch höhere Ziele gesteckt hatte und alles dafür tat, den schwachen Eindruck vom Heimspiel gegen Braunschweig zu verwischen. So gewannen die Gäste diesmal das Rebound-Duell mit 39:28 klar, holten unter dem eigenen Korb mehr Abpraller (31) als die Heimmannschaft insgesamt (28). Zudem gelang es den Wedelern, mit einer starken Teamleistung und großer Willenskraft die individuellen Stärken von Julius Coles, (32 Punkte), Andreas Kronhardt und Sebastian Schröter (je 16) zu kompensieren. Rist-Aufbauspieler Marvin Boadu war schon im ersten Viertel beim Rebound umgeknickt, wirkte aber trotzdem über 30 Minuten lang mit, Paul Owusu spielte trotz Magen-Darm-Problemen, und Tobias Lange trumpfte unter dem Korb auf. "Er ist von der Bank gekommen und hat seine Sache gut gemacht", lobte Gleim den 2,08 Meter großen Center. Seine Qualitäten zeigte einmal das mehr das US-Duo Augie Johnston und Davey Hopkins mit zusammen 42 Punkten.

Phasenweise fühlte sich der Wedeler Coach an ein Schwelm-Gastspiel am Ende der regulären Saison 2010/11 erinnert, das er als Co-Trainer miterlebte. "Damals gab es sogar drei Verlängerungen, ehe unser Sieg feststand", sagte der 28-Jährige. Reichte das 126:122 den Wedelern seinerzeit aber nicht, den Gang in die Playdowns abzuwenden, dürfte der jüngste Erfolg der Garant für die fast perfekte Playoff-Ausgangsposition gewesen sein, zumal Konkurrent Oldenburger TB (Vierter/20 Punkte) in Wulfen verlor. Letzte Restzweifel beseitigen können die Rist-Herren am kommenden Sonnabend (19 Uhr, Steinberghalle) mit einem Heimsieg über Verfolger Citybasket Recklinghausen.
 
Statistik: Viertel (aus Wedeler Sicht): 18:11, 19:17, 16:22, 21:24, Verlängerung: 16:12.
 
SC Rist (Punkte): Harold August Johnston (21), Davey Hopkins (20), Fabian Böke (15), Marvin Boadu (13), Tobias Lange (9), Paul Owusu (7), Ismet Akpinar (3), Tim Parohl (2), Marvin Adu, nicht eingesetzt: Jonas Laatzen, Jamo Ruppert.

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1. Herren: Enttäuschende Leistung gegen Braunschweig

Augie Johnston und der SC Rist sahen gegen Braunschweig kein Land. Foto: Quast

Das Endergebnis war deutlich. Mit 62:78 unterlagen die Herren des SC Rist den SUM Baskets Braunschweig und mussten damit ihre dritte Niederlage in Folge hinnehmen.

Die Gäste aus Niedersachsen, noch längst nicht für die Playoffs nach Ende der regulären Saison qualifiziert, hatten der Heimmannschaft 40 Minuten lang die Grenzen aufgezeigt. In höchste Gefahr gerät dadurch auch das Vorhaben der Wedeler (24 Punkte), die zuvor drei Auswärtsspiele in Folge bestritten, sich frühzeitig einen Platz unter den ersten vier der Abschlusstabelle und damit den Heimvorteil in der Aufstiegsrunde zu sichern.

Ernüchtert wirkten angesichts der soeben verpassten großen Chance, ein weiteres Etappenziel vorzeitig zu erreichen, nicht nur die Zuschauer und die Spieler in den grün-gelben Trikots, sondern vor allem Rist-Headcoach Sebastian Gleim. "Dieser emotionslose Auftritt war einfach nur enttäuschend, schon die Körpersprache hat nicht gestimmt, wir haben eine Null-Leistung erbracht", sagte der 28 Jahre alte Trainer.

An Selbstkritik sparten auch seine Spieler nicht. Schon die Blicke der beiden US-Amerikaner Harold August Johnston und Davey Hopkins, die nach Spielende fluchtartig und wortlos die Halle verließen, sprachen Bände. Klartext redete dafür Fabian Böke. "Das war heute gar nichts", sagte der Power Forward, obwohl gerade er sich noch am energischsten gegen den Rückschlag im Kampf um die optimale Playoff-Ausgangslage gewehrt hatte. 16 Punkte, sechs Rebounds, vier geblockte gegnerische Würfe, eine Korbvorbereitung und den höchsten Effektivitätswert aller Wedeler Akteure wies seine persönliche Bilanz aus. Das reichte aber ebenso wenig, den Rhythmus der selbstbewussten und zu allem entschlossenen Gäste zu stören wie insgesamt 22 Punkte der beiden US-Boys.

Die Braunschweiger nämlich hatten in ihrem Spiel der letzten Playoff-Chance mehr zu bieten als die Wedeler, die nach Auffassung ihres frustrierten Trainers noch deutlich höher hätten verlieren können. Insbesondere den US-Amerikaner Steven Bennett bekamen die Rister nicht in den Griff. Der nur 1,70 Meter große Aufbauspieler, seit Mitte Dezember in Diensten der Niedersachsen und zuvor bei einem Club auf der Mittelmeer-Insel Zypern aktiv, lenkte das Spiel der Gäste und erzielte 28 Punkte, auf kaum weniger brachte es Teamkamerad Howard Sant-Roos (20). Als sich der Kubaner im dritten Viertel sein viertes persönliches Foul abholte und daraufhin vorsorglich ausgewechselt wurde, kam bei den Wedeler Anhängern kurz Hoffnung auf eine Wende im Spiel auf, die sich aber an einem Abend, an dem den Rist-Basketballern fast nichts gelang, schnell wieder zerschlug.

In den vier Begegnungen der regulären Punktrunde in der Pro B Nord warten nun schwere Aufgaben auf die Wedeler. Am kommenden Sonnabend gastiert das Team von Sebastian Gleim um 19.30 Uhr beim Spitzenreiter Schwelmer Baskets. Anschließend geht es zu Hause gegen die Verfolger Citybasket Recklinghusen (Sonnabend, 23. Februar) und Hertener Löwen (Sonnabend, 2. März, jeweils 19 Uhr), gefolgt vom abschließenden Gastspiel bei den UBC Hannover Tigers am 9. März um 19.30 Uhr. Den Erfolgsdruck, der dann auf ihnen lastet, hätten sich die Rist-Basketballer mit einem Heimsieg über die Braunschweiger ersparen können.

Statistik: Viertel: 9:19, 23:22, 16:23, 14:14.

SC Rist (Punkte); Fabian Böke (16), Marvin Boadu, Harold August Johnston (je 12), Davey Hopkins (10), Ismet Akpinar (5), Marvin Adu (4), Paul Owusu (3), Jamo Ruppert, Tim Parohl, Tobias Lange, Jonas Laatzen.

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1. Herren: K.O. in der letzten Sekunde

Die 1. Herren haben ihre Serie von drei Auswärtsspielen in Folge in der 2. Bundesliga Pro B Nord mit einer negativen Bilanz abgeschlossen. In einer engen Partie unterlagen die Wedeler in letzter Sekunde beim BSV Wulfen 73:75 (35:37) und verloren nach dem vorangegangenen 69:75 in Wolfenbüttel erstmals in dieser Saison zwei Spiele in Folge. Gleichwohl bleibt das Team von Headcoach Sebastian Gleim (24 Punkte) Tabellenzweiter, weil die Hertener Löwen im Topspiel gegen Spitzenreiter Schwelmer Baskets mit 70:74 den kürzeren zogen.

Gerade deshalb aber sprach Gleim von einer verpassten Chance: "Wir hätten unseren Vorsprung auf die Verfolger ausbauen können." Darauf hatte im gewonnenen Startviertel einiges hingedeutet, und auch im weiteren Spielverlauf zeigten die Wedeler nach Auffassung ihres Trainers Qualität, obwohl Verletzungen und Krankheit unter der Woche die Reihen im Training gelichtet hatten. An Wille und Einsatzbereitschaft fehlte es den Gästen im Münsterland denn auch nicht. "Wir haben kämpferisch alles gegeben, aber auch zu viele Fehler produziert", sagte Gleim.

So verloren die Wedeler eine intensives Duell gegen ein Team, das verbissen um die Play-off-Teilnahme kämpft, obwohl sie sowohl aus dem Feld als auch von der Freiwurflinie prozentual besser trafen als die Heimmannschaft. Zudem gelang es den Gästen, die besten Wulfener Scorer unter ihrem üblichen Punkteschnitt zu halten. Zu den Schwächen der Rist-Herren gehörte dagegen der Offensiv-Rebound. "14 Abpraller für Wulfen waren eindeutig zu viel", sagte Gleim.

Letztlich waren nach Auffassung des Wedeler Coaches nur einige taktische Kleinigkeiten ausschlaggebend dafür, dass sein Team trotz einer guten Leistung keine Punkte geholt hatte. Hoffnung, schon am kommenden Sonnabend im Heimspiel gegen Braunschweig (19 Uhr) zurück in die Erfolgsspur zu finden, machten die starke Leistung von Marvin Boadu, der nach krankheitsbedingter Pause gleich wieder effektivster Spieler war, die Treffsicherheit von Kapitän Augie Johnston und Fabian Böke sowie das Comeback von Paul Owusu, den zuletzt Adduktorenbeschwerden zum Pausieren zwangen. "Wir freuen wir uns jetzt darauf, endlich wieder zu Hause spielen zu dürfen", sagt Sebastian Gleim.     

Statistik: Viertel: 18:23, 19:12, 21:20, 17:18.

SC Rist (Punkte): Harold August Johnston (20), Marvin Boadu (17), Fabian Böke (14), Davey Hopkins (10), Paul Owusu (8), Ismet Akpinar (3), Marvin Adu (1), Kai Schlüter, Tobias Lange, Jonas Laatzen.

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1. Herren: Niederlage in Wolfenbüttel

Weg versperrt: Augie Johnston und die 1. Herren ließen die Punkte in Wolfenbüttel. Foto: Quast

Die 1. Herren haben ihre vierte Saisonniederlage in der Pro B Nord kassiert. Die Mannschaft von Headcoach Sebastian Gleim verlor ihre Auswärtspartie bei den Herzögen Wolfenbüttel 69:75 (29:41).

In Niedersachsen machte in einer Partie, für die beide Teams nur jeweils neun Spieler hatten aufbieten können, der US-Amerikaner Travis Clark auf Seiten der Herzöge den Unterschied. Der Center spielte fast durch und war kaum zu stoppen. 27 Punkte standen am Ende der Partie für den effektivsten Wolfenbüttler zu Buche, der zudem zwölf Rebounds holte und damit effektivster Akteur auf dem Parkett der Lindenhalle war.

Ihren Pausenrückstand versuchten die Rister nach dem Seitenwechsel mit aller Macht aufzuholen. Ebenso wie Clark ein Double-double verbuchte Wedels Power Forward Fabian Böke (zehn Punkte/elf Rebounds), Augie Johnston, und U18-Nationalspieler Ismet Akpinar trafen zusammen achtmal aus der Ferndistanz. Am kommenden Sonnabend bestreiten die Wedeler um 20 Uhr bei den BSV Wulfen bereits ihr drittes Auswärtsspiel in Folge.  

Statistik: Viertel (aus Wedeler Sicht): 15:16, 14:25, 19:18, 21:16.

SC Rist (Punkte): Augie Johnston (20), Davey Hopkins (18), Ismet Akpinar (17), Fabian Böke (10), Jamo Ruppert, Marvin Adu (je 2), Tim Parohl, Tobias Lange, Jonas Laatzen.

Herzöge (Punkte): Travis Clark (27), Dennis Nawrocki (13), Frank Theis (10), Florian Börster (9), Demetrius Ward, Henje Knopke (je 6), William Lamonte Thomas (4), Marius Pöschel, Mertcan Cantürk.

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1. Herren: Rister erkämpfen Sieg in Dorsten

Keiner erzielte mehr Punkte in Dorsten als Fabian Böke. Foto: Claus Quast

Wer gemutmaßt hatte, dass es die Basketballer des SC Rist nach perfekter Qualifikation für die Aufstiegs-Play-offs in der 2. Bundesliga Pro B ruhiger angehen lassen würden, wurde durch das 77:74 (25:36) bei der BG Dorsten eines Besseren gelehrt. Die Wedeler geben weiter Gas, siegten im Münsterland trotz eines Sieben-Punkte Rückstands zwei Minuten vor der Schlusssirene und behaupteten mit 24 Punkten Tabellenplatz zwei.

Ein Sonderlob von Headcoach Sebastian Gleim gab es nach dem starken Endspurt aber nicht. "Ich erwarte von der Mannschaft sogar, dass sie weiter vollen Einsatz zeigt, alles andere wäre inakzeptabel", sagte der 28-Jährige. Dass es sein Team extrem spannend machte, war für ihn sogar ein Anlass zur Kritik. "Wir müssen uns fragen, warum wir erst nach der Pause unsere Stärken gezeigt haben."

In der ersten Halbzeit war es den Gästen zu selten gelungen, ihre Offensivstärke zu zeigen. Zugleich  bescheinigte Gleim den Gastgebern eine starke Leistung. "Dorsten hat immer wieder Wege zum Korb gefunden, aber am Ende hatten wir mehr Energie und vielleicht auch den größeren Willen." Garanten des zwölften Saisonsieges waren ein erneut stark aufspielender Fabian Böke,  zwei Dreier in der Schlussphase von Kapitän Augie Johnston und eine Wedeler Freiwurfquote von 80,6 Prozent (29 von 36). Zum zweiten von drei Auswärtsspielen in Folge gastieren die Wedeler am kommenden Sonnabend bei den Herzögen Wolfenbüttel.

Statistik: Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 14:20, 11:16, 26:19, 26:19.

SC Rist (Punkte): Fabian Böke (26), Augie Johnston, Davey Hopkins (je 18), Ismet Akinar (7), Marvin Adu (6), Tobias Lange (2), Marvin Boadu, Tim Parohl, Jamo Ruppert, Kai Schlüter, Jonas Laatzen.

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1. Herren: Playoff-Teilnahme nach Heimsieg perfekt

Tim Parohl und die 1. Herren haben die Playoffs erreicht. Foto: Claus Quast

Der letzte Schritt Richtung Playoffs in der 2. Bundesliga Pro B fiel den Basketballern des SC Rist denn doch schwerer, als es die meisten der 500 Zuschauer in der Steinberghalle vermutet hatten. 40 Minuten lang mussten die Wedeler Schwerstarbeit verrichten, um den RSV Eintracht Teltow/Kleinmachnow/Stahnsdorf mit 70:60 (35:30) niederzuringen und sich mit dem elften Saisonsieg und 22 Punkten frühzeitig einen Platz unter den ersten acht in der Abschlusstabelle zu sichern.

"Das ist der größte Erfolg für den Verein seit dem Aufstieg in die Pro B in der Saison 2008/09", sagte Rist-Headcoach Sebastian Gleim nach Spielende. Dass es kein schönes Spiel werden würde, war dem 28 Jahre alten Trainer dabei von vornherein klar gewesen. "Wir wussten, dass Stahnsdorf alles geben und bis zuletzt kämpfen würde."  

In der Tat fanden die schwach in die Saison gestarteten Gäste aus Brandenburg  besser in die Partie, weil sie die Forderung ihres Coaches Kai Buchmann nach Verteidigung auf hohem Niveau zunächst konsequent umsetzten. Auf Dauer funktionierte das allerdings aus zwei Gründen nicht: Die Wedeler fanden allmählich ihren Rhythmus, während die Gäste zunehmend in Foulprobleme kamen, allen voran die Topscorer Yannick Evans und Michael Haucke. "Das hat unsere Taktik frühzeitig durchkreuzt", sagte 2,10-Meter-Center Haucke, der allerdings auch einräumte, sich mit seinem Team am Steinberg  ohnehin keine großen Siegchancen ausgerechnet zu haben. "Schließlich haben wir hier noch nie gewonnen."

Um ein Haar aber wäre die Wedeler Serie gegen die Brandenburger diesmal gerissen. In der 39. Minute verkürzten die Gäste noch einmal auf 60:62, brachten anschließend aber nichts Zählbares mehr zustande, während die Akteure  des Heimteams in der Schlussphase Nervenstärke an der Freiwurflinie bewiesen.

Zufrieden waren die Wedeler nach der Sirene denn auch nur mit dem vorzeitigen Erreichen des primären Saisonziels, nicht aber mit der Spielweise. Von einem "terrible game" sprach Rist-Kapitän Harold August Johnston. "Wir wollten lieber Dreier schießen als den Ball unter den Korb zu bringen." Ebenfalls unzufrieden war Landsmann Davey Hopkins. "Es gab eine Menge Dinge, die wir viel besser hätten machen können." Dabei hatten die beiden US-Boys ebenso zweistellig getroffen wie Ismet Akpinar und Fabian Böke, dessen Einsatz aus familiären Gründen lange ungewiss war. Dann aber wirkte der  2,08-Meter-Mann doch mit und war effektivster Wedeler, während Neuzugang Marvin Adu ein ansprechendes Heimdebüt gab.

Trotz der vorzeitigen Qualifikation für die Playoffs erwartet Sebastian Gleim auch in den ausstehenden Partien der regulären Saison noch einiges von seinen Spielern. "Wir sind noch nicht an der Grenze unserer Möglichkeiten angelangt, wollen uns individuell wie auch als Team weiter steigern." Vor allem das verlorene Rebound-Duell mit den Stahnsdorfern, die sich unter den Brettern sieben Abpraller mehr sicherten als die Wedeler, ärgerte den Coach. Nächster Gegner der Ríst-Herren ist kommenden Sonntag (16 Uhr) auswärts die BG Dorsten.

Statistik: Viertel: 15:16, 20:14,17:17, 18:13.

SC Rist (Punkte): Fabian Böke, Harold August Johnston (je 15), Davey Hopkins, Ismet Akpinar (je 11), Marvin Adu (7), Tim Parohl (5), Marvin Boadu (4), Jonas Laatzen (2), Tobias Lange, Jamo Ruppert.

Stahnsdorf (Punkte): Yannick Evans (22), Blair Scott Weadon (15), Trevon Malone (7), Michael Haucke (6), Cameron Neubauer, Robin Jorch, Tim Modersitzki (je 3), Colin Craven (1), Daniel Mixich, Niko Schumann, Maurice Greene.

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Merry Ristmas: Ein rauschendes Fest

Wenn sich in der Vorweihnachtszeit lange Schlangen vor der Steinberghalle bilden, die Großfamilie des SC Rist in Basketball-Nostalgie schwelgt und der Sport einmal nicht ganz so ernst genommen wird, dann ist Weihnachten nicht mehr fern. 800 Zuschauer hatte das alljährliche "Merry-Ristmas"-Spektakel kurz vor dem Fest wieder einmal angelockt, und die bekamen diesmal sogar eine XL-Version geboten. Nicht nur 40, sondern viermal zwölf Minuten, wie es bei Spielen in der nordamerikanischen Profiliga NBA üblich ist, betrug die Spielzeit im traditionellen Duell des aktuellen Pro-B-Teams mit den  ehemaligen Größen des Klubs, auch "Legenden und Legionäre" genannt. Am Ende hatten die Akteure der Zweitliga-Mannschaft trotz einer nur kurzen Erholungsphase nach dem 82:76 im Punktspiel bei den BSW Sixers tags zuvor den längeren Atem und gewannen 119:110 (69:46).
 
Über weite Strecken der Partie zeigten aber auch ihre Vorgänger, dass sie kaum etwas verlernt haben. Kämpferisch hatten sich die Ehemaligen schon vor dem Kräftemessen gegeben, waren in vollem Boxer-Outfit  Bademänteln, Kopfschutz und Handschuhen aufgelaufen. Im grünen Trikot trafen dann wenig später vor allem Ex-Nationalspieler André Bade und Alexander Seggelke sicher aus der Distanz,  letzterer ließ es auch beim Dunking krachen. Im zwischenzeitlichen Dreier-Contest allerdings musste sich "Ali" dann Jonas Laatzen aus dem Pro-B-Team geschlagen geben, der Scharfschütze versenkte mit dem letzten Wurfversuch den goldfarbenen Money-ball zum Endstand von 7:6.
 
Spannend und informativ wurde es immer dann, wenn Legenden-Akteur und Conferencier Arne Malsch zum Mikrofon griff. Zum einen brachte der TV-Sportjournalist zahlreiche attraktive Tombola-Preise, darunter ein Wochenende mit dem Renault-Elektro-Auto Twizy, an den Mann, zum anderen interviewte er Überraschungsgast Markus Münch. Der Diskuswerfer, Teilnehmer an zwei Ristmas-Veranstaltungen und an den Olympischen Sommerspielen dieses Jahres in London, zeigte sich auch als Zuschauer beeindruckt von der Stimmung in der Steinberghalle. "Hier ist der Lärmpegel fast genauso hoch wie bei den Leichtathletik-Wettkämpfen im Olympiastadion", sagte der Hasloher, der unlängst von der LG Wedel-Pinneberg zum USC Potsdam wechselte und in knapp vier Jahren in Rio de Janeiro wieder bei Olympia starten möchte.
 
Für Unterhaltung in den Spielpausen sorgten die Cheerleader der Satellites und Talente aus dem U10-Basketball-Team des SC Rist.

Statistik: Pro-B-Team SC Rist  - Ehemalige, Viertel: 31:27, 38:22, 28:27, 22:34.
 
Für das Pro-B-Team spielten:  Marvin Boadu,Tim Parohl, Augie Johnston, Lennart Liebke, Christopher Ratjen, Daniel Marzahl, Ismet Akpinar, Jonas Laatzen, Davey Hopkins, Fabian Böke, Alexander Ivanchich, Hendrik Reinholdt, Tobias Lange, Coaches: Sebastian Gleim, Torben Haase, Felix Bienwald.
 
Für die Allstars (Lüchau-Legends) spielten: Marvin Willoughby, Jan Stange, Dennis Reichert, André Bade, Alexander Seggelke, Ingo Knillmann, Martin Duggen, Mac-Davis Duah, Gunnar Brandt, Christian Pauk, Christian Offergeld, Bernd Röder, Robin Grey, Arne Malsch, Coach: Olaf Möller.

Fotogalerie mit bestem Dank an die Fotografen Claus Bergmann und Jörg Frenzel...

1. Herren: Erst deutlich, dann knapp

Marvin Boadu trumpfte gegen die Sixers auf. Foto: Claus Quast

Weihnachten kann kommen für die Zweitliga-Basketballer des SC Rist. Wunschgemäß gewannen sie ihr letztes Pro-B-Pflichtspiel des Jahres 2012 bei der BG Sandersdorf-Bitterfeld-Wolfen 82:76 (46:29) und gehen nach dem zehnten Sieg bei nur drei Niederlagen als Tabellendritter (20 Punkte) ins neue Jahr. Zur Einstimmung aufs Fest kommt da das Merry-Ristmas-Spektakel vor vollen Rängen in der heimischen Steinberghalle gerade recht.

In Sachsen-Anhalt hatten die Wedeler zuvor allerdings 40 Minuten lang Schwerstarbeit leisten müssen. Darauf hatte zu Beginn der Partie trotz Trainerwechsels bei den gastgebenden BSW Sixers, auf deren Bank anstelle von Ex-Nationalspieler Stephen Arigbabu erstmals das Duo Tino Stumpf/Marcus Brambora Platz genommen hatte, wenig hingedeutet. Die Rist-Herren setzten sich gleich ab, führten zur Pause klar. "Wir haben den Gegner in der ersten Halbzeit für fast jeden Fehler umgehend bestraft", sagte Sebastian Gleim.

Um so schwerer hatte es sein Team nach dem Seitenwechsel. Die Heimmannschaft drehte auf und riss mit ihrer furiosen Aufholjagd die Fans in Sandersdorf mit. "Es waren mindestens 500 Zuschauer mit 100 Trommeln da", sagte Gleim, nach dessen Auffassung sich die Wedeler die Nervenschlacht aber hätten ersparen können. "Wir haben es nicht geschafft, in der ersten Phase des dritten Viertels die Entscheidung zu unseren Gunsten herbeizuführen."

Dafür hätten die Wedeler, für die Marvin Boadu, Harold August Johnstons und Davey Hopkins zusammen 58 Punkte erzielten, um ein Haar einen hohen Preis gezahlt. Im Schlussabschnitt, in dem die Sixers fünf Minuten vor Spielende zum 65:65 ausglichen, bekamen die Gäste aber noch einmal die Kurve. "Wir haben als Team die Ruhe bewahrt und in der engen Schlussphase den Gegner wieder kontrolliert", sagte Gleim, für den neben der starken Defensive die Treffsicherheit von der Freiwurflinie der Schlüssel zum zehnten Saisonsieg war. Die Wedeler versenkten 26 von 32 Versuchen (81,3 Prozent), während die Sixers nur fünf von ganzen acht Würfen im Korb unterbringen konnten.

Sein Debüt im Zweitliga-Team des SC Rist gab in Sachsen-Anhalt der kurzfristig nachverpflichtete Marvin Adu (25). Der 2,03 Meter große und 102 Kilogramm schwere Hamburger Jung trug bereits in der Jugend das Trikot des SC Rist, in den vergangenen Jahren studierte und spielte Adu in den USA: Zunächst zwei Jahre am Essex County College im Bundesstaat New Jersey, anschließend von 2010 bis 2012 für die Prairie View A&M University in Texas. Da sein Monatsvertrag beim Pro A-Team SC Rasta Vechta kürzlich endete, nutzten die Rister die Gunst der Stunde.

"Wir sind sehr froh, dass wir in dieser schwierigen Situation so einen Spieler verpflichten konnten", sagt Sebastian Gleim. Und Adu meint: "Ich bin sehr froh ist nach fünf Jahren USA wieder in Hamburg zu sein."

Gleim, der erst kurz vor Saisonbeginn Özhan Gürel als Headcoach des SC Rist abgelöst hatte, zieht aber auch insgesamt eine positive Zwischenbilanz. "2012 war ein ereignis- und erfolgreiches Jahr, jetzt freuen wir uns alle auf Weihnachten und auf 2013."

Statistik: Viertel (aus Wedeler Sicht): 27:14, 19:15, 8:21, 28:26.

SC Rist (Punkte): Marvin Boadu (23), Harold August Johnston (21), Davey Hopkins (14), Paul Owusu (9), Tobias Lange (7), Ismet Akpinar (4), Marvin Adu, Fabian Böke (je 2), Jonas Laatzen, nicht eingesetzt: Jamo Ruppert, Kai Schlüter, Tim Parohl.

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1. Herren: Niederlage gegen Oldenburg

Ismet Akpinar gegen Kevin Smit. Foto: Claus Quast

Der Rahmen war perfekt, nur der sportliche Ertrag stimmte am Ende des Tages nicht. Mehr als 600 Zuschauer hatte der Start des SC Rist in die Rückrunde der 2. Basketball-Bundesliga ProB Nord am Familientag mit vielen Aktionen in die Steinberghalle gelockt, doch die sahen dann statt des erhofften zehnten Saisonsieges ein 70:77 (29:18) des Teams von Headcoach Sebastian Gleim gegen den Oldenburger TB.

Schon die ersten beiden Minuten, in denen Körbe Fehlanzeige waren, boten einen Vorgeschmack auf eine Partie, in der sich Wedeler wie Oldenburger alles hart erkämpfen mussten ? Würfe, Korbleger, Rebounds. "Es war klar zu sehen, dass die beiden defensiv stärksten Teams der Liga gegeneinander gespielt haben", sagte Rist-Headcoach Sebastian Gleim, der die dritte Saisonniederlage bei aller Enttäuschung als nicht unverdient empfand. "Die Oldenburger haben ihre Vorteile genutzt und zu Recht gewonnen."

Gleichzeitig war es aber nicht zu übersehen, dass sich die Gastgeber unter der Woche nicht optimal hatten vorbereiten können. Paul Owusu musste aufgrund seiner Adduktorenbeschwerden mit dem Training aussetzen, Fabian Böke war beruflich stark eingespannt. Für den langzeitverletzten Peter Huber-Saffer ist die Saison sogar vorzeitig beendet.

All diese Nachteile konnten die Wedeler gegen die Baskets Akademie Weser-Ems eine Halbzeit lang mit Kampfgeist und Spielwitz kompensieren. Doch die Foulprobleme der Gastgeber erwiesen sich spätestens nach dem Seitenwechsel als zu schwere Hypothek. Immer mehr Spieler im grün-gelben Trikot bekamen nach ihrem dritten Regelverstoß eine Bedenkpause auf der Bank, ein essenzieller Bestandteil von Sebastian Gleims Basketball-Philosophie. Darunter litt zwangsläufig die Intensität der Defensivarbeit, vor allem gegen die beiden erfahrensten und stärksten Oldenburger Akteure. Der 2,09 Meter große Deutsch-Amerikaner Chris Heinrich war unter dem Korb kaum noch zu stoppen, und auch US-Boy Michael Taylor lief heiß. "Die beiden waren in der zweiten Halbzeit die entscheidenden Faktoren, haben zusammen 35 von 48 Oldenburger Punkten erzielt", sagte Gleim.

Trotz eines Neun-Punkte-Rückstands in der Schlussphase steckten die Wedeler aber nicht auf. US-Boy Davey Hopkins verkürzte 30 Sekunden vor der Schlusssirene aus der Ferndistanz unter den Augen von Vater Dave und Schwester Taylor zum 70:73, anschließend patzte ein Oldenburger zweimal an der Freiwurflinie. Die große Chance zum Ausgleich bot sich im Anschluss an eine von Sebastian Gleim beantragte Auszeit Wedels bestem Schützen Augie Johnston, doch der Dreier-Versuch des Kaliforniers prallte vom Ring zurück ins Feld, ehe vier erfolgreiche Freiwurfversuche der Niedersachsen die dritte Wedeler Saisonniederlage besiegelten.

Obwohl die Wedeler (18 Punkte) dadurch aufgrund des schlechteren direkten Vergleichs in der Tabelle hinter die Hertener Löwen auf Platz drei zurückfielen, scheint die Qualifikation für die Playoffs schon jetzt sicher. In Gefahr gerät allerdings noch einmal die Platzierung unter den ersten vier, der das Heimrecht im möglicherweise entscheidenden dritten Spiel einer Serie garantiert. "Noch haben wir sechs Punkte Vorsprung, aber es waren schon einmal mehr", sagt Gleim.

Umso wichtiger erscheint dem 28 Jahre alten Coach, im letzten Punktspiel 2012 am kommenden Sonnabend (Spielbeginn 18 Uhr) bei der BG Bitterfeld-Sandersdorf-Wolfen 06 in Sachsen-Anhalt zwei weitere Punkte einzufahren. Tags darauf folgt dann der Pflicht die Kür, wenn sich das Wedeler Pro-B-Team um 16 Uhr in der Steinberghalle einmal mehr zum Merry Ristmas mit den Rister Allstars, einer Auswahl ehemaliger Basketballgrößen des Klubs misst.

Ein Fest war aber auch der erste Familientag des SC Rist. In einer von Vereins-Jugendkoordinatorin Gundula Laabs und ihren Helfern beaufsichtigten Spielecke vergnügten sich drei bis acht Jahre Kinder auf einer Hüpfburg, in Bobby-Cars oder beim Malen, sofern sie nicht in der Gastronomie nach Waffeln und Zuckerwatte in den Vereinsfarben Grün und Gelb anstanden. Zudem verteilte Maskottchen Max der Daks Malbücher und Süßigkeiten. "Wir sind sehr zufrieden mit der Resonanz auf den Familientag und werden versuchen, auch nächste Saison wieder einen Sonntagspieltag einzubauen", sagte Rist-Marketingleiter Thorsten Fechner.

Statistik: Viertel: 13:13, 21:16, 20:26, 16:22.

SC Rist (Punkte): Harold August Johnston (19), Davey Hopkins (17), Ismet Akpinar (9), Marvin Boadu, Fabian Böke (je 8), Paul Owusu (7), Tobias Lange (2), Florian Moysich, Kai Schlüter, Lennard Liebke, Tim Parohl, Jonas Laatzen.

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1. Herren: Kantersieg gegen Hannover

Paul Owusu kennt keine Schmerzen. Foto: Claus Quast

Die Zweitliga-Basketballer des SC Rist trennen nur noch zwei Siege von der Teilnahme an den Aufstiegs-Playoffs der Pro B. Nach einer überzeugenden, in der zweiten Halbzeit teilweise sogar furiosen Vorstellung besiegten die Wedeler vor 600 Zuschauern in der Steinberghalle die UBC Hannover Tigers mit 104:77 (49:40) und beenden die Hinrunde mit 18 Punkten als Tabellenzweiter hinter Spitzenreiter Schwelmer Baskets.

"Wir sind sehr glücklich über unseren neunten Sieg  in der Pro B", brachte es Rist-Headcoach Sebastian Gleim nach Spielende auf den Punkt. Über 40 Minuten sie seine Mannschaft die bessere gewesen, hätte vor allem intensiver verteidigt als die Gäste aus Niedersachsen und sei dafür belohnt werden.

Herausheben wollte Gleim zwar keinen seiner Akteure, lobte dafür lieber den Teamgeist, ohne den die Wedeler nicht auf dem zweiten Tabellenplatz stehen würden. "Viele Kleinigkeiten haben heute den Ausschlag zu unseren Gunsten gegeben." Gleichwohl überraschte ein Spieler des Heimteams mit einer Leistung, die er wohl unter der Woche selbst nicht für möglich gehalten hätte.  Center Paul Owusu drohte mit Adduktorenproblemen auszufallen, meldete sich dann aber rechtzeitig fit und krönte seine starke Vorstellung mit 15 Punkten und zehn Rebounds. "Es ging mir von Tag zu Tag besser, und darum habe ich es einfach versucht", sagte Owusu, der allerdings nach Spielende einräumte, "völlig fertig" zu sein. "Paul hat auf die Zähne gebissen", lobte Gleim den Zwei-Meter-Mann. Eine bemerkenswerte Leistung bot beim Heimteam zudem Aufbau- und Flügelspieler Marvin Boadu (elf Punkte, zwölf Rebounds, neun Pässe zu Korberfolgen).

Zum Rückrundenstart erwarten die Wedeler am kommenden Sonntag den Oldenburger TB. Die Partie ist in das Programm eines Familientages in der Steinberghalle eingebettet und beginnt daher bereits um 17.30 Uhr.

Statistik: Viertel: 23:17, 26:23, 30:13, 25:24.

SC Rist (Punkte): Harold August Johnston (26), Davey Hopkins (19), Paul Owusu (15), Fabian Böke (13), Marvin Boadu (11), Ismet Akpinar (9), Tim Parohl (4), Jonas Laatzen (3), Jamo Ruppert, Kai Schlüter (je 2), Florian Moysich.

Hannover: Ashanti Cook (18), Tobias Welzel, Maurice Williams (je 10), Joel Mondo, Jannik Lodders (je 9), Daniel Boahene (8), Allen Ray Smith, Michael Fakuade (je 5),  Finn Hübner (3).

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1. Herren: In Herten deutlich verloren

Topscorer in Herten: Augie Johnston. Foto: Bergmann

Die Zweitliga-Basketballer des SC Rist haben ihre erste Auswärtsniederlage der Saison 2012/13 kassiert. Im Verfolgerduell der Pro B Nord bei den Hertener Löwen unterlagen die Wedeler deutlich mit 63:100 (35:46), bleiben aber mit 16 Punkten Tabellenzweiter.
 
Ausschlaggebend für die dreistellige Pleite war nach Auffassung von Rist-Headcoach Sebastian Gleim die hohe Fehlerquote seines Teams. Mit aggressiver Verteidigung erzwang die Heimmannschaft viele Ballgewinne und nutzte sie zu Korberfolgen. "Mit 26 Turnovers ist in der Pro B kein Spiel zu gewinnen", sagte der Wedeler Trainer, der aber auch an der Offensivleistung seiner Mannschaft einiges zu bemängeln hatte. "Vorne hat vieles nicht gepasst."
 
Gleichwohl hielten die Gäste das Spiel lange offen. "Im dritten Viertel lagen wir nur acht Punkte zurück", sagte Gleim. Im Schlussabschnitt hätten sich die Hertener dann aber in einen Rausch gespielt, allen voran die US-Amerikaner Adrian Bowie und Brandon Larrieu, die zusammen 52 Punkte erzielten.
 
Daran, dass bei den Wedelern mit Fabian Böke, Peter Huber-Saffer und Florian Moysich drei erfahrene Kräfte fehlten, wollte Gleim die Niederlage nicht festmachen. "Die Hertener haben eines ihrer besten Spiele in dieser Saison geboten und verdient gewonnen." Für seine Mannschaft sei es nun umso wichtiger, dieses Spiel abzuhaken und sich gleich auf die nächste Aufgabe am kommenden Sonnabend (19.30 Uhr, Steinberghalle) gegen den UBC Hannover zu konzentrieren. Gleim: "Wir wollen die Hinrunde mit einem Sieg abschließen und diesem Spiel zu Hause unseren Stempel aufdrücken."

Statistik: Viertel (aus Wedeler Sicht): 18:24, 17:22, 16:24, 12:30.
 
SC Rist (Punkte): Augie Johnston (20), Davey Hopkins (13), Marvin Boadu (12), Paul Owusu (10), Jonas Laatzen (3), Ismet Akpinar, Jamo Ruppert (je 2),  Lennart Liebke (1), Tim Parohl, Kai Schlüter, Tobias Lange.

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1. Herren: Sieg in Recklinghausen erkämpft

Paul Owusu (am Ball) dominierte mit Fabian Böke am Brett. Foto: Claus Quast

Die erste Saisonniederlage in der 2. Bundesliga Pro B hat die Basketballer des SC Rist nicht aus der Bahn geworfen. Dem 78:91 gegen Spitzenreiter Schwelm ließ die Mannschaft von Headcoach Sebastian Gleim ein eindrucksvolles 91:80  (30:41) beim heimstarken Aufsteiger Citybasket Recklinghausen folgen und behauptete dank eines selbstbewussten Auftritts mit nun 16 Punkten Platz zwei.

Besonders stolz war der Wedeler Trainer darauf, dass sein Team vor 500 Zuschauern in der zweiten Halbzeit einen Elf-Punkte-Rückstand zur Pause aus eigener Kraft komplett drehte. "Das hatte weniger etwas mit Coaching als mit Willensstärke zu tun." Als Team hätte seine Mannschaft die Dinge, die in der ersten Halbzeit nicht wie gewünscht funktioniert hatten, besser umgesetzt und sich dafür letztlich belohnt. "Wir haben sehr physisch verteidigt und im Angriff konsequent unser Spiel gespielt."

Damit kamen die Gastgeber, die alle vier vorangegangenen Pro-B-Heimspiele gewonnen hatten, mit fortschreitender Spieldauer immer weniger zurecht. Bei den Wedelern trumpfte vor allem Power Forward Fabian Böke auf, bilanzierte neben 23 Punkten neun Rebounds und blockte zudem vier gegnerische Würfe. Mit Augie Johnston, Davey Hopkins, Paul Owusu und Marvin Boadu trafen vier weitere Rist-Akteure zweistellig. Dabei drohte Boadu aufgrund muskulärer Probleme auszufallen, wurde aber im Gegensatz zu Peter Huber-Saffer (Wadenverletzung) und Jamo Ruppert (Rippenblockade) doch noch rechtzeitig fit. Paul Owusu glänzte zudem als Bewacher von Recklinghausens Publikumsliebling Robert Franklin, der mit zehn Punkten deutlich unter seinem Schnitt blieb.

Während Aufsteiger Citybasket, der den Wedelern laut Sebastian Gleim alles abverlangte, im fünften Pro-B-Heimspiel die erste Niederlage in eigener Halle kassierte, bleiben die Wedeler auswärts unbesiegt. Die Serie ausbauen kann die Mannschaft am kommenden Sonnabend, wenn es erneut nach Nordrhein-Westfalen geht. Um 19.30 Uhr gastieren die Rist-Herren beim Tabellendritten Hertener Löwen (zwölf Punkte). Ein weiterer Erfolg brächte die Gäste dem Saisonziel Play-off-Teilnahme einen weiteren Schritt näher. "Wir brauchen noch drei Siege, um zu 100 Prozent dabei zu sein", sagt Sebastian Gleim.

Statistik: Viertel (aus Wedeler Sicht): 21:18, 9:23, 25:13, 36:26.

SC Rist (Punkte): Fabian Böke (23), Augie Johnston (21), Davey Hopkins (17), Paul Owusu (16), Marvin Boadu (11), Ismet Akpinar (3), Florian Moysich, Tim Parohl, Tobias Lange, Jonas Laatzen.

Scouting...

1. Herren: Die erste Saisonniederlage

Wurde unter den Körben schmerzlich vermisst: Paul Owusu

Jede Serie geht einmal zu Ende - um diese Erkenntnis kamen auch die Zweitliga-Basketballer des SC Rist nicht herum. Nach zuvor sieben Siegen kassierte das Team von Headcoach Sebastian Gleim vor über 600 Zuschauern in der Wedeler Steinberghalle gegen die Schwelmer Baskets mit 78:91 (34:40) die erste Saisonniederlage in der Pro B Nord und musste den punktgleichen Gästen aus Nordrhein-Westfalen (je 14) die Tabellenspitze überlassen.

Die Enttäuschung darüber hielt sich allerdings beim Wedeler Trainer in Grenzen. "Wir sind stolz darauf, dass wir überhaupt aus so einer Ausgangslage in die Partie gehen konnten und dann auch noch ein großes Spiel abgeliefert haben." Mit sieben Siegen zum Auftakt hätten weder die Spieler noch er selbst gerechnet, von den Fans des SC Rist, die ihr Team nach der Schlusssirene trotz der Niederlage ebenso lautstark feierten, wie sie es zuvor angefeuert hatten, ganz zu schweigen.

Über weite Strecken der Partie was das Gipfeltreffen am Steinberg ein Duell auf Augenhöhe, wenn auch schon früh mit leichten Vorteilen für die Gäste. Die Schwelmer trafen hochprozentig, versenkten über 40 Minuten statistisch jeden zweiten Wurfversuch aus dem Feld. Zudem profitierte der neue Spitzenreiter davon, dass beim SC Rist aus gesundheitlichen Gründen mit Peter Huber-Saffer und Paul Owusu zwei große Spieler unter dem Korb fehlten. Nutznießer war häufig Schwelms Power Forward Sebastian Schröter, der 20 Punkte erzielte.

Auch aus der Ferndistanz trafen die Westfalen besser als die Wedeler, nach Auffassung ihres Coaches Raphael Wilder aber trotzdem nicht oft genug. "Unsere Dreier-Trefferquote ist normalerweise höher." Trotzdem war der Gästetrainer zufrieden. "Wir waren gut vorbereitet, haben in der Verteidigung einiges ausprobiert und in schwierigen Situationen gute Lösungen gefunden."

Dem musste Sebastian Gleim zustimmen. "Einige Schwelmer haben heute eine sehr gute Leistung geboten." Letztlich hätten aber doch nur Nuancen den Unterschied gemacht. So waren die Viertel eins und zwei, in dem Rist-Youngster Jamo Ruppert groß aufspielte, ausgeglichen verlaufen, erst im dritten setzten sich die Schwelmer deutlich ab. Im Schlussabschnitt dagegen wäre die Partie beinahe noch einmal zugunsten des Heimteams gekippt. Vor allem die US-Boys Augie Johnston und Davey Hopkins brachten das Heimteam noch einmal auf fünf Punkte heran, doch die Gäste hatten auch diesmal die passende Antwort parat. 

Lange über die erste Saisonniederlage ärgern sollen und dürfen sich die Wedeler laut Sebastian Gleim nicht.  Vielmehr beginne jetzt schon die Vorbereitung auf die nächste Partie am kommenden  Sonnabend. "Wenn wir ein Topteam sein wollen, müssen wir bei Citybasket Recklinghausen gewinnen."

Statistik: Viertel: 20:23, 15:17, 21:29, 22:22.
 
SC Rist: Augie Johnston (20), Marvin Boadu (16),  Fabian Böke (14), Davey Hopkins (11), Jamo Ruppert (8), Tobias Lange (6), Tim Parohl (3), Ismet Akpinar, Kai Schlüter, Jonas Laatzen, nicht eingesetzt: Florian Moysich, Lennart Liebke.
 
Schwelm:  Julius Coles (21), Sebastian Schröter (20), Andreas Kronhardt (16), Darren Hamilton (11), Aubrey Conerly (10), Lars Wendt (5), Dominik Malinowski, Michael Agyapong (je 4), nicht eigesetzt: Sven Mengering, Simon Asbach.

1. Herren: Mit Top-Defense und hoher Trefferquote zum 7. Sieg

Trotz Erkältung Top-Scorer: Marvin Boadu

Weder der Gegner noch Personalsorgen konnten die Basketballer des SC Rist auf ihrem Höhenflug in der 2. Bundesliga Pro B Nord stoppen. Im Auswärtsspiel bei den Baskets Braunschweig fuhr das Team von Headcoach  Sebastian Gleim mit 84:62 (32:29) den siebten Sieg im siebten Spiel ein und geht am kommenden Sonnabend in der heimischen Steinberghalle als Tabellenführer ins Spitzenspiel gegen die Schwelmer Baskets.

Einmal mehr gelang es den Wedelern, den Ausfall mehrerer Leistungsträger zu kompensieren. Neben dem verletzten U18-Nationalspieler Ismet Akpinar fehlten in Niedersachsen auch die erkrankten Peter Huber-Saffer und Paul Owusu sowie Kai Schlüter, der bei den 2. Herren auflief. Gleichwohl starteten die Gäste furios und entschieden das erste Viertel klar für sich, ehe die Braunschweiger aufdrehten und dabei auch von der hohen Foulbelastung der Wedeler profitierten. Vor allem in der zweiten Halbzeit ging dann aber das Konzept der Gäste voll auf. "Wir haben das Risiko erhöht und sind dafür belohnt worden", sagte Gleim, dessen Team vor allem hochprozentig aus der Ferndistanz traf. Dass die Erfolgsquote der Wedeler aus mindestens 6,75 Meter Entfernung bei 69 Prozent lag, war auch ein Verdienst von Marvin Boadu. Trotz einer Erkältung stand  der 23 Jahre alte gebürtige Reinbeker fast 30 Minuten auf dem Parkett, versenkte jeden seiner vier Dreierversuche und war mit 23 Punkten Topscorer. "Marvin hatte gute Wurfoptionen und hat auch sehr stark verteidigt", lobte Gleim.

In den übrigen Kategorien glänzte US-Boy Davey Hopkins, der als effektivster Spieler neben 17 Punkten neun Pässe zu Korberfolgen (Assists), acht Rebounds und drei Ballgewinne bilanzierte. Da zudem auch Hopkins' Landsmann Harold August Johnston und Fabian Böke zweistellig trafen und die gesamte Wedeler Mannschaft aufmerksam verteidigte, war aus Gleims Sicht auch der siebte Saisonsieg Teamwork, zu dem jeder Akteur seinen Teil beigetragen hatte. "Lennart Liebke hat ein gutes Debüt in der Pro B gegeben, Jamo Ruppert wieder 20 Minuten gespielt und Jonas Laatzen zwei Dreier getroffen", freute sich Gleim über ein junges Trio, das in Braunschweig seine Chance nutzte und eventuell gegen den Tabellenzweiten aus Schwelm die nächste bekommt.

Statistik: Viertel (aus Wedeler Sicht): 22:13, 10:16, 34:15, 18:18.

SC Rist (Punkte): Marvin Boadu (23), Davey Hopkins (17), Harold August Johnston (15), Fabian Böke (12), Jonas Laatzen (6), Jamo Ruppert (5), Florian Moysich (3), Tim Parohl (2), Lennart Liebke (1), Tobias Lange.      

1. Herren: Mit souveräner Leistung an die Tabellenspitze

Schenkte Wulfen fünf 3er ein: Augie Johnston

Was vor Saisonbeginn wohl selbst die kühnsten Optimisten in Wedel nicht für möglich gehalten hätten, ist jetzt Realität. Dank des 99:76 (56:38) über den BSV Wulfen vor 480 Zuschauern in der Steinberghalle übernahmen die Basketballer des SC Rist die Tabellenführung der 2. Bundesliga Pro B Nord. Möglich machten es der sechste Sieg für das noch ungeschlagene Team von Headcoach Sebastian Gleim und die erste Niederlage des bisherigen Spitzenreiter Baskets Schwelm, der zu Hause im Topspiel gegen die Hertener Löwen mit 88:93 patzte.

Von Anfang ließen die Wedeler, die nie in Rückstand lagen, die Gäste aus dem Münsterland nicht zur Entfaltung kommen. "Wir haben unseren Schlachtplan zu 110 Prozent umgesetzt", freute sich Sebastian Gleim. Dass Wulfens treffsichere Amerikaner Anthony Young und Antonio Houston nicht aus dem Spiel zu nehmen sein würden, hatte der 28 Jahre alte Coach von vorherein einkalkuliert. Gleichwohl blieben die wirksam beschatteten US-Boys mit zusammen 30 Zählern unter ihrem bisherigen Punkteschnitt und verloren zudem den Vergleich mit ihren Landsleuten im Wedeler Team deutlich.

Unter den Augen seiner Eltern, die für drei Wochen Deutschland besuchen, spielte vor allem Harold August Johnston groß auf. Von seinen 28 Punkten erzielte der Kalifornier 15 von jenseits der Dreierlinie. Kaum schlechter lief es für seinen aus demselben Bundesstaat stammenden Landsmann Davey Hopkins. Der sprunggewaltige 1,95-Meter-Mann zeigte seine bislang beste Leistung in Grün und Gelb, war häufig nur durch Fouls zu stoppen. Von seinen elf Freiwürfen verwandelte der frühere College-Spieler zehn.

"Wir hatten insgesamt mehr Energie als Wulfen und haben uns in kniffligen Phasen immer gegenseitig motiviert", sagte Sebastian Gleim, der vor allem den starken Tobias Lange und Tim Parohl einen großen Schritt nach vorn bescheinigte. Vor allem war es den Wedelern gelungen, die Ausfälle von Ismet Akpinar (Knieverletzung), der auf der Bank mitfieberte, Peter Huber-Saffer (beruflich verhindert) und Kai Schlüter (Grippe) zu kompensieren. Im Schlussviertel konnte es sich Gleim dann erlauben, vor allem die Akteure einzusetzen, die bis dahin wenig gespielt hatten. Erstmals die Tabellenführung verteidigen müssen die Wedeler am kommenden Sonnabend (17 Uhr) bei den Baskets Braunschweig. "Wir freuen uns auf das Spiel", sagt Sebastian Gleim.

Statistik: Viertel: 27:22, 29:16, 29:19, 14:19.

SC Rist (Punkte): Harold August Johnston (28), Davey Hopkins (25), Fabian Böke (14), Tobias Lange (13), Marvin Boadu (8), Paul Owusu (6), Tim Parohl (3), Florian Moysich (2), Jamo Ruppert, Jonmas Laatzen.

Wulfen: Antonio Houston (16), Philip Günther, Anthony Young (je 14), Hendrik Bellscheidt (13), Philipp Masur (7)Steffen Hummelt (6), Maik Berger (4), Thorben Vadder (2), Tim David. 

1. Herren: Fünfter Sieg in Folge

12 Punkte im letzten Viertel: U18-Nationalspieler Ismet Akpinar

Als die Schlusssirene in der Wedeler Steinberghalle ertönte, musste auch die neue Führungsriege des SC Rist erst einmal kräftig durchpusten. Vereinsboss Gernot Guzielski, zwei Tage zuvor von der Mitgliedervollversammlung als Nachfolger des zwölf Jahre amtierenden Vorsitzenden Siegmar Kuntze gewählt, und seine Mitstreiter sahen mit 580 weiteren Zuschauern ein packendes 74:66 (32:33) der Wedeler Zweitliga-Basketballer über die Herzöge Wolfenbüttel.

Das Team von Rist-Headcoach Sebastian Gleim bleibt damit nicht nur zu Hause, sondern insgesamt in dieser Saison unbesiegt, musste für den fünften Pro-B-Erfolg in Serie aber auch alles geben. "Es war uns von vornherein klar, dass es nicht leichter wird zu gewinnen", sagte der Trainer, der auf den Einsatz des erkrankten Jamo Ruppert verzichten musste. Hatten sich im ersten Viertel (10:10) beide Mannschaften im Angriff schwer getan, präsentierten sich die Wedeler im zweiten etwas treffsicherer als die Gäste aus Niedersachsen. US-Boy Davey Hopkins empfand die Offensivleistung seines Teams in dieser Phase aber trotzdem als "horrible" und wurde darin von seinem Coach bestätigt. "Ich war in der ersten Halbzeit nicht zufrieden mit der Umsetzung der Vorgaben im Angriff, wir haben als Team zu viele Fehler gemacht", sagte Gleim.

Individuell dagegen konnten die Wedeler in der Offensive durchaus überzeugen. Der erneut starke Marvin Boadu hatte bei drei von vier Wurfversuchen aus der Ferndistanz Erfolg, insgesamt trafen mit ihm, Hopkins, dessen Landsmann Augie Johnston, Peter Huber-Saffer und Ismet Akpinar fünf Rist-Akteure zweistellig. Letzterer hatte sich das Beste bis fast zuletzt aufgehoben. Der U18-Nationalspieler erzielte das Gros seiner 17 Punkte im an Spannung kaum zu überbietenden Schlussviertel, brachte seine Mannschaft in Führung und verwandelte kurz vor Schluss nervenstark vier Freiwürfe in Folge. "Isi ist geboren für solch enge Phasen, hat heute außerdem auch sehr gut verteidigt", sagte Sebastian Gleim. Letzteres hätte aber für das gesamte Wedeler Team gegolten, und so war für Gleim die starke Defensivleistung einmal mehr der Schlüssel zum Erfolg. "Wir haben es geschafft, den Herzögen bestimmte Optionen im Angriff zu nehmen, und dadurch wieder nur 66 Punkte zugelassen."

Leidtragende der aufopferungsvollen und effektiven Defensivarbeit der Wedeler waren vor allem Wolfenbüttels US-Amerikaner Jack Hanley und Travis Clark, die viel spielten, zusammen aber nur sechs Punkte erzielten. Wesentlich effektiver waren da ihre Teamkameraden Henje Knopke und Frank Theis, ohne aber mit ihren insgesamt 33 Punkten die vierte Niederlage in Folge für die Herzöge abwenden zu können.

Zum dritten Pro-B-Heimspiel in Folge erwarten die Rist-Basketballer am kommenden Sonnabend um 19 Uhr den BSV Wulfen in der Steinberghalle.

Statistik: Viertel: 10:10, 22:13, 16:26, 26:17.

SC Rist (Punkte): Ismet Akpinar (17), Marvin Boadu (15), Augie Johnston (12), Davey Hopkins (11), Peter Huber-Saffer (10), Fabian Böke (7), Paul Owusu (2), Florian Moysich, Tim Parohl, Tobias Lange, nicht eingesetzt: Kai Schlüter, Jonas Laatzen.

1. Herren: Nach viertem Sieg weiter ungeschlagen

Die Basketballer des SC Rist segeln weiter auf Erfolgskurs. Das 77:67 (41:37) über die BG Dorsten in der Steinberghalle war für das Team von Headcoach Sebastian Gleim der vierte Sieg in Folge und zugleich der beste Start in eine Saison der 2. Basketball Bundesliga ProB seit dem Aufstieg in der Saison 2008/09. "Wir können stolz sein auf unseren vierten Sieg als Team", sagte Gleim. "Die Spieler haben sich in jeder schwierigen Situation immer gegenseitig geholfen." Dadurch sei es oft gelungen, Fehler, die in umkämpften Partien unvermeidlich wären, zu korrigieren. Eine besonders knifflige Phase galt im Auftaktviertel zu überstehen. Das Heimteam führte zwar schnell 13:4 (sechste Minute), musste dann aber einen 13:0-Lauf der in dieser Phase hochprozentig treffenden Gäste hinnehmen. "Wir wollten vor allem Christopher Jones stoppen, aber das ist dann erst später Tim Parohl gelungen", sagte Sebastian Gleim.

Effektivster Wedeler Akteur war Peter Huber-Saffer. Der 2,08 Meter große Center glänzte als Topscorer seines Teams (17 Punkte), holte acht Rebounds und traf bei acht Versuchen aus dem Feld sowie einem von der Freiwurflinie immer. Zudem beging der gebürtige Münchener, der fast 35 Minuten auf dem Parkett stand, erst in den Schlusssekunden sein erstes Foul. Mehr Probleme in dieser Hinsicht hatte Fabian Böke mit drei frühen Regelverstößen, für den dann aber unter dem Korb Tobias Lange in die Bresche sprang. Ein starkes Heimdebüt in Grün und Gelb gab US-Boy Davey Hopkins. Der Kalifornier beeindruckte seinen Coach vor allem durch die mannschaftsdienstliche Spielweise. "Davey ist keiner von den  Amerikanern, der eine Partie allein entscheiden wollen, sondern ein Teamspieler und ein richtig guter Junge."

Vor dem Spiel zeichnete der SC Rist Publikumsliebling Mac-Davis Duah für insgesamt zwölf  Zweit- und Regionalliga-Spielzeiten in Grün und Gelb aus. Als Präsente gab es für den 36-Jährigen, der von den Fans mit Standing Ovations gefeiert wurde, ein Trikot mit "seiner" Nummer 13 und die Ehrenmitgliedschaft im Wedeler Klub.

Statistik: Viertel: 20:23, 21:14, 25:17, 11:13.

SC Rist: Peter Huber-Saffer (17), Marvin Boadu (14), Harold August Johnston (13), Davey Hopkins (11), Ismet Akpinar, Paul Owusu (je 7), Tobias Lange, Fabian Böke (je 4), Jamo Ruppert, Kai Schlüter, Tim Parohl, Jonas Laatzen.

BG Dorsten: Rickie Crews (19), Christopher Jones (18), Gerrit Budde (8), Gene Hagner (7), Philipp Spettmann (6), Nderim Pelaj (5), John Cadmus (4), Christian Marquardt, nicht eingesetzt: Florian Heit, Janik Knittel.

1. Herren: Dritter Sieg in Folge

Die Erfolgsserie des SC Rist in der 2. Basketball-Bundesliga Pro B Nord hielt auch in Brandenburg. Mit 61:53 (29:30) besiegten die Wedeler den RSV Teltow/Kleinmachnow/Stahnsdorf und feierten den ersten Auswärtssieg beim bisherigen Angstgegner. Zudem ist das Team von Headcoach Sebastian Gleim nunmehr gemeinsam mit den Schwelmer Baskets (beide sechs Punkte) als einziges in der Zwölfer-Nordstaffel noch unbesiegt.

"Es war ein sehr intensives Spiel, auch die Stahnsdorfer haben um jeden Ball gekämpft", sagte der Rist-Headcoach. Unter der Woche hatte beim RSV Eintracht Jaime Meißner als Trainer die Nachfolge des Ukrainers Wladimir Pastuschenko angetreten. "Das hat beim Gegner neue Kräfte freigesetzt", sagte Gleim. Phasenweise hätte sich seine Mannschaft aber selbst das Leben schwer gemacht hatte, ehe sie im Schlussviertel nur noch acht gegnerische Punkte zuließ.

Letztlich war es erneut Teamwork, das den Wedelern zum Erfolg verhalf. "Wir haben vor allem das Rebound-Duell als Mannschaft gewonnen", lobte Gleim.   45 Abpraller, von denen sich allein Fabian Böke 16  und Paul Owusu acht griffen, bilanzierten die Gäste unter den Körben, dazu kam eine 79-prozentige Erfolgsquote von der Freiwurflinie (elf Treffer bei 14 Versuchen). Letzte Zweifel am Sieg beseitigte ein 14:0-Lauf im Schlussviertel. Sein Debüt für den SC Rist gab US-Boy Davey Hopkins, der gleich drei Pässe zu Korberfolgen (Assists) gab und acht Punkte erzielte.

An den kommenden drei Wochenenden haben die Wedeler jeweils Heimrecht, könnten sich mit Siegen über die BG Dorsten (20. Oktober), die Herzöge Wolfenbüttel (27. Oktober) und die BSV Baskets Wulfen (3. November, jeweils 19 Uhr, Steinberghalle) oben fetssetzen. "Ob das gelingt, liegt allein an uns", sagt Sebastian Gleim.

Statistik: Viertel: 16:14, 13:16, 16:15, 8:16.

SC Rist (Punkte): Augie Johnston (21), Marvin Boadu (16), Davey Hopkins (8), Fabian Böke (6), Peter Huber-Saffer (5), Ismet Akpinar (4), Jamo Ruppert (1), Tobias Lange, Jonas Laatzen, Paul Owusu, Tim Parohl, nicht eingesetzt: Kai Schlüter.

Text: Frank Will (Hamburger Abendblatt/Pinneberger Zeitung)

1. Herren: Nichts für schwache Nerven

Das war nichts für schwache Nerven. Vor 450 Zuschauern, darunter 80 Anhänger der BG Bitterfeld-Sandersdorf-Wolfen, besiegten die Pro-B-Basketballer des SC Rist in der Wedeler Steinberghalle die BSW Sixers 86:84 (41:48). Fabian Böke traf Sekunden vor Schluss zum Endstand, versetzte damit Teamkameraden und Fans in einen kollektiven Freudentaumel.

Auf einen Heimsieg des Teams von Headcoach Sebastian Gleim hatte zumindest im zweiten Viertel wenig hingedeutet. Die Gäste aus dem Landkreis Anhalt-Bitterfeld wirkten präsenter, verbuchten dank aggressiver Verteidigung viele Ballgewinne und nutzten diese zu Fastbreak-Körben. Phasenweise führte das Team von Headcoach Stephen Arigbabu sogar mit 13 Punkten Vorsprung.

Auf der Bank des SC Rist behielt indes Sebastian Gleim die Ruhe und wurde dafür von seinem Team belohnt. Einen furiosen 13:0-Lauf gegen Ende des dritten Viertels und zu Beginn des Schlussabschnitts krönte US-Boy Harold August Johnston mit dem Ausgleich zum 66:66. Absetzen konnte sich anschließend keines der Team, doch die Wedeler hatten stets die passende Antwort auf Aktionen der Gäste parat, ehe Böke den Schlusspunkt setzte.

Garant des schwer erkämpften Heimsieges war für Gleim die mannschaftliche Geschlossenheit seines Teams. "Wir haben in jeder Phase des Spiels zusammengehalten." Höhen und Tiefen gebe es in jeder Partie, entscheidend sei, ob und wie eine Mannschaft darauf reagiere. Letztlich hätte der Sieg viele Väter gehabt, keineswegs nur die Topscorer Marvin Boadu (22), der 40 Minuten durchspielte, Johnston, Böke (je 19) und Ismet Akpinar (11). "Paul Owusu hat clever verteidigt und Jamo Ruppert wichtige Rebounds geholt."

Statistik: Viertel: 21:17, 20:31, 21:18, 24:18.

SC Rist: Marvin Boadu (22 Punkte), Harold August Johnston, Fabian Böke (je 19), Ismet Akpinar (11), Paul Owusu (9), Peter Huber-Saffer (6), Jamo Ruppert, Tim Parohl, Tobias Lange, Jonas Laatzen, nicht eingesetzt: Simon Dolkemeyer.

Scouting...

Text: Frank Will (Hamburger Abendblatt/Pinnebeger Zeitung)

1. Herren: Nichts für schwache Nerven

Das war nichts für schwache Nerven. Vor 450 Zuschauern, darunter 80 Anhänger der BG Bitterfeld-Sandersdorf-Wolfen, besiegten die Pro-B-Basketballer des SC Rist in der Wedeler Steinberghalle die BSW Sixers 86:84 (41:48). Fabian Böke traf Sekunden vor Schluss zum Endstand, versetzte damit Teamkameraden und Fans in einen kollektiven Freudentaumel.

Auf einen Heimsieg des Teams von Headcoach Sebastian Gleim hatte zumindest im zweiten Viertel wenig hingedeutet. Die Gäste aus dem Landkreis Anhalt-Bitterfeld wirkten präsenter, verbuchten dank aggressiver Verteidigung viele Ballgewinne und nutzten diese zu Fastbreak-Körben. Phasenweise führte das Team von Headcoach Stephen Arigbabu sogar mit 13 Punkten Vorsprung.

Auf der Bank des SC Rist behielt indes Sebastian Gleim die Ruhe und wurde dafür von seinem Team belohnt. Einen furiosen 13:0-Lauf gegen Ende des dritten Viertels und zu Beginn des Schlussabschnitts krönte US-Boy Harold August Johnston mit dem Ausgleich zum 66:66. Absetzen konnte sich anschließend keines der Team, doch die Wedeler hatten stets die passende Antwort auf Aktionen der Gäste parat, ehe Böke den Schlusspunkt setzte.

Garant des schwer erkämpften Heimsieges war für Gleim die mannschaftliche Geschlossenheit seines Teams. "Wir haben in jeder Phase des Spiels zusammengehalten." Höhen und Tiefen gebe es in jeder Partie, entscheidend sei, ob und wie eine Mannschaft darauf reagiere. Letztlich hätte der Sieg viele Väter gehabt, keineswegs nur die Topscorer Marvin Boadu (22), der 40 Minuten durchspielte, Johnston, Böke (je 19) und Ismet Akpinar (11). "Paul Owusu hat clever verteidigt und Jamo Ruppert wichtige Rebounds geholt."

Statistik: Viertel: 21:17, 20:31, 21:18, 24:18.

SC Rist: Marvin Boadu (22 Punkte), Harold August Johnston, Fabian Böke (je 19), Ismet Akpinar (11), Paul Owusu (9), Peter Huber-Saffer (6), Jamo Ruppert, Tim Parohl, Tobias Lange, Jonas Laatzen, nicht eingesetzt: Simon Dolkemeyer.

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1. Herren: Auftaktsieg in Oldenburg / Am Sonnabend erstes Heimspiel

Ein Anfang ist gemacht für die Pro-B-Basketballer des SC Rist: Das Team von Headcoach Sebastian Gleim startete mit einem 73:65 (23:33) über Aufsteiger Baskets-Akademie Weser-Ems in Oldenburg in die neue Spielzeit der 2. Bundesliga. Nach ausgeglichener erster Hälfte machten die Wedeler nach dem Seitenwechsel den knappen Pausenrückstand schnell wett. "Wir waren in der zweiten Halbzeit die fokussiertere Mannschaft, haben uns wenig Fehler erlaubt und verdient gewonnen", befand Gleim, der erst  vor wenigen Wochen die Nachfolge von Özhan Gürel angetreten hatte. Auch ohne  US-Neuzugang Davey Hopkins, dessen Spielberechtigung noch nicht vorliegt, beherrschten die Gäste das Geschehen unter den Körben und verteidigten stark. "Die Oldenburger mussten sich ihre Punkte hart erarbeiten", sagte Gleim, dessen Team nun mit Rückenwind ins erste Heimspiel 2012/13 am Sonnabend (19 Uhr, Steinberghalle/Wedel) gegen die BSW Sixers aus Sachsen-Anhalt geht.

Viertel: 12:16, 21:16, 16:19, 16:22.

SC Rist (Punkte): Johnston (19), Boadu (18), Böke (11), Owusu (7), Laatzen (6), Akpinar, Moysich, Huber-Saffer (je 4),  Lange, Parohl, nicht eingesetzt: Ruppert, Schlüter.

Scouting...

1. Herren: Schritte in die richtige Richtung - Vertrag für Hopkins

Headcoach Sebastian Gleim. Foto: Claus Quast

Die 1. Herren verloren das "Test-Rückspiel" gegen die Cuxhaven BasCats mit 70:81, zeigten im Duell mit dem Pro A-Club aber eine gute Leistung und machten einige Schritte in die richtige Richtung. Zur Halbzeit lagen die Wedeler mit 30:40 im Hintertreffen und ließen sich auch nach der Pause nicht abschütteln, selbst als die Niedersachsen ihren Vorsprung im Laufe des dritten Viertels weiter erhöhten. Mit einer guten Teamleistung bestimmten die Rister den Schlussabschnitt, Headcoach Sebastian Gleim brachte dabei alle Spieler zum Einsatz. Auch Davey Hopkins wirkte in Gelb-Grün mit und bestätigte den starken Eindruck, den er im Training hinterlassen hatte. Der Kalifornier wird einen Vertrag beim SC Rist erhalten. "Davey ist ein vielseitiger Spieler, der sich alles hart erarbeitet - er passt toll in unsere Strukturen. Ich freue mich, ihn in Wedel begrüßen zu dürfen", sagt Gleim. Für den Flügelspieler wird es die erste Station im Ausland. Während seiner College-Karriere trug der 23-Jährige zunächst das Trikot der California Baptist University (NAIA Division 1) und wechselte 2011 dann zur Biola University, die in der selben Hochschulliga spielt. Mit den "Eagles" erreichte er in der Saison 2011/12 das Viertelfinale der NAIA National Championship und wurde dank seiner starken Leistungen in den Playoffs ins NAIA All-Tournament Team gewählt. Als einer von fünf Biola-Akteuren scorte der aus der östlich von Los Angeles gelegenen Stadt Riverside im US-Bundesstaat Kalifornien stammende Allrounder in der vergangenen Saison zweistellig (11,5 Punkte/Spiel) und erzielte zudem im Schnitt 5,2 Rebounds sowie 3,5 Assists pro Partie. Während des Sommers reiste Hopkins mit dem Team der christlichen Basketball-Organisation "News Release" nach Deutschland, um Freundschaftsspiele zu bestreiten und Camps auszurichten.

Eine Trainingswoche steht nun noch vor den Ristern, ehe am 3. Oktober mit der Partie in Oldenburg die Saison eröffnet wird, bereits am 06. Oktober folgt dann kurz darauf das erste Heimspiel gegen die BSW Sixers.

1. Herren: Keine leichten Abschiede

Mac-Davis Duah

Mac-Davis Duah, Peter Huber-Saffer und Florian Moysich werden in der kommenden Saison nicht für den SC Rist in der 2. Bundesliga Pro B auflaufen.

Der SC Rist bedankt sich bei dem Trio außerordentlich für das Engagement der vergangenen Jahre und die im gelb-grünen Trikot gezeigten Leistungen.

 

Mac-Davis Duah prägte das Bild der Wedeler Herrenmannschaft im vergangenen Jahrzehnt wie kein Anderer. Er war das Herz und das Gesicht der 1. Herren. Mit ihm verlässt ein ganz Großer den Verein. 1999 kam Mac zum SC Rist und spielte (bei zwei Unterbrechungen) insgesamt zwölf Saisons in Wedel. Als Publikumsliebling, Integrationsfigur und Leistungsträger hat der 36-Jährige beim SC Rist längst Heldenstatus und reiht sich in die illustre Liste der Legenden vom Steinberg ein. Sein Einsatz, seine Rolle als Anführer und Vorbild und seine offene, warmherzige Art haben Trainer, Verantwortliche, Mitspieler und Fans gleichermaßen begeistert. Mac hat Maßstäbe gesetzt und ist schlichtweg einfach ein echter Rister.

Der SC Rist sagt ausdrücklich: Danke für die tolle Zeit, Mac!

 

Peter Huber-Saffer (links) und Florian Moysich

Peter Huber-Saffer und Florian Moysich kamen 2008 zum SC Rist. Die beiden früheren Erstligaspieler trugen maßgeblich zum Titelgewinn in der 1. Regionalliga und zum Aufstieg in die Pro B bei und waren auch in der 2. Bundesliga stets Leistungsträger. Und das trotz wachsender beruflicher Verpflichtungen. Dank ihrer Erfahrung und Klasse waren die beiden nicht für die jüngeren Teamkollegen, sondern auch für den Trainer und den Vorstand wertvolle Ansprechpartner. Moysich führte die Mannschaft in den vergangenen Jahren zudem als Kapitän an. Wir bedanken uns bei Peter und Florian für die tollen Leistungen zugunsten unseres Vereins und das stets tadellose Auftreten auf- und abseits des Feldes.

Der SC Rist wird das Trio gebührend ehren und verabschieden. Und dafür gibt es keinen besseren Rahmen und keine bessere Gelegenheit als beim Weihnachtsevent Merry Ristmas, wenn passenderweise Jahr für Jahr die 1. Herren auf die Rister Allstars mit "Legenden und Legionären" des SC Rist aufeinandertreffen und die Rist-Familie eine riesige Party feiert. Und klar ist, dass sich die Verantwortlichen des SC Rist und natürlich die Fans sehr freuen würden, wenn die Drei auch in Zukunft in der Steinberghalle vorbeischauen.

1. Herren: Spiel drei verloren, Viertelfinale verpasst

Topscorer im letzten Saisonspiel: Kay Gausa. Foto: Quast

Die 1. Herren verloren am Dienstagabend das Entscheidungsspiel gegen die Giants Nördlingen mit 79:94 und haben damit den Einzug ins Viertelfinale der Playoffs in der 2. Bundesliga Pro B verpasst.

Vor 915 Zuschauer in der Nördlinger Hermann-Kessler-Halle absolvierten die Rister der Einschätzung ihres Trainers Özhan Gürel zufolge "eine großartige erste Halbzeit". "Unser Offense-Konzept hat gut geklappt, auch die Nördlinger waren wohl etwas überrascht, weil es teilweise sehr leise in der Halle wurde", so Gürel. Nach zwei Vierteln lagen die Giants knapp mit 42:40 in Führung, in der Folge schwanden auf Wedeler Seite zusehends die Kräfte und damit auch die Konzentration. Im dritten Abschnitt marschierten die Hausherren davon, spätestens zu Beginn des letzten Viertels war die Entscheidung herbeigeführt. "Aber die Mannschaft hat sich voll reingehängt", lobte der Coach. In den Schlussminuten reduzierten die Rister den zwischenzeitlich bis zu 26 Zähler betragenden Rückstand, hatten aber keine Siegchance mehr.

"Obwohl wir gegen Nördlingen hätten weiterkommen können, haben wir eine gute Saison gespielt. Leider hat uns eine schlechte Phase im Heimspiel das Viertelfinale gekostet", bilanzierte Gürel. "Wie sich die Jugendspieler entwickelt haben, gibt Hoffnung für die nächste Saison. Auch dadurch zeigt sich die gute Zusammenarbeit und das Konzept mit den 2. Herren und den Piraten", fuhr er fort. Gürel: "Ich möchte mich bei allen Zuschauern für die tolle Unterstützung bedanken. Und beim Vorstand und den Helfern. Alle machen das ehrenamtlich und trotzdem ist alles so gut organisiert. Und ich danke meinen Spielern für diese tolle Saison!"

Die Saison 2011/2012 in der 2. Bundesliga Pro B ist für den SC Rist damit Geschichte. Wie geht es weiter? Erst mal soll ein paar Tage ausgespannt werden, doch im Hintergrund haben die Planungen für die nächste Spielzeit längst begonnen.

Statistik:

Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht):
19:15, 21:27, 13:21, 26:31

SC Rist (Punkte): Gausa (26), Wischnewski (16), Johnston (12), Pettaway (11), Lühring (8), Ruppert (4), Akpinar (2), Stielow

Scouting...

1. Herren: Ärgerliche Niederlage gegen Nördlingen

Anthony Pettaway erzielte 31 Punkte. Foto: Quast

Die 1. Herren haben den Matchball gegen die Giants Nördlingen vergeben und damit den Einzug ins Viertelfinale vorerst verpasst. Die Gäste gewannen in der Steinberghalle in einem erneuten Krimi mit 98:96 und glichen in der Serie damit zum 1:1 aus. Am Dienstag treffen beide Teams im Entscheidungsspiel aufeinander. Dieses wird in Nördlingen ausgetragen.

Besonders ärgerlich erscheint die Niederlage aus Wedeler Sicht angesichts der Tatsache, dass man die Partie im Griff zu haben schien und seine Führung im dritten Viertel auf 16 Punkte ausbaute. Doch mit einer enormen Leistungssteigerung kämpften sich die Giants zurück und erzielten in Person von Modie Johnson in den Schlusssekunden die letzten Punkte. Die Rister ließen im abschließenden Viertel zu viele vermeintlich einfache Korberfolge Nördlingens zu und verpassten es, ihre Stärken auszunutzen. Die augenscheinliche Überlegenheit in der Zone konnte nicht mehr derartig gewinnbringend eingesetzt werden wie erhofft. Darüber hinaus schnellte die Nördlinger Trefferquote in die Höhe - die Giants witterten erst Morgenluft, um dann immer selbstsicherer und euphorischer zu agieren. Dank einer Energieleistung und mit Hilfe der tollen Zuschaueruntersützung glichen die Rister wieder aus - mit Ismet Akpinar (zwei Dreipunktspiele innerhalb weniger Sekunden), Augie Johnston (per "Dreier") und Anthony Pettaway in den Hauptrollen. Bezeichnenderweise gelang es am Ende aber nicht, weder den zum Korb ziehenden Fabian Brütting noch Modie Johnson entscheidend zu stören. Der Amerikaner markierte den letzten Korb, ein finaler Wedeler Versuch schlug fehl. "Leider waren sich alle zu sicher, dass wir dieses Spiel schon gewonnen haben. Das war eine Kopie des Vechta-Spiels, das wir auch in letzter Sekunde verloren haben. In der Offense haben wir eine gute Leistung gezeigt, aber defensiv war es die schlechteste Saisonleistung. Wir sind im letzten Viertel nicht mehr zurückgelaufen, es fehlte die Intensität und die Fußarbeit", so Coach Özhan Gürel.

Die Entscheidung über den Einzug ins Viertelfinale ist also vertagt. Allerdings stehen die Zeichen für den SC Rist mit Blick auf die dritte Partie nicht unbedingt gut. Aufgrund des Spieltermins in der Woche werden aller Voraussicht nach Fabian Böke, Florian Moysich und Tim Parohl aus beruflichen Gründen fehlen. Zudem verletzte sich Patrick Wischnewski im Laufe des Spiels und droht ebenfalls auszufallen. Doch aufgeben werden sich die Rister keineswegs. Und die knappen und so intensiven bisheren Spiele gegen Nördlingen haben gezeigt, dass sich beide Teams auf Augenhöhe begegnen. "Das wird nicht einfach, aber wir haben dort schon gewonnen und wissen also, dass wir es können. Wenn die Spieler, die bisher nicht ganz so viel zum Einsatz gekommen sind, einen Gang hochschalten, ist es möglich, dass wir dann dort auch ein zweites Mal gewinnen", sagt Gürel.

Statistik:

Viertelergebnisse:
25:24, 27:22, 23:20, 21:32

SC Rist (Punkte): Pettaway (31), Wischnewski (14), Akpinar, Gausa, Johnston (je 11), Böke (8), Lühring, Moysich (je 4), Parohl (2), Laatzen, Ruppert, Stielow.

Giants Nördlingen (Punkte): Jamerson, Johnson (je 24), Eichler (15), Brütting (14), Rotim (13), Rastatter (5), Debelka (3), Gruber, Sefranek.

Schiedsrichter:
Holger Lohmüller / Susanne Winking

Scouting folgt...

1. Herren: Auswärtssieg in Nördlingen!

Nervenstark in der Schlussphase: Ismet Akpinar. Foto: Claus Quast

Die 1. Herren haben die Playoffs mit einem Paukenschlag eröffnet und beim Favoriten Giants Nördlingen einen 85:83-Erfolg eingefahren. 28 Sekunden vor Schluss hatten die Rister bei Gleichstand Ballbesitz und spielten die Uhr herunter. Kurz vor dem Ablauf der Angriffszeit stieg Ismet Akpinar aus dem Dribbling hoch und verwandelte den Mitteldistanzwurf zum Sieg. Ihren letzten Versuch feuerten die Nördlinger von der Mittellinie ab, trafen aber nicht. Nicht zum ersten Mal in seiner jungen Karriere bewies der 16-jährige Akpinar damit seine Fähigkeit, in der "crunchtime" für die entscheidenen Aktionen zu sorgen. Als in Nördlingen noch 1:22 Minuten zu absolvieren waren, brachte Akpinar die Gelb-Grünen bereits auf 83:80 in Führung.

"Wir hatten ingesamt einen guten Tag in der Offense und haben unter den Körben dominiert", sagte Headcoach Özhan Gürel. Im zweiten Viertel drehten seine Jungs auf (31:17) und erarbeiteten sich einen Vorsprung, der zwischenzeitlich bis zu zwölf Punkte betrug. In der 39. Minute glich Nördlingen vor 845 Zuschauern zum 80:80 aus, der kurz zuvor eingewechselte Akpinar antwortete wie erwähnt prompt von jenseits der Dreierlinie. Anthony Pettaway hätte in der Folge an der Freiwurflinie für weitere Wedeler Zähler sorgen können, nutzte aber keinen seiner zwei Versuche. Doch es reichte für die Rister. "Die Zuschauer waren sehr laut, aber am Schluss waren sie plötzlich ganz leise. Dafür waren wir laut", sagte Gürel. "Wir haben überhaupt keine Lust, noch mal nach Nördlingen zu fahren und wollen mit einem Sieg am nächsten Samstag in die zweite Runde einziehen. Ich hoffe, dass alle Leute wiederkommen, die uns gegen Wolfenbüttel so toll unterstützt haben, und noch ein paar Freunde mitbringen. Wir haben in diesem Jahr bisher jedes Heimspiel gewonnen - das soll so bleiben", so Gürel.

Einen bitteren Beigeschmack hatte der Sieg allerdings. Mac-Davis Duah verletzte sich bereits in der Anfangsphase an der Achillessehne und musste von Manager Andreas Bethke ins Krankenhaus gebracht werden. Eine Diagnose konnte dort noch nicht gestellt werden.

Statistik:

Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht):
18:23, 31:17, 22:24, 14:19

SC Rist (Punkte): Böke (22), Pettaway (20), Johnston (15), Lühring (9), Gausa (8), Akpinar (5), Moysich, Parohl, Wischnewski (je 2), Duah, Stielow.

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1. Herren: Playoffs - wir kommen!

Wir sind in den Playoffs! Die Rister feiern. Fotos: Claus Bergmann

Die 1. Herren haben es geschafft! Das Finale um die Playoffs gegen die Herzöge Wolfenbüttel entwickelte sich zu einem echten Krimi, am Ende hatten die Rister vor über 800 restlos begeisterten Zuschauern in der vollgepackten Steinberghalle die Nase vorn. "Wir sind sehr glücklich, dass wir es geschafft haben. Mein Puls ist immer noch bei 200", sagte Headcoach Özhan Gürel gut eine Viertelstunde nach dem Spiel, das im Rahmen des Jugendtages ausgetragen wurde. "Es war kein schönes Spiel, aber sehr spannend. Beide Mannschaften haben Fehler gemacht und hatten eine Menge Ballverluste, aber wenn so viel auf dem Spiel steht, passiert so etwas", meinte Gürel.

Beiden Teams war die Nervosität in den Anfangsminuten anzumerken. Unsaubere Pässe und überhastete Aktionen waren sichere Indizien dafür. Ebenso deutlich: Die enorm hohe Intensität, die hüben wie drüben an den Tag gelegt wurde - anderes war bei dieser beeindruckenden Kulisse und der Bedeutung der Partie auch gar nicht möglich. Die Wedeler Sicherheit von jenseits der Dreierlinie im ersten Abschnitt verflüchtigte sich später vorübergehend, während auf Wolfenbütteler Seite im Laufe der Begegnung Dennis Nawrocki (5/8 "Dreier") in dieser Hinsicht groß aufspielen sollte.

Nach zehn Minuten lag der SC Rist mit 21:19 in Führung. Mit einem Mini-Lauf (8:2) begannen die Rister den zweiten Durchgang, vermochten sich aber nicht abzusetzen. Es blieb durchgehend spannend und eng. Im Laufe des dritten Viertels gingen die Gäste kurzfristig in Führung, Gürels Team antwortete allerdings adäquat und ging mit einer hauchdünnen 55:53-Führung in die finalen zehn Minuten.

Ein erneut bärenstarker Anthony Pettaway traf wichtige Würfe, auch Kay Gausa und Mac-Davis Duah bewiesen in der umkämpften Schlussphase Nervenstärke und Verantwortungsbewusstsein für ihr Team. Die US-Amerikaner Michael Hart und Marquis Jones brachten die Herzöge zurück ins Geschäft. 28 Sekunden vor dem Ende verkürzte Jones an der Freiwurflinie auf 71:70. Sein Teamkollege Henje Knopke besaß wenige Sekunden darauf die Möglichkeit zur Führung, vergab unter dem ohrentäubenden Lärm der Wedeler Fans allerdings beide Chancen an der Linie. Auf der Gegenseite war Pettaway erfolgreich und traf in den letzten 14 Sekunden alle vier Freiwürfe. Sieben Sekunden vor Schluss hätte Jones per "Dreier" für Wolfenbüttel ausgleichen können - sein Versuch ging allerdings daneben. So war der Weg frei für zwei weitere Pettaway-Freiwürfe, die der Center verwandelte und damit weitere orkanartige Jubelstürme auslöste.

"Heute Abend wollen wir erst mal feiern. Mal sehen, was dann in den Playoff möglich ist. Da geht es wieder bei Null los. Ein großer Dank an die Fans für die Unterstützung. Ich glaube, in der Schlussphase wurde ein neuer Dezibelrekord für die Steinberghalle aufgestellt, so laut war es", sagte Özhan Gürel. Seine Mannschaft bekommt es nach dem Satz auf den siebten Rang im Schlussklassement in der Meisterrunde mit dem Zweiten der Pro B Süd zu tun, den Giants Nördlingen. Am ersten März-Wochenende müssen die Rister zunächst in Nördlingen ran, das Heimspiel findet eine Woche darauf (Sonnabend, 10. März, 19:00 Uhr) in der Steinberghalle statt. Ein mögliches drittes Spiel der Serie würde am 13. März in Nördlingen über die Bühne gehen.

Ein Bericht zum Jugendtag folgt separat...

Statistik:

Viertelergebnisse:
21:19, 15:12, 19:22, 20:17

SC Rist (Punkte): Pettaway (21), Wischnewski (18), Johnston (13), Böke (10), Gausa (9), Duah (4), Lühring, Moysich, Laatzen, Lühring, Parohl, Ruppert.

Herzöge Wolfenbüttel (Punkte): Jones (19), Nawrocki (17), Hart (11), Owens (10), Knopke (7), Schwarz (4), Schubert (2), Adams, Cantürk.

Schiedsrichter: Holger Lohmüller / Bastian Bänsch

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1. Herren: Finale um die Playoffs

Die 1. Herren rüsten sich für das Endspiel um die Playoff-Teilnahme: Am Sonnabend (25. Februar, 19:30 Uhr) treffen die Rister im Rahmen des Jugendtages in der Steinberghalle auf die Herzöge Wolfenbüttel und müssen das Spiel gewinnen, um in die Meisterrunde einzuziehen. Bei einer Niederlage geht es in die Playdowns.

"Wer besser vorbereitet ist und wer auch ein bisschen mehr Glück hat, wird das Spiel gewinnen", sagt Trainer Özhan Gürel. Seine Mannschaft bereitet sich gewissenhaft auf die Aufgabe vor: "Die Jungs sind im Training sehr konzentriert. Die Intensität ist sehr hoch. Das zeigt, wie fokussiert die Spieler sind", so der Coach. Gürel selbst schaute sich am vergangenen Wochenende Wolfenbüttels Heimsieg gegen Bernau vor Ort an, um sich ergänzend zum Videostudium einen frischen Live-Eindruck zu verschaffen. Auf zwei Spieler wird er am Sonnabend verzichten müssen. Peter Huber-Saffer fehlt aus privaten Gründen, Ismet Akpinar weilt in Belgrad. Der 16-Jährige wurde eingeladen, um sich beim "Nike International Junior Tournament" der Euroleague mit den besten europäischen Spielern seines Alters zu messen.

Gürel und sein Team setzen am Sonnabend auch auf die starke Unterstützung der Wedeler Fans: "Wenn die Zuschauer die Mannschaft sehr laut unterstützen, kann das mindestens 30 Prozent Einfluss auf die Leistung haben. Wenn Du angefeuert und nach vorne gepeitscht wirst, ist es egal, welche Taktik zu hast und welches System Du spielst. Dann springst Du einfach höher und machst zwei Schritte mehr als sonst", sagt Gürel. Die besonders lautstarken Fans wollen sich unter den Körben versammeln. Wer sich dazu gesellen will, ist herzlich willkommen. Also, bringt alles mit, was Lärm macht und kommt in die Steinberghalle!

1. Herren: Arbeitssieg gegen Berlin

Anthony Pettaway gegen Berlins Cem Dinc. Foto: Claus Quast

Die 1. Herren bezwangen am Mittwochabend ALBA Berlin II mit 88:84 nach Verlängerung und untermauerten damit ihr Ziel, die Playdowns zu vermeiden und den neunten Platz oder sogar die Playoffs zu erreichen. Noch ist alles möglich, die Voraussetzung ist ein Heimsieg am 25. Februar gegen die Herzöge Wolfenbüttel. Über den Rest werden dann die Ergebnisse der Konkurrenz entscheiden.

Gegen Berlin taten sich die Rister zwischenzeitlich schwer, nachdem ihnen ein passabler Start geglückt war. "Uns fehlte ein wenig die Konzentration", sagte Headcoach Özhan Gürel mit Blick auf das zweite und insbesondere dritte Viertel. Die zunächst sehr effektive Arbeit in der Defense war nicht mehr vorhanden, die Gäste kamen zu einfach zum Abschluss und nutzten ihre Chance. Sebastian Fülle präsentierte sich als guter Distanzschütze, mit Cem Dinc und Darren Stackhouse hatte ALBA zudem zwei starke Innenspieler an Bord. Auf Wedeler Seite war durchgängig eigentlich nur Anthony Pettaway ein Fels in der Brandung. Der US-Amerikaner stellte abermals seine enorme Vielseitigkeit in der Offense unter Beweis, scorte in unterschiedlichster Art und Weise und langte auch beim Offensiv Rebound hin.

Nachdem Berlin zu Beginn des letzten Abschnitts auf 63:54 enteilt war, nahm Gürel eine Auszeit und brachte seine Jungs auf Kurs, die sich nun am Riemen rissen und sich auch dank der tollen Unterstützung der Fans zurückkämpften. Ein 14:2-Lauf der Rister tat den Gästen mächtig weh. Berlin wirkte angeschlagen, rettete sich dank Fülle und eines Korblegers von Dinc eine Sekunde vor dem Ende des letzten Viertels aber gerade noch in die Verlängerung. Hier ging es zunächst hin und her. Auf Wedeler Seite waren Patrick Wischnewski per "Dreier" sowie Ismet Akpinar mit fünf Punkten die Protagonisten, Berlin hielt mit Mauricio Marin und Stackhouse dagegen. Fabian Böke mit einem Wurf aus der Mitteldistanz sowie einem Block gegen Stackhouse brachte die Wedeler 1:30min vor Schluss einen großen Schritt in Richtung Heimsieg, Pettaway legte nach. In den restlichen Sekunden verteidigten die Wedeler ihren Vorsprung. "Das Spiel war die ganze Zeit sehr intensiv. Gott sei Dank hat ALBA zum Schluss nicht mehr so effektiv gespielt wie zwischendurch. Wir hatten Fülle und Stackhouse zu lange nicht im Griff", sagte Gürel.

Statistik:

Viertelergebnisse:
21:17, 17:20, 14:22, 21:14, 15:11 (Verlängerung)

SC Rist (Punkte): Pettaway (30), Johnston (13), Akpinar, Wischnewski (je 11), Gausa (8), Böke (6), Huber-Saffer (4), Stielow (3), Lühring (2), Laatzen, Moysich, Parohl.

ALBA Berlin II (Punkte): Stackhouse (21), Fülle (19), Dinc (15), Marin (9), Ney, Schumann (je 7), Müller (6), Blessig, Herwig, Kleiner.

Schiedsrichter:
André Jürgens / Dennis Sirowi

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1. Herren: Bittere Klatsche in Wulfen

Das hatten sich die 1. Herren ganz anders vorgestellt. In Herten oder Wulfen wollten sie einen "big point" landen, um so die Chancen auf die Playoffs zu erhöhen, doch nach der klaren Niederlagen (57:82) vom Sonnabend ist klar: Nun wird es ganz schwer. "Jetzt muss schon fast ein Wunder passieren, damit wir noch in die Playoffs kommen. Für uns geht es um den neunten Platz, damit wir die Abstiegsrunde vermeiden. Und auch das wird sehr eng", sagte Headcoach Özhan Gürel nach der Niederlagen gegen die Münsterländer.

"Leider haben wir dem Gegner am Anfang das Gefühl gegeben, dass er das Spiel gewinnen kann. Die Wulfener waren motivierter, wir haben sie unterschätzt, obwohl wir in den letzten Tagen immer darüber gesprochen haben", so Gürel. Von Beginn an fanden die Rister in der Offense nicht die richtigen Mittel, sondern schossen Fahrkarte um Fahrkarte. "Wir haben so schlecht von außen getroffen, dass Wulfen die Räume unter dem Korb noch enger gemacht hat und es unseren big men damit sehr schwer gemacht hat. Dazu kam, dass wir sehr schwach gereboundet haben", bemängelte der Rist-Trainer. Die Gastgeber sicherten sich 46 Abpraller, die Rister lediglich 32. Gürel wies seine Mannschaft in aller Deutlichkeit auf die Schwächen hin - die Rister steigerten sich nach der Halbzeit zunächst in der Defense, doch im Angriff ging weiterhin kaum etwas. Nur zwei von 22 "Dreiern" fanden ins Ziel, insgesamt betrug die Feldwurfquote mickrige 26,2%. Ein weiterer statistischer Indikator: Wulfens US-Amerikaner Dijon Smith und Steve Briggs verbuchten gemeinsam einen beinahe ebenso so hohen Effektivitätswert (nämlich 35) wie die gesamte Wedeler Mannschaft zusammen: 38. "Wulfen wollte es mehr als wir, leider haben wir damit auch den direkten Vergleich verloren", so Gürel.

"Wir werden das Spiel jetzt gründlich aufarbeiten", kündigte er an. Zwei Partien bleiben seinem Team noch (am 15.2. gegen ALBA, am 25.2. gegen Wolfenbüttel, jeweils in der Steinberghalle), um die Playdowns abzuwenden, allerdings ist dazu mittlerweile auch fremde Hilfe nötig.

Statistik:

Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht):
15:20, 17:21, 18:17, 7:24

SC Rist (Punkte): Johnston (14), Pettaway (13), Böke, Huber-Saffer (je 8), Gausa (5), Wischnewski (4), Akpinar, Lühring (je 2), Duah (1), Laatzen, Moysich.

Scouting...

1. Herren: Niederlage gegen treffsichere Löwen

Augie Johnston gelang in Herten ein Double-Double. Foto: Quast

Die 1. Herren unterlagen am Mittwochabend den Hertener Löwen mit 84:95 und warten damit weiter auf den ersten Auswärtserfolg des Jahres 2012.

"Schade, wir haben uns gut präsentiert und hatten eine Chance, das Spiel zu gewinnen. Wir haben bis zur letzten Sekunde gekämpft, aber leider in der entscheidenen Phase am Ende nicht mehr gescort. Mit Augie Johnston und Anthony Pettaway hatten wir nur zwei Leute, die permanent gepunktet haben, leider hatte Patrick Wischnewski in der Offense einen schlechten Tag. Ein paar mehr Punkte von ihm und es hätte vielleicht ganz anders ausgesehen. Obwohl bei uns zwei big men fehlten, haben wir das Reboundduell gewonnen: dafür Kompliment an meine Mannschaft", bilanzierte Trainer Özhan Gürel.

Die Hertener Gastgeber erwischten den besseren Start und sollten nahezu während der gesamten Partie in Führung liegen. Doch was zeitweise nach einer klaren Angelegenheit aussah, wurde letztlich ziemlich spannend. Vor der Halbzeit hielt Augie Johnston die Rister mit 17 Punkten fast alleine im Spiel, während Patrick Wischnewski (nur ein Treffer bei 13 Versuchen im ersten und zweiten Viertel) diesmal nicht so zum Zuge kam wie in den vergangenen Begegnungen. Herten lag nach 20 Minuten mit 45:38 in Front, spielte allerdings gewissermaßen mit Handicap, da Topscorer Zamal Nixon bereits zu diesem Zeitpunkt vier Fouls (inklusive eines technischen) auf dem Konto hatte.

Nach der Pause stellte Johnston in der 25. Minute erstmals seit dem 0:0 Gleichstand (50:50) her. Aber die Rister mussten den Gegner zunächst wieder ziehen lassen. Dazu trugen auch zwei technische Fouls bei, die Johnston und Jonas Laatzen in der Mitte des dritten Viertels innerhalb von weniger als 20 Sekunden wegen Floppings erhielten. Immer wieder waren die Löwen aus der Distanz erfolgreich (insgesamt 14/31 von jenseits der Dreierlinie) und brachten bis zum Ende des dritten Abschnitts neun Zähler zwischen sich und den SC Rist. Stück für Stück kämpften sich Gürels Jungs im Schlussviertel heran und gingen 3:32 Minuten vor dem Ende dank eines Johnston-Korblegers mit 84:83 in Führung. Doch das war's dann auch. Anschließend gelang kein Treffer mehr, während Herten nicht zuletzt dank weiterer "Dreier" von Nixon und Joshua Taylor zum Sieg eilte.

Am Sonnabend sind die Rister wieder auswärts gefordert, und zwar nur rund 20 Kilometer von Herten entfernt, beim BSV Wulfen, der am Mittwochabend bei den Herzögen Wolfenbüttel verlor. Fabian Böke wird aufgrund seiner im Training erlittenen Knöchelverletzung wahrscheinlich fehlen, ein Einsatz von Florian Moysich (krank) ist noch ungewiss, während Peter Huber-Saffer voraussichtlich wieder spielen kann.

Statistik:

Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht):
19:21, 19:24, 26:28, 20:22

SC Rist (Punkte): Johnston (34), Pettaway (17), Gausa (9), Akpinar (8), Lühring (7), Wischnewski (6), Laatzen (3), Duah, Parohl, Stielow.

Scouting...

1. Herren: Ein überzeugender Heimsieg

Die 1. Herren bleiben in der Steinberghalle auf Erfolgskurs. Am Sonnabend bezwangen sie den RSV Eintracht Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf deutlich mit 78:56 und überzeugten dabei, wenn man von einer kurzen Phase im dritten Viertel absieht, mit starker Verteidigung und geschlossenem Mannschaftsspiel.

Besonderen Wert legte Headcoach Özhan Gürel auf die Tatsache, nur acht Offensiv Rebounds der Gäste zugelassen zu haben. "Stahnsdorf ist eine der besten Mannschaften der gesamten Pro B in dieser Kategorie, deswegen war das ein wichtiger Faktor. Und unsere 24 Assists zeigen, wie gut wir als Team gespielt haben." Kai Buchmann, Assistant Coach der Brandenburger, hingegen sagte: "Wedel war wieder sehr gut auf uns eingestellt. Das war von hinten bis vorne einfach kein gutes Spiel von uns."

Die Wedeler gingen zu Beginn der Partie mit 6:0 in Front, woraufhin der RSV die erste Auszeit nahm, und sollten die Führung während der gesamten Begegnung nicht einmal an den Gast abtreten. Unter dem Korb entwickelte sich die erwartete "Schlacht" der Riesen, die selbst ohne Peter Huber-Saffer (Zehenverletzung) letztlich in Sachen Rebounds (43:31) und Points in the Paint (32:26) zugunsten der Rister ausfiel. Die gefährlichen US-Amerikaner der Brandenburger kamen zunächst kaum zur Geltung, nur ansatzweise ließen sie ihre Qualitäten aufblitzen und waren ansonsten bei den Gastgebern in guten Händen.

Zur Halbzeit führte der SC Rist mit 40:25. Im Anschluss an die Pause machte man zunächst konzentriert weiter und traf in Person von Mac-Davis Duah und des erneut glänzend aufgelegten Patrick Wischnewski von jenseits der Dreierlinie. Doch in der Mitte des dritten Abschnitts gelang dem RSV ein 11:0-Lauf, der den Wedeler Vorsprung auf neun Zähler schrumpfen ließ. "Vor allem unsere Guards haben da aber die richtigen Antworten gehabt", freute sich Gürel. Augie Johnston glänzte wie in den vergangenen Wochen als Passgeber (sechs Assists) - während sein Kollege Wischnewski (5/6 Dreier) immer wieder eiskalt vollstreckte.

"Ein großes Dankeschön auch an die Zuschauer für die tolle Unterstützung", so Gürel, dessen Mannschaft nun den Schwung aus den guten Heimspielen 2012 mitnehmen möchte, um auch auswärts zu punkten. In den kommenden Tagen gibt es dazu die doppelte Gelegenheit: Am Mittwoch, den 1. Februar, bei den Hertener Löwen und am Sonnabend, den 4. Februar, beim BSV Wulfen.

Statistik:

Viertelergebnisse:
21:14, 19:11, 17:20, 21:11

SC Rist (Punkte): Wischnewski (19), Pettaway (16), Böke (10), Akpinar (9), Johnston (7), Duah, Laatzen, Stielow (je 3), Gausa, Lühring, Parohl (je 2).

RSV Eintracht Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf (Punkte):
Watson (12), Bennett, Evans (je 11), Haucke, Williams (je 8), Schoeps (4), Mackeldanz (2), Modersitzki.

Schiedsrichter:
Holger Lohmüller / Benjamin Dirks

Scouting...

1. Herren: Jones ärgerte die Rister, doch die fanden das Gegenmittel

Sieggarant: Tim Parohl (links). Foto: Claus Quast

Ein souveränder Heimsieg gegen den Tabellenletzten SSV Lok Bernau lässt die 1. Herren weiter optimistisch in die Zukunft schauen, was den Kampf gegen die Abstiegsrunde betrifft. Mit 94:72 gewannen die Rister und lieferten dabei eine gute Teamleistung ab.

Der wohl entscheidende Faktor zum Sieg: Die Steigerung in der Defense nach der Halbzeit. Denn im zweiten Viertel schlichen sich in der Verteidigung einige Nachlässigkeiten ein, die insbesondere der furios auftrumpfende Jermale Jones auf Bernauer Seite ausnutzte. "Das war teilweise eine One-Man-Show", sagte Rist-Coach Özhan Gürel. Jones traf vor der Halbzeit sämtliche seiner sechs Versuche von jenseits der Dreierlinie und hatte nach 20 Minuten Spielzeit bereits 22 Punkte erzielt. Doch Gürel fand die Lösung: Mit Beginn des dritten Viertels verteidigte Tim Parohl den US-Amerikaner und nahm ihn aus der Partie. "Ein großes Kompliment an Tim für seine Leistung", sagte Gürel. Jones blieb im dritten Durchgang ohne Punkte und erzielte im letzten Viertel auch nur noch fünf - darunter ein "Dreier" aus schier unmöglicher Position: Kein Vergleich zu dessen Auftritt vor der Pause.

Zwar übernahmen im Anschluss an die Halbzeit zunächst Jones' Teamkollegen und brachten Bernau mit 47:46 in Führung, doch die Rister fanden nicht zuletzt dank der nun wieder deutlich wirkungsvolleren Defense schnell ihre Linie. Ein 14:0-Lauf bis zur finalen Viertelpause und ein Absetzen auf 71:54 schufen weitere Klarheit. Und die Rister blieben konzentriert und erhöhten weiter. 6:24 Minuten vor dem Ende brachte Fabian Lühring das Heimteam per Freiwurf mit 20 Zählern in Front (78:58): spätestens jetzt ließ die Gegenwehr der Brandenburger spürbar nach.

"Wir müssen zuhause weiter so stark spielen und weiter gewinnen", sagt Gürel mit Blick auf den zu vermeidenden Gang in die Playdowns. "Direkt nach dem Spiel haben die Jungs in der Kabine schon davon gesprochen, dass wir wegen der knappen Niederlage aus dem Hinspiel noch eine Rechnung mit Stahnsdorf offen haben. Ich hoffe, dass wir nächste Woche auch wieder so gut von den Zuschauern unterstützt werden und gemeinsam den nächsten Heimsieg holen können", so der Coach.

Statistik:

Viertelergebnisse:
23:16, 23:25, 25:13, 23:18

SC Rist (Punkte): Pettaway (24), Wischnewski (20), Johnston (14), Böke (12), Duah (7), Huber-Saffer (6), Moysich (4), Lühring (3), Gausa, Parohl (je 2), Laatzen.

SSV Lok Bernau (Punkte): Jones (27), Schekauski (14), Trzcionka (11), Woody (6), Dathe, Klein (je 4), Langer (3), Mier (2), Rathke (1), Heide.

Schiedsrichter: Stefanie Oelfke / Bastian Bänsch

Scouting...

1. Herren: Start geglückt!

Zweistellig in Punkten und Rebounds: Fabian Böke. Foto: Claus Quast

Die ersten Punkte im neuen Jahr sind eingefahren. Die 1. Herren bezwangen am Sonntagabend die Schwelmer Baskets mit 89:80 und halten damit die Hoffnung aufrecht, den Gang in die Abstiegsrunde zu vermeiden.

Insbesondere vor der Halbzeit fanden die Gäste kein Mittel gegen die auftrumpfenden Wedeler. Unter den Körben war Hoheitsgebiet der Rister, was sich nicht zuletzt in der deutlichen Reboundüberlegenheit ausdrückte. In der Anfangsphase bekamen die Hausherren wichtige Impulse von Mac-Davis Duah, der sicher von der Dreierlinie traf und in der Verteidigung wirkungsvoll die Kreise von Schwelms Topscorer Jason Holmes störte. Keine Antwort hatten die Gäste auf den Auftritt von Fabian Böke parat, der mitunter sträflich frei stand und aus der Mitteldistanz sicher vollstreckte. Dass der Power Forward am Ende auch noch 13 Rebounds auf dem Konto hatte, unterstrich seine starke Leistung. Das hatte auch für Patrick Wischnewski zu gelten, der bei seinem Debüt für den SC Rist überzeugte, und seinen ehemaligen Teamkollegen 14 Zähler einschenkte.

"Ja, wir waren unter dem Korb überlegen, aber am wichtigsten fand ich, wie gut wir als Team zusammengespielt haben", lobte Coach Özhan Gürel. Dass nach der Halbzeit mitunter der Schlendrian einkehrte und Schwelm verkürzte, ließ böse Erinnerungen an die Partie gegen Vechta Mitte Dezember aufkommen. Doch die Rister bewiesen, dass sie ihre Lektion aus der damaligen Erfahrung gelernt haben und brachten den Sieg unter Dach und Fach.

Statistik:

Viertelergebnisse:
19:14, 29:14, 23:30, 18:22

SC Rist (Punkte): Böke (20), Pettaway (18), Duah, Wischnewski (je 14), Johnston (8), Huber-Saffer (7), Gausa (5), Moysich (3), Akpinar, Laatzen, Lühring, Parohl.

Schwelmer Baskets (Punkte): Holmes (24), Kramer (13), Starr (12), Bunts (10), Dücker (9), Malinowski (7), Speier (4), Dohmen (1), Agyapong, Schermeng.

Schiedsrichter: Daniel Sommerweiß / André Jürgens

Scouting...

1. Herren: Als es brenzlig wurde, übernahm Florian Moysich

Matchwinner in Dorsten: Florian Moysich. Foto: Quast

"Es ist sehr erfreulich, dass wir das Jahr mit einem Sieg abschließen konnten", sagte Coach Özhan Gürel im Anschluss an den 87:83-Auswärtssieg seiner Mannschaft bei der BG Dorsten. Die Leistung gegen die Münsterländer sei die richtige Antwort auf die Kritik der vergangenen Wochen gewesen, so der Trainer. "In der Offense haben wir frei gespielt, was uns gegen Dorsten sehr geholfen hat. Obwohl wir viel zu viele Offensiv Rebounds zugelassen haben, fand ich, dass wir unter dem Korb insgesamt gut gearbeitet haben und dort unsere Stärken ausgenutzt haben. Blake Poole war unglaublich. Der hat für Dorsten 18 Rebounds, davon elf in der Offense geholt", sagte Gürel.

In der entscheidenden Phase des letzten Viertels nahm Florian Moysich das Heft in die Hand und hielt kräftig dagegen, als sich die Gastgeber noch einmal mit aller Macht gegen die drohende Heimniederlage stemmten. Drei "Dreier" innerhalb von weniger als zwei Minuten ließ Dorsten vom Stapel, nur jeweils unterbrochen von Moysichs Antworten in Form von acht Zählern. "Florian hat sehr viel Verantwortung übernommen und hervorragend getroffen. Das freut mich sehr", sagte Gürel. Dass seine Mannschaft bereits vor der Halbzeit drei Akteure mit drei persönlichen Fouls zu verzeichnen hatte, habe das Team sehr gut verkraftet, meinte er.

Am Freitag absolvieren die Rister im Rahmen des traditionellen Weihnachtsevents unter dem alljährlichen Motto "Merry Ristmas" noch die Partie gegen die Rister Allstars mit zahlreichen "Legenden und Legionären" des SC Rist und gehen anschließend in eine kurze Pause. Am 28. Dezember wird dann das Mannschaftstraining wieder aufgenommen.

Statistik:

Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht):
19:21, 16:15, 26:21, 26:26

SC Rist (Punkte):
Moysich (19), Böke, Pettaway (je 16), Johnston (12), Gausa (8), Huber-Saffer (7), Parohl (5), Duah, Lühring (je 2), Akpinar, Laatzen, Stielow.

Scouting...

1. Herren: Niederlage in letzter Sekunde

Mac-Davis Duah und seine Kollegen schoben Frust. Foto: Claus Quast

Erwachsene Männer wälzten sich auf dem Boden und bildeten ein menschliches Knäuel, auf der Tribüne tobten die Rasta-Anhänger. Die Gäste feierten, als hätten sie soeben die Meisterschaft gewonnen. Dirk Mädrichs Korbleger nur Sekundenbruchteile vor dem Ertönen der Schlusssirene sorgte auf der einen Seite für Siegesgebrüll - auf der anderen Seite war Stille. Den Ristern stand der Schreck nach dem bitteren Knock out ins Gesicht geschrieben. 87:89 hieß es aus Wedeler Sicht am Ende einer überaus spannenden Begegnung.

"Rist war 39 Minuten lang die bessere Mannschaft", sagte Pat Elzie nach der Partie und man merkte Vechtas Coach an, wie unangenehm es ihm war, seinem früheren Club eine derartige Niederlage beigefügt zu haben. Natürlich freue er sich über den Punktgewinn seines Teams, doch für seine vielen Wedeler Freunde tue es ihm leid, so der Trainer, der 2003/2004 den SC Rist mit einer phänomenalen Aufholjagd vor dem Abstieg aus der 1. Regionalliga gerettet hatte. Einer seiner Spieler damals stand ihm diesmal als Trainerkollege gegenüber und trauerte der verpassten Möglichkeit hinterher, dem Titelkandidaten ein Bein zu stellen: "Vechta hatte zum Schluss zwei Punkte mehr als wir, nur das zählt im Endeffekt", sagte Özhan Gürel. Das erste von zehn Endspielen um die Playoffs habe seine Mannschaft verloren, am kommenden Wochenende gegen Dorsten ist das Ziel ebenso klar: Ein Sieg muss her. "Ich muss die Jungs nicht motivieren. Keiner von ihnen will in die Abstiegsrunde, wir wollen noch die Playoffs erreichen. Wir haben heute sehr gut gekämpft, aber leider hatten wir in den letzten Minuten so viele Ballverluste wie zuvor im gesamten Spiel. Vechta hat in der Schlussphase immer besser verteidigt und ist so herangekommen", meinte der Coach. In den vorherigen Minuten lag sein Team zwischenzeitlich mit 17 Punkten in Führung und schien das Geschehen im Griff zu haben. Mac-Davis Duah und Peter Huber-Saffer absolvierten ihre bisher wohl besten Saisonleistungen und wenn es einmal eng wurde, ließ es Augie Johnston "Dreier" mit perfekter Quote regnen.

Vechtas Mädrich gab seinem Team in der 39. Minute per "Dreier" und Korbleger die höchste Gästeführung des Spiels (82:85). Duah glich nervenstark mit einem erfolgreichen Langdistanzwurf aus. Marvin Boadu übernahm die Verantwortung für Rasta und tankte sich zum Korb durch, um 24 Sekunden vor Schluss Vechta wieder in Front zu bringen. Nach einer Auszeit der Gäste gaben die Hausherren den Ball in Huber-Saffers Hände, der acht Sekunden vor Schluss sicher zum 87:87 vollendete. Ein Angriff sollte Vechta noch bleiben. Wieder zeigte Boadu Herz und zog zum Korb. Der Ball sprang allerdings vom Ring zurück. Mädrich krallte sich den Offensiv Rebound und netzte geistesgegenwärtig ein, ehe ein Wimpernschlag später der Buzzer die Partie beendete.

Statistik:

Viertelergebnisse:
27:12, 18:30, 29:17, 13:30

SC Rist (Punkte): Pettaway (20), Johnston (18), Huber-Saffer (17), Duah (15), Böke, Gausa (je 5), Lühring (4), Moysich (3), Akpinar, Laatzen, Parohl, Stielow.

SC Rasta Vechta (Punkte): Rudowitz (25), Boadu, Mädrich (je 16), Stückemann (14), Reid (13), Krause (3), Heitzhausen (2), Goehrke.

Schiedsrichter: Boris Schmidt / Dennis Sirowi

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1. Herren: Kein Punktgewinn im Rheinland

Elf Punkte, acht Rebounds: Kay Gausa. Foto: Claus Quast

"Es wird immer enger", sagte Özhan Gürel im Anschluss an die Niederlage der 1. Herren bei den Bayer Giants Leverkusen (81:85) und meinte den Kampf um die Playoffs bzw. das Vermeiden einer erneuten Teilnahme an der Abstiegsrunde.

"Die Jungs haben sehr gut gekämpft, und es ist echt schade, dass wir dieses Spiel verloren haben", so der Trainer weiter. 50 Minuten lang standen die Rister den Giants gegenüber, am Ende der zweiten Verlängerung trafen die Gastgeber die besseren Entscheidungen, während Gürel haderte: "Unsere Krankheit, dumme und unnötige Fouls zu begehen, kam in der Schlussphase leider wieder zum Vorschein." Zweieinhalb Minuten vor dem Ende der Partie lag man mit vier Punkten in Führung, doch Bayer sollte noch acht Punkte - allesamt per Freiwurf - erzielen, während dem SC Rist keine Zähler mehr gelangen. Zehn Sekunden waren noch zu absolvieren (Leverkusen lag mit 84:81 vorn), als Augie Johnston versuchte, per "Dreier" auszugleichen. Der erste Versuch schlug fehl, doch Mac-Davis Duah schnappte sich den Offensiv Rebound. Die mögliche zweite Wurfchance kam allerdings nicht zustande, stattdessen unterlief ein Ballverlust, der die Hoffnung auf den Ausgleich endgültig zerstörte.

Dass die Rister vor der Halbzeit meist der Musik hinterher liefen, änderten sie im Anschluss an den Seitenwechsel: "Wir haben uns in der Defense sehr gesteigert", sagte Gürel, der sich zur Halbzeit noch über 43 kassierte Punkte geärgert hatte. "Das nächste Spiel gegen Vechta am Samstag ist wirklich schon eine Art do or die-Spiel für uns. Und wir brauchen dabei jede Unterstützung der Fans", so Gürel mit Blick auf die Tabellensituation und die Bemühungen, die Playoffs zu erreichen.

Statistik:

Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht):
18:23, 17:20, 19:16, 15:10, 12:16 (Verlängerung)

SC Rist (Punkte): Pettaway (27), Johnston (20), Gausa (11), Duah (10), Lühring (5), Moysich (4), Akpinar, Parohl (je 2), Laatzen, Ruppert, Stielow.

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1. Herren: Einfach zu viele Fehler

Fabian Lühring erzielte trotz Schmerzen 22 Punkte. Foto: Claus Quast

"Das war heute wie 2. Regionalliga gegen 2. Bundesliga. Ich bin froh, dass wir nicht mit 40 Punkten verloren haben", sagte ein frustrierter Özhan Gürel im Anschluss an die 75:92-Niederlage seiner Mannschaft bei den Herzögen Wolfenbüttel.

In der Offense besaßen die Rister große Probleme und ließen sich von den aggressiv verteidigenden Niedersachsen die Butter vom Brot nehmen. Hinzu kam, dass Augie Johnston einen schlechten Tag erwischte und Fabian Böke aufgrund akuter Rückenschmerzen nicht zum Einsatz kam. Im Abschlusstraining am Freitag noch hatte er mitgemischt, doch vor dem Spiel ging plötzlich nichts mehr. Im Laufe der Partie suchten die Rister ihr Heil (zu) oft im Distanzwurf und trafen allerdings kaum. Da Anthony Pettaway lange aufgrund von Foulproblemen auf der Bank saß, kämpfte sich Fabian Lühring durch und lieferte eine starke Leistung ab: "Er kann kaum noch stehen, ihm tut alles weh", sagte Gürel nach der Partie über seinen aufgrund von Knieproblemen angeschlagen an den Start gegangenen Center. Doch das größte Unbehagen bereiteten dem Trainer die Ballverluste, insgesamt 23 an der Zahl: "Das waren zum Teil unglaubliche Fehler. Ich kann mir nicht erklären, wie das sein kann. Echt bitter", sagte er.

Zwar steigerten sich die Rister im Schlussabschnitt auch aufgrund der nunmehr nicht mehr derartig effektiven Wolfenbütteler Defense, die Niederlage mit 17 Punkten Differenz war aber nicht abzuwenden - im direkten Vergleich haben die Niedersachsen damit deutlich die Nase vorn.

Statistik:

Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht):
23:28, 11:18, 14:27, 27:19

SC Rist (Punkte): Pettaway (25), Lühring (22), Johnston (7), Akpinar (6), Duah (5), Gausa, Parohl (je 4), Stielow (2), Nagora, Ruppert.

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1. Herren: Der zweite Streich blieb aus

Ismet Akpinar drehte nach der Halbzeit auf. Fotos: Claus Quast

Am Ende eines äußerst stimmungsvollen Abends in der Steinberghalle verabschiedeten sich beide Mannschaften mit Applaus von ihren Anhängern und ebenso schallte es von den Rängen zurück. Die Zuschauer hatten ein temporeiches Spiel gesehen und trotz einer weitgehend auf Augenhöhe verlaufenen Partie einen letztlich verdienten Sieger aus Hannover.

"Meine Spieler hatten keine Lust, das zweite Spiel innerhalb von wenigen Tagen gegen Wedel zu verlieren. Diese Motivation hat uns vor allem in der Anfangsphase geholfen", sagte UBC-Headcoach Michael Mai. Sein Kollege Özhan Gürel hingegen hätte sich gewünscht, seine beiden Starter Fabian Böke und Anthony Pettaway wären ohne Foulprobleme durch die Partie gekommen. "Leider konnten sie deshalb weniger spielen als sonst. Das hat uns weh getan. Aber erfreulich waren die Leistungen unserer jungen Spieler. Das zu sehen, macht viel Spaß", sagte Gürel.

Dass die Hannoveraner heiß auf die Revanche waren, zeigten bereits die ersten Minuten. Der UBC legte vor; schon zu diesem Zeitpunkt deutete sich an, dass es ein kanadischer Abend werden würde. Der kraftvolle Jacob Doerksen krachte durch die Wedeler Zone wie ein Eisbrecher durch die Hudson Bay und war vor der Halbzeit nicht aufzuhalten. Der ebenfalls aus British Columbia und gleichermaßen an der Trinity Western University ausgebildete Stephen Janzen hingegen war für die filigranen Momente zuständig und hatte im Vergleich zum Sonntag auch sein Wurfglück wiedergefunden.

Fabian Böke gegen Jan-Peter Prasuhn.

Dank schneller Punkte von Fabian Böke und Augie Johnston glichen die Rister zu Beginn des zweiten Viertels aus. Auf beiden Seiten wurde mit harten Bandagen gekämpft. Pettaway lief heiß, musste anschließend aber wieder auf der Bank Platz nehmen: sein viertes Foul machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Im Anschluss an die Halbzeit lagen die Vorteile zunächst auf Hannoveraner Seite, doch die Rister kämpften sich abermals zurück und gingen später wieder in Führung. Bezeichnenderweise durch einen "Dreier" von Ismet Akpinar. Denn der 16-Jährige kurbelte die Wedeler Aufholjagd gewaltig an und brachte die Steinberghalle zum Kochen, als er in der letzten Sekunde des dritten Viertels zum 75:72 traf und unmittelbar nach dem Beginn des letzten Viertels gleich noch mal nachlegte. Doch anschließend gab es einen Bruch im Spiel. Hannover erzielte 15 Punkte in Folge: Die Entscheidung. Denn die cleveren Gäste ließen nun keine abermalige Aufholjagd der Hausherren mehr zu und brachten den Auswärtssieg unter Dach und Fach. Was blieb war neben der Enttäuschung, den zweiten Streich gegen den UBC verpasst zu haben, die Freude über die couragierten Auftritte der Youngster. Neben Akpinar empfahlen sich gegen den Tabellenführer auch Marc Nagora und Janis Stielow für weitere Einsatzzeit, während Kay Gausa und Tim Parohl ohnehin längst als Stützen etabliert sind.

Am kommenden Wochenende gastieren die Rister bei den Herzögen Wolfenbüttel, die am Sonnabend knapp gegen SSV Lok Bernau (81:79) gewannen.

Statistik:

Viertelergebnisse:
22:26, 24:25, 29:21, 14:30

SC Rist (Punkte): Akpinar, Johnston (je 18), Böke (17), Pettaway (10), Gausa (8), Lühring, Nagora, Stielow (je 6), Duah, Parohl.

UBC Hannover (Punkte): Doerksen (28), Janzen (27), R. Williams (15), M. Williams (12), Prasuhn (8), Welzel (7), Smith (5), Memenga.

Schiedsrichter: Tim Schneider / Holger Lohmüller

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1. Herren: Sieg beim Tabellenführer

Sicherte den Sieg an der Linie ab: Augie Johnston. Foto: Claus Quast

Mit einem 91:85-Sieg über Tabellenführer UBC Hannover in der Tasche kehrten die 1. Herren am späten Sonntagabend nach Wedel zurück. Nach den zuletzt unbefriedigend verlaufenen Auswärtsspielen war dieser Punktgewinn so ganz nach dem Geschmack von Headcoach Özhan Gürel und seinem Team.

Die Rister legten los wie die Feuerwehr und lagen mit 8:0 in Front, als Hannovers Coach die erste Auszeit nahm. "Hannover war von unserer Zonenverteidigung überrascht und hat keine Antwort gefunden", sagte Gürel. Kurios: Bis auf einen "Dreier" von Augie Johnston erzielten Fabian Böke und Anthony Pettaway sämtliche Wedeler Zähler im ersten Viertel. Während des zweiten Abschnittes bauten die Rister ihre Führung auf bis zu 16 Punkte aus. Dass Hannover im Anschluss an die Halbzeit aufs Gaspedal drücken würde, war zu erwarten - und so kam es. Ein 10:0-Lauf der Niedersachsen brachte den SC Rist in Zugzwang. Die Gürel-Jungs hielten dagegen und blieben in Führung. Das gut aufgelegte Inside-Trio komplettierte Fabian Lühring, der von der Bank kommend wichtige Dienste ablieferte, fünf Rebounds sammelte und bei perfekter Trefferquote sieben Punkte erzielte.

In der Schlussphase sorgte insbesondere Johnston - nicht zuletzt als sicherer Freiwerfer - für die nötigen Punkte, um den Auswärtssieg beim Tabellenführer unter Dach und Fach zu bringen.

"Wir haben unsere Stärken unter dem Korb ausgespielt und unsere Center sehr gut gefüttert. Auch die Guards haben einen guten Job gemacht und viel gearbeitet", fand Gürel. "Am Ende sind wir cool geblieben und hatten bei einigen schwierigen Würfen auch Glück", bilanzierte der Coach.

Schon am kommenden Sonnabend (19. November, 19:00 Uhr) treffen die Rister erneut auf Hannover, dann gastiert der UBC am Steinberg. Gürel: "Wir müssen den Ball flach halten. Hannover ist immer noch Tabellenführer und eine sehr starke Mannschaft. Wir freuen uns sehr auf dieses Spiel."

Statistik:

Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht):
24:17, 27:20, 18:26, 22:22

SC Rist (Punkte):
Böke (26), Pettaway (22), Johnston (17), Akpinar, Lühring (je 7), Duah, Gausa (je 4), Laatzen (3), Parohl (1), Wichers.

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