Vorschau

1. Herren: Tempo in Oldenburg beibehalten

Die Rister (hier Will Barnes) wollen ihrer Serie einen weiteren Sieg hinzufügen. Foto: Claus Bergmann

Zwei Spiele haben die 1. Herren in Folge gewonnen, mit Kampf- und Teamgeist behielten die Jungs gegen Wolfenbüttel und Bochum jeweils die Oberhand. Am Sonntag (4. Dezember, 18:00 Uhr) sind die Rister bei der Baskets Akademie Weser-Ems/Oldenburger TB, dem derzeitigen Tabellensechsten, gefordert. "Oldenburg hat eine sehr talentierte Mannschaft, das wird ein schwieriges Spiel", meint Cheftrainer Felix Banobre.

Vor besagten zwei Siegen warteten die Wedeler wochenlang auf ein Erfolgserlebnis, der Coach griff ein: "Wenn man vier Spiele in Folge verliert, muss man etwas tun. Wir haben Dinge im Training geändert und die Gewohnheiten durchbrochen", so Banobre. Der Prozess, den der Trainer vor zwei Wochen für den Zeitraum bis Weihnachten in Gang setzte, nennt er die "Suche nach der eigenen Identität". Gegen Bochum und zuvor gegen Wolfenbüttel habe seine Mannschaft diesbezüglich bereits Schritte in die gewünschte Richtung gemacht. "Das beginnt mit der Verteidigung. Wir haben uns gegen Bochum auf unsere Verteidigungsprinzipien konzentriert - das war sehr wichtig", so Banobre. Auch dem Auftreten als Einheit komme große Bedeutung zu: "Die Mannschaft steht an erster Stelle", sagt der Spanier.

Die Oldenburger - Meister der 2. Basketball-Bundesliga ProB 2014 und 2015 - stellen das Nachwuchsreservoir des örtlichen Bundesligisten: Mit Dominic Lockhart und Jan Niklas Wimberg sind zwei Säulen der Doppelmeisterschaft bereits ausschließlich beziehungsweise überwiegend in der BBL im Einsatz, Wimberg spielt auch weiterhin in der ProB. Philip Zwiener, der mit der deutschen Nationalmannschaft 2008 an den Olympischen Spielen und 2013 an der Europameisterschaft teilnahm, gibt seit Saisonbeginn den Leitwolf des von Artur Gacaev trainierten Jungrudels. Der 31-jährige Zwiener wird in Spielminuten und Punkten pro Partie nur von Aufbauspieler Haris Hujic übertroffen. Hujic kommt durchschnittlich auf 17,2 Zähler je Einsatz. Bei Oldenburgs Niederlage gegen Bernau (79:95) am vergangenen Wochenende führte Hujic die Seinen mit 23 Punkten an, Center Till Isemann steuerte 15 Zähler bei.

1. Herren: Zuhause den nächsten Schritt wagen

Damals im Januar: René Kindzeka auf dem Weg zum Korberfolg gegen Bochum. Foto: Claus Bergmann

Eine kleine Serie - das wär's doch. Am kommenden Sonntag (27. November, 17:00 Uhr) machen sich die 1. Herren im Heimspiel gegen den VfL Bochum auf die Suche nach dem zweiten Sieg innerhalb von sieben Tagen. "Wir haben eine Serie von vier Niederlagen in Folge überwunden, die auch viel mit einer Reihe von Verletzungen und Erkrankungen zu tun hatte. Nach dem Sieg am vergangenen Wochenende müssen wir jetzt weitermachen und einen weiteren Schritt gehen", sagt Cheftrainer Felix Banobre auf den 10. Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga ProB vorausblickend.

"Ich habe den Spielern gesagt, dass wir weiterhin unsere Identität als Mannschaft finden müssen", so der Spanier. Diesbezüglich habe die gezeigte Leistung vor allem im Schlussviertel des Sieges von Wolfenbüttel (84:83) bereits wertvolle Erkenntnisse hervorgebracht, die umso kostbarer wären, würde im Duell mit den "AstroStars" nun nachgelegt.

"Bochum ist in jeder Hinsicht ein starker Gegner: Die Mannschaft hat gute Amerikaner, gute deutsche Spieler und zeigt starke Leistungen", meint der Rist-Trainer. Eine Vorstellung sticht hervor: Vor zwei Wochen bezwang der VfL den Tabellenführer SSV Lok Bernau (103:91) und zeigte beeindruckenden Offensivbasketball, für den allen voran Gary Johnson (26 Punkte), Clay Wilson und Michael Haucke (je 20) verantwortlich zeichneten.

Der 33 Jahre alte Johnson schöpft aus einem reichen Erfahrungsschatz, den er sich unter anderem in über 200 ProA-Einsätzen angeeignet hat. Der US-Amerikaner ist der Taktgeber des Bochumer Spiels - wenn erst sein Landsmann Ryon Howard (derzeit mit einem Mittelhandbruch außer Gefecht) wieder einsatzfähig ist, verfügt VfL-Trainer Kai Schulze über zwei Ausnahmekräfte. Was nicht bedeutet, dass der Bochumer Kader ohne Howard schwach zu nennen wäre. Ganz im Gegenteil: Dank Johnson, Haucke, Davon Roberts, Artem Shelukha oder Cham Korbi steht geballte Erfahrung zur Verfügung - ein Pfund, mit dem man wuchern kann. Ein weiterer Trumpf: Teile der Mannschaft stehen bereits seit Jahren gemeinsam auf dem Feld, auch das zahlt sich aus.

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1. Herren: Bahner, Behr, Banobre - Nachrichten mit B vor der Fahrt nach W

Leon Bahner fällt bis auf Weiteres verletzt aus. Foto: Claus Bergmann

Erst gab's in Wedel Schnee, dann die kalte Dusche. Vor dem Auswärtsspiel der 1. Herren am Sonntag (20. November, 17:00 Uhr) bei den Herzögen Wolfenbüttel ereilte die Rister zwei Negativnachrichten.

Innenspieler Leon Bahner ist weder am neunten Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga ProB noch bei den anschließenden Aufgaben einsatzfähig. Die Sprunggelenksverletzung, die den Einsatz des besten Wedeler Rebounders am vergangenen Sonntag unmöglich machte, stellte sich als Bänderriss heraus. Der 21-Jährige muss deshalb wochen- gar monatelang pausieren. Und auch Marius Behr hat sich eine Knöchelblessur zugezogen - die genaue Diagnose steht noch aus.

Dass Banobres personelle Auswahlmöglichkeiten auf den "großen Positionen" eingeschränkt sind, erfordert Gegenmaßnahmen taktischer Natur: "Wir müssen mit dieser Situation umgehen und vor allem in der Verteidigung die passenden Lösungen finden. Daran arbeiten wir", sagt der Spanier, der diesbezüglich bereits bei der Auswärtspartie am zurückliegenden Wochenende einige Kniffe zur Anwendung brachte. Diese hätten gegen den RSV Eintracht ihre Funktion erfüllt, die Reboundschwäche vermochte auf diese Weise aber nicht eingedämmt zu werden.

"Bevor man sich den abprallenden Ball sichern kann, muss man den Gegenspieler ausboxen", erläutert Banobre und ergänzt: "Wir können das trainieren, doch das ist etwas, was von den Spielern kommen muss: Sie müssen im Spiel den Körperkontakt suchen. Das Ausboxen und die Freiwürfe sind im Moment unsere beiden größten Schwächen. Indem wir dem Gegner zu viele zweite Wurfchancen gewähren, geben wir ihm auch die Möglichkeit, Punkte zu erzielen. Damit beschäftigen wir uns im Training, denn diese beiden Schwächen und andere müssen wir abstellen."

Selbstredend macht der Blick auf die Tabelle der Nordstaffel der ProB allen Ristern und Rist-Anhängern derzeit keine Freude. Zwölfter von zwölf Mannschaften, ergo Letzter - das soll sich wieder ändern. "Der einzige Weg, mit solch einer Situation umzugehen, ist, Extraschichten einzulegen und zu arbeiten", sagt der Spanier. "Man kann nicht darauf warten, dass ein Wunder passiert. Man muss weiterarbeiten - das ist alles. Wir müssen immer unsere positive Einstellung behalten und schlicht und ergreifend arbeiten", betont er.

Am Sonntag führt der Weg zum Tabellenachten: Die Herzöge Wolfenbüttel verloren am vergangenen Spieltag in Iserlohn einen Schritt vor der Ziellinie. In letzter Sekunde entrissen die Sauerländer den niedersächsischen Gästen den Sieg - für die Mannschaft von Trainer Ralf Rehberger ein Finale wie ein Wolkenbruch. Wolfenbüttels Center Khalil Kelley, der kurz zuvor getroffen hatte, war seine Heldenrolle augenblicklich wieder los. Mit 22 Zählern und elf Rebounds hatte der US-Amerikaner aber eine zweifellos tolle Leistung gezeigt und seinen ebenfalls gut aufgelegten Landsmann Demetrius Ward (14 Punkte, sechs Rebounds, vier Assists) statistisch noch übertroffen. Das Duo bildet eines der besten Gespanne der ProB und erzielt pro Spiel rechnerisch rund die Hälfte der Wolfenbütteler Punkte.

1. Herren: Duell zweier Mannschaften, die einen Sieg benötigen

Am Sonntag wieder: Alle wollen das eine. Foto: Claus Bergmann

Ein Spanier im Schnee. Nach dem Wintereinbruch in Norddeutschland musste Felix Banobre erst einmal seine Stiefel auspacken. "Die habe ich letztes Jahr gekauft", erzählt er. In der iberischen Heimat des Wedeler Cheftrainers ist die weiße Pracht ein eher seltener Gast, zum Einsatz kamen die warmen Schuhe während des vergangenen Winters, als er den BC Erfurt trainierte - und jetzt wieder. Bloß keine Rutschpartie, bloß keine kalten Füße. Unbedingt auch zu vermeiden am kommenden Sonntag (13. November, 17:30 Uhr) beim Auswärtsspiel beim RSV Eintracht 1949 Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf. Es treten gegeneinander an: Zwei Mannschaften, die einen Sieg benötigen. Die Gastgeber haben von sieben Saisonspielen eines gewonnen und rangieren auf dem letzten Tabellenplatz der Nord-Staffel der 2. Basketball-Bundesliga ProB, die Rister haben mit zwei Siegen und fünf Niederlagen einen nur etwas besseren Stand zu vermelden.

"Ich erwarte eine Mannschaft, die versuchen wird, ihren Stil durchzusetzen und uns mit wechselnden Verteidigungsformen zu bekämpfen. Stahnsdorf spielt zu Hause und wird aggressiv auftreten", formuliert Banobre das Szenario, auf das man sich seiner Ansicht nach gefasst machen muss. Dass sich die Rister Ende August mit dem RSV Eintracht maßen und 69:76 unterlagen? Schnee von gestern, meint der Spanier: "Vorbereitung ist Vorbereitung. Die Mannschaften sind jetzt ganz anders aufgestellt." Der RSV Eintracht setzt unter anderem auf die drei US-Amerikaner Joshua Adeyeye, Joshua Smith und Antoine Myers: Ersterer ist ein variabler Flügelspieler, der über einen guten Distanzwurf, aber auch über Qualitäten in der Arbeit in Korbnähe verfügt. Letzteres wiederum zählt ebenfalls zu den Stärken Smiths, der mit fast zehn Rebounds pro Einsatz zu den wirkungsvollsten "Bällegreifern" der Liga gehört. Aufbauspieler Myers arbeitete mit RSV-Trainer Thomas Roijakkers einst schon in Recklinghausen zusammen. Weitere Stützpfeiler der Eintracht sind Joey Ney (absolvierte zwischen 2011 und 2013 16 Bundesligaspiele für Alba Berlin), Niko Schumann sowie Colin Craven.

Schmerzlich vermisst werden beim SC Rist seit Wochen die Dienste von Steffen Kiese. Doch es gibt Licht am Ende des Tunnels, der sich aufgrund eines Bänderrisses im Knie auftat: "Langsam, aber sicher findet er seinen Rhythmus. Es ist eine gute Nachricht, dass Steffen wieder mit dem Training beginnen konnte", sagt Banobre.

1. Herren: Vorsicht, Schnellzug!

Thierno Agne und Co. wollen am Sonnabend einen fahrenden Zug aufhalten. Foto: Bergmann

Normalerweise zuckeln die S-Bahnen in angepasstem Tempo von Rissen kommend in Richtung Bahnhof, doch am Sonnabend (5. November) rast ausnahmsweise eine Lok unter Volldampf auf Wedel zu. Die Rister bekommen es im Heimspiel, das um 19:00 Uhr in der Steinberghalle stattfindet, mit dem SSV Lok Bernau zu tun.

Der Tabellenführer der 2. Basketball-Bundesliga ProB Nord gleicht seit Monaten vielmehr einem Hochgeschwindigkeitszug als einem "Dampfross" alter Bauart. Erst lenkte Trainer René Schilling die Brandenburger in der vergangenen Saison ohne eine einzige Niederlage zum Meistertitel in der 1. Regionalliga Nord und auch in der ProB lassen die Eisenbahner die Gleise glühen: Sechs Spiele, fünf Siege - der aus der einstigen Betriebssportgemeinschaft Lokomotive Bernau hervorgegangene Verein bestimmt dieser Tage den Fahrplan der Liga. Für Rist-Cheftrainer Felix Banobre kommt das nicht überraschend: Bei der Trainerumfrage zu Saisonbeginn zählte der Spanier den Aufsteiger als einen Titelanwärter auf: "Bernau arbeitet mit Alba Berlin zusammen und hat gute Doppellizenzler und erfahrene Spieler. Auch die beiden Amerikaner sind stark. Das ist eine in Defensive und Offensive rundum gute Mannschaft", sagt Banobre jetzt.

Erster Heizer in der Belegschaft seines Kollegen ist Pierre Bland: Der US-Amerikaner stellte als überragender Mann die Weichen zum Meistertitel, nahm anschließend das Angebot der Vertragsverlängerung an und hat sich auch in der ProB zu den Akteuren der ersten Klasse gesellt. Neben dem Spielmacher zählt Robert Kulawick zu den Lok-Antreibern: Die Routine aus fast 300 Bundesliga-Einsätzen für Berlin, Bremerhaven, Braunschweig und Göttingen sowie ein nach wie vor tolles Händchen für Distanzwürfe gehören zu den Vorzügen des 30-Jährigen. Eine ähnliche Vita und Qualitäten wie Kulawick weist Nico Adamczak auf: Auch er ist gebürtiger Berliner, spielte einst ebenfalls in der Junioren-Nationalmannschaft und verfügt über Erfahrung aus erster und zweiter Liga. Ein gefährlicher Dreierschütze ist er ohnehin. Von den erwähnten Alba-Talenten taten sich bislang vor allem Ferdinand Zylka und Tim Schneider hervor.

In der Offensive stehen die Signale der Lok-Akteure auf grün, 86 pro Spiel erzielte Punkte sind in der ProB Nord Ligabestwert. Da kann die Wedeler Devise nur lauten: In der Verteidigung die Schranken herunterlassen, um nicht vom Brandenburg-Express überrollt zu werden. "Wir müssen uns ein wenig mehr auf unsere Defensive konzentrieren und viele Kleinigkeiten beachten. Ansonsten geht es darum, unser Spiel und unsere Stärken im Blick zu haben", sagt Banobre. Wird das umgesetzt, könnte es gelingen, die Eisenbahner trotz Höchsttempo aus den Gleisen zu heben.

1. Herren vor sonntäglicher Aufgabe: Rister gegen Recklinghausen

Auch am Sonntag entscheidend: Die Lücke finden und dann ab zum Korb. Hier macht's René Kindzeka vor. Foto: Claus Bergmann

Die Rister treffen am Sonntagnachmittag (30. Oktober, 17:00 Uhr) in der Steinberghalle auf Citybasket Recklinghausen. Es ist der sechste Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga ProB, und für die Mannschaft von Cheftrainer Felix Banobre geht es darum, den Anschluss nach oben zu wahren.

"Ich erwarte ein schweres Spiel. Recklinghausen hat bisher nur ein Spiel gewonnen, wir haben aber auch bloß einen Sieg mehr", gibt Banobre zu bedenken. "Es ist egal, ob man gegen eine Mannschaft antritt, die in der Tabelle unten oder oben steht: Man muss immer mit derselben Einstellung in die Partie gehen", so der Spanier. Und das bedeutet: Von Beginn an volle Konzentration und die höchstmögliche Intensität. "Recklinghausen hat starke Spieler, darunter die drei Amerikaner", sagt Banobre. Chris Iles war in der vergangenen Saison in Cottbuser Diensten mit fast 26 Zählern pro Einsatz bester Punktesammler der 1. Regionalliga Nord und findet sich auch eine Klasse höher gut zurecht: Bei Recklinghausens Niederlage am vergangenen Wochenende gegen Bernau (81:87) erzielte der Aufbauspieler 26 Punkte und traf sechs Dreier. Sein Landsmann Dallis Johnson, ein kräftiger Flügelspieler, gehörte in der zurückliegenden Saison ebenfalls zu den Leistungsträgern eines Regionalligisten (UBC Münster), ehe er sich Citybasket anschloss. Der dritte Amerikaner im Bunde heißt Dalton Patten. Für den 2,07 Meter großen Innenspieler aus Colorado ist das Ruhrgebiet die erste Station im Ausland. "Recklinghausen hat mehrere Spiele knapp und nur mit ein paar Punkten Differenz verloren. Vor allem in der ersten Hälfte der Saison hat die Tabelle nur bedingte Aussagekraft", sagt Banobre angesichts der Tatsache, dass die Recklinghäuser momentan auf dem vorletzten Rang der ProB Nord stehen. Vom derzeitigen Stand will sich der Spanier nicht blenden lassen, er verlässt sich vielmehr auf die Eindrücke, die er unter anderem im Videostudium des Gegners gewann.

Wie ist die Wedeler Personalsituation? Aurimas Adomaitis ist am Dienstag wieder ins Training eingestiegen, nachdem er in der Vorwoche krank im Bett lag und am Freitag gar ins Krankenhaus eingeliefert worden war. Thierno Agne, der die Partie in Quakenbrück ebenfalls verpasste, fehlte weiterhin krankheitsbedingt, Will Barnes musste sich im Laufe der Woche am Knöchel behandeln lassen.

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1. Herren: Mit Unterstützung ins Artland

Trainer Felix Banobre. Foto: Claus Bergmann

Felix Banobre macht als Trainer klare Ansagen. Und eines ist dem Spanier ganz besonders wichtig: "Wir müssen immer von Spiel zu Spiel denken", sagt er und wiederholt die Devise ganz besonders gerne nach Siegen seiner Mannschaft. Dem ersten folgt der zweite Schritt, Stück für Stück wird die Entwicklung vorangetrieben. So und nicht anders. Und getreu diesem Motto bereitet er die Auswärtspartie in Quakenbrück vor.

Am Sonnabend (22. Oktober, 19:30 Uhr) sind die Rister bei den Artland Dragons (Tabellenfünfter mit zwei Siegen und zwei Niederlagen) zu Gast - mit welcher Besetzung? Das entscheidet sich noch. Aurimas Adomaitis, Thierno Agne und Osaro Jürgen Rich Igbineweka hüteten krank das Bett und welche Doppellizenzler die Reise ins Artland antreten, wird wie immer in enger Absprache zwischen Banobre und seinen Trainerkollegen von den Towers und Piraten entschieden. "Die Kommunikation ist entscheidend. Wenn gut untereinander kommuniziert wird, dann läuft es. Und bisher läuft alles. Wir sind in ständigem Kontakt und sprechen uns ab, damit alle Mannschaften profitieren. Das ist der beste Weg, damit eine Kooperation erfolgreich ist", sagt der Spanier.

Die Quakenbrücker hat der 46-Jährige auf seiner Liste der Titelanwärter vermerkt: "Die Artland Dragons verfügen über einen tief besetzten Kader und sehr gute Spieler. Sie haben zuletzt verloren und müssen am Sonnabend gewinnen. Wir erwarten ein Spiel mit hoher Intensität. Für uns geht es darum zu versuchen, das Spiel mit unserem Stil und mit Hilfe unserer Spielphilosophie zu gewinnen", blickt Banobre auf die Herausforderung. In Person von Benjamin Fumey verfügen die Artländer über einen Vierer mit Erfahrung und Klasse, der ebenso wie sein Mannschaftskollege Maximilian Rockmann einst für die Towers spielte. Matt Reid, der im Sommer 2012 ein Probetraining beim SC Rist absolvierte, und Philipp Lieser wechseln sich auf der Spielmacherposition ab, Chris Frazier ist ein treffsicherer Distanzwerfer, Kenneth Cooper und Gregory Graves ackern unter den Körben.

Im Auswärtsspiel beim ehemaligen Bundesligisten (bis 2015) und Deutschen Pokalsieger von 2008 werden die Rister von einer Fangruppe unterstützt - darunter zwölf Flüchtlinge, die in Wedel wohnen und bei den Heimspielen in der Steinberghalle Stammgäste sind. Die Artland Dragons haben sich bereit erklärt, ihnen den Eintritt zur Partie am Sonnabend zu erlassen, die Stadtsparkasse Wedel übernimmt die Treibstoffkosten für die Auswärtsfahrt und Forthree 43 Basketball stellt künftig Fan-T-Shirts zur Verfügung. Wir bedanken uns herzlich für die großzügige Unterstützung unserer Fans!

1. Herren: Der Tabellenführer zu Gast am Steinberg

Trainer Felix Banobre (hier mit seinem Assistenten Stefan Altemüller) bereit seine Jungs auf Itzehoe vor. Foto: Claus Bergmann

Drei Spieltage sind in der 2. Basketball-Bundesliga ProB absolviert - und für Felix Banobre, Cheftrainer des SC Rist Wedel, bietet sich bisher ein klares Bild. "Die Liga ist im Vergleich zur Vorsaison noch einmal viel besser geworden. Das Niveau ist noch ausgeglichener, zwischen den Mannschaften bestehen keine großen Unterschiede, jeder kann jeden schlagen", meint der Spanier. Auch der Tabellenzehnte den unbesiegten Spitzenreiter? Die Rister werden sich am Sonnabend (15. Oktober) an dieser Aufgabe versuchen. Um 19:00 Uhr sind die Itzehoe Eagles mit ihrem in der Steinberghalle bestens bekannten Trainer Pat Elzie zu Gast.

"Itzehoe hat eine starke Mannschaft, ist Erster und gut drauf", sagt Banobre. Nach Siegen gegen Bochum, Wolfenbüttel und Recklinghausen hat Elzies Mannschaft die beste Startbilanz aller Vereine der ProB Nord vorzuweisen. Beim 89:77 über Recklinghausen am vergangenen Wochenende traf der US-Amerikaner Darren Galloway (20 Punkte) am besten, Frederik Henningsen bilanzierte lediglich einen Zähler weniger. Keine Mannschaft hat mehr Dreier als die Adler getroffen, auch beim Abgreifen von Rebounds gehören sie zu den Besten. "Die Itzehoer Spieler haben bislang gezeigt, welch großes Potential in ihnen steckt", so der Wedeler Trainer. Auf Steffen Kiese (Bänderriss im Knie) muss Banobre verzichten, wie gegen Schalke sind also die Jungen an der Seite von Will Barnes gefragt. "Sie müssen jetzt mehr Verantwortung übernehmen, für ihre Entwicklung ist das sehr gut", sagt der 46-Jährige. Dass in den Anfangsminuten der Partie in Gelsenkirchen am zurückliegenden Sonntag Banobres Dafürhalten nach die eine oder andere "Schippe" Intensität fehlte, soll eine lehrreiche Lektion gewesen sein: "Die Trainingssituation war besser, das ist eine gute Voraussetzung, um gegen Itzehoe von Beginn an die richtige Intensität an den Tag zu legen", sagt der Coach.

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1. Herren: "Auf Schalke" geht's weiter

Aurimas Adomaitis (links) ist angeschlagen. Foto: Claus Bergmann

Trainer Felix Banobre dachte schon Minuten nach dem Sieg gegen Rostock eine Woche voraus. Das Auswärtsspiel beim FC Schalke 04 (Sonntag, 9. Oktober, 16:00 Uhr) fordert die volle Aufmerksamkeit der Rister, zumal zu Wochenbeginn dem starken Auftritt am zweiten Spieltag gleich mal ein Dämpfer folgte. Mehrere Rister mussten dem Training mit Blessuren und Krankheiten fernbleiben, Banobre hofft bis zur Fahrt nach Gelsenkirchen auf Besserung. Auf die Euphoriebremse musste der Spanier also gar nicht erst treten, denn diese betätigte sich ganz von selbst. Und dennoch: "Ich bin ein Trainer, der immer das Positive sieht. Ich habe den Jungs gesagt: An den Umständen können wir nichts ändern, wir müssen konzentriert bleiben. Auf geht's nach Schalke!", so Banobre.

Der S04 hat seine ersten beiden Partien verloren, doch das ändert nichts am Urteil des Spaniers: "Schalke hat eine starke Mannschaft. Ich erwarte einen Gegner, der in eigener Halle sehr aggressiv auftreten wird", so Banobre. Sein Trainerkollege Raphael Wilder verfügt über einen erfahrenen Kader: Dorian McDaniel, Marco Buljevic und Nikita Khartchenkov spielten bereits in der Bundesliga, die US-Amerikaner Courtney Belger und Patrick Carney sind ebenfalls seit Jahren auf deutschen Basketballfeldern unterwegs und haben ihre Klasse unter anderem in der ProB wiederholt nachgewiesen. Zur jungen Garde der Gelsenkirchener zählt Trent Weaver. Der 22-jährige Center stammt aus dem US-Bundesstaat Ohio und hinterließ in seinen ersten beiden Auftritten in Königsblau einen guten Eindruck. "Mir gefällt bei Schalke die Balance zwischen Innen- und Außenspiel", sagt Banobre. Er und seine Jungs arbeiten daran, am Sonntag ein Gegenmittel auf der Hand zu haben.

1. Herren: Erster Blick auf die neuen Rister

Heimspielauftakt mit Steffen Kiese und den Ristern. Foto: Claus Bergmann

Da wartet eine große Aufgabe auf die Rister im ersten Saisonheimspiel am kommenden Sonntag (2. Oktober, 19:00 Uhr) gegen die Rostock Seawolves. "Rostock ist eine sehr ausgeglichene Mannschaft und für mich der Meisterschaftsfavorit, doch wir wollen uns behaupten", sagt Trainer Felix Banobre vor dem Duell mit den Mecklenburgern.

An der Warnow werden Bundesliga-Ambitionen gehegt, Mannschaft und Umfeld gehören in der ProB zur Spitze. "Doch auf dem Feld wird Fünf-gegen-Fünf gespielt", betont Banobre. "Die Rostocker werden mit Extramotivation anreisen und etwas beweisen wollen, weil sie das erste Spiel der Saison zu Hause verloren haben", so der Spanier. Über 2500 Zuschauer sahen, wie die Heimmannschaft in der Stadthalle Rostock den Gästen aus Oldenburg (74:81) unterlag. Der frühere Towers-Akteur André Murillo trumpfte mit 24 Punkten und neun Rebounds für die Mecklenburger auf, die vier verwandelten Dreier (bei lediglich fünf Versuchen), für die dessen Kollege Franz Winkler verantwortlich zeichnete, hinterließen ebenfalls Eindruck, selbst wenn es nicht zum Heimsieg für die Truppe von Trainer Sebastian Wild reichte. Auch ein Landsmann Banobres steht im Rostocker Aufgebot, doch der Deutsch-Spanier Daniel Lopez ist für den Galicier noch ein unbeschriebenes Blatt: "Ich kannte ihn bisher nicht, weiß aber, dass er früher auf den Kanarischen Inseln und in Melilla gespielt hat", so Banobre.

Seit Ende April wurde in der Steinberghalle kein ProB-Basketball geboten, bei der Wiederaufnahme steht nicht nur eine veränderte Mannschaft in Gelb-Grün auf dem Feld, sondern auch ein neuer Trainer für die Rister an der Linie: "Das erste Heimspiel ist schon etwas Besonderes und natürlich eine wichtige Partie - auch weil wir gegen Iserlohn verloren haben. Doch zugleich ist es eines von vielen Spielen", sagt Banobre und betont, man plane immer Schritt für Schritt und blicke von Spiel zu Spiel. Und im Sinne dieser Vorgehensweise ist derzeit selbstredend alles auf die Partie am Sonntag ausgerichtet, die ohne den weiterhin an der Schulter verletzten Thierno Agne stattfinden wird. "Es geht ihm aber schon besser", sagt Banobre. Am Dienstag stand Agne wieder in der Halle, wärmte sich mit der Mannschaft auf, an der anschließenden Einheit konnte er noch nicht teilnehmen.

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1. Herren: Rister reisen zum ersten Punktspiel nach Iserlohn

Der Saisonstart ruft! Foto: Claus Bergmann

Die Theorie ist passé, ab sofort gilt es auf dem Feld. Am Sonnabend (24. September, 19:30 Uhr) eröffnen die Rister die neue Saison in der 2. Basketball-Bundesliga ProB mit einem Auswärtsspiel bei den Iserlohn Kangaroos.

"Iserlohn ist einer der härtesten Gegner der Liga", meint Cheftrainer Felix Banobre. Iserlohns Center Marcel Keßen steht auch im Bundesliga-Kader von Ingo Freyers Phoenix Hagen, der 19-Jährige war in der vergangenen ProB-Saison ligaweit einer der besten Nachwuchsleute. Ohnehin hat Matthias Grothe, Trainer der Sauerländer, mehrere seiner Leistungsträger halten können, darunter Thomas Reuter, Deion Giddens und den ehemaligen Rister Kristof Schwarz. In Person von Aufbauspieler Terrell Harris verpflichtete Iserlohn einen zuverlässigen Punktelieferanten, der in der Saison 2015/16 zu den besten Scorern der NCAA Division 2 gehörte, sein US-Landsmann Moussa Kone verstärkt die Kangaroos unter dem Korb.

Die letzten Vorbereitungsspiele am vergangenen Wochenende mussten die Rister ohne mehrere verletzte Spieler bestreiten, doch Banobre gab anschließend die Maxime aus: "Man muss das Positive sehen, es bringt nichts herumzuweinen", sagte der Spanier. Mit welchem Aufgebot er in Richtung Iserlohn aufbricht, entscheidet sich kurzfristig. Dann geht es erstmals seit dem Frühjahr wieder um Punkte, der Ernst beginnt jetzt.

1. Herren: Proben gegen Regionalliga-Spitzenklubs

Wieder eine Testbatterie für Aurimas Adomaitis und Kollegen. Foto: Claus Bergmann

Am Ende einer weiteren fordernden Trainingswoche absolvieren die Rister am Sonnabend und Sonntag zwei Vorbereitungsspiele gegen Aschersleben und Cuxhaven.

Er erwarte "zwei schwere Spiele", so Cheftrainer Felix Banobre: Am Sonnabend (10. September, 15:00 Uhr) begrüßt seine Mannschaft die BG Aschersleben Tigers in der Steinberghalle. Banobres Amtskollege Christian Schäfer verfügt über einen Kader, der in der neuen Saison wie auch der des Gegners vom Sonntag zum Kreis der Titelanwärter in der 1. Regionalliga Nord zählen dürfte. Zuschauer sind in der Steinberghalle herzlich willkommen, der Eintritt ist frei.

Am Sonntag gehen die Rister dann auf Reisen und treten um 15:00 Uhr in der Rundturnhalle zu Cuxhaven an: Bei Rot-Weiß steht Moris Hadzija als Coach an der Linie, der Kroate wurde 2009 mit dem SC Rist Regionalliga-Meister und trainierte unter anderem die JBBL-Piraten, ehe er nach Cuxhaven wechselte. Derzeit absolviert Abdulai Abaker (vergangene Saison beim SC Rist) ein Probetraining an der Nordseeküste, nachdem er zuvor Teile der Vorbereitung bei der SG Lützel-Post Koblenz (1. Regionalliga Süd-West) absolviert hatte. Auf seinen Spielmacher Dylan Travis muss Hadzija momentan verzichten, der US-Amerikaner zog sich am vergangenen Wochenende einen Muskelfaserriss zu.

"Das wird sehr interessant", blickt Banobre auf die beiden Prüfungen des Wochenendes voraus. Da die Doppellizenzler meist mit den Hamburg Towers unterwegs sind, erhalten die Jugendspieler im Wedeler Kader die Gelegenheit, sich in den Vorbereitungsspielen ausgiebig mit hochkarätigen Gegnern zu messen. "Sie lernen dadurch jede Menge, für sie ist das sehr gut", so Banobre, der seinen Nachwuchsleuten bezüglich sportlicher Entwicklung ein spürbares Vorwärtskommen vorhersagt. "Sie sind diejenigen, die von unserer Struktur am meisten profitieren werden", meint der Spanier.

1. Herren: Marius Behr stößt zum Kader

Mit Marius Behr wechselt ein weiteres Talent zum SC Rist Wedel. Der 19 Jahre alte und 1,97 Meter große Flügelspieler stammt aus der Bremerhavener Jugendarbeit und stand in der vergangenen Saison im Bundesliga-Kader der Eisbären.

"Eine große Erfahrung" sei das gewesen, sagt Behr, den vor allem die Einstellung der Profis beeindruckte: "Die sind immer mindestens eine Stunde früher in der Halle." Er habe vieles mitgenommen - unter anderem die Erkenntnis, was es brauche, um Bundesliga-Niveau zu erreichen. Sein BBL-Debüt hat Behr bereits bestritten: Ende April feierte er gegen Oldenburg einen Kurzeinsatz. Obwohl er die Partie mit den Eisbären verlor, bleibt die Erinnerung an die Erfüllung eines Kindheitstraums: "Das war ein unglaubliches Erlebnis, vor allem auch weil es in der Stadt Bremerhaven war, wo man als kleines Kind schon in der Halle stand und sich gedacht hat: Vielleicht kannst du da auch irgendwann mal spielen."

Behr wuchs in einem Dorf nahe Bremerhaven auf und zog mit 15 ins Eisbären-Internat, durchlief die Jugendabteilung des Bundesligisten (bzw. dessen Kooperationspartners BSG Bremerhaven) und spielte in JBBL sowie NBBL. Einsätze für die BSG-Herren kamen hinzu - in der vergangenen Saison in der 1. Regionalliga. Behr musste zwar aufgrund eines Schlüsselbeinbruches lange aussetzen, verbuchte aber noch 15 Regionalliga-Einsätze und erzielte im Schnitt 6,7 Punkte pro Begegnung. In der U19-Bundesligamannschaft der Eisbären war Behr hinter Moritz Hübner zweitbester Punktesammler (12,3 im Schnitt).

"Ich freue mich auf die neue Aufgabe", sagt der 19-Jährige, der an der Nordakademie Betriebswirtschaftslehre studieren wird. "Hamburg und Wedel ist genau die richtige Adresse, weil ich mich in den nächsten Jahren hocharbeiten kann", so Behr, der bereits vor dem Beginn des Mannschaftstraining bestens vorbereitet war: "Ich habe den Sommer über durchtrainiert. Aber es ist trotzdem etwas Anderes, wenn man dann wieder 5-gegen-5 und 4-gegen-4 spielt."

1. Herren: Weitere personelle Neuigkeiten

Abdulai Abaker hat den SC Rist verlassen. Foto: Claus Bergmann

Die Rister sind im Training, am Sonnabend bestreiten sie gegen den Regionalligisten BBC Rendsburg ihr erstes Vorbereitungsspiel. Der Kader stehe weitgehend, sagt der Sportliche Leiter Christoph Roquette.

Das bedeutet auch: Abdulai Abaker, Jack Fritsche und Lennard Larysz gehören in der neuen Saison nicht zum Aufgebot, sie entschlossen sich für eine Veränderung. Auch Amir Carraway und Isaac Gordon kehren nicht nach Wedel zurück, nachdem entschieden wurde, die beiden Ausländerpositionen mit Aurimas Adomaitis und Will Barnes zu besetzen. Fabian Böke, der in der vergangenen Saison verletzungsbedingt keine Partie absolvierte, hat seine Basketball-Laufbahn beendet (gesonderter Artikel folgt in den kommenden Tagen), auch Janis Stielow musste wie berichtet seine Leistungssportkarriere aufgeben. Der SC Rist dankt den Jungs ganz herzlich für ihre Leistungen in Gelb-Grün!

Neu im Trainingskader sind der 16-jährige Tobias Möller sowie Marcel Hoppe. Der 18-jährige Hoppe stammt von TuRa Harksheide. Der Flügelspieler soll auch in der Rist-Zweiten in der 2. Regionalliga Spielpraxis sammeln. Möllers Einsatzschwerpunkt liegt bei den NBBL-Piraten. Das 2,08 Meter große Centertalent spielte in der zurückliegenden Saison für die Piraten in der JBBL und rückt nun in die U19-Bundesliga auf. Möller nahm im vergangenen Jahr mit der deutschen U15-Nationalmannschaft am Nordseecup teil und steht im U16-Kader des DBB. Die Wedeler Personalplanungen sind damit fast abgeschlossen, mindestens ein junger Spieler stößt aber noch zur Mannschaft (Näheres folgt in Bälde).

"Wir haben eine gute Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern. Ich bin sehr gespannt auf die Saison", so Roquette. "Jetzt müssen wir erst einmal die Vorbereitung nutzen, um zusammenzuwachsen", sagt er. Die Arbeit mit dem neuen Trainergespann Felix Banobre/Vidmantas Uzkuraitis gestalte sich bislang sehr gut, betont Roquette. Zwischen dem Spanier und dem Litauer stimmt die Chemie, auch mit dem Kooperationspartner Hamburg Towers stehe man natürlich in enger Abstimmung, was Einzelheiten der Vorbereitung angeht.

"Ich glaube, die ProB hat noch mal an Qualität gewonnen", wagt Roquette schon einmal eine erste Prognose und hat dabei nicht zuletzt das anspruchsvolle Auftaktprogramm der Rister im Hinterkopf: Am 24. September geht es zum Saisonauftakt nach Iserlohn, am 2. Oktober folgt das erste Heimspiel gegen Rostock, eine Woche später ist man beim stark eingeschätzten Liganeuling Schalke 04 zu Gast.

Den ehemaligen Wedeler Cheftrainer Michael Claxton zieht es unterdessen nach Polen. Der US-Amerikaner gehört in der neuen Saison als Assistent zum Trainerstab des Erstligisten PGE Turów Zgorzelec, wo Mathias Fischer (ehemals Bonn und Gießen) als neuer Headcoach angeheuert hat.

1. Herren: Janis Stielow beendet seine Karriere

Janis Stielow. Foto: Claus Bergmann

Janis Stielow hat seine Basketballkarriere im Alter von nur 21 Jahren beendet. Sein Rücken halte der Belastung als Basketballprofi nicht stand, erläuterte Stielow seine Entscheidung. In den vergangenen beiden Spielzeiten musste er deshalb längere Zeit pausieren. 

"Das ist ein herber Verlust und ein Schock für uns", sagt Christoph Roquette, Sportlicher Leiter der Rister. "Janis war fest eingeplant. Wenn er gesund war, hat er in der ProB und in der ProA gezeigt, was er kann und war bei uns ein absoluter Leistungsträger. Wir haben uns erhofft, dass er dieses Jahr genau da anknüpft und sich noch weiter steigert. Er sollte ein Schlüsselspieler sein", so Roquette.

Stielow wechselte 2011 zum SC Rist und gab unter Özhan Gürel sein Debüt bei den 1. Herren. Darüber hinaus spielte er für die "Zweite" und erreichte im Frühjahr 2012 mit der Wedeler U18 das Endspiel im Deutschen Jugendpokal. Nach einem Jahr bei der BG Halstenbek/Pinneberg kehrte er 2013 an den Steinberg zurück. 2009 hatte Stielow mit der BG Harburg Hittfeld den deutschen U14-Meistertitel gewonnen und gehörte von der JBBL-Eröffnungssaison 2009/10 bis zu seinem letzten Jahr in der NBBL (2013/14) durchgängig zum Aufgebot der Piraten. In den vergangenen beiden Jahren gehörte der ehemalige Juniorennationalspieler (U15, U16 und U20) dank einer Doppellizenz zum ProA-Kader der Hamburg Towers und zum Wedeler Aufgebot in der ProB.

Einzig und allein auf die Karte Basketball hat Stielow nie gesetzt, sondern immer auch seine berufliche Zukunft im Blick gehabt. Er studiert Politikwissenschaft und absolvierte diesen Sommer Praktika in China (in Schanghai und Nantong).

Wir danken Janis herzlich für seine starken Leistungen und seinen Einsatz über die Jahre und wünschen ihm alles Gute für die Zukunft!

1. Herren: Leon Bahner ist der Mann für die Mitte

Durchsetzungsstark am Brett: Leon Bahner (beim Dunking). Foto: San José State University

Paul Owusu macht eine Pause, Helge Baues ist nach Dresden gewechselt - da ist noch Platz unter dem Wedeler Korb. In diese Lücke springt Leon Bahner: Der 21 Jahre alte und 2,11 Meter große Bonner erhält eine Doppellizenz für Einsätze beim SC Rist und den Hamburg Towers.

In Wedel wird Bahner Nebenmann von Aurimas Adomaitis, beide eint die Collegeerfahrung: Bahner spielte und studierte in den vergangenen beiden Jahren an der San José State University in Kalifornien, der Litauer war einst auf der anderen Seite des Landes, an der Long Island University Brooklyn aktiv. "In Amerika habe ich meinen basketballerischen Horizont erweitert, vor allem was Kraft und Athletik angeht. Ich habe vor Tausenden von Leuten und auf sehr hohem Niveau gespielt, ich habe den amerikanischen Alltag und die Lebensweise erlebt und bin durch das ganze Land gereist", zählt Bahner einige seiner Erfahrungen auf. In vielfältiger Weise habe er sportlich und menschlich vom Aufenthalt an der San José State University profitiert, wo er Finanzwesen studierte und in der vergangenen Saison 26 Spiele (Mittelwerte: 1,6 Punkte und 2,3 Rebounds) für die "Spartans" absolvierte.

Dennoch entschloss sich Bahner zur Rückkehr nach Deutschland. "Viele Faktoren haben dabei eine Rolle gespielt", berichtet er. "Ich habe mich intensiv mit der Frage auseinandergesetzt, wie ich mich basketballerisch und akademisch bestmöglich weiterentwickeln kann. Ich hatte zwei gute Jahre in Amerika, doch das europäische Spiel liegt mir mehr. In den USA wird man in der Spielerentwicklung in eine Rolle gepresst, in Europa bekommt man eine rundere Basketball-Ausbildung", sagt Bahner. Eine vielseitigere Lehre also und die Aussicht, innerhalb der Kooperation zwischen Towers und Rist weitere Entwicklungsschritte zu tätigen, sagten dem 21-Jährigen zu. "Was mir an Hamburg gefällt ist, dass es ein sehr wettbewerbsfähiges ProA-Team und ein sehr gutes ProB-Team gibt. Das Konzept hat mich überzeugt", erläutert er und verweist auf das Beispiel Louis Olinde, der jüngst den Sprung zum deutschen Meister nach Bamberg vollzog, und auf Bazoumana Koné, "der sich bei den Towers exzellent entwickelt hat", wie Bahner es ausdrückt. Etwas Ähnliches schwebt ihm auf Sicht ebenfalls vor. "Es geht darum, beiden Teams in der ProA und in der ProB bestmöglich zu helfen, Spiele zu gewinnen", formuliert er seine Zielsetzung und erweitert sie um den Zusatz: "Ich möchte mich in der ProA etablieren und zeigen, dass ich Ambitionen in Richtung BBL habe", so Bahner. Und darüber hinaus sein Studium fortführen.

Der Sportliche Leiter Christoph Roquette ist voll des Lobes für den Neuzugang: "Mit Leon bekommen wir ein großes Talent auf der Centerposition. Er wird uns unter den Körben und uns durch seine Größe und Athletik viel Spaß bringen. Er ist außerdem lernwillig und wird viel von Felix Banobre profitieren können." Als Jugendlicher wechselte Bahner vom Fußball zum Basketball, schloss sich in der U16 den Telekom Baskets Bonn an und spielte für die Rheinländer später in der NBBL, ehe er während der Saison 2013/14 für den RSV Eintracht 1949 Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf auflief und neben Einsätzen in der U19-Bundesliga bei den Brandenburgern auch erste Erfahrungen in der ProB sammelte.

1. Herren: Thierno Agne ist der nächste Rückkehrer

Thierno Agne. Foto: Marco Kessler I MEDIASHOTS

Der SC Rist hat einen weiteren Neuzugang für die Saison 2016/17 zu vermelden: Flügelspieler Thierno Agne (27 Jahre, 2,03 Meter groß) verstärkt den Wedeler Kader, für den gebürtigen Hamburger ist es eine Rückkehr: An der Seite der späteren 1. Herren-Spieler Arne Meyer und Christopher Ratjen lief er in der Jugend für den SC Rist auf. "Das ist schon ein paar Jährchen her", sagt Agne, der einst von seinem Heimatklub SC Ottensen an den Steinberg wechselte und 2003 mit der Wedeler U16 die Endrunde der Norddeutschen Meisterschaft erreichte. In der Saison 2005/06 folgten erste Regionalliga-Einsätze für die damaligen Baskets Hamburg.

Agne durchlief sämtliche Juniorennationalmannschaften des Deutschen Basketball Bundes und nahm 2009 mit der U20 an der Europameisterschaft auf Rhodos teil. Zwischen 2006 und 2009 lief er für die Urspringschule in ProB und NBBL auf, machte an dem Basketball-Internat sein Abitur und absolvierte anschließend den Zivildienst. Er wagte dann den Sprung nach Übersee an die Northwood University (US-Bundesstaat Florida): "Ich habe da vier Jahre studiert und gespielt und meinen Master gemacht", sagt Agne. 2012 erreichte er mit den "Seahawks" aus West Palm Beach das Endspiel der NAIA Division 2. Mit dem Abschluss in Betriebswirtschaftslehre in der Tasche kehrte er 2013 nach Deutschland zurück und spielte in der Saison 2013/14 unter dem ehemaligen Nationalspieler Denis Wucherer bei den Gießen 46ers in der ProA. Mit dem Traditionsverein stieß Agne bis ins Halbfinale vor und erzielte in 37 Einsätzen im Schnitt 7,5 Punkte sowie 3,3 Rebounds.

Im Sommer 2014 zog er sich vorerst aus dem Profibereich zurück und kehrte nach Hamburg zurück. Doch nun kribbelt es wieder. Ganz untätig in Sachen Basketball war Agne zuletzt nicht, gibt aber zu bedenken: "Bei einhundert Prozent bin ich definitiv noch nicht. Ich habe letztes Jahr ein bisschen in Bramfeld in der 2. Regionalliga gespielt, was natürlich ein anderes Niveau ist. Ich glaube, es ist gut, dass jetzt erst einmal eine Vorbereitung kommt und ich wieder ein bisschen reinkommen kann. Ich merke schon, es kommt langsam wieder. Man verlernt es doch nicht ganz", so der 27-Jährige.

Dass sich Agne zur Rückkehr in den Leistungssport und an den Steinberg entschieden hat, freut die Rister und nicht zuletzt den Sportlichen Leiter Christoph Roquette: "Thierno hat in der Vergangenheit bewiesen, was für enormes Potential er besitzt, und ich bin sehr froh, dass wir ihn überzeugen konnten, noch mal für uns zu spielen. Er wird uns Qualität und Erfahrung auf der großen Flügelposition geben." Mit Steffen Kiese war übrigens ein weiterer Rist-Rückkehrer nicht ganz unbeteiligt daran, dass Agne wieder in Gelb-Grün aufläuft. Die gemeinsamen Gespräche seien eine Entscheidungshilfe gewesen. So wird das Wedeler Aufgebot durch einen hervorragenden Distanzwerfer verstärkt, der sich darüber hinaus mit Vorliebe um jene Erfolgsfaktoren kümmert, die nicht statistisch erfasst werden. Agne formuliert es derart: "Auf dem Feld viel reden, den Mitspielern helfen und versuchen, das Spiel in die richtigen Bahnen lenken."

1. Herren: Der Vorbereitungsplan steht

Auf Fabian Strauß und die Rister warten jede Menge Testläufe. Foto: Bergmann

Die Herren des SC Rist Wedel eröffnen am Sonnabend, den 13. August, ihre Saisonvorbereitung im Mannschaftsverbund. Nachdem sich die Spieler bislang individuell oder in Kleingruppen in Form brachten, bittet der neue Cheftrainer Felix Banobre in den folgenden Wochen zu einem intensiven Programm aus Trainingseinheiten und Vorbereitungsspielen.

Ihren ersten Testlauf absolvieren die Rister am Freitag (19. August, 20:30 Uhr) in der Steinberghalle gegen den VfL Stade (1. Regionalliga). Tags darauf, am Sonnabend (20. August, 15 Uhr) ist mit dem BBC Rendsburg ein weiterer Regionalligist in der Steinberghalle zu Gast. Zu beiden Spielen sind Zuschauer in der Steinberghalle herzlich willkommen, der Eintritt ist frei. Am Sonnabend, den 10. September (15 Uhr), bestreiten die Rister gegen den Aschersleben Tigers BC (Regionalliga) ein weiteres Vorbereitungsspiel in der Steinberghalle. Auch dieses ist für Zuschauer, die sich ein Bild vom Stand der Dinge und vom neuen Kader machen wollen, frei zugänglich.

Die übrigen Partien vor dem Saisonbeginn am 24. September finden auswärts statt: Am Sonntag, den 28. August, treten die 1. Herren beim ProB-Rivalen RSV Eintracht 1949 Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf an, am Freitag, den 2. September, wird in Niedersachsen gegen den ProB-Meister von 2014 und 2015, Baskets Akademie Weser-Ems / Oldenburger TB, getestet. Zwei Tage später gastieren die Rister zum "Rückspiel" in Rendsburg. Am Sonntag, den 11. September, kommt es in Cuxhaven zum Vergleich mit Regionalligist Rot-Weiß (trainiert vom ehemaligen Rister Moris Hadzija). Den letzten Feinschliff wollen sich die Rister eine Woche vor dem Saisonauftakt bei einem Turnier in Itzehoe holen: Am 17. und 18. September stehen im Rahmen dieser Veranstaltung drei abschließende Vorbereitungsspiele an: Erneut gegen Cuxhaven, gegen Gastgeber Itzehoe Eagles (ProB) und gegen einen dänischen Erstligisten.

Wenige Tage später wird es dann ernst: Am 24. September sind die Rister am ersten Spieltag der Saison 2016/17 bei den Iserlohn Kangaroos gefordert, das erste Heimspiel folgt am 2. Oktober gegen Rostock. Wer hat noch keine Dauerkarte? Dann einfach hier entlang...

1. Herren: Vidmantas Uzkuraitis neuer Co-Trainer der Rister

Vidmantas Uzkuraitis

Der Trainerstab des SC Rist Wedel bekommt Verstärkung. Der 32-jährige Litauer Vidmantas Uzkuraitis wird Assistent von Cheftrainer Felix Banobre bei den 1. Herren und übernimmt zusätzlich eine Jugendmannschaft.

"Mit Vid stehen wir schon seit Anfang des Jahres in Kontakt. Wir haben ihn überzeugen können, nachdem er seine aktive Karriere als Spieler beendet hat, bei uns als Trainer einzusteigen", sagt Christoph Roquette, der Sportliche Leiter der Rister. Uzkuraitis, der mit seiner Verlobten nach Hamburg zog, ist Absolvent der Litauischen Sportuniversität in seiner Heimatstadt Kaunas. Der 32-Jährige besitzt Diplome als Basketball- und als Golftrainer und spielte während seiner Basketball-Laufbahn unter anderem in der ersten litauischen, der ersten englischen und der zweiten belgischen Liga. In der vergangenen Saison spielte er für Cuva Houthalen. Mit dem Verein aus der Stadt Houthalen-Helchteren in Flandern wurde er Vizemeister in der zweiten belgischen Liga. "Uns fehlte ein Sieg. Wir haben die Finalserie mit 1:2 verloren", sagt Uzkuraitis. Der 1,90 Meter große Aufbauspieler hatte in 26 Begegnungen für Houthalen im Schnitt 8,6 Punkte erzielt. Weitere wichtige Stationen seiner Spielerkarriere waren Naglis-Adakris Palangos und die Worcester Wolves. Zwischen 2008 und 2010 lief er für die Wolves in der British Basketball League (BBL) auf, mit Palanga stieg er 2010 als Meister der zweiten litauischen Liga in die höchste Spielklasse des Landes auf.

Dass er in Wedel jetzt auf die Trainerbank wechselt, kommt für den Litauer keinem Schritt ins Unbekannte gleich: "Mannschaft zu trainieren, ist nichts Neues für mich. In den vergangenen vier Jahren habe ich in Belgien Mannschaften im Damen-, Herren- und Jugendbereich trainiert. Doch es wird mein erstes Jahr als Co-Trainer auf diesem Niveau. Das ist also eine neue Herausforderung für mich", sagt Uzkuraitis. Der Ausgangspunkt seiner Anschauung als Trainer sei die Bereitschaft der Spieler, erläutert er: "Entweder will man Basketball spielen und Teil einer Mannschaft sein oder eben nicht." Zudem müsse man Eigeninteressen dem Wohl der Gruppe unterordnen, ergänzt der 32-Jährige. In Bezug auf die Ausbildung von Jugendlichen beginne seine Arbeit als Trainer immer damit, für Motivation zu sorgen. Taktisch gelte bei ihm die Regel, dass alles von der Verteidigung ausgehe: "Wenn die Spieler in der Defense hart arbeiten, bekommen sie dadurch in der Offensive gewisse Freiheiten", sagt er.

Wie Aurimas Adomaitis stammt Uzkuraitis aus Kaunas. In einer Basketball-Schule in ihrer litauischen Heimat hätten sich vor Jahren ihre Wege mal gekreuzt, sagt er. Christoph Roquette ist überzeugt, auch mit dem zweiten Litauer einen guten Fang gemacht zu haben: "Unsere jungen Spieler können viel von seiner Erfahrung als Profi lernen, und er hat gleichzeitig die Chance, von Felix viel zu lernen", so der Sportliche Leiter. Und was nimmt sich Uzkuraitis für die neue Saison vor? "Ich werde mein Bestes geben, um der Mannschaft dabei zu helfen, sich zu entwickeln und Spiele zu gewinnen."

1.Herren: Mit Moritz Hübner nächstes Talent gefunden

Moritz Hübner verstärkt den SC Rist Wedel und die Hamburg Towers. Der 19-Jährige erhält eine Doppellizenz für Einsätze in der 2. Basketball-Bundesliga ProA und ProB.

"Nach dem Abgang von Louis Olinde sind wir froh, einen so hoch talentieren Spieler wie Moritz als Doppellizenzler auf der Flügelposition zu bekommen. Er hat schon in der NBBL, in der Regionalliga und mit Kurzeinsätzen in der BBL sein großes Potential bewiesen und wir sind fest davon überzeugt, dass er bei uns und den Towers den nächsten Schritt machen wird", kommentiert der Sportliche Leiter Christoph Roquette die Verpflichtung.

Hübner wechselt aus Bremerhaven an die Elbe, wo er in der vergangenen Saison zum Bundesliga-Kader der Eisbären gehörte und drei Kurzeinsätze in Deutschland höchster Spielklasse absolvierte. Von den ersten BBL-Sporen und der Trainingsarbeit in Bremerhaven habe er erheblich profitiert, sagt Hübner: "Es hat mir sehr viel gebracht, die Arbeitseinstellung von Profis zu sehen und zu erkennen, was man braucht, um es in die erste Liga zu schaffen." Als Topscorer des Bremerhavener NBBL-Teams und als Leistungsträger der BSG in der 1. Regionalliga bekam er reichlich Gelegenheit, das Gelernte im Wettkampf umzusetzen. Zwar sei die Regionalliga-Saison angesichts von fünf Siegen und 21 Niederlagen nicht immer einfach gewesen, doch "die viele Spielpraxis hat mir sehr geholfen, ich konnte mich gut entwickeln", sagt Hübner, der in 22 Regionalliga-Partien im Schnitt 14,6 Punkte, 5,1 Rebounds sowie zwei Assists erzielte. Mit 49 Dreiern bei einer Trefferquote von 34,5 Prozent war er bester Distanzschütze der Bremerhavener.

Ein guter Wurf von den Außenpositionen - doch darauf möchte er sich nicht beschränken, so der 19-Jährige, sondern auch in Korbnähe Gefahr ausstrahlen. Und: "Ich versuche immer, auch meine Mitspieler in Szene zu setzen", sagt Hübner, der mehrere Positionen verteidigen kann und dementsprechend vielseitige Einsatzmöglichkeiten bietet.

Nun sei die Zeit gekommen, einen weiteren Schritt zu tun, so der Zwei-Meter-Mann: "Ich habe mich zum Wechsel entschieden, weil ich ein noch höheres Level erreichen will." Und zugleich lernt Hübner eine weitere Ecke Deutschlands kennen. Geboren wurde er in Münsingen auf der Schwäbischen Alb, seine basketballerische Wiege steht beim TV Augsburg, wo er in der U8 begann und bis zur U14 spielte. Dann zog er mit seiner Familie nach Freiburg um, Hübner schloss sich dem größten Basketballverein der Stadt, dem USC, an - langjährige Wirkungsstätte von Christoph Roquette übrigens. In jeweils zwei Jahren an der Talentschmiede des Basketball-Internats Urspringschule im Alb-Donau-Kreis und ab 2013 in Paderborn trieb Hübner seine Entwicklung voran und weckte das Interesse der Bundestrainer: Im Sommer 2013 nahm er mit der U16-Nationalmannschaft an der Europameisterschaft in Kiew teil und erhielt in Ostwestfalen erste Einsatzzeit in der ProA. Sein Abitur hat Hübner seit vergangenem Jahr in der Tasche, in der kommenden Saison will er sich erst einmal voll und ganz seiner Basketballkarriere widmen und beim SC Rist sowie den Towers durchstarten.

1. Herren: René Kindzeka will nach "Seuchenjahr" durchstarten

René Kindzeka

Für René Kindzeka beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Er hat sein Abitur an der Eliteschule des Sports am Alten Teichweg bestanden, fortan steht mehr denn je die Basketball-Karriere im Vordergrund: "Ich will mich jetzt ein, zwei Jahre nur auf Basketball konzentrieren, um zu gucken, wie weit ich damit komme", sagt er. Auf Sicht könne er sich ein Sportstudium vorstellen, "doch jetzt liegt der Fokus erst mal auf Basketball", so der 21-Jährige.

Kindzeka geht in sein viertes Jahr beim SC Rist, sein drittes bei den Hamburg Towers und sein letztes als Doppellizenzler. "Da muss ich mich besonders zeigen", so der 21-Jährige. "Ich will das spielen, was ich kann", fügt er hinzu. Und das bedeutet: In der Defensive schuften und auch in der Offensive Akzente setzen. "Seine Athletik und seine aggressive Verteidigung sind für unser Team unverzichtbar", unterstreicht der Sportliche Leiter Christoph Roquette.

In der zurückliegenden Saison mussten Rister und Towers deutlich öfter auf Kindzekas Dienste verzichten, als ihnen lieb war. Aufgrund einer Handgelenksverletzung war der Aufbauspieler erst nach der Weihnachtspause einsatzbereit, meldete sich Anfang Januar gegen Oldenburg aber gleich mit einer starken Leistung zurück. Nach vier Einsätzen erwischte es ihn am Knie, bis zum Beginn der Abstiegsrunde musste der 21-Jährige deshalb erneut passen. "Er hatte ein Seuchenjahr und deswegen bin ich überzeugt, dass er dieses Jahr durchstarten wird", meint Roquette.

Die Grundlage dafür ist zweifelsfrei geschaffen. "Ich habe den Sommer über durchtrainiert und will topfit in die Saison gehen", sagte Kindzeka, der unter der Anleitung von Towers-Athletikcoach Melvyn Wiredu arbeitete und darüber hinaus vor allem an seinem Ballhandling und seinem Wurf feilte. Oft machte er dabei mit Will Barnes gemeinsame Sache. Überhaupt zeichnet sich die Besetzung der kleinen Positionen durch vertraute Gesichter aus: Barnes, Kindzeka, Steffen Kiese: Die Kombination muss sich nicht erst finden, denn sie kennt sich bereits "Ich freue mich, dass die beiden Jungs nach Wedel kommen und freue mich, mit ihnen zusammenzuspielen", sagt Kindzeka. "Steffen ist ein guter Schütze, Will ist superschnell und kann eigentlich alles." 

1. Herren: "Rist 2000" mit Nick Koldehoff

Nick Koldehoff

Mit Nick Koldehoff steht künftig erstmals ein Spieler im Kader der 1. Herren, dessen Geburtsjahrgang mit einer Zwei beginnt. Der 16-Jährige wurde wenige Tage nach der Jahrtausendwende geboren und ist in der neuen Saison der Jüngste im Wedeler Kader - das einstige Motto "Rist 2000" kommt jetzt also gewissermaßen in anderer Form wieder. "Nick soll an die ProB herangeführt werden und Erfahrung sammeln", sagt der Sportliche Leiter Christoph Roquette.

Bereits in der vergangenen Saison lief der 1,90 Meter große Aufbauspieler unter Trainer Torben Haase in der "Zweiten" auf und erzielte in 15 Einsätzen in der 2. Regionalliga im Schnitt sieben Punkte je Partie. Der Schritt zu den 1. Herren ist nicht der einzige, den Koldehoff in diesem Sommer vollzieht: Der JBBL ist er "entwachsen" und rückt deshalb ins Aufgebot der Piraten für die U19-Bundesliga auf. "In der NBBL möchte ich ganz klar ein Führungsspieler werden, der wichtig fürs Team ist", sagt der 16-Jährige. "Und ich möchte möglichst weit kommen. Mein Ziel ist das Top 4 in der NBBL. Bei der ProB ist es grundsätzlich erst mal wichtig, dass ich zeige, was ich kann und versuche, mir ein, zwei Minuten, die erst mal übrig sind, zu ergattern und dann als Back Up, als zweiter Aufbauspieler vielleicht ein paar Minuten mehr zu bekommen. Und bei den 2. Herren versuche ich natürlich auch, möglichst das Team zu führen und gut zu spielen, damit wir nicht so einen wackligen Start wie letzte Saison haben, sondern mit möglichst vielen Siegen starten", erläutert er.

Neben ersten Einsätzen in der ProB hofft Koldehoff auch auf "Anschauungsunterricht" - unter anderem bei Will Barnes, der dem Talent im Spielaufbau manchen Kniff beibringen dürfte: "Tricks und Sachen, die Will im Laufe seiner Karriere gelernt hat, die ich mir vielleicht abgucken kann", so der Wedeler, der vergangenen Sommer mit der U15-Nationalmannschaft am Nordseecup im dänischen Aalborg teilnahm. Auf acht bis neun Trainingseinheiten pro Woche kommt Koldehoff derzeit - und ehe die Vorbereitung mit den 1. Herren unter der Leitung von Felix Banobre beginnt, wartet noch ein weiterer Anreiz auf den Schüler des Johann-Rist-Gymnasiums: "Ich habe das Glück, dass ich in den nächsten zwei bis drei Wochen bei den Towers mittrainieren darf", sagt er. Dass jetzt die Schulferien beginnen, kommt ihm da natürlich entgegen.

1. Herren: Steffen Kiese spielt wieder für den SC Rist

Steffen Kiese

Steffen Kiese kehrt zum SC Rist zurück. Der 28-Jährige spielte bereits zwischen 2009 und 2011 in Wedel und wechselt nun von unserem Kooperationspartner Hamburg Towers an den Steinberg.

"Ich hatte damals zwei tolle Jahre in Wedel und kenne noch viele Leute aus dem Umfeld", sagt Kiese, der seinerzeit beim SC Rist ein Freiwilliges Soziales Jahr absolvierte. Mit den Towers erreichte er in den ersten beiden Jahren der Vereinsgeschichte jeweils die ProA-Playoffs und kam in der abgelaufenen Saison im Schnitt auf 17 Minuten Einsatzzeit mit Mittelwerten von 5,2 Punkten, 1,7 Rebounds und 1,5 Assists. Seine Zeit bei den Towers sei der sportliche Höhepunkt seiner Laufbahn gewesen, sagt Kiese, der in der Inselparkhalle Publikumsliebling war: "Das Umfeld, die Zuschauer, zweimal Training am Tag unter Vollprofibedingungen: All das hat mich noch mal auf ein höheres Niveau gebracht." In besonderem Maße habe er auch von der Zusammenarbeit mit Towers-Athletiktrainer Melvyn Wiredu profitiert, erzählt er. Doch gleichzeitig musste Kiese eine Grundsatzentscheidung treffen: "Ich habe mir schon länger Gedanken gemacht und mich letztlich gegen komplett professionellen Basketball entschieden", so Kiese. Dahinter stecken berufliche Gründe: In diesem Jahr vollendet der 28-Jährige sein BWL-Studium an der Nordakademie mit einem Master-Abschluss und erhielt zudem ein attraktives Stellenangebot im Finanzwesen. "Diese Dreifachbelastung aus Beruf, Master und Profibasketball wäre sehr schwierig geworden", sagt er. Jetzt sei der richtige Zeitpunkt, um ins Berufsleben einzutauchen, meint Kiese. "Ich wollte aber weiterhin auf hohem Niveau Basketball spielen, in Wedel kann ich beides kombinieren", fährt der Aufbauspieler fort, um im selben Atemzug zu präzisieren: "Ich möchte Leistungsträger sein und sehe mich als Führungsspieler." Ein lockeres Ausklingenlassen der Karriere soll es nicht werden, betont er: "In Wedel wird die Jugendförderung groß geschrieben und ich will meine Erfahrung an die jungen Spieler weitergeben: Aber nicht von der Bank aus", so Kiese. Christoph Roquette, der Sportliche Leiter der Rister, ist exakt derselben Meinung: "Steffen hat in seinen zwei Jahren in der ProA mit den Towers noch einmal einiges an Erfahrung draufgepackt. Das wird für unsere junge Mannschaft Gold wert sein. Sein Killerinstinkt wird uns sehr helfen. Er ist ein sehr guter Scorer und kann auf den Positionen eins und zwei eingesetzt werden."

Bevor es für Steffen Kiese an alter und neuer Wirkungsstätte losgeht und bevor er am 1. August seinen neuen Arbeitsplatz einnimmt, gönnte sich der 28-Jährige ein paar Tage Urlaub in den USA. Hinter sich hat er bereits arbeitsreiche Sommertage: Zur Berufsvorbereitung absolvierte er ein Praktikum beim Unternehmerverband - sein Sprunggelenk, das dann und wann mal Probleme bereitete, bekam hingegen eine Pause verordnet.

1. Herren: Jacob Ritter nach Schnupperkurs jetzt fest dabei

Jacob Ritter

Ein Neuzugang im klassischen Sinne ist Jacob Ritter nicht. Der 18-Jährige trainierte bereits in der vergangenen Saison mit dem Wedeler ProB-Kader und geht jetzt in sein erstes "richtiges" Jahr beim SC Rist. Gleichzeitig ist er wie bisher in der NBBL für die Piraten einsatzberechtigt. "Ich hoffe, mich weiterentwickeln zu können und in den Profibereich hereinschauen zu können. Ich möchte Erfahrung sammeln", formuliert der 1,98 Meter große Flügel- und Centerspieler seine persönliche Zielsetzung für die Saison 2016/17. Die meisten seiner Mannschaftskollegen (und seiner Gegner) in der 2. Basketball-Bundesliga ProB seien natürlich viel erfahrener als er selbst, die Anforderungen erhöhten sich im Vergleich zur U19-Bundesliga beträchtlich, sagt Ritter: "Das gesamte Spiel ist noch mal viel schneller als in der NBBL und befindet sich auf einem ganz anderen Level."

Doch für diese mitunter raue Gangart ist er gewappnet, findet der Sportliche Leiter Christoph Roquette: "Jacob hat eine unglaubliche Physis, die er schon das ein oder andere Mal im ProB-Training beweisen konnte. Er hat auch in der NBBL gezeigt, was für ein Potential er besitzt." Dort gehört der 18-Jährige, der seine ersten Schritte als Basketballer beim SC Alstertal-Langenhorn ging, ehe er zum BC Hamburg wechselte, zu den Leistungsträgern, erzielte im Verlaufe der Saison 2015/16 in 17 Einsätzen 11,4 Punkte und 7,8 Rebounds pro Partie und war für durchschnittlich 1,7 Assists sowie 1,5 Ballgewinne gut. "Sehr kräftig" sei er, sagt Ritter auch von sich selbst. "Für die Centerposition bin ich zwar etwas zu klein, mache das aber mit meinem Kopf wieder weg", erläutert er. Mit Spielwitz und Raffinesse zu Werke gehen also, dem Gegner das vorsetzen, was er möglicherweise nicht erwartet. Er könne Groß und Klein verteidigen, sagt Ritter, "und ich bin jemand, der Ruhe in das Spiel bringt."

Eine Saisonvorbereitung gibt es für Ritter im Prinzip fast nicht, denn nach dem Ausscheiden mit den Piraten im Playoff-Achtelfinale gegen Gießen wurde ohne Pause weitergearbeitet. Der 18-Jährige, der gerade sein Abitur bestanden hat und ein Medizinstudium erwägt, nimmt zudem am Einzeltraining der Flügelspieler der Hamburg Towers teil und schiebt Krafteinheiten. Zwar werde der Rist-Kader im Vergleich zur vergangenen Saison, als er unter Michael Claxton regelmäßig mittrainierte, ein anderes Gesicht besitzen, doch man werde sich rasch finden, meint Ritter: "Man muss erst mal alle kennenlernen, aber ich denke, dass das schnell gehen wird."

Während er in der ProB einer der Jüngsten sein wird, ist es bei den Piraten umgekehrt. Hier ist vom 18-Jährigen in seiner letzten NBBL-Spielzeit eine Führungsrolle gefragt. "Mein Ziel und meine Aufgabe ist, das Team so weit wie möglich zu führen und mit dafür zu sorgen, dass wir die Spiele gewinnen. Auf jeden Fall will ich mit den Piraten wieder in die Playoffs kommen", betont er. Weit kommen und vorne dabei sein - das war für Ritter in der Jugend meist so. Nach seinem Wechsel zu BCH folgten Hamburger Meistertitel und Teilnahmen an den Norddeutschen Meisterschaften. Der basketballerische Ausgangspunkt aber wurde bei SCAL gesetzt. "Ich habe da mal reingeschnuppert, weil ich auf Fußball und Tennis nicht mehr so richtig Lust hatte. Ich hatte da einen sehr netten Trainer, der Herr Bauer hieß, und das große Glück, dass der sich extrem viel Zeit genommen hat, mir alles in Ruhe erklärt hat, wie man wirft, wie die Techniken und so weiter funktionieren. Da wurde der Grundstein gelegt", erzählt Ritter. Eine sehr gute Basis, auf die im Laufe der Jahre Stück für Stück ein Stein nach dem anderen gesetzt wurde: Gerade erst wieder einer - auf dem steht: ProB!

1. Herren: Alexander Pimentel ist immer für Ausrufezeichen bereit

Alexander Pimentel: Auf ins zweite ProB-Jahr. Foto: Claus Bergmann

Wer Satzzeichen - und am besten Ausrufezeichen - setzen möchte, aber nur sporadisch die Möglichkeit dazu bekommt, sollte am besten nie den Stift aus der Hand legen. "Immer bereit sein" - nach diesem Motto verfuhr Alexander Pimentel in der vergangenen Saison, seiner ersten in der 2. Basketball-Bundesliga ProB.

"Bei den 2. Herren war ich Leistungsträger und hatte eine größere Rolle, bei den 1. Herren musste ich mich erst neu einfinden. Ich denke, das ist mir relativ schnell ganz gut gelungen. Ich musste meine Einsätze gut nutzen und beweisen, dass ich bereit bin mitzuspielen - auch im Training", zieht der 21-Jährige Bilanz. In acht ProB-Partien mischte Pimentel mit und erzielte im Schnitt zwei Punkte. Mit acht Zählern und drei Assists in zehn Minuten gegen Schwelm Anfang April zeigte der Guard, dass er innerhalb kurzer Zeit auf Betriebstemperatur kommt - Pimentel nutzte die Schlussphase der Saison, um nachdrücklich auf sich aufmerksam zu machen. "Nachdem er letztes Jahr schon ProB-Luft geschnuppert hat und ein fester Bestandteil des Kaders war, soll er dieses Jahr noch mehr Spielanteile ergattern", kommentiert Christoph Roquette, der Sportliche Leiter der Rister.

Zunächst durchlief Pimentel einen Anpassungsprozess, schaute sich einiges ab und fasste zusehends Fuß: "Die Intensität und das Training waren anspruchsvoller im Vergleich zu den 2. Herren", sagt er. Seine Mannschaftskollegen sorgten für Unterstützung, "sie haben mir immer Tips gegeben, in welchen Bereichen ich mich verbessern kann, und das habe ich auch immer versucht zu machen. Natürlich versuche ich, mich in jedem Training bei den 1. Herren einzubringen. Aber ich glaube, dass ich auch bei den 2. Herren beweise, dass ich sehr gut mitspielen kann. Ich will versuchen, mir jetzt mehr zu erarbeiten", erläutert Pimentel. Nur vier Akteure trafen in der vergangenen Saison in der 2. Regionalliga Nord mehr "Dreier" als er, 49 Mal netzte der 21-Jährige von außen ein und erzielte in 21 Einsätzen durchschnittlich 11,4 Punkte.

Doch künftig wartet eine weitere Herausforderung auf ihn: Nach bestandenem Abitur an der Gebrüder-Humboldt-Schule in Wedel beginnt Pimentel am 1. August bei Markenfilm eine Ausbildung zum Kaufmann für audiovisuelle Medien: "Ich muss sehen, wie das mit dem Training und den Spielen koordiniert werden kann und werde wahrscheinlich oftmals direkt von der Arbeit zum Training kommen, das ist natürlich noch mal eine neue Aufgabe", sagt er.

Pimentels Basketball-Laufbahn begann kurz nach seinem achten Geburtstag in der Jugend des SC Rist, er gewann 2012 mit der Wedeler U18 Silber im DBB-Jugendpokal und vertrat die Piraten in JBBL sowie NBBL. Zwischenzeitlich, in der Saison 2012/13 nämlich, sammelte der 21-Jährige, dessen Mutter aus Belgien und dessen Vater aus Peru stammt, Auslandserfahrung an einer High School in Mankato (US-Bundesstaat Minnesota): "Das war eine relativ kleine Schule, da habe ich eine Menge dazugelernt, unter anderem, viel Verantwortung zu übernehmen. Ich war lustigerweise der Größte in meiner Mannschaft", sagt der 1,86 Meter große Guard. Und so kam er plötzlich als Center zum Einsatz: "Das war total ungewohnt für mich, denn hier bin ich eigentlich immer der Kleinste auf dem Feld. Dadurch habe ich aber viel gelernt", fügt er hinzu.

Und da Vorbereitung wenn nicht alles, dann zumindest vieles ist, arbeitet Pimentel im Moment gewissenhaft auf seine zweite ProB-Saison hin - zuvor war Ausspannen und das Sammeln neuer Eindrücke bei einer Europareise per Zug angesagt. Unter der Leitung von Stefan Altemüller stehen nun verstärkt Koordination und Kondition auf dem Trainingsplan, zusätzliche Einheiten im Fitnessstudio und mit den 2. Herren geben weiteren Feinschliff, ehe der ProB-Kader zusammenkommt und der neue Coach Felix Banobre das Kommando übernimmt.

1. Herren: Leonard Eckmann will sich reinkämpfen

Leonard Eckmann

Leonard Eckmann steht in der kommenden Saison im Wedeler Aufgebot für die 2. Basketball-Bundesliga ProB. Für den 19-Jährigen wird es das erste Jahr auf diesem Niveau, und er ist nach wie vor auch für Einsätze in der 2. Regionalliga vorgesehen - zum Kader der "Zweiten" gehört Eckmann seit 2013.

"Nach holprigem Fahrwasser in der letzten eine stabilere Saison und weiterhin eine Führungsposition übernehmen" hat sich der 1,96 Meter große Flügelspieler mit den 2. Herren vorgenommen, "und bei den 1. Herren will ich versuchen, mich zu beweisen", sagt er. Es gehe darum, sich zu zeigen und Spielzeit zu ergattern: "Ich bin es gewohnt, unten anzufangen", so der 19-Jährige kämpferisch. "Leo hat zuletzt eine gute norddeutsche Meisterschaft mit der U20 gespielt, die uns gezeigt hat, dass er den Sprung schaffen kann", sagt der Sportliche Leiter Christoph Roquette. Als Topscorer führte Eckmann die Wedeler U20 in Cuxhaven ins Endspiel, wo die Rister dann Alba Berlin unterlagen.

Nach der versilberten Saisonverlängerung und anschließender Pause ist der 19-Jährige wieder im Training, und das heißt: An der Athletik arbeiten, laufen, Fitnessstudio, Einheiten mit den 2. Herren und zusätzliches Werfen, zählt er auf. "Da ich seit fast zehn Jahren Basketball spiele, weiß ich, was ich grundsätzlich brauche. Mein Schwager hat ein Fitnessstudio und ist Personaltrainer, der hilft mir ein bisschen dabei", sagt er. Umso größeren Wert legt Eckmann auf diesen Teil der Vorbereitung angesichts vergangener Verletzungssorgen: Eine Schultereckgelenkssprengung und dann ein Außenbandriss warfen ihn zurück, zudem stand nach dem Abitur 2015 mit einem Praktikum in Berlin auch erst mal Außersportliches auf dem Programm.

Ausbildung bei namhaften Trainern genossen.

Die Silbermedaille mit der U20 war gewissermaßen der Abschluss seiner Jugendkarriere, die für Eckmann in einem der Rist-Basketball-Camps damals unter der Leitung von Pat Elzie begann. Die Liste seiner Jugendtrainer, sei es beim SC Rist, bei den Piraten oder in der Hamburger Auswahl, offenbart namhafte Lehrmeister wie Marc Köpp, Özhan Gürel, Marvin Willoughby, Sven Jeglitza und Moris Hadzija. Unter Gürel erreichte er 2012 mit der U18 das Endspiel des DBB-Jugendpokals. Bis auf einen einjährigen Abstecher nach Kalifornien, wo er in der Saison 2012/13 an der High School in der Kleinstadt Lodi spielte, blieb Eckmann dem SC Rist immer treu. In Lodi - nahe des Heimatortes des ehemaligen Risters Amir Carraway gelegen - profitierte er unter anderem von den hohen Trainingsumfängen - und entdeckte seine Vorliebe für den Kraftraum. Trotz Amerika-Erfahrung und trotz der Empfehlung seines ehemaligen Trainers entschied sich der 19-Jährige aber gegen den Gang ans College: "Die Universitätsausbildung ist bei uns meiner Meinung nach besser", sagt Eckmann. "Da die High School dort vom schulischen Niveau her nicht so anspruchsvoll ist, wollte ich lieber hier studieren. Und mit ProB-Erfahrung würde man auch kein volles Stipendium bekommen - dann pro Semester 10.000 Dollar Studiengebühren zu bezahlen, ist schon eine ganze Ecke", sagt er. Also stürzt sich der 19-Jährige in Deutschland auf die Bücher, beginnt im Oktober ein BWL-Studium in Lüneburg und will weiterhin bei seinem Heimatverein, bei den 1. und 2. Herren Gas geben.

Felix Banobre: "Basketball ist mein Leben"

Felix Banobre. Foto: Christoph Worsch

Im August tritt Felix Banobre sein Traineramt in Wedel an, doch der Spanier befindet sich längst im Dienst. "Basketball ist mein Leben", sagt der neue Cheftrainer und da ist es nur logisch, dass er sich aus der Ferne natürlich schon mit der neuen Saison und der Vorbereitung auf selbige beschäftigt.

Dazu gehört selbstredend auch die Zusammenarbeit mit den Hamburg Towers. "Die Verbindung zwischen mir und Hamed Attarbashi und die Verbindung zu den Sportlichen Leitern Marvin Willoughby und Christoph Roquette ist sehr wichtig für die Kooperation. Alles muss koordiniert werden, das hat in Bezug auf die neue Saison natürlich längst begonnen", sagt Banobre, der ein solches Zusammenwirken unter anderem aus der Vorsaison kennt, als er beim Regionalligisten BC Erfurt und innerhalb der Kooperation mit dem ProA-Ligisten Gotha arbeitete. Kommunikation sei da immer ein entscheidender Aspekt, sagt der Spanier.

"Eine meiner ersten Aufgaben wird eine starke Mannschaft und eine gute Chemie mit allen Beteiligten sein", erläutert der 46-Jährige und meint damit sowohl seine Aufgaben in der ProB als auch in der Jugendarbeit. Vielfältige Erfahrungen hat er auf beiden Ebenen gesammelt - im Herren- und im Nachwuchsbereich. Zwei Schlagwörter nennt er immer wieder, zwei Grundvoraussetzungen, die er vorleben möchte und von seinen Spielern verlangt: Motivation und Respekt. Dass sich Banobre auf die Aufgabe beim SC Rist freut, ist spürbar. Mit dem Spanier kommt eine interessante Trainerpersönlichkeit an den Steinberg, Banobre möchte etwas bewegen.

1. Herren: Paul Owusu nimmt Auszeit

Paul Owusu: In den nächsten Monat steht Berufliches im Vordergrund. Foto: Bergmann

Paul Owusu steht in der kommenden Saison nicht im Kader der 1. Herren, der 30-Jährige legt eine Pause ein. Owusu absolviert eine Weiterbildung zum Personalfachkaufmann, die er im April abschließen möchte. Das sei zeitintensiv und lernaufwendig, sagt er. Die Anforderungen in der 2. Basketball-Bundesliga ProB mit Trainingseinheiten und Spielen, dazu Arbeit, Weiterbildung, Familie und Freunde: All das unter einen Hut bringen? "Das geht nicht, da kann man sich irgendwann an einem Baum aufhängen", sagt Owusu. "Und ich hatte in der letzten Saison Wehwehchen hier und da", ergänzt er.

Also nimmt der Centerspieler erst mal eine Basketball-Auszeit - oder weitgehend: "Ab und zu bin ich in der Halle und trainiere mit einer Stadtligatruppe bei mir in der Ecke. Und ich bin oft im Fitnessstudio", sagt Owusu. Der 30-Jährige hält sich fit - spätere Rückkehr nicht ausgeschlossen: "Mal gucken, was sich ergibt", so Owusu. "Es ist sehr schade, dass wir Paul dieses Jahr nicht im Kader haben, denn solche Typen wie er sind enorm wichtig", sagt Christoph Roquette. "Er hat sich immer in den Dienst der Mannschaft gestellt und in jedem Spiel alles gegeben. Wir respektieren seine Entscheidung", erläutert der Sportliche Leiter.

Owusu spielt (mit Unterbrechungen) seit 2005 für den SC Rist und wird in Wedel als "Fels in der Brandung", als "Kante unter dem Korb" hoch geschätzt. In der Saison 2015/16 absolvierte er 22 Einsätze für den SC Rist und erzielte dabei im Schnitt 3,2 Punkte sowie 3,8 Rebounds. 

1. Herren: Jens Hirschberg bleibt beim SC Rist

Jens Hirschberg: "Siegeswille und Motivation". Foto: Claus Bergmann

Jahr vier - das geb' ich mir, dachte sich Jens Hirschberg und erteilte dem SC Rist Wedel seine Zusage für die kommende Saison in der 2. Basketball-Bundesliga ProB. Der vielseitig einsetzbare Flügelspieler sei aus der Mannschaft gar nicht wegzudenken, sagt Christoph Roquette, Sportlicher Leiter der Rister. "Wir brauchen Jens einfach. Er ist auf dem Spielfeld immer da, wo man ihn benötigt, macht immer das, was das Team gerade am nötigsten braucht", so sein früherer Mitspieler Roquette.

Nach einem Jahr Abstinenz wieder in die Playoffs einzuziehen, müsse für die kommende Spielzeit das Ziel sein, blickt Hirschberg voraus. "Ich will eigentlich nicht noch mal in den Playdowns spielen", sagt er. "Von der Spannung her ist es ähnlich, nur in den Playdowns steht man noch mehr unter Druck, weil es da mehr oder weniger um die Existenz des Vereins geht." Da doch lieber der andere, der Playoff-Druck, den er in den Vorjahren mit dem SC Rist erlebte und mit seinen Mannschaftskollegen so hervorragend in positive Energie umsetzte. "Siegeswille und Motivation" machen Hirschberg zu einem ganz wichtigen Antreiber, lobt Roquette - egal ob in Meister- oder Abstiegsrunde.

Fortan dient Hirschberg unter Felix Banobre - ein iberischer Trainer ist auch für den 28-Jährigen Neuland. Und sollte Banobre plötzlich auf Spanisch coachen? "Nicht vorhanden", lautet Hirschbergs Antwort auf die Frage nach seinen Spanischkenntnissen: "Ich hatte ein halbes Jahr Spanisch an der Uni, dann habe ich dankend abgelehnt", lacht er. Aber ernsthaft: Der perfekt Englisch parlierende Banobre sei ein äußerst interessanter Trainer, findet Hirschberg: "Ich freue mich richtig drauf, weil er einer ist, der schon ganz andere Dinge gesehen hat und ganz andere Erfahrungen mitbringt. Ich bin echt gespannt auf den spanischen Ansatz", sagt er. Zugleich bedeutet ein neuer Trainer auch: Neues Spiel, neues Glück: "Jeder muss sich neu zeigen, für jeden geht es bei null los, jeder muss seine Rolle und seine Spielzeit neu erkämpfen", sagt Hirschberg.

Man darf getrost davon ausgehen, dass der 28-Jährige dafür gewappnet sein wird. Fast als Re­mi­nis­zenz an seinen kurz zuvor beendeten zweiwöchigen Urlaub auf Bali stieg er am vorvergangenen Wochenende auf Sand ins Training ein - beim HBV-Turnier am Elbstrand: "Ein reines Spaßturnier, doch das war für mich so etwas wie der Beginn der Vorbereitung", sagt er - die Vorbereitung auf seine vierte Saison beim SC Rist.

1. Herren: Will Barnes für Wedel

Will Barnes will endlich wieder spielen.

Der SC Rist Wedel hat den ersten Neuzugang im Spielerkader zu vermelden. Mit Will Barnes kommt ein erfahrener Akteur, der auf den Positionen eins und zwei eingesetzt werden kann, der Führungsqualitäten besitzt und bei allen bisherigen Karrierestationen als hervorragender Punktesammler glänzte.

Im Premierenjahr der Hamburg Towers (2014/15) war der 1,85 Meter große US-Amerikaner Mannschaftskapitän und Topscorer unseres Kooperationspartners, in der vergangenen Saison setzte Barnes in Folge einer Knieoperation aus. Er habe keinerlei Bedenken, nach der Pause wieder ins Wettkampfgeschehen einzusteigen, sagt er: "Das Knie fühlt sich gut an", so der 28-Jährige, der Rehabilitation und Aufbautraining nach dem Eingriff in Hamburg absolvierte. "Die Pause war sehr lang, ich war vorher nie für längere Zeit verletzt. Ich hatte mal eine Knöchelverletzung oder so etwas, war aber immer nach wenigen Tagen wieder fit", sagt er. Die Zeit sei nicht immer leicht gewesen, aber zugleich habe er eine Menge über sich und seinen Körper gelernt, erzählt Barnes.

"Wir haben Will in den letzten Monaten trainieren sehen und sind überzeugt, dass er wieder zu alter Stärke zurückkehrt. Wir geben ihm aber auch die Zeit dafür", betont Christoph Roquette. "Sehr glücklich" sei er über Barnes' Verpflichtung, sagt der Sportliche Leiter, der US-Amerikaner ist fest als Leistungsträger eingeplant. Barnes sagt von sich selbst: "Ob in meiner Saison mit den Towers oder vorher: Ich war immer ein Spieler, der Führungsaufgaben übernommen hat, der eine gute Beziehung zu seinen Mannschaftskollegen hatte und versucht hat, ein Vorbild zu sein. Das kommt bei mir ganz natürlich."

Barnes war Kapitän und Topscorer der Towers. Foto: Claus Bergmann

In Hamburg bleiben zu können, wo er mit Lebensgefährtin und dem gemeinsamen Sohn wohnt, habe zweifellos eine Rolle bei der Entscheidung zugunsten des SC Rist gespielt, sagt Barnes. Und auch für den SC Rist gereicht das natürlich zum Vorteil: "Er kennt sich in Hamburg aus und braucht keine Eingewöhnungszeit", so Roquette. Zwar stammt Barnes aus Tuscaloosa im US-Bundesstaat Alabama, doch: "Hamburg ist für mich inzwischen wie ein zweites Zuhause", so der 28-Jährige. Arbeitete er in den vergangenen Monaten ­mal nicht ­­­in Halle oder Kraftraum, war er für die Towers unter anderem in Schulen unterwegs und brachte Kindern Basketball nahe. "Das war eine tolle Erfahrung und während dieser schwierigen Zeit auf jeden Fall ein positiver Aspekt", sagt Barnes.

Seine College-Laufbahn führte ihn zunächst zu Tennessee Tech in die NCAA Division 1, sein Abschlussjahr verbrachte er dann an der Lee University (ebenfalls im US-Bundesstaat Tennessee) und spielte für die "Flames" in der NAIA, ehe er ein Angebot aus Deutschland annahm. "Wir haben in der ProA bei Paderborn und Hamburg gesehen, was Will in der Lage ist, auf dem Parkett zu leisten", sagt Roquette. In Paderborn erzielte Barnes in seinem ersten Jahr als Profi pro Einsatz 18,8 Punkte, 3,5 Rebounds und 3,4 Assists. Anschließend folgte der Wechsel nach Hamburg. Auch bei den Towers schlug er voll ein und kam in 28 ProA-Spielen auf 13,8 Zähler pro Partie. Darüber hinaus sammelte Barnes durchschnittlich 3,1 Rebounds ein und verteilte 2,5 Assists. Mit 42 getroffenen Dreiern war er zudem der erfolgreichste Distanzschütze der Towers.

Felix Banobre ist neuer Trainer des SC Rist Wedel

Hat ein Händchen für Talente: Felix Banobre. Foto: Christoph Worsch

Die ProB-Basketballer des SC Rist Wedel freuen sich, mit Felix Banobre ihren neuen Trainer für die kommende Saison in der dritthöchsten deutschen Spielklasse vorstellen zu können. Der 45-jährige Spanier unterschrieb jetzt einen Vertrag und wird Anfang August nach Wedel ziehen. Bereits bei der Ü35-Meisterschaft überzeugte sich der Coach von den Rahmenbedingungen in Wedel und beeindruckte das Management.

"Wir haben ihn als absoluten Wunschkandidaten verpflichtet, da er große Erfahrung im Profibasketball sowie im Jugendbereich vorweisen kann", so der Sportliche Leiter Christoph Roquette, der bei dieser Trainerverpflichtung im engen Austausch mit dem Kooperationspartner Hamburg Towers war. "Felix Banobre kennt diese Situation aus seiner vorherigen Station und wird diese Erfahrung einbringen können. Wir haben ihn als ehrgeizigen Trainer erlebt, von dem alle Spieler profitieren werden - seien es die 1. Herren mit den Doppellizenzspielern oder auch unsere Wedeler Jugendspieler", sagt Roquette. So wird Banobre auch Jugendmannschaften des SC Rist übernehmen und verzahnt somit die Vereinsteams miteinander.

Mit Banobre bekommt der SC Rist einen hoch erfahrenen Coach, der bereits in der Vergangenheit mit jungen Spielern in U16- oder U18-Teams zusammenarbeitete und sie weiterentwickeln konnte. In der abgelaufenen Spielzeit stand Banobre in der 1. Regionalliga für den BC Erfurt an der Seitenlinie. Dort gelang mit einem Team - was ebenfalls durch viele Kooperationsspieler der Rockets Gotha (ProA) verstärkt worden war - ein solider 10. Platz und somit einige beruhigende Entfernung zum Abstiegsplatz. Weitere Coachingerfahrung sammelte der gebürtige Londoner (zog im Alter von 15 Jahren zurück nach La Coruna, Spanien) im Ausland zudem beim dänischen Erstliga-Team FOG Naestved. Bei allen beiden Profistationen im Ausland sowie den Engagements in der spanischen ACB (1. Liga bei Clesa Ferrol) oder LEB Gold (2. Liga Viajes Aliguer Pineda) stand die Förderung und Einbindung der Talente im Fokus. Im "Elite Jove Camp" war Banobre zudem ebenfalls Headcoach. In diese Camps senden spanische Topclubs ihre Jugendspieler zur Weiterentwicklung.

Auch Felix Banobre selbst freut sich auf den Start beim SC Rist: "Ich habe den Verein als sehr familiär kennengelernt und das hat mich sehr beeindruckt. Ich habe mich gleich sehr wohl gefühlt und freue mich sehr auf diese Aufgabe. Jeder scheint jedem zu helfen und zusammenzuarbeiten. So würde ich auch meine Arbeitsweise beschreiben."

1. Herren: Ein Zuhause gefunden

Spieler und Jugendtrainer: Fabian Strauß ist in Wedel heimisch geworden. Foto: Claus Bergmann

Fabian Strauß macht den Anfang: Der 23-Jährige ist der erste Spieler, der für den Kader der Saison 2016/17 zugesagt hat - abgesehen von Aurimas Adomaitis, dessen Vertrag noch ein Jahr Gültigkeit besitzt. Für Strauß und für den Verein war es eine leichte Entscheidung: "Ich fühle mich sehr wohl, mir gefällt die familiäre Atmosphäre. Für mich passt die Situation im Moment perfekt", sagt Strauß, der seit 2013 für den SC Rist spielt und darüber hinaus in der Wedeler Nachwuchsarbeit tätig ist.

"Mittlerweile kenne ich fast jedes Kind im Verein", so der 23-Jährige, der mehrere Jugendmannschaften trainiert und als Headcoach des Championship Basketball Camps zuletzt im April gemeinsam mit seinem Trainerteam dutzenden Kinder das Einmaleins des Basketballs vermittelte. Dass Strauß die Nachwuchstrainer-Ausbildung der Basketball-Bundesliga absolviert, verschafft ihm interessante und lehrreiche Einblicke und Sichtweisen, von denen er persönlich und der Verein profitieren: "Man lernt ganz viel und bekommt viele Ideen, die man dann umsetzen kann", sagt er. Sei es bei der Technik- und Taktikschulung, sei es in Sachen konzeptioneller Arbeit oder pädagogischer Methoden.

Auf dem Feld ist er vom Lehrling längst zum Stützpfeiler gereift - dank Trainingsfleiß während der Saison und während der Sommerpause. Die Wertschätzung drückte sich auch darin aus, dass Strauß die Rister in der vergangenen Saison als Kapitän anführte. Und dennoch blieb bei ihm ein entscheidender Negativaspekt hängen, das Verpassen der Playoffs nämlich: "Wir haben etwas gutzumachen", meint Strauß deshalb mit Blick auf die kommende Spielzeit.

Mit 38 getroffenen Dreiern bei einer ordentlichen Quote von 38,4 Prozent war er der erfolgreichste Wedeler Distanzschütze - besonders treffsicher zeigte er sich in der heißen Phase der Saison, in der Abstiegsrunde also. Elf von 21 Würfen von jenseits der Dreierlinie traf er, als der Ligaverbleib auf dem Spiel stand, sieben Punkte pro Partie in diesem letzten Saisonabschnitt und gute Verteidigungsleistungen trugen ein ganzes Stück zum Klassenerhalt bei. Wedel sei inzwischen sein drittes Zuhause, sagt Strauß. "Das erste ist bei den Eltern, das zweite in Jena", so der 23-Jährige. Und seit 2013 ist er nun in Wedel heimisch. Das Familiäre und Vertraute rund um den Steinberg gefällt ihm - logisch, dass er da auch während der jüngsten Ü35-DM in Wedel mit seinen Gelb-Grünen auf der Tribüne mitfieberte.

1. Herren: Saisonabschluss im Brandenburgischen

Trainer Michael Claxton möchte die Saison mit einem Sieg abschließen. Foto: Claus Bergmann

53:61, 85:77, 72:63 - das sind die Resultate aus Wedeler Sicht gegen den RSV Eintracht 1949 Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf in dieser ProB-Saison. Am Sonnabend tritt der SC Rist zur letzten Partie der Abstiegsrunde auswärts bei den Brandenburgern an (19:30 Uhr).

Nach Möglichkeit soll der erste Tabellenplatz für das Team von Headcoach Michael Claxton behauptet werden (22 Punkte). Da der Gegner zwei Punkte weniger hat, müsste bei Punktgleichheit der direkte Vergleich (aus allen vier Partien) herangezogen werden. Die Wedeler könnten sich eine Niederlage mit bis zu neun Zählern erlauben. Dann würde der SC Rist den ersten Tabellenplatz in der Abstiegsrunde behaupten können.

Aber solche Gedankenspiele liegen Claxton fern. "Wir wollen auch die letzte Partie gewinnen, um diese vor allem mental anstrengende Saison positiv zu beenden", sagt er. Sowohl die Spieler als auch das Trainerteam sind überwiegend froh, dass nun die Sommerpause ansteht. "Allerdings ist es auch immer schade, wenn eine Spielzeit zu Ende geht, weil man weiß, dass das Team zur kommenden Saison wegen der Zu- und Abgänge nicht mehr das gleiche sein wird", so der Rist-Coach. Zum Abschluss wolle man die "gute geschlossene Mannschaftsleistung" aus dem dominanten 101:51-Heimerfolg gegen die Hertener Löwen wiederholen. Lediglich der Einsatz von René Kindzeka wackelt, der unter der Woche wegen Krankheit beim Training fehlte.

1. Herren: Vor letztem Heimspiel Abschlusssieg im Blick

Gegen Herten soll die Abwehrzange wieder zupacken. Foto: Claus Bergmann

Der Klassenerhalt ist gesichert, im letzten Heimspiel der Saison können die Rister also befreit zu Werke gehen und wollen sich natürlich mit einem Sieg von den eigenen Zuschauern verabschieden. Am Sonntag (24. April, 17:00 Uhr) sind die Hertener Löwen zu Gast in der Steinberghalle, die wie die EN Baskets Schwelm als Absteiger in die Regionalliga feststehen.

Die Wedeler Zuschauer mussten im Laufe der Saison dürre Wochen durchstehen, die ersten sechs Heimspiele endeten mit Niederlagen, erst Mitte Dezember klappte es dann. Es versteht sich von selbst, dass die Rister ihren Fans zum Abschluss da noch einen Heimsieg bescheren wollen. "Für mich ist jedes Saisonspiel wichtig. Wir wollen zu Hause noch einmal zeigen, was in uns steckt", sagt Trainer Michael Claxton.

Hertens Niederlage am zurückliegenden Sonntag gegen den RSV Eintracht besiegelte einerseits den Abstieg der Löwen und zugleich den Ligaverbleib der Rister, die zwar tags zuvor Schwelm unterlagen, aber in der Abstiegsrunde vorher mit drei Siegen in Folge bereits die Hauptarbeit für den Klassenerhalt verrichtet hatten. Die Defensive habe gegen Schwelm nicht wie gewohnt funktioniert, bemängelte Claxton angesichts der dreistelligen Punktausbeute des Gegners - im Duell mit den Löwen um den früheren Rister Jeffrey Martin soll wieder soliderer Beton angemischt werden. "Wir haben die Aufgabe erfüllt. Aber das Sahnehäubchen wäre nun, die Saison mit zwei Siegen zu beenden. Wir wollen diese Partien genießen", so der Trainer. Louis Olinde, Lennard Larysz und Jens Hirschberg sind am Sonntag nicht dabei.

1. Herren: Rückspiel in Schwelm

Amir Carraway war in der Vorwoche in Bestform. Foto: Claus Bergmann

Der Blick auf die Tabelle verrät: In der Nord-Abstiegsrunde der 2. Basketball-Bundesliga ProB spricht alles für den Klassenerhalt des SC Rist. Drei Runden vor Schluss haben die Rister 20 Punkte und damit sechs Zähler Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, der von den Hertener Löwen eingenommen wird.

Wedel müsste alle drei Partien verlieren - darunter auch mit mindestens 31 Punkten gegen die Löwen (direkter Vergleich aus allen Spielen der Haupt- und Play-down-Runde), die zuletzt zehnmal in Folge verloren - während Herten dreimal gewinnen muss. Der Ligaverbleib der Wedeler scheint zu einem sehr hohen Prozentanteil geschafft zu sein. Um die letzten Zweifel auszuräumen, reicht ein Sieg in drei Versuchen. "Es ist gut, dass wir nicht auf andere angewiesen sind. Wir gehen in allen drei Spielen mit der richtigen Einstellung zu Werke", sagt Headcoach Michael Claxton.

Am Sonnabend spielt der SC Rist beim Tabellenletzten Baskets Schwelm (12 Punkte), der bereits mit mehr als einem Bein in der Regionalliga steht und aus den letzten 13 Begegnungen nur einen Sieg holte. Die Schwelmer könnten in dem Duell um 19:30 Uhr erneut auf die Nachwuchsspieler Mirko Krieger und Vladimir Pinchuk setzen. Sören Fritze und Zeljko Novak fehlen. Ob die angeschlagenen Akteure Frederik Henningsen, Domonique Crawford und Dominik Turudic auflaufen, ist noch ungewiss.

Beim SC Rist wird Louis Olinde auf Anraten der Ärzte aufgrund der vielen Einsätze für den SC Rist, die Towers und Piraten sowie die Nationalmannschaft in dieser Saison geschont. Janis Stielow und Helge Baues spielen heute für die Towers in den Pro-A-Play-offs das vierte Duell gegen Gotha - unser Kooperationspartner führt 2:1. Eventuell kommt es zum Entscheidungsspiel am Sonntag. Tendenziell sind beide Leistungsträger in Schwelm nicht dabei.

Die Wedeler Basketballer gewannen fünf der letzten sechs Spiele und wollen daran anknüpfen. "Wir wollen unsere Form bis zum Ende aufrechterhalten", so Claxton.

1. Herren: "Energie von den Rängen" für den Heimsieg

Trainer Michael Claxton hofft auf eine "kochende" Steinberghalle. Foto: Claus Bergmann

Die Abstiegsrunde der 2. Basketball-Bundesliga ProB steht vor ihrem dritten Spieltag, der den Ristern ein Heimspiel gegen die EN Baskets Schwelm beschert. Am Sonnabend (9. April, 19:00 Uhr) wollen Trainer Michael Claxton und seine Mannen in der Steinberghalle einen weiteren Punkterfolg einheimsen, um auf diese Weise dem Klassenerhalt näherzukommen.

"Das Publikum ist unser sechster Mann. Wir brauchen die Energie von den Rängen", setzt Claxton dabei auch auf eine stimmungsvolle Atmosphäre am Steinberg. Mit zwei Siegen haben die Rister einen perfekten Abstiegsrundenstart erwischt, der aber noch nicht zur Rettung reicht. Um lästige Rechenaufgaben und kollektives Zittern zu vermeiden, müssen weitere Siege her: "Unsere Ausgangslage ist gut. Aber ich wiederhole mich da gern. Unsere Arbeit ist noch nicht zu Ende", betont Claxton.

Die Schwelmer Gäste brauchen ebenfalls Siege - sie stehen mit zwölf Zählern (der SC Rist hat 18) momentan auf dem letzten Platz. Bei der 80:93-Niederlage gegen den RSV Eintracht am Ostermontag führte der US-Amerikaner Domonique Crawford die Schwelmer Mannschaft mit 21 Punkten und zehn Rebounds an. Frederik Henningsen erzielte 17 Punkte für die Gelb-Blauen, die seit Februar von Kristofer Speier angeleitet werden. Der Deutschamerikaner spielte in der Saison 2004/05 für die damaligen Union Baskets Schwelm in der Bundesliga und beerbte Miodrag Radomirovic vor gut zwei Monaten also im Traineramt.

Lennard Larysz wird den Ristern am Sonnabend mit einer Daumenverletzung fehlen. Da die Towers am Freitag und Sonntag in den ProA-Playoffs auf Gotha treffen, werden zudem Helge Baues und Janis Stielow gegen Schwelm möglicherweise nicht zum Einsatz kommen. Das wäre natürlich ein großer Verlust, wenn es so käme, doch der Wedeler Kader ist breit aufgestellt: "Dann müssen sich eben andere zeigen", sagt Claxton.

1. Herren: Weiterer Sieg für den Klassenerhalt soll her

Abdulai Abaker zieht gegen Schwelms Crawford zum Korb. Foto: Bergmann

Ein ganz wichtiges Heimspiel steht vor den Ristern: Am Sonnabend (9. April, 19:00 Uhr) treffen die Jungs von Trainer Michael Claxton in der Steinberghalle auf die EN Baskets Schwelm. "Die Arbeit ist noch nicht zu Ende. Noch sind wir nicht gerettet", hatte Claxton nach dem Sieg über Herten geäußert. Und diese Aussage hat immer noch Bestand, denn die Rister brauchen weitere Siege, um den Verbleib in der 2. Basketball-Bundesliga ProB zu sichern.

Das Tabellenbild in der Abstiegsrunde der Nordgruppe zeigt unverändert ein dicht gedrängtes Feld, das zwar von den Ristern mit 18 Punkten angeführt wird, das aber noch keine endgültigen Entscheidungen über Klassenerhalt und Abstieg hervorgebracht hat.

Unsere Gäste aus Schwelm sind mit zwölf Zählern derzeit Letzter, aber noch längst nicht abgeschrieben. Der ehemalige Bundesligaprofi Kristofer Speier hat im Februar das Traineramt von Miodrag Radomirovic übernommen. Am ersten Spieltag der Abstiegsrunde bezwang Schwelm Herten, am zweiten gab es eine Niederlage gegen den RSV Eintracht. Bester Schwelmer beim 80:93 war der US-Amerikaner Domonique Crawford mit 21 Punkten und zehn Rebounds.

Die Rister hatten nach der Partie in Herten am Gründonnerstag und dem spielfreien vergangenen Wochenende eine ausgedehnte Vorbereitungszeit auf das wichtige Heimspiel am Sonnabend. Und mit Louis Olinde geht ein Rister mit erheblichem Rückenwind in die Begegnung: Der 18-Jährige gewann bekanntermaßen vor wenigen Tagen das traditionsreiche Albert-Schweitzer-Turnier mit der U18-Nationalmannschaft.

1. Herren: Der nächste Halt ist Herten

Hände im Spiel: Helge Baues ringt mit Hertens Brandon Griffin. Foto: Claus Bergmann

Neun Spiele in Folge haben die Hertener Löwen in der 2. Basketball-Bundesliga ProB zuletzt verloren. Der SC Rist hatte in dieser Saison ebenfalls mit einer Niederlagenserie zu kämpfen. Das Team von Trainer Michael Claxton unterlag achtmal in Serie. "Wir kennen die Situation, in der sich Herten gerade befindet", sagt der US-Amerikaner vor dem Duell am Gründonnerstag in Nordrhein-Westfalen (20 Uhr).

In der Hinrunde unterlagen die Rister den Löwen 82:88. Im Auswärtsspiel gelang den Wedelern dann ein 95:68-Erfolg. Nun gibt es am zweiten Spieltag der Abstiegsrunde das dritte Aufeinandertreffen beider Mannschaften. Coach Claxton warnt vor der Offensive der Hertener: "Sie sind sehr explosiv und haben einige Spieler, die heißlaufen können." Shooting Guard DeAndre Lansdowne ist mit 22,7 Punkten im Schnitt pro Begegnung Topscorer der Nordstaffel. Auch die Punktwerte von Small Forward Eric Curth (14,9), dem ehemaligen Wedeler Point Guard Jeffrey Martin (13,3), Power Forward Brandon Griffin (11,4) und Center Felix Neumann (10,2) können sich sehen lassen.

"Unsere Defensive muss gut organisiert sein und die Hertener am Punkten hindern. Das ist der wichtigste Teil", so Claxton. Mit 1980 Gegenkörben kassiert die Mannschaft von Coach Cedric Hüsken, der als Co-Trainer das Amt des bisherigen Übungsleiters Majdi Shaladi Ende Februar übernommen hatte, die meisten der Liga.

Der SC Rist führt die Tabelle der Abstiegsrunde mit 16 Punkten an. Die Hertener Löwen haben zwei Zähler weniger auf dem Konto. Ein weiterer Sieg wäre bei dann noch vier auszutragenden Spielen ein enorm wichtiger Schritt in Richtung Klassenerhalt.

Auf Seiten der Rister treten Jack Fritsche und Alexander Pimentel die Reise zum Auswärtsspiel nicht an. U18-Nationalspieler Louis Olinde verlässt kurzzeitig die Vorbereitung beim Albert-Schweitzer-Turnier in Mannheim und kommt mit dem Zug nach Herten, um den SC Rist zu unterstützen.

1. Herren: Abstiegsrunde beginnt am Sonntag

Erneutes Duell: Aurimas Adomaitis gegen RSV-Center Kenneth Cooper. Foto: Bergmann

"Beide Mannschaften kennen sich sehr gut. Kleinigkeiten werden den Ausschlag geben", sagt Rist-Heacoach Michael Claxton vor dem 1. Spieltag der Abstiegsrunde in der 2. Basketball-Bundesliga ProB. Die Rister bekommen es - wie schon am 28. Februar beim 85:77-Heimsieg - am Sonntag in der Steinberghalle mit dem RSV Eintracht 1949 Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf zu tun (17 Uhr).

Der RSV ist Tabellenneunter, die Wedeler Zehnter, beide Mannschaften haben 14 Punkte auf dem Konto. Im Hinspiel unterlagen die Rister 53:61. "Wir sind im Play-off-Modus, auch wenn es die Play-downs sind. Das Team hat sich in den letzten Monaten gesteigert. Wenn es uns gelingt, die nächsten Wochen konzentriert und fokussiert zu bleiben, bin ich zuversichtlich, dass wir in der ProB bleiben", so Claxton.

Sowohl die Brandenburger als auch der SC Rist weisen Gemeinsamkeiten auf: Die Stärken liegen eher in der Defensive. Stahnsdorf hat in der Hauptrunde 1449 Punkte erzielt. Dies ist der schwächste Wert in der Offensive. Es folgen die Wedeler mit 1496 Körben.

Topscorer des Gegners ist Center Kenneth Cooper (durchschnittlich 14,9 Punkte). Auch die Shooting Guards Jackson Capel (12,6) und Joey Ney (12,4) zählen zu den Schlüsselspielern des RSV. "Jeffrey Harper ist ebenfalls ein wichtiger Spieler. Und auch Erik Müller, der nur im Hinspiel dabei war, spielt eine größere Rolle", warnt Claxton.

Auf Seiten der Wedeler könnte René Kindzeka (Knieverletzung) wieder eine Option für die Partie sein, nachdem er am Donnerstag erstmalig eine volle Trainingseinheit des Kooperationspartners Hamburg Towers absolvieren konnte. Die Knieprobleme von Louis Olinde klingen ab, ins Mannschaftstraining ist er jedoch noch nicht zurückgekehrt.

Sechs Spiele haben die Wedeler, um den Abstieg in die Regionalliga zu vermeiden. Ein Sieg zum Auftakt dürfte das Selbstvertrauen nach zuletzt zwei Siegen und einer Niederlage weiter ansteigen lassen. "Wir freuen uns auf diese Drucksituation. Wir müssen die Situation annehmen und unseren Fokus schärfen", sagt Claxton.

1. Herren: Rister reisen zum Ersten Iserlohn

Hinspielduell: Paul Owusu gegen Deion Giddens. Foto: Claus Bergmann

Am 22. und damit letzten Spieltag der ProB-Punktrunde bekommen es die 1. Herren auswärts mit dem bereits feststehenden Tabellenersten Iserlohn Kangaroos (Sonnabend, 19.30 Uhr) zu tun. Die Rister (Tabellenzehnter, 14 Punkte) können mit einem Sieg noch Neunter werden, falls gleichzeitig der RSV Eintracht Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf - wie der SC Rist, die EN Baskets Schwelm und die Hertener Löwen Teilnehmer der Abstiegsrunde - Recklinghausen unterliegt.

Derzeit rangieren die Rister hinter Stahnsdorf - aufgrund des Dreiervergleichs mit den Brandenburgern und Herten (ebenfalls 14 Zähler). Zuletzt kassierten die Kangaroos (34 Punkte) zwei Niederlagen in Folge, darunter auch erstmalig in dieser Saison daheim. Gegen Bochum gab es ein 74:77. "Sie haben jetzt in zwei Spielzeiten zwei Heimpartien verloren. Davon eine gegen uns. Ich bin sicher, das haben sie nicht vergessen", sagt Rist-Headcoach Michael Claxton. Seine Mannschaft machte im Play-off-Halbfinale 2014/15 bei den Sauerländern durch den Sieg im zweiten Duell den Einzug ins Endspiel perfekt.

"Iserlohn spielt einen starken Teambasketball. Für mich ist es die teamorientierteste Mannschaft der ProB. Sie wechseln viel durch und haben mehrere Spieler, die zum Erfolg beitragen. Wir müssen alles reinhauen, um dort zu bestehen. Es wird ein ganz intensives Match. Denn die Kangaroos wollen rechtzeitig vor den Play-offs wieder in Form kommen. Sie sind hochmotiviert", sagt der Amerikaner. Topscorer ist Center Marcel Keßen, der durchschnittlich 12,6 Punkte pro Partie erzielt. Eine feste Größe in Iserlohns Aufgebot ist auch der ehemalige Rister Kristof Schwarz.

Das Mitwirken des Wedelers Louis Olinde (Knieprobleme) ist fraglich, da er bisher noch nicht wieder trainieren konnte. Ob René Kindzeka (Faserriss am Knie) für die anstehende Abstiegsrunde eine Option ist, steht noch nicht fest.

Louis Olinde im Kader für das Albert-Schweitzer-Turnier

Louis Olinde. Foto: Claus Bergmann

Louis Olinde ist in das Aufgebot der U18-Nationalmannschaft für das Albert-Schweitzer-Turnier berufen worden. Das gab der Deutsche Basketball Bund bekannt. Olinde ist im Kader des SC Rist Wedel (2. Basketball-Bundesliga ProB) eine feste Größe und kommt darüber hinaus auch bei den Hamburg Towers in der ProA sowie für die Piraten Hamburg in der U19-Bundesliga NBBL zum Einsatz. Harald Stein, Bundestrainer der deutschen U18-Auswahl, wird die 14 nominierten Spieler vom 21. bis 25. März bei einem Lehrgang in Heidelberg um sich versammeln. Als Assistenztrainer zählt der ehemalige Wedeler Trainer und Jugendkoordinator Sebastian Gleim (jetzt Frankfurt Skyliners) zum Stab.

Das Albert-Schweitzer-Turnier ist eine Veranstaltung von Weltruf. Zwischen 26. März und 2. April gastieren U18-Nationalmannschaften aus aller Welt in Mannheim und Viernheim, zu den Teilnehmern gehören neben Gastgeber Deutschland Ägypten, Argentinien, Australien, China, Frankreich, Griechenland, Italien, Japan, Serbien, die Türkei und die Vereinigten Staaten. Das Turnier gilt als inoffizielle U18-Weltmeisterschaft und wird seit 1958 alle zwei Jahre ausgetragen. Im Laufe der Jahre nahmen am AST zahlreiche Spieler teil, die später zu den Besten ihres Faches gehörten, darunter Dirk Nowitzki, Earvin "Magic" Johnson, Tony Parker, Arvydas Sabonis, Pau Gasol oder Tim Duncan.

Bundestrainer Stein hat der deutschen Mannschaft für die diesjährige Ausgabe der Traditionsveranstaltung das höchstmögliche Ziel vorgegeben: "Ich trete an, um dieses Turnier zu gewinnen. Natürlich ist die Konkurrenz extrem stark, aber ich sehe eine realistische Chance für meine Mannschaft, die wir nutzen wollen", wird Stein auf der Internetseite des Deutschen Basketball Bundes zitiert.

1. Herren wollen am Jugendtag den zweiten Heimsieg

Amir Carraway ist angeschlagen. Foto: Bergmann

"Gegen Itzehoe hatten wir schon eine unglaubliche Unterstützung in der Halle. Ich glaube, es wird diesmal ähnlich", sagt Michael Claxton, Trainer der 1. Herren. Schließlich werden rund um das Spielfeld bei der Partie gegen den RSV Eintracht 1949 Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf (Sonntag, 28. Februar, 17 Uhr) zusätzlich zu den Fans noch alle Wedeler Jugendmannschaften in der Steinberghalle für Stimmung sorgen. In der Halbzeitpause werden sich im Zuge des Jugendtags alle Nachwuchsteams präsentieren, auch die Rookie-Schiedsrichter werden geehrt. Zudem gibt es eine große Tombola mit attraktiven Preisen und im Foyer der Steinberghalle neben der Cafeteria auch einen Zuckerwattenstand.

Die Rister hoffen, dass der Funke von den Rängen auch auf das Team überspringt, schließlich feilen sie daran, sich eine gute Ausgangsposition für die Abstiegsrunde zu schaffen. Die Mannschaft ist mit zwölf Punkten - bei nur einem Heimerfolg in zehn Versuchen - Tabellenelfter. Stahnsdorf hat zwei Zähler mehr auf dem Konto und rangiert auf Rang neun. Im Hinspiel unterlag der SC Rist 53:61. "Ihre Stärken liegen in ihrer aggressiven und variantenreichen Verteidigung. In der Offensive bevorzugen sie den Attacke-Modus. Sie mögen es, das Tempo zu kontrollieren", sagt Claxton über die sonntäglichen Gäste. Vor allem Center Kenneth Ray Cooper, mit 14,5 Punkten im Schnitt Topscorer des RSV, wird oft für den Abschluss gesucht. Mit 9,3 Rebounds ist der 2,08 Meter große und 119 Kilo schwere Amerikaner auch der beste Einsammler von Fehlwürfen. "Aus meiner Sicht zählen Joey Ney und Jackson Capel noch zu den Schlüsselspielern des Gegners", so der Rist-Coach. 13,1 Zähler schenkt Ney durchschnittlich dem gegnerischen Team ein. Capel, im Dezember verpflichtet, kommt auf 11,1. "Meine Mannschaft und Stahnsdorf sind sich ähnlich. Nicht nur aufgrund der angespannten Situation. Defensiv sind die Leistungen oft okay, offensiv läuft es nicht immer rund", so Claxton.

"Wir sind uns der Wichtigkeit dieser Begegnung bewusst und sind bereit, 40 Minuten zu kämpfen. Natürlich wollen wir gewinnen, aber es ist fast genauso wichtig, mal das gesamte Spiel über konstant in der Leistung zu bleiben", meint der Amerikaner. Ein Sieg mit neun Punkten Abstand würde den Wedeler bei dann noch einem auszutragenden Spieltag einen Vorteil verschaffen. Flügelspieler Amir Carraway konnte nach seiner Bänderdehnung im Fuß bisher unter der Woche noch nicht trainieren, der Trainerstab ist jedoch optimistisch, dass er am Sonntag zum Einsatz kommt. Bis auf einen Schnupfen hier und da sind sonst alle Rister einsatzbereit und arbeiten daran, nach dem Erfolg in Quakenbrück wieder zu gewinnen. Stahnsdorf reist mit dem Selbstbewusstsein eines 71:65-Siegs in Schwelm an.

Sonntag am Steinberg: Jugendtag mit großer Tombola beim Heimspiel gegen RSV Eintracht

Am Sonntag (28. Februar) findet in der Steinberghalle der Jugendtag des SC Rist rund um das Heimspiel der 1. Herren gegen den RSV Eintracht 1949 Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf (Spielbeginn: 17:00 Uhr) statt.

Beim Jugendtag werden Jahr für Jahr die zahlreichen Wedeler Nachwuchsmannschaften geehrt - und es gibt ein tolles Rahmenprogramm: So kann man bei einer Tombola zugunsten der Jugendarbeit tolle Preise gewinnen, darunter ein Wochenende mit dem Renault Kadjar, Karten für eine Exklusivveranstaltung der Nordakademie mit Joey Kelly, Gutscheine für die Fitnessfabrik, Bekleidung aus dem Hause 43 und vieles mehr. Zusätzlich zur gewohnt reichhaltigen Cafeteria gibt es im Foyer der Steinberghalle einen Zuckerwattenstand.

Alle Jugendmannschaften des SC Rist werden auf reservierten Plätzen rund um das Spielfeld sitzen und gemeinsam die 1. Herren im wichtigen Heimspiel anfeuern. In der Halbzeitpause werden sich dann alle Teams von U8 bis M18 auf dem Spielfeld den Zuschauern präsentieren und geehrt. In der ersten Viertelpause werden die Wedeler Rookie-Schiedsrichter ausgezeichnet.

Ein Blick auf die Tabelle der Nordstaffel der 2. Basketball-Bundesliga ProB genügt, um zu erkennen, welch Bedeutung dem Duell zwischen den 1. Herren und dem RSV Eintracht 1949 Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf zukommt: Der SC Rist hat zwölf Punkte, die Brandenburger zwei mehr - beide Mannschaften kämpfen um den Klassenerhalt und brauchen jeden Sieg.

Jede Menge los also in der Steinberghalle am Sonntag - und auf dem Feld werden die Jungs von Trainer Michael Claxton alles daran setzen, dass es endlich mal wieder mit einem Heimsieg klappt.

1. Herren: Die Jagd nach den ersehnten Punkten geht in Quakenbrück weiter

19 Punkte im Hinspiel: Isaac Gordon (hier mit Trainer Michael Claxton). Foto: Bergmann

Es war der 2. Spieltag in der 2. Basketball-Bundesliga ProB. Der SC Rist hatte nach einem Auftakterfolg gegen den VfL Bochum die Artland Dragons Quakenbrück in der Steinberghalle zu Gast. Lange Zeit sahen die Rister nach den sicheren Sieger aus. Und verloren nach elf Punkten Führung durch ein desolates letztes Viertel noch 57:61.

Während sich für die Wedeler, die am Sonnabend beim ehemaligen Bundesligisten in Quakenbrück zu Gast sind (19.30 Uhr), die Seuchensaison fortsetzte, erleben die "Drachen" eine geruhsame Spielzeit. Mit 22 Punkten ist das Team sorgenfrei Tabellensechster. Der SC Rist möchte sich als Tabellenletzter (10 Punkte) in den verbleibenden drei Partien noch eine bessere Ausgangsposition für die Abstiegsrunde schaffen. Nur wenn alle drei Partien gewonnen werden, könnte es noch mit den Play-offs klappen.

Auch nach dem Weggang von Ausnahmetalent Isaiah Hartenstein verfügen die Artländer über jede Menge basketballerische Qualität im Kader. Topscorer ist Spielmacher Javarez Willis, der durcschnittlich für 12,9 Zähler pro Partie verantwortlich ist. Ex-Towers-Akteur Benjamin Fumey, als Power Forward eingesetzt, folgt mit 12,1 Punkten. Unter den Körben räumt Austin Bragg auf, den Rist-Coach Michael Claxton bereits in Washington in College-Partien einst live beobachten konnte. 6,2 Rebounds greift sich der 2,03 Meter-Mann im Schnitt.

Vor allem bei Würfen jenseits der Dreier-Linie sind die Niedersachsen stark. Mit einer Quote von 32,7 verwandelten Versuche ist es die zweitbeste Mannschaft der Nordstaffel. Die Feldwurfquote liegt bei 44 Prozent - es ist der drittbeste Wert. Beide Teams verloren ihre letzte Begegnung. Der SC Rist unterlag den Itzehoe Eagles (73:78), Quakenbrück hatte gegen den Rist-Abstiegskonkurrenten Citybasket Recklinghausen das Nachsehen (63:77). Und das ließ Vereinsgeschäftsführer Marius Kröger poltern: "Eine Leistung wie gegen Recklinghausen werden wir nicht noch einmal so hinnehmen", wird Kröger im Artländer Vorbericht zitiert.

1. Herren: Es helfen nur Siege

Abdulai Abaker und die Rister haben Itzehoe vor der Brust. Foto: Bergmann

Am Sonntag (14. Februar, 17:00 Uhr) treffen die 1. Herren in der Steinberghalle auf die Itzehoe Eagles - und der Auftrag ist klar: Ein Sieg muss her, wenn die Playoff-Ränge nicht in unerreichbare Ferne abdampfen sollen. Und ohnehin benötigen die Rister jeden Punkt, um sich im Falle einer Teilnahme an der Abstiegsrunde eine möglichst aussichtsreiche Position für den Klassenerhalt zu verschaffen.

"Wir geben alles dafür, eine bessere Leistung als zuletzt zu zeigen", sagt Trainer Michael Claxton, der von seiner Mannschaft Einsatz und volle Konzentration sehen will. In den vergangenen Partien machten stets Schwächephasen den Ristern einen Strich durch die Rechnung und so verpuffte die als Initialzündung gedachte Leistungsexplosion von Herten. Claxton baut auch auf die lautstarke Unterstützung der Zuschauer, die Mitte Dezember den bislang letzten Heimsieg (80:64 gegen Recklinghausen) sahen.

Das erste Aufeinandertreffen zwischen Ristern und Adlern in dieser Saison entschied die Mannschaft von Pat Elzie mit 68:65 für sich. Damals Anfang Dezember wirkte noch Patrick Wischnewski mit, der sich nach dem Jahreswechsel einen Mittelfußbruch zuzog. Kosta Karamatskos fiel lange aufgrund eines gebrochenen Ellenbogens aus und beging Ende Januar seine Rückkehr. Allerdings ist der Kapitän seither erneut außer Gefecht. Am vergangenen Wochenende war dann Nick Tienarend an der Reihe: Der Spielmacher hat die Wiederaufbaumaßnahmen im Anschluss an einen Kreuzbandriss abgeschlossen und ist wieder im Einsatz.

Weitere Personalmeldungen aus Itzehoe gab es während der Weihnachtspause: Von den US-Amerikanern Curtis Allen und Charles Bronson trennte sich der Verein und verpflichtete dafür zwei Landsmänner der beiden, Stephan Shepherd sowie Turrell Morris. Vor allem Ersterer hat bislang einen guten Eindruck hinterlassen und sich in der Liga als Center mit ordentlichem Distanzwurf und ausgeprägten Rebounderfähigkeiten vorgestellt.

In Reihen der Rister fehlen René Kindzeka (Knieblessur) und Lennard Larysz, der am Sonntag mit den NBBL-Piraten in der Hauptstadt gegen die Spielgemeinschaft von DBV Charlottenburg, TuS Lichterfelde und RSV Eintracht antritt.

Im Rahmen des Heimspiels gegen Itzehoe geht zudem der Grundschul-Fanwettbewerb in die nächste Runde. Die Schüler der Moorwegschule sind zu Gast in der Steinberghalle und werfen vor der Partie um einen möglichst großen Anteil am Preisgeld von 500 Euro, das von SER Solutions gestiftet wird. In der ersten Runde des Grundschul-Fanwettbewerbs hatte die Altstadtschule vorgelegt, die Rister sind gespannt, was sich die Moorwegschüler ausgedacht haben, um die Mannschaft lautstark und farbenfroh zu unterstützen. In der dieser Woche weilten Rist-Jugendkoordinatorin Gundula Laabs sowie Trainer und Spieler der 1. Herren zu Schnuppertrainingsstunden an der Moorwegschule.

1. Herren: Rister reisen nach Rostock

René Kindzeka fällt mit einer Knieblessur aus. Foto: Bergmann

Nach der 57:66-Heimniederlage gegen die Herzöge Wolfenbüttel geht es für den SC Rist in der 2. Basketball-Bundesliga ProB am 18. Spieltag zu den Rostock Seawolves. Während über die Heimbilanz der Wedeler (1:8) besser der Mantel des Schweigens gehüllt werden sollte, läuft es äuswärts etwas besser (4:4). "Auswärts haben wir mehr Erfolg. Das ist nun mal Fakt. Aber jedes Spiel ist eine Herausforderung in dieser Liga", sagt Headcoach Michael Claxton.

Seine Mannschaft und die Baskets Schwelm haben jeweils zehn Punkte. Wegen des direkten Vergleichs ist der SC Rist jedoch Tabellenletzter. Dies ist aber kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. "Ich bleibe weiter optimistisch. Als Basketball-Trainer hätte ich derzeit vielleicht Grund zu jammern, aber ich weiß, dass mein Team gut genug ist, um in der Liga zu bleiben", sagt der Amerikaner. Schließlich werde erst am Ende abgerechnet und es sind noch fünf Spiele zu bestreiten.

Die Rostock Seawolves sind in einer weitaus komfortableren Situation als der SC Rist. Zwar verlor die Mannschaft von Trainer Sebastian Wild die letzten beiden Partien gegen die Artland Dragons Quakenbrück (64:77) und den VfL Bochum (85:86), doch mit 18 Zählern auf dem Konto und dem sechsten Tabellenrang ist das sichere Erreichen der Play-offs nah. Zumal sich die Seewölfe auf ihre starke Offensive verlassen können. Mit 1289 erzielten Punkten steht Rostock in der Offensive ligaweit auf dem zweiten Rang hinter Herten. Mit 33,7 Prozent erfolgreichen Dreiern führen die Rostocker eine dieser Kategorie sogar an. Die Feldwurf-Quote liegt bei 44,6 Prozent.

Einer der Scharfschützen ist Shooting Guard Matthew Hunter, der mit 17 Zählern Topscorer der Seawolves ist. Power Forward André Murillo, ehemals Hamburg Towers, ist zweitbester Punktesammler mit 10,8 Zählern im Schnitt. Geleitet wird die Offensive von Aufbauspieler Tim Vogt, der laut Meldungen aus Rostock jedoch mit einer Bänderdehnung ausfällt. "Wir müssen aber selbst das Tempo der Partie kontrollieren und in der Offensive innen und außen mehr Gelegenheiten kreieren", sagt Claxton. Im Laufe der Woche musste er erneut eine Hiobsbotschaft verkraften. Der gerade erst wiedergenesene René Kindzeka zog sich gegen Wolfenbüttel eine Knieverletzung zu und wird vier bis sechs Wochen ausfallen.

1. Herren: "Gut genug für die Play-offs, aber wir müssen es beweisen"

Trainer Michael Claxton. Foto: Claus Bergmann

Am 1. November waren die 1. Herren bei den Herzögen Wolfenbüttel zu Gast. Das Duell am sechsten Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga ProB endete 52:76 aus Sicht der Wedeler. Während für den (Wieder-)Aufsteiger aus Niedersachsen die tabellarische Reise bis zur 17. Runde auf dem zweiten Tabellenplatz endete (22 Punkte), sind die Rister punktgleich mit drei weiteren Teams in den Play-down-Regionen (10 Zähler). Am Sonntag, 31. Januar, kommt es zum Rückspiel in der Wedeler Steinberghalle (17 Uhr). "Bei uns waren Amir Carraway, Janis Stielow, René Kindzeka und Aurimas Adomaitis damals nicht dabei. Es wird ein ganz anderes Spiel", meint Trainer Michael Claxton, wohlwissend, dass sich auch die Herzöge seitdem weiter verbessert haben.

Eine bessere Lage in der Tabelle der Rister verhindert die Heimschwäche in dieser Spielzeit. Erst ein Sieg bei acht Versuchen war Mannschaft und Fans vergönnt. Auswärts ist die Bilanz ausgeglichen (4:4) - wie auch bei den Wolfenbüttelern. Die Herzöge haben jedoch in eigener Halle von acht Begegnungen erst eine verloren.

"In der vergangenen Saison waren wir heimstark und hatten auswärts unsere Probleme. In diesem Jahr ist es das komplette Gegenteil", sagt Claxton, der seine Spieler im Training für die "Mission Heimsieg gegen Wolfenbüttel" vorbereitet hat. Der MTV hat seine Stärken in der Defensive. Auf dieser Grundlage bauen die Mannschaft ihre solide Offensive auf. Bester Punktesammler ist Robin Amaize (14,7 Punkte). "Er bringt eine enorme Energie aufs Parkett. Davon profitieren auch seine Mitspieler", so Claxton. Es folgt Sid-Marlon Theis mit 11,8 Zählern. Die beiden und andere stehen zugleich auch im Braunschweiger Bundesliga-Aufgebot. "Ob sie nun gegen uns spielen oder nicht: Wir sind gut vorbereitet", sagt Claxton. Der Kader ist ausgeglichen besetzt. Viele Akteure steuern zwischen sechs und neun Punkte pro Partie bei. Aufbauspieler Demetrius Ward ist als drittbester Scorer durchschnittlich für 9,2 Zähler verantwortlich.

Die Play-off-Ränge sind bei noch sechs auszutragenden Begegnungen für die Wedeler vier Punkte entfernt. "Ich denke, dass wir gegen jede Mannschaft konkurrenzfähig sind. Wir sind gut genug für die Play-offs, aber wir müssen es beweisen", so Claxton. Ob die Aufstiegsrunde noch erreicht werden kann, werde jedoch erst die Zeit zeigen.

1. Herren: Mit den Löwen um den Sieg ringen

Hinspielduell: Louis Olinde gegen Jeffrey Martin. Foto: Claus Bergmann

Für die Rister geht es in der ProB-Nordstaffel der 2. Basketball-Bundesliga in die Höhle der Löwen nach Herten. Am Sonnabend, 23. Januar, ist das Team von Michael Claxton in der einstigen Bergbaustadt zu Gast (19:30 Uhr). Im Hinspiel unterlag der SC Rist 82:88.

Während die Wedeler mit acht Punkten Tabellenvorletzter sind, stehen die Hertener Löwen auf dem Rang, den der SC Rist in den verbleibenden sieben Partien nur all zu gern noch erreichen möchte. Denn der achte Tabellenplatz berechtigt noch zur Teilnahme an den Play-offs. Dafür müssen die Rister punkten, 2016 gelang noch kein Sieg.

"Wir erwarten eine riesige Herausforderung und werden eine Menge Arbeit vor uns haben, ihre schnellen Attacken einzugrenzen. In der Vorwoche hatten wir Schwächen in der Defensive. Gegen Herten müssen wir unsere Verteidigung verbessern und uns selbst ans Limit bringen", gibt Claxton die Marschroute für das Auswärtsspiel vor.

Die Löwen haben ihre Stärken in der Offensive. Mit einem Wert von 1219 Zählern ist es das korbwütigste Team der Staffel. Allerdings kassiert Herten mit 1262 ligaweit auch die meisten Gegenpunkte. "Auch von der Drei-Punkte-Linie sind sie gut. Zuletzt haben sie gleich mit vier Guards gespielt, was einige Teams vor Herausforderungen stellt", warnt Claxton.

Topscorer ist Deandre Landsdowne, der 23,5 Punkte im Schnitt pro Spiel erzielt. Damit ist er derzeit der beste Punktelieferant beider ProB-Staffeln. "Er ist der Anführer und wird unterstützt von den Guards Eric Curth, Jeffrey Martin, Justin Dennis und Forward Felix Neumann", sagt der Rist-Trainer. Auch Curth (15,7), Martin (13,7), Felix Neumann (10,1) und Justin Dennis (7,6) sind zuverlässige Scorer. Spielmacher Martin warf einst in der Jugend sowie den 2. Herren des SC Rist den Ball durch die Reuse.

Auf Wedeler Seite sind nach jetzigem Stand alle Spieler dabei. Abdulai Abaker, Alexander Pimentel und Jack Fritsche unterstützen die 2. Herren in Lüneburg.

1. Herren: Nun hat jedes Spiel Play-off-Charakter  

Erstes Heimspiel für Aurimas Adomaitis.

Am ersten Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga ProB gewann der SC Rist beim VfL Bochum 72:60. Nach drei Spieltagen hatten die Rister eine Bilanz von zwei Siegen und einer Niederlage. "Wir haben zu diesem Zeitpunkt alle geglaubt, dass es eine erfolgreiche Saison wird", sagt der Wedeler Coach Michael Claxton. Bekanntlich kam es anders.

Mit acht Punkten rangiert der SC Rist vor dem Heimduell gegen die Bochumer, das am Sonntag in der Steinberghalle um 17 Uhr statt findet, auf dem vorletzten Tabellenplatz. Der VfL ist mit einer ausgeglichenen Bilanz von sieben Siegen und sieben Niederlagen Sechster. Gerade einmal zwei Partien verloren die heimstarken Bochumer in eigener Halle - gegen Wedel und Iserlohn. Fünf Niederlagen kassierte das Team auswärts (bei zwei Erfolgen). Und die Bochumer kommen zudem mit zwei Niederlagen in Folge im Gepäck zum SC Rist. "Sie sind angeschlagen, wir sind angeschlagen. Ich erwarte zwei hart kämpfende Mannschaften", so Claxton. Das Derby bei den Hertener Löwen verloren die AstroStars 81:88. Wedel verlor zuletzt beim Meister Baskets Akademie Weser-Ems/OTB (65:73).

Mit einem Durchschnittsalter von 24,8 Jahren zählen die Gäste zu den reiferen Mannschaften der Liga. Uneingeschränkter Leistungsträger ist der 31-jährige Power Forward Ryon Howard, der pro Partie durchschnittlich für 17,2 Punkte verantwortlich ist. "Es ist nicht möglich, ihn komplett auszuschalten. Ich habe großen Respekt vor ihm", lobt Claxton, der Howard zum "Mr. Bochum" ernennt. "Er kann punkten, rebounden, blocken und einiges mehr."

Andere Leistungsträger wie Michael Haucke (13,8), Clayton Wilson (12,1) Chamsedinne Korbi (11,4) und Felix Engel (7,2) treiben das Spiel des VfL ebenfalls voran. "Teile der Mannschaft spielen seit Jahren schon zusammen und sind sehr erfahren", sagt der Amerikaner. Zudem könnte der in der Winterpause verpflichtete Amerikaner Rashaun Clairborne auf der Spielmacherposition in Wedel zu seinem Debüt kommen.

Die Play-off-Plätze sind sechs Punkte entfernt. Der SC Rist müsse nun in jeder Partie im "Play-off-Modus" auftreten, da nur noch acht Partien Zeit sind, die Abstiegsrundenränge zu verlassen. "Ein Schlüssel zum Sieg ist das konstante Aufrechterhalten der Intensität und des Fokus'. Daran haperte es des öfteren bei uns", meint Claxton. Zuversichtlich ist der Trainer auch in Hinblick auf Center Aurimas Adomaitis. "Gegen Oldenburg hat er schon gute Ansätze gezeigt. Er wird sich in seiner Rolle immer besser zurechtfinden."

1. Herren: Das Jahr beginnt in Oldenburg

Trainer Michael Claxton. Foto: Claus Bergmann

Es geht wieder los. Die Herren des SC Rist Wedel eröffnen das Basketball-Jahr 2016 mit einem Auswärtsspiel in Oldenburg (Sonntag, 10. Januar, 18 Uhr). In den letzten beiden Partien vor der Weihnachtspause hat sich die Mannschaft von Trainer Michael Claxton im Tabellenkeller der Nordgruppe der 2. Basketball-Bundesliga ProB zumindest ein wenig Luft zum Atmen verschafft und Siege gegen Recklinghausen und Schwelm gefeiert. In der Pause haben die Rister daran gearbeitet, diese kleine Serie auch gegen den amtierenden Meister fortzuführen.

Als sich beide Mannschaften Ende November gegenüberstanden, gewann Oldenburg mit 59:50 und wurde dabei von Jan Niklas Wimberg (14 Punkte) angeführt. Auch der US-Amerikaner Chris Gorman, Center Kai Hänig, Aufbauspieler Dominic Lockhart und Flügel Stefan Weß gehören zu den Leistungsträgern der Niedersachsen, die mit acht Siegen sowie fünf Niederlagen derzeit den vierten Tabellenrang einnehmen.

Unterdessen haben sich einige ProB-Ligisten während der kurzen spielfreien Zeit verstärkt: Citybasket Recklinghausen holte mit Robert Franklin ein bekanntes Gesicht zurück. Der Amerikaner spielte vor seinem Wechsel nach Herten im vergangenen Sommer sechs Jahre lang für den momentanen Tabellenletzten. Die Itzehoe Eagles verpflichteten ein US-Duo: Stephan Shepherd und Turrell Morris kamen, dafür trennte sich der Verein von Charles Bronson und Curtis Allen. Und in Schwelm soll künftig der 2,17 Meter große Kroate Ivan Krolo unter den Körben regieren.

1. Herren: Der litauische "Hammer" soll unter den Körben kreisen

Aurimas Adomaitis

Die 1. Herren gehen mit einer Verstärkung ins neue Basketball-Jahr. Der Litauer Aurimas Adomaitis wechselt zum SC Rist und soll seine Qualitäten in Korbnähe einbringen. "Nach der Trennung von Michael Bradley und dem verletzungsbedingten Ausfall von Fabian Böke mussten wir noch mal auf der Fünf nachlegen", erläutert Christoph Roquette.

Und der Sportliche Leiter weiß ganz genau, was die Mannschaft und die Zuschauer von Adomaitis erwarten können - denn immerhin waren Roquette und der 28-Jährige einst Kollegen. "Ich kenne Aurimas aus unserer gemeinsamen Zeit in Jena", sagt er. Während der Saison 2012/13 spielten die beiden Seite an Seite, auch Fabian Strauß gehörte seinerzeit zum Aufgebot des ProA-Ligisten. "Ich habe mich bei Fabian erkundigt, und er hat mir alles über die Mannschaft erzählt", so Adomaitis. "Der wichtigste Grund, weshalb ich mich entschlossen habe, nach Wedel zu wechseln, ist aber Christoph. Wir haben lange miteinander gesprochen, er hat mir bei allem geholfen und mir meine Entscheidung leicht gemacht", berichtet der Litauer.

In der gemeinsamen Saison in Jena stießen Adomaitis, Roquette und Strauß mit ihrem damaligen Verein ins ProA-Halbfinale vor. Ersterer kam dabei in 37 Spielen zum Einsatz und erzielte im Schnitt 9,7 Punkte sowie 6,2 Rebounds. Aufgrund seiner Spielweise bekam der 2,05 Meter in Thüringen den Spitznamen "Hammer" verpasst: "Er ist ein großer Kämpfer, der unermütlich unter den Körben arbeitet, harte Blöcke stellt, gut reboundet und in der Offensive mit dem Rücken zum Korb spielen kann", sagt Roquette. "Wir werden auf den großen Position durch Aurimas enorm an Qualität hinzugewinnen", ist sich der Sportliche Leiter sicher.

In Adomaitis' Heimat ist Basketball Volkssport. Knapp drei Millionen Menschen leben in Litauen, nach Angaben des Landesverbandes gibt es 18 000 lizenzierte Spieler, mehr als 100 000 Litauer betreiben die Sportart zudem in ihrer Freizeit. "Wir haben eine große Basketball-Geschichte und viele Medaillen in unterschiedlichen Wettbewerben gewonnen", sagt er. Im September holte die Nationalmannschaft wie bereits zwei Jahre zuvor Silber bei der EM, 2010 und 2014 erreichten die Litauer jeweils das Halbfinale bei der Weltmeisterschaft. "Jedes Kind spielt Basketball. Wer es nicht zum Profi schafft, spielt in Amateurligen", berichtet Adomaitis, der aus Kaunas stammt und dort am "Sabonio krepsinio centras" ausgebildet wurde. Gründer und Namensgeber des Talentzentrums ist der ehemalige litauische Starcenter und jetzige Verbandspräsident Arvydas Sabonis. Zwischen 2005 und 2009 lebte Adomaitis in den Vereinigten Staaten, ging zunächst im Bundesstaat Virginia zur Schule und gehörte anschließend zum Basketball-Team der Long Island University Brooklyn in New York.

Anschließend kehrte der Litauer nach Europa zurück, spielte als Profi in der ersten Liga seines Heimatlandes, in Jena und in der dritten französischen Liga. Die unterschiedlichen Einflüsse spiegeln sich in seiner Spielweise, sagt er: "In den USA musst du körperlich stark sein, wenn du unter dem Korb spielen willst." In europäischen Ligen sei die athletische Komponente mitunter weniger ausgeprägt, doch dafür brauche es Köpfchen, meint Adomaitis. "Ich glaube, beide Spielweisen sind bei mir gut ausgewogen. Ich bin nach wie vor körperlich stark und weiß die Kraft mittlerweile noch besser einzusetzen", sagt der 28-Jährige. Er wolle sich in den Dienst der Mannschaft stellen und scheue sich nicht vor "Drecksarbeit", meint der Litauer: "Spiele zu gewinnen gibt mir mehr als alles andere. Ich bin an einem Punkt in meiner Laufbahn angelangt, an dem ich nicht auf meine eigenen Statistiken schaue, sondern nur dazu beitragen möchte, Spiele zu gewinnen." Natürlich wisse er um die prekäre Lage der Rister im Tabellenkeller, so der Litauer. "Einige Spiele wurden erst in der Schlussphase verloren, es waren knappe Niederlagen dabei. Das zeigt, dass nicht viel verändert werden muss", erläutert er.

In der vergangenen Saison absolvierte Adomaitis 15 Einsätze für den BC Erfurt (1. Regionalliga Süd-Ost) und verbuchte Mittelwerte von 16,9 Punkten und 12,6 Rebounds pro Spiel. Seither hat sich der 28-Jährige in einer unterklassigen Liga in seiner Heimat fit gehalten, künftig soll der "Hammer" den Gegenspielern der Rister unter dem Korb (aber nur im übertragenen Sinne) auf die Finger klopfen.

1. Herren: Auf nach Schwelm

Punktsieger im Hinspiel: Schwelms Marc Rass hier im Duell mit Jens Hirschberg. Foto: Claus Bergmann

Im letzten Pflichtspiel des Jahres treten die Rister am Sonntag (20. Dezember, 18:00 Uhr) bei den EN Baskets Schwelm an. Das Hinspiel gewann die Mannschaft von Trainer Pure Radomirovic mit 74:59, musste sich am vergangenen Wochenende jedoch den Hertener Löwen geschlagen geben und kassierte bei der 87:99-Niederlage sage und schreibe 46 Punkte von Hertens Deandre Landsdowne.

Auf Schwelmer Seite erzielte Domonique Crawford 22 Zähler sowie zehn Rebounds, Frederik Henningsen folgte seinem Mannschaftskollegen mit 20 Punkten. Mit fünf Siegen und sieben Niederlagen steht Schwelm auf dem neunten Rang in der Nordstaffel der ProB. Der Blick in die Statistik weist die Radomirovic-Jungs als die zweitbeste Offensivmannschaft der Liga aus: Die Schwelmer erzielen pro Partie 77 Punkte im Schnitt und können sich dabei auf mehrere Stützen verlassen. Henningsen ist mit einem Schnitt von 16 Zählern bester Punktesammler, Mathias Perl, Sebastian Schröter und Crawford verfügen ebenfalls über zweistellige Mittelwerte, während Zeljko Novak mit 9,8 Punkten pro Einsatz ebenfalls ein sehr ordentlicher Offensivspieler ist. Im ersten Aufeinandertreffen mit den Ristern tat sich insbesondere Perl hervor, der als routinierter Spielmacher das Geschehen lenkt, seine Mitspieler in Szene setzt und in der Verteidigung immer wieder für einen Ballgewinn gut ist. Auch hier erinnert man sich an das Hinspiel, als Perl den Ristern sechsmal die Kugel entriss und den Wedeler Ballvortrag erheblich durcheinanderwirbelte. "Er bestimmt in der Defensive und Offensive das Tempo", sagt Claxton über Perl.

Nach dem wohltuenden Heimsieg über Recklinghausen am zurückliegenden Sonntag äußerte Rist-Trainer Michael Claxton die Hoffnung, diesen Erfolg als Ausgangspunkt für eine Serie herzunehmen. "Es wird ein echter Kampf gegen Schwelm werden. Wir wollen auf unsere Leistung aufbauen und wieder geschlossen als Team auftreten. Es ist die letzte Partie vor der Weihnachtspause. Wir werden alles geben. Ich denke, der höhere Aufwand des einen oder anderen Teams wird ausschlaggebend für den Sieg sein", so Claxton. Ein weiterer Sieg vor Weihnachten würde den Ristern hervorragend schmecken und "ganz nebenbei" die Distanz zu den Nichtabstiegsplätzen ein wenig verringern. Das wäre doch was...

1. Herren: Rister müssen den Schalter umlegen

Paul Owusus Mitwirken ist fraglich. Foto: Bergmann

Zwei positive Erlebnisse hatte der SC Rist in der enttäuschenden Hinrunde der 2. Basketball-Bundesliga Pro B: Im Oktober gewann das Team von Headcoach Michael Claxton am dritten Spieltag bei Citybasket Recklinghausen 85:81. Jetzt kommt es zum Wiedersehen in der Steinberghalle am Sonntag, 13. Dezember, um 17 Uhr. Beide Teams brauchen dringend Punkte, die Wedeler liegen mit vier Zähler auf dem vorletzten Tabellenplatz. Die Recklinghäuser sind mit der selben Anzahl wegen des verlorenen Hinspiels Letzter.

"Von einem Do-or-Die-Spiel würde ich nicht sprechen. Aber es ist eine sehr wichtige Partie", sagt Claxton, der mit seiner Mannschaft nach einer acht Begegnungen andauernden Durststrecke nach einem Erfolgserlebnis lechzt. Der Sieg bei den Nordrhein-Westfalen war der letzte glückliche Moment auf Seiten der Gelb-Grünen. Recklinghausen gewann zuletzt das Heimspiel gegen die Rostock Seawolves 63:61. Davor musste die Mannschaft fünf Niederlagen in Serie hinnehmen.

"Ob Recklinghausen nun mehr Selbstbewusstsein hat als wir, kann ich nicht beurteilen. Sie können aber auf einem Momentum aufbauen. Im Endeffekt ist es aber eine neue Woche und wir müssen einfach abliefern", so der Rist-Coach. Auf Seiten der Recklinghäuser macht dies Rückkehrer Cavel Witter, der seit seiner Verpflichtung mit 21,7 Punkten im Schnitt nach drei Partien gleich zum Topscorer avancierte. Der Aufbauspieler sei ein "guter Anführer". Seine Stärken liegen sowohl im Zug zum Korb, als auch beim Werfen aus der Distanz. Weitere wichtige Rollen nehmen Shooting Guard Christoph Bruns, Flügelspieler Joe Scott, Center Joseph Kennerly und Power Forward Dorian McDaniel ein. "Recklinghausen spielt einen schnellen Basketball, mit vielen Abschlüssen aus der Ferne", so Claxton. Beim SC Rist ist der Einsatz von Paul Owusu wegen Hüftproblemen fraglich.

1. Herren: Zu Gast in Itzehoe

Fabian Böke

Am Sonntag (6. Dezember, 17:00 Uhr) treten die 1. Herren bei den Itzehoe Eagles an. Trainert wird der Tabellenachte von Pat Elzie, der in der Saison 2003/04 bekanntermaßen den SC Rist in der 1. Regionalliga betreute und die Rister damals vor dem Abstieg rettete. Sein entscheidender Spieler damals: Genau, Michael Claxton. Elzie hatte den heutigen Coach der 1. Herren seinerzeit an den Steinberg gelotst, jetzt treffen sie als Trainer aufeinander - so spielt das Leben.

"Das Team ist von der Spielweise her klassisch ausgerichtet und gut ausbalanciert. Sie haben gute Schützen und Dribbler und kräftige Jungs", sagt Claxtons über die Itzehoer Mannschaft. Zu den guten Schützen zählt Patrick Wischnewski, der einst auch für den SC Rist spielte, in die Reihe der kräftigen Jungs ist Charles Bronson einzuordnen. Anders als der 2003 verstorbene Schauspieler identischen Namens, der mit Vorliebe Westernhelden verkörperte, ist Itzehoes Bronson nicht für schnelles Ziehen, sondern für zupackendes Arbeiten unter dem Korb bekannt. Bei der jüngsten 80:92-Niederlage der Adler gegen Rostock blieb der Center mit sechs Punkten und vier Rebounds aber unter seinen Möglichkeiten. Dafür schmiss Wischnewski gegen die Mecklenburgern mit Dreiern nur so um sich (sieben an der Zahl) und erzielte 27 Punkte.

Der vielseitige Courtney Belger wechselte nach zwei Jahren im Tecklenburger Land und als dominante Figur der 1. Regionalliga West nach Itzehoe und zeigt auch in der 2. Basketball-Bundesliga ProB seine Klasse: Auf dem Feld gibt es fast nichts, was Mr. Belger nicht kann. Fast, denn ein ausgewiesener Distanzschütze ist er nicht. Dafür sind andere zuständig: Wischnewski natürlich, aber ebenso Topscorer Adrian Breitlauch und Alexander Witte.

"Die größte Motivation für uns ist, diese Serie endlich zu beenden", sagt Claxton, dessen Mannschaft sieben Niederlagen in Folge einstecken musste. Gegen Oldenburg hatte er eine "konstantere Defensivleistung" als zuletzt gesehen und auch die Zahl der Ballverluste sei schon erträglicher gewesen.

Von Center Michael Bradley haben sich die Rister getrennt, mit Fabian Böke muss Claxton leider bis Saisonende verletzungsbedingt auf einen Leistungsträger verzichten. "Dass Fabian ausfällt, ist ein schwerer Schlag für uns, da wir bis zuletzt gehofft haben, dass er noch diese Saison wieder das Parkett betreten wird", sagt der Sportliche Leiter Christoph Roquette. "Seine Erfahrung, seine Präsenz unter den Körben und seine stets gute Laune werden dem Team sehr fehlen. Wir wünschen Fabian gute Besserung und hoffen, ihn nächste Saison wieder in der Halle zu sehen." Böke war 2011 zum SC Rist zurückgekehrt und hatte als Leistungsträger großen Anteil an den Wedeler Erfolgen in den vergangenen Jahren.

1. Herren: Kampf der Negativserie!

Hoffnungsträger Amir Carraway. Foto: Claus Bergmann

Natürlich sei die Niederlagenserie frustrierend, so Michael Claxton vor dem Heimspiel gegen Oldenburg am Sonntag (29. November, 17:00 Uhr, Steinberghalle). Und der Trainer sagt: "Kein Sportler dieser Welt tritt an, um zu verlieren. Jeder möchte erfolgreich sein."

In sechs Spielen in Folge reichte es für die Rister nicht zum Sieg, nur einmal in den vergangenen vier Spielen erzielte Claxtons Mannschaft in 40 Minuten mehr als 60 Punkte - und zwar am zurückliegenden Sonntag gegen Iserlohn (61:70), als man diese Marke auch nur mit Ach und Krach überschritt. Da käme ein zusätzlicher Offensivimpuls doch gerade recht - um das geschundene Selbstvertrauen mit einer Frischzellenkur zu versorgen und gerne den Effekt eines Brustlösers herzustellen. Doch ob Amir Carraway gegen die Niedersachsen sein Debüt für den SC Rist absolviert, ist noch nicht endgültig geklärt. Die Möglichkeit, dass die Spielgenehmigung bis Sonntag eintreffe, bestehe aber, sagt Claxton.

Die Gäste aus Niedersachsen setzten sich am vergangenen Spieltag in letzter Sekunde gegen den RSV Eintracht durch - der US-Amerikaner Chris Gorman knallte mit Ablauf der Spielzeit einen "Dreier" durch die Maschen und stellte die Uhr somit auf 62:61 für Oldenburg. Die Mannschaft von Trainer Christian Held, der im Laufe der Meistersaison das Zepter von Mladen Drijencic übernahm, hat im Übrigen einen Hamburger Einschlag. Erwin Nkemazon, Jan Frederick Rohde und Jacob Hollatz stammen allesamt aus der Schmiede der BG Harburg Hittfeld, müssen sich bislang aber noch mit übersichtlicher ProB-Einsatzzeit begnügen.

1. Herren: Volldampf für den Heimsieg

Isaac Gordon und die Rister suchen die Lücke in der Iserlohner Verteidigung. Foto: Bergmann

Auf einen Heimsieg warten die 1. Herren in der aktuellen Saison noch - das bislang letzte Mal, dass es in der Steinberghalle etwas zu feiern gab, war am 18. April dieses Jahres, als die Rister die Iserlohn Kangaroos bezwangen und auf diese Weise ins Finale der 2. Basketball-Bundesliga ProB einzogen.

An diesem Sonntag (22. November, 17:00 Uhr) gibt es dieses Duell erneut. Die Sauerländer reisen als Tabellenzweiter nach Wedel und haben eine Serie von vier Siegen im Gepäck. Beim 77:73-Erfolg über Rostock am vergangenen Sonnabend erzielten die beiden US-Amerikaner Jerry und Michael Brown in der Verlängerung acht der zwölf Iserlohner Punkte. Center Marcel Keßen hinterließ gegen die Mecklenburger mit insgesamt 14 Zählern und zehn Rebounds zum wiederholten Male in der laufenden Spielzeit einen starken Eindruck. Der 18-Jährige schickt sich zudem an, auch im Bundesliga-Kader von Phoenix Hagen zunehmend an Bedeutung zu gewinnen, was bei drei Einsätzen seit Saisonbeginn gelang.

Rückblickend auf die Erfolge Iserlohns der vergangenen Jahre, nämlich den Gewinn des Meistertitels in der Regionalliga West sowie das Vorstoßen ins ProB-Halbfinale, war der Engländer Orlan Jackman dabei stets die Hauptfigur. Mittlerweile steht er bei einem portugiesischen Erstligisten unter Vertrag. Sich entwickelnde Talente und die drei Amerikaner Brown, Brown sowie Deion Giddens (Letzterer ist der Sohn einer deutschen Mutter und erhielt in diesem Jahr die deutsche Staatsbürgerschaft) haben die Jackman-Lücke längst geschlossen. Zusammengehalten wird alles von Spielmacher Kristof Schwarz, der als bester Vorarbeiter der Sauerländer knapp fünf Korberfolge seiner Mitstreiter einleitet und in dieser Hinsicht zu den besten seines Faches in der ProB gehört. Schwarz spielte bekanntermaßen von 2005 bis 2008 für den SC Rist in der Regionalliga.

Eine fordernde und interessante Aufgabe steht also vor den Ristern, die nach fünf Niederlagen in Folge mal wieder einen Sieg brauchen, um die Tabellensituation nicht noch ungemütlicher werden zu lassen und um den Wedeler Zuschauern noch der langen Zeit des Wartens wieder eine Freude in Form eines Heimsieges zu bereiten. Unterstützung erhält die Mannschaft von Trainer Michael Claxton am Sonntag von den Kindern der Altstadtschule. Der Grundschul-Fanwettbewerb geht in seine zweite Runde und wartet mit einer Neuerung auf: Vor dem Spiel stellen sich die Schüler einem Wurfwettbewerb, für den Rist-Partner SER Solutions Deutschland pro Treffer Geld ausgelobt hat, das an den Schulen zum Kauf von Sportgeräten eingesetzt werden soll. Die Schule, die am meisten Treffer landet, erhält zudem einen Bonusbetrag. Im Laufe der Woche weilte Rist-Jugendkoordinatorin Gundula Laabs an der Altstadtschule und führte an zwei Tagen Basketball-Schnupperstunden durch.

1. Herren: Vielseitiger Flügelspieler kommt als Verstärkung

Amir Carraway.
Foto: Rasta Vechta

Der SC Rist Wedel hat Flügelspieler Amir Carraway verpflichtet. Der 24-jährige US-Amerikaner stammt aus der rund 40 Kilometer nordöstlich von San Francisco gelegenen Stadt Vallejo im Bundesstaat Kalifornien.

"Aufgrund der Verletzungssituation mit Fabian Böke, Janis Stielow sowie René Kindzeka, bei denen nicht absehbar ist, wann sie wieder dabei und vor allem voll einsatzfähig sind, haben wir uns entschlossen, den Kader zu verbessern", erläutert der Sportliche Leiter Christoph Roquette, weshalb sich die Rister noch einmal nach einer Verstärkung umsahen.

Carraway spielte in der vergangenen Saison beim SC Rasta Vechta in der 2. Basketball-Bundesliga ProA. Er kam in 22 Partien zum Einsatz und verbuchte bei einer Spielzeit von knapp elf Minuten im Schnitt 3,9 Punkte sowie 1,7 Rebounds. "Mit Carraway haben wir einen sehr vielseitigen und talentierten Spieler verpflichten können, der uns in dieser Situation weiterhelfen und unser junges Team enorm verstärken wird", sagt Roquette. Der 1,98 Meter große Amerikaner will nach seiner durchwachsenen Saison in Vechta beim SC Rist durchstarten. "Er brennt förmlich auf die Chance bei uns", so der Sportliche Leiter.

Bevor Carraway 2014 seine Profilaufbahn in Niedersachsen begann, spielte er an der Franklin High School in seiner Heimatstadt Vallejo sowie anschließend zwischen 2010 und 2014 an der California State University, Chico. Mit "Chico State" erreichte er in der Saison 2013/14 das Playoff-Viertelfinale der College-Liga NCAA Division 2 und trug Mittelwerte von 13,4 Punkten sowie 4,6 Rebounds zum Erfolg der "Wildcats" bei.

1. Herren: "Mentale Herausforderung" auch im Brandenburgischen

Janis Stielow ist derzeit leider nur in Zivil unterwegs. Foto: Claus Bergmann

Vier Niederlagen in Folge mussten die 1. Herren zuletzt einstecken. Am achten Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga ProB tritt die Mannschaft von Trainer Michael Claxton nun beim RSV Eintracht 1949 Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf an, der mit drei Siegen und vier Niederlagen eine etwas bessere Bilanz als die Rister aufweist.

"Wir haben es satt, so oft den Kürzeren zu ziehen", sagt Claxton vor der Partie am Sonntag (15. November, 17:30 Uhr) und setzt darauf, dass sich die guten Trainingsleistungen besser früher als später auch in den Spielen bemerkbar machen. Der RSV Eintracht bezwang am vergangenen Wochenende Citybasket Recklinghausen (74:71). Mit 24 Punkten stach der ehemalige Junioren-Nationalspieler Joey Ney aus dem RSV-Kollektiv heraus. Ney, der einst auch für ALBA Berlin Bundesliga-Erfahrung sammelte, ist Topscorer der Brandenburger und erhält vom US-Centerduo Kenneth Cooper/Jeff Harper im wahrsten Sinne des Wortes kräftige Unterstützung. Ebenfalls zu beachten sind die flinken Aufbauspieler Niko Schumann und Colin Craven. Diese sorgten für das gute Umschaltspiel und die temporeiche Spielweise der Eintrachtler, so Claxton. "Sie wollen sich in diesem Tabellenbereich behaupten, wir werden kämpfen, um dort auch wieder hinzukommen", erläutert der Trainer vor dem Duell mit dem Tabellensiebten. Seine Rister sind derzeit Elfter und damit Vorletzter. "Es ist keine Krise. Ich sehe diese Phase als mentale Herausforderung für uns alle", betont Claxton.

Nicht mithelfen bei der Wedeler Mission, den dritten Auswärtssieg zu landen, werden Jack Fritsche und Alexander Pimentel, die tags zuvor mit den 2. Herren gegen die TSG Bergedorf antreten. Auch die Langzeitverletzten Janis Stielow, René Kindzeka und Fabian Böke fehlen im Kader.

1. Herren: Rister stehen vor einem richtungsweisenden Spiel

Trainer Michael Claxton will endlich wieder siegen. Foto: Claus Bergmann

Am Sonnabend bekommen es die 1. Herren in der Steinberghalle mit den EN Baskets Schwelm zu tun (19 Uhr). "Die Partie ist sehr wichtig für uns. Ein Sieg wäre gut für die Mentalität", sagt Headcoach Michael Claxton, dessen Team mit zwei Siegen und vier Niederlagen durchwachsen in die Spielzeit 2015/16 gestartet ist. Derzeit liegen die Wedeler auf dem zehnten Tabellenplatz. Die Gäste aus Nordrhein-Westfalen, die in der Vorsaison im Play-off-Achtelfinale nach drei Partien das Nachsehen hatten, sind nach drei Erfolgen und drei Niederlagen Achter.

"Wir haben im Training konzentriert gearbeitet und wollen es uns selbst am meisten beweisen", sagt der Amerikaner. Dreimal in Folge verließen die Wedeler zuletzt das Feld als unterlegene Mannschaft. Gegen Schwelm soll nun der erste Heimsieg folgen. Es fehlen Janis Stielow, René Kindzeka und Fabian Böke. Alexander Pimentel kehrt zurück und wird Teil des elfköpfigen Kaders sein.

In den vorangegangenen Begegnungen leisteten sich die Wedeler zu viele Ballverluste und inkonstante Phasen. Viele einfache Punkte wurden so dem Gegner ermöglicht. Schwelm hat seine Stärken gerade im Umschaltspiel und setzt auf Fastbreaks. "Sie treten mit viel Energie auf und spielen einen schnellen Ball. In der Abwehr verteidigt Schwelm bissig und physisch hart", so der 38-Jährige. Bester Scorer ist Shooting Guard Frederik Henningsen, der 15,5 Punkte durchschnittlich erzielt. Center Sebastian Schröter schenkt dem Gegner im Schnitt 14,2 Zähler pro Spiel ein. Daneben seien noch Domonique Crawford, Mathias Perl und Zeljko Novak Leistungsträger Schwelms. Die Baskets sind mit einem Durchschnittsalter von 23,6 Jahren ein erfahrenes Team. Ein Sieg gegen die Baskets würde die Rister wieder in Richtung Tabellenmittelfeld spülen.

1. Herren: Zu Gast bei heimstarken Herzögen

Auf geht's nach Wolfenbüttel: Lennard Larysz und die 1. Herren wollen den Sieg. Foto: Claus Bergmann

Die Rister reisen am Sonntag zu den Herzögen Wolfenbüttel, Spielbeginn ist um 17:00 Uhr. Die Gastgeber sind daheim noch unbesiegt, die Wedeler hingegen haben ihre beiden Auswärtspartien gewonnen. Eine Serie wird also zu Ende gehen.

Nach einer Saison kehrten die Niedersachsen als Meister der Regionalliga Nord in die 2. Basketball-Bundesliga ProB zurück und einigten sich mit Bundesligist Braunschweig auf eine Zusammenarbeit, sodass nun junge Akteure mit Doppellizenzen in beiden Mannschaften zum Einsatz kommen, darunter Wolfenbüttels bisher bester Punktesammler Robin Amaize.
 
Bei der 60:80-Niederlage in Bochum am vergangenen Wochenende - zuvor hatten die Herzöge drei von vier Spielen gewonnen - beging Demetrius Ward nach einer Schienbein-Operation seine Rückkehr. Der US-Amerikaner war als Spielertrainer die Hauptfigur des direkten ProB-Wiederaufstiegs. Im Sommer übernahm Ralf Rehberger die Mannschaftsleitung und Ward konzentriert sich wieder voll und ganz auf seine Aufgaben auf dem Feld. Seit Kurzem steht mit Kai Globig ein ehemaliger Rister im Wolfenbütteler Kader. Vielleicht kommt der 17-jährige Aufbauspieler ja gegen seinen früheren Verein zum ProB-Debüt.

Bei den Ristern ist die Lust auf einen Auswärtssieg nach zwei Heimniederlagen in Folge groß. Rist-Trainer Michael Claxton sagt: "Im Endeffekt ist es egal, ob wir zu Hause oder auswärts antreten. Wir müssen rauskommen und die bestmögliche Leistung zeigen."

1. Herren: Dritter Anlauf in Richtung Heimsieg

Taktikbesprechung: Der Wedeler Trainerstab diskutiert die Marschroute. Foto: Bergmann

Am Sonntag (25. Oktober) unternehmen die 1. Herren den dritten Versuch in der laufenden Saison, ihren ersten Heimsieg einzufahren. Beginn der Partie in der Steinberghalle gegen die Hertener Löwen ist um 17:00 Uhr.

Was kommt im Duell mit den Löwen, die am vergangenen Wochenende Itzehoe (90:78) bezwangen, auf die Rister zu? "Herten wird angeführt von den Guards. Bisher ging es meist schnell nach vorne, um dann aus der Distanz abzuschließen", sagt Trainer Michael Claxton. Gegen Itzehoe traf Herten zwölf "Dreier", für jeweils vier waren Eric Curth und der Kanadier Justin Dennis zuständig. Bester Punktesammler war jedoch der US-Amerikaner Deandre Landsdowne (21 Zähler), der darüber hinaus zehn Rebounds "pflückte". Der ehemalige Wedeler Jeffrey Martin trug 15 Punkte zum ersten Saisonsieg bei.

Mit Brandon Griffin - der 33-jährige Amerikaner war einst unter anderem in Bayreuth, Weißenfels und Kirchheim sowie in den Niederlanden aktiv - und dem Griechen Paulos Toppali haben sich die Löwen jüngst noch einmal verstärkt. Beide Neuzugänge sollten Herten in Korbnähe mit zusätzlicher Klasse und Erfahrung versorgen.

"Ich erwarte, dass wir die richtige Mentalität an den Tag legen und über 40 Minuten eine konstante Leistung abliefern", sagt Claxton vor dem Spiel. "Herten hat nun durch die Neuzugänge mehr Optionen im Angriff. Es wird nicht einfach, aber wir müssen überzeugt von uns sein und unsere bestmögliche Leistung zeigen", sagt er. Jack Fritsche und Lennard Larysz sind am Sonntag wieder einsatzbereit, es fehlen voraussichtlich Fabian Böke, Alexander Pimentel sowie Janis Stielow.

1. Herren: Rister vor richtungsweisendem Heimspiel

Was ist für Jens Hirschberg und die Rister gegen Rostock drin?

In bisher drei Partien standen die 1. Herren in der aktuellen Saison auf dem Parkett - zwei Siege und eine Niederlage verzeichnete die Mannschaft von Trainer Michael Claxton dabei. Nach Meinung des US-Amerikaners werden sich nun nach und nach die Konturen der 2. Basketball-Bundesliga ProB schärfen - langsam, aber sicher erhält man eine Ahnung, in welche Richtung die Reise gehen könnte. "Die nächsten Wochen werden spannend. Die Tabelle wird aussagekräftiger. Wir werden sehen, ob wir mit den besten Teams der Liga mithalten können - oder nicht", sagt Claxton vor dem Heimspiel der Rister gegen Rostock am Sonntag (18. Oktober, 17:00 Uhr) in der Steinberghalle.

Die Gäste aus Mecklenburg reisen mit einem 76:68-Auswärtssieg über den RSV Eintracht 1949 Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf im Gepäck nach Wedel und haben eine identische Bilanz von 2:1 im Säckel, wobei letztere Zahl aus der Niederlage gegen Wolfenbüttel (78:85 nach Verlängerung) resuliert. Der in der vergangenen Saison in Texas aktive Berliner Shawn Gulley führte die Liste der Rostocker Korbschützen jüngst im Brandenburgischen mit 14 Punkten (bei lediglich 14:43 Einsatzzeit) an. Am zweiten Spieltag übernahm der US-Amerikaner Matt Hunter diese Funktion, zum Auftakt war es dem ehemaligen Towers-Spieler Andre Murillo vorbehalten, die meisten Rostocker Zähler aufs Tableau zu schleudern. Nicht nur diese Tatsachen veranlassen Claxton zu der Aussage, der Kader der Gäste sei "sehr gut und ausgeglichen" besetzt. In Person von Tobias Lange ist auch ein ehemaliger Rister dabei.

Über das Wedeler Aufgebot für die Partie wird kurz zuvor Gewissheit herrschen: Erkältungen hier, die eine oder andere Blessur dort lassen eine frühzeitigere Prognose kaum zu.

1. Herren: Rister treffen auf einen alten Bekannten

Louis Olinde und die Rister reisen gen Westen.

Zu Beginn der vergangenen Pro B-Spielzeit wechselte Marvin Boadu, der insgesamt dreimal beim SC Rist unter Vertrag stand, zu den Hertener Löwen. Wegen Marihuana-Konsums wurde er später bis Mai 2015 gesperrt. Nach abgelaufener Sperre hat er sich nach dem Wechsel zum Lokalrivalen Citybasket Recklinghausen zum Leistungsträger des kommenden Gegners der 1. Herren aufgeschwungen.

Das Duell in Nordrhein-Westfalen findet am Sonnabend, 10. Oktober, um 19:30 Uhr statt. Der ehemalige Wedeler mit der Trikotnummer 0 ist mit 15,5 Punkten im Schnitt erfolgreichster Korbjäger der Recklinghäuser. "Wir müssen versuchen, ihn zu kontrollieren", sagt Rist-Headcoach Michael Claxton.

Doch selbst Boadus 21 Punkte konnten die Citybasket-Niederlage bei den Itzehoe Eagles nicht verhindern (84:93). Zuvor hatte Recklinghausen auch den Saisonauftakt zu Hause gegen Iserlohn verloren (68:73). "Sie stehen mit dem Rücken zur Wand und werden hart für ihren ersten Sieg kämpfen", so Claxton, der beim Unternehmen Auswärtssieg weiterhin auf Fabian Böke verzichten muss. Auch René Kindzeka ist nach seiner Operation am Handgelenk nicht fit und wird vermutlich erst im Dezember wieder mit dem Training beginnen können. Der Einsatz von Helge Baues, der bei Wedels Niederlage gegen die Artland Dragons umknickte und sich den Knöchel verstauchte, ist ungewiss. Die endgültige Entscheidung, ob Janis Stielow beide Partien bestreitet oder nur für den Kooperationspartner Hamburg Towers am Sonntag aufläuft, steht noch aus. Davon hängt auch die Kadernominierung von Nachwuchskraft Jack Fritsche ab. Alexander Pimentel steht hingegen im Kader der 2. Herren.

"Wir werden mit den zehn zur Verfügung stehenden Spielern alles geben, um wieder auf die Siegerstraße zu kommen. Hoffentlich haben wir aus der ärgerlichen Niederlage gegen Quakenbrück gelernt, ein Spiel vorzeitig zu entscheiden", sagt der Headcoach. Weitere Schlüsselspieler des Gegners sind beispielsweise Joseph Scott und Christoph Bruns. Claxton: "Scott ist ein Allrounder auf dem Feld. Bruns ist ein guter Distanzschütze. Wir müssen verhindern, dass er oder andere Scharfschützen heißlaufen." Die Rister haben vor der Recklinghausen-Partie eine ausgeglichene Bilanz mit je einem Sieg und einer Niederlage.

1. Herren: Schwerer Brocken zu Gast

Heimspielauftakt in der Steinberghalle! Die Rister sind bereit. Foto: Claus Bergmann

Nach dem 72:60-Auftakterfolg beim VfL Bochum bekommen es die 1. Herren nun mit einem Titelkandidaten zu tun. Die Artland Dragons Quakenbrück, ehemaliger Erstligist, der in der 2. Basketball-Bundesliga ProB einen Neuanfang wagt, kommen am 2. Spieltag, am Tag der Deutschen Einheit, Sonnabend, 3. Oktober, in die Steinberghalle (Beginn: 19 Uhr).

Headcoach Michael Claxton hat großen Respekt vor dem Gegner: "Quakenbrück ist sehr professionell aufgestellt. Das Team hat eine enorme Qualität und auch die ganze Organisation drumherum ist von hoher Qualität."

Quakenbrücks Anführer ist Javarez Willis. Der Spielmacher verbuchte beim Auftaktsieg gegen die Hertener Löwen (89:63) mit 16 Punkten die meisten seiner Mannschaft. "Er ist ein sehr antrittsschneller, explosiver Spieler mit einem guten Auge für den Pass", so Claxton über seinen amerikanischen Landsmann, der zudem auch gut rebounded.

Auch Benjamin Fumey (von den Hamburg Towers zu den Dragons gewechselt), Alexander Goolsby oder David Watson zählen zu den Leistungsträgern Quakenbrücks. Die Liste ließe sich beliebig erweitern. "Die Artland Dragons haben viele Akteure, die auf einem hohen Niveau Basketball spielen", lobt Claxton. Den Power Forward Austin Bragg, der während seiner Collegezeit im US-Bundesstaat Washington spielte, hat der 38-Jährige einst bereits live beobachten können. Seine Spieler müssten es in der Defensive schaffen, die Distanzschützen des Gegners in Bedrängnis zu bringen und den Aufbauspieler unter Druck setzen. "Es hat auch kaum einer damit gerechnet, dass wir auswärts in Bochum gewinnen. Wir sind gut vorbereitet und werden Quakenbrück einen harten Kampf liefern", sagt Claxton.

Fabian Böke fehlt aus privaten Gründen. Falls die Spielgenehmigungen für Jack Fritsche und Alexander Pimentel rechtzeitig vorliegen, können sie mit einer Nominierung für den zwölfköpfigen Kader rechnen. Andernfalls bleibt es bei den zehn Akteuren der erfolgreichen Saisonpremiere in Bochum. Im Rahmenprogramm der Begegnung findet eine Tombola von Basketball Aid statt, bei der attraktive Preise verlost werden.

1. Herren: Robert James neu im ProB-Trainerteam

Robert James

Mit Robert James hat Michael Claxton in dieser Saison einen weiteren Assistenztrainer an seiner Seite. James stammt aus Miami (US-Bundesstaat Florida) und zog 2006 mit seiner Familie nach Hamburg. Gemeinsam mit Claxton und Stefan Altemüller bildet er das Trainergespann bei den 1. Herren.

"Rob ist eine tolle Hilfe. Er ist voll motiviert und hat große Kenntnisse, was die Grundlagen und die vielen kleinen Dinge betrifft, die Basketball ausmachen. Da kann er den Spielern helfen, sich zu verbessern", sagt Claxton über seinen Landsmann.

In seiner Heimat Florida spielte James Basketball an der High School sowie später im Rahmen von Pro-Am-Ligen in Miami und Los Angeles. Seit seinem Umzug nach Norddeutschland war er in Hamburg ebenfalls als Spieler und Trainer aktiv, unter anderem auch beim SC Rist. "Ich will mein Bestes geben, um Michael zu unterstützen und kann hoffentlich dazu beitragen, dass sich die Spieler weiter verbessern, wir als Mannschaft Spaß haben und dass der Klub seinen erfolgreichen Weg weiterführt", so James.

1. Herren: Spannung und Vorfreude - Talente-Trio im Kader

Trainer Michael Claxton.
Foto: Claus Bergmann

Wenn im Sommer in der Halle, auf der Laufbahn und im Kraftraum geschuftet wird, dann kommt es einem mitunter so vor, als sei die neue Saison noch eine halbe Ewigkeit entfernt. Dann werden langsam aber sicher die Abende kürzer, die ersten Vorbereitungsspiele stehen an, der Saisonauftakt rückt Stück für Stück näher - und dann geht es auf einmal ganz schnell. Am Sonnabend (26. September) nun werden Spannung und Vorfreude bei der ersten Partie der neuen Spielzeit entladen, die Rister müssen beim VfL Bochum antreten.

Er freue sich sehr auf die neue Saison, sagt Headcoach Michael Claxton, dem seit dem verlorenen Endspiel gegen Oldenburg im Frühling angesichts von Mannschaftszusammenstellung und Vorbereitung auch nicht eben langweilig geworden ist. "Jetzt weiß ich die Liga und das, was uns erwartet, sehr viel besser einzuschätzen als in meinem ersten Jahr", so der Amerikaner.

Claxtons Landsmänner Isaac Gordon und Michael Bradley absolvieren in Bochum jeweils ihren ersten Pflichtspieleinsatz für den SC Rist. "Ich finde, dass sie sich gut eingelebt haben", so der Trainer. "Wir haben mit beiden die Rollen herausgearbeitet, die sie in der Mannschaft einnehmen sollen."

Im Kader der Rister für die neue Saison stehen mit Jack Fritsche, Alexander Pimentel und Philipp Sausmikat zudem drei weitere Jungspunde. "Sie sollen primär im Training lernen und sich weiterentwickeln", sagt Claxton. Und das tut das Trio: "Alle drei trainieren hart und sind voll dabei." ProB-Einsätze sind im Laufe der Saison nicht ausgeschlossen. Fritsche stand bereits in den Vorbereitungsspielen im Aufgebot und betrieb mit unerschrockenen Auftritten Werbung in eigener Sache. Der 19 Jahre alte Flügelspieler sammelte in der vergangenen Saison (wie auch Sausmikat) in der 2. Regionalliga beim BC Hamburg Erfahrung im Herrenbereich und spielte zudem für die Piraten in der NBBL, wo er dann aus Altersgründen ausschied. Sausmikat ist in der U19-Bundesliga noch ein Jahr lang einsatzberechtigt, der gebürtige Lübecker soll bei den Piraten eine Führungsrolle besetzen.

Alexander Pimentel sicherte sich dank guter Leistung bei den 2. Herren und im ProB-Training einen Platz im Kader. In der vergangenen Saison erzielte der 20-Jährige im Schnitt 11,2 Zähler für die "Zweite" in der 2. Regionalliga und tat sich als bester Distanzwerfer der Rister (27 Dreier in 13 Einsätzen) hervor. Auch in der neuen Saison wird Pimentel weiterhin Spielpraxis in der "Zweiten" sammeln.

1. Herren: Die erste Auswärtsfahrt führt nach Bochum

Isaac Gordon gibt sein ProB-Debüt.

Am Sonnabend (26. September, 19 Uhr) ist für die 1. Herren die Sommerpause endgültig vorbei - die neue Saison beginnt mit einer Auswärtspartie beim VfL Bochum.

Ihr letztes Vorbereitungsspiel gewannen die Rister am vergangenen Wochenende gegen den Regionalliga-Verein Rot-Weiß Cuxhaven (84:79), anschließend begann die unmittelbare Wettkampfvorbereitung und die Beschäftigung mit dem Auftaktgegner. Der VfL hat einige seiner Leistungsträger gehalten, darunter den US-Amerikaner Ryon Howard, Innenspieler Michael Haucke sowie die Guards Cham Korbi und Felix Engel. Als Neuzugänge begrüßte Trainer Kai Schulze mit Clay Wilson und Richard Thomas unter anderem zwei Amerikaner, wobei sich Letzterer in der Vorbereitung einen Handbruch zuzog. Aus der Ukraine wechselte der vielseitige Artem Shelukha nach Bochum und brachte einiges an Erfahrung mit. Trotz einer 67:73-Niederlage zeigten die Schulze-Mannen bei ihrer Generalprobe gegen den ProA-Klub Paderborn eine gute Leistung - am Sonnabend kommt es nun darauf an, welche Mannschaft besser aus dem Startblock kommt und im ersten Liga-Pflichtspiel der neuen Saison schnell den Rost der Sommerpause loswerden kann.

In der vergangenen Saison ging das Duell zwischen Bochumern und Wedelern in Hin- und Rückspiel 1:1 aus. Der VfL gewann in eigener Halle (73:62), die Rister ebenso (79:58).

1. Herren: Testlauf am Sonnabend gegen Cuxhaven

Trainer Michael Claxton will weitere Erkenntnisse sammeln.
Foto: Claus Bergmann

Die neue ProB-Saison nähert sich mit großen Schritten, und die Rister absolvieren am Sonnabend (19. September) ihre Generalprobe gegen den Regionalligisten Rot-Weiß Cuxhaven. Die Partie findet um 16:30 Uhr in der Inselparkhalle in Wilhelmsburg statt.

Für die Wedeler Fans bietet sich also eine tolle Gelegenheit, die Heimat unseres Kooperationspartners Hamburg Towers kennenzulernen. Im Anschluss an das Spiel der Rister testen die Towers um 19:30 Uhr gegen Erstligaaufsteiger Gießen. Für 10 Euro kann man sich beide Spiele anschauen - und als Einstimmung auf die neue Saison einen tollen Basketball-Sonnabend verbringen.

"Wir wollen jede Möglichkeit nutzen, um uns in Hinblick auf das erste Saisonspiel nächste Woche in Bochum zu verbessern. Gegen Cuxhaven erwartet uns ein weiteres anspruchsvolles Vorbereitungsspiel", sagt Michael Claxton. Ihm gehe es vor allem darum, dass seine Mannschaft weiter zusammenwachse und die Systeme einschleife, so der Wedeler Headcoach.

Das "Hinspiel" gegen Cuxhaven gewannen die Rister am vergangenen Wochenende mit 87:81. Cuxhavens Trainer Moris Hadzija, der 2009 mit dem SC Rist bekanntermaßen den Meistertitel in der 1. Regionalliga gewann, hat nach dem Rückzug der Niedersachsen aus der ProA eine starke Mannschaft zusammengestellt, die in der Regionalliga ganz vorne mitmischen dürfte. Der US-Amerikaner Deon Mitchell führt im Spielbau Regie, der kanadische Flügelspieler Kris Douse hat seine Klasse bereits bei mehreren Klubs in Deutschland unter Beweis gestellt. Zudem hat Hadzija vier kroatische Landsmänner an die Küste geholt.

1. Herren: Dreiklang für ein großes Talent

Louis Olinde. Foto: DBB

Bereits in der vergangenen Saison gehörte Louis Olinde zum Wedeler Kader für die 2. Basketball-Bundesliga ProB, zum Einsatz kam der 17-Jährige aber noch nicht. "Wir freuen uns, dass er jetzt seine erste komplette ProB-Saison in Wedel bestreiten wird und wollen ihn in seiner Entwicklung weiterbringen", sagt Trainer Michael Claxton. Er bescheinigt dem zwei Meter langen Shooting Guard und Flügel großes Potential und sehr gute Anlagen, zusätzlich zu den Einheiten in Wedel trainiert Olinde auch bei den Hamburg Towers mit und steht vor seiner zweiten NBBL-Saison mit den Piraten.

Was hat er sich mit dem SC Rist vorgenommen? "Das, was ich kann, will ich einbringen und versuchen, es mit dem Team so weit wie möglich zu bringen", sagt der 17-Jährige, der im Sommer 2014 mit der U16-Nationalmannschaft an der Europameisterschaft in Lettland teilnahm. Der Schritt, nun in der ProB um Spielzeit zu kämpfen, verbunden mit der Herausforderung, es im Training und in den Partien mit älteren und erfahreneren Akteuren aufzunehmen, sei jetzt der richtige für ihn, so Olinde: "Es ist alles viel professioneller und geht in die Richtung, in die ich später auch möchte, also Profi-Basketball." Das gelte nicht nur für die sportlichen Anforderungen, die fortan warten, sondern auch die geographischen: "Wenn ich bisher mit BCH gespielt habe, war das immer in Norddeutschland, die ProB ist deutschlandweit." In der 2. Regionalliga absolvierte Olinde in der zurückliegenden Saison 13 Einsätze und markierte dabei im Durchschnitt 10,5 Punkte pro Begegnung, rangierte also unter den besten Korbschützen des BC Hamburg.

"Trotz seiner Größe ist Louis enorm beweglich, er ist vielseitig und hat einen sicheren Wurf", urteilt der Sportliche Leiter des SC Rist, Christoph Roquette. Bei den NBBL-Piraten trumpfte Olinde in der Saison 2014/15 auch als zweitbester Rebounder der Mannschaft auf und etablierte sich in seinem ersten Jahr in der U19-Bundesliga prompt als Stütze - so soll es weitergehen: "Leistungsträger des Teams zu sein, das Team zu führen und voranzugehen", lauten seine Vorhaben für die neue NBBL-Spielzeit. "Ich gehöre zwar noch zum jüngeren Jahrgang, aber ich glaube trotzdem, dass ich schon ein Vorbild für andere sein kann und vorangehen muss", so Olinde.

In der NBBL Führungsaufgaben übernehmen, in Wedel um Spielzeit kämpfen und Erfahrung in der ProB sammeln sowie bei den Towers zusätzlich lernen - dieser Dreiklang wird auch von seinem Vater Wilbert genau verfolgt. Mit UCLA wurde der 60-Jährige College-Meister, mit Göttingen deutscher Meister - natürlich hat er da auch mal einen Ratschlag für den Sohn zur Hand: "Wenn ihm etwas an meinem Wurf auffällt, sagt er mir das. Aber es geht oft nicht um das Spiel, sondern meistens eher um die geistigen Sachen sozusagen: Wie ich fokussiert bleiben kann und solche Dinge", erzählt Olinde junior, der den Sommer unter anderem genutzt hat, um am Ballhandling und eben seinem Wurf zu arbeiten. "Ganz oben auf der Liste stand für mich aber, erst mal wieder gesund zu werden, denn ich hatte in der letzten Saison des Öfteren Probleme mit dem Fuß. Auf einhundert Prozent zu kommen, war das Wichtigste", sagt der 17-Jährige. Und zweifellos eine Voraussetzung, um in der neuen Saison anzugreifen.

1. Herren: Lennard Larysz weiterhin in Gelb unterwegs

Lennard Larysz.
Fotos: Claus Bergmann

Wer als Spielmacher die Strippen zieht, der braucht einen kühlen Kopf und einen klaren Blick. Und der muss sagen, wo es langgeht. Als Lennard Larysz in der vergangenen Saison mit 16 Jahren seine Feuertaufe in der 2. Basketball-Bundesliga ProB feierte, tat er das wie selbstverständlich. Er dirigierte und lenkte, auch wenn die Spielzeit mit achteinhalb Minuten pro Partie mitunter noch knapp bemessen war. Doch für Trainer Michael Claxton war schnell klar: Lenny soll in der neuen Saison mehr Verantwortung tragen. So ist es vorgesehen.

"Nachdem er in seinem ersten ProB-Jahr wertvolle Erfahrung gesammelt hat, ist Lenny gut gerüstet, um in seiner zweiten Saison noch mehr beizutragen", sagt Claxton. Christoph Roquette, der Sportliche Leiter der Rister, ergänzt: "Wir haben keine Zweifel daran, dass er das meistert, da er trotz jungen Alters schon ein hohes Spielverständnis und große Übersicht auf dem Feld hat. Zudem ist er ein guter Schütze von außen."

Die Erwartungen der Verantwortlichen decken sich mit den Ambitionen, die der 17-jährige Spielmacher für sich in Hinblick auf die neue Saison formuliert hat: "Ich möchte regelmäßig auf dem Feld stehen und mehr Verantwortung übernehmen, vor allem auch jetzt, da René verletzt ist. Und ich will anfangen, als Point Guard als Anführer zu fungieren", sagt Larysz.

23 Spiele (mit zwei Punkten sowie einem Assist im Schnitt) absolvierte er für den SC Rist in der vergangenen Saison, im Halbfinale gegen Iserlohn sowie in den beiden Endspielpartien gegen Oldenburg fehlte er allerdings verletzungsbedingt. Zusätzlich zu seinen Auftritten im Wedeler Trikot kamen deren 14 mit den Piraten in der NBBL (13 Punkte, 4,7 Rebounds, 3,3 Assists, 1,7 Ballgewinne im Schnitt).

Den jungen Aufbauspielern Larysz, Abdulai Abaker und René Kindzeka einen passenden "Leitwolf" an die Seite zu stellen, war während der Spielersuche in diesem Sommer ein entscheidendes Kriterium für Claxton und Roquette. Auch aus diesem Grund fiel die Wahl auf Isaac Gordon, der eine ähnliche Rolle bereits in Irland einnahm und nun den Jungspunden in Wedel als Nebenmann dienen soll. Larysz weiß, wie wertvoll erfahrene Mannschaftskollegen für die eigene Entwicklung sein können, schließlich hat er sich selbst in der vergangenen Spielzeit von Roquette, Watkins und Co. einiges abgeschaut, vor allem aber eines: "Das Auftreten", sagt er. "Ich habe mir abgeschaut, wie man auftreten und mit welcher Einstellung man ins Training und ins Spiel gehen muss." Beim BC Hamburg hatte Larysz bereits vor seinen ersten ProB-Schritten überzeugende Auftritte in der 2. Regionalliga absolviert, doch zwei Klassen höher ging es dann noch mal anders zur Sache: "Vor allem das Tempo und die körperliche Spielweise waren zuerst schwer", so der 17-Jährige. Und noch etwas hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen: "Es hat auf jeden Fall viel Spaß gemacht, vor so vielen Fans zu spielen", sagt er. Vielleicht spielt er eines Tages vor noch mehr Zuschauern? Dann nicht mehr in Wedel, sondern in Wilhelmsburg?

Mit Hamed Attarbashi und Melvyn Wiredu, Headcoach beziehungsweise Athletiktrainer der Hamburg Towers, arbeitete Larysz in der spielfreien Zeit während des Sommers intensiv und nimmt auch am Mannschaftstraining der Towers teil. Schweiß und Fleiß sollen Früchte tragen - darauf setzen die Rister: "Spielzeittechnisch warten auf Lenny jetzt größere Aufgaben als letzte Saison", sagt Roquette.

1. Herren: Der Mann unter dem Korb ist da

Michael Bradley. Fotos: Samford University

Kann man sich wirklich vorstellen, dass Michael Bradley mal den Spitznamen "Shorty" trug? Nun, es stimmt. Dabei ist der neue Center des SC Rist Wedel genau das nicht, klein nämlich. 2,08 Meter misst der 23-jährige US-Amerikaner aus Chattanooga (Bundesstaat Tennessee) vom Schopf bis zum großen Zeh und soll Größe, Masse und Klasse künftig gewinnbringend zugunsten der Rister einsetzen.

"Ich freue mich sehr, dass ich meine Basketball-Karriere im Ausland fortsetzen kann", sagt Bradley, der im Frühjahr seine Universitätslaufbahn beendete, in der es an Höhen und Tiefen nicht mangelte. "Aufgrund von Verletzungen und Rückschlägen bin ich erst in meiner Abschlusssaison so richtig zur Geltung gekommen", blickt er zurück. Für die Samford University verbuchte Bradley in der Spielzeit 2014/15 im Durchschnitt 6,7 Punkte und 5,4 Rebounds. Claxton spricht vom "großen Potential", das in Bradley schlummere, ihm gefällt, dass der Neuzugang Körpergröße und Athletik vereine. "Mike ist ein richtiger Center, der das Geschehen auf dem Feld verschiedenartig bestimmen kann", meint Claxton. "Wir erwarten von ihm, dass er uns in der Offensive unter dem Korb und aus der Mitteldistanz hilft. Auch in der Verteidigung soll er ein Eckpfeiler sein. Er kann Würfe blocken und Rebounds holen und soll damit ein wichtiger Faktor beim Umschalten von Defensive auf Offensive werden", erläutert Claxton.

Bevor Bradley 2013 zu den Samford Bulldogs nach Birmingham (Bundesstaat Alabama) wechselte, hatten ihm unter anderem Verletzungsprobleme zu schaffen gemacht. Nach zwei Jahren an der University of Connecticut und einer Saison an der Vincennes University standen für ihn nur neun Einsätze zu Buche - so war das nicht geplant. Geduld wahren und weiterarbeiten hieß die Devise, die sich dann bei Bradleys letzter College-Station auszahlte. Dabei stets im Hinterkopf: Das Ziel, zunächst die Uni abzuschließen und dann eine Profilaufbahn einzuschlagen. "Das war immer mein Traum", sagt der 23-Jährige. "Der Basketball hat mir ermöglicht, manche Teile der Welt zu sehen, die ich ohne den Sport wohl nie gesehen hätte. Ich freue mich, jetzt noch weitere Orte kennenzulernen", sagt Bradley.

Laufen, Gewichte stemmen und Einheiten unter dem wachsamen Auge von Adrian Williamson, einem Fitmacher aus Nashville, gehörten für Bradley zum Alltag, seitdem er das Trikot der Samford University an den Nagel gehängt hat. Und um den Spielrhythmus beizubehalten, boten Sommerligen die passende Gelegenheit. Und jetzt der SC Rist Wedel: "Die Gespräche mit Michael Claxton waren sehr gut. Sein Interesse und das Vertrauen, das er in mich setzt, gehören zu den wichtigsten Gründen, warum ich mich entschlossen habe, das Angebot anzunehmen", sagt Bradley. "Die Tatsache, dass er auch Amerikaner ist, wird mir die Eingewöhnung erleichtern."

1. Herren: Schnelligkeit ist seine Sache

Abdulai Abaker.
Fotos: BSG Bremerhaven

Die Rister haben ihr Aufgebot für die kommende Saison mit einem weiteren Talent verstärkt: Der 19-jährige Abdulai Abaker wechselt aus Bremerhaven nach Wedel. "Wir sind froh, dass wir ihn in mehreren Gesprächen überzeugen konnten, in seine Heimat zurückzukehren", sagt der Sportliche Leiter Christoph Roquette. Abaker ist Hamburger und lief in der vergangenen Saison für die BSG Bremerhaven in der 2. Regionalliga sowie für die Eisbären Bremerhaven in der U19-Bundesliga NBBL auf.

"Abdulai ist sehr explosiv und schnell, er wird viel von Isaac Gordon profitieren und lernen", so Roquette. In der NBBL erzielte er im Schnitt 14,6 Punkte, 5,1 Assists, 3,9 Rebounds und 2,8 Ballgewinne pro Partie. Auch in der 2. Regionalliga bewies er seine Qualitäten und verbuchte durchschnittlich 14,9 Zähler.

"In Wedel kann ich mich sportlich weiterentwickeln, und ich wollte den nächsten Schritt wagen", sagt Abaker. "Ich habe zwei Jahre in der 2. Regionalliga gespielt und denke, es ist Zeit, in eine höhere Liga zu gehen." Mit der neuen Spielklasse kommen auch neue Herausforderungen - und diese möchte der 19-Jährige nicht ohne gründliche Vorbereitung antreten. "Ich verbringe viel Zeit im Kraftraum", sagt er. "Dazu arbeite ich an meinem Wurf und am Ballhandling, also die typischen Sachen wie jeden Sommer. Mein Hauptaugenmerk liegt im Moment aber darauf, athletischer und stärker zu werden", so der 1,83 Meter große Aufbauspieler.

So flink sich Abaker auf dem Feld bewegt, so rasch treibt er auch seine sportliche Laufbahn voran. Es begann in einem Camp der Piraten: "Da habe ich angefangen, ein bisschen Basketball zu zocken und habe dann Lust darauf bekommen", erzählt er. Beim ETV ("Ich habe da um die Ecke gewohnt") erhielt er seine basketballerische Grundausbildung und trainierte zudem bei den JBBL-Piraten mit. "Gespielt habe ich für die Piraten aber nicht, denn da hatte ich ja gerade erst mit Basketball angefangen", erinnert er sich. Dank Talent und vor allem viel Trainingsfleiß arbeitete sich Abaker in Richtung U19-Bundesliga vor: "Bei den Piraten habe ich den Sprung in die NBBL nicht geschafft, wurde aber bei den Sharks genommen und habe da meine erste NBBL-Saison verbracht und nebenbei immer noch beim ETV gespielt."

Zur Saison 2013/14 wechselte er zum MTV Bad Bevensen Lüneburg, wurde in der 2. Regionalliga auf Anhieb zum Leistungsträger. "In Lüneburg konnte ich als junger Guard gleich viel spielen und starten und hatte ein gutes Verhältnis zum Trainer", sagt Abaker. Mit dem Abitur in der Tasche zog es ihn 2014 dann nach Bremerhaven. Dort absolvierte er ein Praktikum und sammelte auch in sportlicher Hinsicht weitere wichtige Erfahrung in NBBL und 2. Regionalliga. Eine Basketball-Karriere mit höchster Geschwindigkeit - auch nun, den nächsten Schritt tätigend, will Abdulai Abaker weiter auf die Tube drücken.

1. Herren: René Kindzeka bleibt - muss aber vorerst pausieren

René Kindzeka.
Fotos: Claus Bergmann

René Kindzeka hat dem SC Rist und den Hamburg Towers seine Zusage für die kommende Saison gegeben und geht somit in sein zweites Jahr als Doppellizenzspieler sowie sein drittes in Wedel. Allerdings fällt der 20-Jährige aufgrund einer Handgelenksverletzung zunächst aus und wird deshalb wohl erst im Laufe der neuen Saison eingreifen können. "Das ist sehr traurig, denn ich hatte viel vor. Aber auch das gehört zum Sport", so Kindzeka angesichts der Zwangspause. Eine Prognose falle schwer, so der Aufbauspieler, "auf jeden Fall nach der Winterpause" wolle er wieder voll einsatzbereit sein, sagt er.

In der zurückliegenden Spielzeit machte Kindzeka einen weiteren großen Entwicklungsschritt: "René ist durch seine Athletik und Aggressivität ungemein wichtig für uns. Er ist unser bester Verteidiger auf der Guard-Position und durch seine Schnelligkeit und Vielseitigkeit auch in der Offense schwer auszurechnen", sagt der Sportliche Leiter der Rister, Christoph Roquette.

29 Mal kam Kindzeka in der vergangenen Saison in der 2. Basketball-Bundesliga ProB zum Einsatz, spielte im Schnitt 22:32 Minuten pro Partie und verbuchte dabei 5,6 Punkte, 2,6 Rebounds und knapp zwei Assists. Seine statistisch beste Leistung brachte er Mitte November im Duell mit Bochum: Sechs seiner neun Würfe aus dem Feld saßen, 16 Punkte ingesamt, zwei Ballgewinne und zwei "abgefischte" Abpraller rundeten einen tadellosen Arbeitstag ab.

Hinzu kamen fünf ProA-Begegnungen mit den Towers, darunter eine perfekte Vorstellung gegen Jena, als Kindzeka in neuneinhalb Minuten zehn Punkte bei einhundertprozentiger Trefferquote und drei Rebounds erzielte. Alles in allem also ein gutes Beispiel für die Wirkungskraft der Kooperation - findet auch der 20-Jährige selbst: "Die Minuten, die ich für die Towers gespielt habe und das Training haben mir viel Selbstvertrauen gegeben. Ich habe viel Erfahrung gesammelt und konnte die dann in Wedel umsetzen", sagt Kindzeka. "Eine Supersaison" sei es mit dem SC Rist gewesen, meint er rückblickend.

Nun muss er zunächst pausieren - wohl oder übel. Bei den Übungseinheiten ist er dennoch oft dabei: "Es ist nicht einfach, zur Halle zu gehen und zu wissen, dass man nicht mittrainieren kann", so der Aufbauspieler. Knallharte Verteidigung und offensive Dynamik der Marke Kindzeka werden zu Saisonbeginn noch ersetzt werden müssen. "René hat in der vergangenen Saison eine entscheidende Rolle für unseren Erfolg gespielt. Er wird uns einige Zeit fehlen, wir warten sehnlich auf seine Rückkehr", sagt Trainer Michael Claxton. "Dank der Kooperation hat er sich sehr weiterentwickelt. Seine Energie und seine Athletik fehlen unserer Mannschaft, wenn er nicht dabei ist, seine Qualitäten als Verteidiger sind nur schwer zu ersetzen", erläutert Claxton.

1. Herren: Isaac Gordon kommt

Isaac Gordon

Trainer Michael Claxton wusste schon, was ihn erwartet, als er Isaac Gordon nach Seattle einlud. Der Headcoach des SC Rist hatte zahlreiche Videos des 26-Jährigen angeschaut, ihm fernmündlich auf den Zahn gefühlt und mit den Verantwortlichen von Gordons bisherigem Verein in Irland telefoniert. Claxton gefiel, was er sah und was er hörte, also nutzte er seinen Heimaturlaub, um den Aufbau- und Flügelspieler während eines Probetrainings noch genauer in Augenschein zu nehmen und kennenzulernen. "Dadurch konnte ich mich überzeugen, dass Isaac die Stärken, die Führungsqualitäten und die Teamfähigkeit besitzt, die wir brauchen", sagt Claxton.

Gordon hatte die Gelegenheit gerne angenommen, in Seattle "vorzuspielen": "Es macht einen großen Unterschied, jemandem von Angesicht zu Angesicht gegenüberzustehen und so eine persönliche Beziehung aufbauen zu können. Wir haben viele Gemeinsamkeiten festgestellt, ich liege mit ihm als Trainer und Mensch auf einer Wellenlänge", erzählt der Kalifornier von seiner Begegnung mit Michael Claxton. Gordon stammt aus Los Angeles, ist 1,95 Meter groß und spielte in den vergangenen drei Jahren für den Templeogue Basketball Club in einem Vorort der irischen Hauptstadt Dublin.

"Meine drei Jahre in Irland waren fantastisch", sagt er. "Ich habe mich als Spieler weiterentwickelt, bin gereift und habe auch über den Basketball hinaus wertvolle Erfahrungen gesammelt. Als Mannschaft waren wir eine tolle Einheit und haben einen großartigen Lauf vom Tabellenende bis zur Spitzengruppe hingelegt", so der 26-Jährige. Gordon erzielte in der zurückliegenden Saison im Schnitt 16,5 Punkte, 6,2 Rebounds sowie fünf Assists pro Partie und führte Templeogue auf den dritten Platz im Abschlussklassement der ersten irischen Liga. Darüber hinaus arbeitete er als Trainer der weiblichen U18 des Vereins.

"Wir haben uns für ihn entschieden, da er ein großer Guard ist, der sehr vielseitig ist und schon Erfahrung in Europa sammeln konnte", sagt Christoph Roquette, der Sportliche Leiter der Rister. Claxton ergänzt: "Dank seiner Vielseitigkeit und Körpergröße kann Isaac auf mehreren Positionen eingesetzt werden". Und wie sieht es Gordon selbst? "Wie für jeden Spieler in der Mannschaft wird es meine Aufgabe sein, jeden Tag mit höchstem Einsatz zu Werke zu gehen. Darüber hinaus soll ich Führungsaufgaben übernehmen, in Offensive wie Defensive Akzente setzen und meine Teamkollegen unterstützen", sagt der Neuzugang.

Zwischen 2006 und 2011 spielte Gordon zunächst für die Mercer University im US-Bundesstaat Georgia. Nach einer Saison folgte der Wechsel an die University of Texas-El Paso, er spielte dort in seinem Abschlussjahr unter Tim Floyd, dem ehemaligen Headcoach der Chicago Bulls (1998-2001). Bevor er 2012 das Angebot aus Irland annahm, sammelte Gordon erste Profi-Erfahrung in der Southern California Summer Pro League.

"Ich lerne gerne neue Leute und Kulturen kennen. Ich freue mich auf meine Teamkollegen und darauf, ein Teil des SC Rist Wedel zu sein", sagt der Kalifornier, der aus einer sportlichen Familie kommt: Seine Mutter Laura ist Zumba-Lehrerin, Vater Isaac senior spielte Football an der berühmten Uni UCLA, seine ältere Schwester Christina gehörte einst zum Basketball-Team der Columbia University und sein jüngerer Bruder Malcolm ging in der Highschool auf Korbjagd.

In seiner kalifornischen Heimat bereit sich Gordon derzeit gewissenhaft auf seine neue Aufgabe in Wedel vor: "Ich habe mir diese Sommer ein hohes Trainingspensum auferlegt, sodass ich die Saison in bester Verfassung beginnen kann", sagt er. Dazu gehören tägliche Einheiten, mitunter auch zwei oder drei, erzählt Gordon. Er will bereit sein.

1. Herren: Janis Stielow weiterhin in doppelter Mission

Janis Stielow. Fotos: Claus Bergmann

Janis Stielow bleibt dem SC Rist Wedel und den Hamburg Towers treu und wird in der neuen Saison wie bisher im Rahmen der Kooperation mit einer Doppellizenz für beide Mannschaften zum Einsatz kommen.

Dabei war Stielow in der vergangenen Saison fast immer, doch allzu oft blieb das Trikot mit der Nummer 30 unbenutzt, allzu oft nahm der vielseitige Guard- und Flügelspieler in der Steinberghalle in Jeans und grünem Rist-Pulli auf der Bank Platz, anstatt auf dem Feld selbst ins Geschehen einzugreifen. Aufgrund einer Rückenverletzung musste Stielow im Frühjahr monatelang mit der undankbaren Zuschauerrolle vorliebnehmen, während sich der SC Rist bis ins Finale der 2. Basketball-Bundesliga ProB vorkämpfte und die Towers in ihrer Premierensaison auf Anhieb den Einzug in die ProA-Playoffs schafften. "Da wäre ich sehr gerne dabei gewesen. Es ist nicht das Leichteste, nur an der Seite zu sitzen und der Mannschaft nicht helfen zu können", sagt er mit Blick auf die Ereignisse, die sich in der Saisonschlussphase in Wedel und Wilhelmsburg abspielten.

"Janis hat uns in den Playoffs sehr gefehlt", betont Christoph Roquette, Sportlicher Leiter der Rister, der mit Stielow in den vergangenen beiden Jahren gemeinsam auf dem Feld stand. "Durch seine Physis, sein Spielverständnis und seine Vielseitigkeit ist er ein Erfolgsgarant und Leistungsträger für uns", so Roquette weiter. Acht Einsätze verbuchte Stielow für den SC Rist in der vergangenen Saison, erzielte bei einer Spielzeit von knapp 25 Minuten pro Partie im Schnitt starke 12,6 Punkte und zweieinhalb Rebounds. Hinzu kamen 16 Begegnungen mit den Towers.

Mittlerweile ist seine Verletzung ausgestanden und bedeutet keinerlei Hindernis mehr, der 20-Jährige bereit sich auf die kommenden Aufgaben vor und brennt auf die Herausforderungen der kommenden Spielzeit: "Ich glaube, dass ich direkt wieder Vollgas geben kann. Klar, ich habe jetzt lange nicht gespielt, aber es ist nicht so, dass ich wieder alle Bewegungen lernen muss." Auch Roquette meint, Stielow könne nach der langen Pause nahtlos dort anknüpfen, wo er vorher aufgehört hatte: "Jetzt soll und wird er in der neuen Saison zu alter Stärke zurückfinden, davon bin ich überzeugt", so Roquette. Stielow soll wie bisher von der Kooperation Towers-Rist profitieren und seine starke Entwicklung fortsetzen: "Ich hoffe, dass meine Spielzeit bei den Towers immer mehr wird", sagt der 20-Jährige. "Zeitgleich habe ich auch in Wedel die Möglichkeit, viel zu spielen. Das ist das Gute, dass ich dort noch mal Extraspielzeit bekomme, denn Spielzeit ist immer das, was einen voranbringt."

Parallel absolviert Stielow ein Studium der Politikwissenschaft, was angesichts des Trainings- und Spielumfangs sorgfältiges Organisieren bedeutet, wie er erzählt: "Während der letzten Saison habe ich meine Kurse und Seminare so weit es ging auf Montag gelegt, an dem meistens Ruhetag war oder ein Regenerationstraining stattfand. Ich hatte auch etwas Glück, weil Vorlesungen auf Montag gefallen sind. Es war natürlich hart, wenn man nach einer Auswärtsfahrt um drei Uhr nachts angekommen ist und um zehn wieder in der Uni sein musste, aber es lohnt sich."

1. Herren: Der erste Neuzugang

Helge Baues

Helge Baues verstärkt den SC Rist Wedel in der kommenden Saison. Der 21 Jahre alte und 2,04 Meter große Flügelspieler wird mit einer Doppellizenz ausgestattet und somit für den SC Rist in der 2. Basketball-Bundesliga ProB sowie die Hamburg Towers (ProA) zum Einsatz kommen.

"Helge ist der erste Spieler, der im Rahmen der Kooperation Towers-Rist an die Elbe gelotst wurde", so Christoph Roquette, Sportlicher Leiter der Rister. "Er ist ein junger, talentierter Spieler, der schon einiges an Erfahrung mitbringt. Helge soll und wird eine wichtige Stütze in unserem Kader sein", erläutert Roquette.

In der vergangenen Saison kam Baues in 30 ProA-Spielen für die Cuxhaven BasCats im Schnitt auf 3,4 Punkte und 2,5 Rebounds pro Partie. Darüber hinaus absolvierte er zwei Einsätze für den Erstligisten Eisbären Bremerhaven.

"Ich erwarte von Helge, dass er in Wedel ein absoluter Führungsspieler wird und traue ihm zu, auch bei uns eine wichtige Rolle einzunehmen", sagt Hamed Attarbashi, Headcoach der Hamburg Towers.

Attarbashi kennt Baues bereits aus seiner Zeit in Bremerhaven. Im Jahr 2011 holte er den damals 17-jährigen Abiturienten von den Hannover Korbjägern (2. Regionalliga) nach Bremerhaven und erreichte mit ihm das Finale der Nachwuchsbasketball-Bundesliga um die deutsche Meisterschaft. Seit der Saison 2013/14 kam Baues auch in der BBL bei den Eisbären zum Einsatz und spielte parallel in der 2. Regionalliga für die BSG Bremerhaven (2013/14) sowie in der ProA für die Cuxhaven BasCats (2014/15). Aber auch abseits des Spielfeldes ist der ehemalige U20-Nationalspieler ambitioniert und absolvierte bereits ein Studium zum Bachelor of Science in Medizintechnik.

Durch die Kooperation zwischen den Hamburg Towers und dem SC Rist Wedel können Nachwuchsspieler schrittweise an das Niveau in der ProA herangeführt werden und gleichzeitig in der ProB Verantwortung übernehmen und Spielpraxis sammeln. In der vergangenen Saison kamen bereits Janis Stielow und René Kindzeka, die beide das Jugendprogramm der Piraten Hamburg durchlaufen haben, für den SC Rist und die Towers zum Einsatz.

"Durch die Zusammenarbeit mit Rist Wedel können wir eine optimale Ausbildung von Jugendspielern ermöglichen. Wir arbeiten sehr eng mit dem Trainerteam von Rist Wedel um Mike Claxton zusammen, der dadurch talentierte Spieler, die Leistungsträger in der ProB sein können, einsetzen kann", so Marvin Willoughby, sportlicher Leiter der Hamburg Towers.

"Ein wesentliches Ziel des SC Rist Wedel ist die Weiterentwicklung junger deutscher Spieler, die durch die Kooperation mit den Hamburg Towers noch besser möglich ist. Dass es gelungen ist, ein Talent wie Helge Baues zu verpflichten, zeigt die Attraktivität unseres gemeinsamen Angebotes und dass wir auf einem guten Weg sind", sagt Thorsten Fechner, Geschäftsführer des SC Rist Wedel.

1. Herren: Weitere Schritte mit Fabian Strauß

Fabian Strauß. Fotos: Claus Bergmann

Die 1. Herren können auch in der Saison 2015/16 auf Fabian Strauß bauen. Der 22-Jährige bleibt im Rist-Kader für die 2. Basketball-Bundesliga ProB und ist auch darüber hinaus als Jugendtrainer in Wedel fest verankert.

Man muss sich nicht aus dem Fenster lehnen, um Strauß als einen der großen Gewinner der vergangenen Saison zu bezeichnen. Auf dem Weg ins ProB-Finale nahm er eine tolle Entwicklung und avancierte zur Stammkraft. "Ich war überrascht, dass ich auf einmal pro Spiel 15 Minuten und mehr gespielt habe", sagt Strauß rückblickend. Mit Trainer Michael Claxton habe er ein sehr gutes Verhältnis, das sich ausgezahlt habe.

"Ich konnte einfach Basketball spielen. Wenn man einen Fehler gemacht hat, hat man einen Fehler gemacht, dann hat man die Chance bekommen, den wieder wettzumachen. Am Anfang war ich überrascht, dass er so viel Vertrauen in mich hat. Nach der Saison hatte ich das Gefühl, dass ich so viel Spaß am Basketball hatte wie seit Langem nicht mehr. Ich hoffe, ich habe ihm sein Vertrauen zurückgezahlt", erzählt Strauß.

Seine Stärken als Distanzschütze spielte er so einige Male aus und rückte sich unter anderem in beiden Playoff-Halbfinalspielen gegen Iserlohn ins Rampenlicht, als er mit jeweils drei Dreiern bei einer Trefferquote von 60 Prozent hervorstach. Doch Strauß will mehr als ein "Schmeißer von außen" sein: "Der nächste Schritt für mich ist, weiterhin konstant zu spielen, der Mannschaft in Defensive und Offensive konstant zu helfen. Und ich will nicht nur auf meine Dreier beschränkt werden, sondern auch durch andere Situationen glänzen", sagt er. Dafür legt er sich während der Pause ins Zeug. Zwar ließ eine Sommergrippe seine Auszeit nach dem Ende der vergangenen Saison länger werden als geplant, doch seit Wochen fließt der Schweiß: "Ende Mai habe ich wieder angefangen, mich auf die neue Saison vorzubereiten", berichtet Strauß.

"Ich bin zuletzt drei Mal pro Woche im Kraftraum gewesen und habe viel an Athletik und Explosivität gearbeitet", sagt er. "Und dann war ich auch drei Mal pro Woche in der Halle, habe viel Ballhandling gemacht, bestimmte Wurfbewegungen, Würfe aus dem Dribbling und solche Dinge. Und ein bis zwei Mal pro Woche Joggen für die Grundlagenausdauer."

Das ist es, was Christoph Roquette, Sportlicher Leiter der Rister, meint, wenn er davon spricht, sein ehemaliger Mannschaftskollege, mit dem er auch schon in Jena zusammenspielte, sei "Profi durch und durch". Und Roquette fährt fort: "Wir sind froh über Fabians Weiterverpflichtung. Seine professionelle Einstellung wird ihn dieses Jahr wieder ein Stück weiterbringen".

1. Herren: Aufgaben aller Art? Hirschberg, übernehmen Sie!

Jens Hirschberg. Foto: Bergmann

Neben allerlei Spezialgerät, um die gegnerische Verteidigung auszuhebeln oder einen schützenden Zaun um den eigenen Korb zu zimmern, braucht ein Trainer in seinem Werkzeugkasten auch ein Schweizer Messer - vielseitig verwendbar und stets zuverlässig. Nicht dass Jens Hirschberg Eidgenosse wäre, doch der 27-Jährige ist genau so ein basketballerisches Universalinstrument und stellt seine Dienste den 1. Herren auch in der Saison 2015/16 zur Verfügung.

Wichtige Dreier wie in der Schlussphase des zweiten Playoff-Viertelfinalspiels in Leipzig, Rebounds und damit den Ballbesitz sichern, sich in der Verteidigung aufreiben - und zwar je nach Bedarf mal auf dem Flügel, mal unter dem Korb. Hirschbergs Tätigkeitsbeschreibung hört da längst nicht auf. "Jens ist ein Spieler, der jedem Team gut steht, denn er macht die Sachen im Spiel, die sich nicht auf dem Statistikbogen wiederfinden", erläutert der Sportliche Leiter Christoph Roquette.

Sehr wohl statistisch festgehalten wurden indes jene sechs Punkte und sieben Rebounds, die Hirschberg in der zweiten Partie der Vorschlussrunde gegen Iserlohn zum Einzug ins Endspiel beitrug. "Das Halbfinale zuhause war das geilste Spiel überhaupt. Die Halle ist aus allen Nähten geplatzt, wir haben überzeugend gewonnen und auch eine gute Show abgeliefert. Im Gesamtpaket war das Halbfinale auf jeden Fall der Hammer", erinnert er sich daran, was ihm von der vergangenen Saison ganz besonders im Gedächtnis geblieben ist.

Nach den verlorenen Endspielen gegen Oldenburg und kraftraubenden Monaten folgte für Hirschberg zunächst eine Erholungsphase. "Direkt nach der Saison bin ich in den Urlaub gefahren. Jetzt bin ich wieder in der Vorbereitung auf die Vorbereitung. Wir zocken ab und zu auf dem Freiplatz, oder ich gehe ins Fitnessstudio, damit ich zum Start der Vorbereitung auch wieder richtig fit bin. Das werde ich jetzt immer weiter intensivieren, sodass ich in den zwei, drei Wochen vor dem Beginn der Vorbereitung schon wieder mindestens drei, vier Mal die Woche intensiv Sport mache", so der 27-Jährige.

Fleißig und vielseitig ist Hirschberg - und auch die Erfahrung des Flügelspielers mit Stationen unter anderen in Mannheim, Heidelberg, Hanau und Lich tut den Ristern gut: "Jens ist enorm wichtig, da er letztes Jahr schon Führungsaufgaben übernommen hat, die wir dieses Jahr noch mehr von ihm brauchen werden", sagt Roquette.

1. Herren: Mit Fabian Böke in die neue Saison

Fabian Böke.
Fotos: Claus Bergmann

Schritt für Schritt erreichten die 1. Herren in den vergangenen Jahren immer mehr: Viertelfinale, Halbfinale, in der abgelaufenen Saison folgte schließlich der Einzug ins Endspiel. Fabian Böke war stets als Leistungsträger dabei - und das bleibt so, denn der 29-Jährige wird auch in der neuen Spielzeit für den SC Rist in der 2. Basketball-Bundesliga ProB auflaufen.

Was ihn und die Rister in der Saison 2015/16 erwarten wird, sei zum momentanen Zeitpunkt natürlich noch schwer einzuschätzen, meint Böke. Personelle Wechsel, eine Liga, die zumindest hier und dort ihr Bild ändert, sind Faktoren, die eine Prognose verkomplizieren - da hilft es, wenn man Konstanten wie Böke hat. "Spielerisch sowie menschlich ist er nicht aus dem Team wegzudenken", sagt Christoph Roquette, sein bisheriger Mannschaftskollege und jetziger Sportlicher Leiter.

Trotz Basketball-Pause ist es für Böke kein Sommer zum Faulenzen: "Ich mache im Moment meinen Master an der Nordakademie, deshalb ist es ein bisschen stressig", sagt er. Schuften im Fitnessstudio ist zudem angesagt. Und wie bringt der 29-Jährige während der Saison Arbeit, Studium und Basketball unter einen Hut? "Planung, Planung, Planung", meint Böke. Das Feuer für Basketball brenne in ihm eben noch zu sehr, um den Leistungssport angesichts der Mehrfachbelastung dranzugeben, sagt er. "Ich will weiterhin dabei sein - vor allem nach einer so erfolgreichen Saison."

"Durch seine Größe und Reichweite hat Fabian eine unglaubliche Präsenz unter dem Korb und in der Offensive einen so sicheren Schuss, dass er schwer auszumachen ist und dem Team viel Raum gibt", ordnet Roquette die Stärken des 29-Jährigen ein, der dank Leistung, dank Ausstrahlung und dank Erfahrung Vorbildfunktion nicht nur in sportlicher Hinsicht besitzt. "Ich versuche den jungen Spielern auch zu zeigen, was man mit Basketball alles erreichen kann und welche Türen und Tore einem der Basketball öffnen kann", so Böke. Ihn selbst führte der Sport einst über den großen Teich und ermöglichte ihm das Studium an der Washington State University. Einsätze und Reisen für und mit den Junioren-Nationalmannschaften sowie der A2-Auswahl des Deutschen Basketball Bundes nicht zu vergessen.

1. Herren: Sommerliche Detektivarbeit führt Michael Claxton auch nach Seattle

Michael Claxton nimmt potentielle Neuzugänge ganz genau unter die Lupe. Foto: Claus Bergmann

Sommerzeit ist Transferzeit. Wer bleibt, wer kommt, wer geht? Das sind auch beim SC Rist spannende Fragen, die Schritt für Schritt beantwortet werden können. Mit Paul Owusu wurde ein Eckpfeiler für eine achte Saison an die Mannschaft gebunden. Trainer Michael Claxton, der Sportliche Leiter Christoph Roquette und Teammanager Andreas Bethke arbeiten intensiv an weiteren Personalien und profitieren dabei auch von den Kontakten, die Claxton in seiner Heimat besitzt. Denn seine Landsmänner Diante Watkins, Brandon Spearman und Denzell Erves werden zur kommenden Spielzeit nicht nach Wedel zurückkehren, die Verantwortlichen des SC Rist beschäftigen sich deshalb seit Wochen mit potentiellem Ersatz.

Einige der Spieler, die Claxton nach Video- und Statistikstudium sowie gemeinsamen Telefonaten und dem Austausch mit Trainerkollegen ganz besonders zusagten, hat er zu Tryouts eingeladen, die er diesen Monat während seines Heimaturlaubes in Seattle durchführen wird.
"So kann ich die Spieler auf sehr viel persönlicherer Ebene unter die Lupe nehmen", sagt Claxton. Es sei immer besser, einen potentiellen Neuzugang im Training und Spiel zu beobachten, als sich auf den Eindruck zu verlassen, den man per Video gewinnt. "Der Charakter eines Spielers, wie sich sein Spielverständnis darstellt und ob die Chemie zwischen ihm und mir stimmt, sind aus meiner Sicht Aspekte, die wichtiger sind als das Talent eines Spielers allein", erläutert der Rist-Coach einige seiner Auswahlkriterien.

"Ich erwarte von den Tryouts in Seattle, dass ich mir dadurch ein besseres Urteil der Spieler bilden kann, mit denen wir in den vergangenen Monaten Kontakt hatten", sagt er. "Wir suchen die Spieler, die am besten zu unseren deutschen Spielern und zum SC Rist passen", erläutert Claxton. Der 38-Jährige wird sich in seiner Heimat darüber hinaus Partien der Sommerliga "Seattle Pro-Am" anschauen, um mögliche weitere Kandidaten ausfindig zu machen.

1. Herren: Stabilisator mit Führungsaufgaben

Paul Owusu: Führungspersönlichkeit und feste Größe unterm Korb. Fotos: Claus Bergmann

Paul Owusu hat dem SC Rist Wedel seine Zusage für die kommende Saison in der 2. Basketball-Bundesliga ProB gegeben. "Wir sind froh, Paul wieder im Team zu haben. Er ist ein unglaublicher Teamspieler, und seine Physis ist enorm wichtig", sagt Christoph Roquette, Sportlicher Leiter der 1. Herren.

Dass Owusus Offensiv-Können in der vergangenen Saison oftmals in die zweite Reihe rückte und er in der Verteidigung große Arbeit leistete, unterstreicht das. "Es gibt Spieler in der Mannschaft, die für die Punkte zuständig sind und Spieler, die erst mal andere Aufgaben haben", sagt Owusu. Seine waren vorrangig, in der Defense "dichtzumachen", unterm Korb zu "ackern" und Rebounds zu holen. Diese Rolle habe er mit Trainer Michael Claxton so definiert und herausgearbeitet, "und ich fühle mich wohl dabei", so der 29-Jährige. "Ich glaube aber nicht, dass ich verlernt habe zu punkten", sagt er. Und da wäre noch etwas: Wenn's nicht läuft, gibt's mal einen bösen Blick für die Kollegen, mal deutliche Worte, mal beides: "Ich stoße meine Mitspieler an und spreche es auch an, wenn sich gewisse Dinge einschleichen. Das war in der letzten Saison gemeinsam mit Rocky auch meine Rolle", so Owusu. "Es gab Spiele, in denen wir hoch geführt haben, dann aber nachgelassen haben. So etwas ärgert mich."

Zu Saisonbeginn setzte der 29-Jährige aus und stieß in der Weihnachtspause dann zur Mannschaft. Das Feuer ist wieder voll da: "Die letzte Saison ist ziemlich gut gelaufen. Es hat mit der Mannschaft und dem Trainer viel Spaß gebracht", sagt er. "Wir haben das Maximale herausgeholt, auch wenn man natürlich gewinnen will, wenn man im Finale steht."

Die kommende Spielzeit ist bereits Owusus achte beim SC Rist. 2005 wechselte er nach Wedel, zwischenzeitlich waren Abstecher zurück nach Bramfeld und zum VfL Stade dabei, doch der Center war und ist zweifellos "ein ganz wichtiger Bestandteil des Erfolges in den vergangenen Jahren", wie Michael Claxton betont - der Trainer zählt auf: "Paul zeichnet eine sehr hohe Verteidigungsintensität, Erfolgsdenken und Wettkampfhärte aus." Er freue sich, auch in der kommenden Saison auf den 29-Jährigen bauen zu können, so Claxton. Da Owusu, der in Wandsbek wohnt, als Fuhrpark-Manager bei einem Personaldienstleister voll berufstätig ist, heißt es mitunter Prioritäten setzen. "Der Trainer hat viel Verständnis dafür, dass wir keine Profimannschaft sind und dass die Arbeit vorgeht", sagt er.

128 Einsätze in der 1. Regionalliga und 2. Basketball-Bundesliga ProB hat Owusu seit 2005 für die 1. Herren bestritten - einige der wichtigsten am Ende der vergangenen Saison. In acht von neun Playoff-Spielen stand er in der "ersten Fünf", seine Spielzeit nahm in der Meisterrunde im Vergleich zum vorherigen Saisonverlauf noch einmal kräftig zu. Insgesamt erzielte Owusu in 16 Partien im Schnitt 3,6 Punkte und 3,4 Rebounds - für seine starken Verteidigungsleistungen und seine Rolle als Anführer gibt es in der Statistik keinen Wert.

1. Herren: Christoph Roquette wird sportlicher Leiter

Christoph Roquette
Foto: Claus Bergmann

Christoph Roquette bekleidet bei den 1. Herren künftig das Amt des sportlichen Leiters. Der 32-Jährige hatte nach dem ProB-Finale gegen Oldenburg seine Spielerkarriere beendet. Mehr als zehn Jahre lang spielte er für den USC Freiburg, Science City Jena sowie den SC Rist in der 2. Bundesliga und sammelte zudem beim englischen Klub Leeds Carnegie Auslandserfahrung.

"Während meiner Karriere habe ich viel gesehen und von jeder Station etwas mitgenommen. Wie wurde etwas zum Beispiel in Jena gemacht, wie in Freiburg. Diese Erfahrungen und meine Ideen will ich einbringen", sagt er.

"Wir freuen uns sehr, dass sich Christoph Roquette bereit erklärt hat, den SC Rist nach Ende seiner Spielerkarriere weiter zu unterstützen", so Geschäftsführer Thorsten Fechner. "Mit seiner Erfahrung als Spieler, seinen persönlichen Kontakten und vor allem seiner Reputation als vorbildhafter Profi wird Rocky für das Team ein wichtiger Faktor an der Seite von Teammanager Andreas Bethke und Headcoach Michael Claxton werden", sagt Fechner.

Dass die Voraussetzungen gegeben sind, um den Fans in der Steinberghalle auch in Zukunft erfolgreichen Basketball zu zeigen, davon ist Roquette überzeugt: "Was für einen Stellenwert Basketball in Wedel und in der Region hat, hat man nicht erst in den Playoffs gesehen."

1. Herren: Michael Claxton bleibt beim SC Rist

Michael Claxton

Michael Claxton bleibt Trainer beim SC Rist Wedel und wird auch in der kommenden Saison die 1.Herren in der 2. Basketball-Bundesliga ProB betreuen.

"Michael hat in seiner ersten Saison tolle Arbeit geleistet. Wir freuen uns sehr, dass er diese beim SC Rist weiterführen wird", sagt Teammanger Andreas Bethke. Claxton führte die Rister auf den zweiten Platz der Punktrunde in der ProB Nord sowie ins Playoff-Endspiel und damit zum sportlichen Aufstieg. Zudem bringt er sich auch in die Jugendarbeit ein und arbeitet unter anderem in der Schulkooperation sowie als Leiter der Feriencamps.

"Die vergangene Saison war für meine Familie und mich eine unglaubliche Erfahrung. Vom ersten Tag an haben wir uns beim SC Rist willkommen gefühlt und wurden toll unterstützt. Ich freue mich, meine Arbeit beim SC Rist fortzusetzen", so Claxton.

Der Amerikaner hatte im vergangenen Sommer das Traineramt in Wedel übernommen und war zuvor acht Jahre lang als Headcoach der Seattle Academy tätig gewesen. Während seiner vorherigen Laufbahn als Basketball-Profi hatte Claxton auch für den SC Rist gespielt und 2004 erheblich dazu beigetragen, die Wedeler Herrenmannschaft vor dem Abstieg aus der 1. Regionalliga zu bewahren.

Gute Zusammenarbeit: Stefan Altemüller und Michael Claxton. Fotos: Claus Bergmann

"Dieses neue Kapitel meiner Karriere war eine große Herausforderung, weil der Umzug von Seattle nach Wedel für meine Familie eine große Umstellung bedeutete", sagt Claxton. "Doch ich kann auf eine erfolgreiche erste Saison in Wedel zurückblicken, in der ich mich als Trainer weiterentwickelt habe. Ich habe gelernt, mich auf einen anderen Spielstil einzustellen. Dank des Managements, der Spieler und meines Co-Trainers Stefan Altemüller hatte ich in der Hinsicht schnell festen Boden unter den Füßen. Ich bin voll motiviert und auf meine zweite Saison konzentriert. Wir sind dabei, die neue Mannschaft zusammenzustellen und ich freue mich auch auf die noch engere Zusammenarbeit mit den Hamburg Towers", so Claxton weiter.

Stefan Altemüller bleibt dem SC Rist ebenfalls erhalten und wird weiterhin die Geschicke der 2. Herren leiten sowie in der ProB als Claxtons Assistent wirken. "Stefan und ich arbeiten gut zusammen", sagt Claxton. Und obwohl er als Spieler viele Jahre in Deutschland verbrachte, war es für den Amerikaner doch noch einmal etwas Anderes, hier ein Traineramt auszuüben: "Stefans Erfahrung hat mir sehr dabei geholfen, den deutschen Basketball besser zu verstehen." Altemüller sei nicht nur während der Spiele ein wichtiger Unterstützungsfaktor, sondern auch in der täglichen Arbeit, so Claxton. "Ich bin guter Dinge, dass sich unser gutes Verhältnis auf sportlicher und persönlicher Ebene fortsetzen wird", sagt er.

1. Herren: Endspiel um den Meistertitel

Endspielbereit: Kapitän Christoph Roquette. Foto: Claus Bergmann

Am Sonnabend fällt die Entscheidung. Im Finalrückspiel zwischen dem SC Rist Wedel und der Spielgemeinschaft aus Baskets Akademie Weser-Ems und Oldenburger Turnerbund wird der Meister der 2. Basketball-Bundesliga ProB ermittelt. Spielbeginn in der Steinberghalle ist um 19:00 Uhr, die Kasse öffnet um 17:30 Uhr.

Dank ihres Sieges (61:58) am vergangenen Wochenende nehmen die Niedersachsen einen Drei-Punkte-Vorsprung mit ins letzte Saisonspiel und wollen ihren Meistertitel aus dem Vorjahr verteidigen. Die Rister hingegen haben vor, den Spieß noch umzudrehen. "Wir müssen unsere Heimstärke unter Beweis stellen, um Meister zu werden", sagt Rist-Trainer Michael Claxton.

Die Oldenburger erarbeiteten sich im Schlussviertel des Hinspiels eine Führung, die zeitweise 13 Zähler betrug, in den letzten Sekunden aber noch vom SC Rist reduziert wurde. "Es wird wohl wie im Hinspiel eine echte Defensiv-Schlacht mit hoher Intensität und einer sehr körperbetonten Spielweise", so Claxton. "Wir wollen hart verteidigen, die Rebounds holen und stets das Tempo der Partie bestimmen. In der Offensive haben wir unter der Woche an der Feinabstimmung gearbeitet. Gerade in den Playoffs kann man von Spiel zu Spiel direkt an den Schwachstellen arbeiten und die Verbesserung sehen", sagt der Trainer.

Wie ist es um das Nervenkostüm vor dem letzten Spiel der Saison bestimmt? "Die Stimmung im Team ist großartig. Wir sind alle motiviert und freuen uns alle aufs Finale", sagt Mannschaftskapitän Christoph Roquette.

1. Herren: Am Sonnabend erstes Finalspiel in Oldenburg

Blick zurück auf den ersten Spieltag: Diante Watkins gegen Preston Wynne. Foto: Claus Bergmann

Das Finale der 2. Basketball-Bundesliga ProB kann beginnen. Am Sonnabend (25. April, 19:00 Uhr) steigt die erste Partie zwischen dem SC Rist Wedel und der Spielgemeinschaft aus Baskets Akademie Weser-Ems und Oldenburger Turnerbund in der Sporthalle am Haarenufer. Zahlreiche Unterstützer aus Wedel werden dabei sein, der Rist-Fanbus ist ausgebucht. "Ich erwarte einen intensiven Kampf", sagt Rist-Trainer Michael Claxton. "Wir haben eine lange Reise unternommen und sind nur noch einen Schritt vom Titel entfernt. Die Meisterschaft kann jetzt nur noch das Ziel sein", so der Coach weiter.

Die Oldenburger marschierten ohne Niederlage durch die Meisterrunde, schalteten auf dem Weg ins Finale Würzburg, Weißenhorn und Rostock aus. Wie im vergangenen Jahr, als man den ProB-Titel gewann, aber auf den Aufstieg in die ProA verzichtete, steht Oldenburg also im Finale. Das allein ist bereits bemerkenswert. Dass Mladen Drijencic, der die Mannschaft zur Meisterschaft in 1. Regionalliga und ProB geführt hatte, Ende März zum Cheftrainer des Oldenburger BBL-Teams befördert wurde und von seinem bisherigen "Co" Christian Held ersetzt wurde, ist - was die Ergebnisse betrifft - spurlos am Finalgegner der Rister vorbeigegangen. In den beiden Duellen der Punktrunde gab es jeweils Heimsiege, es steht also 1:1.

Oldenburgs Topscorer ist der US-Amerikaner Preston Wynne, der vor seinem Schritt zum Profi wie die Wedeler Diante Watkins und Denzell Erves herausragende Leistungen in der NAIA (National Association of Intercollegiate Athletics) ablieferte und als "All-American" ausgezeichnet wurde. In den Playoffs kam der Aufbauspieler bislang auf einen Punkteschnitt von 18 pro Begegnung. "Wynne ist Oldenburgs Anführer geworden und in der Offensive einer der Go-to-Guys. Aber Oldenburg hat einige Waffen", so Claxton. Im zweiten Halbfinalspiel gegen Rostock wurde Wynne in Sachen Offensivkraft von den Flügeln Jan Niklas Wimberg, Luka Buntic und Guard Dominic Lockhart übertroffen. Auch das hiesigen Basketball-Fans bestens bekannte 18-jährige Centertalent Erwin Nkemazon (früher BG Harburg Hittfeld) hat mittlerweile den Sprung ins Stammaufgebot der Oldenburger geschafft und trug gegen Rostock sechs Zähler, drei Blocks und drei Rebounds zum Finaleinzug bei.

"Beide Teams sind ausgeglichen besetzt. In der Offensive sind Oldenburg und wir explosiv, in der Defensive wird geschlossen hart verteidigt", sagt Claxton.

1. Herren: Alle in Gelb beim Halbfinal-Heimspiel

Trainer Michael Claxton. Foto: Claus Bergmann

Der SC Rist Wedel führt im Halbfinale der 2. Basketball-Bundesliga ProB gegen die Iserlohn Kangaroos mit 1:0, mehr nicht. "Ich bleibe lieber demütig und möchte mir vorab nicht zu sicher sein. Noch ist nichts entschieden", sagt Trainer Michael Claxton vor dem zweiten Aufeinandertreffen, das am Sonnabend (18. April, 19:00 Uhr) in der Steinberghalle stattfindet. Mit einem Sieg kann seine Mannschaft das Finale erreichen, im Falle einer Niederlage kommt es am Dienstagabend zu einem Entscheidungsspiel in Iserlohn.

Die Rister freuen sich wie in jedem Heimspiel auf die große Unterstützung der Zuschauer und setzen darauf, dass möglichst viele "in Gelb" erscheinen, um die Einheit zwischen Fans und Mannschaft auch optisch auszudrücken. Frühes Erscheinen sichert die besten Plätze, die Kasse in der Steinberghalle öffnet eine Stunde vor Spielbeginn, also um 18:00 Uhr.

Übrigens auch im zweiten Halbfinale zwischen Rostock und Oldenburg gab es am vergangenen Wochenende einen Auswärtssieg - der amtierende ProB-Meister aus Niedersachsen gewann an der Warnow und kann am Sonnabend mit einem Erfolg in eigener Halle ins Finale einziehen.

1. Herren: Sonnabend erstes Halbfinalspiel in Iserlohn

Wiedersehen mit Kristof Schwarz (hier bei Merry Ristmas 2011).
Foto: Claus Bergmann

Am Sonnabend (11. April, 19:30 Uhr) beginnt für die 1. Herren das Playoff-Halbfinale gegen die Iserlohn Kangaroos. Das Hinspiel bestreiten die Mannen von Trainer Michael Claxton auswärts, eine Woche später gibt es die zweite Partie in der Steinberghalle. Muss dann ein Entscheidungsspiel her, würde dieses in Iserlohn ausgetragen werden.

Die Kangaroos gewannen in der vergangenen Saison den Meistertitel in der 1. Regionalliga West und mischten auch nach dem Aufstieg in die 2. Basketball-Bundesliga ProB gleich wieder ganz vorne mit. Die Südstaffel schloss man als Tabellenerster ab und blieb im bisherigen Verlauf der Meisterrunde ungeschlagen. Trainer Matthias Grothe führte seine Mannschaft mit Erfolgen (jeweils 2:0) über Braunschweig und Dresden ins Halbfinale; beim jüngsten Sieg in Dresden trumpfte Spielmacher Jonas Grof (28 Punkte) mit einer starken Offensivleistung auf (die Westdeutsche Allgemeine Zeitung schrieb vom "Spiel seines Lebens"), in den drei vorangegangenen Playoff-Partien war in dieser Hinsicht jeweils der Engländer Orlan Jackman führend. Der Flügelspieler aus London bestritt bislang zehn Länderspiele für die britische Nationalmannschaft und ist ein sehr vielseitiger Akteur. Im Saisonverlauf erhielt er die Auszeichnung als bester ProB-Spieler des Monats Januar.

"Es ist eine unglaublich starke Mannschaft, die aggressiv verteidigt und vor allem defensiv sehr gut ist. Viele der Spieler spielen seit Jahren zusammen", sagt Michael Claxton über die Kangaroos. Im Schnitt ließ das Grothe-Team in der Meisterrunde pro Partie lediglich 67 Zähler des Gegners zu (69 während der Punktrunde).

Bald zehn Jahre ist es her, dass Kristof Schwarz einst zum SC Rist wechselte. Nach drei Jahren am Steinberg holte ihn Ingo Freyer nach Hagen, seit 2011 ist der Aufbauspieler in Iserlohn und beim SC Rist noch in bester Erinnerung.

1. Herren: Die zweite Runde beginnt - Rister am Sonnabend in Leipzig

Christoph Roquette (links) und Leipzigs Jorge Schmidt treffen am Sonnabend erneut aufeinander. Foto: Claus Bergmann

Am Sonnabend (4. April) wird das Playoff-Viertelfinale zwischen dem SC Rist und den Uni-Riesen Leipzig fortgesetzt. Die Rister müssen reisen, Spielbeginn in Leipzig ist um 19:30 Uhr.

Sowohl während der Punktrunde der aktuellen Saison als auch im Viertelfinale des vergangenen Jahres unterlagen die Rister den Uni-Riesen auswärts. Michael Claxton und seine Mannschaft wollen den Sprung ins Halbfinale schaffen und liegen derzeit mit 1:0 in Führung. Doch ein zweiter Sieg muss her, um das Ziel zu erreichen. Am liebsten am Sonnabend - wenn nicht und sollten die Leipziger am Sonnabend siegen, dann hätten die Rister am Dienstag (7. April) im Entscheidungsspiel eine weitere Chance. Jene Partie würde in der Steinberghalle stattfinden.

Akribisch bereitet Claxton seine Mannschaft auf das zweite Viertelfinalspiel vor und fordert in Leipzig neben Konzentration und der Umsetzung der taktischen Marschroute das, was er Intensität nennt. Vollen Einsatz also, so wie im Hinspiel, das die Rister mit 76:63 für sich entschieden und dabei vor allem in Korbnähe überzeugten.

Für alle Rist-Fans, die die Partie aus der Ferne verfolgen möchten, steht der Liveticker bereit. Er ist unter folgender Adresse erreichbar: http://live.zweite-basketball-bundesliga.de

1. Herren: Das Viertelfinale ruft - Leipzig gastiert am Steinberg

Man kennt sich: Paul Owusu (links) gegen Leipzigs Christopher Flores.
Foto: Claus Bergmann

Das Viertelfinale steht vor der Tür: Am Sonnabend (28. März) empfangen die 1. Herren die Uni-Riesen Leipzig zum Hinspiel in der Steinberghalle, los geht's um 19:00 Uhr. Wie im Achtelfinale braucht es zwei Siege, um die nächste Runde zu erreichen, wieder hätte der SC Rist in einer dritten und entscheidenden Partie Heimrecht.

Die Leipziger waren nicht nur in der vergangenen Saison bereits der Viertelfinalgegner der Rister, sondern auch im Verlaufe der Punktrunde traf man sich zweimal. In Leipzig gewannen die Uni-Riesen (86:80), in Wedel gewannen die Rister (92:65). Die Sachsen schlossen als Sechster der Nordstaffel ab und schalteten im Achtelfinale die Dragons Rhöndorf aus. Wie im Duell zwischen dem SC Rist und Schwelm musste ein Entscheidungsspiel bemüht werden, um über Sieger und Besiegten zu entscheiden. Leipzig gewann am Dienstag in Rhöndorf mit 78:69 und wurde dabei vom Duo Jorge Schmidt/Khalil Kelley angeführt. Ersterer glänzte als Distanzwerfer und verwandelte sechs seiner elf Versuche von jenseits der Dreierlinie. 24 Punkte erzielte Schmidt und übertraf Kelley, dem 22 Zähler gelangen, in dieser Kategorie knapp. Doch in Sachen Rebounds hatte der US-Amerikaner Kelley gegenüber Schmidt mit 14:7 die Nase vorn. "Sie sind innen und außen sehr ausgeglichen", sagt Trainer Michael Claxton über die Sachsen. "Wir müssen die Zone kontrollieren und den Gegner zu schwierigen Würfen aus der Distanz zwingen", meint er.

Das Duell zwischen dem SC Rist und Leipzig ist übrigens das einzige "staffelinterne" des Viertelfinals. In allen anderen Paarungen stehen sich jeweils Mannschaft aus Nord und Süd gegenüber. Die übrigen Begegnungen lauten: Rostock - Hanau, Weißenhorn - Oldenburg und Iserlohn - Dresden.

1. Herren: Dienstag, 19:30 Uhr: Entscheidungsspiel am Steinberg

Mitfiebern ist angesagt: Am Dienstag gilt's. Foto: Claus Bergmann

Es wird das Endspiel um den Viertelfinaleinzug. Die 1. Herren und die EN Baskets Schwelm haben jeweils ihr Heimspiel gewonnen, also steht es unentschieden, also muss ein Entscheidungsspiel her. Am Dienstag (24. März) ist es so weit, los geht's in der Steinberghalle um 19:30 Uhr.

Welche Lehren wollen Trainer Michael Claxton und seine Jungs aus der Niederlage vom Sonnabend ziehen? Die nötige Intensität habe mitunter gefehlt, so der Coach. "Schwelm hat über weite Strecken der Partie das Tempo bestimmt", stellte Claxton fest. Zu viele Fehler habe seine Mannschaft begangen, die es nun im Entscheidungsspiel am Dienstagabend zu vermeiden gelte. Es wird also spannend: Wer hat die besseren Nerven? Wer kann den Gegner vielleicht mit dem einen oder anderen taktischen Kniff überraschen? Wer hat den größeren Willen, ins Viertelfinale einzuziehen? Am Dienstag fällt die Entscheidung.

1. Herren: Das Playoff-Achtelfinale geht in die zweite Runde

Starker Auftritt im ersten Schwelm-Spiel: Denzell Erves. Foto: Claus Bergmann

Konzentriert und voller Tatendrang bereiten sich die Rister auf das zweite Spiel des Playoff-Achtelfinals gegen die EN Baskets Schwelm vor, das am Sonnabend (21. März, 19:30 Uhr) stattfindet. Einen Blick zurück hat Trainer Michael Claxton dabei nicht geworfen. "Schwelm wird zu Hause ein ganz anderes Gesicht zeigen. Das Ergebnis aus dem Hinspiel ist völlig egal", sagt er.

Die erste Partie endete am vergangenen Wochenende mit einem 104:66-Sieg der Rister - mit einem zweiten Erfolg kann der Einzug in die Runde der letzten acht Mannschaften vollzogen werden. "Der Start in die Begegnung ist gerade auswärts enorm wichtig. Wir müssen sofort hellwach sein", fordert Claxton. Die Heimstätte der Schwelmer, die Sporthalle der Gemeinschaftshauptschule West, ist den Ristern aus vielen Duellen während der vergangenen Jahre bekannt, dank intensiven Video-Studiums und dem Hinzuziehen weiterer Quellen sind beide Mannschaften mit Stärken und Schwächen des Gegners bestens vertraut.

Dass es zu einem dritten und entscheidenden Spiel um den Einzug ins Viertelfinale kommt, das am Dienstagabend in der Steinberghalle stattfände, wollen die Rister vermeiden. Sie wollen in Schwelm gewinnen.

Auch in der Ferne kann natürlich mit den Ristern mitgefiebert werden - und zwar am Liveticker unter http://live.zweite-basketball-bundesliga.de

1. Herren: Playoff-Auftakt gegen Schwelm

Und los geht's! Lennard Larysz und die Rister starten in die Playoffs. Foto: Claus Bergmann

Wenn alle Spieler noch ein wenig schneller laufen, die Trainer noch ein wenig angespannter sind und die Zuschauer noch ein wenig lautstarker anfeuern, dann weiß man, dass die Playoffs begonnen haben. Am Sonnabend (14. März) ist es so weit: Die Rister empfangen zum ersten Spiel der Achtelfinal-Serie die EN Baskets Schwelm, los geht's in der Steinberghalle um 19:00 Uhr.

EN steht für den Ennepe-Ruhr-Kreis, der fest hinter den Korbjägern in Gelb und Blau steht. In der vergangenen Saison waren Schwelmer und Wedeler noch Staffelkollegen in der 2. Basketball-Bundesliga ProB, in der laufenden Spielzeit ging Schwelm in der Südgruppe ins Rennen und schloss diese als Tabellensiebter ab. Im Januar trennte sich der Club von Trainer Thorsten Morzuch, Geschäftsführer Omar Rahim übernahm das Amt. Bester Werfer Schwelms ist der Kanadier Christopher Johnson (18,7 Punkte im Schnitt), die meisten Rebounds, nämlich 7,4 pro Einsatz, greift sich der US-Amerikaner Jody Johnson. Auf den Innenpositionen gehen die beiden Routiniers Julius Dücker und Sebastian Schröter zu Werke, den Spielaufbau leitet meist Mathias Perl, ein starker Passgeber (4,1 Assists im Schnitt) in der Offensive und flinker "Langfinger" in der Verteidigung (2,6 Ballgewinne pro Spiel).

Am vergangenen Wochenende bezwang Schwelm die BIS Baskets Speyer mit 94:90 und geht ebenso wie die Rister mit einem Heimsieg im Rücken in die Meisterrunde. Ausgetragen wird die Achtelfinal-Serie in bis zu drei Partien. Zunächst gibt es Hin- und Rückspiel und wenn es dann 1:1 steht, muss ein Entscheidungsspiel her, das wiederum in Wedel stattfinden würde.

1. Herren wollen Punktrunde mit Heimsieg beschließen

Volle Konzentration: René Kindzeka und Co. haben die nächste Aufgabe vor Augen. Foto: Claus Bergmann

Die Aufgabenstellung ist klar, Trainer Michael Claxton formuliert sie eindeutig: "Den zweiten Platz wollen wir nicht mehr hergeben", sagt er vor dem Heimspiel (Sonnabend, 7. März, 19:30 Uhr, Steinberghalle) gegen die BG Bitterfeld-Sandersdorf-Wolfen 06. Es ist der letzte Spieltag der Punktrunde in der 2. Basketball-Bundesliga ProB, die Playoff-Teilnahme haben die Rister in der Tasche, doch welcher Platz es im Endklassement sein wird und wie der Gegner in der Meisterrunde heißen wird, ist noch unklar - diese Entscheidungen fallen am Sonnabend.

Für die Gäste aus Sachsen-Anhalt geht es in der Steinberghalle um den Klassenerhalt. Sie brauchen einen Sieg gegen den SC Rist, gleichzeitig muss RSV Eintracht 1949 Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf gegen Oldenburg verlieren, damit BSW vom letzten Tabellenrang noch in die Abstiegsrunde rutscht und dort die Möglichkeit hat, sich eine weitere Saison in der ProB zu sichern.

"Keiner hätte gedacht, dass wir in diese Situation kommen. Mit der Mannschaft dürfen wir eigentlich gar nicht absteigen", wurde BSW-Flügelspieler Tom Lipke Ende Februar in der Mitteldeutschen Zeitung zitiert. Der ehemalige Juniorennationalspieler fehlte einige Wochen verletzungsbedingt, beging am zurückliegenden Wochenende beim Spiel gegen Recklinghausen aber seine Rückkehr. Beste Werfer der Mannschaft von Coach Tino Stumpf waren bei der knappen 65:68-Niederlage Robert Zinn und Tristan Blackwood (jeweils zwölf Zähler). Ersterer ist ein großes Talent auf der Position des Taktgebers im Aufbau, das in der vergangenen Saison den ProA-Aufstieg mit Baunach feierte und in der laufenden Spielzeit auch einen Platz im Bundesliga-Kader des Mitteldeutschen BC hat. Blackwood verfügt ebenfalls über BBL-Erfahrung, er spielte in der Saison 2011/12 für Phoenix Hagen.

1. Herren: Mit Rückenwind nach Rostock

Ein Duell aus dem Hinspiel, das Rostock gewann: René Kindzeka verlädt Slavchev und Hakanowitz. Foto: Claus Bergmann

Der klare Heimsieg gegen den VfL Bochum lässt die 1. Herren mit Rückenwind an die Warnow fahren. Am kommenden Sonnabend (28. Februar, 19:30 Uhr) gastiert die Mannschaft von Trainer Michael Claxton beim Tabellenführer Rostock. Die Mecklenburger haben vier Punkte mehr auf dem Konto als der SC Rist und lassen gleich in ihrer ersten Spielzeit in der 2. Basketball-Bundesliga ProB gewaltig aufhorchen: Rostock grüßt von oben. "Das Team agiert sehr strukturiert in der Offensive und Defensive und ist physisch sehr stark. Die Rostocker sind zu Recht selbstbewusst", meint Claxton.

Es brauchte schon ganz große Kaliber, nämlich Leipziger Riesen und Titanen aus Dresden, um in der laufenden Saison einen Sieg aus Rostock zu entführen - in der Halle in der Tschaikowskistraße ist Musik drin. "Ich hoffe, dass wir die Intensität, die wir in Heimspielen an den Tag legen, auch auswärts aufs Spielfeld bringen. In Recklinghausen ist uns das schon gut gelungen", so Claxton.

Wer den Tabellenführer aushebeln will, der muss mehrere Akteure im Griff haben, denn Rostocks Trainer Sebastian Wild hat verschiedene Trümpfe auf der Hand: Sei es in Person des Kanadiers Yannick Anzuluni, der im Schnitt 20 Punkte erzielt, sowohl unter dem Korb als auch in ferneren Gefilden zu Werke geht und dessen energiegeladene Spielweise Claxton schätzt. Oder in Person des ehemaligen dänischen Nationalspielers Jens Hakanowitz, des bulgarischen Flügels Ivo Slavchev, des Aufbau-Gespanns Tim Vogt/Sven Hellmann oder des US-Amerikaners Jarrell Crayton. Die Aufzählung ließe sich durchaus fortführen...

In der Verteidigung gut zusammenarbeiten und die Kreise der Rostocker wirkungsvoll stören, lautet Claxtons Devise. Und in der Offensive wie gegen Bochum aus mehreren Rohren feuern. Vielleicht machen es die Rister dann wie die Sachsen und zähmen die Wildschen Warnow-Wölfe.

1. Herren: Doppelspieltag beginnt in Brandenburg

Auch am Freitag wieder: Diante Watkins gegen Niko Schumann. Foto: Claus Bergmann

Es wird ein ereignisreiches Wochenende: Am Freitag, 20. Februar, gastieren die 1. Herren beim RSV Eintracht 1949 Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf (19.30 Uhr). Am Sonntag, 22. Februar, um 17 Uhr folgt dann das Heimspiel gegen den VfL Bochum. Eingebettet ist diese Begegnung in den Jugendtag des SC Rist.

Die Rister liegen mit 24 Punkten nach 20 ausgetragenen Spielen auf dem zweiten Tabellenplatz, Eintracht (19 Spiele/16 Zähler) ist Drittletzter in der 2. Basketball-Bundesliga ProB. Am vergangenen Wochenende unterlagen die Brandenburger in letzter Sekunde dem SC Itzehoe (68:69), zuvor gewannen sie daheim gegen Leipzig und in Herten. Topscorer der Eintracht ist der US-Amerikaner Travis Smith, der durchschnittlich 19 Punkte im gegnerischen Korb versenkt.

Der Aufbauspieler sei ein starker Anführer, so Michael Claxton. "Im Hinspiel konnten wir Smith eine Halbzeit lang weitgehend ausschalten. Das war einer der Gründe für den klaren Sieg", sagt der Trainer. Im November wurde der Gegner in der Steinberghalle beim 76:49-Erfolg dominiert. Doch ähnlich wie beim SC Rist wurde der Kader seitdem verändert. Der wuchtige Power Forward Tyler Hines, 105 Kilogramm verteilt auf 1,98 Meter Körpergröße, der sich pro Partie fast neun Korbabpraller sichert, war damals noch nicht dabei. Allerdings verpasste Hines - Punkteschnitt 13,6 - die Itzehoe-Partie wegen Achillessehnenproblemen. Auf der Rechnung hat Claxton auch den dritten Amerikaner im RSV-Aufgebot, den seit Jahren in Deutschland aktiven Kellen Williams. Hinzu kommt mit Robin Jorch ein hoch veranlagter großer Flügelspieler, und auch Thomas Schoeps und Niko Schumann im Aufbau sowie Center Nico Draegert gilt es in den Griff zu bekommen.

Diante Watkins: ProB-Spieler des Monats Januar

Diante Watkins

Diante Watkins ist zum Spieler des Monats Januar in der 2. Basketball-Bundesliga ProB gewählt worden. Schon im Oktober hatte der 24-Jährige die Auszeichnung als bester Spieler des Monats erhalten. "Ich freue mich riesig, zum zweiten Mal die Wahl gewonnen zu haben. Es ist toll, dass meine Leistungen anerkannt werden", sagt Watkins. Der Spielmacher führte den SC Rist im Januar in fünf Partien zu vier Siegen und erzielte im Schnitt 19,4 Punkte, 7,2 Assists, 3,8 Ballgewinne sowie 2 Rebounds.

Das alte Jahr hatten die Rister mit sechs Niederlagen in Folge abgeschlossen. Dass es im Januar dann wieder aufwärts ging, lag auch an Watkins. "Die ganze Mannschaft brannte darauf, die Negativserie zu beenden. Diantes Führungsqualitäten haben eine wichtige Rolle dabei gespielt", so Coach Michael Claxton. "Wir sind zu den einfachen Dingen zurückgekehrt", erläutert Watkins, wie es gelang, das Tal zu verlassen und wieder Siege einzufahren. "Wir haben im Training Vollgas gegeben, das Ergebnis dessen hat sich dann in den Spielen gezeigt. Sicherlich hat uns auch geholfen, dass Brandon Spearman hinzugekommen ist, der viel Energie mitbringt und ein Spielertyp ist, den wir vorher nicht hatten", sagt Watkins, der sein zweites Jahr beim SC Rist absolviert.

Nachdem er sich in der vergangenen Saison die Position in der Schaltzentrale mit Lee Jeka teilte und sich vom erfahrenen Australier einige Kniffe abschaute, drückt Watkins dem Wedeler Spiel längst deutlich seinen Stempel auf. "Ich lerne ständig dazu: Wie man eine Mannschaft führt, wann man einen Pass spielt und wann man selbst zum Korb zieht. Bisher klappt es in dieser Saison recht gut, aber die Entwicklung geht immer weiter und es macht mir viel Spaß, ständig an mir zu arbeiten und mich zu verbessern", so Watkins.

1. Herren gegen Recklinghausen

Einst im Oktober: Christoph Roquette und Carl Hipp rangeln um den Ball. Foto: Claus Bergmann

Die 1. Herren treffen am 21. Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga ProB auswärts auf Citybasket Recklinghausen, Spielbeginn ist am Sonnabend (7. Februar) um 19:30 Uhr.

Recklinghausen hat die vergangenen beiden Spiele gewonnen (85:73 gegen Dresden und 81:77 gegen Magdeburg), die beiden US-Amerikaner Joe Scott und Antoine Myers zeigten sich dabei in prächtiger Form. Scott traf acht Dreier in zwei Spielen und kam im Schnitt auf 20 Punkte, Myers erzielte deren 18 gegen Magdeburg und 24 gegen Dresden. Da ist also jemand richtig gut drauf. Im Hinspiel, das die Rister mit 77:60 gewannen, war Myers noch nicht dabei, Scott erzielte damals nur sieben Zähler. Der dritte Amerikaner im Recklinghäuser Aufgebot, Innenspieler Carl Hipp, ist einer der besten Rebounder der Liga. 10,3 Abpraller holt Hipp pro Begegnung. Und dies sind nur drei Akteure, auf die die Rister ihr Augenmerk legen müssen und die in der Spielvorbereitung Gegenstand der taktischen Manöverkritik waren: Wie schafft man es, dieses Trio und weitere Spieler wie Tobias Welzel, Christoph Bruns oder Dorian McDaniel in den Griff zu kriegen? Diese Aufgabe "blüht" den Wedelern am Sonnabend.

Der Blick auf die Tabelle der Nordstaffel der ProB zeigt, dass Rister und Recklinghäuser lediglich zwei Punkte trennen. Die Mannschaft von Trainer Michael Claxton ist derzeit Zweiter, sein niderländischer Kollege Thomas Roijakkers rangiert mit Citybasket auf dem vierten Platz.

1. Herren: Doppelte Gelegenheit zur Rehabilitierung

Das Duell zwischen Rist und Leipzig ist auch das Duell zwischen Diante Watkins (links) und Christopher Flores. Foto: Claus Bergmann

Am Sonnabend, 31. Januar, bekommen die 1. Herren eine doppelte Chance, sich zu rehabilitieren. Zu Gast in der Steinberghalle sind um 19 Uhr die Uni-Riesen Leipzig, gegen die sich die Rister seit ihrem Aufstieg in die ProB zur Saison 2009/10 stets schwer taten. 2010/11 kassierten die Rist-Herren in der damals noch eingleisigen Staffel zwei Niederlagen gegen die Sachsen. In der zurückliegenden Spielzeit (2013/14) setzten sich die Wedeler zwar in drei Playoff-Viertelfinalspielen mit 2:1 durch, verloren aber die Partie in Leipzig ebenso wie das Duell am zweiten Spieltag der aktuellen Saison.

Das knappe 80:86 in der Messestadt, bei dem die Rister bis in die Schlussphase hinein den Sieg vor Augen hatten, ärgert Michael Claxton vor der Begegnung des Tabellenvierten (20 Punkte) gegen den Neunten (16) mindestens ebenso wie das jüngste 73:85 in Oldenburg: "Wir wollen uns für beide Niederlagen rehabilitieren, auch wenn wir dafür an unsere physischen Grenzen gehen müssen", sagt Claxton, für dessen Mannschaft der elfte Saisonsieg ein weiterer Schritt Richtung Playoff-Teilnahme wäre. Der Trainer sieht gegen die Uni-Riesen vor allem seine großen Spieler gefordert. "Sie werden unter dem Korb alle Hände voll zu tun haben."

Claxton spricht aus leidvoller Erfahrung, schenkten doch im Hinspiel seine Landsleute Christopher Flores und Khalil Kelley den Ristern zusammen 43 von 86 Punkten der Sachsen ein. "Wir müssen die beiden stoppen, vor allem Khalil Kelley ist unter dem Korb extrem stark", sagt Claxton, dessen Landsmann Ty Shaw in Leipzig erst vor Kurzem das Traineramt von Martin Scholz übernahm.

1. Herren: Herausforderung am Haarenufer

Auf geht's! Michael Claxton feuert seine Jungs an. Foto: Claus Bergmann

Mit einem guten Gefühl starten die 1. Herren am Sonnabend, 24. Januar, gen Südwesten. Um 19 Uhr gastiert die Mannschaft von Headcoach Michael Claxton zu einer Neuauflage der Play-off-Halbfinal-Paarung 2013/14 bei der Spielgemeinschaft von Baskets Akademie Weser-Ems und Oldenburger Turnerbund.

In bester Erinnerung hat Claxton die Hinrundenpartie in der Steinberghalle zum Saisonstart, die die Rister 80:68 gewannen und damit ihrem Trainer zu einem perfekten Pflichtspieleinstand verhalfen. Beide Kontrahenten sind in diesem Jahr noch unbesiegt, drei Siege in Folge werden in der 13er-Staffel derzeit nur von den Dresden Titans übertroffen, die fünf Mal in Folge nicht verloren.

"Der Sieg gegen Oldenburg war für mich ein toller Start, aber seitdem hat sich bei beiden Mannschaften einiges getan", sagt Claxton. So hätte sich Preston Wynne, sein Landsmann in Oldenburger Diensten, in den zurückliegenden Monaten enorm gesteigert. Im Hinspiel, Wynnes erstem Pflichtspiel in Deutschland, war der Amerikaner mit vier Zählern in der Offensive recht unauffällig, doch jene Partie blieb danach die einzige, in der Wynne keine zweistellige Punktausbeute vorweisen konnte. Mit einem Schnitt von 16,3 Zählern pro Einsatz rangiert der Guard in dieser Hinsicht mittlerweile an der Spitze der Oldenburger Korbjägerliste. Der Kader der Niedersachsen ist tief besetzt, Trainer Mladen Drijencic verfügt über ein Aufgebot, das Erfahrung und Jugend vereint. Eigengewächs Jan Niklas Wimberg und Dominic Lockhart, der 2013 aus Gießen nach Oldenburg wechselte, haben im Laufe der vergangenen Monate auch ein wenig Einsatzzeit in Oldenburgs Erstligateam erhalten.

"Beide Mannschaften werden heiß sein auf diese Partie und alles versuchen, den vierten Sieg in Folge zu holen", so Claxton mit Blick auf die Auswärtsbegegnung in der Sporthalle am Haarenufer.

1. Herren: Dritter gegen Vierter

Alle herhören: Trainer Michael Claxton erläutert die Taktik. Foto: Claus Bergmann

Die Rister empfangen am Sonnabend (17. Januar, 19:00 Uhr) den Tabellennachbarn aus Braunschweig in der Steinberghalle. Im Verfolgerduell Dritter gegen Vierter geht es darum, den Anschluss zu Spitzenreiter Rostock zu bewahren.

"Jeder bei uns weiß, worum es in dieser Partie geht", sagt Trainer Michael Claxton. "Wir freuen uns alle auf die Herausforderung, die uns zeigen wird, wo wir zurzeit stehen." Noch immer ärgert den Coach das 71:80 in Niedersachsen, bei dem die Rister früh in Rückstand gerieten und später die Wende zu ihren Gunsten verpassten.

Respekt vor den Gästen aus Niedersachsen hat Claxton allemal. "Die Mannschaft ist jung und talentiert, aber auch körperlich robust und mental stark." Doch auch seine Mannschaft ist gut drauf, hat zuletzt zwei Siege in Folge gefeiert. "Wir sind als Mannschaft durch eine schwere Phase gegangen, die uns stärker gemacht hat", sagt er. "Im Hinspiel in Braunschweig haben wir uns 20 Ballverluste erlaubt - entschieden zu viele, um ein ProB-Spiel gegen diesen Gegner zu gewinnen."

Brandon Spearman, der bei seinem Debüt gegen Itzehoe überzeugte, brennt auf seine Premiere in der Steinberghalle. "Er passt perfekt in unsere Mannschaft", sagt Claxton. Gegen Braunschweig wartet genügend Arbeit auf Spearman und Kollegen - Akteure wie Maurice Pluskota oder Martin Bogdanov gehören zur Crème de la Crème der ProB und zählen darüber hinaus zum Braunschweiger Erstliga-Aufgebot.

1. Herren in Itzehoe zu Gast

Jens Hirschberg und 1. Herren müssen in Itzehoe ran. Foto: Claus Bergmann

Am zurückliegenden Spieltag der 2. Basktetball-Bundesliga ProB beendeten die Rister ihre Durststrecke von sechs Niederlagen mit einem 89:75 über die Otto Basktets Magdeburg und bekommen es nun mit einer Mannschaft zu tun, die derzeit Ähnliches durchlebt. Am Sonnabend, 10. Januar, gastieren Headcoach Michael Claxton und sein Team (Tabellenvierter/16 Punkte) beim SC Itzehoe. Spielbeginn in der Lehmwohldhalle ist um 19.30 Uhr.

Die Adler mussten zuletzt fünf Niederlagen in Folge einstecken, am vergangenen Sonntag unterlag die Mannschaft von Trainer Paul Larysz in Braunschweig mit 56:64. An diesem Donnerstag gab Itzehoe die Verpflichtung des kanadischen Centers Renaldo Dixon bekannt, der helfen soll, die Lücke zu schließen, die durch die Verletzung von Yannick Evans gerissen wurde. Der 28-Jährige erlitt gegen Braunschweig einen Bänderabriss im Daumen und muss voraussichtlich acht Wochen pausieren. Bester Punktesammler des SCI ist Jonathon Williams, der im Schnitt 22,4 Zähler pro Partie erzielt und sich darüber hinaus 7,3 Rebounds angelt.

"Itzehoe wird alles versuchen, die Negativserie zu beenden, und deshalb müssen wir eine Bestleistung bringen, um zu gewinnen", sagt Headcoach Michael Claxton.

1. Herren: Brandon Spearman neu im Kader

Brandon Spearman

Die Rister haben einen Neuzugang zu vermelden. Brandon Spearman aus Chicago verstärkt den Kader, der 23-Jährige kann auf dem Flügel und im Spielaufbau eingesetzt werden.

Im Training habe Spearman "einen sehr positiven Eindruck hinterlassen", sagt Coach Michael Claxton über den 1,90 Meter großen Athleten, der in der vergangenen Saison 28 Einsätze für die University of Hawai'i (NCAA Division 1) absolvierte und dabei stets in der ersten Fünf auflief. Spearman erzielte für Hawai'i im Schnitt 11,3 Zähler, 4,5 Rebounds und 1,3 Assists pro Begegnung und traf im Saisonverlauf 41 seiner 122 Würfe von jenseits der Dreierlinie. Er spielte dort Seite an Seite mit dem Deutschen Christian Standhardinger, der inzwischen beim Bundesligisten Mitteldeutscher BC unter Vertrag steht.

"Meine Spielweise zeichnet sich durch Vielseitigkeit aus", sagt Spearman, "aber am besten kommt man in die Halle und guckt sich an, wie ich spiele", lacht er. Mit seinem neuen Mannschaftskollegen Diante Watkins stand er vor den gemeinsamen Übungseinheiten in der Steinberghalle übrigens noch nie auf dem Feld, obwohl beide aus Chicago stammen und auf der South Side aufwuchsen. "Wir haben aber festgestellt, dass wir gemeinsame Bekannte haben", erzählt Spearman, der zu High-School-Zeiten an der Simeon Career Academy mit NBA-Star Jabari Parker (jetzt Milwaukee Bucks) zusammenspielte. Auch Derrick Rose von den Chicago Bulls ist übrigens ein Simeon-Absolvent.

Nachdem er im Frühjahr 2014 seine Uni-Basketball-Karriere beendete, sammelte Spearman Spielpraxis in US-Sommerligen, ein angestrebtes Engagement in der NBA Development League kam aber nicht zustande. Nun möchte er beim SC Rist durchstarten. "Er passt sehr gut in unser Mannschaftsgefüge. Brandon spielt mit viel Energie und ist sehr mannschaftsdienlich", sagt Michael Claxton.

1. Herren: Jahresauftakt mit Rückkehrer

Paul Owusu (hier im Training) spielt wieder für den SC Rist.

Richtig abschalten vom Basketball konnte Michael Claxton in der kurzen Verschnaufpause über Weihnachten und den Jahreswechsel nicht. Nach ein paar Tagen bei Verwandten seiner deutschen Ehefrau im sächsischen Görlitz ("Es war kurz, aber schön.") rief den 38 Jahre alten US-Amerikaner auch schon wieder die Pflicht als Leiter des viertägigen Feriencamps in der Steinberghalle.

Und auch in der 2. Basketball-Bundesliga ProB geht es bereits weiter: Am Sonnabend, 3. Januar, stellt sich um 19 Uhr mit den Otto Baskets Magdeburg der nächste schwere Gegner vor. Je 14 Punkte holten die Wedeler (Tabellenvierter) und die Gäste aus Sachsen-Anhalt (Siebter) bislang, der Sieger der Partie hält weiter Kontakt zur Spitze, der Verlierer droht dagegen vorerst aus den Playoff-Rängen zu fallen.

Claxton glaubt, dass sich sein Team in der Spielpause körperlich wie mental regeneriert hat. "Wir trainieren darauf hin, dass wir es schaffen, gegen Magdeburg 40 Minuten lang sehr fokussiert auf einem hohen Level zu spielen und unser Bestes zu geben." Am Einsatz- und Siegeswillen seiner Mannschaft zweifelt der Coach dabei keine Sekunde. "Wir wissen alle, worum es im engen Feld der ProB Nord geht, in dem so viele starke Teams um Punkte kämpfen." Die Magdeburger zählt Claxton dabei zu den aussichtsreichsten Playoff-Kandidaten. "Sie haben einen starken Kader und mit Dimitris Polychroniadis einen sehr erfahrenen Headcoach."

In der Tat zählt der griechische Cheftrainer zu den Routiniers seiner Zunft, gastierte in der Vergangenheit des Öfteren in Wedel. Seine aktuelle Mannschaft umfasst einige Hochkaräter wie die Power Forwards Scooter Gillette und Steven Monse, den Bundesliga-erfahrenen Joe Buck sowie Distanzwurfspezialist Chris Frazier. Das Hinspiel gewannen die Rister mit 72:69 - einer von bislang zwei Auswärtssiegen in dieser Saison.

Bei den Ristern steht ab sofort Paul Owusu wieder im Kader, Markus Timm ist hingegen ausgeschieden. Owusu hatte nach dem Ende der vergangenen Saison eine Basketball-Pause eingelegt. Der 28-Jährige absolviert damit seine siebte Spielzeit in Gelb-Grün, der SC Rist freut sich, Paul wieder in seinen Reihen begrüßen zu können. Markus Timm kam in der aktuellen Saison in elf Spielen zum Einsatz, der SC Rist Wedel bedankt sich herzlich für seinen Einsatz.

"Es wird Zeit, dass wir unseren Zuschauern wieder einmal etwas bieten", sagt Claxton vor dem Duell mit Magdeburg. Für Spannung dürfte ebenfalls gesorgt sein, gelten doch die Gäste als Experten für enge Partien. In den zurückliegenden vier ProB-Partien mit Magdeburger Beteiligung betrug die Korbpunktdifferenz nach 40 Minuten nie mehr als zehn Punkte.

1. Herren: Letztes Spiel des Jahres in Herten

Eine Szene aus dem Hinspiel: René Kindzeka gegen Sven Jeuschede (am Ball). Foto: Claus Bergmann

Nach Wochen der Erfolglosigkeit in der Nordstaffel der 2. Basketball-Bundesliga ProB können die 1. Herren (Tabellenvierter/14 Punkte) mit einem Sieg bei den Hertener Löwen sich und ihrem Headcoach Michael Claxton im Ruhrgebiet ein Weihnachtsgeschenk bereiten (Spielbeginn: 19.30 Uhr).  

Vom Vorhaben, die schwarze Serie rechtzeitig zum Fest und zum Abschluss des Jahres 2014 zu beenden, lässt sich der Wedeler Trainer weder vom Negativ-Trend seines Teams, das die zurückliegenden fünf Spiele verlor, noch von den drei Siegen in Folge für die Löwen abbringen. "Es ist nicht wichtig, in welcher Verfassung sich Herten befindet, sondern einzig und allein, welche Leistung wir zeigen", sagt der Trainer.

Vor allem aber gilt es für die Gäste, ein weiteres Déjà-vu der unangenehmen Art zu vermeiden. Am zurückliegenden Spieltag unterlagen die Wedeler dem damaligen Tabellenletzten Dresden Titans auswärts 70:89, und vor gut einem Monat standen sich der SC Rist und die Hertener Löwen bereits in der Wedeler Steinberghalle gegenüber. Der damalige Tabellenführer unterlag den seinerzeit ebenfalls am Ende des Tableaus positionierten Gästen aus Westdeutschland 72:73. 

"Das war ein schreckliches Spiel, bei dem am Ende unsere Fehler ausschlaggebend für die Niederlage waren", erinnert sich Michael Claxton mit Grausen an insgesamt 17 Ballverluste seines Teams und 22 Fastbreak-Punkte der Hertener. Von der Wedeler Verteidigung kaum zu stoppen war Hertens DeShaun Cooper, der 26 Punkte erzielte und etliche Korberfolge für Teamkameraden, unter anderem für seinen Landsmann Robert Franklin, vorbereitete.

Dass die Rister am zurückliegenden Spieltag im Einsatz waren, während sich die Hertener ausruhen durften, empfindet ihr Coach nicht unbedingt als Nachteil. "Es kann auch hilfreich sein, wenn eine Mannschaft im Spielrhythmus bleibt." Entscheidend sei am Sonnabend ohnehin die mentale Stärke, und ausgerechnet in dieser Hinsicht offenbarten die Wedeler zuletzt Defizite. "Körperlich sind fast alle Teams auf einem ähnlichen Niveau, und deshalb gewinnt häufig die Mannschaft mit dem stärkeren Willen", sagt Claxton.

1. Herren: Rister gastieren in Dresden

Trainer Michael Claxton fordert eine Steigerung. Foto: Claus Bergmann

Am Sonntag (14. Dezember) um 16 Uhr gastieren die 1. Herren, die trotz vier Niederlagen in Folge immer noch Tabellenzweiter der 2. Basketball-Bundesliga Pro B (Gruppe Nord) sind, zum Rückrundenstart bei den Dresden Titans.

Dass der Gegner derzeit Tabellenletzter ist, davon lässt sich Headcoach Michael Claxton ebenso wenig irritieren wie vom jüngsten 65:99 der Sachsen in Oldenburg. "Die Titans haben uns schon in der Hinrunde beim 77:71 alles abverlangt", sagt der Trainer, der zudem darauf verweist, dass die "Elbriesen" die zurückliegenden drei Heimspiele allesamt gewannen. Seit Kurzem kommen mit Aufbauspieler Guy Aud und Center Jaroslav Tyrna zwei von Trainer Thomas Krzywinski kurzfristig neu verpflichtete Akteure zum Einsatz, während man sich von Daniel Cheledinas trennte.

Dresden ist übrigens die Heimatstadt von Claxtons Ehefrau, für familiäre Unterstützung in der Halle wird gesorgt sein. "Ich hoffe, das sie uns lautstark unterstützen, denn wir brauchen endlich wieder einen Sieg", sagt Claxton, der von seinem Team eine klare Steigerung im Vergleich zu den vorangegangenen Partien fordert, insbesondere in der Verteidigung. "In Dresden können wir nur bestehen, wenn wir als Team zusammenhalten, mit Herz spielen und unser Bestes geben."

1. Herren: Spitzenspiel in der Steinberghalle

Gemeinsam anpacken: Christoph Roquette (rechts) und Denzell Erves wollen den Sieg gegen Rostock. Foto: Claus Bergmann

"Mehr geht nicht", heißt es oft flapsig, wenn sich zwei Topmannschaften im Kampf um die Tabellenspitze duellieren. Auf das Kräftemessen, das die Rist-Fans am Sonnabend, 6.Dezember, in der Wedeler Steinberghalle erwartet, dürfte die Floskel aber auf jeden Fall zutreffen. Um 19 Uhr empfangen die 1. Herren (Tabellenzweiter/14 Punkte), die nach drei Niederlagen in Folge die Tabellenführung der 2. Basketball-Bundesliga ProB Nord abgeben mussten, den neuen Spitzenreiter und Aufsteiger Rostock Seawolves (16 Zähler).

Statt sich von der jüngsten Misserfolgsserie beeindrucken zu lassen, geben sich bei den Wedelern Spieler wie Trainer selbstbewusst. "Die drei Niederlagen an sich sind zwar ärgerlich, andererseits aber auch kein Drama, wenn es uns gelingt, die richtigen Lehren daraus zu ziehen und es gegen Rostock besser zu machen", sagt Headcoach Michael Claxton. Letzteres sei seine Mannschaft schon den Zuschauern schuldig. "Wir wollen den Fans in diesem Spiel mehr bieten als in den Partien zuvor."

Ins selbe Horn bläst Mannschaftskapitän Christoph Roquette, für den der Tabellenplatz in dieser Phase der Saison ohnehin zweitrangig ist. "Es geht für uns jetzt vor allem darum, dieses Spiel zu gewinnen, zurück in die Spur zu finden und anschließend zu schauen, was bis Weihnachten noch möglich ist", sagt Roquette. "Dass wir nach dieser Niederlagenserie immer noch Tabellenzweiter sind, zeigt uns aber, dass ausreichend Potenzial vorhanden ist, die Play-offs zu erreichen." Zudem böte gerade das Topspiel gegen die Mecklenburger seiner Mannschaft eine doppelte Chance zur Rehabilitation. "Wir können mit einem Sieg unsere Niederlagenserie beenden und würden zudem weiter oben mitspielen", meint er.

1. Herren: Zu Gast in Braunschweig

An Thanksgiving, dem amerikanischen Erntedankfest, bewirteten Basketball-Headcoach Michael Claxton und seine Familie einige Spieler des SC Rist, darunter ihre Landsleute Diante Watkins und Denzell Erves, in ihrem Haus mit traditionellen Gerichten wie gebratenem Truthahn, Süßkartoffel und Preiselbeeren.

Mit dem süßen Leben ist es aber spätestens am Sonnabend, 29. November, vorbei für den US-Coach und sein Team, das trotz zweier Niederlagen in Folge immer noch die Tabelle der ProB Nord mit 14 Punkten anführt. Um 15Uhr gastieren die Wedeler zum Verfolgerduell beim Vierten Baskets Braunschweig (zwölf Zähler) in der Volkswagen-Halle. "Dort ist die Stimmung immer sehr gut, und das kann auch ein gegnerisches Team motivieren", sagt Michael Claxton, der ohnehin davon ausgeht, dass die mental stärkere Mannschaft gewinnen wird. "Für uns ist es vor allem wichtig, dass wir gegen ein junges und sehr gut ausgebildetes Team, das 40 Minuten lang an beiden Enden des Spielfeldes alles gibt, die richtige Einstellung zeigen."

Was die Wedeler dem Gegner, dessen Durchschnittsalter unter 20 Jahren (19,8) liegt, an Erfahrung voraus haben, machen die Braunschweiger mit Athletik und Verteidigung wett, auf die ihr Coach Liviu Calin größten Wert legt. Der 61 Jahre alte Rumäne ist schon seit mehr als 20 Jahren für den Dachverein SG Braunschweig tätig und gilt als Entdecker von Dennis Schröder (21), der für die Atlanta Hawks in der US-Profiliga NBA spielt.

1. Herren: Löwen am Sonnabend zu Gast

Zu Besuch in der Altstadtschule: Michael Claxton, Denzell Erves und Fabian Strauß.

Die 1. Herren sind am Sonnabend (22. November, 19:00 Uhr) wieder im heimischen Revier unterwegs, die Mannschaft von Trainer Michael Claxton trifft am Steinberg auf die Hertener Löwen. Die Gäste verstärkten sich jüngst unter anderem mit Marvin Boadu, der zu Saisonbeginn bekanntermaßen zwei Partien für die Rister absolvierte.

Claxton erwartet von seiner Mannschaft vor allem eine klare Leistungssteigerung gegenüber dem 62:73 beim VfL Bochum. "In dieser Partie haben wir nur phasenweise Stärke gezeigt und es nicht geschafft, unseren Basketball zu spielen." Vor allem in der Verteidigung müsse mehr gearbeitet werden. "Wir dürfen diesen Gegner nicht unterschätzen, auch wenn er in der Tabelle schlecht dasteht, denn Herten ist ein gefährliches Team mit vielen Waffen", sagt Claxton. Zu diesen gehört vor allem Robert Franklin, der mit Citybasket Recklinghausen schon des Öfteren am Steinberg gastierte und im Sommer nach Herten wechselte. Auch vor Löwen-Aufbauspieler Deshaun Cooper warnt der Wedeler Trainer. "Er ist ein ähnlicher Typ wie Diante Watkins, spielt kluge Pässe, trifft gut und holt trotz seiner Größe von 1,73 Meter auch Rebounds." Beim jüngsten 62:64 gegen die Otto Baskets Magdeburg konnten allerdings auch 30 Punkte des US-Duos die Niederlage nicht abwenden.

Michael Claxton und sein Team freuen sich am Sonnabend auch auf die lautstarke Unterstützung durch Mädchen und Jungen der Altstadtschule, die im Rahmen des Grundschul-Fan-Wettbewerb in der Steinberghalle zu Gast sein werden. Am vergangenen Freitag und Montag fanden an der Altstadtschule Basketballtage statt, auch Coach Claxton und Spieler der 1. Herren waren zu Gast und konnten sich davon überzeugen, mit welch großer Begeisterung auch hier Basketball gespielt wird. Die Rister freuen sich nun auf den Gegenbesuch und die Anfeuerung der Altstadtschüler. Als erste Schule hatte die Moorwegschule "vorgelegt" und beim Heimspiel gegen Oldenburg für tolle Stimmung gesorgt, jetzt sind wir auf die Altstadtschüler gespannt.

Wichtiger Hinweis für alle Zuschauer: Der Parkplatz vor der Steinberghalle sowie der Eingang auf der Parkplatz-Seite sind am Sonnabend gesperrt, der Einlass erfolgt deshalb über den Eingang auf der gegenüberliegenden Seite des Foyers. Alle Zuschauer werden gebeten, möglichst zu Fuß, per Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen.

1. Herren: Ab in den Westen!

Spieler des Monats Oktober: Diante Watkins. Foto: Claus Bergmann

Nur eine kurze Pause war den Ristern nach einem Doppelspieltag in der 2. Basketball-Bundesliga ProB vergönnt. Nach Siegen bei der BG Bitterfeld-Sandersdorf-Wolfen und in der heimischen Steinberghalle über den RSV Eintracht Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf binnen 48 Stunden geht es für den Tabellenführer der Nordstaffel am Sonnabend, 15. November, erstmals in dieser Saison westwärts. Um 19 Uhr gastieren sie im Ruhrgebiet bei den VfL AstroStars Bochum (Sechster/achtZähler).

"Die AstroStars spielen vor großer Kulisse, aber das wird uns eher beflügeln, denn wir sind eine kampfstarke Mannschaft, die immer dann am besten ist, wenn sie herausgefordert wird", sagt Headcoach Michael Claxton. Selbstbewusst dürften beide Teams in die Partie gehen, denn während die Wedeler die zurückliegenden sechs Spiele allesamt gewannen, beendeten die Westdeutschen mit dem 83:82 über die Uni-Riesen Leipzig eine Serie von drei Niederlagen. Aber nicht nur deshalb erwartet Claxton Schwerstarbeit im Kohlenpott. "In der vergangenen Saison haben die Wedeler dank eines Treffers von Diante Watkins in letzter Sekunde gewonnen, das werden die AstroStars nicht vergessen haben." 

Der Spielmacher, in seiner zweiten Saison beim SC Rist gerade erst als ProB-Spieler des Monats Oktober ausgezeichnet, soll am Sonnabend wie Landsmann Denzell Erves und Center-Routinier Christoph Roquette dazu beitragen, dass die Wedeler Siegesserie auch tief im Westen hält. Die Chancen auf den achten Saisonsieg steigen lässt zudem ein erneuter Einsatz von Janis Stielow, der mit dem ProA-Team der Hamburg Towers erst am Sonntag, 16. November (17 Uhr), gegen Baunach antritt.

Verzichten muss Claxton allerdings schon zum dritten Mal in Folge auf Power Forward Fabian Böke, der seine hartnäckige Knöchelverletzung noch nicht auskuriert hat. "Wir sind aber trotzdem bereit für das Spiel in Bochum", sagt der Rist-Headcoach, der seine Spieler allerdings vor den Qualitäten seiner Landsleute im Kader der AstroStars warnt. "James Sherburne und Ryon Howard sind zwei explosive Spieler, die wir stoppen müssen."

Doppelschicht: Da kommt was auf die Rister zu

Michael Claxtons Mannen sind zweifach gefordert. Foto: Claus Bergmann

Mit dem Auswärtsspiel bei der BG Bitterfeld-Sandersdorf-Wolfen 06 am Freitagabend (7. November, 19:00 Uhr) eröffnen die Herren des SC Rist (2. Basketball-Bundesliga ProB) ein Wochenende, das es in sich hat. Denn bereits am Sonntagnachmittag (9. November, 17:00 Uhr) geht es weiter, dann ist die Mannschaft von Trainer Michael Claxton in der heimischen Steinberghalle gegen den RSV Eintracht 1949 Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf gefragt.

In Sachsen-Anhalt wartet eine erfahrene Mannschaft auf die Rister. BSW-Coach Tino Stumpf baut auf die Dienste des kanadischen Spielmachers Tristan Blackwood, unter den Körben agieren die US-Amerikaner Nate Gerwig und Adrian Hill, wobei sich Letzterer Ende Oktober einen Daumenbruch zuzog. Phillip Daubner sowie Robert Zinn führen die interne Scorer-Liste an, beide stehen auch im Aufgebot des Bundesligisten Mitteldeutscher BC. Am vergangenen Wochenende schenkte das Duo den Dresden Titans kräftig ein - gemeinsame 36 Zähler, sechs Dreier und 13 Rebounds vermochten die 69:75-Niederlage jedoch nicht zu verhindern.

1. Herren: Sonnabend, 19 Uhr: Heimspiel gegen Dresden

Alles herhören: Michael Claxton gibt Anweisungen. Foto: Claus Bergmann

Die Rister empfangen am sechsten Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga ProB die Dresden Titans. Spielbeginn in der Steinberghalle ist am Sonnabend (25. Oktober) um 19:00 Uhr.

"Die Titans haben zur Zeit schwer zu kämpfen, doch das kann jeder Mannschaft in dieser Phase der Saison passieren", sagt Trainer Michael Claxton, der seine Spieler insbesondere vor zwei Landsleuten im Team der Sachsen warnt. "Kevin Butler und Damon Smith sind physisch sehr starke Spieler", so der Coach. Dresden steht derzeit auf dem vorletzten Tabellenplatz, in der Vorsaison waren die Sachsen noch in der ProB-Südstaffel beheimatet.

Optimistisch stimmt Claxton, dass er voraussichtlich erneut Janis Stielow aufbieten kann. "Wenn alles nach Plan läuft, wird er am Sonnabend für uns spielen und am Sonntag zur Auswärtspartie der Towers nach Heidelberg fahren." Bei Stielows Saisondebüt gegen den SC Itzehoe schafften die Wedeler nach dessen Einwechslung die Wende. "Janis kann auch diesmal wieder den Unterschied ausmachen", sagt Claxton, der gegen die Titans den dritten Heimsieg in Folge einfahren möchte und dabei auf einen fast kompletten Kader zurückgreifen kann. Fraglich ist nur der Einsatz des erkrankten Centers Lennart Liebke, für den aber Christopher Geist einspringen könnte. 

1. Herren: Heimspiel gegen Itzehoe am Freitagabend

Die 1. Herren treffen am Freitag (17. Oktober) auf den SC Itzehoe, los geht's in der Steinberghalle um 19:30 Uhr.

Der Aufsteiger musste sich am vergangenen Wochenende Oldenburg (80:84) geschlagen geben, als Topscorer glänzte dabei (wie auch in den ersten beiden Saisonspielen) der US-Amerikaner Jonathon Williams (20 Zähler). Der Kalifornier besticht mit Vielseitigkeit sowie unwiderstehlichem Zug zum Korb und setzt seinen muskelbepackten Körper hervorragend ein. Doch der Linkshänder ist nur einer von mehreren Stützen der Itzehoer Mannschaft.

Mit Patrick Wischnewski gehört auch ein korbgefährlicher Guard dazu, der in der zweiten Hälfte der Saison 2011/12 für den SC Rist spielte und dessen Fähigkeiten als Distanzwerfer und Punktesammler bekannt sind. Wie Wischnewski verfügen auch Kosta Karamatskos oder Yannick Evans über eine Menge Erfahrung. Kurzum: Eine starke Mannschaft, die diese Tatsache auch beim Wedeler Vorbereitungsturnier unter Beweis stellte, damals die Rister, Wolfenbüttel sowie Værløse bezwang.

Jonas Laatzen musste zuletzt wegen einer Erkältung eine Trainingspause einlegen, Janis Stielow könnte nach vier ProA-Einsätzen mit den Hamburg Towers am Freitag sein Saisondebüt für den SC Rist geben.

1. Herren: "Müssen aus den Fehlern lernen"

Michael Claxton bereitet seinen Schützling Jamo Ruppert (rechts) auf dessen ersten Saisoneinsatz vor. Foto: Claus Bergmann

Am Sonnabend, 11. Oktober, um 19:00 Uhr empfangen die 1. Herren in der Steinberghalle Citybasket Recklinghausen. Die Begegnung gehört rein statistisch zu den korbreichsten in der dritthöchsten deutschen Spielklasse. Einen Rekord gab es in der regulären Saison 2012/13, als sich beide Mannschaften beim 128:115 der Wedeler in einen Rausch spielten.

Auf einen Protagonisten dieser denkwürdigen Begegnung müssen die Zuschauer diesmal aber verzichten. Der US-Amerikaner Robert Franklin, an guten Tagen für 30 bis 40 Punkte gut, wechselte nach vielen Jahren in Recklinghausen zum Liga- und Revierrivalen Hertener Löwen. Nun sollen es andere Spieler richten, unter anderem die US-Amerikaner Joe Scott und Carl Hipp.

"Citybasket verteidigt hart und spielt schnell im Angriff" sagt Trainer Michael Claxton. Einen Erfolg benötigen am Sonnabend beide Mannschaften, um sich nach jeweils einem Sieg und einer Niederlage vom breiten Mittelfeld abzusetzen. "Es ist wichtig, dass wir uns als Team weiter oben etablieren", sagt Claxton, den noch immer das aus seiner Sicht unnötige 80:86 bei den Uni-Riesen Leipzig ärgert. "Wir müssen aus den Fehlern lernen", sagt er.

Die Wedeler müssen am Sonnabend zum dritten Mal in der noch jungen Saison auf Janis Stielow verzichten, der erneut für einen Einsatz im ProA-Team der Hamburg Towers, diesmal bei den Gotha Rockets, vorgesehen ist. Dafür könnte laut Claxton eventuell Jamo Ruppert nach auskurierten Knöchelbeschwerden sein Saison-Debüt in der ProB geben. Kleinere Blessuren erlitten René Kindzeka und Marvin Boadu, doch sollten beide gegen Recklinghausen mitwirken können.

1. Herren: Riesige Auswärtsaufgabe

Marvin Boadu und die Rister reisen gen Leipzig. Foto: Bergmann

Schon die Anfahrt zu ihrem ersten Auswärtsspiel dürfte den 1. Herren einiges abverlangen. Ziel der Dienstreise von Headcoach Michael Claxton und seinem Team ist am Sonnabend, 4. Oktober (Spielbeginn: 19:30 Uhr) die sächsische Metropole Leipzig, in der es in den bisherigen Vergleichen mit den Uni-Riesen für die Wedeler nichts zu holen gab. Auch die Gesamtbilanz ist negativ. In der Saison 2010/11 gewannen die Sachsen in der seinerzeit noch eingleisigen ProB in der Steinberghalle 82:69 und zu Hause 82:72. In der zurückliegenden Spielzeit schalteten die Wedeler den Gegner dann zwar im Play-off-Viertelfinale mit 2:1 Siegen aus, verloren aber in Leipzig 70:73.

"Das Spiel in Leipzig wird für uns vielleicht eine noch größere Herausforderung als unser gewonnenes Auftaktspiel gegen Oldenburg", sagt der Rist-Coach, der in Sachsen einige Landsleute treffen wird, nämlich Guard Christopher Flores und Center Khalil Kelley. Weitere Schlüsselpositionen besetzen Jorge Schmidt, Jörn Wessels und Falko Theilig. Anders als die Wedeler verloren die Uni-Riesen aber ihre Auftaktpartie mit 71:75 bei der BG Bitterfeld-Sandersdorf-Wolfen 06.
Im ersten Pro-B-Auswärtsspiel der Saison kann Claxton beinahe auf dasselbe Personal wie beim 80:68 über Oldenburg zurückgreifen. Erneut fehlen Janis Stielow (ProA-Einsatz für die Hamburg Towers) und Jamo Ruppert (verletzt), während Lennard Larysz vor seinem ProB-Debüt steht.

1. Herren: Saisonstart gegen Oldenburg

Headcoach Michael Claxton (rechts) und sein "Co" Stefan Altemüller tüfteln die Taktik aus.
Foto: Claus Bergmann

Jetzt geht's los! Die Rister beginnen die neue Saison in der 2. Basketball-Bundesliga ProB mit einem Heimspiel gegen den amtierenden Meister Oldenburg, am Sonnabend (27. September) um 19:00 Uhr in der Steinberghalle.

Die Partie gegen die Niedersachsen ist zugleich eine Neuauflage des Playoff-Halbfinals der vergangenen Spielzeit, als sich Oldenburg durchsetzte und anschließend den Meistertitel gewann, aber auf den Aufstieg verzichtete. Der Wedeler Headcoach Michael Claxton hat seine Mannschaft gewissenhaft auf die erste Hürde der Saison vorbereitet, verzichten muss er auf die Dienste von Jamo Ruppert, den eine Knöchelverletzung außer Gefecht setzt. Zudem wird der mit einer Doppellizenz ausgestattete Janis Stielow für die Hamburg Towers auflaufen.

Die Gäste aus Oldenburg haben im Vergleich zum Halbfinale im April einige Personalwechsel vollzogen. Erfolgsgaranten wie Michael Taylor, Jordan Reaves oder Kevin Smit haben den Verein verlassen, auszugleichen sucht Trainer Mladen Drijencic diese Verluste durch nachrückende Spieler aus der eigenen Jugend, erhofft sich zudem weitere Entwicklungsschritte seiner bereits ProB-erfahrenen Talente und hat seiner Mannschaft zudem Routine zugeführt.

Center Leo Niebuhr spielte in den vergangenen drei Jahren für Gotha, stieg mit den Rockets 2012 in die ProA auf und sammelte zuvor in Braunschweig sowie Quakenbrück auch Bundesliga-Minuten. Luka Buntic kann ebenfalls erste BBL-Erfahrung vorweisen, der 21-Jährige wechselte von Trier nach Oldenburg. Der US-Amerikaner Preston Wynne beendete zwar im Frühling erst seine College-Laufbahn, ist aber bereits 27 Jahre alt. Wie die beiden Rister Diante Watkins und Denzell Erves machte er mit guten Leistungen in der NAIA auf sich aufmerksam und war für die Vanguard University eine Punkte-Garantie.

1. Herren: Vorbereitungsspiel am Sonnabend in Cuxhaven

Headcoach Michael Claxton.
Foto: Claus Bergmann

Die Rister reisen am Sonnabend (6. September, 18:00 Uhr) an die Elbmündung und treffen in einer Testbegegnung auf die Cuxhaven BasCats (ProA).

"Wir machen Fortschritte. Die Spieler mussten sich erst einmal an meine Trainingsgestaltung gewöhnen. Ich lasse im Training hohes Tempo gehen, die Intensität nimmt immer mehr zu und die Spieler gehen richtig zur Sache, das gefällt mir", berichtet Headcoach Michael Claxton vom Stand der Vorbereitungen.

Die Cuxhaven BasCats gehen in der kommenden Saison mit einem neuformierten Kader ins Rennen, lediglich Spielmacher Aaron Cook und Flügelspieler Dennis Nawrocki sind aus der Vorsaison übrig geblieben. Mit Jeffrey Martin, der als Doppellizenspieler zwischen Cuxhaven und Bremerhaven pendelt, steht ein früherer Akteur des SC Rist in Reihen der Niedersachsen, auch Cuxhavens Co-Trainer Moris Hadzija ist in Wedel bestens bekannt, er gewann 2009 mit den Ristern den Meistertitel in der 1. Regionalliga Nord.

"Das wird ein sehr wertvoller Test für unsere Mannschaft, um zu sehen, wo wir im Vergleich zu einem sehr guten Gegner stehen", sagt Claxton vor dem Duell mit den BasCats und erwartet von seinen Schützlingen, "dass sie vor allem in der Verteidigung als Einheit zusammenarbeiten".

1. Herren: Erste Schritte im ProB-Kader: Zwei Talente werden herangeführt

Lennard Larysz
Fotos: Claus Bergmann

Mit Lennard Larysz und Louis Olinde stehen in der neuen Saison zwei weitere große Talente im ProB-Aufgebot des SC Rist Wedel. Beide stammen aus der Jugend des BC Hamburg und sind zudem für die Piraten Hamburg in der U19-Bundesliga NBBL spielberechtigt.

Olinde nimmt derzeit mit der U16-Nationalmannschaft an der Europameisterschaft in Lettland teil. In der vergangenen Saison war der 1,98 Meter große Flügelspieler Leistungsträger der JBBL-Piraten und brachte es in 17 Einsätzen auf durchschnittlich 17,8 Punkte, 6,5 Rebounds, 3,8 Assists sowie 2,2 Ballgewinne. "Louis hat in den letzten zwei Jahren eine riesige Entwicklung genommen - nicht nur als Spieler, auch seine Persönlichkeit hat sich enorm weiterentwickelt", sagt Piraten-Coach Marvin Willoughby über den 16-Jährigen, der am Ende der vergangenen Saison erste Erfahrungen im Herrenbereich sammelte und drei Einsätze für den BC Hamburg in der 2. Regionalliga verbuchte.

Louis Olinde

Nach seiner Rückkehr aus dem Baltikum soll Olinde in die Vorbereitung der Rister integriert werden, Larysz ist bereits dabei. "Lenny macht seine Sache im Training schon sehr gut. Er hat ein hohes Spielverständnis und lernt schnell. Als Spielmacher gibt er klare Anweisungen und kommuniziert gut mit seinen Mitspielern", sagt Headcoach Michael Claxton über den 16-Jährigen.

In seinem ersten NBBL-Jahr stand Larysz für die Piraten pro Spiel rund 23 Minuten auf dem Feld und erzielte dabei knapp fünf Punkte sowie 2,3 Assists je Einsatz. Darüber hinaus gehörte er bereits zu den BCH-Stützen in der 2. Regionalliga (13,5 Punkten pro Spiel).

1. Herren: Marvin Boadu spielt wieder am Steinberg

Marvin Boadu.
Foto: Claus Bergmann

Weitere gute Nachricht aus dem Lager der 1. Herren: Marvin Boadu ist wieder da. Der 25-Jährige verstärkt den SC Rist Wedel in der kommenden ProB-Saison, nachdem er bereits 2009 mit den Ristern den Meistertitel in der 1. Regionalliga Nord gewann sowie in der Spielzeit 2012/13 entscheidend zum Erreichen des Playoff-Viertelfinales beitrug.

"Mit Marvin haben wir einen sehr dynamischen Spieler hinzugewonnen, der im Aufbau und auf der Flügelposition eingesetzt werden kann", sagt Headcoach Michael Claxton erfreut. Dass Boadu im Training auch auf alte Bekannte traf, mit denen er bereits Seite an Seite im Rist-Trikot auflief, habe man gleich gemerkt, so Claxton.

In der vergangenen Saison stand Boadu zunächst bei den Otto Baskets Magdeburg unter Vertrag und kam in zwölf ProA-Spielen zum Einsatz. Dabei erzielte er im Schnitt 4,4 Punkte, griff sich 2,3 Rebounds und verteilte einen Assist. Ende Januar schloss er sich dann den Gotha Rockets an und spielte elf ProA-Partien (1,6 Punkte, 1,4 Rebounds, 1 Assist pro Spiel) für die Thüringer.

Noch in frischer Erinnerung sind Boadus starke Leistungen der Saison 2012/13, als er im Verlaufe der Spielzeit drei Double-Doubles verbuchte und großen Anteil daran besaß, dass die Rister mit sieben Siegen in Folge in die Saison starteten und später das Playoff-Viertelfinale erreichten. Seine Bestleistung damals: Gegen die BG Bitterfeld-Sandersdorf-Wolfen 06 kam er in 40 Minuten Spielzeit auf 22 Zähler, acht Assists, sieben Rebounds, vier Steals und zwei Blocks.

1. Herren: Jamo Ruppert ist zurück beim SC Rist

Jamo Ruppert trägt wieder Gelb und Grün.
Foto: Claus Bergmann

Der SC Rist Wedel begrüßt Jamo Ruppert in seinen Reihen. Der 20-Jährige kehrt nach einer Saison beim VfL Stade an den Steinberg zurück.

"Jamo ist in toller Form. Mit seiner Athletik wird er uns auf den Flügelpositionen weiterhelfen", sagt Headcoach Michael Claxton. "Er kann viele verschiedene Positionen verteidigen und entwickelt sich offensiv ständig weiter. Jamo arbeitet sehr hart an sich, und ich gehe davon aus, dass er in der neuen Saison weitere Schritte nach vorne machen wird", so Claxton weiter.

Vor seinem Wechsel auf die andere Elbseite ging der ehemalige U16- und U18-Nationalspieler bereits drei Jahre für den SC Rist auf Korbjagd. In Stade hat Ruppert viel Spielpraxis in der 2. Basketball-Bundesliga ProB gesammelt und kam in 28 Partien durchschnittlich fast 20 Minuten zum Einsatz. Dabei erzielte der Flügelspieler 5,8 Punkte, 2.5 Rebounds sowie einen Assist pro Begegnung. Seine offensiven Bestleistungen in der vergangenen Saison: 16 Zähler gegen die BG Bitterfeld-Sandersdorf-Wolfen 06 sowie 18 Punkte gegen die Herzöge Wolfenbüttel.

"Jamo hat im Training bereits sehr gute Dinge gezeigt", sagt Claxton und geht davon aus, dass der Rückkehrer im Verlaufe der Saison defensiv wie offensiv Akzente setzen wird.

Markus Timm, der wie Ruppert vom VfL Stade zum SC Rist wechselte, muss unterdessen nach einer Zahnoperation eine Trainingspause einlegen.

1. Herren: Doppellizenz auch für Janis Stielow

Janis Stielow.
Foto: Claus Bergmann

Janis Stielow wird für die Saison 2014/15 mit einer Doppellizenz ausgestattet. Auf diese Weise kann der 19-Jährige sowohl weiterhin für den SC Rist in der 2. Basketball-Bundesliga ProB als auch in der ProA für die Hamburg Towers eingesetzt werden. Eine derartige Regelung wurde bereits vorher auch für René Kindzeka getroffen.

In der vergangenen Spielzeit machte Stielow einen enormen Sprung nach vorn und wurde zum Leistungsträger im Wedeler Aufgebot. Mit starken Leistungen war er maßgeblich daran beteiligt, dass die Rister das Halbfinale der ProB-Playoffs erreichten. In knapp 23 Minuten Spielzeit pro Partie erzielte Stielow rund acht Punkte und 3,3 Rebounds im Schnitt. Glänzend war seine Trefferquote von jenseits der Dreierlinie: Der 19-Jährige traf 45 von 91 Versuchen, macht hervorragende 49,5 Prozent.

Zugleich war Stielow der Kopf des NBBL-Teams der Piraten und kam in 20 Spielen auf 22,1 Punkte, 8,4 Rebounds sowie 2,5 Ballgewinne pro Einsatz. Mit der Gelegenheit, in der kommenden Saison in ProA und ProB weitere Erfahrung zu sammeln, erhält er eine tolle Möglichkeit, seine Entwicklung voranzutreiben.

"Die Kooperation mit Wedel erlaubt es uns, für Janis und René die perfekte Mischung aus maximaler Spielzeit und optimaler Förderung abzudecken", sagt Marvin Willoughby, sportlicher Leiter der Towers.

1. Herren: Liebke und Strauß weiterhin an Bord

Fabian Strauß. Fotos: Claus Bergmann

Auch Fabian Strauß und Lennart Liebke haben dem SC Rist ihre Zusagen für die Saison 2014/15 gegeben und werden wie bisher zum Aufgebot der 1. Herren in der 2. Basketball-Bundesliga ProB zählen.

Strauß machte sich in seinem ersten Jahr in Wedel vor allem als guter Distanzschütze einen Namen, bei einer Quote von knapp 39 Prozent traf der 21-Jährige 14 Dreier, allein drei davon im ersten Saisonspiel gegen Herten. Mit elf Zählern gegen Braunschweig Anfang November erzielte der Flügelspieler seine ProB-Bestleistung. Darüber hinaus war er bei den 2. Herren ein Aktivposten, erzielte in zehn Einsätzen in der 2. Regionalliga im Schnitt 9,3 Punkte. Dass Strauß, der beim ersten Sommercamp in der Steinberghalle als Coach mitwirkte, seine gute Entwicklung fortsetzt, darauf hofft Cheftrainer Michael Claxton: "Fabian verfügt über einen sehr guten Distanzwurf, der ihm die Möglichkeit gibt, in unserer Mannschaft ein ganz wichtiger Schütze zu werden. Wir setzen darauf, dass er sich zu einem sehr konstanten Werfer von außen entwickelt", sagt Claxton.

Lennart Liebke

Liebke hingegen fühlt sich unter den Körben heimisch und gehört wie Strauß zu den jungen Akteuren, von denen sich der Trainer weitere Schritte nach vorn erhofft. "Lennart wird auch weiterhin hart arbeiten und sich so um eine größere Rolle im Kader bewerben. Er ist ein wichtiger Bestandteil unseres Kaders auf den großen Positionen", sagt Claxton. In der vergangenen Spielzeit kam der 2,03 Meter große Innenspieler vor allem bei den 2. Herren zum Einsatz, in zwölf Partien sammelte er pro Spiel 6,5 Punkte. In zwei Jahren hat Liebke bisher elf ProB-Einsätze absolviert, in der kommenden Saison sollen weitere hinzukommen.

1. Herren: Wedel hat Flügel

Jens Hirschberg: Die Nummer vier bleibt hier.
Fotos: Claus Bergmann

Jens Hirschberg und Jonas Laatzen gehen mit dem SC Rist in die Saison 2014/15. Die beiden Flügelspieler waren wichtige Bestandteile der Mannschaft, die im Frühjahr die Punktrunde in der Nordstaffel der ProB auf dem zweiten Rang abschloss und anschließend mit dem Vorstoß ins Halbfinale eine Playoff-Euphorie in Wedel entfachte. "Ich freue mich, dass beide weiterhin dabei sind", sagt Trainer Michael Claxton.

Auf einen Mann für alle Fälle wie Hirschberg will Claxton nicht verzichten. Auf mehreren Positionen einsetzbar, kampfstark, zuverlässig - diese Beschreibung passt auf den 26-Jährigen wie die Faust aufs Auge. "Solche Spieler braucht man als Trainer", meint Claxton. Zumal Hirschberg auch eine Menge Erfahrung mitbringt - und wer könnte seinen Glanzpunkt vergessen, mit dem er Mitte Dezember die Steinberghalle zum Beben brachte? Im hochspannenden Duell mit den UBC Tigers Hannover nämlich, als Hirschberg Sekunden vor dem Ende nervenstark einen Dreier verwandelte und seiner Mannschaft damit den Sieg sicherte.

Seine numerischen Saisonwerte (drei Zähler und knapp zwei Rebounds pro Einsatz) spiegeln Hirschbergs Wert nur unzureichend, schließlich gibt es immer noch die viel zitierten Dinge, die nicht auf dem Statistikbogen auftauchen, für den Erfolg aber ungemein wichtig sind - basketballerisches Zwischen-den-Zeilen-Lesen ist also gefragt. "Jens kam meist von der Bank aus ins Spiel und hat in dieser Rolle wichtige Akzente gesetzt", sagt der Trainer.

Jonas Laatzen: Auch bei den Fans beliebt

Auch wenn es in der vergangenen Saison oft nur Kurzeinsätze waren, die Laatzen verbuchte, sei es enorm wichtig, Jonas in seinen Reihen zu wissen, betont Claxton. "Er gibt in jedem Training Vollgas, ist immer positiv und tut alles, um der Mannschaft zu helfen", sagt der Coach. Und ganz abgesehen davon ist der 24-Jährige schlicht und ergreifend ein hervorragender Distanzschütze und somit jederzeit in der Lage, einen Dreierregen niederprasseln zu lassen - und dafür genügen mitunter auch wenige Minuten auf dem Feld.

Als regelmäßiges Mitglied des Trainerteams bei den Kinder- und Jugendcamps bringt sich Laatzen zudem sehr engagiert in die Nachwuchsarbeit ein. Wie beim zweiten Sommercamp vom 19. bis 22. August. Wollt auch Ihr von Jonas erfahren, wie man es schafft, einen Dreier nach dem anderen durch den roten Ring zu schießen? Dann seid beim Sommercamp dabei. Die Teilnehmergebühr beträgt 99 Euro - dafür bekommt Ihr Training von und mit Profis (jeweils von 9:30 bis 17:00 Uhr), Mittagessen, Wasser, Obst und ein Campshirt. Einfach anmelden unter camps@scrist-wedel.de

1. Herren: Sprung über die Elbe

Künftig Kollegen: Markus Timm (rechts) im Duell mit Christoph Roquette. Foto: Bergmann

Markus Timm ist der zweite Neuzugang der 1. Herren für die neue Saison. Der 2,04 Meter große Center spielte in den vergangenen zwei Jahren für den VfL Stade, gewann mit den Niedersachsen den Meistertitel in der 1. Regionalliga, stieg in die 2. Basketball-Bundesliga ProB auf und wieder ab.

"Mit Markus bekommen wir einen weiteren Spieler für die großen Positionen hinzu und sind somit unter dem Korb gut aufgestellt. Wie alle anderen Spieler auch wird er die Möglichkeit erhalten, sich Spielanteile zu sichern. Dass Markus über ProB-Erfahrung verfügt, ist von großem Wert, denn damit weiß er, was ihn in der Liga erwartet", so Trainer Michael Claxton.

Timm trug in der vergangenen Saison in 28 ProB-Begegnungen das Trikot des VfL Stade und erzielte bei einer Spielzeit von knapp 20 Minuten pro Einsatz im Schnitt 7,5 Punkte sowie 4,3 Rebounds.

Auch in den beiden Duellen mit dem SC Rist war Timm eine feste Stader Größe unter dem Korb. In der Steinberghalle waren es beim Wedeler Sieg (74:62) vier Zähler, fünf Rebounds und zwei Assists. Im Rückspiel in Stade, das die Rister in einer verrückten Schlussphase noch zu ihren Gunsten drehten (87:83), kam er auf 13 Punkte und drei Rebounds.

Bevor der gebürtige Schweriner (Jahrgang 1988) nach Stade wechselte, war Timm in den Vorjahren unter anderem für die BG Halstenbek/Pinneberg, den SC Itzehoe sowie die TSG Bergedorf aktiv.

1. Herren: Zwei Aufbauspieler für die neue Saison

Diante Watkins
Fotos: Claus Bergmann

Die Fans der 1. Herren können sich in der Saison 2014/15 auf zwei weitere bekannte Gesichter freuen. Diante Watkins und René Kindzeka gehen jeweils in ihr zweites Wedeler Jahr.

"Wir werden Diante künftig noch mehr Verantwortung übertragen", sagt Michael Claxton. "Ich bin mir sicher, dass er erpicht darauf ist, diese Herausforderung anzunehmen", so der Trainer nach seinen Gesprächen mit dem 24-jährigen Aufbauspieler. "Ich habe in der vergangenen Saison von Spielern wie Christoph Roquette und Lee Jeka viel über den Basketball in Deutschland gelernt. Bei Lee habe ich mir vor allem angeschaut, wie er Pick & Roll spielt und erkannt, dass man in der Offense auch mal geduldig sein muss", erläutert Watkins.

Während Jeka, der nach Australien zurückgekehrt ist, meist als Spiellenker in der ersten Fünf stand, kam Watkins von der Bank, avancierte aber dennoch zum besten Wedeler Punktesammler. 16,2 Zähler erzielte er im Schnitt und war darüber hinaus für fast vier Assists pro Partie verantwortlich. Ein wenig zu knabbern hatte Watkins hingegen an seiner Dreierquote von 31,3 Prozent (35/112), die mit den Werten seiner bisherigen Laufbahn nicht ganz mithalten konnte. Deshalb sei der Distanzwurf ein vorrangiger Inhalt seines Sommertrainings, so der 24-Jährige.

René Kindzeka

René Kindzeka war zweifellos einer der großen Gewinner der vergangenen Saison. Mit beherztem Einsatz sicherte sich der 19-Jährige seine Spielanteile und gehört fortan dank einer Doppellizenz nicht nur zum Wedeler Aufgebot, sondern auch zum ProA-Kader der Hamburg Towers. "René hat jede Menge Energie", sagt Claxton, "er wird weitere Entwicklungsschritte machen", ist sich der Trainer sicher. 23 ProB-Spiele absolvierte Kindzeka während der Saison 2013/14, rackerte in der Verteidigung vorbildlich und trug auch in der Offense zum Erfolg der Mannschaft bei. Im Schnitt waren es 2,4 Punkte pro Partie, insgesamt zehn Dreier und eine perfekte Ausbeute von der Freiwurflinie (9/9). "René hat das Potential, in Defense und Offense ein ganz wichtiger Spieler für uns zu sein", hält Claxton große Stücke auf den 19-Jährigen.

Und auch der Nachwuchs des SC Rist profitiert von den beiden Guards. Kindzeka gehörte beim jüngsten Sommercamp in der Steinberghalle zum Trainerteam, lehrte den Kindern und Jugendlichen essentielle Basketball-Bestandteile, übte mit ihnen Korbleger, Sprungwurf und viele Dinge mehr. Im zweiten Sommercamp (19. bis 22. August) in der Steinberghalle ist dann Watkins an der Reihe. Der Amerikaner gehört wie sein künftiger Mannschaftskollege Denzell Erves und Headcoach Michael Claxton zu den Trainern, die täglich von 9:30 bis 17:00 Uhr mit dem Nachwuchs üben. Noch sind Plätze frei. In der Teilnehmergebühr in Höhe von 99 Euro sind Mittagessen, Obst, Wasser sowie natürlich ein Campshirt enthalten. Geeignet ist das Camp für Anfänger und Fortgeschrittene, für Mädchen und für Jungen. Anmeldungen unter: camps@scrist-wedel.de

1. Herren: Fabian Böke bleibt dabei

Fabian Böke.
Foto: Claus Bergmann

Fabian Böke bleibt an Bord. Der 2,08 Meter große Power Forward soll in der Saison 2014/15 wie bisher eine Stütze der Rister sein.

Darüber ist nicht nur Cheftrainer Michael Claxton erfreut. Denn Böke verfügt über eine Vielseitigkeit, die ihn für das eigene Team äußerst wertvoll und für die Gegnerschaft zur schwer berechenbaren Größe macht.

"Dass Fabian viele Würfe blockt und darüber hinaus dank seines guten Wurfes Lücken in die gegnerische Verteidigung reißt, sind Dinge, die ich sehr schätze", sagt Claxton.

Mit 37 Blocks in 29 Einsätzen war Böke in der zurückliegenden Saison einer der besten Akteure der 2. Bundesliga ProB in dieser Kategorie - wie bereits auch in den Vorjahren. Im letzten Saisonspiel gegen Oldenburg räumte der 28-Jährige gleich fünf Versuche der Niedersachsen ab.

Und auch seine acht Punkte und fast sechs Rebounds pro Spiel waren nicht zu verachten. Man frage nach bei den Akteuren der BG Bitterfeld-Sandersdorf-Wolfen 06, die von Böke Ende November 23 Zähler eingeschenkt bekamen und dem 2,08-Meter-Mann elf Rebounds überlassen mussten. Oder bei den Bochumern, die er ebenfalls mit einer Spitzenleistung (16 Punkte, zehn Rebounds) "bearbeitete".

Sein lockeres Händchen bei Würfen aus der Mittel- und Ferndistanz, gepaart mit seinem Wirken in unmittelbarer Korbnähe - in Offensive und Defensive - macht Böke so wertvoll. Von seinem reichhaltigen Erfahrungsschatz aus Jahren in der 2. Bundesliga, diversen Auftritten mit DBB-Auswahlmannschaften und seiner Zeit an der Washington State University ganz zu schweigen.

Diese Routine sei für den Erfolg einer Mannschaft sehr wichtig, erläutert Claxton - während der Spiele und während der Trainingseinheiten. Denn dass die Nachwuchsspieler von Kalibern wie Böke oder Christoph Roquette lernen und sich manches abschauen, versteht sich von selbst.

1. Herren: Zusagen aus der langen Garde

Christoph Roquette.
Fotos: Claus Bergmann

Christoph Roquette und Christopher Geist bleiben dem SC Rist erhalten und gehören in der Saison 2014/15 zum Kader der 1. Herren für die 2. Bundesliga ProB.

Roquette trug in seiner ersten Saison für den SC Rist eine Menge zum Erreichen des zweiten Platzes in der Punktrunde und zum Vorstoß ins Playoff-Halbfinale bei. In 28 Partien erzielte "Rocky" im Schnitt 14,6 Punkte und knapp sechs Rebounds, lediglich fünf Mal war seine Punktausbeute nicht zweistellig. Seine persönlichen Bestwerte in der abgelaufenen Spielzeit: 31 Zähler gegen RSV Eintracht sowie zwölf Rebounds gegen Wolfenbüttel.

Headcoach Michael Claxton setzt auf den 31-Jährigen: "Ich freue mich sehr, dass Rocky für die neue Saison zugesagt hat. Er war in der vergangenen Saison ein Erfolgsgarant. Mit seiner Erfahrung, seinen Führungsqualitäten und seiner Arbeit unter den Körben wird er auch weiterhin sehr wichtig für die Mannschaft sein."

Christopher Geist

Christopher Geist schnupperte in der vergangenen Saison erstmals ProB-Luft. Bislang stehen sieben Kurzeinsätze zu Buche, zudem sammelte der 19-Jährige in der 2. Regionalliga und in der NBBL eine Menge Spielpraxis. Bei den 2. Herren erzielte Geist in 17 Spielen im Schnitt 10,6 Punkte, in der NBBL kam er auf Werte von 8,3 Zähler sowie 5,2 Rebounds pro Partie. Claxton traut dem Nachwuchscenter den nächsten Schritt zu:

"Chris hat sehr gute Anlangen, und ich freue mich darauf, mit ihm zu arbeiten, um ihn als Spieler weiterzuentwickeln und aus ihm einen gestandenen Center zu machen. Ich hoffe, dass die erste Erfahrung, die er in der vergangenen Saison in der ProB gesammelt hat, der Anfangspunkt für diese Entwicklung ist und ihn anstachelt, künftig auch in unserer ProB-Mannschaft ein Leistungsträger zu werden. Mit weiterhin harter Arbeit und Entschlossenheit kann Chris ein sehr guter Innenspieler werden."

1. Herren: Ein Neuzugang aus Mississippi

Denzell Erves

Denzell Erves wechselt zum SC Rist, der US-Amerikaner soll die Wedeler in der Saison 2014/15 auf der Flügelposition verstärken. Erves ist 2,02 Meter groß und 23 Jahre alt, er spielte in der vergangenen Saison in Atlanta (Bundesstaat Georgia) für GIE Maile Matrix in der UBA (Universal Basketball Association).

Zudem sind die Gespräche mit weiteren Spielern - darunter solche, die bereits in der vergangenen Saison für den SC Rist aufliefen - weit fortgeschritten, nächste Personalentscheidungen werden deshalb in Bälde erwartet.

Dass Rist-Trainer Michael Claxton derzeit noch in den Vereinigten Staaten weilt, stellt dank diverser Kommunikationsmittel kein Hindernis dar - fast täglich glühen zwecks Saisonplanung die Drähte, im August wird der 37-Jährige dann mit Ehefrau und Tochter nach Wedel ziehen. Claxton erläutert, weshalb er Erves als seinen ersten Neuzugang auswählte und welche Rolle er in seinem taktischen Konzept einnehmen soll:

"Denzell ist ein athletischer Flügelspieler, der Vielseitigkeit mitbringt, so dass er auf verschiedenen Positionen zum Einsatz kommen kann", sagt Claxton. "Dank seiner Größe und Wucht kann er mit dem Rücken zum Korb agieren, sein guter Wurf erlaubt es ihm zudem, auch aus der Mitteldistanz zu treffen. Wir sind froh, einen Spieler gefunden zu haben, der unserer Mannschaft defensiv und offensiv helfen wird", so der Coach weiter. In zahlreichen Telefonaten mit Erves, aber auch mit dessen ehemaligen Trainern verschaffte sich Claxton einen Eindruck vom 23-Jährigen und nahm dessen Fähigkeiten auf dem Feld zudem per Videostudium unter die Lupe.

Erves erläutert: "Ich hatte gute Gespräche mit dem Trainer, wir sind basketballerisch in vielen Dingen einer Meinung. Er hat mir auch von Wedel und dem SC Rist erzählt. Ich freue mich darauf, ein mir noch fremdes Land kennenzulernen. Diese Erfahrung wird mir sicher dabei helfen, mich als Basketballspieler und als Mensch weiterzuentwickeln."

Erves stammt aus der Kleinstadt Vicksburg im Bundesstaat Mississippi, seine College-Karriere verbrachte er rund 330 Kilometer südlich seiner Heimat in New Orleans an der Xavier University of Louisiana (XULA), deren Basketballteam den Spitznamen "Gold Rush" trägt. In seiner Abschlusssaison 2012/13 erzielte der Flügelspieler in 32 Partien durchschnittlich 13,7 Punkte, 9,3 Rebounds und 1,3 Blocks und wurde anschließend ins All-America Third Team der College-Liga NAIA (National Association of Intercollegiate Athletics) gewählt.

Nachdem er im Frühjahr 2013 seinen Universitätsabschluss in Betriebswirtschaft in der Tasche hatte, sammelte Erves erste Erfahrung als Basketball-Profi in den USA. In der Sommersaison 2013 verstärkte er die Salem Sabres (Bundesstaat Oregon) in der IBL (International Basketball League), 2013/14 ging er für die GIE Maile Matrix in der UBA auf Korbjagd.

"Bevor ich mich dazu entschlossen habe, das Angebot des SC Rist anzunehmen, habe ich mit meiner Familie darüber gesprochen", erzählt er. "Mein Vater war früher selbst ein guter Basketballspieler, meine Mutter ist mein größter Fan. Sport liegt unserer Familie im Blut. Ich habe mit fünf Jahren begonnen, Basketball zu spielen, aber auch Football und Leichtathletik gemacht, bevor ich mit 13 oder 14 dann vollkommen auf Basketball konzentriert habe. Von meinen Eltern habe ich gelernt, dass man mit Bescheidenheit und harter Arbeit viel erreichen kann", so Erves weiter.

Gewissenhaft bereitet sich der 23-Jährige deshalb auf seine erste Station im Ausland vor. "Mein Trainingsplan ist vollgepackt. Ich arbeite an vielen verschiedenen Aspekten, so dass ich bestens vorbereitet und in sehr guter körperlicher Verfassung bin, wenn ich im August nach Wedel komme", sagt er. Einen ersten persönlichen Eindruck werden sich dann nicht nur seine künftigen Mannschaftskollegen, sondern auch der Nachwuchs machen können. Denn Erves ist auch als Trainer beim zweiten Sommercamp für Kinder und Jugendliche vorgesehen, das vom 19. bis 22. August in der Steinberghalle unter der Leitung von Headcoach Michael Claxton stattfindet.

SC Rist Wedel baut weiter auf Jugendkonzept in der 2. Bundesliga ProB

Lee Jeka zieht es zurück in die Heimat. Foto: Claus Bergmann

Der Dritte der abgelaufenen ProB-Saison nimmt sein Aufstiegsrecht in die nächst höhere Spielklasse nicht wahr, wie man von Seiten der Vereinsführung der Ligaleitung fristgerecht zum 31.5.14 mitgeteilt hat. Die Hürde der Ligaauflagen in Form eines Parkettbodens und einer deutlichen Aufstockung der Zuschauerkapazitäten war letztendlich zu hoch. Thorsten Fechner, verantwortlich für das Marketing beim SC Rist Wedel: "Wir haben in den letzten Wochen unsere Möglichkeiten geprüft, mussten aber feststellen, dass es derzeit für uns finanziell noch nicht reicht für die ProA. Wir werden weiter Schritt für Schritt an der Verbesserung der Rahmenbedingungen arbeiten und nach der nächsten Saison erneut schauen, was möglich ist."

Durch den Verzicht auf seinen Startplatz schafft der SC Rist die Voraussetzung für ein Wildcardverfahren in der 2. Bundesliga ProA, von dem möglicherweise die neugegründeten Hamburg Towers profitieren könnten. "Aufgrund unser geplanten Kooperation würden wir es sehr begrüßen, wenn die Liga einer Wildcard der Hamburg Towers zustimmt", betont Gernot Guzielski, 1. Vorsitzender des SC Rist Wedel. "Eine gemeinsame Nachwuchsarbeit enthält große Chancen für beide Seiten und wird den Basketball in der Großregion Hamburg generell deutlich voran bringen."

Der Start in der 2. Basketball-Bundesliga ProB ist durch Gespräche mit Sponsoren in den letzten Wochen abgesichert worden. "Wir sind zuversichtlich, den Etat der letzten Saison auch dieses Jahr wieder auf die Beine zu stellen, wobei uns derzeit dazu noch zwei wichtige Zusagen von größeren Partnern fehlen", so Marketingmann Fechner. Potential, den Minimaletat mittelfristig ausbauen zu können, sieht der Verein in einem neuen Sponsoringprojekt im Jugendbereich. Die Initiative, die in Kürze öffentlich vorgestellt werden soll, ist bereits im Kreise der aktuellen Sponsoren auf gute Resonanz gestoßen und soll bestehenden und neuen Partnern eine direkte Unterstützung der vielfach ausgezeichneten Rister Jugendarbeit ermöglichen.

Derweil wird intensiv am neuen Kader gearbeitet. Man ist guter Dinge, den Kern des letztjährigen Erfolgsteams zusammen halten zu können. Sicher ist lediglich, dass man Lee Jeka nicht wieder sehen wird in der Steinberghalle. Ihn zieht es aus privaten Gründen zurück in seine australische Heimat. Der SC Rist dankt Lee herzlich für seinen Einsatz und seine Leistungen in der vergangenen Saison. Informationen zum neuen Kader werden bereits in Kürze erwartet.

Rückkehr nach zehn Jahren: Michael Claxton wird neuer Headcoach

Michael Claxton vor zehn Jahren im Rist-Trikot

Es ist mehr als zehn Jahre her. Die Rister durchleben eine schwere Zeit in der 1. Regionalliga, die Mannschaft steckt in akuter Abstiegsgefahr: nur zwei Siege aus zehn Spielen, sieben Niederlagen in Folge. Kurz vor Weihnachten 2003 übernimmt Pat Elzie das Traineramt am Steinberg, und er hat Michael Claxton mitgebracht. Ihr gemeinsames Debüt feiern die beiden wenige Tage nach dem Jahreswechsel - auswärts beim Oldenburger TB. Elzie führt auf der Bank Regie, Claxton auf dem Feld. Die Rister gewinnen mit 82:81, Claxton - damals 27 Jahre alt - erzielt auf Anhieb 42 Punkte, darunter die entscheidenden Freiwürfe Sekunden vor dem Spielende. Der Bann ist gebrochen, die Rister gewinnen die nächsten sechs Spiele und schaffen den Klassenerhalt, Claxton wird mit 27 Punkten im Schnitt Topscorer der 1. Regionalliga Nord.

Zur neuen Saison wird Michael Claxton neuer Headcoach des SC Rist und damit Nachfolger von Sebastian Gleim, der die sportliche Leitung des Nachwuchsprogramms der Frankfurt Skyliners übernimmt. Seit sich Claxtons Wege und die des SC Rist im November 2004 trennten, ist fast ein Jahrzehnt vergangen. Mittlerweile 37-jährig, ist der Amerikaner in seiner Heimat im Trainergeschäft etabliert und seit der Saison 2006/2007 Sportlehrer an der Seattle Academy sowie Headcoach und Leiter der männlichen Basketballabteilung der Schule im Herzen Seattles, der größten Stadt des US-Bundesstaates Washington. Sieben Jugendmannschaften unterstehen Claxton dort, er gibt die sportliche Leitlinie vor, "ich habe die Zielvorgaben und die Philosophie entwickelt", sagt er, der die Basketballabteilung der Schule mit aufgebaut hat. Und er ist Trainer des "varsity teams", der 15- bis 19-Jährigen und damit der Ältesten an der Seattle Academy.

"Ich bin ein mannschaftsorientierter Trainer, das Team kommt an erster Stelle", sagt Claxton. "Keine Einzelperson - ich als Trainer eingeschlossen - ist wichtiger als die Mannschaft", gibt er einen Einblick in seine Denke. "Als Spieler habe ich immer hart und viel an mir gearbeitet, diese Einstellung habe ich auf meine Trainertätigkeit übertragen. Eine gute Vorbereitung ist die Voraussetzung für Erfolg und nur wer großen Einsatz zeigt, kann auch Erfolg haben", fährt er fort. Im ersten Spiel der Playoff-Halbfinalserie gegen Oldenburg weilte Claxton in der Steinberghalle und sah von seinem Vorgänger Sebastian Gleim eine taktische Marschroute, die ihm in manchem Aspekt vertraut erschien: "Ich habe einige Gemeinsamkeiten zwischen Sebastians Mannschaft und der Art und Weise, wie meine Mannschaft spielen, gesehen, vor allem in der Defense. Und die Einstellung der Spieler und des gesamten Teams hat mir gefallen, alle haben Vollgas gegeben", erzählt er.

Zehn Jahre lang war Claxton vor seinem Besuch nicht in der Steinberghalle, nicht in Wedel. "Vor einem Bewerbungsgespräch ist man ja immer nervös, das war bei mir nicht anders. Aber ich habe mich gleich wieder in der Halle wohlgefühlt und als ich mit den Verantwortlichen des SC Rist gesprochen habe", erzählt der 37-Jährige und muss schmunzeln, als er über den Verlauf der Dinge nachdenkt. "Es sollte wohl so kommen, da hatte jemand einen Plan für mich", sagt er und lacht. "Anfang April bin ich in Deutschland angekommen und wusste zu dem Zeitpunkt nicht, dass beim SC Rist eine Trainerstelle frei wird. Ich hatte Gespräche mit anderen Vereinen in Aussicht. Genau zu der Zeit, zu der eigentlich ein Gespräch stattfinden sollte, das sich dann aber zerschlagen hat, hat mir Pat Elzie erzählt, dass der SC Rist jemanden sucht. Ich habe dann gleich Jörg Gehrke angerufen, der zu meiner Zeit als Spieler in Wedel Manager war."

Dass Claxton zurück nach Deutschland wollte, hat auch familiäre Gründe. Der 37-Jährige ist mit einer Deutschen verheiratet, die gemeinsame Tochter ist vier Jahre alt. Nach der Zeit in Seattle zieht die kleine Familie nun nach Wedel. "Ich will auch den nächsten Schritt in meiner Trainerkarriere machen", sagt er mit Blick auf seine Rückkehr. Beim SC Rist übernimmt Claxton nicht nur die 1. Herren, sondern wird auch in der Schulkooperation sowie in der Jugendabteilung arbeiten. Sein Deutsch sei nicht schlecht, sagt er, solle aber noch besser werden. Die Leidenschaft und die Kompetenz für die Nachwuchsarbeit bringt der Amerikaner nicht zuletzt auch dank seiner langjährigen Tätigkeit an der Seattle Academy mit. "In der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sind mir die Vermittlung eines positiven Charakters, der richtigen Einstellung und einer guten basketballerischen Grundausbildung wichtig", so Claxton.

Den Grundstein seiner Trainerkarriere legte der ehemalige Guard- und Flügelspieler übrigens noch vor seiner Zeit als Profi in Deutschland. An der Montana State University-Northern war er als "graduate assistant" Teil des Trainerstabes. "2001/2002, in meiner ersten Saison in Deutschland, habe ich in Iserlohn gespielt und war nebenbei auch Jugendtrainer", erzählt er. Es folgten die Stationen TV Langen, BG Zehlendorf (mit Spielen gegen den SC Rist, wie sich Claxton erinnert), Krefeld Panthers, dann Wedel. Nach seiner Zeit beim SC Rist spielte er noch beim MTV Stuttgart und verbrachte eine Saison beim UBC Hannover, anschließend spielte er noch in den USA in der IBL (International Basketball League).

Als Trainer eines Herrenteams betritt Claxton kein Neuland. Bei der nach dem aus Seattle stammenden NBA-Star Jamal Crawford (Los Angeles Clippers) benannten Sommerliga "Jamal Crawford Pro AM" coachte er regelmäßig Mannschaften, die sich aus Profis - darunter auch solche mit NBA- und Europa-Erfahrung - zusammensetzten.

"Michael ist ein Mensch mit einer sehr positiven Einstellung und Ausstrahlung", sagt Gernot Guzielski, der erste Vorsitzende des SC Rist. "Als Spieler haben wir ihn in bester Erinnerung. Deshalb freuen wir uns über die Einigung mit ihm sehr. Mit Michael Claxton glauben wir die sehr gute Arbeit von Sebastian Gleim in unserem Verein fortsetzen zu können. Außerdem wird Michael eigene Akzente setzen und mit seiner Erfahrung dem SC Rist wiederum neue Impulse geben. Alle Rister können sich auf ihn freuen. Natürlich können wir mit dieser Entscheidung im Rücken uns auch beruhigt bei Sebastian für seine großartige Leistung bedanken, was wir noch im Rahmen einer Saisonabschlussveranstaltung offiziell tun möchten."

1. Herren können in die 2. Bundesliga Pro A aufsteigen

Wie die Junge Liga bestätigte, haben weder Finalteilnehmer Oldenburg noch Schwelm (schied im Halbfinale gegen Baunach aus) Lizenzanträge für die 2. Bundesliga Pro A gestellt.

Somit bestehen für Baunach und den SC Rist die Möglichkeit eines Aufstieges in die 2. Bundesliga Pro A - vorausgesetzt, dass dem Lizenzantrag stattgegeben wird. Da der SC Rist die für die Pro A geforderte Punktzahl im Kriterienkatalog erfüllt (z.B. über Professionalität im Trainerbereich, seine Nachwuchsarbeit oder aber auch technische Voraussetzungen wie die LED-Wand) ist von einer Lizenzerteilung auszugehen. Natürlich mit den Auflagen, vor allem den Parkettboden und eine Hallenkapazität von mindestens 1000 Zuschauern bis zum Sommer nachzuweisen. Eine Lizenzerteilung erfolgt voraussichtlich Anfang Mai.

Durch den Erwerb des Aufstiegsrechts hat der SC Rist nun bis Ende Mai Zeit zu erklären, ob man den Aufstieg wahrnehmen wird oder nicht. Wie schon vor der Halbfinalserie kommuniziert, wird man sich nun zunächst intern mit dem Thema Aufstieg auseinandersetzen. Die finanzielle Problemstellung, dass für einen Aufstieg mindestens 100.000 Euro im Budget fehlen, wurde bereits dargestellt. Um dieses Thema weiterzudenken, müssten sich entsprechend zusätzlich Sponsorengelder in dieser Größenordnung finden. Durch die bundesweite Präsenz und die zu erwartenden höheren Zuschauerzahlen wäre die Attraktivität für Sponsoren in der Pro A deutlich höher. Zudem bietet der SC Rist lokalen Sponsoren sehr gute Möglichkeiten, sich über die Jugend- und Nachwuchsarbeit der über 25 Jugendteams und der zahlreichen Schulkooperationen zu positionieren.

Natürlich wird das Thema auch mit dem neuen Coach in Hinsicht auf eine Kompatibilität mit dem aktuellen und zukünftigen Nachwuchsförderkonzept besprochen.

Nach wie vor ist es zudem eine Zielsetzung, mit den Hamburg Towers zu kooperieren. Voraussetzung für eine Übertragung der Pro-A-Lizenz auf die Towers wäre aber auf jeden Fall eine weitere Teilnahmeberechtigung des SC Rist Wedel an der ProB.

1. Herren: Gelingt der Schritt ins Finale?

Voller Playoff-Einsatz: Auch am Samstag wieder. Foto: Bergmann

Vielleicht hat sich Sebastian Gleim ausnahmsweise einmal auf angenehme Art geirrt. "Es würde mich sehr wundern, wenn die Baskets-Akademie Weser-Ems nicht das Endspiel erreicht, die Oldenburger waren von Anfang an mein Geheimtipp", sagte der Headcoach des SC Rist vor dem Auftakt der Playoff-Halbfinalserie seiner Rister gegen die Niedersachsen. Am Sonnabend, 19. April (Spielbeginn: 18 Uhr) absolvieren die Rister in Oldenburg das zweite Spiel der Best-of-three-Serie, mit einem zweiten Sieg würden die Wedeler erstmalig die Finalrunde erreichen.

Für den Coach und das Gros der Spieler kommt es in der Halle Haarenufer zum insgesamt sechsten Pro-B-Duell mit der niedersächsischen Talentschmiede. Erneut geht Gleim von einem engen Duell aus, bislang kassierten die Wedeler in der Oldenburger Halle am Haarenufer noch keine Niederlage. "Es ist eine schöne Spielstätte, die für uns zudem gut erreichbar ist", sagt der Rist-Coach. "Wir fahren lieber nur 200 Kilometer weit als 600." Alles andere könne sein Team ohnehin nicht beeinflussen, so Gleim: "Wir werden in Oldenburg wieder einmal alles so nehmen, wie es kommt."

Um den zweiten Sieg einzufahren und sich ein entscheidendes drittes Playoff-Halbfinale am Ostermontag, 21. April (18 Uhr, Steinberg), in Wedel zu ersparen, gilt es für die Rist-Basketballer vor allem, die beiden US-Amerikaner im Oldenburger Kader zu kontrollieren. Topscorer Mike Taylor und Landsmann Jordan Reeves bilanzierten im ersten Playoff-Duell jeweils 20 Punkte. Dennoch: "Wir haben im ersten Spiel als Team sehr gut verteidigt", sagt Gleim.

Gleichwohl müsse sein Team in Oldenburg noch um einiges besser spielen als in Wedel, um die Serie für sich zu entscheiden. Die Steigerungsfähigkeit einer Mannschaft in der heißen Saisonphase sei ohnehin die größte Herausforderung in den Playoffs. "Dort spielen wir zwei- oder sogar dreimal in kurzer Zeit gegen ein Team, das ist unglaublich spannend", sagt Gleim. Anders trainiert als während der Punktrunde werde in Wedel aber nicht. "Da wir überwiegend voll berufstätige Spieler im Kader haben, haben wir auch in den Playoffs wenig Zeit, gemeinsam zu üben, nutzen diese Gelegenheiten aber intensiv."  

Viel zu tun hat derzeit das Team hinter dem Team. So ist Janis Stielow, der trotz muskulärer Probleme im ersten Spiel gegen den OTB groß aufspielte, dank des Engagements von Mannschaftarzt Jens von Schöning, Physiotherapeutin Rosemarie Bittner und Chiropraktorin Karoline Fliegel fit für einen Einsatz in Oldenburg. Passen muss dort allerdings Dreier-Spezialist Jonas Laatzen aufgrund gesundheitlicher Probleme.

1. Herren: "Mit welcher Euphorie wir unterstützt werden, ist unglaublich toll"

Sebastian Gleim tüftelt die Taktik für das zweite Halbfinalspiel aus. Foto: Claus Bergmann

Die Halbfinalserie zwischen dem SC Rist und der Baskets Akademie Weser-Ems/Oldenburger TB geht am Samstag in die zweite Runde. Die Rister haben mit einem Heimsieg vorgelegt, am Wochenende besitzen nun die Niedersachsen Heimrecht. Rist-Headcoach Sebastian Gleim spricht vor der Begegnung über die stets heißen Duelle mit Oldenburg und die Unterstützung der Wedeler Fans.

Deine Mannschaft hat bereits in der Punktrunde gegen Oldenburg gespielt, gibt es da eigentlich noch Geheimnisse oder taktische Schachzüge, mit denen man den Gegner überraschen kann?

Sebastian Gleim: Oldenburg hat viele Antworten parat. Sowohl im Angriff als auch in der Verteidigung sind sie sehr strukturiert und bestrafen Fehler. Sicherlich werden die Oldenburger jetzt an ihrem Spiel justieren. 

Wird in den Playoffs anders trainiert als während der Punktrunde?

Gleim: Auch in den Playoffs haben wir nicht viel Zeit zusammen. Diese nutzt die Mannschaft immer sehr gut. Wir arbeiten an unseren Gewohnheiten, Lösungen im Angriff und bereiten uns natürlich mental und spielerisch auf jeden Gegner immer wieder neu vor. In den Playoffs spielen wir gegen ein Team zwei oder drei Mal in kurzer Zeit. Das ist unglaublich spannend. 

Janis Stielow war im Spiel am Samstag angeschlagen, ist er wieder völlig fit?

Gleim: Janis hat durch unsere Physiotherapeutin, unseren Arzt und unsere Chiropraktorin täglich mehrfache Behandlungen. Wir sind guter Dinge.

Worauf muss sich Deine Mannschaften in Oldenburg gefasst machen?

Gleim: Oldenburg wird natürlich zu Hause versuchen, stark aufzuspielen. Ich weiß nicht, wann Oldenburg zuletzt zu Hause verloren hat. Alle Spieler wissen, dass wir noch besser als im ersten Playoffspiel spielen müssen, um in Oldenburg zu bestehen.  

Fahren auch Wedeler Fans mit nach Oldenburg?

Gleim: Ich hoffe es sehr. Ich bin mir sicher, dass es kein Zuschauer bereuen würde. In Oldenburg treffen wieder zwei tolle Basketballmannschaften aufeinander, die sich immer packende Duelle geliefert haben.
Uns hilft jeder Fan, die letzten Schritte zu gehen. Mit welcher Euphorie wir unterstützt werden, ist unglaublich toll. Unser Edelfan Herr Gutowski reist über die gesamte Saison mit uns. Das ist für unsere Mannschaft eine große Anerkennung. 

1. Herren: Wir spielen alle in Gelb! - Samstag erstes Halbfinale gegen Oldenburg

Lee Jeka. Foto: Bergmann

Einmal kurz durchatmen und schon geht es weiter. Am Samstag (12. April, 19:00 Uhr) eröffnen die Rister die Pro-B-Halbfinalserie gegen Oldenburg mit einem Heimspiel in der Steinberghalle. Ganz Wedel ist im Playoff-Fieber, Gelb ist Trumpf - auch am Samstag wieder.

Die beiden Duelle mit den Niedersachsen im Laufe der Punktrunde waren sehr ausgeglichen, jede Mannschaft gewann das jeweilige Auswärtsspiel mit 76:75 - Vorboten einer ebenso knappen Halbfinalserie vielleicht? Im bisherigen Verlauf der Aufstiegsrunde warfen die Niedersachsen Langen und Bochum jeweils mit 2:0 aus dem Rennen. Gespickt ist der Kader von Trainer Mladen Drijencic sowohl mit erfahrenen Kräften als auch mit Talenten. Das Guard-Duo Michael Taylor/Kevin Smit ist seit Jahren dabei und eines der korbgefährlichsten der gesamten 2. Bundesliga Pro B, ein abermals packender Vergleich mit Lee Jeka und Kollegen deutet sich an. Unter dem Korb ist Jordan Reves ein Oldenburger Fixpunkt und nicht zuletzt ein effektiver Shotblocker. Doch lediglich drei Drijencic-Akteure hervorzuheben, wäre angesichts der Breite des Oldenburger Aufgebots zu kurz gegriffen. Jungspunde vom Schlage eines Jan-Niklas Wimberg sind Ausdruck der guten Nachwuchsarbeit, die der Verein betreibt und auf diese Weise auch das Bundesliga-Team der Stadt mit Talenten "füttert". Und möglicherweise steht auch Erwin Nkemazon im Kader für das samstägliche Spiel. Der 17-Jährige entstammt der Schmiede der BG Harburg Hittfeld, wechselte vor der laufenden Saison nach Oldenburg und ist zweifellos eines der größten Centertalente, die der Hamburger Basketball in den vergangenen Jahren zu bieten hatte.

Ob die Tatsache, dass für die Rister nur einige Tage zwischen Viertel- und Halbfinale liegen, eine Rolle spielen wird und ob es im ersten von bis zu drei Duellen ähnlich knapp zugehen wird wie seinerzeit in Oktober und Januar, wissen zur Stunde nur die Hellseher. Rist-Headcoach Sebastian Gleim hat seine Jungs gewohnt akribisch vorbereitet und eine taktische Marschroute zurechtgelegt, die am Steinberg fruchten und die Wedeler in Führung bringen soll. Die Fans, so viel steht, sind elektrisiert und blicken der neuerlichen Aufgabe mit Spannung entgegen - die Mannschaft natürlich auch, ohne die Bodenhaftung zu verlieren: "Wir müssen bescheiden bleiben und jedes Spiel so angehen, als wäre es das wichtigste der gesamten Saison", sagt Gleim.

1. Herren: Vier Fragen und vier Antworten zum Entscheidungsspiel

Sebastian Gleim. Foto: Bergmann

Am Dienstag geht es um alles: Wenn ab 20:00 Uhr die Rister und die Uni-Riesen Leipzig aufeinandertreffen, steht der letzte noch freie Pro-B-Halbfinalplatz auf dem Spiel. Nur der Gewinner ist weiterhin in den Playoffs dabei und trifft in der Runde der letzten Vier auf Oldenburg (das zweite Semifinale bestreiten Baunach und Schwelm). Nach der knappen 70:73-Niederlage im zweiten Spiel der Serie in Sachsen stellt Headcoach Sebastian Gleim seine Mannschaft auf ein echtes Entscheidungsspiel ein, in dem auch wieder - darauf setzen die Rister - die lautstarken Fans in Gelb eine große Rolle einnehmen. Wir spielen alle in Gelb! Und wir wollen ins Halbfinale!

Welche positiven Aspekte aus den bisherigen zwei Spielen gegen Leipzig muss Deine Mannschaft ins Entscheidungsspiel mitnehmen, was muss sie besser machen?
Sebastian Gleim:
Unsere Mannschaft hat im Viertelfinale noch nicht am Limit gespielt. Für Spiel drei ist noch Luft nach oben. Wir müssen mehr Biss über 40 Minuten haben und mit voller Überzeugung angreifen.
 
Wie ist die Stimmung in der Mannschaft nach der knappen Niederlage in Leipzig?
Gleim:
Die Stimmung ist positiv. Wir spielen im zweiten Jahr hintereinander im Viertelfinale. Das ist überhaupt nicht selbstverständlich und so müssen wir da auch rangehen.
 
Welche mentale Einstellung braucht man, um in einem Spiel zu bestehen, in dem der Sieger das Halbfinale erreicht und der Verlierer in die Sommerpause geht?
Gleim:
Dass nur das Spiel gegen Leipzig auf dem Zettel ist und keiner über das Halbfinale und schon gar nicht über die Sommerpause nachdenkt.
 
Wie wichtig sind die Fans und die lautstarke Unterstützung in solch einem Entscheidungsspiel? Wie spüren die Spieler, wie spürst Du als Trainer die Unterstützung von den Rängen?
Gleim:
Die Atmosphäre in den Playoffs war bisher unglaublich! Das spüren alle Spieler und Teammitglieder. Das gibt der Mannschaft definitiv ein paar Prozent Leistung und Energie zusätzlich. Der Sieg im ersten Spiel gegen Leipzig geht ganz klar mit an unsere Fans.

1. Herren: Eine haarige Sache - Rister vor zweitem Viertelfinalspiel in Leipzig

Engagiert und unrasiert: Headcoach Sebastian Gleim. Foto: Bergmann

Wenn es so weiter geht für die 1. Herren in den Play-offs der 2. Bundesliga Pro B, können Davey Hopkins, Lee Jeka, Christoph Roquette und ihre Mannschaftskameraden bald zwei Mitgliedern der US-amerikanischen Kult-Rockband ZZ Top Konkurrenz machen. Ende der 1970er-Jahre beschlossen Gitarrist Billy Gibbons und Bassist Dusty Hill, ihre zuvor kurz gehaltene Gesichtsbehaarung wachsen zu lassen, mehr als 30 Jahre später hat diese nun Ausmaße von Fußmatten und Bettvorlegern erreicht.

Wie lange die Wedeler Basketballer, die in Anlehnung an einen Brauch im US-Profi- und College-Sport ebenfalls seit Beginn der K.o.-Runde auf eine Rasur verzichten, die Bärte weiter sprießen lassen können, hängt in erster Linie von Resultaten ab. Nach dem ebenso dramatischen wie begeisternden ersten Viertelfinale gegen die Uni-Riesen Leipzig in der Steinberghalle (93:81 nach Verlängerung) können die Wedeler am Sonnabend, 5. April (Spielbeginn: 20 Uhr) in Sachsen nachlegen und die Serie vorzeitig für sich entscheiden. 

Der Schock über die Niederlage dürfte beim Gegner, der in der regulären Spielzeit schon deutlich geführt hatte, noch nachwirken. Zudem fehlt mit dem treffsicheren André Spalke, der in Wedel einen Handbruch erlitt, ein Schlüsselspieler. Darüber, ob die am Steinberg nur zu acht angetretenen Leipziger diesen Ausfall vor heimischer Kulisse kompensieren können, möchte der derzeit ebenfalls unrasierte Rist-Headcoach Sebastian Gleim vor Spiel zwei nicht spekulieren. "Die Uni-Riesen spielen für gewöhnlich mit einer Neuner-Rotation, aus der schon in Wedel ein Spieler fehlte." Für einen gefährlichen Gegner hält Gleim die Sachsen aber allemal. "Die Leipziger sind eine abgezockte und vor allem zu Hause schwer zu schlagende Mannschaft."

Dennoch sieht der Rist-Trainer Chancen auf den frühzeitigen Halbfinal-Einzug seines Teams, sofern es gelingt, den Schwung aus der Schlussphase der Auftaktpartie und der Verlängerung ins zweite Spiel hinüberzuretten. "Wir haben in Wedel eine gute zweite Halbzeit und eine sehr gute Verlängerung gespielt, jetzt müssen wir versuchen, über 40 Minuten besser zu sein als der Gegner."

Wie schwer das vor voraussichtlich großer Kulisse fallen dürfte, ist dem Rist-Coach klar. "Wir haben aber auch im ersten Spiel viel Herz gezeigt und unseren Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt", sagt der 29 Jahre alte Trainer, der eventuell seinen kompletten Kader aufbieten kann. 

Sollten die Wedeler das zweite Duell mit den Uni-Riesen verlieren, wäre der Bart für Sebastian Gleim und sein Team übrigens noch lange nicht ab. Schauplatz einer entscheidenden dritten Partie wäre am Dienstag, 8. April (20 Uhr) die Wedeler Steinberghalle.

1. Herren: Die Spannung steigt: Am Samstag Viertelfinalauftakt gegen Leipzig

Christoph Roquette und Fabian Böke spielen in Gelb. Und Sie? Foto: Claus Bergmann

Am Samstag (29. März) starten die 1. Herren mit einem Heimspiel in die Viertelfinalserie gegen die Uni-Riesen Leipzig. Los geht's in der Steinberghalle um 19:00 Uhr, die Rister rufen wieder alle Fans auf, sich ein gelbes T-Shirt oder einen gelben Pulli überzustreifen oder ein sonstiges Kleidungsstück in der Rist-Farbe zu tragen. Das Motto lautet: Wir spielen alle in Gelb!

"Wir wollen dem Gegner das Gefühl vermitteln, dass alle zusammenstehen und eine gelbe Wand bilden, gegen die er vergeblich anrennt", sagt Headcoach Sebastian Gleim. "Die Leipziger werden uns ganz anders fordern als die Licher BasketBären im Achtelfinale", sagt er. Während die Hessen stark verteidigten, zeichne sich der Viertelfinal-Gegner vor allem durch offensive Qualitäten aus. "Daher müssen wir schnell ins Spiel finden, um allen zu zeigen, dass wir wieder bereit sind, einmal mehr ans Limit zu gehen." Ein Auftaktsieg im Viertelfinale wäre der erste Wedeler Erfolg über die Leipziger. Bislang gab es erst zwei Duelle, in der Saison 2010/11 gewannen die Sachsen sowohl in eigener Halle (82:72) als auch am Steinberg (82:69). "Diese Serie wollen wir beenden, aber es wird schwer, denn die Starting Five der Leipziger hat sehr viel Erfahrung", sagt Gleim.

Auch Center Christoph Roquette weiß, was ihn und seine Teamkameraden erwartet. "Christopher Flores und Jorge Schmidt sind schwer zu stoppen, mit Eric Vierneisel habe ich in Jena sogar in einem Team gespielt", sagt er. Dass die Rister das Viertelfinale erreicht haben, ist für Sebastian Gleim alles andere als selbstverständlich. "Ich ziehe vor allen Spielern den Hut, weil sie Woche für Woche trotz hoher Belastung im Job in der Steinberghalle oder auswärts immer alles geben." Doch Endstation soll im Viertelfinale nicht sein, die Rister haben Lust auf mehr.

1. Herren: Achtelfinalserie gegen Lich geht in die zweite Runde

Vollgas in Lich: René Kindzeka und die Rister wollen ins Viertelfinale. Foto: Claus Bergmann

Schon am Freitag, 21.März, brechen die 1. Herren zur zweiten Etappe der Mission Play-off-Viertelfinale auf. Am Sonnabend, 22.Februar (Spielbeginn: 19.30Uhr), kann der Vizemeister der Nordstaffel mit einem weiteren Sieg über den Süd-Siebten Licher BasketBären, diesmal in Hessen, frühzeitig den Einzug ins Viertelfinale buchen, nachdem die Wedeler zum Auftakt der Best-of-three-Serie in der Steinberghalle 69:62 gewannen.

"Wir möchten die Serie schon in zweiten Spiel dicht machen, aber es wird sehr schwer, denn dafür werden wir ans Limit gehen müssen," sagt der Rist-Headcoach Sebastian Gleim. Der gebürtige Hesse sieht sein Team zwar nicht als Underdog, weist aber auch die Favoritenrolle weit von sich. Eine Ursache für diese vorsichtige Einschätzung ist die Szenerie in der Licher Dietrich-Bonhoeffer-Halle, die 1450 Zuschauern Platz bietet. "Meines Wissens haben die BasketBären dort bislang noch kein Play-off-Achtelfinale verloren", sagt Gleim, und auch Jens Hirschberg, der in der vergangenen Pro-B-Saison für den Gegner spielte, warnt. "Es dürfte sehr laut werden."

Zudem kann der mit Sebastian Gleim befreundete BasketBären-Headcoach Igor Starcevic womöglich wieder auf Joey Fuca zurückgreifen. Der 24 Jahre alte und 1,80 Meter große US-Amerikaner mit italienischem Pass fehlte in Wedel aufgrund einer Oberkörperprellung und könnte in Spiel zwei den Unterschied machen.

Das traut zumindest Rist-Kapitän Davey Hopkins, der wie Fuca aus Kalifornien stammt und ihm in mehreren College-Partien begegnete, seinem Landsmann zu. "Wir haben schon oft gegeneinander gespielt. Er ist ein sehr abgezockter Basketballer und ein toller Spielmacher, der seine Kollegen gut einsetzt", sagt der ein Jahr ältere Hopkins, der in Spiel eins der Matchwinner war und auch dem Duell in Lich optimistisch entgegenblickt.

1. Herren: Noch mehr Einsatz, noch mehr Intensität

Kapitän und Playoff-Experte: Davey Hopkins. Fotos: Claus Bergmann

Am Samstag (15. März, 19:00 Uhr) starten die 1. Herren mit einem Heimspiel in die entscheidende Phase der Saison. Im ersten Duell der Achtelfinalserie mit den Licher BasketBären, die die Pro B Süd auf dem siebten Tabellenrang abschlossen, soll der Grundstein für den Einzug in die nächste Runde gelegt werden - dafür sind zwei Siege aus maximal drei Spielen nötig.

"Wir haben das Zeug, in den Playoffs weit zu kommen", meint Davey Hopkins, Kapitän der Rister. "Wir haben viele verschiedene Stärken, sind sehr ausgeglichen und nicht von einem oder zwei Spielern abhängig. In unserer Mannschaft gibt es viele Spieler, die scoren können und die verteidigen können. Aber das Wichtigste wird sein, mit hoher Intensität zu Werke zu gehen", erläutert der US-Amerikaner.

In seiner Heimat ist der März so etwas wie die fünfte Jahreszeit. Wenn die College-Basketballsaison ihrem Ende entgegenstrebt, dann gibt es kein wichtigeres Thema, auch Präsident Barack Obama gibt dann vor laufenden Kameras seine Prognose über Gewinner und Verlierer der NCAA-Playoffs ab, das ganze Land lebt "March Madness". "Für Sportfans ist das die beste Zeit des Jahres", sagt Hopkins. "Die College-Spieler haben alle dasselbe Ziel und geben einfach alles, denn wenn man verliert, war es für viele das letzte Spiel, ihre College-Karriere ist damit beendet. Mir gefällt diese große Leidenschaft und der Einsatz. Das ist wirklich etwas ganz Besonderes."

Und der 25-Jährige weiß, wovon er spricht. Denn nicht nur in der NCAA Division 1, in der zahlreiche künftige NBA-Stars um die Krone des Universitätsbasketballs kämpfen, sondern auch in allen anderen Ligen und Klassen werden im Frühjahr die Playoffs gespielt, Helden geboren und Meister gekürt. 2012 erreichte Hopkins mit der Biola University das "Elite Eight" der NAIA, also die Runde der letzten Acht, landesweit wohlgemerkt. Mit den Ristern erreichte er vergangene Saison, seiner ersten in Europa, das Pro-B-Viertelfinale. Was ist in den Playoffs aus seiner Sicht anders als während der "normalen" Saison? "Ich gehe die Playoffs im Großen und Ganzen so wie jedes Spiel an", sagt er. "Ich halte es für wichtig, als Spieler Woche für Woche einen geregelten Rhythmus zu haben. Der Unterschied ist, dass in den Playoffs von einem Tag auf den anderen alles vorbei sein kann. Also sollte man versuchen, noch ein bisschen mehr Leistung aus sich herauszukitzeln und auf jede Kleinigkeit zu achten, denn große Fehler kann man sich nicht erlauben", sagt Hopkins.

Davey Hopkins mit energischem Zug zum Korb.

Als Kapitän ist der Kalifornier einer der wichtigsten Ansprechpartner von Headcoach Sebastian Gleim und zugleich ein Spieler, der jede Menge Verantwortung übernimmt. In dieser Rolle geht Hopkins auf und besticht durch seine Vielseitigkeit, seinen Einsatz und seine Führungsqualitäten. "Eine meiner Aufgaben als Kapitän ist auch, die Motivation der Mannschaft hochzuhalten - egal, ob es gerade gut oder schlecht läuft", sagt er. "Ob im Training oder im Spiel: Man sollte immer eine positive Einstellung haben, denn ich glaube, dass positives Denken zu positiven Ergebnissen führt. Als Kapitän muss ich mit dafür sorgen, dass der Motor reibungslos läuft. Auf dem Feld bin ich für viele kleine Dinge zuständig, ob es nun Rebounds oder Verteidigungsaufgaben gegen bestimmte Spieler sind." Über 30 Minuten steht Hopkins pro Partie in dieser Saison auf dem Feld und verbucht dabei im Schnitt 11,8 Punkte, 5,5 Rebounds, 3,3 Assists und einen Steal.

Im Duell mit den Licher BasketBären kommt es für den 25-Jährigen übrigens zu einem Wiedersehen mit einem alten Bekannten. Lichs Guard Joey Fuca stammt wie Hopkins aus Kalifornien. Der US-Amerikaner mit italienischem Pass traf zu Uni-Zeiten mit dem Master's College einige Male auf den heutigen Rist-Kapitän. Wie ist Hopkins Erinnerung an Fuca, der für Lich 18,1 Zähler im Schnitt erzielt? "Wir haben schon oft gegeneinander gespielt. Er ist ein starker Spieler und sehr abgezockt. Ein toller Spielmacher, der seine Kollegen gut einsetzt. Er hat also all das, was man von einem Guard erwartet", so Hopkins.

Wie müssen die Rister agieren, um am Samstag und in der Achtelfinalserie insgesamt die Oberhand zu behalten? "Als Mannschaft gut zu verteidigen, ist in den Playoffs aus meiner Sicht sehr wichtig", meint der Kapitän. "In der Offense ist unsere Mannschaft sehr gut aufgestellt, mit vielen Scorern, also glaube ich, dass es wichtig ist, während der Spiele locker zu bleiben und mit großem Selbstbewusstsein aufzutreten."

1. Herren: Rister am Donnerstagabend in Braunschweig

Diante Watkins ist am Knie verletzt. Foto: Claus Bergmann

Es ist beinahe eine Nacht-und-Nebel-Aktion, zu der die 1. Herren am Donnerstag, 27. Februar, aufbrechen. Gegen 15 Uhr setzt sich der Wedeler Tross Richtung südöstliches Niedersachsen in Bewegung. Ziel der Dienstreise ist die Tunicahalle in Braunschweig, in der der aktuelle Spitzenreiter der 2. Bundesliga ProB Nord (30 Punkte) um 20 Uhr von den SUM Baskets Braunschweig (Tabellensechster/20 Zähler) zu einer Nachholpartie des 19. Spieltages erwartet wird. 

"Für ein Team mit vielen voll berufstätigen Spielern ist dieser Termin eine große Herausforderung, der wir uns aber stellen werden," sagt Headcoach Sebastian Gleim. Fast alle Wedeler Akteure hätten Urlaubsanträge stellen müssen, die von den Arbeitgebern zum Teil überaus kurzfristig genehmigt (oder abgelehnt) werden. "Ich weiß nicht, ob alle einen Tag frei bekommen, befürchte aber, dass wir nicht mit komplettem Kader nach Braunschweig fahren können," sagt der Trainer.

Um nur vier Tage nach dem kräftezehrenden 91:82 beim RSV Eintracht 1949 Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf in der wichtigen Auswärtspartie unter der Woche dabei sein zu können, setzt etwa Center Paul Owusu, der im Controlling eines Hamburger Unternehmens für Personaldienstleistungen tätig ist, auf eine Punktlandung. "Ich habe zwar keinen freien Tag beantragt, werde aber trotzdem alles versuchen, um nach Feierabend rechtzeitig zur Mannschaft stoßen zu können", sagt der 1,99 Meter große Abräumer unter dem Korb, der schon die Partie in Brandenburg aufgrund einer fiebrigen Erkältung versäumt hatte und beim Rebound schmerzlich vermisst wurde.

Fraglich ist unter anderem auch noch das Mitwirken von Center Christoph Roquette, der als Ingenieur für ein Hamburger Unternehmen im Energieanlagenbau-Sektor tätig ist, und Power Forward Fabian Böke, der für eine ebenfalls in der Hansestadt ansässige Firma als Personalreferent arbeitet. 

Zumindest unter diesem Aspekt wenig Probleme bereitet das Nachholspiel in Braunschweig Janis Stielow der in Hamburg Politikwissenschaften studiert. "Ich habe gerade Semesterferien", sagt der U20-Nationalspieler, der diesen Umstand zu einem Kurzbesuch bei den Eltern in Niedersachsen nutzte, nach dem Abschlusstraining in Wedel aber mit der Zweitliga-Mannschaft nach Braunschweig fahren wird. Die Belastung für ihn wie auch für seine etwa gleichaltrigen Teamkameraden Christopher Geist und René Kindzeka ist gleichwohl hoch, gilt es für dieses Trio doch über die Pro-B-Begegnungen hinaus auch noch Spiele mit dem U19-Nachwuchsbundesliga-Team der Piraten Hamburg zu absolvieren.

Ein gravierender Ausfall droht den Wedelern auf den kleinen Positionen. Diante Watkins zog sich beim Sieg in Brandenburg eine Kapselverletzung im Knie zu. Verzichten muss Gleim zudem auf Co-Trainer Stefan Altemüller und Physiotherapeutin Rosemarie Bittner.

In Braunschweig angekommen, geht der Rist-Headcoach davon aus, auf einen Gegner in Bestbesetzung zu treffen. "Mit komplettem Kader sind die SUM Baskets ein Titelanwärter", sagt Gleim. Stärke demonstrierten die Niedersachsen, die das Hinspiel in der Wedeler Steinberghalle ohne einige Stammspieler 71:90 verloren, schon in ihrem jüngsten Pro-B-Duell mit den Hertener Löwen. Beim 74:62 des Teams von Baskets-Headcoach Liviu Calin überragte der 2,08 Meter große Maurice Pluskota mit 19 Punkten, zehn Rebounds und vier Ballgewinnen. Als weitere starke Akteure der Braunschweiger hat der Rist-Headcoach den Kanadier Willy Manigat, Martin Bogdanov und Erik Land ausgemacht.

1. Herren: Vollgepackter Schlussspurt

Eine Szene aus dem Hinspiel: Lee Jeka, umringt von drei Eintracht-Spielern. Foto: Claus Bergmann

In der Schlussphase der regulären Saison kommen die 1. Herren in Terminnot. Weil die Spielleitung der Jungen Liga dem Antrag der SUM Baskets Braunschweig auf die zeitliche Verlegung ihres Heimspiels gegen die Rister stattgab, wartet auf die Wedeler nun eine "englische Woche". Los geht es mit der Partie beim RSV Eintracht 1949 Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf am Sonntag, 23. Februar (17.30 Uhr), gefolgt vom Nachholspiel in Braunschweig (Donnerstag, 27. Februar, 20 Uhr) und - zum Abschluss - dem Duell mit den Schwelmer Baskets in der heimischen Steinberghalle am Sonnabend, 1. März, um 19 Uhr.

"Das ist eine große Herausforderung für uns, nicht nur physisch, sondern auch mental, weil wir uns auf jedes Spiel in kurzem Abstand neu fokussieren müssen", sagt Headcoach Sebastian Gleim. Während die gestandenen Pro-B-Akteure drei Begegnungen binnen sechs Tagen zu absolvieren haben, müssen die jüngeren Spieler, die regelmäßig auch bei den Piraten in der NBBL zum Einsatz kommen, sogar fünfmal in acht Tagen aufs Parkett. "An unserer Zielsetzung ändert das aber nichts, wir wollen uns mit guten Leistungen die optimale Ausgangsposition für die Play-offs verschaffen", sagt Gleim.

Nach Auffassung des Rist-Coaches dürfte allerdings gleich der erste Gegner seiner Mannschaft alles abverlangen. Der RSV Eintracht war in der Hinrunde zeitweise Tabellenführer der Pro B Nord, verlor allerdings die zurückliegenden fünf Partien allesamt und rutschte auf den fünften Platz ab. Das macht die Brandenburger nach Gleims Einschätzung aber eher noch gefährlicher. "Stahnsdorf ist in Zugzwang und wird daher alles daran setzen, gegen uns zu gewinnen, um den Negativlauf zu stoppen." Die Rister reisen allerdings ebenfalls hoch motiviert in die Nähe der Bundeshauptstadt Berlin. In der Hinrunde unterlag der aktuelle Spitzenreiter dem RSV Eintracht am Steinberg in einer dramatischen Partie nach zwei Verlängerungen 90:95 und kassierte die erste Heimniederlage in dieser Saison.

Optimal vorbereitet reisen die Wedeler am Sonntag nicht gen Brandenburg. Aufgrund beruflicher Verpflichtungen einiger Spieler konnte unter der Woche selten in voller Stärke trainiert werden, René Kindzeka machte ein grippaler Infekt zu schaffen.

1. Herren: Eine Reise mit Unbekannten

Elf Punkte im Hinspiel gegen Braunschweig: Fabian Strauß. Foto: Claus Bergmann

Im Prinzip könnten die 1. Herren am Sonnabend, 15. Februar, eine Fahrgemeinschaft mit den Bundesliga-Fußballern des Hamburger SV arrangieren. Ziel beider Teams ist Braunschweig, wo der abstiegsbedrohte HSV um 15.30 Uhr im Stadion an der Hamburger Straße von Aufsteiger BTSV Eintracht zum Keller-Nordderby erwartet wird.

Ganz andere Ambitionen haben dagegen die Wedeler. Der aktuelle Tabellenführer der 2. Bundesliga Pro B Nord kann mit einem Erfolg bei den SUM Baskets Braunschweig (Sechster/18 Zähler) sein Konto auf 28 Punkte aufstocken, der Staffeltitel und die damit verbundene optimale Ausgangsposition für die Play-offs wären angesichts vier Punkten Vorsprung auf die Verfolger bei nur noch drei ausstehenden Partien zum Greifen nah. Spielbeginn ist um 19 Uhr.

"Wir fahren auf jeden Fall nach Braunschweig, um dort zu gewinnen", sagt Rist-Headcoach Sebastian Gleim süffisant. In der Hinrunde gelang dies mit 90:71 am Steinberg dank 22 Punkten von Davey Hopkins und eines zwischenzeitlichen 24:0-Laufs eindrucksvoll gegen einen allerdings nicht komplett angetretenen Gegner.

Auch diesmal müssen die Braunschweiger voraussichtlich Spieler für die Auswärtspartie ihres Bundesliga-Teams in Oldenburg abstellen. "Einer Verlegung auf einen Wochentag konnten wir nicht zustimmen, weil wir zu viele voll berufstätige Spieler im Kader haben", sagt Gleim. Dieser Umstand hätte auch dazu geführt, dass die Vorbereitung auf die Partie alles andere als optimal war.

Umso mehr erstaunt es den Rist-Coach, dass seine Mannschaft trotzdem die Tabelle anführt. "An manchen Tagen müssen wir uns schon kneifen, um zu realisieren, dass wir wirklich Spitzenreiter der 2. Bundesliga sind." Schon jetzt steht fest, dass die Wedeler auch im Falle einer Niederlage die Rückfahrt als Spitzenreiter antreten, doch der 15. Sieg in dieser Saison wäre Gleim ungleich lieber. "Die große Unbekannte ist die Aufstellung der Braunschweiger, wir wissen nicht, wer uns dort erwartet." Davon, dass sein rumänischer Kollege Liviu Calin ein starkes Team aufbieten wird, ist der Coach allerdings fest überzeugt. "Die Braunschweiger haben einen großen Kader, fast alle Spieler trainieren gemeinsam mit der Bundesliga-Mannschaft."

1. Herren: Tabellenführung soll am Steinberg verteidigt werden

Kapitän Davey Hopkins erzielte im Hinspiel acht Punkte. Foto: Bergmann

Mit breiter Brust gehen die 1. Herren am Sonnabend, 8. Februar, um 19 Uhr (Steinberghalle) in das Heimspiel gegen den Tabellensechsten, Citybasket Recklinghausen. Das glückliche 72:70 bei den VfL AstroStars Bochum in letzter Sekunde hievte die Rister (26 Punkte) in Kombination mit Niederlagen der Top-Teams UBC Tigers Hannover und RSV Eintracht an die Tabellenspitze. Zudem gewann das Team von Headcoach Sebastian Gleim die drei zurückliegenden Vergleiche mit den Westdeutschen allesamt, zuletzt in der Hinrunde dieser Saison mit 83:78 im Ruhrgebiet.

Noch lieber erinnern sich die Wedeler Spieler, ihr Trainer und alle Augenzeugen an das bislang einzige Heimspiel gegen Citybasket. Ein gutes Jahr ist es her, dass die Rist-Basketballer die Westdeutschen am Steinberg nach einem Korbfestival mit 128:115 besiegten, bei dem der damalige Rister Augie Johnston mit 40 Punkten das Wettschießen gegen Recklinghausens US-Topscorer Robert Franklin (41) knapp verlor. "Gegen 128 erzielte Punkte hätte ich auch diesmal nichts einzuwenden, gegen 115 kassierte schon", sagt Gleim, der aber fest davon ausgeht, dass die Partie am Sonnabend mit der vor elf Monaten nicht zu vergleichen ist. Während es nämlich Johnston am Saisonende zu Pro-A-Club Cuxhaven BasCats zog, spielt der 33 Jahre alte Franklin immer noch für die Westdeutschen und hat dort Verstärkung durch zwei Landsleute, Cavel Witter und Russ Conley, bekommen. Dass Franklin zuletzt nicht mehr so dominant unter dem Korb agierte wie in der zurückliegenden Saison in Wedel, führt Gleim  in erster Linie auf eine neue Strategie bei Citybasket zurück. "Recklinghausen hat sich personell und taktisch neu ausgerichtet." Unter anderem wurden in der Weihnachtspause mit Deon McDuffie (kam aus Karlsruhe) und Dorian McDaniel (aus Magdeburg) zwei Spieler verpflichtet. Zuletzt feierte Citybasket drei Siege in Folge beim RSV Eintracht (79:55), gegen die SUM Baskets Braunschweig (74:65) und beim VfL Stade (75:68).

Den Ausbau dieser Erfolgsserie der Westdeutschen wollen die Wedeler schon deshalb verhindern, um ihre derzeit optimale Ausgangsposition für die Play-offs zur 2. Bundesliga Pro A zu behaupten. "Auf dem Weg dorthin ist Citybasket  Recklinghausen der nächste Prüfstein, zumal gegen uns mittlerweile jede Mannschaft am oberen Limit spielt", sagt Sebastian Gleim. Der Headcoach hofft, am Sonnabend auf seinen kompletten Kader zurückgreifen zu können.

1. Herren: Rister gastieren beim Favoritenschreck

Paul Owusu (hier im Hinspiel gegen Bochums Raphael Bals) ist angeschlagen. Foto: Claus Bergmann

Sich auf die Play-offs zur 2. Bundesliga ProA einzustimmen und für die Aufstiegsrunde zu positionieren lautet zur Zeit die Devise bei den 1, Herren. Die Auswärtspartie bei den VfL AstroStars Bochum (Tabellen-Achter/14 Punkte) am Sonnabend, 1. Februar (18.30 Uhr), ist für die Rister (Zweiter/24) schon die dritte Begegnung, in der sie nach Erreichen ihres Etappenziels nicht unter Erfolgsdruck stehen, aber gleichwohl laut Headcoach Sebastian Gleim eine gute Leistung zeigen sollen.

"Es kommt in dieser Phase der Saison häufig vor, dass bereits qualifizierte Clubs auf einen Play-off-Anwärter treffen, das macht es für uns aber nicht einfacher", sagt der Trainer, der sich und sein Team im Ruhrgebiet vor einer ebenso schweren Aufgabe sieht wie beim hart erkämpften 90:83 in der Steinberghalle zu Saisonbeginn. Seitdem sei der Gegner, bei dem in dieser Spielzeit insgesamt sechs Amerikaner unter Vertrag standen, als Mannschaft zusammengewachsen.

Vor allem vor zwei aktuellen US-Boys im Bochumer Aufgebot warnt Gleim sein Team. "Kendrick Easley ist immer für eine hohe Trefferquote gut, und Ryon Howard bilanziert in fast jedem Pro-B-Spiel mehr als zehn Punkte und Rebounds." Das US-Trio vervollständigt Chartreal Hall, der in der Weihnachtspause zum Kader stieß. Gleich in seiner ersten Pro-B-Saison ließ der Aufsteiger aus der Regionalliga West mit einigen überraschenden Ergebnissen aufhorchen. So feierten die AstroStars ihren ersten Pro-B-Sieg mit 89:77 beim aktuellen Spitzenreiter UBC Tigers Hannover und stürzten am zurückliegenden Spieltag den bisherigen Tabellenführer RSV Eintracht mit einem 71:64 in  Brandenburg.

All das ist Sebastian Gleim Warnung genug, die Westdeutschen nicht zu unterschätzen. "Bochum hat augenblicklich eine starke Phase, darauf müssen wir uns einstellen und dagegenhalten." Wie es gehen kann, zeigten die Wedeler gerade beim 96:79 über die Hertener Löwen in der Steinberghalle, nachdem sie zuvor beim 75:76 gegen Oldenburg gepatzt hatten. Beim SC Rist droht Innenspieler Paul Owusu aufgrund einer Grippe auszufallen. "Er konnte nicht mittrainieren, aber vielleicht wird er doch noch rechtzeitig fit", sagt Gleim.

1. Herren: Heimspiel gegen Herten

Diante Watkins erzielte im Hinspiel 12 Punkte. Foto: Claus Bergmann

Die 1. Herren sind froh, nach drei Sonntagspielen in Folge endlich wieder zu ihrer Kernzeit ein Heim-Punktspiel in der 2. Bundesliga Pro B Nord bestreiten zu dürfen. Am Sonnabend, 25. Januar, empfangen die Wedeler um 19 Uhr in der Steinberghalle die Hertener Löwen.

Die Rister wissen aber, dass sie nach dem ebenso unglücklichen wie unnötigen 75:76 gegen die Baskets Akademie Weser-Ems/Oldenburger TB bei ihren Fans etwas gutzumachen haben. Ein zwischenzeitlicher 24-Punkte-Vorsprung reichte dem aktuellen Tabellendritten (22 Zähler) vor fast 600 Zuschauern nicht für den zwölften Erfolg in dieser Saison. Der Ärger darüber ist bei Headcoach Sebastian Gleim noch immer nicht ganz verraucht. "Wir haben den Sieg weggeworfen, und deshalb müssen wir gegen Herten über 40 Minuten diszipliniert und konzentriert spielen."

Leicht dürfte den Wedelern der zwölfte Saisonsieg allerdings nicht fallen gegen kampfstarke Gäste aus dem Ruhrgebiet, die sich nach personellem Umbruch in der Sommerpause und durchwachsenem Saisonstart in der Tabelle bis auf Play-off-Platz acht (14 Punkte) vorgearbeitet haben. "Herten hat eine sehr gute Phase, das zeigt schon das klare 86:69 beim VfL Stade am zurückliegenen Spieltag", sagt Gleim, der zudem vor Löwen-Topscorer Blake Poole warnt. Der 1,95 Meter große und 122 Kilogramm schwere Center aus den USA ist mit einem Punkteschnitt von knapp 20 pro Partie der achtbeste Schütze der gesamten Pro B. "Es wird sehr schwer werden, ihn unter dem Korb zu stoppen", sagt der Rist-Headcoach.

1. Herren: Das Team hinter dem Team

Die Trainer (von links): Felix Bienwald, Sebastian Gleim, Stefan Altemüller. Fotos: Bergmann

Wer an eine Mannschaft denkt, klar, der denkt zunächst an Spieler, an den Trainer und seine Assistenten. Doch es gehören noch weitere Menschen dazu, etwa die Mitglieder des medizinischen Stabes. Der SC Rist ist in der glücklichen Lage, seinen Pro-B-Spielern auf diesem Gebiet eine umfassende Versorgung bieten zu können, und dankt den helfenden Händen herzlich für die Unterstützung. Headcoach Sebastian Gleim berichtet aus dem Trainingsalltag und erläutert, wie sich das Wirken des Teams hinter dem Team bemerkbar macht.

Wie wichtig ist ein gut funktionierender medizinischer Stab für den Erfolg einer Mannschaft und inwieweit erleichtert der Dir die Arbeit?

Sebastian Gleim: "Wir haben einen unglaublich guten Stab zusammen. Insgesamt acht weitere Spezialisten kümmern sich um unser Pro-B-Team. Das ist ganz klar ein Teil des Erfolgs. Neben meinen beiden Co-Trainern Felix Bienwald und Stefan Altemüller, die weitere Aufgaben im Verein haben, konnten wir zu unserer Physiotherapeutin Rosemarie Bittner noch einen weiteren Physiotherapeuten, nämlich Julian Goldenstein, mit Basketball 'infizieren'." 

Was kannst Du über die Arbeit der Physios berichten? Was sind deren Aufgaben?

Gleim: "Wir haben mittlerweile täglich einen Physio in der Halle. Die Jungs werden auf das Training vorbereitet, sprich muskuläre Vorbereitung und Tapen. Behandlungen nach dem Training sind in der Woche immer notwendig: von Massage bis aktive Übungen."

Wie sieht die Kooperation mit den Ärzten Jens von Schöning und Arno Klingenberg aus?

Gleim: "Vor allem Jens von Schöning (Fotos links) hat mit uns jede Menge zu tun. Er hat jede Woche viele Spieler von uns in den Händen. Teilweise zum Prüfen, aber auch zum Behandeln. Bei uns geht kein Spieler aufs Feld, bei dem wir uns nicht hundertprozentig wissen, wie sein medizinischer Stand ist. Fast wöchentlich kommt es dazu, dass Spieler im Abschlusstraining diesbezüglich geprüft werden."

In welchen Fällen wird die Chiropraktorin in Anspruch genommen? Und was macht sie genau?

Gleim: "Das ist sehr vielfältig. Einfach gesagt, behandelt Karoline Fliegel von der Chiropraxis Fliegel in Wedel einmal pro Woche drei bis vier Spieler aus unserem Kader. Manche Spieler regelmäßig, fast jede Woche, manche nur sporadisch. Ihre Arbeit ist eine Ausnahmesituation für ein Pro-B-Team und nicht zu ersetzen."

Das klingt nach einer tollen Situation für unsere Mannschaft.

Gleim: "Ja, absolut! Wir haben uns das in den vergangenen Jahren Stück für Stück aufgebaut und sind jetzt auf einem sehr guten Level. Die Netzwerke funktionieren perfekt: mit geschlossenen Augen und viel Vertrauen."

1. Herren: Kampf um die beste Ausgangsposition

Macht am Brett: Paul Owusu. Foto: Bergmann

Die 1. Herren stehen vor einer schweren Aufgabe. Am Sonntag (19. Januar, 18:15 Uhr) trifft die Mannschaft von Headcoach Sebastian Gleim auf die Baskets Akademie Weser-Ems/Oldenburger TB. Während die Rister gerade mit dem elften Saisonsieg (83:79 in Wolfenbüttel) die Play-off-Teilnahme perfekt machten, sind die Niedersachsen als Fünfter (16) auf einem guten Weg dorthin. "Die Oldenburger werden es auf jeden Fall schaffen", sagt Gleim. Von den bisherigen drei Duellen gewannen die Wedeler die Auswärtspartien in Oldenburg knapp, verloren aber ihr einziges Heimspiel ausgerechnet am Familientag der Saison 2012/13 mit 60:76.

Als böses Omen für die Neuauflage am Sonntag nimmt Gleim das aber nicht. "Oldenburg wird ein harter Prüfstein für uns, aber das ist in dieser Phase der Saison eher von Vorteil." Die Play-offs seien erreicht, nun gelte es sich für die Aufstiegsrunde zu positionieren. "Unser Ziel ist jetzt ein Platz unter den ersten vier, und um das zu schaffen, müssen wir noch einige Begegnungen gewinnen."

Froh ist der Rist-Headcoach vor allem darüber, dass sich sein Team wieder einmal in eigener Halle präsentieren kann. "Vor unseren Fans muss sich meine Mannschaft nach zwei eher durchwachsenen Auswärtsspielen steigern."

1. Herren: Kein Comeback von Peter Huber-Saffer

Peter Huber-Saffer. Foto: Claus Bergmann

Er hat es noch einmal versucht, doch aus dem erhofften Comeback bei den 1. Herren wird leider nichts. Peter Huber-Saffer wird seine Leistungssportkarriere aus beruflichen und privaten Gründen nicht fortsetzen.

Seit 2008 trug der 33-Jährige das Trikot des SC Rist, absolvierte 39 Spiele in der 2. Bundesliga Pro B sowie 20 Regionalliga-Partien, in denen er die Rister während der Saison 2008/2009 als Topscorer zum Meistertitel in der 1. Regionalliga Nord und zum Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga führte. Mit fünf Einsätzen (alles Siege) trug er in der vergangenen Spielzeit entscheidend zum starken Saisonstart (sieben Siege in Folge) bei, ehe er verletzungsbedingt nicht mehr eingreifen konnte. Peter sowie Fans und Verantwortliche des SC Rist gaben die Hoffnung auf ein Comeback nicht auf. Der Heimsieg gegen Wolfenbüttel Ende Oktober 2012, bei dem der 2,08 Meter große Center in knapp 36 Minuten Einsatzzeit auf zehn Punkte kam, wird aber sein letzter Pro B-Auftritt gewesen sein. Bevor er 2008 nach Wedel wechselte, spielte Huber-Saffer jahrelang in der ersten und zweiten Bundesliga. Als Junioren- und A2-Nationalspieler vertrat er den deutschen Basketball auf internationalem Parkett.

Peter war als Mensch und als Spieler eine große Bereicherung für den SC Rist, der Meistertitel 2009 wird immer mit seinem Namen verbunden bleiben. Der SC Rist dankt Peter herzlich für seinen Einsatz und wünscht ihm für die private und berufliche Zukunft alles erdenklich Gute. In der Steinberghalle bleibt er natürlich jederzeit willkommen.

1. Herren: Gegen Wolfenbüttel und den besten Scorer der Liga

In Zivil oder im Trikot? Fabian Böke (rechts) muss um seinen Einsatz bangen. Foto: Claus Bergmann

Angeschlagene Gegner sind die gefährlichsten, das wissen nicht nur Boxer, sondern auch Aktive anderer Sportarten. Die 1. Herren und Headcoach Sebastian Gleim ahnen denn auch, was sie am Sonntag, 12. Januar, im Auswärtsspiel bei den Herzögen Wolfenbüttel (Spielbeginn: 17 Uhr) erwartet. Erst zwei Partien konnte der gastgebende Tabellenletzte (vier Punkte) in dieser Saison der 2. Bundesliga Pro B Nord für sich entscheiden.

Davon, dass die Gastgeber die Begegnung nicht von vornherein abschenken, ist Gleim trotzdem fest überzeugt. Denn der Play-off-Zug ist für die Niedersachsen noch nicht abgefahren und dann wäre da für den Fall des Falles auch noch der geänderte Play-down-Modus. "Die Teilnehmer der Abstiegsrunde nehmen am Ende der regulären Spielzeit die in der Hauptrunde gesammelten Punkte mit, und insofern zählt für die Herzöge sowieso jeder Sieg", sagt der Rist-Headcoach.

Das wissen auch die Wolfenbüttler und verstärkten sich über den Jahreswechsel noch einmal kräftig: von den UBC Tigers Hannover kam Arber Tolaj, der Kanadier Ismer Sefaragic spielte bis Anfang Dezember für den VfL Stade.

Viel Qualität haben nach Gleims Einschätzung aber auch die übrigen Akteure des Gegners. Ein starkes Duo bilden die US-Amerikaner Demetrius Ward und Lamonte Thomas. Letzterer ist mit einem Punkteschnitt von 26,38 bester Korbschütze der gesamten Zweiten Bundesliga (Pro A/B). Seine Bestmarke bisher: 54 Punkte gegen Schwelm Ende November. Zu Saisonbeginn setzten sich die Rister in der heimischen Steinberghalle erst im Endspurt mit 83:69 gegen Wolfenbüttel durch, obwohl die Wedeler gerade Thomas (sieben Zähler) in dieser Partie gut im Griff hatten.

Die Fahrt ins südwestliche Niedersachsen treten die Rister nicht ohne Personalsorgen an. Ungewiss ist insbesondere der Einsatz von Fabian Böke, der 2,08 Meter großen Power Forward plagt sich mit einer Magen-Darm-Erkrankung. Auch der Einsatz einiger junger Spieler im Wedeler Kader steht auf der Kippe. "Ich hoffe, dass wir zum Gastspiel in Wolfenbüttel trotzdem mit einem vollen Kader antreten können", sagt Gleim.

1. Herren: Rister im ersten Spiel des Jahres zu Gast in Stade

Der Einsatz von Janis Stielow (hier im Gespräch mit Coach Sebastian Gleim) steht noch auf der Kippe. Foto: Bergmann

Das punktspielfreie Wochenende in der 2. Bundesliga Pro B über die Weihnachtsfeiertage, das sie mit dem alljährlichen Merry-Ristmas-Spektakel in der Steinberghalle überbrückten, beschert den Basketballern des SC Rist nun einen Frühstart ins neue Jahr. Am Sonntag, 5. Januar (16 Uhr), gastiert die Mannschaft von Headcoach Sebastian Gleim als Tabellendritter (18 Punkte) zum Duell der Elbseiten beim Aufsteiger und aktuellen Drittletzten VfL Stade (sechs Punkte).

Während den Wedelern, die bislang neun Spiele gewannen und nur drei verloren, rechnerisch nur noch zwei Siege für den Play-off-Start fehlen, steht den Niedersachsen vor dem Derby das Wasser bis zum Hals. Nur ein Erfolg in zehn Partien gelang der Mannschaft von VfL-Trainer Benka Barloschky zuletzt. "Stade muss punkten, aber wir wollen auch gewinnen", stellt Sebastian Gleim klar, der am Sonntag auf einen hoch motivierten und zu allem entschlossenen Gegner mit vier früheren Wedelern im Kader (Steffen Kiese, Jamo Ruppert, Holger Jacobsen, Florian Bunde) gefasst ist.

Kurz vor Weihnachten trennte sich der VfL vom Kanadier Ismar Sefaragic und verpflichtete stattdessen mit dem BBL-erfahrenen Davon Roberts einen Landsmann von US-Boy und Topscorer Reginald Hopkins. Sebastian Gleim setzt auf dasselbe Personal wie in der Hinrunde, Neuverpflichtungen sind auch für den Rest der Saison nicht geplant. "Dass wir als Team gut eingespielt sind, könnte unser größter Trumpf sein, dazu kommt der Rückenwind vom 75:71 über die UBC Tigers Hannover kurz vor Weihnachten", sagt der 29 Jahre alte Coach. Vor allem die Intensität müsse stimmen, um mit einem Sieg in Stade den Play-offs einen weiteren Schritt näher zu kommen.

Fraglich ist beim SC Rist am Sonntag allerdings der Einsatz von Janis Stielow. Der 18 Jahre alte Youngster, der gerade aufgrund seiner starken Leistungen im Nachwuchs-Bundesliga (NBBL)-Team der Piraten Hamburg und in der Wedeler Pro-B-Mannschaft für den Allstar-Tag am 18. Januar in Bonn nominiert wurde, zog sich beim Training mit dem NBBL-Kader eine Zerrung zu. "Janis'  Einsatz entscheidet sich kurzfristig", sagt Gleim.

Merry Ristmas: Ein Fest für alle

Merry Ristmas: Ein Fest für alle. Fotos: Bergmann

Geballte Erfahrung aus ungezählten Bundesliga-Spielen und Routine en masse werfen die Rister Allstars in die Waagschale, wenn sie am Sonnabend (21. Dezember) die 1. Herren im Rahmen von Merry Ristmas zum ewig jungen und ewig reizvollen Duell bitten. Um 18:00 Uhr geht es los, die Steinberghalle ist bereits ab 16:30 Uhr für Zuschauer geöffnet: Frühes Erscheinen sichert wie immer die besten Plätze, denn es wird wieder mit großem Andrang gerechnet. Bei der Tombola locken attraktive Preise, unsere Cheerleader sind auch dabei und zeigen wieder Akrobatisches und Tänzerisches. An der Cafeteria gibt es Leckeres und Erfrischendes.

Nachdem "Das Gelbe Ballett" Ende November erfolgreich den Startschuss für die Fortsetzung der legendären "Kabineninferno"-Events im shooters gegeben hat, geht es kommenden Samstag in die nächste Runde. Für alle Basketballfans ab 18 Jahre öffnet das shooters (Rathausplatz 1, Wedel) seine Pforten für die "Merry Ristmas-Aftershowparty", um den Abend gemeinsam bei guter Musik zusammen ausklingen zu lassen. Gegen Vorlage der Merry Ristmas-Eintrittskarte kostet der Eintritt nur 2 Euro anstatt 5 Euro.

Wen bieten die Rister Allstars in diesem Jahr auf? Coach Joe Rose hat bei derartig vielen Cracks gewissermaßen die Qual der Wahl. Alexander Seggelke absolvierte über 100 Erstliga-Einsätze für Leverkusen, Jena und Quakenbrück, für die Artland Dragons spielte er zudem im Europapokal, 2008 wurde der heute 34-Jährige für das Allstar-Game der BBL nominiert.

Ingo Knillmann und Christian Pauk sind schlichtweg Urgesteine des Wedeler Basketballs. 1979 und 1980 wurden sie mit der B-Jugend des SC Rist jeweils deutscher Meister und prägten bis tief in die 90er Jahre das Bild der 1. Herren, die sie 1985 erstmals zum Aufstieg in die 2. Bundesliga und 1988 ins Halbfinale des DBB-Pokals sowie zum sportlichen Aufstieg in die erste Liga führten. Beide gehörten einst zum Kader der Junioren-Nationalmannschaft, mit der Ü35 gewannen sie 2008 und 2009 den deutschen Meistertitel.

André Bade gehörte in den 90er Jahren und im frühen neuen Jahrtausend zu den besten Distanzschützen in Deutschland. 1993 wechselte der achtmalige A-Nationalspieler von Wedel nach Braunschweig, auch für Bayreuth und Oldenburg ging der 40-Jährige in der ersten Liga auf Korbjagd. Die Erfolge der Ü35 auf nationaler Ebene sind ebenfalls eng mit dem Namen André Bade verbunden.

Dennis Reichert zog es einst von Wedel in den Westen der Vereinigten Staaten. Dort studierte der Center am Oregon Institute of Technology und lief zudem für die Owls auf, die zu den Topteams der NAIA Division II zählten und zählen. Für die 1. Herren hatte er zuvor in der 2. Bundesliga gespielt, nach seiner Rückkehr folgten Einsätze in der 1. Regionalliga, zudem war Reichert erfolgreicher Coach der 2. Herren. Und natürlich Deutscher Meister mit der Ü35.

Ingo Freyer verstärkt die Allstars

Ingo Freyer hat nach seiner erfolgreichen Spielerkarriere mit Stationen u.a. bei Alba Berlin, Brandt Hagen sowie 39 A-Länderspielen auch als Trainer den Erfolgsweg eingeschlagen. Seit 2007 coacht er Phoenix Hagen, führte den Club 2010 zum BBL-Aufstieg und in der vergangenen Saison in die Playoffs. Trainer- und Spielerkarriere begannen jeweils bei seinem Heimatclub, dem SC Rist.

Jan Stange gehörte Mitte der 90er zum Kader der deutschen U18-Nationalmannschaft und lief viele Jahre für die 1. Herren in der 2. Bundesliga auf. Es folgten Erfolge mit den 3. Herren und der Ü35, vor zwei Jahren vertrat er die Allstars beim Slam-Dunk-Contest und unterlag seinerzeit im Finale knapp Kay Gausa.

Martin Duggen ist einer der besten Spielmacher, die der SC Rist jemals hervorgebracht hat. 2002 wechselte er nach Paderborn, gewann vier Jahre später den Meistertitel in der 2. Bundesliga und trug das Trikot der Ostwestfalen auch in der höchsten deutschen Spielklasse. Mit Paderborn stellte er in der 2. Bundesliga einen Rekord auf: 50 Siege in Folge.

Holger Jacobsen war ein Leistungsträger der Meistermannschaft von 2009, die den Titel in der 1. Regionalliga gewann und den SC Rist zurück in die 2. Bundesliga brachte. Zuvor spielte der nun 33-jährige Center u.a. auch für Breitengüßbach in der zweiten Liga. Im Sommer 2013 gab er sein Comeback und ist seitdem für den VfL Stade in der 2. Bundesliga Pro B aktiv.

Mac-Davis Duah spielte zwölf Saisons für die 1. Herren und war stets Leistungsträger und Publikumsliebling. Der größte Erfolg: Der Aufstieg in die 2. Bundesliga Pro B 2009. Bei seiner Verabschiedung wurde dem 37-Jährigen die Ehrenmitgliedschaft überreicht. Und Mac spielt noch immer: In der aktuellen Saison bei der TSG Bergedorf in der 2. Regionalliga.

Merry Ristmas wäre nicht komplett ohne Arne Malsch. Als Organisator, Spieler und Mann am Mikrofon hält er die Fäden in der Hand - die Vorstellung der Allstars gehört Jahr für Jahr zu den Highlights. Als Spieler lief er für den SC Rist in der 2. Bundesliga auf und wurde deutscher Meister mit der Ü35. Als Kommentator und Moderator ist er Fernsehzuschauern ein Begriff.

Noch mit einem Fragezeichen versehen ist der Einsatz von Olaf Möller. Der 45-Jährige ehemalige Junioren-Nationalspieler war in den 90ern Leistungsträger des Erstligisten Trier, 1998 wurde er deutscher Pokalsieger. Der Center hatte den SC Rist 1991 zunächst in Richtung Karlsruhe verlassen, im selben Jahr wurde er für die Junioren-Nationalmannschaft nominiert. Weitere Stationen seiner Laufbahn waren Speyer und die University of Massachusetts in Boston.

Michael Teubert gehörte Anfang dieses Jahrtausends zum Wedeler Zweitliga-Kader und spielte anschließend auch für die 2. Herren.

Als Youngster verstärkt Tobias Wichers die Allstars. Der 22-Jährige spielte für die 1. Herren in der 2. Bundesliga Pro B und trat anschließend kürzer, er ist eines der größten Wedeler Talente der vergangenen Jahre.

Die beiden ehemaligen A-Nationalspieler Marvin Willoughby und Marc Suhr haben sich ebenfalls angesagt, können aufgrund von Verletzungen aber leider nicht aktiv ins Geschehen eingreifen.

1. Herren: Tabellenführer Hannover zu Gast in Wedel

Jens Hirschberg erzielte im Hinspiel fünf Punkte. Foto: Claus Bergmann

Das Basketball-Jahr 2013 neigt sich dem Ende entgegen, aber bevor sie über Weihnachten und den Jahreswechsel etwas regenerieren können, müssen die 1. Herren noch zweimal in der heimischen Steinberghalle in Aktion treten. Viel Spaß verspricht dabei das traditionelle Merry-Ristmas-Spektakel am 21. Dezember um 18 Uhr, Schwerstarbeit droht dagegen am kommenden Sonnabend, 14. Dezember (19 Uhr), im Topspiel der Pro B Nord gegen die UBC Tigers Hannover.

Nur zwei Punkte trennen die bislang achtmal siegreichen Wedeler (Vierter/16 Zähler) und den aktuellen Spitzenreiter aus der niedersächsischen Landeshauptstadt, aber Rist-Headcoch Sebastian Gleim sieht die Gäste trotzdem in der Favoritenrolle. "Hannover hat viele gute Einzelspieler und vielleicht sogar die stärkste Mannschaft der gesamten Pro B." Die Stärke des nächsten Gegners zu spüren bekamen die Rist-Basketballer im Hinspiel, in dem die Tigers dem damaligen Tabellenführer mit 89:76 die erste Saisonniederlage beibrachten. Jetzt reisen die Hannoveraner als Klassenprimus nach Wedel, und Sebastian Gleim würde nur zu gern Gleiches mit Gleichem vergelten. Doch das wird schwer. "Wenn wir die Tigers besiegen wollen, müssen wir am Limit spielen", sagt der 29 Jahre alte Headcoach, der sich vor seinem Wechsel zu Bundesligist Frankfurt Skyliners am Saisonende von seinem Team mehr Präzision, Intensität und Konstanz wünscht. "Wir haben noch viel Luft nach oben."

Nach aktuellem Stand der Dinge kann Sebastian Gleim im Spitzenspiel zudem auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. Dazu setzt der 29-Jährige verstärkt auf die Zuschauer in der Steinberghalle. "Sie können in kritischen Situationen unser sechster Mann sein." Schwer werde es aber allemal gegen eine Mannschaft mit sehr guter Rotation, die ihre zurückliegenden sieben Pro-B-Spiele allesamt gewann und dabei einige hohe Siege einfuhr. Beim jüngsten 89:78 über die Hertener Löwen gelang es sogar sechs von sieben eingesetzten Hannoveraner Akteuren, jeweils zweistellig zu punkten.

Zwei Rister spielen für U20-Nationalmannschaft vor

Janis Stielow (links) und Christopher Geist stehen im Notizbuch des Bundestrainers. Foto: Bergmann

Christopher Geist und Janis Stielow sind zu einem Sichtungslehrgang der U20-Nationalmannschaft eingeladen worden. Von Montag bis Mittwoch (9. - 11. Dezember) wollen sich die beiden 18-Jährigen bei den Einheiten im Olympiastützpunkt Rhein-Neckar in Heidelberg für Einsätze im DBB-Trikot empfehlen.

Verdient hat sich das Rist-Duo den Ruf von Bundestrainer Harald Stein dank guter Leistungen in der Pro B, in der 2. Regionalliga und mit den Piraten in der NBBL. Beide haben in den vergangenen Wochen und Monaten ihre gute Entwicklung mit großen Schritten fortgesetzt.

Stielow erhält in der 2. Bundesliga in dieser Saison im Schnitt mehr als 20 Minuten Einsatzzeit pro Partie und erzielt dabei knapp fünf Punkte. In der NBBL überragt er mit Mittelwerten von 21,8 Punkten und 6,8 Rebounds pro Spiel. In der 2. Regionalliga erzielte er in zwei Spielen insgesamt 43 Zähler.

Geist kam bislang zu vier Pro B-Einsätzen und ließ mit vier Punkten und zwei Rebounds gegen Braunschweig aufhorchen. Bei den 2. Herren (2. Regionalliga) gehört er unter dem Korb zu den festen Größen (7 Spiele: 10,3 Punkte im Schnitt), auch in der U19-Bundesliga ist er ein Leistungsträger und nach Stielow jeweils zweitbester Scorer (10,5) und Rebounder (5,5).

Headcoach Sebastian Gleim: "Janis ist kein Unbekannter beim DBB, er hat schon eine EM hinter sich. Für Chris ist das eine tolle Sache, nachnominiert zu werden. Beide gehören zum jüngeren Jahrgang der U20 und haben die Chance, sich den Bundestrainern vorzustellen. Wenn sich beide so präsentieren wie im täglichen Training, werden sie einen sehr guten Eindruck hinterlassen".

1. Herren: Punkte sammeln für die Playoffs

Anweisungen für Recklinghausen: Coach Sebastian Gleim und René Kindzeka. Foto: Bergmann

Am zurückliegenden Spieltag der 2. Bundesliga Pro B Nord ging es für die 1. Herren gen Südosten, am Sonnabend, 7. Dezember, muss sich das Team von Headcoach Sebastian Gleim südwestlich halten. Um 19.30 Uhr gastieren die Wedeler (Tabellenvierter/14 Punkte) im Ruhrgebiet bei Citybasket Recklinghausen.

Für das vom Niederländer Thomas Roijakkers betreute Heimteam zählt angesichts Tabellenplatz sieben und der ausgeglichenen Bilanz von je fünf Siegen und Niederlagen jeder Punkt für die Play-off-Teihnahme. In der Vestischen Arena spielen Gästeteams zudem nicht nur gegen Citybasket, sondern müssen auch vor großer Kulisse bestehen. Die Heimspiele locken im Schnitt mehr als 500 Zuschauer an.

Respekt hat der Rist-Headcoach aber auch vor dem Kader der Westdeutschen. "Citybasket Recklinghausen ist eine offensiv sehr starke und erfahrene Mannschaft, deren Schlüsselpositionen weitgehend mit denselben Spielern wie in der vergangenen Saison besetzt sind", sagt Gleim. Motor der Citybasket-Maschinerie ist für den 29 Jahre alten Wedeler Trainer Power Forward Robert Franklin, einer der besten Korbschützen der Pro B Nord, der im Schnitt 20 Punkte pro Partie erzielt und zwölf Rebounds holt. Kaum weniger wertvoll ist US-Landsmann und Aufbauspieler Cavel Witter, Halt geben dem Team zudem erfahrene Kräfte wie Mirko Bregulla (28) und der mit Franklin gleichaltrige Stefan Fürst (32). Ebenfalls ein Leistungsträger ist Christoph Bruns, ein gefährlicher Distanzschütze.

Um in Recklinghausen bestehen zu können und damit die Hinrunde mit einem Erfolg ausklingen zu lassen, fordert Gleim von seinem Team eine weitere Steigerung gegenüber dem jüngsten 74:59 bei der BG Bitterfeld-Sandersdorf-Wolfen 06. "Wir schauen nur auf uns, damit sind wir bislang am besten gefahren", sagt Gleim, der voraussichtlich erneut auf seinen kompletten Kader zurückgreifen kann. Mit dem erhofften achten Saisonsieg kämen die Wedeler aber nicht nur der Qualifikation für die Play-offs einen weiteren Schritt näher. Im letzten Punktspiel des Jahres gastiert am 14. Dezember um 19 Uhr der aktuelle Spitzenreiter UBC Hannover zum Topspiel in der Steinberghalle.

1. Herren: Zu Gast bei den BSW Sixers

Die Abschiedstour von Sebastian Gleim, der ab Sommer 2014 eine Stelle in der Nachwuchsabteilung des Basketball-Bundesligaclubs Fraport Skyliners Frankfurt antreten wird, beginnt am Sonnabend, 30. November, mit einer Fahrt gen Südosten. Um 18 Uhr gastieren die Wedeler (Tabellenvierter der 2. Bundesliga Pro B Nord) in Sachsen-Anhalt bei der Basketballgemeinschaft Bitterfeld - Sandersdorf - Wolfen 06, kurz BSW Sixers, die bislang zwei Partien (vier Punkte) für sich entscheiden konnte.

Gerade das aber macht die Aufgabe gegen die mit dem Rücken zur Wand stehende Spielgemeinschft nach Gleims Auffassung besonders schwer. Dazu kommt, dass der Kader von Sixers-Headcoach Torsten Schierenbeck mehr Potenzial enthält, als es die bisherigen Resultate nahelegen. "Die Sixers sind eine der besten Offensivmannschaften der Pro B Nord", sagt der 29-jährige.

Dass sich dies bislang noch nicht im Tabellenstand niederschlägt, liegt auch am Verletzungspech der Sixers. Kapitän Sascha Ahnsehl und Tom Lipke fehlten zuletzt, der US-Amerikaner Terry Bryant (Knieprobleme) ist angeschlagen. Gene Hagner (Achillessehnenriss) fällt voraussichtlich bis zum Saisonende aus. Im Duell bei den Herzögen Wolfenbüttel gab Center Nate Gerwig sein Comeback mit einem Double-double (17 Punkte/zehn Rebounds), ohne aber das 87:111 verhindern zu können. Gerwig war wenige Tage zuvor als Ersatz für seinen US-Landsmann Louis Green verpflichtet worden.

Während die Sixers auswärts bislang alle fünf Spiele verloren, siegten sie zu Hause in der stets gut besuchten Ballsporthalle in Sandersdorf schon zweimal. Für Sebastian Gleim, der eventuell seinen kompletten Kader aufbieten kann, ist das Duell mir den Sixers eine von zwei wegweisenden Auswärtspartien in Folge. Am kommenden Sonnabend gastieren die Wedeler zum Hinrundenausklang bei Citybasket Recklinghausen.

Sebastian Gleim: Abschied vom SC Rist im Mai

Sebastian Gleim. Foto: Claus Bergmann

Sebastian Gleim wird den SC Rist Wedel zum Mai kommenden Jahres verlassen. Der derzeitige Headcoach der 1. Herren und Jugendkoordinator nimmt im Anschluss an die aktuelle Saison eine Stelle in der Nachwuchsabteilung des Frankfurter Clubs Fraport Skyliners an.

"Die Entscheidung, zurück in meine Heimat zu gehen, hat neben privaten natürlich auch perspektivische Gründe", sagt Gleim. "Die Fraport Skyliners haben mir ein tolles Paket geschnürt, mit dem ich mich in den kommenden Jahren voll mit Basketball auseinandersetzen kann. Neben meiner Tätigkeit bei den Skyliners strebe ich an, die Trainerakademie in Köln zu besuchen", sagt Gleim.

Der 29-Jährige kam 2009 zum SC Rist, trainierte drei Jahre lang die 2. Herren in der 2. Regionalliga und führte die Mannschaft u.a. zum Gewinn des HBV-Pokals sowie zweimal zur Vizemeisterschaft in der 2. Regionalliga. Im Sommer 2012 übernahm er das Amt des Headcoaches der Wedeler Pro B-Mannschaft und erreichte auf Anhieb den zweiten Platz in der Punktrunde sowie das Playoff-Viertelfinale. Gleichzeitig wirkte er sehr erfolgreich als Jugendkoordinator für den männlichen Bereich, Trainer von Jugendteams und arbeitete in der Schulkooperation. In allen Bereichen hat Gleim mit riesigem Engagement, mit Leidenschaft und Fachwissen eine Menge bewegt und hinterlässt große Spuren im Wedeler Basketball. Bis Mai 2014 wird er sein Werk beim SC Rist mit voller Kraft fortsetzen.

"Meine Entscheidung kommt so frühzeitig, damit ich meine Aufgaben im Verein entsprechend neu verteilen kann", sagt Gleim. "Mein Ziel ist es, dass es genauso weiter nach vorne geht beim SC Rist. Jetzt freue ich mich auf den Rest der Saison und genieße jeden Tag in der Steinberghalle und in der Stadt Wedel."

"Natürlich schmerzt uns sein Weggang sehr und Sebastian wird eine große Lücke bei uns hinterlassen. Aber wir verstehen uns immer auch als eine Art 'Ausbildungsverein', was nicht nur für Spielertalente, sondern auch für Trainer gilt. Deshalb freuen wir uns für Sebastian und wünschen ihm auch in der Zukunft eine erfolgreiche Trainerkarriere", sagt Gernot Guzielski, Vorsitzender des SC Rist.

Gleim: "Ich bedanke mich schon jetzt ganz herzlich bei allen Ristern, die in den letzten Jahren großen Einsatz gezeigt haben, aber vor allem bei meiner Freundin und meiner Familie, die viel Verständnis für meine akribische Arbeit haben. Außerdem bei meinem langjährigen Co-Trainer Felix Bienwald."

1. Herren: Pro B-Topspiel Dritter gegen Vierter

Christoph Roquettes Einsatz steht auf der Kippe. Foto: Claus Bergmann

Auswärts haben die 1. Herren in dieser Pro B-Saison schon zweimal verloren, in der heimischen Steinberghalle aber sind sie noch unbesiegt. Diese Serie ausbauen können die Wedeler am Sonnabend, 23. November, zu Hause gegen den RSV Eintracht Teltow/Kleinmachnow/Stahnsdorf, Spielbeginn ist um 19.30 Uhr.

Ein Blick auf die Statistik legt die Vermutung nahe, dass die Heimmannschaft (Tabellendritter/zwölf Punkte) wenig Probleme haben dürfte, ihre Erfolgsbilanz gegen die Brandenburger zu verbessern. Weder in der 1. Regionalliga noch in der Pro B Nord konnte der RSV bislang in Wedel gewinnen. Zudem schloss die Mannschaft die reguläre Saison 2012/13 als Tabellenletzter ab, schaffte erst am letzten Spieltag der Play-down-Runde den Klassenerhalt. Doch von all dem lässt sich Rist-Headcaoch Sebastian Gleim vor dem Duell mit dem Tabellenvierten (zehn Zähler) ebenso wenig in die Irre führen wie vom 92:69 seines Teams über den nächsten Gegner beim Saison-Vorbereitungsturnier in Rostock. "Das war kein Maßstab, weil beim Gegner etliche Spieler gefehlt haben", sagt Gleim. Stahnsdorf habe ein starkes Team, und daher sei der aktuelle Tabellenstand der Brandenburger auch keine Überraschung.  

Beim RSV Eintracht hat Kollege Peter Günschel einen Mix aus guten deutschen Spielern, Talenten und starken Amerikanern zusammengestellt. Scharfschütze des Teams ist US-Boy Richard Thomas, dessen Punkteschnitt bei knapp über 20 Punkten pro Partie liegt. "Stahnsdorf hat schon gegen die Topteams aus Hannover und Schwelm gewonnen, wir wissen also, was uns erwartet", sagt Sebastian Gleim. An der Zielsetzung für die Partie in Wedel ändere das allerdings nichts. "Wir wollen wieder zu Hause gewinnen und einen weiteren Schritt Richtung Play-offs machen", sagt Gleim. Dafür müsse sich seine Mannschaft aber besser als Team  präsentieren und vor allem stärker verteidigen als beim der 63:75  in Schwelm, das die Wedeler am zurückliegenden Spieltag die Tabellenführung kostete. Noch fraglich ist beim SC Rist der Einsatz von Center Christoph Roquette, der aufgrund eines Muskelfaserrisses schon die Partie  im Ruhrgebiet verpasste, Fabian Strauß plagen Schulterbeschwerden. Unklar ist zudem, ob der erkrankte Youngster René Kindzeka spielen kann.

1. Herren: Wie viele Verlängerungen gibt es diesmal gegen Schwelm?

Wiedersehen mit Anthony Pettaway. Foto: Bergmann

Und wieder gehen die Zweitliga-Basketballer des SC Rist als Tabellenführer der Pro B Nord auf Reisen. Am Sonnabend, 16. November, gastiert die Mannschaft von Headcoach Sebastian Gleim (zwölf Punkte) um 19.30 Uhr bei ihrem Vorgänger Schwelmer Baskets. Das Team aus dem Ruhrgebiet büßte die Spitzenposition am zurückliegenden Spieltag durch ein unerwartetes 71:72 beim RSV Eintracht Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf ein, fiel mit nun zehn Zählern aufgrund eines ungünstigen direkten Vierer-Vergleichs auf Platz fünf zurück.

Einen neuerlichen Wechsel an der Spitze möchte Sebastian Gleim gern vermeiden, weiß aber um die Schwere der Aufgabe. "Schwelm hat immer einen erstklassigen Kader und ist am Ende der regulären Saison stets weit vorn platziert." 2012/13 kämpften sich die Westdeutschen sogar bis ins Finale der Play-offs zur 2. Bundesliga Pro A vor, nutzten ihr Aufstiegsrecht dann aber nicht. Auch in dieser Saison rechnet Gleim wieder mit den Schwelmern und hätte die Partie deshalb gerne etwas später gespielt. "In zwei oder drei Wochen wären wir wieder ein Stück weitergewesen."

An die zurückliegenden beiden Gastspiele in Schwelm erinnert sich der Wedeler Coach allerdings immer wieder gern zurück. Als Assistent des damaligen Headcoaches Özhan Gürel erlebte er am letzten Spieltag der regulären Saison 2010/11 ein denkwürdiges 126:122 der Wedeler nach drei Verlängerungen mit, das den Rist-Herren dann aber doch nicht für den Play-off-Start reichte. In der Spielzeit 2012/13 verdarb Gleims Team den Schwelmern mit einem 90:86 nach (nur einer) Verlängerung die Feier der schon feststehenden Staffelmeisterschaft. "Wir freuen uns auf dieses Spiel, denn in der Schwelmer Halle herrscht immer gute Stimmung, und die Atmosphäre ist sehr angenehm," sagt Gleim.

Ein Wiedersehen gibt es für einige Rister mit ihrem früheren Teamkameraden Anthony Pettaway. Der kräftige Center aus Toledo im US-Bundesstaat Ohio räumt in Schwelm wie schon in der Saison 2011/12 in Wedel unter den Körben ab, bilanziert pro Partie im Schnitt 15 Punkte und 7,6 Rebounds. Beim SC Rist ist der Einsatz von Power Forward Fabian Böke aufgrund von Magen-Darm- Beschwerden fraglich. "Ich hoffe, dass er rechtzeitig wieder fit wird", sagt Gleim, und auch der 2,08-Meter-Mann möchte im Ruhrgebiet mit von der Partie sein.

1. Herren: "Ich erwarte eine Reaktion"

Paul Owusu (rechts) ist gesundheitlich noch angeschlagen. Foto: Bergmann

Von den Teams in der 2. Basketball-Bundesliga Pro B Nord setzt der nächste Gegner des SC Rist die Vorgaben der Jungen Liga, Dach-Organisation von Pro A und Pro B, wohl am konsequentesten um. Die 15 Akteure im Kader des aktuellen Tabellenfünften SUM Baskets Braunschweig (acht Punkte), der am Sonnabend, 9. November, um 19 Uhr in der Wedeler Steinberghalle beim Zweiten (zehn Zähler) gastiert, sind im Schnitt knapp über 20 Jahre alt. Zudem kommen die Niedersachsen ohne ausländische Profis aus. Lediglich Gästetrainer Liviu Calin (60), seit mehr als 20 Jahren für die SG Braunschweig tätig, führt Reisedokumente eines anderen Staates mit sich.

Der gebürtige Rumäne gilt als Talentförderer und -entwickler der Extraklasse, zu seinen Schützlingen gehörte auch der Braunschweiger Dennis Schröder, der seit dieser Saison für die Atlanta Hawks in der US-Profiliga NBA spielt. Nach Auffassung von Rist-Headcoach Sebastian Gleim benötigen die Gäste aus der Welfenstadt deshalb auch keine Verstärkung aus Übersee. "Der Braunschweiger Kader hat in seiner aktuellen Zusammensetzung genug Qualität und Talent für die Pro B." Für den 29 Jahre alten Wedeler Trainer ist der nächste Gegner geradezu ein Musterbeispiel für ein perfekt funktionierendes Bundesliga-Farmteam, von dem auch Erstligist New Yorker Phantoms in der BBL profitiert. "Die Braunschweiger Jungs spielen die beste Defensive der Pro B Nord, holen in jedem Spiel alles aus sich heraus und kämpfen bis zum Umfallen."

Das erwartet Sebastian Gleim am  Sonnabend auch von seiner in dieser Saison in der Steinberghalle noch unbesiegten Mannschaft. Am zurückliegenden Spieltag allerdings kassierten die Wedeler beim UBC Hannover mit 76:89 die erste Saisonniederlage und mussten die Tabellenführung an die Schwelmer Baskets abtreten. "Ich erwarte gegen Braunschweig eine Reaktion meiner Mannschaft auf die Dinge, die in diesem Spiel nicht funktioniert haben," sagt Gleim. Während Power Forward Fabian Böke seine Kapselverletzungen in den Fingern auskuriert hat, ist das Mitwirken des reboundstarken Paul Owusu, der schon in der niedersächsischen Landeshauptstadt grippekrank passen musste, noch fraglich. Einige Trainingseinheiten versäumte zudem Center Christoph Roquette aufgrund eines beruflich bedingten Aufenthalt in Zwickau (Sachsen). Für manche Wedeler könnte es am Sonnabend ein Wiedersehen mit einem ehemaligen Vereinskameraden geben. Der 20 Jahre alte Hamburger Flügelspieler Marc Nagora (damals Bramfelder SV) absolvierte in der Saison 2011/12 dank Doppellizenz zwölf Einsätze in Pro B-Spielen für den SC Rist.

1. Herren: Zu Gast bei den UBC Tigers

Einsatz fraglich: Fabian Böke. Foto: Bergmann

Erstmals als Tabellenführer der 2. Bundesliga Pro B Nord brechen die Herren des SC Rist am Sonnabend, 2. November, zum Auswärtsspiel bei den UBC Hannover Tigers auf.

Die Niedersachsen, die bei vielen als Meisterschaftskandidat auf dem Zettel stehen, sind derzeit Fünfter und bezwangen zuletzt den VfL Stade (93:66). Rist-Headcoach Sebastian Gleim erwartet ein Duell mit einem hoch motivierten Gastgeber. "Der UBC hat eine Mannschaft, mit der er nicht nur aufsteigen will, sondern vielleicht sogar muss." Daher laste der Erfolgsdruck eindeutig auf dem Gegner. "Wer sich eine günstige Ausgangsposition für die Play-offs verschaffen will, darf sich in der regulären Saison nicht zu viele Niederlagen erlauben."

Hannovers finnischer Headcoach Anton Mirolybov kann auf einen starken Kader zurückgreifen. Neben dem US-Trio Kendall Chones, Rodriguez Sherman und Maurice Williams bringen auch deutsche Spieler wie Benjamin Fumey, Henje Knopke, Jan-Peter Prasuhn und Tobias Welzel viel Erfahrung und Klasse mit.

Ein Sieg in Hannover wäre für die Wedeler umso wichtiger, als anschließend mit den Partien gegen die SUM Baskets Braunschweig und bei den Schwelmer Baskets zwei weitere schwere Aufgaben warten. Noch unsicher ist beim SC Rist der Einsatz von Power Forward Fabian Böke, der beim 90:83 über Aufsteiger VfL Astro Stars Bochum trotz dreier Kapselrisse in der rechten Hand spielte. Zudem muss Gleim aufgrund einer terminlichen Überschneidung mit dem Punktspiel der 2. Herren (2. Regionalliga Nord) möglicherweise auf einige jüngere Akteure verzichten.

1. Herren: Der nächste starke Aufsteiger im Anmarsch

René Kindzeka muss derzeit verletzt passen

Die Aufsteiger in die 2. Basketball-Bundesliga Pro B Nord geben sich in diesen Tagen beim SC Rist die Klinke in die Hand. Gerade erst feierten die Wedeler mit dem 74:62 im Derby gegen den Nord-Meister VfL Stade den vierten Sieg im vierten Spiel, da stellt sich am kommenden Sonnabend (19 Uhr) mit den VfL AstroStars Bochum, Primus der Regionalliga-West 2012/13, der nächste Neuling in der Steinberghalle vor. Zu Beginn seiner Pro-B-Premierensaison zahlte der Aufsteiger zunächst Lehrgeld, fuhr aber am zurückliegenden Spieltag mit dem 89:77 beim UBC Hannover den ersten Saisonsieg ein.

Rist-Headcoach Sebastian Gleim ist denn auch fest davon überzeugt, dass die Bochumer mit frischem Selbstvertrauen gen Norden reisen werden. "Die AstroStars sind sicher nicht in die Pro B aufgestiegen, um dann die Play-offs zu verpassen", sagt der 29 Jahre alte Trainer, der den Gegner personell gut aufgestellt sieht. In Hannover punkteten die US-Amerikaner Kendrick Easley und Ryon Howard sowie der gebürtige Tunesier Cham Korbi jeweils zweistellig. Beim Bochumer Gastspiel in Wedel soll zudem mit Neuzugang Vincent Williams ein weiterer Nordamerikaner sein Debüt für die AstroStars geben.

Respekt hat Gleim auch vor der Erfahrung des nächsten Gegners, das Durchschnittsalter des Bochumer Kaders beträgt 25,4 Jahre, das der Wedeler exakt 24. Einer der jüngsten im Aufgebot des SC Rist wird sich Sonnabend erneut mit der Zuschauerrolle begnügen müssen. Nachwuchs-Bundesliga (NBBL)-Spieler René Kindzeka, 18, fällt aufgrund einer Entzündung im Fuß aus. "Das ist schade für einen so talentierten und willensstarken Jungen wie ihn, aber wir wollen kein gesundheitliches Risiko eingehen", sagt Sebastian Gleim.

1. Herren: Duell der Elbseiten

Kann Christoph Roquette am Samstag spielen? Schau'n mer mal... Foto: Claus Bergmann

Die Zuschauerränge der Wedeler Steinberghalle dürften am Sonnabend, 19. Oktober, wieder gut gefüllt sein. Um 19 Uhr empfangen die bislang unbesiegten 1. Herren (Tabellenzweiter/sechs Punkte) den Aufsteiger VfL Stade (Vierter/vier) zum Spitzenspiel und Nachbarschaftsduell der 2. Bundesliga Pro B Nord. Gerade einmal 16,14 Kilometer Luftlinie trennen die Städte voneinander.

Nach dem 75:92 in eigener Halle gegen den RSV Eintracht Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf mussten die Niedersachsen die Tabellenführung an die Brandenburger abgeben. Davon lässt sich Rist-Headcoach Sebastian Gleim aber keineswegs irritieren. "Der VfL Stade hat ein gut eingespieltes Team, und Steffen Kiese ist für mich einer der besten deutschen Akteure in der Pro B." Zur Saison 2009/10 wechselte der Guard vom Oldenburger TB nach Wedel und leistete in der Geschäftsstelle des SC Rist sein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) ab. In der darauf folgenden Saison schaffte er mit dem Club den Klassenerhalt in den Play-downs.

Noch weitere ehemalige Rist-Akteure kehren am Sonnabend für einen Abend an ihre frühere Wirkungsstätte zurück, so etwa Holger Jacobsen, Florian Bunde und Jamo Ruppert. "Für Jamo war es der richtige Schritt, nach Stade zu gehen und sich dort in einem neuen Umfeld durchzusetzen", sagt Sebastian Gleim. Der Wedeler Trainer bangt noch um den Einsatz des angeschlagenen Christoph Roquette und des stark erkälteten Jens Hirschberg. "Ob die beiden mitspielen können, entscheidet sich kurzfristig", sagt Gleim.

Abendblatt aktuell: Auswärtspartie zur Mittagsstunde

Auf nach Oldenburg: Paul Owusu und die 1. Herren reisen nach Niedersachsen. Foto: Claus Bergmann

Ein Blick auf die aktuelle Tabelle der 2. Basketball-Bundesliga Pro B Nord könnte die Anhänger des SC Rist dazu verleiten, zu den bisherigen vier Punkten ihres Herrenteams vorschnell zwei weitere zu addieren. Am Sonnabend, 12. Oktober, gastiert das bislang zweimal siegreiche Team von Headcoach Sebastian Gleim (Vierter/ vier Punkte) um 14 Uhr bei der Baskets-Akademie Weser-Ems/Oldenburger TB. Das Ausbildungsteam von Bundesligist EWE Baskets Oldenburg (Neunter) wartet nach Auftaktniederlagen gegen Citybasket Recklinghausen und bei der BG Bitterfeld-Sandersdorf-Wolfen (BSW Sixers) noch auf die ersten Punkte der Saison 2013/14.

Genau das aber macht die Niedersachsen nach Sebastian Gleims Einschätzung besonders gefährlich. "Die Oldenburger werden alles daransetzen, diese Partie zu gewinnen, und deshalb wird es für uns das bislang schwerste Spiel in dieser Saison." Mit einem Durchschnittsalter von knapp über 20 Jahren stellt die Baskets-Akademie das jüngste Team der Pro B Nord. Trotzdem seien die Niedersachsen eine der am besten eingespielten Mannschaften der Liga. "Die meisten von ihnen spielen schon seit der Jugend zusammen", sagt der 29 Jahre alte Rist-Coach, dessen Kollege Mladen Drijencic in der Saison 2012/13 zum Pro B-Trainer des Jahres gewählt wurde.

Als herausragenden Akteur in einem gut funktionierenden und stark verteidigenden gegnerischen Team hat Gleim den US-Amerikaner Mike Taylor ausgemacht. Der 26 Jahre alte und 1,92 Meter große Guard bestreitet bereits seine dritte Spielzeit in Oldenburg, nachdem er zuvor in seinem Heimatland als Spieler des Whitworth College im US-Bundesstaat Washington geglänzt hatte. Obwohl er in der zurückliegenden Pro B-Saison einen Punkteschnitt von 22,3 bilanzierte, gilt Taylor als extrem mannschaftsdienlicher Spieler, der seine Teamgefährten immer wieder mit Pässen in Szene setzt. Mit Jordan Reves steht seit Kurzem ein zweiter Amerikaner im Team der Niedersachsen. Der 22 Jahre alte Center (2,08 Meter) steht gegen die Rister vor seinem Pro B-Debüt. Reves ist ein exzellenter Shotblocker, er absolvierte ein Probetraining beim österreichischen Erstligisten UBC St. Pölten, ehe er sich den Oldenburgern anschloss. In den vergangenen vier Jahren spielte Reves für die University of Texas at Arlington in der NCAA Division One.

1. Herren: Vorfreude auf das erste Heimspiel

Sieben gewinnt? Sebastian Gleim bereitet sein Team auf die Herzöge vor. Foto: Bergmann

Die 1. Herren wollen am Sonnabend, 5. Oktober, den Schwung vom 82:77-Erfolg bei den Hertener Löwen ins Heimdebüt der Pro-B-Saison 2013/14 mitnehmen. Zu Gast in der Steinberghalle sind um 19 Uhr die Herzöge Wolfenbüttel.

Im Gegensatz zu den Ristern startete der Gegner mit einer Niederlage in die Saison. Im prestigeträchtigen Niedersachsen-Derby gab es für die Herzöge zu Hause gegen Erzrivale SUM Baskets Braunschweig eine 64:90-Pleite. Rist-Headcoach Sebastian Gleim lässt sich vom Ausmaß der Wolfenbüttler Auftaktniederlage aber nicht irritieren. "Wir haben eine Video-Aufzeichnung der Partie analysiert und festgestellt, dass das Resultat nicht den Spielverlauf widerspiegelt." Vielmehr hätten die Herzöge vor allem deshalb so hoch verloren, weil die Braunschweiger sehr gut getroffen hätten.  

Am energischsten hatten sich die beiden US-Amerikaner der Wolfenbüttler gegen die Heimpleite gestemmt. Die Guards Demetrius Ward (20 Punkte) und Lamonte Thomas (19) trugen mehr als die Hälfte der Korbausbeute ihres Teams zusammen. Vor allem vor dem 1,83 Meter großen Thomas warnt Gleim. "Er ist der absolute Top-Akteur seines Teams, war schon in der Vorbereitung sehr stark und ist an manchen Tagen für 40 Punkte gut." Zudem könne es für die Gäste von Vorteil sein, dass beide US-Boys bereits ihre zweite Saison in Niedersachsen bestreiten.

Daran, dass die Rister nach dem erfolgreichen Härtetest in Herten auch das erste Heimspiel gewinnen wollen, lässt Gleim trotzdem keinen Zweifel. "Wir hoffen auf ein volles Haus und hoffen, dass die Zuschauer neugierig sind auf das erste Heim-Punktspiel der Mannschaft, vor allem auf unsere neuen Spieler." Mit Ausnahme von Peter Huber-Saffer, der aus familiären Gründen fehlt, kann der Rist-Coach seinen kompletten Kader aufbieten, nachdem Fabian Böke von einer Dienstreise zurückgekehrt ist.

1. Herren: Saisonauftakt in Herten

Die Zeit des Wartens und des Testens ist vorbei für die Zweitliga-Basketballer des SC Rist. Am Sonnabend, 28. September, starten die Wedeler in ihre fünfte Saison der 2. Bundesliga Pro B, die dritthöchste deutsche Klasse. Für Headcoach Sebastian Gleim ist es die zweite Zweitliga-Spielzeit seit seiner kurzfristigen Amtsübernahme vor 13 Monaten.

Trotz einer nur kurzen Vorbereitungsphase gelang es dem 29 Jahre alten gebürtigen Hessen 2012/13, mit einem zu großen Teilen neu zusammengestellten Team die Hauptrunde als Tabellen-Zweiter abzuschließen.

Angesichts etlicher Neuzugänge mit Erfahrung in höheren Spielklassen und ansprechender Leistungen in der Vorbereitung trauen nicht wenige dem SC Rist in der neuen Saison noch mehr zu. Doch Sebastian Gleim will sich in dieser Hinsicht nicht festlegen. "Viele sehen uns als Aufstiegsanwärter, aber das ist nicht unser Anspruch", sagt Gleim, der gemeinsam mit seinen Spielern vor dem Saisonstart bislang nur ein einziges Ziel formuliert hat. "Wir wollen am Sonnabend unser erstes Spiel bei den Hertener Löwen gewinnen", sagt Gleim.

Doch die Aufgabe im Ruhrgebiet (Spielbeginn: 19.30 Uhr) dürfte zum ersten Härtetest für die Wedeler werden, für die es in den zurückliegenden vier Spielzeiten in der 60.000-Einwohner-Stadt Herten nichts zu holen gab. 2012/13 kassierten die Rist-Herren in der Halle der Rosa-Parks-Gesamtschule mit 63:100 sogar die höchste Saisonniederlage. Auch in der Vorbereitung auf die aktuelle Spielzeit zeigten die Löwen Biss, gewannen das von ihnen ausgerichtete Turnier um den Revue-Palast-Ruhr-Pokal. Im Finale besiegte die Mannschaft des neuen Coaches Dirk Ewald den Nachbarn und künftigen Staffelrivalen VfL Bochum Astrostars 74:73.

Ein herber Verlust für die Hertener war der Vereinswechsel des 2,04 großen Centers Christoph Hackenesch, 27, der sich dem höherklassigen Pro-A-Team der ETB Wohnbau Baskets in Essen anschloss. An Qualität hat der Löwen- Kader dadurch nach Sebastian Gleims Einschätzung aber nichts eingebüßt. "Die Hertener haben nach wie vor ein sehr starkes Team", sagt der Rist-Headcoach. Kollege Ewald holte unter anderem drei US-Amerikaner: den bisherigen College-Spieler Jeremy Robinson, Center Blake Poole (zuletzt BG Dorsten) und Aufbauspieler Matthew Eric Reid, der zu Beginn der zurückliegenden Spielzeit beim SC Rist für einen Vertrag vorgespielt hatte, dann aber doch nicht verpflichtet wurde.

In der Vorbereitung zu überzeugen vermochten auch die Wedeler. Gegen Bundesliga-Aufsteiger SC Rasta Vechta hielten sie phasenweise mit, das Pro-A-Team der Cuxhaven BasCats, neuer Club ihres ehemaligem Mannschaftskapitäns Harold August Johnston, zwangen sie beim 100:105 in der Steinberghalle in die Verlängerung. In den Tests gefielen nicht nur die erfahrenen Neuzugänge Christoph Roquette. Lee Jeka und Diante Watkins, sondern auch viele jüngere Spieler und vor allem US-Boy Davey Hopkins, der in seiner zweiten Saison für den SC Rist die Kapitänsrolle seines Landsmann Augie Johnston übernimmt. 

Mindestens ebenso wichtig wie die Resultate erscheint Sebastian Gleim in der neuen Spielzeit die Außendarstellung seines Teams. Jahrelang hätte der Wedeler Club insbesondere aus der Perspektive der etablierten und finanzstärkeren Pro-B-Clubs als Underdog gegolten, doch das hätte sich spätestens im Verlauf der zurückliegenden Spielzeit geändert. "Wir haben das Image der grauen Maus endgültig abgelegt", sagt der Rist-Headcoach. Stattdessen hätten sich die Basketballer des SC Rist bei den Gegnern Respekt verschafft, nicht zuletzt dank ihrer Heimstärke: Von den elf Begegnungen der regulären Saison 2012/13 in der Wedeler Steinberghalle gewann Gleims Team acht.

Ähnlich couragiert wie zu Hause sollen die Rist-Herren in der neuen Spielzeit nach dem Wunsch ihres Trainers auch in fremden Hallen auftreten. "Wir wollen uns als freche Mannschaft präsentieren, als bunte Mischung aus Routiniers und jungen hungrigen Spielern. "Dass sein Team zum Saisonstart auswärts gegen einem Konkurrenten im Kampf um einen Play-off-Platz antreten muss, stört Gleim nicht. "Wir nehmen alles, wie es kommt."

1. Herren: Generalprobe in Cuxhaven

So war's im "Hinspiel": Lennart Liebke (rechts) gegen Marques Oliver. Foto: Bergmann

Am Sonnabend (21. September, 18:00 Uhr) bestreiten die 1. Herren ihr achtes Freundschaftsspiel innerhalb eines Monats und schließen damit die Phase der Saisonvorbereitung ab. In der kommenden Trainingswoche wird dann der Fokus voll und ganz auf den ersten Spieltag und die Partie in Herten gelegt.

Doch zunächst gastiert die Mannschaft von Headcoach Sebastian Gleim am Wochenende beim Pro A-Team Cuxhaven BasCats. Den ersten Vergleich mit dem neuen Club von Augie Johnston verloren die Rister am vergangenen Wochenende mit 100:105 nach Verlängerung. Die Niedersachsen bestritten im Übrigen in der Zwischenzeit am Mittwochabend ein Testspiel gegen den Erstligaaufsteiger SC Rasta Vechta und unterlagen mit 80:93, Johnston erzielte als Topscorer der BasCats dabei 19 Punkte. Wie bereits in Wedel fehlte Cuxhavens Neuzugang Idan Rejwan noch im Aufgebot. Den israelischen Flügelspieler mit deutschem Pass beschäftigen die Nachwirkungen einer Handfraktur - möglicherweise kommt Rejwan aber gegen die Rister zum Einsatz.

"Insgesamt können wir mit dem bisherigen Vorbereitungsverlauf zufrieden sein. In Cuxhaven können wir noch mal testen, bevor es eine Woche später ernst wird", sagt Gleim. "Wer alles mit an Bord ist, klärt sich noch", so der Coach mit Blick auf die Personalsituation. Da zeitgleich ein NBBL-Vorbereitungsturnier in Bremerhaven stattfindet, an dem die Piraten teilnehmen, stimmen sich Gleim und Marvin Willoughby in gewohnter Weise ab.

Für einen Rister wird das Spiel an der Elbmündung mehr als ein Test, nämlich eine Rückkehr an eine frühere Wirkungsstätte. Von 2004 bis 2007 sowie in der Saison 2009/10 trug Lee Jeka das Trikot der BasCats und ist den Fans in der Cuxhavener Rundturnhalle unvergessen. Denn in jeder einzelnen Saison führte der Australier die Niedersachen als Topscorer an.

1. Herren: Wiedersehen mit Augie Johnston beim Test gegen Cuxhaven

Augie Johnston kehrt für einen Abend an den Steinberg zurück. Foto: Bergmann

Er war in den zurückliegenden beiden Spielzeiten der 2. Basketball-Bundesliga Pro B der Leistungs- und Sympathieträger im Basketball-Herrenteam des SC Rist. Harold August Johnston aus Atascadero im Bundesstaat Kalifornien, war nicht nur der erfolgreichste Korb- und Dreierschütze des Wedeler Clubs, sondern führte sein Team in der vergangenen Saison auch als Kapitän aufs Parkett.

Doch so gut es ihm und Lebensgefährtin Jocelyn Romero, die seit Juni dieses Jahres verheiratet sind, in Wedel und damit in der Nähe der Metropole Hamburg auch gefiel, erwies sich der Reiz der größeren sportlichen Herausforderung doch als stärker. Im Frühjahr wechselte der 27 Jahre alte studierte Betriebswirt zu den Cuxhaven BasCats in die Pro A. Am kommenden Sonnabend aber gibt es für die Basketball-Anhänger in Wedel und Umgebung ein Wiedersehen mit dem Publikumsliebling. Am Sonnabend, 14. September (19:00 Uhr), empfangen die Pro B-Basketballer des SC Rist den klassenhöheren Konkurrenten in ihrem letzten Testspiel in heimischer Umgebung vor dem Punktspielauftakt Ende September.

"Wir freuen uns sehr auf das Wiedersehen mit Augie, der zur Zeit in Topform ist", sagt Rist-Headcoach Sebastian Gleim. In den bisherigen Vorbereitungsspielen mit seinem neuen Team überzeugte der Kalifornier bislang vor allem gegen den niederländischen Vizemeister Aris Leeuwarden, dem er 21 Punkte einschenkte, aber auch gegen die Pro B-Mannschaft des Oldenburger TB und gegen Regionalligist SC Itzehoe. Seine Rückkehr nach Wedel hatte Johnston schon kurz vor seinem Abflug nach Kalifornien im Gespräch mit dem Hamburger Abendblatt prophezeit. "Wenn ich in der nächsten Saison wieder in Deutschland bin und die Zeit finde, komme ich vielleicht nach Wedel und schaue mir ein Pro B-Spiel der Jungs an." Jetzt können ihn die Wedeler sogar wieder in Aktion sehen, wenn auch im Trikot der Cuxhaven Bascats.

Noch ein weiterer Cuxhavener hat eine sportliche Vergangenheit beim SC Rist. Der 33 Jahre alte Kroate Moris Hadzija stieg in der Saison 2008/09 mit den Wedelern in die 2. Bundesliga ProB auf, betreute das U16-Bundesligateam der Piraten Hamburg und assistiert Cuxhavens lettischem Cheftrainer Krists Plendiskis.

Auf das Duell mit den Niedersachsen, die schon im vergangenen Jahr während der Vorbereitung einen Test in Wedel absolvierten, stimmten sich die Rist-Herren beim erstmals ausgetragenen Vierer-Turnier um den IBIS-Cup in Rostock ein. Erster Gegner in Mecklenburg-Vorpommern war Staffelrivale RSV Eintracht Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf, den die Wedeler 92:69 bezwangen. Da der dänische Erstligist Hørsholm 79ers das zweite Halbfinale gegen den Ausrichter EBC Rostock mit 97:87 für sich entschieden hatte, mussten sich die Wedeler im Endspiel mit den Skandinaviern messen und verloren 63:72.

Die Finalniederlage störte Sebastian Gleim nicht. "Der Endspielgegner war in der Vorbereitung körperlich und taktisch schon etwas weiter als wir." Ohnehin maß er in dieser Phase der Saisonvorbereitung dem Erlebnis-Charakter der Reise mehr Bedeutung bei als den Resultaten auf dem Spielfeld, und unter diesem Aspekt hatte sich die Anfahrt aus der Sicht des 29 Jahre alten Coach allemal gelohnt. "Die Mannschaft war zwei Tage zusammen, wir konnten unter sehr guten Voraussetzungen trainieren und haben in einem schönen Hotel direkt am Rostocker Hafen gewohnt." Urlaubsstimmung dürfte allerdings in den verbleibenden Wochen bis zum Pro B-Start bei den Hertener Löwen nicht mehr allzu oft aufkommen. Dass ihm und seinem Team noch Zeit bleibt bis zum ersten Spiel, gefällt Sebastian Gleim. "Wir sind froh, dass es erst in zwei Wochen los geht." Die verbleibende Zeit will der Coach vor allem dafür nutzen, die Defensive zu stärken. "Offensiv sind wir schon jetzt sehr weit."

Wer hat noch keine Pro B-Dauerkarte?

Alle Heimspiele der 1. Herren miterleben und Geld sparen? Das geht, und zwar mit der Rist-Dauerkarte! Für 70 Euro ist man dabei, Ermäßigungsberechtigte und Rist-Mitglieder zahlen noch weniger. Die nächste Chance, sich eine Dauerkarte zu sichern, besteht am 14. September beim Testspiel der Rister gegen die Cuxhaven BasCats. Einfach an der Kasse in der Steinberghalle vorbeischauen und schon geht's los!

Mitglieder des SC Rist, für die eine Dauerkarte vergünstigt ist, müssen diese vorher unter folgender Adresse bestellen (es kann nur eine Dauerkarte pro Mitglied bestellt werden): dauerkarten@scrist-wedel.de
Die bestellten Karten können dann ab dem nächsten Spiel an der Kasse abgeholt (und bezahlt) werden. Wenn Ihr Rist-Mitglieder seid und schon bei den Testspielen von der Dauerkarte profitieren wollt, solltet Ihr diese also rechtzeitig per E-Mail ordern, am besten jetzt gleich.

Die Preise im Überblick

Dauerkarten** (11 Heimspiele + Vorbereitungsspiele am Steinberg)

Jugendliche (J) 15,00 Euro (zwischen 12 und 15 Jahre alt)

Jungerwachsene (JE) 35,00 Euro (zwischen 16 und 20 Jahre alt oder bis 28 Jahre*, wenn in einer Ausbildung - gilt nur per Nachweis)

Erwachsene (E) 70,00 Euro (ab 21 Jahre alt)

Dauerkarten für SCR-Mitglieder*** (11 Heimspiele + Vorbereitungsspiele am Steinberg)

Jugendliche (J) 10,00 Euro (zwischen 12 und 15 Jahre alt)

Jungerwachsene (JE) 25,00 Euro (zwischen 16 und 20 Jahre alt oder bis 28 Jahre*, wenn in einer Ausbildung - gilt nur per Nachweis)

Erwachsene (E) 50,00 Euro (ab 21 Jahre alt)

Anmerkungen:

* Ein Ausbildungsnachweis muss vorgelegt werden.

** Dauerkarten sind an andere Personen übertragbar.

*** Die Mitglieder-Dauerkarten sind ebenfalls übertragbar - auch an Nichtmitglieder.

Alle Informationen zu den Dauerkarten und den übrigen Eintrittspreisen gibt es auch noch einmal hier: klick...

Volles Programm beim Vorbereitungsturnier

Lee Jeka und die Rister sind mehrfach gefordert

Ausführliche Testreihen, das Einschleifen von Systemen, das Zusammenfinden als Team und eine willkommene Abwechslung von der harten Trainingsarbeit im Laufe der Woche - das Vorbereitungsturnier, das am kommenden Sonnabend und Sonntag (31. August/1. September) in der Wedeler Steinberghalle stattfindet, erfüllt gleich mehrere Zwecke. Natürlich auch diesen, den Fans und Zuschauern des SC Rist weitere Möglichkeiten zu geben, ihre Teams in Aktion zu sehen und sich vom Stand der Vorbereitungen zu überzeugen (Spielplan: siehe unten). Sowohl die 1. Damen (1. Regionalliga) als auch die 1. Herren des SC Rist haben am Wochenende starke Gegner zu Gast, und zwar folgende:

Damen:

Lemvig Basket:

Der dänische Erstligist erreichte in den vergangenen beiden Jahren das Halbfinale der "Dameliga" - und ist durchaus international aufgestellt. Die US-amerikanische Trainerin Brianna Finch bietet unter dem Korb zwei US-Landsfrauen auf, eine mazedonische Nationalspielerin wirbelt im Aufbau, drei Norwegerinnen gehören ebenfalls zum Kader.

Citybasket Recklinghausen:

Das Team aus dem Ruhrgebiet gewann in der zurückliegenden Saison den Oberliga-Meistertitel und sicherte sich somit den Aufstieg in die 1. Regionalliga West. Gecoacht wird Citybasket vom Gespann Björn Grönheit/Kurtulus Colak. Mit U16-Nationalspielerin Annika Küper steht eine verheißungsvolle Nachwuchskraft in den Reihen der Recklinghäuserinnen.

BG '89 Rotenburg/Scheeßel:

Nach dem Abstieg aus der DBBL hat Coach Christian Greve für die 2. Bundesliga ein starkes Aufgebot zusammengestellt (Foto rechts). Mit dabei: die in Wedel bestens bekannten Pia Mankertz und Constanze Wegner, Toptalent Emma Stach, zwei US-Amerikanerinnen (Kierra Mallard und Janae Young) sowie die österreichische Nationalspielerin Kata Takács.

Herren:

Lemvig Basket:

Das Herrenteam des dänischen Clubs spielt in der zweiten Liga und wurde in der Saison 2012/13 Vizemeister. US-Point Guard Dominick Reid wurde gehalten, neu dabei ist der litauische Flügelspieler Saulius Liksa. Mit dem 2,07 Meter großen ehemaligen dänischen Nationalspieler Søren Flæng räumt ein erfahrener Mann unter dem Korb auf.

SSV Lok Bernau:

Die Brandenburger schlossen die vergangene Saison in der 1. Regionalliga Nord auf dem sechsten Rang ab. Mit US-Aufbauspieler Nick Novak, dem malischen Forward Oumar Sylla (zuvor Konstanz, Pro B) und Flügel Alexander Rosenthal (kam von BV Chemnitz, Pro A) hat sich das Team von Coach René Schilling erheblich verstärkt. Die Zielsetzung für 2013/14: "Eine bessere Platzierung als letztes Jahr", so Schilling. "Das Turnier ist unser zweiter Test, den ersten hatten wir diesen Montag gegen die 2. Regio-Mannschaft aus Königs Wusterhausen (90:66 für uns)."

UBC Münster:

Trainer Philipp Kappenstein hat für die neue Saison Spielmacher Steve Briggs (früher Wulfen, Pro B), den litauischen Center Dovydas Retkus sowie mit Andrej König (bisher BBC Rendsburg) den Topscorer der 2. Regionalliga Nord verpflichtet. Konrad Tota, ein erfahrener kanadischer Forward mit polnischem Pass, ist weiterhin dabei. Nach dem fünften Platz in der zurückliegenden Spielzeit dürfte der UBC in der 1. Regionalliga West wieder im Kampf um die vorderen Plätze mitmischen.

Spielplan

Sonnabend, 31. August

9:30 Uhr (Damen) SC Rist Wedel - Citybasket Recklinghausen

11:30 Uhr (Herren) SSV Lok Bernau - SC Rist Wedel

13:00 Uhr (Damen) BG Rotenburg/Scheeßel - Lemvig Basket

14:45 Uhr (Herren) UBC Münster - SSV Lok Bernau

16:30 Uhr (Damen) Citybasket Recklinghausen - BG Rotenburg/Scheeßel

18:15 Uhr (Damen) Lemvig Basket - SC Rist Wedel

20:00 Uhr (Herren) SC Rist Wedel - Lemvig Basket

Sonntag, 1. September

9:30 Uhr (Herren) Lemvig Basket - UBC Münster

11:15 Uhr (Damen) Lemvig Basket - Citybasket Recklinghausen

13:00 Uhr (Herren) SSV Lok Bernau - Lemvig Basket

14:45 Uhr (Damen) SC Rist Wedel - BG Rotenburg/Scheeßel

16:30 Uhr (Herren) SC Rist Wedel - UBC Münster

1. Herren: Peter Huber-Saffer schuftet fürs Comeback

Wieder im Kreise der Mannschaft: Peter Huber-Saffer. Foto: Claus Bergmann

Peter Huber-Saffer will es noch einmal wissen. Im Laufe der vergangenen Saison musste der 32-Jährige aus gesundheitlichen Gründen vorerst Abstand vom Leistungssport nehmen, doch auf diese Weise will der Center seine Schuhe nicht an den Nagel hängen. Huber-Saffer wird mit den 1. Herren in die Vorbereitung starten und alles daran setzen, sich zurückzukämpfen. Zu Beginn der Saison wird der werdende Vater voraussichtlich noch nicht zur Verfügung stehen, doch Headcoach Sebastian Gleim hofft, dass Huber-Saffer dann im weiteren Verlauf der Spielzeit sein Comeback geben wird.

"Dass Peter nicht so aufhören möchte, kann ich absolut verstehen und freue mich, dass er weiter ein Teil unserer Mannschaft sein wird. Wie viel Peter auf dem Feld stehen wird, wird sich zeigen. Fest steht: Wenn er auf dem Feld ist, wird er uns helfen", sagt Gleim.

Seit 2008 steht der frühere A2-Nationalspieler in Reihen des SC Rist, führte die Wedeler in seiner ersten Saison gleich zum Meistertitel in der 1. Regionalliga Nord und bestritt bisher 51 Pro B-Spiele in Gelb-Grün. Fünf Partien absolvierte Huber-Saffer in der zurückliegenden Spielzeit - ausschließlich Siege. Er erzielte dabei im Schnitt 8,4 Punkte sowie vier Rebounds.

Wer hat noch keine Dauerkarte?

Alle Heimspiele der 1. Herren miterleben und Geld sparen? Das geht, und zwar mit der Rist-Dauerkarte! Für 70 Euro ist man dabei, Ermäßigungsberechtigte und Rist-Mitglieder zahlen noch weniger. Die nächste Chance, sich eine Dauerkarte zu sichern, besteht am 14. September beim Testspiel der Rister gegen die Cuxhaven BasCats. Einfach an der Kasse in der Steinberghalle vorbeischauen und schon geht's los!

Mitglieder des SC Rist, für die eine Dauerkarte vergünstigt ist, müssen diese vorher unter folgender Adresse bestellen (es kann nur eine Dauerkarte pro Mitglied bestellt werden): dauerkarten@scrist-wedel.de
Die bestellten Karten können dann ab dem nächsten Spiel an der Kasse abgeholt (und bezahlt) werden. Wenn Ihr Rist-Mitglieder seid und schon bei den Testspielen von der Dauerkarte profitieren wollt, solltet Ihr diese also rechtzeitig per E-Mail ordern, am besten jetzt gleich.

Die Preise im Überblick

Dauerkarten** (11 Heimspiele + Vorbereitungsspiele am Steinberg)

Jugendliche (J) 15,00 Euro (zwischen 12 und 15 Jahre alt)

Jungerwachsene (JE) 35,00 Euro (zwischen 16 und 20 Jahre alt oder bis 28 Jahre*, wenn in einer Ausbildung - gilt nur per Nachweis)

Erwachsene (E) 70,00 Euro (ab 21 Jahre alt)

Dauerkarten für SCR-Mitglieder*** (11 Heimspiele + Vorbereitungsspiele am Steinberg)

Jugendliche (J) 10,00 Euro (zwischen 12 und 15 Jahre alt)

Jungerwachsene (JE) 25,00 Euro (zwischen 16 und 20 Jahre alt oder bis 28 Jahre*, wenn in einer Ausbildung - gilt nur per Nachweis)

Erwachsene (E) 50,00 Euro (ab 21 Jahre alt)

Anmerkungen:

* Ein Ausbildungsnachweis muss vorgelegt werden.

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1. Herren: Noch einmal Verstärkung aus Jena - Fabian Strauß kommt

Fabian Strauß

Der Kader der 1. Herren für die kommende Saison in der 2. Bundesliga Pro B strebt unverändert zügig der Komplettierung entgegen. Mit Fabian Strauß wurde ein talentierter Flügelspieler mit Pro A-Erfahrung verpflichtet. In der vergangenen Spielzeit absolvierte der 20-Jährige 13 Einsätze (acht Punkte total) für Science City Jena in der 2. Bundesliga und kam zudem zu zwölf Spielen in der Zweitvertretung des thüringischen Clubs in der 2. Regionalliga (11,4 Punkte im Schnitt).

"Ich erwarte von dem Wechsel, dass meine Basketballkarriere einen Schritt nach vorne macht, das heißt, dass ich mich sportlich weiterentwickeln kann und ein solider Spieler im Männerbereich werde", sagt Strauß, der in Hamburg sein Sportstudium fortsetzen wird. "Ich will natürlich für Wedel in der Pro B eine Option in der Offensive und Defensive sein, aber eine genaue Rolle wird mir dann Sebastian Gleim zuweisen, denke ich, welche ich erfüllen will, wenn nicht sogar übertreffen möchte", fügt er an. "Fabian ist ein Sportler durch und durch. Nach zwei Besuchen in Wedel hat er sich zu einem Wechsel entschieden - das freut uns sehr und zeigt, dass wir für junge Nachwuchstalente stehen", sagt Sebastian Gleim.

Mit zwölf Jahren kam der 1,93 Meter-Mann eher zufällig zum Basketball, als ihn seine Schwester zu einem Spiel mitnahm. "Nebenbei spielte ich noch Fußball, was sich dann aber mit dem Gang an das Sportgymnasium Jena mit 15 Jahren erledigt hatte, ab da gab es nur noch Basketball für mich", erzählt Strauß. 2010 gewann er mit dem Sportgymnasium das Bundesfinale des Schulwettbewerbs "Jugend trainiert für Olympia", drei Jahre lang spielte er für Jena in der NBBL. Der bisherige Höhepunkt seiner Karriere jedoch liegt erst wenige Monate zurück: Das Erreichen des Pro A-Halbfinals. Seite an Seite mit seinem bisherigen und auch künftigen Mannschaftskollegen Christoph Roquette. Während der 30-Jährige vornehmlich unter den Körben aufräumt, ist Strauß gerne auch jenseits der Dreierlinie zu finden. "Ich bin eher der Typ Werfer", meint der Thüringer. "Dreier werfen bzw. werfen ist wohl meine größte Stärke. Defensiv arbeite ich viel und versuche, meine Gegner nie zu leichten Punkten kommen zu lassen. Jedoch gibt es noch einige Dinge, die ich meiner Spielweise hinzufügen möchte und ich denke, dass mir Wedel dabei sehr helfen kann", sagt er.

"Neben Fabian Strauß haben wir mit Stielow, Kindzeka und Geist jetzt vier sehr interessante Nachwuchsakteure im Kader", sagt Gleim. Das Quartett ist zugleich auch bei den 2. Herren in der 2. Regionalliga spielberechtigt.

1. Herren: Von "Windy City" nach Wedel

Diante Watkins

Seine Telefonate mit Sebastian Gleim überzeugten ihn, auch der frühere Bundesliga-Star Mark Miller riet zum Wechsel nach Deutschland - und Mama ist begeistert. Der US-Amerikaner Diante Watkins unterschreibt beim SC Rist und wird die 1. Herren in der Spielzeit 2013/14 in der 2. Bundesliga Pro B verstärken.

"Wir haben seit einigen Monaten mit ihm Kontakt und konnten uns auf einen Vertrag für die kommende Saison einigen. Mit Diante haben wir einen weiteren wichtigen Baustein für die Mannschaft gefunden - einen kleinen Point Guard, der offensiv sehr vielseitig ist", sagt Headcoach Sebastian Gleim.

"Ich freue mich sehr darauf, in der neuen Saison in Deutschland zu spielen, das Land und die Kultur kennenzulernen", so Watkins. "In den Gesprächen mit Coach Gleim hatte ich immer das Gefühl, dass wir bei vielen Dingen auf einer Wellenlänge liegen. Er erwartet von seinen Spielern großen Einsatz und harte Arbeit. Das passt, denn wer mich kennt, weiß, dass ich hart arbeite. Und er will gewinnen - genauso wie ich", meint der 22-Jährige. Mit einer Körpergröße von 1,75 Meter ist der US-Amerikaner in Basketball-Kreisen ein Zwerg: "Unzählige Male wurde mir gesagt, ich sei zu klein. Für mich waren solche Kommentare immer zusätzliche Motivation. In der Offense nutze ich meine Schnelligkeit und meine Cleverness. Und in der Verteidigung versuche ich, meinen Gegenspielern auf den Nerv zu gehen. Ich lasse sie nicht in Ruhe und bearbeite sie ohne Unterbrechung."

Ein Hindernis, eine äußerst erfolgreiche College-Karriere hinzulegen, waren die vermeintlichen körperlichen Nachteile des Spielmachers zumindest nicht. Sowohl am Richard J. Daley College in der NJCAA (Vereinigung der "zweijährigen" Junior-Colleges) als auch an der Robert Morris University in der NAIA hinterließ Watkins deutliche Spuren und herausragende Statistiken. Nach seiner letzten Saison für die RMU Eagles (2011/12) wurde der 22-Jährige, der Professional Health Studies und Sports Management studierte, als Spieler des Jahres der NAIA ausgezeichnet. In 27 Einsätzen während dieser Saison erzielte der Point Guard im Schnitt 24,4 Punkte, 7,4 Assists, 3,0 Rebounds und 2,1 Steals.

Fotos: RMU Athletics

Im Anschluss an seine Uni-Laufbahn wechselte Watkins in die IBA (Independent Basketball Association) zu Chicago Redline. Jenem Club also, der nach einer Metrolinie in seiner Heimatstadt benannt ist, die auch in den Süden von "Windy City" fährt. Dort ist Watkins aufgewachsen, dort nahm er mit vier Jahren erstmals die orangefarbene Kugel in die Hand, die fortan sein Leben bestimmen sollte. "Ich bin an der 63rd street aufgewachsen, das ist keine gute Gegend", erzählt er. "Wenn man dort herkommt, heißt es oft: Entweder spielst Du Basketball oder Du gerätst auf die schiefe Bahn. Ich wollte immer, dass meine Mutter stolz auf mich ist und mir war klar, dass mir der Basketball helfen würde, ans College gehen zu können und etwas zu erreichen. Meine Mutter war begeistert, als ich ihr sagte, dass ich in Deutschland spielen werde. Sie weiß, wie hart ich arbeite. Sie hat mich immer unterstützt."

Was seinen Entschluss zum Wechsel nach Deutschland betraf, hörte Watkins auch auf den Rat von Mark Miller. Der 37-Jährige - wie Watkins aus Chicago stammend - führte in der Saison 2000/2001 die Telekom Baskets Bonn ins Playoff-Endspiel um die deutsche Meisterschaft und wurde seinerzeit zum Bundesliga-MVP gewählt. Mittlerweile arbeitet Miller als Assistant Coach an der Robert Morris University: "Er hat nur gute Dinge über Deutschland gesagt, das hat mir die Entscheidung noch mal erleichtert", erzählt Watkins, der sich derzeit gewissenhaft auf seine Aufgabe in Wedel vorbereitet. "Jeden Morgen gehe ich laufen, danach treffe ich mich mit einem Trainer. Im Moment stehen viele Pick And Roll-Drills auf dem Programm. Und ich werfe ganz viel, wenn es sein muss auch spät abends." Bei einigen der zahlreichen Summerleagues und Turnieren, die in Chicago - das seit 1994 übrigens eine Städtepartnerschaft mit Hamburg verbindet - stattfinden, ist Watkins auch dabei.

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